Schulöffnungen: Meidinger schlägt Unterricht im „Schichtmodell“ vor

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BERLIN. Trotz Corona-Pandemie könnten nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, alle Schüler noch vor den Sommerferien wieder in die Schulen zurückkehren. Meidinger schlägt dafür ein «Schichtmodell» vor: Die Klassen werden geteilt und kommen abwechselnd für je eine Woche in die Schule und erhalten für die jeweils andere Woche Aufgaben für zu Hause.

Kann sich einen Vollbetrieb  in den Schulen derzeit nicht vorstellen: Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (und selbst Leiter eines bayerischen Gymnasiums). Foto: Deutscher Lehrerverband

Das wäre nach Meidingers Ansicht ein praktikables Modell, das auf der einen Seite die geltenden Abstandsregelungen berücksichtigt und auf der anderen Seite verhindert, dass ganze Klassenstufen auf absehbare Zeit zu Hause bleiben müssten.

«Die Politik wäre auf der Grundlage dieses Modells in der Lage, einen schrittweisen, nach Klassenstufen gestaffelten Zeitplan der Rückkehr von Schülern in den Präsenzunterricht vorzulegen, der es vermutlich allen Schülern ermöglicht, noch in diesem Schuljahr in die Schulen zurückzukehren», sagte Meidinger, der Direktor eines Gymnasiums in Bayern ist, im Gespräch.

Raum- und Stundenpläne müssten kaum geändert werden

Ein solches Vorgehen hätte seiner Ansicht nach mehrere Vorteile: Eltern könnten Betreuungs- und Arbeitszeiten besser planen, Raum- und Stundenpläne müssten kaum geändert und Fächer nicht gestrichen werden. Zudem würde die Gefahr gemindert, dass «sozial benachteiligte und leistungsschwache Kinder und Jugendliche sowie Schüler mit besonderem Förderbedarf» durch dauerhafte Abwesenheit abgehängt würden.

Die bisherigen Pläne der Länder sehen anders aus: In Phase eins – die bereits läuft – kehren zuerst die Abschlussklassen in die Schulen für Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen zurück. In Phase zwei – ab 4. Mai – folgen diejenigen Klassen, die im kommenden Schuljahr Prüfungen ablegen und der oberste Jahrgang der Grundschulen. Was mit den anderen Klassenstufen passiert, ist bisher weitgehend unklar. Die für die Bildung zuständigen Kultusminister der Länder wollen am Montag in einer Schaltkonferenz über das weitere Vorgehen beraten.

Karliczek: Auch Samstagsunterricht denkbar

Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte ein „Schichtmodell“ in Aussicht gestellt – dabei allerdings einen möglichen Samstagsunterricht ins Gespräch gebracht. „Das Schuljahr sollte für die Kinder kein verlorenes Schuljahr werden. Das wird nicht einfach sein. Und wenn es besser ist, dass Kinder abwechselnd zur Schule gehen, also nur jeden zweiten Tag, wird man womöglich den Samstag brauchen, um alle dreimal pro Woche zu unterrichten“, so erklärte sie (News4teachers berichtete). News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Martin: Einige Schüler werden in diesem Schuljahr wohl keine Schule mehr sehen

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52 KOMMENTARE

  1. Eine Steilvorlage an die KMK die Beschränkungen für Risikogruppen aufzuheben. Der Vorschlag mit einer A- und einer B-Woche kann doch nur klappen, wenn alle Lehrkräfte unterrichten.

    Bei zweistündigen Nebenfächern wird auch dann die Notengebung problematisch. Laut APO-SI muss ein Schüler (m/w/d) mindestens 6 Wochen am Unterricht teilgenommen haben, damit seine Leistungen justiziabel bewertet werden können. Des Weiteren müssen Schulformen, die im verbindlichen Ganztag geführt werden, dann auch wieder eine gemeinsame Mittagsverpflegung anbieten bzw. anbieten dürfen.

    • Die sechs Wochen sind erfüllt, weil vor den Osterferien bereits rund sieben Wochen unterrichtet wurde. Die Sache mit den Feiertagen nach Ostern ist viel schwieriger, wenn man nach Kalenderwoche und nicht unabhängig davon abwechselnd unterrichtet.

  2. Das ist nicht machbar, denn die Arbeitsbelastung pro Lehrkraft würde sich weiter erhöhen.

    Immer diese halbgaren Vorschläge.

    • „denn die Arbeitsbelastung pro Lehrkraft würde sich weiter erhöhen.“
      Hat den Faktor irgendein Ministeriumsmitarbeiter in der Berechnungsformel?????
      Bestimmt nicht.

