Was Didaktiker Schülern (und ihren Eltern) raten, um im Problemfach Mathe zu bestehen

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BOCHUM. Für viele Schülerinnen und Schüler ist Mathematik ein Angstfach. Die gute Nachricht: Es gibt Strategien, die Krise zu meistern. Was Experten den Kindern und Jugendlichen (und ihren Eltern) raten.

Ist das menschliche Gehirn überhaupt für die Mathematik gemacht? Manche Schüler bestreiten das… Foto: Shutterstock

Mathematik? Damit tun sich viele Schüler schwer. Schon allein der Gedanke an Sinus, Cosinus, Tangens und Co. versetzt viele in Angst und Schrecken – weil sie es nicht verstehen. Mitunter kommt regelrecht Panik auf. Denn nicht selten befürchtet manch einer, wegen mangelnder Mathematik-Leistungen in der Schule zu scheitern.

Doch Kopf hoch: Das Problem ist lösbar. «Man muss sich halt durchbeißen und die Sache mit Respekt angehen», sagt der Bochumer Mathematik-Professor Herold Dehling. Womit er meint: Sich regelmäßig hinsetzen und üben, dabei analytisch vorgehen.

«Einen einfachen Trick, eine Mathe-Krise zu überwinden, gibt es nicht», stellt der Augsburger Realschullehrer Patrick Ditchen klar. Nötig ist vielmehr neben viel Selbstdisziplin eine klare Lernstrategie.

Es kommt auch auf die Eltern der Schüler an

Dabei kommt es auch auf die Eltern an. «Statt sich über das Kind wegen der schlechten Mathe-Note zu ärgern und zu schimpfen, sollten sich Eltern mit dem Kind solidarisieren und gemeinsam überlegen, was künftig besser laufen muss», rät Ditchen, der ein Buch zum Thema geschrieben hat. Wichtig ist aus seiner Sicht, dass Eltern ihr Kind psychisch stärken, indem sie signalisieren: Wir schaffen das gemeinsam, wir finden einen Weg, damit du Deine Ziele erreichst.

«Hilfreich ist es, mit einer positiven Grundstimmung sich an die Mathe-Aufgaben zu setzen», rät Hanna Hardeland, Lerncoach und Karriereberaterin in Hamburg. Es bringt einen nicht weiter zu sagen «ich verstehe das nicht». Eine Strategie könnte etwa sein, sich 20 Minuten an eine schwierige Aufgabe zu setzen und sich bemühen, sie zu lösen.

«Klappt es nicht, dann eine Pause machen und anschließend die Fragen, die man hat, aufschreiben», so Hardeland. Diese gezielten Fragen stellt man dem Lehrer. «Manchmal bringt es einen schon weiter, in dem man es in Worten fasst, was man nicht begreift», so Hardeland.

Online-Angebote können helfen, den Stoff einmal anders anzugehen

Im Internet wimmelt es nur so von Online-Angeboten, die bei Problemen in Mathe weiterhelfen sollen. Sie können zum Beispiel genutzt werden, wenn man auch nach einem intensiven Gespräch mit dem Lehrer oder Dozenten einen bestimmten mathematischen Sachverhalt noch nicht nachvollziehen kann. «Oft versteht man es besser, wenn es jemand anderes mit anderen Worten erläutert», sagt Dehling.

Er empfiehlt, dass sich Schüler zu Lerngruppen zusammentun und sich gemeinsam der Materie zuwenden. «Dabei können Schwächere von denen profitieren, die fitter in Mathematik sind.»

Ditchen rät Schülern, die aktuell eher schwach in Mathematik sind, sich nach den Hausaufgaben noch einige Minuten Zeit zu nehmen und sich auf den Unterricht am nächsten Tag vorzubereiten. «Wer vorbereitet am Matheunterricht teilnimmt, versteht besser, wovon der Lehrer spricht und worauf er hinaus will.»

Schüler fühlen sich dann sicherer und haben weniger Angst, sich im Unterricht zu Wort zu melden und nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. «Zudem muss er oder sie keine mündliche Abfrage oder unangekündigte Probe fürchten», so Ditchen. Zur Vorbereitung genügen nach seinen Angaben schon fünf Minuten.

Was ebenfalls wichtig ist als Schüler: Sich selber motivieren. «Man sollte sich klarmachen, dass es sich lohnt, Zeit für Mathe zu investieren, weil man ein bestimmtes Ziel vor Aufgaben hat», so Hardeland. Das kann die Versetzung in die nächste Klasse, der Schulabschluss oder aber ein bestimmter Beruf sein.

Wer gar nicht weiterkommt, kann auch einen Coach oder einen Lerncoach engagieren. «Im Prinzip ist Mathematik nicht schwieriger als eine Sprache zu erlernen», betont Dehling. Alles baut sich systematisch aufeinander auf.

