Fernunterricht läuft weiter – und unter Eltern reift die Erkenntnis, dass das Unterrichten potenziell unwilliger Schüler ein ganz schön harter Job ist

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MÜNCHEN. Vermutlich – das stellte Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina  Martin (SPD) klar – wird es in den nächsten Monaten keinen normalen Schulbetrieb  geben. Sie mochte nicht mal zusagen, dass jeder Schüler in diesem Schuljahr seine Schule nochmal von innen zu sehen bekommt (News4teachers berichtete). Das gilt wohl auch für alle anderen Bundesländer – und bedeutet: der Fernunterricht wird weitergehen. Für viele Eltern ist dies die eigentlich schlechte Nachricht aus dieser Woche.

Lust auf eine Runde Unterricht zu Hause? Foto: Shutterstock

Im Internet kursierte kürzlich das Video einer israelischen Mutter. Sie machte darin ihrem Unmut über das Lernen zuhause Luft. «Hört mal, das funktioniert nicht, dieses ganze Lernen aus der Ferne», empörte sie sich und redete sich immer mehr in Rage. Unmengen Nachrichten mit Arbeitsmaterial von Lehrern, nebenbei den Kindern Bruchrechnen oder Naturwissenschaften erklären. «Woher soll ich das alles wissen?»

Vielen Eltern in Deutschland dürfte sie aus dem Herzen sprechen. Nach den Schulschließungen Mitte März wegen Corona mussten auch deutsche Schüler von zuhause aus lernen. Und während ab dem 27. April Abschlussklassen und ältere Schüler nach und nach in die Schule können, wird es für 80 Prozent der Kinder nach den Osterferien ab Montag erst mal so weiter gehen.

Schüler bekamen Aufträge über Lernplattformen

Nach Anfangsschwierigkeiten hatte sich vor Ostern Vieles eingespielt. Ältere Schüler bekamen Aufträge über Lernplattformen wie Mebis oder standen mit Lehrern etwa per Handy direkt in Kontakt. Lehrer drehten Erklärvideos, andere luden ihre Klassen zu Videokonferenzen. Oft gab es Arbeitsblätter per E-Mail. Die Voraussetzung zuhause: Computer, Drucker und stabiles Internet, um die Berge an Papier auszudrucken. «Das ganze ist fast vollständig analog – mit Ausnahme vom Verweis auf ein paar Links im Netz», stellte ein Vater aus München fest.

Ein Aufwand, den nicht alle Eltern betreiben können oder wollen. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sieht Schwierigkeiten etwa in bildungsfernen Familien oder bei Eltern, die nicht gut deutsch sprechen und deshalb nur schwer helfen könnten. Die Schüler aus solchen Familien könnten leider kaum mit Homeschooling effektiv erreicht werden, meint Meidinger. Das gelte auch für Kinder, die besondere persönliche Förderung bräuchten, etwa eine Sprachförderung oder bei denen ein Inklusionsbedarf bestehe.

„Vollunterricht wird es in diesem Schuljahr nicht mehr geben“

Trotzdem müssen sich ab Montag alle wieder mit dieser Art des Lernen arrangieren. Am 30. April soll beraten werden, ob und wie die Schulen ab dem 11. Mai wieder öffnen können. Keine leichte Aufgabe, denn neben der Frage, wie in geteilten Klassen und mit Sicherheitsabstand unterrichtet werden soll, geht es auch um Regeln etwa für die Einhaltung von Hygienestandards oder das Verhalten in der Pause. Ein Normalbetrieb, da sind sich alle einig, ist vorerst nicht in Sicht. «Vollunterricht wird es in dem Schuljahr nicht mehr geben», sagt Simone Fleischmann vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband.

Eltern müssen also weiter Kniffliges wie das Potenzrechnen erklären, die englische Grammatik schmackhaft machen oder die lieben Kleinen überhaupt zum Lernen bringen. Im Homeoffice schiebt man das zwischen die Arbeit am Computer und die Telefonkonferenz. Eltern, die außer Haus arbeiten, versuchen es aus der Ferne per Telefon. Beides mühsam. Laut einer Umfrage des Bayerischen Elternverbandes hatten 15 bis 20 Prozent der Eltern die Situation als äußerst anstrengend bis überfordernd erlebt. «Es kommt dadurch zu Streit und Stress in den Familien, Eltern werden für die Kinder zu ständig unzufriedenen Antreibern in Sachen Schule», kritisierte der Verband in einem offenen Brief an Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Was fehlt: Das soziale Miteinander in der Schule

«Die Eltern sind keine Hilfslehrer», machte Piazolo deutlich. Noten soll es bis zur Aufnahme des Unterrichts nicht geben. Doch nur Gelerntes zu wiederholen, reicht irgendwann nicht mehr, glaubt Meidinger. Jetzt müsse man zunehmend auf das Durchnehmen neuen Stoffs umschalten. Und: «Je länger das Homeschooling dauert, desto mehr muss man sich darüber Gedanken machen, wie man die größer werdenden Wissenslücken in der Phase danach wieder auffangen kann.»

Was derzeit am meisten fehlt, ist nach Ansicht von Michael Schwägerl vom Bayerischen Philologenverband (bpv) das soziale Miteinander in der Schule. «Dabei geht es zum Beispiel um gegenseitiges Feedback oder einfach um das Da-Sein und Zusammensein der Lehrkraft und der Klasse», sagt der bpv-Geschäftsführer. Das findet auch der 6 Jahre alte Theo aus Nürnberg, der seine Schulfreunde vermisst. «Schule Zuhause macht keinen Spaß. Meine Lehrerin kann besser erklären und die Pausen sind lustiger.»

Etwas Gutes könnte die Corona-Krise auch bewirken: «Mit Sicherheit werden die Erfahrungen der vergangenen Wochen Konsequenzen für die Verstärkung der Digitalisierung im Bildungsbereich haben», glaubt Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbands Deutscher Realschullehrer. «Jetzt muss man aus den aufgetretenen Mängeln lernen.»

Auch manchen Eltern dürfte die Erkenntnis dämmern, dass das Unterrichten potenziell unwilliger Schüler doch nicht so einfach ist, wie sie glaubten. Das Internet hat auch darauf eine lustige Antwort, dieses Mal in einem Clip mit den Minions, in dem der Lehrer-Minion den frustrierten Eltern-Minion auslacht – aus vollem Herzen und mit großer Schadenfreude. Am Ende steht womöglich die Erkenntnis: Humor kann helfen, immerhin. Von Cordula Dieckmann, dpa 

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Wird ein Drittel der Schüler durch Fernunterricht abgehängt? Eltern fürchten grobe Ungleichbehandlung – Studie bestätigt das

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76 KOMMENTARE

  1. Es wäre alles erträglicher, wenn sich Lehrkörper mehr in der Gegenwart befänden und nicht analoge Hinweise digital verbreiten würden. Als würde man einen Weblink in eine Steinplatte meißeln und gleichzeitig glauben, man wäre intellektuell überlegen und als Eltern weiß man, dass selbst die Großeltern technisch versierter sind. Wie soll man Lehrer elegant aus ihrer Bubble befreien, ohne sie vor den Kopf zu stoßen und eine schlechte Abschlussnote wegen Ehrverletzung zu riskieren. Eigentlich unmöglich… Die Kinder sind dann noch schlauer, das ist dann das größere Problem… Die Schulen fahren seit Jahrzehnten mit angezogener Handbremse…und NIEMAND darf es ihnen sagen.