  3. Das ist mit Abstand das Konzept, das mich am meisten überzeugt, weil es einen klaren Fahrplan beinhaltet und auch sicher stellt, dass sich maximal die Hälfte aller Schüler in einem Schulgebäude aufhalten. Die Risikopersonen unter den Lehrkräften könnten ja dann die Schüler ergänzend in der Nichtpräsenzwoche unterstützen.
    Was auch für das Konzept spricht: kein Wegdrücken der Nebenfächer, keine völlig neue Organisationsstruktur, – immer flexibel abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens und vor allem damit holt man endlich die Kids in die Schulen zurück, die wir mit Homeschooling nicht erreichen.
    Natürlich gibt es noch viele Probleme zu lösen. Wenn man Risikopersonen aus dem Präsenzunterricht abziehen muss, wird es vielleicht mit diesem Modell nur gelingen 40 Prozent statt 50 Prozent des Präsenzunterrichts abzudecken, auch für Berufsschulen oder Förderschulen wird es nicht so passen.
    Aber nochmals:
    Der Vorschlag klingt besser als alles andere, was derzeit diskutiert wird, z.B. die 6-Tageswoche mit Samstagsunterricht von Frau Karliczek oder die Ferienkürzungen und was es da sonst noch so gibt.
    Oder haben dickebank und Gümnasiallehrer a.D. bessere Alternativvorschläge außer den, die Schule für viele Monate oder auch ein ganzes weiteres Schuljahr gar nicht oder nur für einzelne Jahrgangssturfen zu öffnen. Kritisieren ist leicht, besser Vorschläge machen schwer!

    • Noten der Versetzungszeugnisse auf der Grundlage der Halbjahreszeugnisse, da diese juristisch nicht mehr angreifbar sind. Start ins neue Schuljahr nach den Sommerferien.

      • Die Frage ist doch: Start ins neue Schuljahr wie? Da ist doch dieses Schichtmodell auch fürs nächste Schuljahr ein praktikabler Vorschlag. Oder glauben Sie wirklich, im nächsten Schuljahr muss man keine Abstandsregeln an der Schule mehr beachten?

        • Habe ich gesagt im September 2020?

          Es werden viele Vorschläge gemacht. Das Blöde ist, dass sich alles auf den Faktor Zeit beziehen. Sinnvoller wäre es doch erst einmal zu prüfen, was unbedingt erforderlich und was „nice to have“ ist. Also genau das, was Schulleitungen ohnehin machen, wenn die personell unterbesetzt ist bzw. in einzelnen Fächern nicht über ausreichende Fachlehrerressourcen verfügt.

          Erst danach kann man in einem zweiten Schritt festlegen, wann was gemacht werden soll. Die Frage nach dem „Was (wird dringend benötigt)“ ist entscheidender.

      • Das könnte der Pressemeldung, dass kein Kind benachteiligt wird, widersprechen. Gerade die Halbjahreszeugnisse sind strenger und damit schlechter als die Versetzungszeugnisse. Dazu kommt die wundersame Leistungsverbesserung im zweiten Halbjahr nach den Warnungen.

        • Spielt aber keine Rolle, da es keine Versetzungen sondern einen Übergang in die jeweils nächste Jahrgangsstufe geben wird.

          Eine Nichtversetzung kann nicht mit der Länge eines Schuljahres bzw. dessen vorzeitigen Endes begründet werden sondern nur mit den individuellen Leistungen. Da die SuS ja keinerlei Möglichkeiten hatten, Defizite auszugleichen und die Versendung der versetzungswarnungen (Blaue Briefe) ausgesetzt worden ist, müssen alle ohne Wiederholung in den nächsten Jahrgang übergehen. Die Ausnahme sind die abschlussklassen. Aber deren Abschlussprüfungen können ja unter den geänderten Vorgaben abgenommen werden. Auch unter regulären Bedingungen erfolgte doch die Klage, dass viele Schulabgänger trotz der eingehaltenen Schulzeit und der zentralen Abschlussprüfungen nicht ausbildungsreif bzw. studierfähig gewesen wären. So viel schlimmer kann das infolge eines ausgefallenen Schulhalbjahres nun auch nicht mehr werden.

    • Von unseren knapp 20 Kolleginnen stehen derzeit nur 8 für den Präsenzunterricht zur Verfügung. Einen regulären Stundenplan gäbe es also auch mit dem Schichtmodell bei weitem nicht. Zudem werde ich für meine eigene Klasse auch weiter verantwortlich sein. Es bringt mir gar nichts, wenn ich einer Kollegin erkläre, welche Aufgaben sie meinen Kindern aus dem Homeoffice schicken soll, davon wird meine Arbeit nicht weniger.

      • „Nebenfächer, die sich wegducken“ – Wenn du ein Problem mit der Unterrichtsverteilung hast, dann sprich dass offen in deiner Schule aus, Kollege! Und höre auf, hier die Anderen unter Geberalverdacht zu stellen.

        Ich könnte ja auch aus Einzelerfahrungen Allgeneinaussagen ableiten, das hilft aber nicht weiter.

        Wichtiger noch: Das Schichtmodel ist Arbeitszeittechnisch der Horror, hast du darüber schon mal nachgedacht? Es muss anders gehen und es wir vermutlich an den Hauptfachkollegen die meiste Präsenzzeit haften bleiben, weil die Fächer nunmal am wichtigsten sind.

        Es wird vermutlich auf ein ähnliches Model der Teilung hinauslaufen. Wobei einfach nur jeweils eine Stunde unterrichtet wird, wenn es vorher zwei waren. Und die eine Kohorte kommt vormittags, die andere Nachmittags. Immer unter der Prämisse, dass sich die Arbeitszeit nicht oder nur gering und dann mit Ausgleich erhöht.

        Samstagsunterricht wird so oder so nicht stattfinden können, weil sich die Ressource Arbeitszeit nunmal nicht unendlich lang erschöpfen lässt.

