Wie sehr der wachsende Druck zur gendergerechten Sprache in der Schule nervt – ein Lehrer berichtet. Brauchen wir sie trotzdem?

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BERLIN. „In einer gendergerechten Sprache fühlen sich beide Geschlechter gleichermaßen respektvoll angesprochen. Eine geschlechtergerechte Formulierung ist deshalb ein wichtiger Beitrag, um die Gleichstellung der Geschlechter durchzusetzen“, so heißt es bei der Hamburger Schulbehörde. Tatsächlich geraten Lehrinnen und Lehrer immer stärker unter Druck, auf eine sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu achten. Einem Pädagogen ist jetzt öffentlichkeitswirksam der Kragen geplatzt – er beklagt in einem viel beachteten Kommentar die Allgegenwart von „Gender-Wortmonstern“.

„Mündliche und schriftliche Kommunikation im Unterricht und in außerunterrichtlichen Kontexten beachtet geschlechtersensible Formulierungen“, so fordert die KMK. Illustration: Shutterstock

Er werde jetzt Beschwerde bei der Schulbehörde einreichen, so schreibt ein Lehrer in einer Kolumne auf „Spiegel online“. Denn: „Auf einer Einladung der Schulleitung steht: ‚Liebe Schülervertreterinnen und Schülervertreter!‘ Es müsste aber heißen: ‚Liebe Schülerinnenvertreterinnen, Schülerinnenvertreter, Schülervertreterinnen und Schülervertreter!’“ Das Beispiel soll die Absurdität des Zwangs zur gendergerechten Sprache in der Schule illustrieren, von dem der Pädagoge „aus Norddeutschland“, wie es im Vorspann zu dem anonym veröffentlichten Text heißt, nach eigenem Bekunden genervt ist. „Als Lehrer muss ich diese bürokratischen Formulierungen täglich hören und lesen – auf Konferenzen, in Behördenschreiben und Elternbriefen.“

Die KMK fordert „geschlechtersensible schulische Bildung“

In der Bildung wird eifrig „gegendert”.  Das ist angesichts entsprechender Vorgaben kein Wunder. „Sowohl einzelne fachübergreifende Bildungsziele als auch der außerunterrichtliche Bereich des schulischen Bildungs-und Erziehungsauftrags sind aus der Geschlechterperspektive zu reflektieren und zu bearbeiten“, so heißt es beispielsweise in den „Leitlinien zur Sicherung der Chancengleichheit durch geschlechtersensible schulische Bildung und Erziehung“, einem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2016. Zur Intensivierung und Verstetigung biete sich die Sprache an. Die Forderung an die Schulen lautet deshalb: „Mündliche und schriftliche Kommunikation im Unterricht und in außerunterrichtlichen Kontexten beachtet geschlechtersensible Formulierungen.“

An dieser Regelung orientieren sich die Bildungsbehörden der Bundesländer. In Hamburg beispielsweise gilt: „Die Benutzung männlicher Bezeichnungen auch für Frauen ist zu vermeiden. Es ist eine geschlechterbezeichnende Sprache zu verwenden, d. h. Frauen und Männer müssen ihren Beruf, ihre Stellung, ihr Amt usw. mit einem Wort wiederfinden können, das auch ihr Geschlecht bezeichnet.“ Konkret bedeutet das: „Sind Regelungen gleichermaßen auf Frauen und Männer bezogen und ist eine geschlechtsneutrale Formulierung nicht angebracht, sind weibliche und männliche Bezeichnungen in voll ausgeschriebener Form zu verwenden. Die Bezeichnungen sind je nach Sinngehalt durch ein „und“ oder ein „oder“ in Ausnahmefällen auch durch „und/oder“ oder „bzw.“ zu verbinden. Ist inhaltlich eine Personenbezeichnung im Plural möglich, so soll diese verwendet werden, wenn sie geschlechtsneutral ist.“

Als praktische Beispiele für geschlechtsneutrale Bezeichnungen werden genannt: „Statt Lehrerzimmer: das Zimmer/der Raum für das schulische Personal“, „Statt Lehrerinnen und Lehrer: Lehrkräfte“, „Statt die Lehrerin, der Lehrer, die Lehrerinnen und Lehrer: die Lehrende, der Lehrende, die Lehrenden“.