    • Ach diese alte Leier, dass alle (!) Lehrer inkompetent sind, gerade digital, ist von gestern. Genau wie ihre Denke über irgendwelche Ehrverletzungen oder Blasen, in denen sich Lehrer angeblich befinden. Ihre Blase hingegen ist schnell ausgemacht.

      • Ich bin schon lange out of the bubble..seit 35 Jahren im Bildungssystem gefangen. (FSJ an ner Grundschule, Uni..)..Zwei Kinder an der Uni, zwei am Privatgymnasium.. Money for nothing (Pink Floyd, you know?).. Ich selbst, studiere gerade Wirtschaftsinformatik, weil ich gedacht hatte, dass das jetzt endlich geht… Ich weiß jetzt endlich, dass die Miss-Bildung nicht meine Schuld ist… jetzt endlich…!! Es ist wirklich nicht meine Schuld..!! Meine Kinder haben Spaß an Bildung…! WIR SIND NICHT TEIL DES PROBLEMS…!

      • Na, wenn das schon ne alte Leier ist, ist es ja extra traurig.. Ich hab vier Kinder.. zwei an der Uni, zwei am Privatgymnasium (Money for nothing/ Pink Floyd, you know?) .. Ich studiere Wirtschaftsinformatik… also lassen sie uns Klartext reden…

    • Nur schade, dass die Kinder nicht zu den versierten Großeltern gehen dürfen. So müssen sie bei ihren Eltern bleiben und haben dort die technischen Möglichkeiten nicht.

      Der Artikel ist verzerrend, es geht um Bayern. Nicht in jedem Land gibt es eine Plattform wie Mebis. Bei uns ist es seit 5 Jahren im Gespräch, aber noch nicht einmal ein Anfang dieser Idee durch den Schulträger realisiert, nun kommt das Land selbst im nächsten (!) Monat vorzeitig mit der Niedersächsischen Bildungscloud heraus.

      Nicht in jedem Land haben Lehrkräfte einen Dienst-E-Mail, von Dienst-Geräten mal ganz zu schweigen.
      Nicht jedes Schulgebäude ist mit WLAN ausgestattet, dass soll der Digitalpakt bis 2024 (!) verbessern.
      Nicht jedes Kind hat die technischen Möglichkeiten, von flächendeckend gutem WLAN sind wir weit entfernt.
      Nicht alle Eltern können mit ggf. vorhandenen Möglichkeiten so umgehen, dass es für Mails oder das Einwählen auf einer Plattform ausreicht.

      Wenn diese Möglichkeiten nicht bestehen, wird man diese SuS analog erreichen müssen, da gibt es dann alles auf Papier, der Austausch ist entsprechend schwieriger.
      In einem Bundesland gab es den Hinweis, man solle ressourcenschonend auf die Aufgaben in den Lehrwerken zurückgreifen. Diese kann ich jedoch nicht einsammeln, da den Kindern ja dann die Arbeitsmaterialien fehlen und ein täglicher Wechsel derzeit nicht möglich ist.

      Übrigens sind Eltern auch nicht immer leicht —telefonisch— zu erreichen. Das verstehe ich schon im sonstigen Schulalltag nicht, wo es doch immer auch zu Notfällen kommen könnte, aber Eltern natürlich während der Unterrichtszeit ihrer Kinder andere Aufgaben übernehmen. Nun müssten viele aber viel zu Hause sein und sind dennoch nicht zu erreichen, Nummern sind schon wieder nicht aktuell etc.

      Vermutlich ist Ihre Realität eine andere als die, in der Lehrkräfte sich tagtäglich bewegen.
      Aber gerne dürfen Sie die Missstände alle beheben und Lehrkräfte daraus befreien.

      • Notfall…ja, da habe ich auch viele Erfahrungen gemacht… Anrufe wegen Nichtigkeiten, um die telefonische Erreichbarkeit zu prüfen… die Definition von Notfall bleibt da außen vor. Da geht es auch mal um vergessene Sportkleidung..und wenn man mal nicht erreichbar ist, wegen eines NICHT-Notfalls.. wird die Polizei aktiviert…die schönen Steuergelder…aber ist einfach zu toll, Eltern vorzuführen… schlechte Handynetze in MV sind da durchaus förderlich… netter Zeitvertreib in der Mittagspause.. So kriegt man sie immer..die werktätigen Horroreltern…
        Die Tatsache, daß hier Schadenfreude und Unverständnis am Werk sind, ist schon eigenartig und Beweis genug, dass die nicht systemrelevanten Berufe auf sehr hohem Niveau herumjammern. As usual…
        Eltern werden für den Lehrjob nicht bezahlt..sie schon…und dann noch herumreklamieren… Oh man…und dann noch die sichere Rente, oh man…und dann noch krankenversichert..oh man.. WTF?!

        • Dann noch krankenversichert?! In Deutschland?! Jemand der mit Kinder arbeitet soll gesund bleiben? So eine Schande ;]

    • Das hat m.E. etwas mit dem hohen Durchschnittsalter der Lehrer/innen zu tun. Wir sind leider eine sehr alte Berufsgruppe und aus Erfahrung kann ich sagen, dass es SEHR schwer ist, älteren Kolleg/innen digitales Lernen als sinnvolle Ergänzung zum Unterricht schmackhaft zu machen. Weiterbildungen dieser Art gibt es praktisch keine, auch fehlt den Schulträgern meist das Geld, die Schulen vernünftig digital auszustatten. Also hat man in der Vergangenheit alles beim Alten gelassen. Digitalpakt hin oder her. Der digitale Unterricht könnte uns in der jetzigen Situation helfen.

      • Der Punkt dürfte ein anderer sein. Die jetzt 60-jährigen Lehrkräfte in den Kollegien sind mit PCs sozialisiert worden und mit MS-(Betriebs-)Systemen und Programmen groß geworden.

        Ich für meine Seite hasse es, mit einem Touchpad und dem Labtop oder dem Tablet oder dem Smartphone arbeiten zu müssen. Ferner bin ich kein Freund von „angebissenen Äpfeln“.

        Des Weiteren sind meine Präsentationen, die ich am heimischen PC mit Opensource-Programmen erstelle für die Katz, wenn ich sie in Schule auf Rechnern, die unter XP laufen, mit MS-PowerPoint halten muss.

        Also gibt es „talk&chalk“.

    • Diese Lehrer müssen an die gesamten Schüler denken und bekommen die Auflage alle einheitlich zu arbeiten.
      Wenn man weiß, dass 8 von 22 Schülern keinen PC zu Hause haben und alle restlichen ihn sich mit 1 bis 4 Geschwistern teilen müssen, die dann auch angeblich digital unterrichtet werden müssen, ist es unumgänglich auf analoge Medien zurückzugreifen. Nicht jede Familie hat für jedes Mitglied einen PC zu Hause stehen.