  4. Für die Grundschule stelle ich mir das für die Hauptfächer sehr schwierig vor. Einerseits unterrichte ich eine Woche normal, auf der anderen Seite soll die andere Gruppe zuhause arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das klappen soll, die Gruppe, die zuhause arbeitet, so zu betreuen wie beim Homeschooling. Dazu fehlt mir, da ich auch unterrichten muss, schlichtweg die Zeit. Ich muss ja auch noch gleichzeitig die Unterrichtstunden vorbereiten und Unterrichtsergebnisse und Hausaufgaben der Präsenzgruppe täglich korrigieren. Gleichzeitig machen die anderen ein anderes Programm. Das finde ich sehr schwierig.

    Mir wäre für die Grundschule lieber, wenn die Gruppen zeitnah abwechselnd kämen, damit die Hausaufgaben überschaubar wären und zeitnah die Arbeit, die zuhause gemacht worden ist, besprochen wird und man dann im Stoff fortfahren kann.

  5. Auch wenn nur die Hälfte aller Schüler in die Schule kommen wird an einer Grundschule das Abstandhalten schon sehr schwer… alleine das Ankommen verbunden mit Händewaschen der Schüler vor dem Betreten der Klassenräume ist mit Herausforderungen verbunden…
    Selbst wenn alle Lehrkräfte unterrichten, gibt es niemanden mehr, der die Notgruppen betreuen kann, denn alle Lehrkräfte sind mit ihrer Arbeitszeit voll im Einsatz….Wer also soll sich um die Kinder kümmern, die gerade keinen Unterricht haben, aber in die Notbetreuung kommen???? An vielen Schulen ist nicht einmal der reguläre Unterricht zu gewährleisten, da einige Lehrkräfte aufgrund von Risikogruppe oder Betreuung der eigenen Kinder (die keinen Platz in einer Notgruppe haben oder vielleicht einen Schnupfen oder ähnliches haben und daher nicht zur Schule oder Notgruppe gehen können) ausfallen. An den weiterführenden Schulen fällt der Unterricht aus bzw. wird über Online Unterricht stattfinden, aber die Grundschulen????

  6. Also entweder das Virus ist gefährlich, dann halte ich den Vorschlag für gewagt. Oder es muss ja irgendwie weitergehen, dann mal los, es gibt eh zu viele ältere und kranke Kollegen (kommende Pensionslasten sind eh zu hoch). Also Schulen und Kindergärten wieder auf und dann sehen wir ja was passiert, dann war aber der ganze Lockdown Quatsch. Wenn wir jetzt alle Schüler beschulen, wird es für das Virus keine Grenzen geben, außer Kinder und Jugendliche sind keine Überträger…weiß man aber noch nicht. Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben und es soll endlich der Normalbetrieb wieder hergestellt werden, das wünschen wir uns alle…Kann man mit solchen Plänen nicht einfach mal warten, was jetzt passiert nachdem wir einen Teil der Schüler in die Schulen zurückholen? Ich verstehe so vieles nicht. Karneval musste sein, Skiurlaub Rückkehrer sind kein Risiko, Flughäfen offen, Masken sind schädlich, das Virus ist nicht äh leider doch gefährlich…und und und. Lasst uns die Abschlussklassen ordentlich zu Ende bringen und die Zahlen im Blick behalten…

    • Also Geschäfte, Restaurants, Autohäuser usw. wieder auf und Schulen auf absehbare Zeit weiter zu?
      Unabhängig davon müssen wir natürlich so flexibel sein, Lockerungen auch jederzeit wieder bei Verschlechterung der Infektionslage zurückzunehmen. Das gilt aber für Geschäfte genauso wie für Schulen. Die Frage ist allerdings, ob es tatsächlich bei einem Wiederanstieg von Infektionszahlen nachverfolgbar ist, welche Lockerungen dazu beigetragen haben. Es gibt ja inzwischen nicht wenige Studien, die die Rolle der Schulen und von Kinderm und Jugendlichen dabei eher als gering veranschlagen.

      • Die Krankheitsverläufe bei der überwiegenden Zahl der Kinder und Jugendlichen sind unauffällig. D.h. aber nicht, dass sie nicht während eines kurzen Zeitraumes ihrer asymptomatischen Infektionsverlaufes andere anstecken könnten. In den Ausscheidungen jüngerer Kinder hat man nicht infektiöses Virenmaterial von CoVid19 gefunden. Was geklärt werden muss, ist die Frage, ob die Infektion zwischen den Kindern oder zwischen Erwachsenen und Kindern stattgefunden hat.

        Wenn Kinder keine Kinder anstecken können, dann kann man die Kitas wieder öffnen – und zwar für alle.

  7. Warum geht man nicht hin und mach in Baden Württemberg z. B. Nicht die Regelungen so dass die ersten 4wochen der Sommerferien für Unterricht genutzt werden. Die ersten drei Wochen werden sowieso betreungen angeboten die meist voll ausgebucht sind also können die Kinder auch in der Zeit zur Schule gehen.

  8. Man kann doch auch Schicht unterricht machen Die Schüler aufteilen und dann kommen die einen von 8-11 und die anderen von 11:30 – 14:30 Uhr so wären alle in der Schule in Schicht Unterricht und keiner muss ne Woche zuhause bleiben. Das waren die ja wohl jetzt lang genug.