„Ein*e Schüler*in“ oder „ein_e Schüler_in“

Die GEW geht noch weiter. Weil es auch Menschen gibt, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen, ist eine Sprache nach bisherigem Regelwerk für die Gewerkschaft keine hinreichende Lösung. Stattdessen sollte gelten, was in einer Broschüre zum Thema, die die GEW herausgegeben hat, zu lesen steht: „Neutrale Bezeichnungen sind zu empfehlen, sofern sie zur Verfügung stehen. Wenn keine neutrale Form existiert, sollte auf eine der inklusiven Formen zurückgegriffen werden. Die Kombination aus neutralen und inklusiven Formen mit Stern oder Unterstrich hat sich als besonders lesefreundlich erwiesen.” Und das mit aller Konsequenz. Mit  „Schüler*innen“ oder „Schüler_innen“ ist es dann nicht getan. Auch im Singular ist zu gendern – und zwar so: „Ein*e Schüler*in“ oder „ein_e Schüler_in“.

Warum ist das aus Sicht der GEW nötig? „Sprache hat die Kraft, gesellschaftliche Normen – wie Geschlechterrollen – zu hinterfragen und zu verändern. Darum setzen wir uns für eine geschlechtersensible Sprache ein – in geschriebener und gesprochener Form”, so heißt es. Eine geschlechterbewusste Sprache bilde die gesellschaftliche Vielfalt und unterschiedliche Lebensformen ab. Sie sei ein wichtiger Schritt, „um Stereotype und Rollenklischees zu vermeiden und um gesellschaftliche Machtverhältnisse und Privilegien sichtbar zu machen”.

Der anonym kommentierende Lehrer auf „Spiegel online“ stört sich schon an der Gender-Sprache im Rahmen der geltenden Syntax. Er sei „Sprachästhet“ –  „und beim Lesen dieser Wortblasen und -monster schwillt mir leider immer die Halsschlagader an. Sprache bitte immer so einfach wie möglich und nur so kompliziert wie nötig!“,  so fordert er und meint: „‘Schülerinnen und Schüler‘ – das ergibt nur Sinn, wenn es zu irgendeinem Mehr an Bedeutung führt. Aber es gibt so gut wie keinen Fall, bei dem ich mich ausschließlich an eines der Geschlechter wende.“

In Niedersachsen ist „geschlechtergerechte Sprache“ den Lehrkräften freigestellt

Selbst wenn, wie in Niedersachsen, den Lehrkräften ausdrücklich freigestellt ist, ob und wie sie „geschlechtergerechte“ Sprache nutzen möchten (Kultusminister Grant Hendrik Tonne, SPD: „Es ist wichtig, mitzudenken und sich immer bewusst zu machen, welche Bedeutung auch die Wortwahl, die Sprache hat.“) – es herrscht Anpassungsdruck. So berichtet der Lehrer: „Dadurch, dass die Schulleitung ihre E-Mails immer mit ‚Liebe Schülerinnen und Schüler‘ beginnt, kann ich auch nicht mehr mit ‚Liebe Schüler‘ kommen. Denn durch diese Norm von höchster Stelle wurde die geschlechtsübergreifende Form praktisch abgeschafft. Schreibe ich dann doch: ‚Liebe Schüler, bitte kommt morgen zur ersten Stunde, ich bin wieder gesund‘, bleiben die Mädchen womöglich zu Hause. Oder ich bekomme einen Rüffel der Schulleitung oder werde zum Chauvi des Monats gewählt.“ News4teachers

Hier geht es zur vollständigen Kolumne auf „Spiegel online“.

Hat der Lehrer recht? Diese Frage wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Lehrer*in, Lehrer_in oder Lehr_er_in – wie werden wir künftig schreiben? Rat für Rechtschreibung beschäftigt sich mit dem “Gendern”

 

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26 KOMMENTARE

  1. Schön an dieser Stelle:

    >> Als praktische Beispiele für geschlechtsneutrale Bezeichnungen werden genannt: „Statt Lehrerzimmer: das Zimmer/der Raum für das schulische Personal“ <<

    Hausmeister, Kantinenpersonal usw. sind vordergründig auch immer erstmal "schulisches Personal", werden so zumindest von allen wahrgenommen. Seit wann ist das Lehrerzimmer auch ein Aufenthaltsort (!) für diese wichtigen Menschen? In HH ist es nur so, dass diese Menschen häufig nicht von der Schulbehörde, sondern von anderen Behörden kommen. Insofern könnte sich die BSB jetzt winden und sagen, es würde ja stimmen, es ginge nur um das "schulische Personal".