      Schon mal daran gedacht?
      Ach ja… Und wo sollten z. B. Meine Schüler den Umgang mit solchen Medien gelernt haben?
      In meiner alten Schule war ich die Computerbeauftragte und habe pro Klassenraum 3 PCs, einen Laptop und 2 voll ausgestattete PC-Räume gehabt.
      An meiner jetzigen Schule gibt es insgesamt 2 PCs. Einer steht im Lehrerzimmer und einer in der Bücherei.

      Wie kann ich davon ausgehen, dass die Kinder damit umgehen können, wenn ganze 5 nichtmal Deutsch sprechen und ich es ihnen vorher gezeigt haben müsste??

      So blauäugig durch die Welt zu gehen und immer die Schuld bei jemand anderem zu suchen muss toll sein.

    • @Mayer
      Komisch. Eine Umfrage des bayerischen Elternverbandes zum Fernunterricht zeigte kürzlich, dass 80 Prozent der Eltern zufrieden sind, dass sie in den vergangenen Wochen viele gute Erfahrungen mit dem Fernunterricht gemacht haben.

      Also soweit ich weiß, sind 10 Prozent nicht ALLE

  2. Fakt ist, dass die Lehrschaft die Pädagogischearbeit auf Eltern geschoben hat und die Coronaferien genießen. Unverschämt.

    • Wer schon mit „Fakt ist …“ anfängt, kann nur jeden Credit verspielen.

      qed.

      Achso, welche Corona-Ferien? Diese, in denen sie sich befinden?

      • Also in meiner Schule werden nur Aufgaben per Email verschickt, meistens ohne hilfseiten oder links, wenn man es nicht versteht. Und bei manchen muss man die Sachen abgeben und bei anderen nicht, ich finde es belastend, dass es da keine einheitliche lösung gibt. Zum Beispiel hab ich auch einen Lehrer, der am Anfang eine große Email mit Aufgaben verschickt hat und bis heute nicht mehr erreichbar ist. Es gibt auch Lehrer, bei denen kann man irgendwas abgeben und es fällt ihnen nicht auf, dass was fahlt, weil sie gar nicht rübergucken. Also zusammenfassend denke ich schon, dass viele Lehrer sich kaum Mühe geben und so wenig machen wie möglich.

        • Da hilft nur, den entsprechenden Lehrer zu kontaktieren und das anzusprechen. Wenn es gleich mehrere Lehrer betrifft, gilt das Gleiche. Man muss einfach darüber reden, was schaffbar und was zu viel ist an Stoff. Wir sind alle in einer neuen Situation, müssen Erfahrungen sammeln, uns reflektieren und nötigenfalls etwas ändern. Umgekehrt gibt es mitunter Eltern, die nicht erreichbar sind, wenn man etwas klären muss.

    • Guten Morgen und grüß dich erstmal ganz lieb! Das stimmt so nicht. Ich weiß von einigen Schülern in unserem Kreis, dass die Lehrer die Aufgaben für ihre Fächer vorbereiten, online stellen und für Fragen einen Klassenchat eingerichtet haben. Also Ferien haben auch die Lehrer nicht unbedingt. Allerdings gibt es wohl, wie überall, auch hier „schwarze Schafe“, die die Herde verderben. Die Lehrer, die es sich jetzt leicht machen, glänzten auch vorher nicht unbedingt durch großes Engagement für ihre Schüler.

    • Schade, dass hier immer wieder allgemeine Stammtischparolen bedient werden. Unsere Schule wurde sogar digital evaluiert direkt in der dritten Coronawoche. Bei uns bemühen sich seit Wochen die Lehrer, die Kinder auf allen Kanälen zu erreichen, ich hatte definitiv keine Coronaferien und auch kaum Osterferien, da ich im Notdienst eingeteilt war (in den Ferien, freiwillig) und mich digital weitergebildet habe um mit veralteten Plattformen wie Moodle klar zu kommen und mit Microsoft Teams, mit allem was das Tablet bietet und digitalen Lernplattformen. Nebenbei habe ich meine eigenen Kinder versorgt, die auch zu Hause sitzen. Die anonyme Umfrage bei den Eltern ergab, dass 1/3 der Familien keine digitalen Geräte besitzen, die sie den Kindern zur Verfügung stellen können, also bin ich jetzt schon zweimal als Postbote unterwegs gewesen, um den Kindern ihre analogen Lernpakete vorbei zu fahren.
      Die Menschen, die immer nur über Lehrer herziehen sind häufig selbst gescheitert und geben die Schuld am eigenen Versagen bis heute immer anderen ( Trumpsyndrom). Außerdem sind sie neidisch, weil sie tatsächlich glauben, das Lehrer morgens nur so ein bisschen in die Schule gehen und dann auf der faulen Haut liegen.
      Tja, ich empfehle die Berufswahl zu überdenken und Lehramt zu studieren, da herrscht gerade Mangel. Dann können sie gerne alles besser machen als wir Versager.
      So lange… muss jetzt an den PC, das Ipad und das Telefon, um meine Kids zu unterstützen. Denn ich vermisse es schrecklich arbeiten zu dürfen in dem Beruf, den ich als mehr als wichtig erachte und den ich sehr ernst nehmen.

    • Was für ein anmaßender Kommentar. Welche pädagogische Arbeit wird denn von den Lehrern auf die Eltern abgeschoben? Es geht „nur“ um die Betreuung der eigenen Kinder, nicht um die Beschulung von 30 Kindern.
      Suchen die Eltern geeignete Lerninhalte aus, erstellen Eltern denn die Arbeitsblätter bzw. Arbeitsmaterialien? Nein, das tun sie nicht.
      So könnte man genauso behaupten, dass Eltern die Arbeit von Ärzten erledigen, wenn sie die Einnahme eines Medikaments bei ihrem Kind überwachen.

  3. Was habt ihr denn? Bleiben wir etwa freiwillig daheim? Ich z.B. halte täglich Kontakt zu meinen Schüler*innen und bespreche die Ergebnisse ihrer Aufgaben mit ihnen. Das kostet auch mich eine „Flut von Ausdrucken“ , die ich mit Korrekturen wieder einscanne und Retour schicke. Außerdem ist das handschriftliche Arbeiten unabdingbar für die erfolgreiche Durchführung von schriftlichen Prüfungen. Online-Übungen sind eine sinnvolle Ergänzung, aber weiß ich, ob mein*e Schüler*in das tatsächlich gemacht und verstanden hat? Kinder haben ist anstrengend und eine Lebensaufgabe. Das haben viele Eltern offensichtlich vergessen; es gibt ja so viele Möglichkeiten diese Aufgabe auf Andere zu delegieren.

    • Schade eigentlich, dass Sie als Lehrerin sich nicht mehr trauen, korrektes Deutsch zu schreiben und alles mit Ihren blöden Sternchen unleserlich machen.

    • Ich denke, dass gerade jetzt die enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule mehr denn je gefordert ist. Zumindest geht es ab dem 27. April hier in Rheinland-Pfalz für die Abschlussklassen in Gymnasien, Realschulen plus und Berufsschulen los. Ab dem vierten Mai sind dann die Viertklässler dran.
      Ich wünsche Ihnen möglichst wenig Ärger und weiterhin gute Gesundheit. Gott schütze Sie!

    • Genau das ist der Grund, warum es nicht funktioniert. Es fehlt die Bereitschaft sich anzupassen und wirklich digitales Lernen anzubieten. Überlieferte Lernmethoden lediglich durch scannen und ausdrucken zu ergänzen, ist nicht zielführend.