    • Auch dieser Vorschlag klingt erst mal gut, löst aber leider trotzdem nicht das Personalproblem. Unser Stundenplan war schon immer knapp gestrickt, und das bei „Vollbesetzung“. Jetzt fällt etwa die Hälfte der Kolleginnen aus – wie sollen wir da jeden Tag vollen Unterricht realisieren?

      • drei Blöcke: 8 – 11, 11.30 – 14.30, 15-18 Uhr
        War doch einfach.
        Die Pausen bitte nutzen, für die anderen Schüler den Online-Unterricht zu planen. Feedback bitte von zu Hause aus abends, weil Lehrer quatschen sich ja gerne fest, das würde den Stundenplan sprengen.

        • Sie haben doch glatt die ganze Dokumentation und die Elterngespräche vergessen. Ich hätte nachts von 1-3 noch ein bisschen Zeit.

          • Ja was denn? Der Tag hat 24 Stunden, die Nacht acht – und wenn das nicht ausreicht, dann lassen sie doch einfach mal die Pausen weg:)

          • Na also, da ist die Kreativität, die wir für die Lösung brauchen. OMG, feste Schulterklopfer, Mäeutik höchster Güte. Du kannst es noch……

        • … Ist doch kein Problem. Die Teile des Kollegiums, die als Angehörige einer Risikogruppe zugeordnet sind und deshalb nicht im Unterricht eingesetzt werden können, können lt. ADO für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die Einlasskontrolle, die Toiletten-, Flur-, Hof-, Pausen und sonstigen Aufsichten sind organisatorische Maßnahmen – also im weitesgehenden Sinne Verwaltungsma0nahmen. Sie stellen keinen Unterrichtseinsatz im Sinne des Erlasses dar.

          Dieses scheibchenweise Nachlegen – aka Salamitaktik – ist doch nicht neu. Wenn man sich den gestrigen Beschluss der KMK näher ansieht, tauchen die über sechzigjährigen Lehrkräfte auch nicht mehr bei der Auflictung der Risikogruppen auf …

  9. Das digitale Lernen ist, glaube ich, der einzige Weg, um dauerhaft alle Schüler erreichen zu können. Was bringt es uns außerdem, an den starren Strukturen festzuhalten, wenn dann kaum noch Unterricht stattfindet? In „Corona-Zeiten“ können wir Gruppenarbeit, kooperative Lernformen etc. sowieso vergessen, weil Abstände nicht eingehalten werden können. Der Präsenzunterricht wird starr frontal stattfinden, wie zu Kaisers Zeiten! Das kann man doch nicht ernsthaft gutheißen. Austausch, Kooperation, Feedback, das geht alles auch digital und ohne, dass sich jemand ansteckt! Liebe Kolleg/innen, nur Mut! Das schaffen wir auch noch!

    • Digitales Lernen sei geeignet, „um dauerhaft alle Schüler“ zu erreichen.
      In der Praxis schaut das aberganz anders aus, an einem Gymnasium in Starnberg erreicht man damit vielleicht 95 Prozent, in der Brennpunktschule in Neukölln aber nur 10 Prozent. Das sind keine gegriffene Zahlen, das ist die Realität!

      • Deswegen nervt mich, dass der Kollege immer auch als mein Lehrerpräsident betitelt wird. Meiner ist es nicht und er spricht auch nicht für mich.
        Wir schaffen 75% im Optimum, wenn es nur um Erreichbarkeit geht via Smartphone.

      • … wobei die 90%-ige Nichterreichbarkeit aber nicht ansatzweise an den technischen Hürden liegt, eher an Gleichgültigkeit, Sprachbarrieren usw.

  10. Die Schule sollte endlich mal einen technischen Sprung nach vorn machen! Ich warte schon lange darauf! Scheitern wird es wahrscheinlich aber mal wieder am Geld.

  11. Remlo: „…dann mal los, es gibt eh zu viele ältere und kranke Kollegen (kommende Pensionslasten sind eh zu hoch).“

    DAS ist doch mal ein „freundlicher“ Kommentar. „Natürliche Auslese“ der alten Lehrerschar,
    um der „Überbevölkerung “ in Schulen endlich „Herr zu werden „?
    Solche Kollegen/Kolleginnen oder Eltern oder überhaupt Mitmenschen in der Klasse/Schule/im Leben braucht echt KEIN MENSCH ! Schämen Sie sich, falls dieser Begriff in Ihrem Wortschatz vorkommt …???