    Jedoch zeigt dieses Beispiel wunderbar die Absurditäten dieses Sprachkampfes auf, anders kann man diese "Diskussion" nicht mehr nennen.

    Förderung beider Geschlechter, auch über Sprache, ist sehr wichtig. Es ist wichtig, beide Geschlechter anzusprechen – nicht zuletzt zeigen das auch die Anektoden aus dem MonKorrekt-Podcast und viele andere persönliche wie zugetragene Erfahrungen.

    Dieser Sprachkampf macht es aber unheimlich kompliziert, die Sache nicht zu emotional zu betrachten. Und genau das passiert immer häufiger mit der Folge, dass die Menschen sich gegen sinnvolle (!) Neuerungen wehren.

  2. Mir sind noch keine Schüler (m/w/d) untergekommen, die ausdrücklich ein korrektes Gegendere forderten oder sich selbst dran halten. Meiner Meinung nach gibt es dringendere Probleme als die Wortwahl. Abgesehen davon stört sich von den Herren auch niemand am durchweg weiblichen Plural.

  3. Interessant, mein Kommentar zum Thema scheint den Verantwortlichen nicht zu schmecken. Zumindest wird er nicht mehr angezeigt, könnte das mit meiner Kritik an der GEW zu tun haben?

    • Ah, interessant. Er wird wieder angezeigt. Scheint ein darstellungsfehler zu sein. Nichts für ungut.

      Ersetze GEW durch BSB.

  4. Die „gendergerechte Sprache“ ist ein Lehrbuchbeispiel für eine von oben verordnete und fortschreitend erzwungene, demokratische Prinzipien missachtende Veränderung. Sie begann als abstruse Sondermeinung von Aktivistinnen der „feministischen Linguistik“ und breitete sich über die Universitäten, linke Gruppen und Parteien immer weiter aus. Ich kenne eine einzige Person (Sprecherin der Landesschüler*innen-Vertretung), die diese Sprechweise tatsächlich durchgehend beherrscht. Aber der Sanktionsdruck steigt, Gendersprech anzuwenden, besonders unter Politikern und an den Universitäten. Wer als Student in Hausarbeiten traditionelles Deutsch schreibt, wird nach Auskunft meiner Freunde notenmäßig benachteiligt oder die Arbeiten werden gar nicht angenommen.
    In Deutschland liegt derzeit der Schwerpunkt auf dem Kampf gegen das grammatische Geschlecht (s.o.). Im Englischen, wo es das ja gar nicht gibt, wird um gender pronouns gekämpft. Ob das dann als nächstes auch zu uns kommt?
    In unserer Schule sind es derzeit nur die karriereorientierten Personen, welche sich in der Geschlechterdopplung üben. Aber demnächst gibt es ein neues Schulgesetz …

    • Im Internet wird davon berichtet, dass an der Universität Wien Regeln eingeführt werden, dass man das Gendersternchen auch aussprechen müsse. Weiß jemand mehr darüber?

  5. Die Umwandlung der Anschrift an die Schülervertreter mit der amtlich geforderten, gendergerechten Abwandlung in „Liebe Schülerinnenvertreterinnen, liebe Schülerinnenvertreter, liebe Schülervertreterinnen und liebe Schülervertreter grenzt schon an Idiotie und drückt allein schon den abstrusen Sprachklamauk aus, der sich bei der geschlechterneutralen Umwandlung der normalen Sprache derartig ausdrückt,
    Und diese Sprachwandlung erfolgt ohne eine Erweiterung des sprachlichen Ausdrucks zu erhalten, sondern diese Wandlung dient alleine der Umsetzung einer amtlich vorgegebenen Schreibweise.
    Diese Gendersprache nimmt langsam Formen an, wie diese die Schildbürger zu wilhelminischen Zeiten es sich nicht hätten besser ausdenken können, frei nach dem Motto „Einer flog über das Scheunendach“.