  4. Das „Problem“ ist, dass jeder Jahrgang andere Anforderungen hat. Es macht in unteren Stufen wenig Sinn, viel in der Breite zu machen, also zu versuchen, jedes Fach zu unterrichten. Hier sollte sich meiner Meinung nach auf die Fächer Deutsch, Mathenatik und Englisch konzentriert werden, wobei die Lehrer der anderen Fächer ihre Kollegen unterstützen, indem sie entweder Mathe-Aufgaben oder Deutsch-Texte nach bestimmten Kriterien zu korrigieren.

    Und in höheren Stufen müsste geschaut werden, was jeder Schüler braucht. In Klasse 10 könnte das einfach sein: Hat der Schüler eine Oberstufenfachkombination ohne Biologie oder Chemie gewählt, dann bräuchte er nun auch kein Biologie mehr machen sondern könnte sich auf die anderen Fächer konzentrieren.

    Kritisch ist meiner Meinung nach die „Mitte“, also alles jenseits von 5 bis 10. Hier kann nur versucht werden, den Stoff so zu reduzieren, dass die Schüler möglichst klar kommen und der logistische Mehraufwand für alle Beteiligten so im Rahmen liegt, dass er durch die Stoffreduzierung aufgehoben wird.

    Ein ganz großes Problem sind zudem die Übertritte: Klasse 4 (und ggf. 3) und 6 auf 7, weil hier den Schülern viel Stoff fehlen wird. Zum einen müssen die Sek1-Schulen sich darauf einstellen, nächstes Jahr viel mehr zu wiederholen, oder sogar einzuführen und auch, dass viele Schüler die Probezeiten an weiterführenden Schulen bestehen, obwohl sie dort gar nicht hingehören. Im Grunde ist das schlimmste drohende Desaster also in 4-6, 7-9 mag gehen und ab 10 kann eigentlich erwartet werden, dass die Schüler alleine mit Hilfe vom Lehrer (Video/Chat/Telefon) ihre Aufgaben digital oder analog (eben das Material per Post) erledigen. Wie gesagt, immer unter der Berücksichtigung, dass der logistische Overhead mit einer Verminderung des Lernstoffs einhergeht.

    In der Praxis knirscht es oft in den Details: 9 von 10 haben einen Drucker, einer nicht, da müssen dann andere Lösungen her. Usw, nur als ein Beispiel.

    Nach dieser Krise wird hoffentlich vieles anders sein. Ich hoffe, dass sich soziale Netze wieder stärken und damit auch der Zusammenhalt der Kinder oder auch Eltern, damit keiner auf der Stecke bleibt. Es wird immer deutlicher in der Bevölkrrung, dass Schule auch einen Betteuungsauftrag hat. Es fehlt überall zwar an Sozialpädagogen, dann müssen diese aber eben besser bezahlt werden und geschaut werden, ob dieser Zweig der „Betreuung“ nicht auch durch Artverwandte Studiengänge zumindest Zeitweise abgedeckt werden kann. Schlichter gesagt: Eine Lektion aus der Krise muss sein, dass wenn Schule alle solzialen und gesellschaftlichen Problene kitten soll, dass dann eben auch die Schule bzw. deren Aussagen zu Kindern mehr Einfluss bei entsprechenden Behörden haben muss, die Schulen mehr Geld brauchen (was bedeutet, es geht um einen besseren Personalschlüssel, vor allem jenseits des Klassenzimmers) und auch die Inklusion light (ein Sonderpädagoge am Gymnasium z.B.) ein Ende haben muss. Gäbe es heute schon mehr Personal, so müssten nicht die Lehrer den schwierigen Elternhäusern hinterhertelefonieren und sich an Behörden abarbeiten, sondern könnten sich darauf konzentrieren, möglichst differenzierte Aufgaben für den Fernunterricht zu stellen. Denn im Klassenzimmer kann eingegriffen werden, wenn ein Schüler etwas nicht versteht. Jetzt sind die Hürden höher und Verständnisprobleme ließen sich durch gestuftes Material eventuell abfedern usw.

  5. Ich finde es einfach unfassbar dreist und selbstgefällig, wenn das Lehrerbashing in der Coronakrise weitergeht! Das klingt schon fast als hätten die Lehrer die Krise verursacht, um zusätzliche „Ferien“ zu haben… Was bringen außerdem digitale Angebote, wenn sie dem Lehrplan nicht entsprechen? Ich bin vor allem bemüht, diesen weitestgehend einzuhalten in der Zeit. Die schönen Erklärfilme des Schulbuchverlags z. B. darf ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht auf die Lernplattform, die gestern Abend übrigens wieder überlastet war, stellen. Aber natürlich ist das auch alles Schuld der dummen Lehrer, ist klar.
    Man kann nur hoffen, dass Eltern insgeheim doch mal merken, dass die schlechte Arbeitshaltung einiger Schüler ihren Ursprung in der Erziehung hat, auch wenn sie es wahrscheinlich nie zugeben würden, es ist ja viel einfacher zu sagen, die Lehrer sind Schuld… Sowas ist ein Schlag ins Gesicht für viele Lehrer, die alles versuchen, um den Kindern aktuell noch (ob analog/digital —> die richtige Mischung macht‘s!) was zu vermitteln.

  6. Mich regen hier einige äußerst undifferenzierte Elternkommentare sehr auf.
    1. Kein Lehrer kann jetzt die Ferien genießen. Das Homeschooling bedeutet für Lehrkräfte einen erheblichen Aufwand: differenzierte Arbeitspläne erstellen, den Schülern herumschicken, asuteilen, Ergebnisse einsehen, Telefonanrufe, um Lernstände und Wohlbefinden zu ermitteln…
    2. Viele Lehrkräfte haben deutlich unter Beweis gestellt, dass sie technisch versierter und kompetenter als die meisten Eltern sind. Ohne dass es dazu Schulungen etc. gab, haben sich Lehrkräfte in Medien wie Padlet und Iserv eingearbeitet, um es den KIndern so einfach wie möglich zu machen.
    3. Die pädagogische Arbeit durch die Lehrer im Direktkontakt ist unersetzlich. Aber: Kein Lehrer schiebt das auf die Eltern. Wir sind uns dessen bewusst, dass Sie dafür völlig unqualifiziert sind. Daher können sich die SuS auch jederzeit an uns wenden.
    4. Das Problem besteht in erster Linie im Homeschooling bei den undisziplinierten Kindern, bei denen oftmals erzieherisch durch genau die Eltern, die sich jetzt beklagen, viel versäumt wurde. Anstatt sich zuu beschweren, sollten diese Eltern jetzt dringend einsehen, dass ihre Kinder aufgrund ihrer mangelnden Erziehung Störfaktoren in der Schule sind, zumal ein Lehrer sich um 30 Kinder zugleich kümmert, nicht nur eines.

    Es fehlt mir hier in der Diskussion die kritische Selbstreflexion der Eltern und die Wertschätzung der Lehrkräfte und bin – ehrlich gesagt – froh, dass kein Kind in meiner Klasse solche Eltern hat.