  12. Schichtarbeit kann eine Lösung sein, aber als Alternative kann für viele Schüler*innen auch ein täglicher Wechsel zwischen je der Hälfte einer Klasse sinnvoll sein. Eine Woche lang mitgegebene Arbeiten erledigen, ist für viele eine wiederum lange, schwer zu strukturierende Zeit. Und erst nach dieser Hausaufgabenwoche merken die Lehrer*innen, bei wem es zuhause nicht gut gelaufen ist. Täglicher Wechsel mit kleinen Hausaufgaben-Portionen, zu denen es am übernächsten Tag Feed-Back, nochmaliges Erklären usw. geben kann, kann für viele Schüler*innen günstiger sien – die grundsätzliche Problematik der Heimarbeit für Kidner und Jugendliche löst das auch nicht. Lehrkräfte müssen eine tägliche Telefonsprechstunde einrichten und ggf., wenn es um mehrere Klassen / Kurse geht, genau Zeitrythmen mitteilen. Ansonsten brauchen auch Lehrer*innen Zeit für ihre Vorbereitungsarbeit zuhause.
    Im Übrigen muss endlich Schluss sein mit der Noten-Hysterie. Unter den gegebenen Bedingungen können Noten nicht einfach so weiter praktiziert werden wie bisher – und müssen das auch nicht. Wenn Länder in diesem Jahr aufs Sitzenbleiben verzichten (das wäre endlich die Kosnequenz aus allen empirischen Studien über den Unsinn des Sitzenbleibens), dann brauch tman auch keine „Ausgleichsnoten“, um ein „mangelhaft“ auszugleichen., auf das in diesem Schuljahr jede*r Lehrer*in, die ihre fünf pädagogischen Sinne beisammen hat, sowieso verzichten muss.
    Achim Albrecht
    Pädgogischer Leiter i.R.

  13. Ganz ehrlich, wo ist hier noch die Verhältnismässigkeit? Wir haben das Virus aktuell in D. relativ gut im Griff…, das Duchschnittsalter der Coronatoten lieht bei 80 J., die Zahl r liegt bei 0,8 bis 1, die Hälfte der Intensivbetten ist frei, ….und wir wagen uns keinen Schritt nach vorn, bis es nächstes Jahr einen Impfstoff oder ein Therapeutikum gibt? Das ist doch irre! Demnächst sterben die Alten an Vereinsamung im Altenheim und warten wir die ersten Familientragödien wegen Überlastung ab… wir sind ganz nah dran. Ich war noch nie Fan von Herrn Schäuble, aber seit Corona bin ich es: was hier alles aufs Spiel gesetzt wird ist unverhältnismässig! Und jetzt noch zu den Lehrern: Ich nehme sehr wenige engagierte Lehrer wahr, das ist traurig. Ich finde es toll, wenn sich ein Lehrer die Mühe macht persönlichen Kontakt mit jedem seiner Schüler zu suchen und den Wissensstand abzufragen. Bei uns an der Schule tut das leider keiner. …völliger Blindflug. Ich lese immer wieder, dass die Notgruppen in der Schule alles andere bremsen würden. Dad stimmt doch gar nicht. In Bawü sind die Regeln so strikt, das eine Schule mit 200 Kindern nur eine Notgruppe mit 5 Kindern aufmacht. 2 Lehrer sind anwesend, mehr nicht, dwas ist mit den anderen? Die Aufgaben für diese Woche sind schon raus und müssen von den Eltern korrigiert werden. Zum Vergleich: In der Kita gibt es mehrere kleine Motgrupoen und rs sind alle Erzieher da, die sich an neuen Konzepten für die Kinder in der Coronakrise beteiligen, jede Woche wird ein Telefonat mit den Eltern geführt wie rs zuhause läuft. Do muss es sein! Ich dachte eigentlich, die Corinakrise bringt endlich ans Tageslicht wie sehr wir doch die Lehrer brauchen und dass ihr Ansehen endlich steigt, aber ich kann mir momentan kein Deutschland vorstellen, das für dieses Personal auf dem Balkon steht und klatscht. An alle Kehrer, die nicht zur Risikogruppe gehören: Wenn ihr Angst habt Euch anzustecken, dan besorgt Euch Schutzkleidung und eine Plexiglasscheibe vors Pult meinetwegen auch eine Kabine… Mein Nann arneiter als Arzt, die Nachbarin als Altenpflegerin, die Bekannte bei Aldi an der Kasse: Wie würde es denn sein, wenn die sich so anstellen wie ihr? Ich nehme alle Lehrer davon aus, denen es ei Anliegen ist, dass sie ihre Schüler nicht aus den Augen verlieren.

    • Die Zahl der freien Intensivbetten ist bewusst so hoch, weil viele Eingriffe nicht stattfinden, die eine intensivmedizinische Nachbehandlung erfahren müssen. Die Intensivbettenkapazität ist sonst in Nichtcorona-Zeiten zu fast 100% ausgelastet.
      Zudem warnt das RKI davor, davon auszugehen, dass Kinder den Virus nicht verbreiten würden. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Kinder deutlich seltener Symptome entwickeln. Es wird hervorgehoben. Dass Kinder vor allem als Infizierte festgestellt werden bei Infektionskettenverfolgungen.
      Zudem: Im Schnitt liegt die Rate aktuell wieder bei 1,0. Das ist der Schnitt in Deutschland. Bei uns wird der deutlich neidriger liegen, in Hotspots deutlich über 4 oder sogar über 8.
      So eichtig sieht mir das nicht aus wie „im Griff haben“.