      • @XXX,Andreas
        Der von ihnen gezogene Vergleich zu Orwell, entspricht wohl deutlich mehr als der einer Übertreibung.
        Die gedachte Welt eines George Orwell lässt sich doch eher mit dem Überwachungswahn der NSA im Internet verbinden.
        Die weltweite Bedrohung geht von Machthabern aus, die per Knopfdruck, in der Gegnerschaft befindliche Mitmenschen, ohne ein Gerichtsverfahren mit ferngesteuerten Drohnenraketen auslöschen können und dieses auch praktizieren, woraufhin dann alle beteiligten Seiten sich ihre gegenseitige Rache zur Vergeltung schwören.
        Oder man erinnere sich an einen Kim Ill Jong in Nordkorea, der weiter am Ausbau seines Interkontinentalraketenarsenal arbeitet, und nebenbei seine absolutistische Herrschaftsdynastie sichert, indem Menschen willkürlich oder auf Grund von Denunziation für immer weggesperrt werden.
        Aber auch die Volksrepublik China bietet ungeahnte Möglichkeiten, Menschen auf Grund von Denunziation, wegen einer anderen Weltanschauung oder des Glaubens wegzusperren, oder auch verurteilte Frauen Mehrfachvergewaltigungen auszusetzen, um diese dann anschließend zu liquidiren.
        Und mit derartigen Machthabern macht man dann auch noch Geschäfte.

      • Ihre Vergleiche sind schon sehr merkwürdig, denn schließlich dienen die Genderneologismen der schriftsprachlichen Verdeutlichung der Gleichstellung der Geschlechter.
        Diese Schreibformen sind ulkig zu lesen, aber sie sind kein Instrument der Unterdrückung und der Gängelung von Menschen !
        Allerdings sollte man zurecht Beschwerde einlegen, wenn normale Schreibformen von Schnittstelleninhabern abgelehnt werden.

  6. ich denk mal das wird noch schlimmer werden – nämlich exakt dann wenn der Kampf der Männer beginnt, weil als Mann kann ich das nicht billigen dass die weibliche Form immer zuerst genannt wird.

    Da wird man als Mann ja wohl erwarten dürfen dass dies abwechselnd zu exakt 50% geschieht.

    • Machen diese Menschen eigentlich Ausnahmen bei der Nennung beider Formen?
      Sagen die z.B. „Vergewaltigerinnen und Vergewaltiger“, „Verbrecherinnen und Verbrecher“, „Kinderschänderinnen und Kinderschänder“.
      Dann sollte man sie darauf hinweisen.
      Und wenn es um solche Themen geht, immer selbst diese Formen nutzen, um zu sehen ob der/dieGegenüber negativ reagiert.

  7. Ich bin überrascht, wie negativ die Äußerungen im Kommentarbereich sind. Inhaltlich hat das Gendern auf jeden Fall seine Berechtigung. Vieles ist dabei eine Frage der Gewohnheit. Diese wird irgendwann eintreten. Aber ohne Umstellung bleibt alles beim Alten. Wollen wir als Lehrkräfte die Hüter des Alten sein? Ist es unsere Rolle, gesellschaftlich sinnvollen Neuerungen trotzig im Wege zu stehen? Oder sollten wir nicht offenes Denken vorleben?

    • Ich glaube, dass die Lehrkräft:Innen (verzeihen Sie mir bitte diesen gegenderten Seitenhieb) des deutschen Bildungswesens andere Sorgen haben, als eine gendergerechte Sprache. Das Bildungsniveau in Deutschland sinkt seit Jahren dramatisch! Nicht nur die Tatsache, dass die Allgemeinbildung der Schulabgänger – selbst nach bestandenem Abitur – mehr als dürftig ist. Die junge Generation hatte bereits vor diesem Gender-Unfug Probleme mit der Rhetorik und dem Ausformulieren sinnvoller und grammatikalisch einwandfreier Texte. Dazu haben u. a. mehrere Rechtschreibreformen geführt, die m. M. n. äußerst fragwürdig waren. Soll es das Ziel sein, die Kommunikationsfähigkeit der Gesellschaft noch weiter einzuschränken, um das ideologisierte Gerechtigkeitsgefühl vernachlässigbar kleiner Randgruppen auf Kosten aller zu füttern?