Viele Hochschulen bieten Vorkurse an

Angst vor Mathematik ist auch kein Grund für (angehende) Abiturienten, bestimmte Studiengänge von vornherein für sich auszuschließen. «Wer etwa Ingenieur oder Softwareentwickler werden will, kommt an der Uni an Mathe nicht vorbei», stellt Dehling klar. Er empfiehlt künftigen Erstsemestern, die an vielen Universitäten angebotenen Vorkurse in Mathematik zu besuchen und sich so einen ersten Überblick zu verschaffen.

«Angehenden Studierenden hilft es auch weiter, wenn sie sich vor Entscheidung für ein Studienfach erst einmal eine Orientierungsphase gönnen», findet Hardeland. So können sie in Ruhe austesten, was ihnen liegt und woran sie Spaß haben. Dazu gehört, auch mal probeweise eine Vorlesung zu besuchen. Der Austausch mit Studierenden in den angestrebten Fachbereichen wie etwa Ingenieurwissenschaften kann ebenfalls zur ersten Orientierung beitragen.

Ob nun als Schüler oder Student: Probleme mit Mathematik sind kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. «Mit positiver Einstellung, Fleiß, Disziplin und guten Lernstrategien ist es zu schaffen», betont Ditchen. dpa

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63 KOMMENTARE

  1. Jetzt muss nur noch das Päckchenrechnen wieder ausgepackt werden. Gerade schwache Schüler brauchen viele Übungsaufgaben, von denen es in den Büchern viel zu wenige gibt.

  2. Mathematik ist meiner Meinung nach zu einem auffallenden Problemfach geworden, als sogenannte Experten meinten, dass gründliches Üben der Grundrechenarten eine viel zu sture Angelegenheit von gestern sei und es im Unterricht moderner und abwechslungsreicher zugehen müsse. So geriet zwar vieles in die Lehrpläne der Grundschulen, konnte aber nur oberflächlich behandelt werden, was der Nachhaltigkeit schadet und bei den meisten Schülern nur für ein kurzlebiges, instabiles Wissen und Können sorgt.
    Wacklige Fähigkeiten – egal auf welchem Gebiet – sorgen immer für Unsicherheit und Angst. Im Beruf sind sie Stolpersteine, in der Schule Geburtshelfer für „Problemfächer“.

    • Der Ganztag mit seiner Beschäftigung am Nachmittag tut ein Übriges. Verpflichtende Hausaufgaben in der Schule gibt es kaum und werden kaum gemacht, weil die alternativen (Sport-) Angebote viel mehr Spaß machen. Abends zuhause haben die Eltern keine Zeit, keine Lust, keine Kraft oder mehrere Punkte davon, sich auch noch mit den Hausaufgaben der Kinder zu beschäftigen.

      • @ xxx: „Abends zuhause haben die Eltern keine Zeit, keine Lust, keine Kraft oder mehrere Punkte davon, sich auch noch mit den Hausaufgaben der Kinder zu beschäftigen.“
        Dies ist ein Plädoyer dafür, dass die Übungen in die Schule gehören. Wie Sie selber schreiben, können und wollen die Eltern oft nicht ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen.
        Was ist dann mit diesen Kindern: was sollen sie denn einüben, wenn sie den Stoff nicht verstanden haben oder die Arbeitsaufträge in den Aufgaben gar nicht verstehen.
        Dies könnte in einer Ganztagsschule (gebundene mit Rhythmisierung über den ganzen Tag) gelingen.

      • @XXX
        Löblicherweise haben sie selber Argumente für die innerschulische Hausaufgabenbetreuung und damit für den Ganztagsunterricht geliefert, weil sie oben selber schreiben, dass die Eltern die Hausaufgabenbetreuung wegen einer Kombination aus fehlenden Willen, fehlender Kraft oder fehlender Lust nicht mehr diese Aufgabe stemmen.

    • @ Ursula Prasuhn: Sie haben vollkommen Recht. Nur, wenn ich mir die Bildungspläne und unser Lehrwerk anschaue, bleibt einem nicht viel Zeit für gründliches Üben. Schade.

      • Aber, aber, Herr Möller, die Formulierungen „Patient, Diagnose, Therapie“ wurden doch von den hochrangigen Bildungsforschern gewählt, nicht von mir. Ein Gesunder braucht keine Therapie.
        Ihre Frage wurde ansatzweise oben von Frau Prasuhn beantwortet: Schüler kommen in die Sek I, ohne das Grundschulrechnen zu beherrschen, sie kommen in die Sek II, ohne die Dinge aus der Sek I zu beherrschen (denn das Schulministerium möchte gerne hohe Abiturzahlen verkünden). Zum Übergang von Sek I nach Sek II gibt es sogar einen eigenen Vortrag in dem von mir angegebenen Link. Daran scheint es also zu hapern.