      „dan besorgt Euch Schutzkleidung und eine Plexiglasscheibe vors Pult meinetwegen auch eine Kabine“
      NE. Wie bei jedem Arbeitgeber ist der zu stellen – und zwar seit letzter Woche Montag. Statt dessen wird emsig genäht, um sich und die Schüler, also die Kinder anderer Eltern, notdürftig mit MSB zu versorgen.
      Wenn sie es so sehen: Nähen sie doch für die Klasse ihrer Kinder Masken und sammeln für die Lehrkräfte Geld. Die einfache, nicht zu empfehlende Löäsung ohne seitlichen Schutz kostet 70 Euro Material (vorsicht: Preise vom September 2019 für Plexiglas) bis 250 Euro (Preise aktuell aus einem örtlichen Baumarkt und mit seitlichem Tröpfchenschutz, inkl. 2 Schaniere zzgl. Arbeitslohn).
      Also: Mal damit selbst anfangen, was von anderen verlangt wird: Eigeninitiative ist auch schön, wenn man selsbt damit anfängt.

    • Danke, genau den Eindruck habe ich auch. Alle anderen müssen sich auch der Realität stellen und komischerweise können 30-50% der Lehrer plötzlich nicht mehr in den Präsenzunterrich weil sie zu Risikogruppe gehören oder das meinen. Sehr merkwürdig, wieso kann in Kliniken das Personal normal weiter arbeiten ( auch mit 60 oder Bluthochdruck) . Wie groß wäre jetzt das Geschrei wenn alle Krankenpfleger und Ärzte, die bei sich irgendeinen Risikofaktor finden zu Hause bleiben( natürlich bei voller Bezahlung) oder das Supermarktpersonal? Und das Engagement ist auch hier in der Kita ein ganz anderes als an der Grundschule. An der Grundschule gab es einen Stapel Kopien für 14 Tage, in denen sollten die Eltern das mit ihren Kindern durcharbeiten. Nach 14 Tagen den bearbeiteten Stapel in der Schule abgeben und den nächsten Stapel holen. Zwischenzeitlich Kontakt zu den Lehrern: Nada…ganz ehrlich, das kann man kaum Engagement nennen.

    • Hauptsache mal wieder eine Lehrerschelte platziert und dazu noch in sehr pauschaler Art ohne Niveau. Ihr Mann sei Arzt, so ihre Einlassung und er stellt sich nicht so an………Dazu noch die märchenhafte Aufzählung der systemrelevanten Berufsgruppen…ein Schelm wer Böses dabei denkt. Sicher können Sie die Liste noch erweitern, wenn Sie sich mühen und finden noch einen Feuerwehrmann, Polizist und Krankenpfleger. Was gäbe es über Ärzte zu schreiben, wie viele Ärzte gibt es, die mehr ihre Abrechnungspauschalen im Sinne tragen, als den Patienten.
      Jetzt begeben ich mich auf Ihr Niveau, wenn ich mich in pauschalen Arztschelten ergehe.
      Und noch zum Arzt: Er kann seine Patientensituation absolut kontrolliert gestalten in seiner Sprechstunde, was in vielen Schulformen Lehren im Zusammenhang mit den Schülern so nicht möglich ist. Deshalb ist sein Risiko einer Ansteckung auch sehr gering. Befindet er sich im klinischen Bereich darf er sicher über ausreichende Schutzkleidung verfügen, damit sind die Lehrer nicht gesegnet.

  14. Wir sind Eigeninitiative gewöhnt. Mein Mann hatte bis vor kurzem kein Schutzmaterial in der Praxis und hat es auch geschafft sich zu organisieren. Jeder tut sein möglichstes, aber es gibt imner wieder welche, die warten bis es andere Ihnen richten.

    • Aller guten Dinge sind drei: unsere bestellten Masken sollen nun um den 12.05.2020 kommen. 3 Liefertermin in vier Wochen. Es gibt also auch woanders Leute, die mitdenken

    • Ihr Mann ist ja auch quasi sein eigener Chef. Unsere “Chefin“, Frau Gebauer, hält es allerdings nicht für notwendig, ihrem Personal Schutzmaterial zur Verfügung zu stellen. Haben die viel zitierten Kassiererinnen eigentlich ihre Plexiglaswände auch selbst bezahlt?

    • Lehrer sind auch Eigeninitiative gewöhnt. Der komplette Online-Unterricht findet sicher nicht mit Hilfe von vom Arbeitgeber gestellten Arbeitsmaterialien (spricht Computer, Internetanschluss, Smartphones usw.) statt. Die Computer werden auch nicht von einem Systembetreuer betreut und eingerichtet – das bleibt an den Lehrern hängen. Jeder muss sich um sein System kümmern. In der Öffentlichkeit wird dann aber gejammert, dass es so viele verschiedene Systeme sind (welch ein Wunder).
      Ich gehe einmal davon aus, dass ihr Mann auch Masken für seine Angestellten besorgt hat. Ich gehe auch davon aus, dass die Angestellten ihres Mannes nicht private PCs in die Praxis mitbringen, um den Patientenverkehr zu organisieren. Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Angestellten ihres Mannes die PCs einrichten.