    • Das Gendern wird übrigens auch dadurch durchgedrückt, dass die Veröffentlichung von Artikeln in bestimmten Zeitschriften definitiv davon abhängig gemacht wird, dass die Autoren ihr Manuskript im Sinne von Gender überarbeiten. Das sind vielleicht nicht die „großen“ und prominenten Zeitschriften, aber z.B. Verbandsblättchen etc. Es genügt, dass eine verantwortliche Person bei dieser Zeitschrift das einfach haben will.

  8. Wie sollen Schüler jemals ein Gefühl für Sprache und guten Stil entwickeln, wenn man sie zugendert? Auch inhaltlich hat das Gendern keine Berechtigung. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lehnt es ab. Nicht, weil sie ewig gestrig ist, sondern weil sie sich nicht den Forderungn von Randgruppen unterwerfen möchte, ( genauso, wie W. Thierse das in seinem kürzlich gegeben Interview gesagt hat.) Verordnete Eingriffe in die Sprache gab es bei den Nazis, und in der DDR. Aber soweit, diesen Mist verbindlich vorzuschreiben ist man zumindest in der DDR nicht gegangen. Sprache entwickel oder verändert sich von unten, also aus der vom Volk gesprochenen Sprache, niemals per Verordnung. Letzteres hat Gottseidank nur kurfristig Bestand. Solange müssen sich aber viele Menschen damit herumärgern.

  9. Ursprünglich war doch sogar mal ein Herzchen über dem i angedacht, was nur wegen der Computertasten/-zeichensätze wieder verworfen wurde. Spätestens da hätte man das Thema kichernd auf Ablage P legen (in die Tonne werfen) sollen. Stattdessen wird es zunehmend zur Pflicht. Deshalb: Ich bin mehr und mehr versucht dieses Jahrzehnt (wenn nicht gar das Jahrhundert) als das anzusehen, in dem der gesunde Menschenverstand flöten gegangen ist – ist ja nicht das einzige was hier und in der Welt insgesamt ins Irre abdriftet…

  10. Gendern macht wenig bis überhaupt keinen Sinn. Es schadet meiner Meinung nach sogar eher noch unserer Gesellschaft. Ungleiche Bezahlung und „typische“ Männer-Frauenberufe existieren ebenso in Ländern, in denen englisch gesprochen wird und es das “ Problem“ überhaupt nicht gibt.
    Warum es eher schadet ? Abgesehen von der Unleserlichkeit machen viele gegenderte Schreibweisen gar keinen Sinn. Es fängt an bei den Studierenden- die nicht 24/ 7 am studieren sind- über Schreibweisen, die gar keinen Sinn machen wie “ Kolleg_innen….
    Bis hin zu Wörtern die überhaupt nicht mehr das ausdrücken, was man eigentlich ausdrücken will. Der Flüchtling wird dann zu einer fliehenden Person usw. Lyrische Texte verlieren ihre Schönheit und ihre Kausalität.
    Eine Sprache in der nicht gesungen werden kann, setzt dem ganzen Irrsinn dabei die Krone auf und sollte spätestens dann jedem zu denken geben…

  11. „@VictoriaLinnea1“ auf Twitter ist eine radikale Genderaktivistin mit 6653 Followern.
    Ich nenne sie, weil es so jeder selbst mal testen kann, was ich schriebe, und solche Personen ebene keine „Privatleute“ mehr sind.
    Sie selbst bestätigte irgendwann in einer diskussion dass Genderaktivisten oft irrational sind (auf meinen Hinweis dass diese Gegner auf Twitter sehr schnell irrational ohne echten Grund [kein Angriff etc.] andere blockieren), um sofort danach obwohl sie eine offene Frage gestellt hat, mich trotz sachlicher nicht beleidigender Tweets zu blocken.
    Also exakt dass was sie selbst bestätigte.

    Profiltext:
    Autorin. Lektorin. Wortkompass-Redakteurin. ENFJ. (sie/ihr)
    Mitinitiatorin von http://Sensitivity-Reading.de
    @SenReadingDE

    Ein „Kompass“ welche Worte man zu verwenden hat, und „Sensibles Lesen“.