        • @ Carsten60 & Frau Prasuhn.
          „Schüler kommen in die Sek I, ohne das Grundschulrechnen zu beherrschen, sie kommen in die Sek II, ohne die Dinge aus der Sek I zu beherrschen (denn das Schulministerium möchte gerne hohe Abiturzahlen verkünden).“
          Woher haben Sie denn die Erkenntnis, dass sich dies erst in den letzten Jahren entwickelt hat.
          Nach den Befunden von PISA haben sich die Anteile von Schülern, die höchstens die Kompetenzstufe I erreicht haben („Risikoschüler in Mathematik) seit PISA 2000 in der Tendenz verringert. Was nicht heißen soll, dass dies nun zufriedenstellend ist, die Quoten sind noch immer hoch und nicht akzeptabel.
          Das Problem scheint hiernach bereits vor den PISA-Tests existiert zu haben und nicht Folge neuer Konzepte und Lehrpläne zu sein.
          Bezüglich der Kenntnisse in der Sek I in der Sek II kenne ich keine Untersuchungen, die eine Veränderung in neuester Zeit belegen.

          • @Möller
            Die Lehrer merken ja auch nichts, sind zu dumm oder immer nur Jammerlappen. Ihre Beobachtungen, Erfahrungen und Forderungen sind nicht ernst zu nehmen.

            Sieht so der Umgang mit feedbacks aus der Lehrerschaft aus?

            Wenn ich Lehrer wäre, würde mich Ihr Einwand bezüglich fehlender Untersuchungsergebnisse von Außenstehenden fuchsig machen.
            Jede Firma tut gut daran, die Mitteilungen ihrer Mitarbeiter ernst zu nehmen und nicht zu sagen: „Ihr könnt uns viel erzählen,…“
            Leute aus der freien Wirtschaft würden über Ihre Einstellung zu Mitarbeiterklagen und -auskünften nur den Kopf schütteln.

        • „“… kenne ich keine Untersuchungen …“
          Dann schauen Sie mal hier die Mathe-Kenntnisse von Erstsemestern an der Technischen FH in Berlin an:
          http://schulforum-berlin.de/3316-2/
          Der Test steht gegen Ende des Artikels. Und warum gibt es denn den Vortrag von Frau Prof. Bruder zur Sicherung der Sek I – Kompetenzen in der Sek II ? (mein Link oben)
          Herr Möller: Ihr PISA-Glaube in Ehren, aber die Leute mit der Kompetenzstufe I sind eben nicht die Kandidaten für die gymnasiale Sek II (erst recht nicht für ein Studium), weder damals noch heute. Und dort hat es sich verschlechtert. Aber standardisierte Tests in der Sek II gibt es eben nicht, weil die KMK diese nicht haben will. Da ist es scheinheilig, wenn Sie sich auf deren Nicht-Existenz berufen („nichts hören, nichts sehen“).

      • @Carsten60 am 25. Nov. um 21:03
        Sie schreiben: „Niemand wird je Fehler zugeben.“
        Deswegen wird ja auch so selten eine Abkehr oder Kehrtwende vollzogen, sondern stur weitergemacht. Manchmal wird der falsche Kurs sogar noch verschärft.
        Mit Kursänderungen würde man Fehler zugeben, mit „Augen zu und durch“ tut man das aber nicht.

    • Allein die Dosis macht, ob ein Ding Gift ist oder kein Gift. Paracelsus‘ Spruch gilt noch immer.
      Aber man kann an den in kurzen Abständen folgenden Neuauflagen von Schulbuchreihen feststellen, wie die Menge an Übungsaufgaben weniger und weniger wurde. Das Mathebuch reicht zum Üben nur noch für die Schüler mit schneller Auffassungsgabe. Schulbuchverlage haben natürlich das Interesse, ihre zusätzlichen Lernmaterialien abzusetzen.

    • Aber offensichtlich nicht genug. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung muss ja unbedingt auch in die Grundschule.

      (Kein Vorwurf an Sie. Für den Lehrplan können Sie nichts.)

      • @XXX: Ja, der Sinn von Wahrscheinlichkeitsrechnung in Klasse 1 erschließt sich mir auch nicht. Den SuS fehlt dazu die Reife (ich kann es nicht besser erklären) – sprich, sie fangen damit nichts an.

        • Das ist schnell erklärt: es liegt an der Struktur der Bildungsstandards bzw. den „Leitideen“. Wenn die gewachsene didaktisch-logische Struktur der Mathematik zur Seite geschoben und das Tabellenraster der Leitideen als Basis für Lehrpläne genommen wird, muss in jeder Tabellenspalte etwas stehen, auch in „Daten und Zufall“ muss was ‚rein! Fragen nach Sinn können da nicht aufkommen.