    • So sieht’s aus! Gerade jetzt sind beide gefragt: engagierte Lehrer und Eltern, die Willens und in der Lage sind, mit den Lehrern an einem Strang zu ziehen. Bleiben Sie gesund und ärgern Sie sich nicht über jene, die jetzt herummeckern.

    • @lehrer002

      Im Grundsatz denke ich wie Sie. Meine Erfahrungen mit den Eltern in dieser Situation sind mit einer Ausnahme auch sehr gut. Sehr häufig muss ich zudem beruhigen, weil es nicht selten Eltern sind, die von ihren Kindern (meinen Schülern) 110% Aufgabenerfüllung und Können ohne ausreichende Übungsphasen erwarten.

      Zwei Bedenken habe ich allerdings bei Ihrem Kommentar:
      1. „Kein Lehrer schiebt das auf die Eltern“. Na ja, KEINER?! Es gibt in unserem Beruf genauso Menschen, die ihn nicht gut ausüben wie in jedem anderen.
      Von meinem Kollegium kann ich das sagen, denn wir halten engen Kontakt und teilen uns auch die Absprachen und Ansprachen so, dass nicht jeder FL zu jedem Elternhaus seiner Fachklassen Kontakt hält. Das ist v. a. für Ein- und Zweistundenfächer überhaupt nicht realisierbar.
      Im Gegensatz zu landläufiger Aussage etlicher Politiker sind wir auch der Meinung, dass gerade das Künstlerische wie Musik für einige Schüler sehr wichtig ist. Nein, gerade die Lese- und Schreibschwachen werden nicht mit Deutschaufgaben zugedonnert, sondern das bettet z. B. der Musiklehrer ein. Vordergründig sind für die Schüler bei ihm neben dem Liederlernen Musikstücke, einige Höraufgaben und die Äußerungen über Gedanken und Gefühle. Dazu sollen die Schüler dann auch mal das ein oder andere aufschreiben, aber eben eingebettet. Dieser Halt ist für Lernschwache (hier in Deutsch) sehr wichtig, finden wir.
      Kleine Anekdote am Rande: Einer meiner ausländischen Schüler fragte mich Fr beim Haustürgespräch, ob ich auch Beetoon kennen würde. Der hätte so tolle Musik erfunden und schade, dass der nicht mehr lebt. Er (der Schüler) möchte gern die Musik seiner Klasse vorstellen, wenn wir wieder … Also ich bin nicht gleich drauf gekommen, welcher Komponist das sein sollte. Musste erst in den Gruppenplan meines Kollegen schauen 😀

      2. Padlet, chchmm. Ohne Scripte zuzulassen, können nicht mal die Bestimmungen zum Datenschutz gelesen werden. Schaut man, was an Scripten zuzulassen ist: cloudflare, google und (sooo wichtig) googletagmanager. twitter auch, aber das ist vll. nicht notwendig zuzulassen.
      Von Website Datenschutz Schule die Einschätzung:
      „Erfolgt die Nutzung auf schulischen Endgeräten, ohne eine Anmeldung der Schüler an anderen externen Diensten und am Standort Schule, bleibt die Nutzung anonym, solange keine Inhalte mit personenbezogenen Daten in das Padlet eingestellt werden. Anders ist das bei der häuslichen Nutzung an einem privaten Endgerät oder im Fall von BYOD in der Schule. Über das Gerät, das System, den Browser und eventuelle Logins an anderen Plattformen sind Schüler für Padlet und dort eingesetzte Technologien von Dritten durch dort vorhandene Daten oder Zusammenführung mit Daten aus anderen Quellen potentiell identifizierbar.“
      https://datenschutz-schule.info/2020/04/09/padlet-mit-zustimmung-nutzen/
      Macht Googlekrake bestimmt nie, das Zusammenführen und verkauft auch nie. Und niemals gibt es jemanden, der kauft.

      Da sind wir wieder bei der unterirdischen Ausstattung. Lehrer wie Schüler/Elternhäuser. Wollen sie die Übertragung privater Daten kleinhalten, sind sie angemeiert. Datenschutzkonform zu arbeiten ist bereits Luxus geworden ohne Schüler/Dienstgeräte.

      Diese Zeit wird vorübergehen. Anders als es so häufig in den ÖR-Medien von Traumapsychologen u. ä. ausgewalzt wird, glaube ich, dass ein großer Teil der Kinder daraus gestärkt hervorgehen wird. Diejenigen mit den bereits verhärteten Seelen, die andere mit Genuss knechten, sich am Regelbrechen laben, die werden das danach immer noch tun. Und wie vordem werden wir in der Schule (Mitschüler wie Lehrer) wahrscheinlich keine professionelle Unterstützung beim Ertragen der Schlimmsten bekommen.

      • Sie haben sicherlich recht, dass viele Nutzungen datenschutzrechtlich nicht einwandfrei ist. Da es sicher aber um eine Ausnahmesituation handelt und vielerorts (z.B. NDS) auch das offizielle Okay gegeben wurde, finde ich es ausnahmsweise durchaus legitim. Außerdem, wie Sie auch schon erwähnen, bei der schlechten Ausstattung der Schulen bleibt nichts anderes übrig. Hinter kein Lehrer hätte ich vielleicht „den ich kenne“ ergänzen sollen, dann stimmt’s 🙂

    • @lehrer002
      Ihre Antwort benötig eine Reaktion!

      1. Leere Deklarationen, im Praxis läuft aber ganz anders.
      Ich habe zwei Kinder in zwei verschieden Schulen und rede über meiner Erfahrung.

      Vom Klassenlehrer (Gymnasium, 8 Klasse) kamen lediglich zwei E-Mails mit Aufgaben für drei Wochen in allen Fächer (über Elternbeiräte, da direkt an Schüler zu aufwändig).
      Manche Lehrer wünschten zwar Lösungen per E-Mail, ein Feedback haben die Schüler jedoch nicht bekommen.

      Die Lehrkräften deklarieren zwar, dass sie erreichbar sind, allerdings nur per E-Mail und antworteten erst nach 7 Tagen.

      Die Arbeitspläne sind gar nicht differenziert, oft Unmenge von Aufgaben, deutlich mehr als üblicherweise im Unterricht gemacht wird.

      Bücher für Englisch und Französisch sind für das selbständige Lernen nicht konzipiert, trotzdem sollen SuS weiter alleine machen.

      2. Die SuS (Realschule, 6 Klasse) müssen auch ohne Schulung mit diversen Systemen klar kommen (jede Fachschaft hat eine andere Lösung überlegt), sich registrieren, Apps installieren, die Dateien ausdrucken, scannen, in bestimmten Format per E-Mail senden oder hochladen. Auf den Plattform sind ja nichts mehr als Links zu verschiedenen kostenpflichtigen Lernplatformen, also müssen die SuS kostenfreien Zugang für 30 Tagen besorgen.

      3. Die Lehrkräfte haben sich von pädagogischer Arbeit befreit, sind nicht erreichbar und die SuS brauchen Unterstützung. Gut, dass die „unqualifizierte“ Eltern da sind. Auf die Lehrer können sie sich nicht verlassen.

      4. Ja, ja….
      Kinder sind Störfaktoren in der Schule …
      Eltern, die sich beklagen haben keine erzieherische Kompetenzen…

      Selbstreflexion über Eignung und Neigung zu diesem Beruf dringend angeraten.
      Ich bin auch froh, dass Sie meine Kinder unterrichten.