    Ich sehe Parallelen zu gewerblichen Esoterikern.
    Das sind ja oft Menschen die keine echte Qualifikation haben, evtl. Minderwertigkeitskomplexe, und im Hokus-Pokus sehen sie eine Möglichkeit „wer zu sein“, Geld zu verdienen.
    So kommt es mir auch hier vor.

    Das ist ein Beispiel von vielen.
    Da ist noch ein aktivistischer Lehrer aus dem Ruhrgebiet, 2708 Follower, „@Seyfu09, ALias „Seyfu“.
    Der schreibt seinen Schülern ist es freigestellt, aber „die ganze Klasse“ mache mit.
    Da darf man schon die Frage stellen, ob da nicht auch Gruppenzwang entsteht.
    Und wenn ein angeblich solch liberaler Mensch einen dann sofort blockt, wenn man sachlich und freundlich kritisch kommentiert, sagt mir, das ist genau so ein Bild des „guten Menschen“ wie das der DDR, Honecker etc.. Die glauben das wirklich.
    Und jeder der nicht mitmacht ist rechts, auch wenn man wie ich nachweisbar die Linken wählt (ich zeichne seit dem Versuch des Bundeswahlleiter das zu untersagen JEDE meiner Wahlen auf Video auf, ohne Unterbrechung von Kreuz machen bis Urne ist es sichtbar [nein, die Wahlhelfer haben in ihrer Funktion als solche, kein Recht auf nicht gefilmt werden]), und anhand der Tweets klar wird, dass Ich nicht rechts sein kann.
    Extremster Beleg ist wohl meine Aufforderung dass Frauen/Paare sich Eizelle und Spermium schwarzer Spender beschaffen sollen, um die Anzahl der Afrodeutschen zu erhöhen. Oder dass Deutschland Englisch zur Amtssprache Nummer 1 machen soll.
    Damit haben es Deutsche leichter dieses Land zu verlassen, aber auch das Gendern-Problem ist zum großen Teil gelöst.

    Bei so einem Lehrer juckt es mich seine Schule zu erfahren, dort hin zu fahren, und vor seiner Schule auf öffentlichem Grund einen Infostand aufzumachen.
    Z.B. eine Umfrage wie die Schüler dazu stehen, jeder kann vor der Kamera seine Meinung sagen (auch verfremdet wenn gewünscht) etc. etc. etc.
    Und nur um den Typ zu provozieren, eine Lektion in Meindungsfreiheit zu erteilen, und ihm zu zeigen dass er und die Schulleitung nicht dagegen tun können, Informationen zu leicht durchführbarem schmerzlosen Suizid, und wissenschafdtliche Fakten zur Existenz des Jenseits (50 Jahre Forschung, ~4000 Elsevier-Dokumente der Uni von Virginia zur Reinkarnation) geben.

    Gerade Genderaktivisten scheinen sehr oft dieser Typ Mensch zu sein, den man heute als von Helikopter-Eltern zu Narzissten (ver)zogene Menschen mit Null Resilienz bezeichnet.
    Bei diesen Beispielen geht es ja nicht um Rechte oder konservative Meinungen die ganz klar falsch sind. JEDE auch sachlich und freundlich angebrachte Kritik ist falsch, und ein Grund zur Blockierung.
    Die Erstgenannte glaubt auch dass es „illegal“ sei, und ein Grund für eine Verurteilung wegen „Nachstellen“, wenn man trotz blocken ihre Tweets noch liest, oder kommentiert (kann man ja noch passiv an andere Nutzer im Tweetstrang). Narzissmus, Arroganz, gepaart mit extrem geringer Resilienz und einem „Safe-Space“-Denken, während man aber politisch aggressiv unterwegs ist.

    Anderes Problem, gleiches Verhalten die Blut-und-Boden-Ideologie eines politisch aktiven wahrscheinlichen Schulleiter.
    „@DerSchulleiter“ (Alias „Principal“) auf Twitter.
    Der blockt einen auch sofort, wenn man kritisch anmerkt, dass Menschen nicht aufgrund ihrer Abstammung anders behandelt werden sollten, bzw. andere Pflichten oder „Verantwortung“ haben.