    • Alles gibt es noch, auch Schreiben und Lesen. Fragt sich nur, wie intensiv alles noch geübt wird. Irgendwo müssen die Probleme ja herkommen und die Schule kann dabei nicht ganz unbeteiligt sein.
      Mit „Schule“ sind weniger die Lehrer als überquellende Lehrpläne oder auch Bürokratieaufgaben gemeint, die zur Vernachlässigung des Kerngeschäfts führen.
      Wenn Lehrer nicht jede Kritik auf sich bezögen und immer wieder das verteidigten, was nicht in Ordnung ist, wäre viel gewonnen. Mit dieser automatischen Verteidigungshaltung stellen sie sich vor die Verantwortlichen und lenken den Blick auf sich selbst.

    • Das war ja auch keine von Interessen geleitete Studie mit bereits im Vorfeld festgelegtem Ergebnis, sondern ein Interview mit jemanden, der weiß, worauf es ankommt.

  3. @ Thorsten Schröder (26. November 2019 At 20:34)

    Ich wende mich lediglich gegen die Verallgemeinerung der persönlichen Aussagen (Wahrnehmungen) und die alleinige Zuschreibung der Defizite auf Veränderungen nach PISA.

    Jeder darf gerne seine Wahrnehmungen darstellen. Wenn diese allerdings verallgemeinert werden, dann darf ich doch auch daran Zweifel anmelden und nach empirischen Belegen fragen.
    Das alleinige Kontrollinstrument über verallgemeinerte Aussagen, Hypothesen und Theorien ist die empirische Überprüfung. Dies gilt sogar für die „harte“ Wissenschaft Physik.

    • Oben (26.11., 21:06) habe ich doch den Link zu einem empirischen Test angegeben, der gezeigt hat: Die Studienanfänger an einer technischen FH können dieselben Matheaufgaben immer schlechter lösen. Für NRW gibt es auch solch einen Test über viele Jahre mit demselben Ergebnis. Alle Aufgaben gehören zur Standard-Schulmathematik. Deutschlandweite empirische Tests an Abiturienten oder Studienanfängern gibt es ja nicht, weil niemand von den Autoritäten die haben will. Dieselben Autoritäten feixen dann: „ist ja nicht erwiesen“.
      Beim Lesen der Grundschüler zeigte IGLU seit 10 Jahren eine Tendenz nach unten. Der Langbericht betont zwar, dass von 2001 bis 2016 kein wirklicher Abstieg festgestellt wurde, aber dazwischen war es schon mal signifikant besser und wurde dann wieder schlechter, und zwar peinlicherweise genau in dem Zeitraum, als es immer mehr Ganztagsschulen gab. Dennoch wird einfach heruntergebetet: Ganztagsschulen müssen gut sein, weil unsere Regierung das beschlossen hat. Empirisch ist das nicht erwiesen für das, was heute „Kompetenzen“ heißt.

    • Herr Möller: Bitte erklären Sie, was Mathematikdidaktiker aus Sachsen hier meinen könnten, wenn sie von einem „signifikanten Rückgang bei der Beherrschung elementarer mathematischer Kenntnisse und Fähigkeiten“ sprechen:
      https://www.tu-chemnitz.de/mathematik/akschulmathematik/
      Dahinter stecken empirische Erkenntnisse, aber eben lokal an jeder Hochschule einzeln, weil es keine deutschlandweiten Tests gibt.

      • Carsten60:
        Ich gehe davon aus, dass hinter der Aussage Tests im Längsschnitt stehen,
        das wird im Text leider nicht weiter erläutert.
        Was sich warum geändert hat, ist somit von mir nicht zu beurteilen.
        Die Forderungen der Unis an Lehrpläne usw. unterschreibe ich fast ausnahmslos

        • „Langzeitstudie“: Zum Beispiel hier (und weiter oben im Link unter schulforum-berlin.de):
          http://www.nt.th-koeln.de/fachgebiete/mathe/knospe/aktuelles.html
          Es geht weniger um die Lehrpläne selbst als um deren Umsetzung !! Das, was in den KMK-Bildungsstandards auch heute noch drinsteht, kommt in den Köpfen der Abiturienten und Studienanfänger offenbar nicht an! Und alle Schulpolitiker/Schulbürokraten reden das nur schön. In der Grundschule fängt es schon an (Frau Prasuhn oben)