    • Ich muss leider einen der „undifferenzierten Elternkommentare“ abgeben, sorry.
      Wenn ich von Telefonanrufen lese, die offenbar doch zahlreiche Lehrer tätigen und von Ergebnissen, die tatsächlich eingefordert und nach Erhalt bewertet werden, könnte ich weinen.
      Mein Dank an die Lehrer, die sich so kümmern (und ich weiß, dass es wahrscheinlich der größere Anteil ist)

      In unserem Fall ist es leider so, dass die unzähligen Aufgaben per Mail kamen (selbstverständlich mit ein paar netten Worten zur Situation), dass aber keinerlei Ergebnisse verlangt werden. Darüberhinaus steht besagte Klassenlehrerin auch nicht wirklich zur Verfügung. Auf Mails antwortet sie sehr verzögert (ca. 2 Wochen sind hier keine Seltenheit) und eine Telefonnummer für Fragen oder Unterstützung gibt es nicht.

      Im Gegensatz dazu beim anderen Kind (auf der gleichen Schule!) sehr aktive Lehrer, die vorab abgefragt haben, wer Zugang zu welchen Geräten hat und die die täglich abgegebenen Aufgaben tatsächlich bewerten und zumindest ein Feedback geben, die sich während der regulären Unterrichtszeiten per Telefon oder Skype zur Verfügung halten, um Fragen zu beantworten.

      Besagte Lehrerin begründet das übrigens mit fehlender technischer Affinität (reicht anscheinend nicht mal zum Telefonieren) und damit, dass sie zwei Kinder hat, um die sie sich kümmern muss (die im übrigen nicht mehr soo klein sind). Sie möchte die Ergebnisse dann sehen und kontrollieren, wenn die Schule wieder beginnt…. Soso…
      Ich weiß nicht, wie die Vorgaben da sind, inwieweit die Lehrer in dieser Zeit für die Schüler ansprechbar/verfügbar sein sollten, aber das offensichtliche „Nicht-wollen“ macht mich sehr traurig.

  7. Sehr richtig! Jetzt wird Mal deutlich was Schule und Lehrer alles leisten. Neben der Vermittlung von Lerninhalten auch jede Menge pädagogische Arbeit und Motivation. Und das in riesen Klassen! Dafür kriegen sie dann Ärger mit den Eltern wenn sie schlechte Noten geben.
    Die eigentliche Erziehungsarbeit liegt bei den Eltern. Und wenn sie das versäumt haben, ist ja jetzt die Gelegenheit das nachzuholen. Man kann halt nicht alles auf Erzieher und Lehrer abwälzen.
    Und wenn schule mittlerweile neben Bildung auch soziale und erzieherische Aufgaben hat, was der Fall ist, dann ist es notwendig sie auch dementsprechend auszubauen. Kleinere Klassen, Sozialarbeiter, Erzieher mit in die Klassen. Ich finde Lehrer machen einen guten Job, auch jetzt und sollten unterstützt und nicht angegriffen werden. Die Krise offenbart die Schwachstellen unseres Systems und bietet die Chance nachzubessern.

  8. Guten Tag was ich im letzten Text rauslese ist ein Lehrer der wütend ist auf das System im allgemeinen dann raus aus dem Stuhl zusammen mit den Kollegen und anderen Schulen und der Instanz oberhalb mal gesammelt einen Besuch abstatten und Mängel ansprechen und nicht per Brieftauben und das das Thema mehr Geld nicht fehlen durfte war klar und das ist mit Verlaub gesagt lächerlich zu lesen von einem Lehrer aus dem Gymnasium mir ist schleierhaft wie noch mehr Geld auf ihrem Konto lernschwachen Kindern helfen soll. Dieser Beitrag soll auch niemanden persönlich angreifen ich persönlich bin glücklich in meinem Beruf und das für weit die Hälfte des Gehaltes eines Lehrers Augen auf bei der Berufswahl sag ich da nur Geld ist der größte vom Menschen erzeugte Virus mit freundlichen Grüßen Uwe PS meine Kinder beide 4klasse blühen richtig auf mit uns als Eltern.

    • Interessant, wie einige die Deutsche Sprache interpretieren. Und Aussagen, die in dieser getätigt werden.

      Ich lese hier weniger Texte, die sich um die Bezahlung der Lehrkräfte dreht, sondern vielmehr um die Bezahlung von Ausstattung, zusätzlichen Erziehern und Sozialpädagogen.

      Und immer dieses relativierende „ich will ja niemanden angreifen“. Doch, genau das tun sie und zwar deshalb, weil sie nicht vernünftig lesen. Und mit Mistgabeln und Fakeln irgendwo seine Argumente vortragen, so wie sie es mehr oder minder fordern, funktioniert nicht, wenn etwas auf systemischer Ebene erreicht werden will.

  9. Das Problem ist, dass nicht alle Eltern zu Hause sind sondern weiter arbeiten müssen. Wenn ich von der Arbeit komme, mache ich dann den Rest des Tages Unterricht, Aufgaben besprechen, erklären und kontrollieren. Und das als Alleinerziehende.

  10. Soweit ich das bisher beurteilen kann, leisten Lehrpersonen derzeit Unmenschliches auf unbekanntem Terrain (von wegen Ferien). Davor habe ich hohen Respekt. Die Grundschullehrerin meines Sohnes ist bei jedem Besuch den Tränen nahe, weil sie ihm nicht in die Nähe kommen darf und Ihre Kinder schmerzlich vermisst.

    Ein wirkliches Problem sehe ich bei Lernplattformen, die jeden Click unserer Kinder in den USA von Google und Konsorten tracken und analysieren lassen.

    • Danke! Ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit den Eltern in der jetzigen Zeit gemacht. Ich bin selbst Vater und weiß, wie schwierig es ist, neben der Arbeit die Kinder zu betreuen und zu beschäftigen. Es ist für uns alle eine schwierige Situation, wir sollten an einem Strang ziehen!

  11. Kind ist in der 10. Klasse, Gymnasium. Seit 8. März coronabedingt zuhause. Fernunterricht lief bei uns so, dass Aufgabenpakete per E-Mail durch die Fachlehrer via Elternbeirätin an die Eltern geschickt wurden. Warum nicht direkt von Lehrern (mwd) zu Schülern (mwd)? Keine Ahnung. Rückgabe oder Korrektur findet nicht statt…
    Kind ist mittlerweile der Meinung, zuhause lernt es schneller und effektiver, da es nicht bei jeder Lehrerfrage erstmal 15 verschiedene verkehrte Antworten anhören muss und es auch sonst nicht durch unnötige Unterbrechungen gestört wird.
    Wir haben beschlossen, am besten für uns wäre Schule mit 1-2 Tagen Präsenzunterricht pro Woche und der Rest von zuhause aus.

    • Datenschutzgrundverordnung – LuL dürfen keine privaten Daten der suS auf ihren privaten Rechnern und Telekommunikationendgeräten speichern (personenbezogene Daten). Dienstliche IT-Ausstattung gibt es nämlich nicht. Eine dienstliche Emailadresse – wie in anderen Behörden – ist nicht der übliche Standard. Die digitale Plattform LOGINEO – hier in NRW -kommt halt später als die angeordnete Schulöffnung …

      An einigen Stellen wird leider grundsätzlich vergessen, dass der Bär erst erlegt werden muss, bevor er verteilt werden kann.

