Mordkomplott gegen Lehrer: Prozess gegen Schüler beginnt am 28. Januar

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DORTMUND. Drei Jugendliche sollen versucht haben, in Dortmund einen Lehrer zu ermorden. Auslöser sollen schlechte Noten gewesen sein. Ab dem 28. Januar stehen sie in Dortmund vor Gericht.

Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen sind in den Schulgesetzen der Länder geregelt. Foto: Shutterstock
Der Fall, in dem das Gericht nun zu urteilen hat, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Foto: Shutterstock

Es soll die Wut über schlechte Noten gewesen sein: Vor acht Monaten sollen drei Jugendliche versucht haben, einen Lehrer einer Dortmunder Gesamtschule zu töten. Ab dem 28. Januar müssen sie sich nun vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Mordversuch und Verabredung zu einem Verbrechen.

Es war der 9. Mai 2019, als die drei Jugendlichen den Lehrer zu einem abgelegenen Teil des Lehrerparkplatzes gelockt haben sollen. Einer brauchte angeblich Hilfe – so der Vorwand, die anderen sollen mit Hämmern bewaffnet gewesen sein. Doch der Lehrer hatte offenbar Verdacht geschöpft.

Der Lehrer wandte keinem der Schüler den Rücken zu – zum Glück

Er hatte später angegeben, dass ihm die Situation merkwürdig vorgekommen war. Deshalb habe er ganz bewusst keinem der Schüler den Rücken zugedreht. Das könnte ihm das Leben gerettet haben. Die drei Schüler sollen danach allerdings noch einen weiteren Anlauf geplant haben. Das geht angeblich aus ihrem Chat-Verkehr hervor. Doch auch in diesem Fall ist nichts passiert.

Die deutschen Angeklagten sind inzwischen 17, 18 und 19 Jahre alt. Zwei waren Schüler der Gesamtschule, beide sind nach dem Vorfall von der Schule verwiesen worden. Bei dem dritten Angeklagten soll es sich um einen ehemaligen Schulkameraden handeln.

Das Trio war festgenommen worden, nachdem ein weiterer Schüler seinen Eltern von dem Vorhaben der anderen Jugendlichen erzählt haben soll. In Untersuchungshaft waren sie jedoch nicht gekommen. Sie befinden sich nach wie vor auf freiem Fuß.

Die 31. Jugendstrafkammer des Dortmunder Landgerichts hat für den Prozess zunächst acht Verhandlungstage bis zum 6. April vorgesehen. dpa

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