  4. @Gerd Möller
    „Das alleinige Kontrollinstrument über verallgemeinerte Aussagen, Hypothesen und Theorien ist die empirische Überprüfung.“ So jedenfalls Ihre einleuchtende Theorie!
    Meine Erfahrung: Bereits vor gut.15 Jahren schrieb ich meiner damaligen Kultusministerin, Renate Jürgens-Pieper, dass und warum die Schwierigkeiten in den Schulen ständig zunähmen und wir u. a. kleinere Klassen brauchten, um damit besser fertig zu werden.
    Immerhin bekam ich eine Antwort. Die Aussage: Empirische Untersuchungen hätten gezeigt, dass kleinere Klassen eine unwesentliche Rolle spielten. Die Qualität des Unterrichts sei alles entscheidend.
    Auf gut Deutsch hieß das: Packt euch an die eigene Nase, liebe Lehrer, strengt euch mehr an und besucht Fortbildungskurse! Dann habt ihr auch weniger Schwierigkeiten.

    Seitdem betrachte ich empirische Untersuchungen mit gemischten Gefühlen, vor allem mit einer dicken Portion Skepsis. Mir scheinen sie oft in den Diensten von Regierungen und Behörden zu stehen und den Schwarzen Peter nach unten weitergeben zu wollen oder sollen.
    Wenn ich bedenke, dass meine Berufszeit – auch in ihren letzten Jahren – im Vergleich zu heute beneidenswert gut war, bringen mich Untersuchungen, die in auffälligem Widerspruch zu dem stehen, was Lehrer heute weitgehend übereinstimmend und „verallgemeinernd“ beklagen oder wünschen, zur Weißglut.
    Der Einwand von fehlenden oder widersprechenden empirischen Untersuchungen hat sich zu einem gern benutzten Totschlagsargument entwickelt.

    • Nicht nur Sie, Frau Prasuhn, sind immer wieder befremdet von empirischen und sonstigen Untersuchungen, die anderes lehren als die Schulpraxis zeigt. Danke auch für den sehr persönlichen und anschaulichen Kommentar!

    • Sie vertrauen empirischen Untersuchungen nicht, weil Ihnen einmal das vermeintliche Ergebnis einer empirischen Untersuchung nicht zugesagt hat? Vielleicht wurde es Ihnen einfach nicht korrekt übermittelt.

      Sie hätten wohl mal näher hinschauen sollen: Empirisch belegt, bringen kleinere Klassen sehr wohl etwas – allerdings nur zu extrem hohen Kosten. Sie müssen so viel mehr Lehrer einstellen, bis empirisch Effekte bei Schülern nachweisbar sind, dass die Politik andere Maßnahmen (Standardüberprüfung durch z. B. zentrale Tests, neue Unterrichtskonzepte, neue Lehrpläne etc.) vorgezogen hat. So viel zur Wahrheit.

      „Nicht nur Sie, Frau Prasuhn, sind immer wieder befremdet von empirischen und sonstigen Untersuchungen“, schreibt F. H. – nein, Donald Trump zum Beispiel ist es auch. Der schaut aus dem Fenster, sieht es schneien und kann keinen Klimawandel erkennen. Den stellt er dann öffentlich infrage.

      Nicht die Wissenschaft ist das Problem, sondern die verbreitete Unfähigkeit, Wissenschaft zu verstehen. Seltsam, dass man das Lehrern erklären muss.

      • Stimme voll zu, Bernd.
        Es gibt sehr wohl empirische Untersuchungen, die belegen, dass kleinere Klassen zu besseren Lernerfolgen führen.
        Aussagen, wie von Jürgens-Pieper (s.0.) ärgern mich auch, weil sie nicht auf belastbaren Untersuchungen basieren.
        @ Ursula Prasuhn:
        Habe an etlichen empirischen Untersuchungen mitgearbeitet. Versuche der Beeinflussung habe ich nie erlebt.
        Ihre Aussage: „Mir scheinen sie oft in den Diensten von Regierungen und Behörden zu stehen und den Schwarzen Peter nach unten weitergeben zu wollen oder sollen.“
        halte ich zurückhaltend formuliert für sehr gewagt.

      • „Sie hätten wohl mal näher hinschauen sollen: Empirisch belegt, bringen kleinere Klassen sehr wohl etwas – allerdings nur zu extrem hohen Kosten.“
        Das stimmt sogar. Allerdings reden wir hier über Klassengrößen von maximal 10-15. Diverse Schulen werben mit „kleinen Klassen von bis zu 24 SuS“, was im krassen Widerspruch zur empirischen Forschung steht.

        Ansonsten sollten auch Sie mittlerweile wissen, dass es auch Gefälligkeitsstudien gibt, die Zielen der Auftraggeber Rückendeckung geben sollen. Schon die Formulierung der Fragestellung (positiv/negativ) kann erheblichen Einfluss auf das Ergebnis haben.