  15. Irgendwie fällt es mir gerade schwer das „Niveau‘ zu halten….mein Mann iat übrigens kein Arzt.
    Wir sind gerade Zeitzeugen eines Ausnahme Zustandes. Lehrer und Schulen sind nicht für die maroden Zustände verantwortlich, die an den Schulen herrschen. Auch liegt die Verantwortlichkeit für sie bisher noch nicht flächendeckend erreichte Digitalisierung der Schulen nicht in der Faulheit von beamteten Lehrern oder Institution Schule begründet. Das wurde von langer Hand politisch versäumt.
    …und wo wir gerade dabei sind.
    Es gibt gute Lehrer und nicht so gute, so wie es gute Mechaniker und nicht so gute gibt…und wie es gute und eher schlechte Ärzte gibt.
    Es nervt langsam, dass ständig Lehrer unter Beschuss geraten, die die Situation als gefährlich einstufen.
    Man könnte sich gerade auch mal die Frage stellen, weshalb so viele Eltern gerade in den Ausnahmezustand rodeln und am Ende ihrer Kräfte zu hause aggressiv auf ihre Kinder reagieren. Nö, Homeoffice und nebenan Kinder kann bitte nicht ihr Argument werden. Diesen Zustand erleben einige schon dauerhafter….und die Kinder werden zu hause auch nicht gefoltert.
    Interessanterweise könnte ich aus meinem Erfahrungshorizont berichten, dass mir gerade Kinder aufgefallen sind, die aus akademischen Familien stammen, die in besonderer Weise dissozial mit ihren Altersgenossen umgehen. Persönlich habe ich in unterschiedlichen schulischen Kontexten mit Kindern von Akademikern Dinge erlebt, die man heute als Mobbing bezeichnen würde.
    Bevor jetzt wieder alle Akademiker dieser Welt in den auf mich gerichteten Zerstörungsmodus gehen: es geht hier um persönliche Erfahrungen, die selbstverständlich nicht verallgemeinert werden dürfen!
    ABER: jeder darf narürlich gerne weiter über die faulen und arbeitsunwilligen Lehrer herziehen.
    Wenn ich mir die Situation in der Schule anschaue mit den ganzen unerzogenen Kindern und den dahinter stehenden noch unerzogeneren Eltern, dann kann ich sehr gut die Resignation mancher Lehrer verstehen.

    Ich erspare jetzt allen den Blabla darüber, dass diese Pandemie erst mit einem Medikament beendet sein wird und wieviel betroffen sein werden von schweren Verläufen….(16.6 Mill: ))
    Aber was zu denken geben sollte unabhängig von irgendeiner ‚Studie‘, ist die Tatsache, dass Italien die Schulen vorerst bis September geschlossen halten.
    Die Hinweise sind nämlich genauso gegeben, dass Kinder als Spreader eine besondere Rolle im Übertragungsgeschehen einnehmen. (Die Kontakte mit den Risikogruppen sind vergleichbar mit unseren, da auch hierzulande Großeltern gerne als „Babysitter“ eingesetzt werden)

    Ich persönlich bin entsetzt darüber, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen und die Alten und Kranken in diesen Diskussionen abhängen. Parteiübergreifend durften wir diesbezüglich ja einiges hören bzw. Lesen.

    Alle, die sich ja so sicher sind, dass es nur die anderen hysterischen Ängstlichen in unserer Gesellschaft betrifft, die angeblich eine Lockdownoase wünschen, sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt:
    Auch Sie werden mal alt und vielleicht auch krank. Mal sehen, wie sich dann Ihr Wert für diese Gesellschaft bemisst, die Sie gerade mit ihrem Treiben mit erschaffen.

    Zum Abschluss noch dieser Gedanke: Wenn ich mit meinem Hund im Wald spazieren gehe und ein anderer gefährlich wirkender Hund entgegen kommt, leine ich meinen Hund ab, damit er sich selbst verteidigen oder in Sicherheit bringen kann.
    Vielleicht ergibt er sich, vielleicht bellt er oder vielleicht läuft er weg. Egal was er macht, er entscheidet situativ und instinktiv was er macht- in dieser Ausnahmesituation.
    Wieso soll es nicht möglich sein für unsere Ausnahmesituation ebenfalls einen freieren Rahmen zu schaffen, indem wir selbstbestimmt entscheiden, wie wir vorgehen wollen bzw. können.
    Es wird einen Teil der Bevölkerung unter Abwägung der eigenen Risiken und Möglichkeiten unproblematisch erscheinen den Vorgaben des Exit zu folgen. Es gibt Lehrer, wie Eltern wie Schüler, die sich in der Schule gut aufgehoben fühlen.
    Ein nicht unerheblicher Teil wird sich anders entscheiden.
    So what.
    Lernen findet nicht nur in de Schule statt.
    In diesen Zeiten wäre es nötig umzudenken und freiere Rahmenbedingungen zu schaffen. Digitalisierung des Unterrichts wird bereits seit vielen Jahren in anderen Ländern erfolgreich praktiziert. Wir sind technisch besser als andere Länder aufgestellt, also wird es auch hier gelingen.
    Wie soll dieser“ neue“ Präsenzunterricht im Schichtmodell übrigens aussehen?
    1 Lehrer steht vorne und wird den 15 Schülern wie zu Kaisers Zeiten Frontal Unterricht anbieten. Das schafft der digitalisierte Unterricht mindestens genauso gut. Zudem kann mit den technischen Möglichkeiten sogar Teams gebildet werden.
    Es gibt für Kinder im Grundschulalter ebenfalls Möglichkeiten und sehr kreative Ideen.
    Aber wieso sind unsere Strukturen so verkrustet und wieso beschweren wir uns über Zustände, die wir über das bestehen der Schulpflicht damit unterstützen….so denn auch den beklagten (angeblich) höheren Krankenstand der (beamteten) oser Lehrer.
    Auch unsere Leistungsgesellschaft muss in Ausnahmesituationen eine flexible Lösung suchen. Wer jetzt auf das Schulpflicht pocht und das bestehende Problem der Hygienestandards usw. der Schule auf eben diese abwälzen will, ist in der derzeitigen Realität noch nicht angekommen.