    • „nicht bei jeder Lehrerfrage erstmal 15 verschiedene verkehrte Antworten anhören muss“

      Das ist so eine Dreistigkeit! Unfassbar. Dann ist ja schön, dass Sie es endlich selber machen können, wenn die Lehrer alle so dumm sind!

    • Zitat:
      „Wir haben beschlossen, am besten für uns wäre Schule mit 1-2 Tagen Präsenzunterricht pro Woche und der Rest von zuhause aus.“
      Wäre mir auch lieber. Dann müsste ich mir nicht die 15 verschiedenen verkehrten Antworten von unvorbereiteten Schülern anhören.

  12. Es ist doch ganz einfach. Wir als Eltern sind doch garnicht in der Lage den Kindern den schulstoff zu vermitteln.
    1. Sind sie ganz anderes lernen gewöhnt und 2. So geht es mir zumindest, steh ich da und kann meinen Kindern nicht helfen..
    Ich habe zwar das Glück das meine Kinder ihre Aufgaben größtenteils alleine bewältigen da sie nie wirklich Probleme in der Schule Noten technisch hatten. Aber trotzdem ist es ja für Eltern eine enorme Belastung. Ich und mein Mann arbeiten auch vollzeit und teilen uns die kinderbetreuung. Letztendlich ist es für alle ob Eltern oder Lehrer und die Kinder eine ziemliche nervige Situation.

  13. Jetzt haben manche Eltern ihre frechen, Mitschüler schlagenden Kinder zu Hause. Jetzt haben sie ihre Lieblinge, die ja so brav sind zu Hause. Jetzt können sie sich selber mit ihren braven Kindern herum ärgern und die wirklich Geld braven Kinder und auch die Lehrer sind auch von ihnen verschont. Das in der 1. Grundschulklasse. Tolle Lehrer die das schlichten müssen.

  14. Ich bin jederzeit erreichbar und habe meinen 1. Klässlern auch Briefe per Post geschickt. Zudem können die Eltern mir mailen und die Kinder per Antolin schreiben. Bei Fragen rufe ich sofort zurück und kann telefonisch alles erklären.
    Bisher war das aber selten nötig.
    Das ganze mache ich, obwohl ich zur Zeit nach einer schlimmen OP krankgeschrieben bin.

    Ferien hat zur Zeit keiner und selbst die Zeit zu Hause finde ich furchtbar…. Ich möchte wieder normal arbeiten können.
    Mir graut es davor, zu erfahren, dass 5 oder mehr Schüler in dieser Zeit nichts gemacht haben oder die Zeit nicht genutzt haben aufzuholen.

    Ich habe individualisierte Aufgaben zusätzlich zu den Pflichtaufgaben gegeben und schicke oft noch Erklärungen mit.

    Jeder hatte mal einen schlechten un motivierten Lehrer, ich auch… Aber das ist nicht der Normalfall.

    • Ich hatte auch schon unmotivierte Fliesenleger, Elektriker, Ärzte, Arzthelferinnen, Büro-Angestellte usw.
      Die Liste ließe sich mit allen Berufsgruppen fortsetzen.

  15. Hallo,
    Meine Kinder sind 15 und 16 Jahre alt. Beide lernen in einem Gymnasium. Machen alles selbst und es klappt mit lernen und Schule ganz gut alles. Mein Mann und ich arbeiten. Ehrlich gesagt verstehe ich die Aufregung nicht. Ihr sollt vielleicht ihren Kinder mehr zutrauen dann würde es besser klappen.

  16. Guten Abend zusammen

    Mich wundert es, dass in Ländern wie Italien, Spanien und Ungarn online Unterricht durchgeführt wird ( Videokonferenz, oder Erklärvideos oder auch Videoaufzeichnung des Unterrichts vor leerer Klasse.), und es hier nicht flächendeckend möglich ist.

    Ja. Nicht jeder hat Internet oder einen extra Rechner für das Kind – kann beantragt werden bei Vater Staat, wenn es die Schule fordert.

    Es ist jetzt schon in meiner Region ein grosser Unterschied, wie die „Corona Zeit“ „beschult wird:
    A) online Unterricht vom ersten Tag des Shutdowns, inklusive.Prüfungen, Vermittlung neuen Stoffes
    B) tägliche bzw. Wöchentliche Aufgaben mit der Auflage des Zurücksendens zur Korrektur / Bewertung durch den jew. Lehrer/in, Vermittlung neuen Stoffes
    C) wie B jedoch ohne Korrektur durch Lehrer, dafür am Ende der Woche die Lösungen. Reine Wiederholung

    Alle 3 Varianten sind von hiesigen Gymnasien.

    Eine einheitliche Lösung? Zumindest innerhalb eines Regierungsbezirks? Zusammenschluss der Lehrer eines Faches schulübergreifend, eine/r macht das Video , der andere eine ppt, der zu vermittelnde Stoff ist ja der gleiche. Arbeitsteilung, wenn schon kein Onlineunterricht möglich ist.

    So hätten die Kinder die Möglichkeit einheitlich auf den “ Erklärbär“ zuzugreifen, wenn selbstständiges Lesen und Verstehen zzgl. Besserwisser Eltern nicht das gewünschte Ergebnis bringen 🙂

    Nur ein Vorschlag

    Bleibt gesund

  17. Ich bin seit 4 Wochen zu Hause, habe Aufgaben für Schüler bereitgestellt, Schüler meiner eigenen Klasse angerufen, in 8 von 26 Fällen nur den Anrufbeantworter erreicht (einmal wurde ich sogar gefragt, ob nicht Ferien seien), bin heute morgen, trotz guter Fähigkeiten im Umgang mit der Technik, an meinem Scanner verzweifelt, soll jetzt alle Schüler (das sind etwa 180) mit Aufgaben in Mathematik und Latein bespaßen, höre dann, dass Kinder ihre Arbeitsaufträge nicht erhalten haben (oder erhalten wollten), merke, dass wir nicht mehr auf einem Stand sein werden wenn wir uns wiedersehen und dass das nachher unser eigentliches Problem sein wird, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen (meilenweit voneinander entfernt), hatte nicht eine Minute das Gefühl, wirklich Ferien zu haben, bin stark motiviert so weiterzumachen, wenn ich dann noch höre, dass der ein oder andere denkt, man könnte ja die Ferien nach hinten verschieben…. Bleibt mal auf dem Teppich. Wir alle finden die Situation nicht befriedigend und wir alle empfinden sie psychisch als starke Belastung. Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen uns allen nicht weiter. Jeder muss von seiner Seite aus seinen Beitrag zum Vorwärtskommen leisten. Ganz ehrlich: ich glaube, dass es kaum jemanden gibt, bei dem nicht auch Tränen geflossen sind. Damit meine ich Kinder Eltern und auch uns Lehrer.