        • Seriöse Wissenschaft ist transparent, xxx, wie Sie als wissenschaftlich gebildeter Mathematiklehrer sicher wissen. Jeder kann in Studien die Quellen, das Setting, die Datenlage nachvollziehen – und kritisieren. Deshalb ist es in der Regel leicht, „Gefälligkeitsstudien“ oder pseudowissenschaftliche politische Pamphlete als solche zu erkennen (aktuell zum Beispiel der Blödsinn, der von AfD-nahen Leugnern des menschengemachten Klimawandels als „wissenschaftlich“ verbreitet wird).

          In der empirischen Bildungsforschung sind mir keine „Gefälligkeitsstudien“ bekannt, wie sie beispielsweise im kommerziell deutlich lukrativeren Gesundheitsmarkt durchaus von der Industrie in Auftrag gegeben wurden und die mit gefälschten Daten arbeiteten – das ist wissenschaftlicher Betrug! Da dessen Existenz im Bildungsbereich für Sie selbstverständlich zu sein scheint, können Sie sicher Beispiele nennen.

          • Da Sie mir mit Sicherheit jedes Beispiel als ungeeignet, x-phob oder was weiß ich alles auslegen werden, bringt das nichts.

            Generell haben für mich alle Studien bereits ein Geschmäckle, wenn sie von einem Ministerium, einer Stiftung, einer Organisation finanziert werden, die eine eindeutige Richtung im Studieninhalt vertreten. Ihr Beispiel aus der Medizin beschreibt genau, was ich damit meine.

            Der Bildungsmarkt ist im Übrigen auch sehr lukrativ.

          • Kommen Ihre Schüler bei Ihnen auch mit einem solchen Quark durch?

            „Da Sie mir mit Sicherheit jeden Beweis als ungeeignet, x-phob oder was weiß ich alles auslegen werden, bringt das nichts, wenn ich Ihnen jetzt meine Behauptung 2+2 = 5 belege. Generell hat für mich die gesamte Mathematik ein Geschmäckle, weil Mathematiklehrer Geld für ihren Job bekommen.“

          • Nein, Sie hauen nur immer wieder Behauptungen als Tatsachen heraus, für die Sie allerdings jegliche Belege schuldig bleiben. Die Medien lügen, die Wissenschaft auch, die Politik sowieso, Wirtschaft ist ein einziges Verbrechen – und Schüler sind sehr viel blöder als Sie jemals waren. Ausländer, vor allem Muslime, sind genetisch dumm. Und die AfD hat recht, weil sie die Interessen alter, weißer, sozialnerdiger Männer vertritt, also Ihre. So ist Ihre Welt – jedenfalls stellen sie sie in Ihren Posts so dar. Und diesen Blödsinn, in diesem Forum öffentlich von Ihnen pausenlos vertreten, lasse ich nicht unwidersprochen stehen. Das ist Ihr Problem.

          • Als selbst ernannter Wissenschatler sollten Sie den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität kennen. Das Land Muslimien kenne ich im Gegensatz zu Ihnen nicht. Die Dummheit der dort lebenden Menschen können Sie damit viel besser beurteilen als ich.

            Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie auch mal zu den Artikeln Stellung nehmen und nicht nur immer wieder Ihnen missliebige Kommentare niederbrüllen. Der immer stärkere Gegenwind ohne Befürworter gibt mir recht.

          • @XXX
            Mir fiel in den vergangenen Diskussionen immer wieder auf, dass ihnen der Begriff der Korrelation zwischen dem sozialem Status und sein Bezug zur Kausalität von Bildungsergebnissen auf der Grundlage der sprachlichen Herkunft, sowie der finanziellen und sozialen Herkunft von Migranten nicht bekannt war, oder dass sie diese allgemein anerkannten Beziehungen bewusst ignorierten und statt dessen als Kausalität/Ursache für ein schlechteres Abschneiden dieser Personengruppen in den länderübergreifenden Vergleichsstudien, die ethnische Herkunft, hier die arabische Herkunft, verantwortlich für deren schlechtere Ergebnisse machten.

          • Weil das Internet sehr anonym ist und jeder alles mögliche von sich behaupten kann. Wenn Sie tatsächlich ein ernst zu nehmender Wissenschaftler sind, haben Sie bestimmt auch eine aussagekräftige Literaturliste über Ihre eigene Arbeit. Auf diese sind Sie dann naturgemäß auch stolz und werden sie hier verlinken.