    Auf die Gefahr hin, dass jetzt gleich zum endgültigen Paukenschlag ausgeholt wird:
    Eine Möglichkeit bestünde auch darin dieses Schuljahr ausfallen zu lassen.
    Ja ich höre sie schon schnauffen. Aber: es ist eine Ausnahmesituation, die außerordentliche Überlegungen nötig macht. Eure Kinder werden ja nicht blöder nur weil sie mal ein Jahr kein Zeugnis bekommen. Wie gesagt : Ausnahme Zustand.

    So jetzt Feuer frei.
    Mein Standpunkt soll nicht ihrer sein! Ich habe weder die Weisheit mit Löffeln gefressen noch habe ich DIE Lösung für alle parat.
    Meine Standpunkt darf sie aufregen. Aber er darf sie auch anregen kreative neue Wege zu (er)finden.
    Auf alten Strukturen zu pochen und sich das Alte unter Krampf zurückzuholen wird nicht funktionieren. Es ist nicht möglich Unterricht in den Schulen stattfinden zu lassen. Die so viel besungenen Hygieneregeln werden schlicht nicht eingehalten werden können. Das liegt schon daran, dass unter den Schülern und Lehrern und Eltern KEIN Konsens besteht im Umgang und der Einschätzung des Ausmaß der Situation.
    Also müssen neue Gedanken und neue Wege gefunden werden….z.B. Bildungspflicht anstatt Schulpflicht für diese Phase der Pandemie.

    Na denn, es darf geschossen werden.

  16. ….achja: an alle Exit Strategen: wir befinden uns statistisch gesehen in Deutschland immernoch am Anfang der Pandemie. Was gerade diskutiert wird hat noch nichts mit der Situation zu tun, die wir ein 4 Wochen antreffen werden, bedingt durch die unüberlegten und übereilten Ambitionen von Politikern, die gerade die Lage nicht angemessen einschätzen können oder wollen und deren Anhängern.

    • Leider sehen die Leute immer nur, dass die Zahlen im Vergleich zum Anfang nur sehr langsam steigen. Und prompt wird der Ruf nach Lockerungen laut. Schade, dass diejenigen, die für eine Weiterführung der Maßnahmen sind, nicht ebenso laut gehört werden. Wer im übrigen die Situation in D als Lockdown bezeichnet, sollte mal nach Spanien oder Italien schauen. Dort dürfen die Kinder nach 6 (!) Wochen, die sie nur in der Wohnung verbringen durften, jetzt für 1 Stunde täglich vor die Haustür, aber bitte nicht irgendwohin, sondern nur im Umkreis von 1 km (und natürlich gilt Abstandsgebot und Spielplatzsperre weiter). Die Schulen in Italien öffnen sogar erst im September wieder. Nur bei uns meinen leider die Politiker, sie müssten sich im Öffnungsrennen überbieten sowie bei der Wirtschaft und bei potentiellen Wählern einschmeicheln.

  17. „…unüberlegten und übereilten Ambitionen von Politikern, die gerade die Lage nicht angemessen einschätzen können oder wollen und deren Anhängern.“

    So zu argumentieren, Lilly, verbietet jede respektvolle Debattenkultur. Kein Mensch weiß wirklich, welches Handeln in Abwägung aller Gefahren absolut richtig ist. Deswegen ist Ihre Verunglimpfung anderer Personen und Meinungen keine Hilfe, sondern sorgt nur für böses Blut.
    Es ist doch nicht überzeugend und vertrauenreweckend, wenn jemand so tut, als sei er allein im Besitz der Wahrheit und dürfe deshalb über Andersdenkende frei nach Wut und übler Laune herziehen.

  18. Ich habe weder einen Absolutheitsanspruch noch müssen Sie meinen „verunglimpfenden“ Standpunkt teilen. Aber wenn ich so die Debatten verfolge, wäre ich wohl gerade in der Politik gut aufgehoben. Zum Thema Verunglimpfung läuft dort tagesaktuell so einiges. Es wird auch nicht DIE Lösung geben. So wie die Prozesse speziell durch die Landespolitiker von NRW angestoßen wurden halte ich für „nicht zu Ende gedacht“ und somit aus meiner Perspektive gesehen in die falsche Richtung ambitioniert. Wie gesagt das muss nicht ihrer Meinung ensprechen. Dennoch bleibt es meine Sicht und wenn es ihnen 1000 mal nicht gefällt.
    Letzlich haben Sie, wie auch ich die „spannende“ Möglichkeit diesen Countdown um Krankenhauskapazitäten beginnend in NRW zu verfolgen.

    • … nur nicht, wenn Sie vor dem Impfschutz unter Corona versterben …

      Ein Restrisiko bleibt immer – und sei es nicht SARS-CoV 2 sondern ein Blitzschlag oder Verkehrsunfall. Das Niveau der derzeitigen Debatte zur Beendigung des „shut downs“ erinnert mich an die häufig geäußerte Auffassung „… aber ich hatte Vorfahrt!“

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