  18. Das große Problem ist doch auch darin begründet was machen die Eltern die kein Home-Office machen können, wenn zum Beispiel beide arbeiten müssen und was machen diese dann. Der Urlaub ist irgendwann aufgebraucht nen. 10 Jährigen und ne 7 Jährige daheim zu lassen und hoffen das die 2 alles machen ist Schwachsinn! Wie soll ein Vater zb. nach 9h Baustelle Zuhause noch 2 Kinder liebevoll etwas beibringen! Die Lehrer haben das Jahre lang studiert ich habe 3 Jahre Fliesenleger gelernt und meine Freundin Bürokauffrau und nun müssen wir zusätzlich noch lernen um zu lehren!
    Das Kinder teilweise dicht machen weil sie sich gezwungen fühlen was zu machen was sie nicht wollen liegt doch nicht an den Kindern das ist das Versagen unseres Schulsystems!

    • Eltern wie ihnen gehört mein Respekt.. Das ist nicht zu schaffen, ganz offensichtlich..und sie sind die Leute, die funktionieren müssen. Lassen sie sich nicht fertig machen, von staatlich abgesicherten Teilzeit-Freizeit-Aktivisten. Bitte… Sie haben anspruchsvollere Jobs.

    • @Thomas Groll
      Wie sähe die Abhilfe aus Ihrer Sicht aus?
      Sollen die Lehrer zu Ihnen nach Hause kommen – was sie nicht dürfen. Sollen die Schüler in die Schulen gehen -was sie nicht dürfen?
      E

    • Ich habe vollkommen Verständiss für Ihre Lage. Auch ich muß meinem Sohn jetzt alles recht – oder auch schlecht soweit erklären. Aber die Schuld bei den Lehrern zu suchen ist der falsche Weg. Die sind im Schulsystem auf der untersten Stufe. Die Versäumnisse der Politik die Schulen digital auszustatten kann man ihnen nicht ankreiden. Das wäre so als würden Sie ihre Frau für ihre Büroaustattung verantwortlich machen.

  19. Ich hätte in dieser Diskussion eigentlich nur eine Frage. Hat irgend einer von Euch, die Lehrer, die Schüler und die Eltern inkl. auch ich jemals gelernt oder die Erfahrung gemacht, wie Fernunterricht funktioniert. Ich spreche jetzt für mich, klares nein. Über was wird hier diskutiert, alle müssen eben lernen!

  20. Was in diesem Zusammenhang auch immer wieder gerne übersehen wird: Auch Lehrer haben Kinder, die zur Zeit nicht in die Schule dürfen. Auch Lehrer kämpfen wie alle anderen Berufstätigen im Home-Office an zwei Fronten.

  21. Ich denke es bringt gar nicht, wenn sich Eltern und Lehrkräfte hier Vorwürfe machen. Es ist für alle eine unangenehme Situation. Wichtiger als die ganzen technischen Voraussetzungen, die ja selbst wir Lehrer nicht immer zuhause haben, ist doch eigentlich, dass den Eltern der Druck seitens der Schulen genommen wird, dass die Kinder nun alles im homeschooling zu leisten hätten wie vorher im Präsenzunterricht. Außerdem ist der Austausch der Beteiligten wichtig, egal ob analog oder digital. Aber es gilt auch bei den Schularten zu differenzieren. Je nach Schulart hat man nur wenige bis sehr viele Klassen zu betreuen. Und da ist es schon nachzuvollziehen, dass bei sehr vielen Klassen nicht jedem einzelnen Schüler Rückmeldung gegeben werden kann. Bei uns z.B. erhalten die Schüler jede Woche die Lösungen von der vorherigen. Aber auch da wird individuell vorgegangen. Generell sollte man aber endlich mal unser Schulsystem überdenken, das so sehr viele Ungerechtigkeiten in sich birgt. Und die lassen sich, meiner Meinung nach, nicht allein durch Videotools, technische Ausstattungen, etc. verwirklichen.

  22. Es gibt hunderttausende Eltern, die systembedingt nicht in die Durchführung der Schulbildung ihrer Kinder involviert sind. Diese Eltern erwarten vom Lehrpersonal die Minimalerledigung der Kernaufgaben des Lehrerjobs. Betreuung, Bildung, Wissensvermittlung. Das alles geht auch digital, wenn der Lehrkörper Gas gibt und regelmäßig Feedback einholt und verdaut, auch wenn´s schmerzt. Ohne diese Bereitschaft kommen wir als Gesellschaft nicht weiter. Die Corona-Lupe auf´s System zeigt: Schulen und Bedienstete müssen sich hier sehr wohl den Schuh der Fortschrittsbremse anziehen lassen. Viel geändert hat sich bei uns in den letzten 200 Jahren jedenfalls nicht. Da hilft keine Dateiablage, die fancy als „Cloud“ bezeichnet wird oder ein Anruf beim Schüler innerhalb von 12 Wochen. Die Versäumnisse sind überdeutlich und eine der Situation angemessene Bescheidenheit stünde dem gesamten Bildungsapparat momentan prima. An „den Lehrer“: Das können Sie alles deutlich verbessern, sobald Sie sich einlassen.

    • Die Kernaufgaben des Lehrberufs: Bildung, Erziehung, Beurteilung, Beratung, Innovation – sieht KMK.
      Betreuung kam bisher gar nicht vor.
      Aber so ganz systembedingt können Sie Ihre Forderungen ja mal konkretisieren.
      Was hatten Sie denn erwartet?
      Was würden Sie für umsetzbar halten?
      Welche Voraussetzungen dafür sehen Sie als gegeben an und für welche wären Sie bereit, sich einzusetzen um das Schulsystem zu verbessern?

      • Un dhier liegt der „Hase im Pfeffer“ – Stichwort: B E T R E U U N G!

        An allen Schulen, die nicht im gebundenen sondern im offenen Ganztag geführt werden, ist die Betreuung außerhalb des Unterrichtes Aufgabe der Kommunen, die im Regelfall gemeinnützige Träger mit dieser Aufgabe betreuuen.
        Schulen, die weder im gebundenen noch im offenen Ganztag geführt werden, müssen überhaupt keine Betreuungsleistung erbringen. Sie müssen allenfalls ein verlässliches Unterrichtsangebot machen.
        Schulen, die im gebundenen Ganztag geführt werden, müssen das GAnztagsangebot mit eigenen lehrkräften bestreiten, weshal sie auch bei der Stellenzuweisung einem anderen Schlüssel unterliegen.

        Hier in NRW, ist die Abschaffung der Schulhorte im Zuge des Ausbaus des offenen Ganztages, das grundlegende Problem.

        In der derzeitigen Diskussion spitzt sich der Widerspruch zu, der sich in den Entscheidungen und Handlungen der jeweiligen Schulministerien zeigt.
        Den Eltern gegenüber tritt man als Dienstleister auf, der bemüht ist, den Anliegen der Eltern und der Wirtschaft entgegen kommen zu wollen. NAch innen wird aber ganz klar auf die Behördenstrukturen verwiesen und „top down“ durchgegriffen.

        • So oder so stehen aber der Wunsch nach Betreuung der Notwendigkeit, die gesetzten Vorgaben zu berücksichtigen und kleinere Gruppen mit mehr Abstand zu betreuen oder zu beschulen, gegenüber.

          Selbst wenn Schulen komplett mit Horten und Erziehern ausgestattet wären, was sie nicht sind, könnten auch diese keine doppelten Zeiten abbilden.

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