          • @XXX
            Weil sie hier mehrfach unter dem Schutz der Anonymität behaupteten, dass arabische Migranten genetisch bedingt dümmer seien als andere Bevölkerungsgruppen, wurden sie zu Recht dem Vorwurf ausgesetzt, Rassismus zu propagieren.
            Die Anwendung des Begriffs Propaganda bezogen auf ihr Vorgehen ist deshalb zutreffend, weil sie an Hand der schlechteren Ergebnisse arabisch stämmiger Menschen eben nicht den korrekten kausalen Bezug zur geringeren heimischen Förderung dieser Kinder auf Grund geringerer bis fehlender Deutschkenntnisse der Eltern, sowie geringerer finanzieller Mittel zur Bereitstellung privater Lernhilfen eben diese Ergebnisse hervorgerufen wurden und werden.
            Alle Bildungsstudien konnten einen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Einkommen zum Bildungserfolg nachweisen.
            Allein sie stellen einen falschen kausalen Zusammenhang her.

          • @XXX
            Seit dem unsere Kinder mit arabischen Zahlen rechnen müssen ist alles noch viel schlimmer geworden, gell !

          • Ja, der arabische Raum war mal der Raum der Wissenschaft. Aber wieso kam in den vergangenen 150 Jahren im Vergleich zu (West-) Europa, Nordamerika, Japan, China nichts nennenswertes von dort? Übrigens auch nicht aus Südamerika, Mittelamerika, Afrika, Südostasien. Mit Rassismus hat das nichts zu tun, das ist reine Empirie.

  5. @Bernd
    Sie sagen weiter oben: „Nicht die Wissenschaft ist das Problem, sondern die verbreitete Unfähigkeit, Wissenschaft zu verstehen. Seltsam, dass man das Lehrern erklären muss.“

    Sie müssen nichts erklären, sondern lernen, andere Meinung zu akzeptieren. Dass es in der Wissenschaft auch unseriöse Aussagen gibt, ist nun mal Tatsache – leider nicht nur in der Zigaretten- oder Pharmaindustrie. Ebenso ist Tatsache, dass nicht alles dumm oder rechts ist, was so bezeichnet wird.
    Sie selbst zweifeln auch an Wissenschaft und Wissenschaftlern, wenn Ihnen Aussagen nicht gefallen. Ich erinnere nur an Ihren Hohn und Spott über den Biologen und Kritiker an der Gender-„Wissenschaft“ Prof. Ulrich Kutschera oder an Ihre Vorbehalte gegenüber dem Politikwissenschaftler Prof. Werner J. Patzelt.
    Nein, Sie m ü s s e n Lehrer wirklich nicht belehren. Sie w o l l e n es vielmehr – und das mit Feuereifer.

    • Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Kutschera und Patzelt mit „Hohn und Spott“ bedacht hätte – wobei: Kutschera macht sich in der Tat zur Lachnummer. Der Mann ist Biologe, Evolutionsforscher und hat sich über Jahrzehnte mit Würmern beschäftigt. Wie er dabei Expertise in seinem aktuellen Lieblingsthema Genderforschung gewonnen hat, bleibt sein Geheimnis. Das ist in etwa so, als würde ich jetzt Thesen zur Kernphysik herausbringen. Entsprechend „wissenschaftlich“ sind Kutscheras politische Pamphlete. Nicht alles, was ein Professor veröffentlicht, ist Wissenschaft.

      Das gilt auch für Patzelt, der zweifellos seriös als Politikwissenschaftler gearbeitet hat, allerdings zunehmend zu seinem eigenen Forschungsgegenstand wurde. Ein Politikwissenschaftler, der sich als Politiker geriert, verliert eben dabei an Wissenschaftlichkeit. Was das ist, wissen Sie offenbar nicht. Ich kann Ihnen zum Einstieg Karl Poppers Wissenschaftstheorie ans Herz legen, mit der jeder Student im ersten Semester zu tun bekommt, um zu lernen, was Wissenschaft ist – und was eben nicht. Sonst führen Sie womöglich noch Erich von Däniken an. Hat der arme Mann nicht die Ufo-Forschung revolutioniert? Und was hat er geerntet? Hohn und Spott.

      • Mit dem Artikel hat das zwar nichts zu tun, aber objektiv anerkannten wissenschaftlichen Kriterien genügt der gesamte Bereich Gender nicht.

        • Auf welche wissenschaftliche Kriterien beziehen Sie sich denn, wenn Sie behaupten, “der gesamte Bereich Gender” – ich denke, Sie meinen nicht das Geschlecht an sich, sondern die GenderFORSCHUNG – genüge diesen nicht?

          • Was ist überhaupt „GenderFORSCHUNG“?
            Die Forschung darüber, wie man den Menschen eine Ideologie überstülpen und sogar ihre Sprache dafür instrumentalisieren kann?