    Hier in diesem Artikel wäre es nützlich um die Beispiele des Genderns zu sehen, aber auch hier sehe ich diese nicht, weil „binnen-I-Begone“ auf jeder Webseite Gendern entfernt.
    Das bedeutet, Ich sehe z.B. diesen unlogischen Satz:
    „Mit „Schüler“ oder „Schüler“ ist es dann nicht getan. Auch im Singular ist zu gendern – und zwar so: „Ein Schüler“ oder „ein Schüler“.“

    Welchen Sinn hat das erzwungene Gendern in Schularbeiten?
    Auch wenn der Schüler FÜR den Lehrer gendert, ist das ein Dokument dass nur der Schüler hinterher besitzt.
    Es wird NIE (außer der Schüler macht es selbst) veröffentlicht.
    Wenn der Schüler für den Lehrer gendert, ändert das ja nicht seine Einstellung.
    Ich las irgendwo (ich glaube ein Dr.) dass man bei denen in der Klasse auch immer gegendert hat, weil der Lehrer es so wollte und dann besser benotet, aber kaum war der Lehrer auds dem Raum, hat man über ihn gelacht.
    Ich glaube das war auf Quora.
    Die Lehrer ändern also NICHTS.
    Im Gegenteil, einige denken sich dann erst Recht dass sie es nicht wollen und werden.
    Die möglichst ganze Klasse solcher Lehrer sollte nach der Schule einen offenen Brief mit Klarnammen des Lehrer an den Lehrer schreiben, und darin erklären dass sie es NUR für ihn gemacht haben, und sich in seiner Abwesenheit darüber lustig machten. Und dass sie heute NICHT gendern. Dass er/sie NICHTS verändert hat.
    Um so besser, wenn das halbwegs Prominente sind.
    Theoretisch könnte der Schüler nach der Benotung das Gendern mit dem Tintenkiller oder Radiergummi entfernen, und das dann dem lehrer zeigen.
    Wenn er DANN die Nöte ändert, hat man sein irrationales von Ideologie getriebenes Verhalten auf die Spitze getrieben vorgeführt.
    Oder man veröffentlicht alle Arbeiten im Internet, aber ohne das Gendern. Aber mit der Benotung des Lehrers. Entweder unter Computertext als Klarnahme, oder als Kopie des entgenderten Text mit Klarname, Note und Unterschrift des Lehrers drunter. Soll er mal versuchen deshalb Strafanzeige wegen Verleumdung („es wird der Eindruck erweckt er benote ungegenderte Texte neutral“ <= für ihn/sie eine Beleidigung), Urkundenfälschung (da das kein Schriftstück im Rechtsverkehr ist, trifft auch das nicht zu…) etc. zu erstatten…

  12. Es ist ja nun vieles schon gesagt. Ich möchte nur anfügen, dass auch ich vom Genderzwang hochgradig genervt bin.
    Es gibt zahlreiche Menschen, z.B. ausländische Mitbürger, Menschen mit Behinderung, die sowieso schon darum kämpfen müssen, die deutsche Sprache richtig anzuwenden. All diesen Menschen macht man es durch Gendern noch schwerer.
    Ich bin von Beruf Versicherungskauffrau.
    Ich habe mich manchmal selbst lieber als „Versicherungskaufmann“ bezeichnet. Zum einen, weil es sich besser aussprechen lässt, aber vor allem, weil es völlig unwichtig ist! Es kommt im Beruf darauf an, gute Arbeit zu leisten und fair mit Kollegen und Kunden umzugehen! Und so viel Selbstbewusstsein hatte ich, dass ich nicht ständig aller Welt demonstrieren musste, dass ich „-frau“ bin!
    Das wichtigste Argument gegen Gendern ist für mich aber der Druck, der ausgeübt wird. Unsere persönliche Freiheit war viele Jahrzehnte ein sehr hohes Gut in Deutschland. Ich beobachte mit Sorge, wie gewisse Ideologen bzw. Aktivisten ihre Ideen allen Bürgern aufzwingen wollen, und wie wenig Widerstand es gegen diese Bevormundung gibt!!

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