Einschulungs-Stichtag für Kinder wird vorverlegt – schrittweise

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STUTTGART. Der Stichtag für die Einschulung von Kindern in Baden-Württemberg wird schrittweise vorgezogen. Der Landtag beschloss am Mittwoch in Stuttgart mehrheitlich einen entsprechenden Gesetzentwurf der grün-schwarzen Landesregierung. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte Eltern, die eine entsprechende Petition gestartet hatten, Entgegenkommen signalisiert.

Geht auf ‚Eltern zu: Baden-Wüttembergs Kultusmnisterin Susanne Eisenmann. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

Bislang waren Kinder regulär schulpflichtig, die bis zum 30. September des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben. Kinder, die nach dem Stichtag sechs Jahre alt wurden, mussten erst im Folgejahr zur Schule gehen. Dieser Stichtag wird in einem ersten Schritt zum Schuljahr 2020/21 auf den 31. August vorverlegt. Zum Schuljahr 2021/22 gilt dann der Stichtag 31. Juli, zum Schuljahr 2022/23 der 30. Juni. Eltern hatten sich in einer Petition für den neuen Stichtag 30. Juni eingesetzt, damit nicht schon fünfjährige, überforderte Kinder in der Schule landen.

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Gegen die Vorverlegung des Termins auf einen Schlag waren die Kommunen Sturm gelaufen. Sie führten an, Tausende neue Kita-Plätze schaffen zu müssen für die Kinder, die dann länger in der Kita bleiben. Deshalb kommt die Vorverlegung jetzt Schritt für Schritt. SPD-Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei kritisierte, die grün-schwarze Landesregierung sei nicht bereit, den Kommunen für den Ausbau von Kita-Plätzen mehr Geld zugeben. «Die SPD hält das für einen Fehler.» dpa

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