        • „Gender“ bedeutet das soziale Geschlecht und nicht das Geschlecht an sich, erst recht nicht das biologische. Demnach bedeutet „GenderFORSCHUNG“ eine Forschung, die sich mit der Anerziehung eines Geschlechts beschäftigt, das angeblich durch die Einflüsse der Umwelt entsteht und nicht angeboren ist. Jeder Mensch kann sein Geschlecht auch immer wieder wechseln, je nachdem, welchem er sich gerade nahe fühlt.
          Und natürlich ist eine „gendergerechte“ Sprache für die Forschung wichtig, ebenso gendergerechte Toiletten oder Menschensymbole an Fußgängerampeln. Frauen könnten sich ja zurückgesetzt und bevormundet fühlen, wenn ein rotes oder grünes Männchen ihnen am Straßenrand zeigt, was zu tun ist.

          Kaum einer weiß, wie viele Geschlechter im Moment ausgemacht sind. Fünfzig, hundert, mehrere Hundert?
          Wie wird man denen allen gerecht? Im Zuge von Gender sind noch viele Lehrstühle, Forschungsgelder, Posten und Pöstchen zu vergeben. Es sei denn, diese Ideologie mit ihrer „Forschung“ würde endlich in ihre Schranken gewiesen. Ich brauche sie jedenfalls nicht. Im Gegeteil, ich fühle mich von ihr belästigt, sehe meine Steuergelder verschwendet und meine Muttersprache verhunzt.

          • Sie werfen Definition und unsachliche Kritik durcheinander, A. S. und Geli – womit Sie sich selbst als Ideologen/Ideologinnen outen.

            Gender Studies, um mal Wikipedia zu zitieren, erforschen Geschlechtsrollen in der Gesellschaft – der Begriff bedeutet erst einmal nicht mehr.

            Was sollte an dieser Perspektive unwissenschaftlich sein? Die Forschungsfreiheit ist, aus gutem Grund, vom Grundgesetz ebenso geschützt wie die Kunst- und die Meinungsfreiheit. In der Genderforschung gibt es nun verschiedene Ansätze und viele Studien, die sich natürlich auch seriös kritisieren lassen. Aber nicht auf dem Niveau, das Sie hier in der Öffentlichkeit präsentieren: Alles in einen Topf schmeißen, irgendwelche Behauptungen ohne Belege hineinrühren, eine Prise Verschwörungstheorie hinzufügen und dann eine ungenießbare Suppe präsentieren – das ist populistisch.

          • Alles nur „populistisch“? Aus der FAZ zu Gender:
            „Anhänger der Gender-Theorie nehmen an, dass sich das biologische Geschlecht bis zur Belanglosigkeit dekonstruieren lässt. Geschlechtsunterscheidungen wären dann nur die Ergebnisse sozialer Prägung, in den Augen der Gender-Theoretiker geradezu gewaltsame Zuschreibungen von Identität,…“
            „Wer das sogenannte Gender-Mainstreaming kritisiert, gilt in Kreisen eines fortschrittlichen Zeitgeistes als homophob und reaktionär. Das ist das Kampfvokabular, mit dem sich Skeptiker staatlich verordneter Gender-Theorien in der Kita oder im Schulunterricht konfrontiert sehen.“
            https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gender-mainstreaming-das-gute-recht-der-eltern-13258831.html

            https://www.cicero.de/kultur/genderstudies-die-glaubensgemeinschaft-schlaegt-zurueck

          • Auch Sie werfen wieder alles in einen Topf: Gender Mainstreaming ist nicht Genderforschung. Das eine ist eine politische Bewegung, das andere Wissenschaft.

            Ist das denn so schwer auseinanderzuhalten?

          • Basiert das „Mainstreaming“ denn nicht auf den „Gender Studies? Fände ohne die Aussagen dieser „Wissenschaft“ überhaupt eine Missionierung von Gesellschaft, Politik und staatlicher Erziehung statt?
            Ihre Trennung von „Forschung“ und „Mainstreaming“ finde ich künstlich. Die Genderforschung führ doch zu dem, was Geli und A.S. ganz richtig monieren.

          • Der Gender Mainstream beruft sich auf die Gender Studies, die Gender Studies berufen ihre Legitimation auf den Gender Mainstream bzw. den Feminismus (bzw. die tatsächliche oder gefühlte Unterdrückung gewisser Personengruppen durch andere Personengruppen). So gesehen sind diese beiden Begriffe untrennbar miteinander verbunden. In der Zeit gibt es auch eine interessante Abrechnung über den Gender Mainstream bzw. den Feminismus:

            https://www.zeit.de/kultur/2017-09/gender-studies-vorwuerfe-feminismus-10nach8/komplettansicht

          • Die letzten drei Kommentare sprechen, ebenso wie zwei weitere Kommentare weiter oben, von den dargestellten Inhalten für sich, und diese bedürfen keiner weiteren Antwort, da bereits die beiden Ersteren eine entsprechende kritischen Würdigung erfuhren, und das war auch schon ein Zuviel an kritischer Anmerkung.

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