Gebauer will Abschlussfeiern mit Zeugnisübergaben ermöglichen

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DÜSSELDORF. Zehntausende Schülerinnen und Schüler in NRW haben in den vergangenen Wochen unter Corona-Bedingungen ihre Abschlussprüfungen gemacht. Auf vieles mussten sie am Ende ihrer Schulzeit schon verzichten. Doch wenigstens Abschlussfeiern soll es nun doch geben – Abi-Bälle aber ausdrücklich nicht.

Will Abschlussfeiern ermöglichen: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: MSB/ Susanne Klömpges

Zum Abschluss der Schullaufbahn soll bei Zehntausenden Abiturienten und Absolventen anderer Schulen trotz Corona-Krise doch noch Festtagsstimmung aufkommen: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will Schülern die feierliche Übergabe von Abschlusszeugnissen im Beisein ihrer Eltern ermöglichen. Das Land werde in den nächsten Tagen die rechtlichen Regelungen dafür schaffen, dass Abschlussveranstaltungen wie Zeugnisübergaben unter Einhaltung der Infektions- und Hygieneregeln ermöglicht würden, sagte Gebauer am Mittwoch.

Moment der Freude und des Stolzes für die Schüler

Die Zeugnisverleihung symbolisiere den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit und markiere gleichzeitig den Eintritt in den nächsten Lebensabschnitt. «Dies ist ein wichtiges Ereignis für die ganze Familie», sagte Gebauer. «Es wäre ein schmerzlicher Verzicht, den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien diesen ganz besonderen Moment der Freude und des Stolzes vorzuenthalten.»

Für Abibälle gilt die Sonderregelung aber ausdrücklich nicht. «Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen fallen jedoch nicht unter die beabsichtigte Regelung», betonte Gebauer. Sie hoffe, dass die Schüler es umso mehr zu schätzen wüssten, gemeinsam mit ihrer Familie in feierlicher Atmosphäre das Ende ihrer Schulzeit begehen zu können.

SPD: Auch an die Viertklässler denken

Auch die Viertklässler an den Grundschulen müssten bei den Abschlussfeiern berücksichtigt werden, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott. Denn auch dort finde für die Kinder eine wichtige Etappe ihren Abschluss. Die vergangenen Wochen hätten für alle Schulabsolventen viel Stress bedeutet, sagte Ott. «Jetzt müssen sie dafür auch belohnt werden – nicht nur mit Zeugnissen, sondern auch mit einem schönen Abschlussritual. Das gehört zum Ende einer Schullaufbahn einfach dazu». dpa

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Die Abstandsregel in Grundschulen fällt – jetzt schon im dritten Bundesland

 

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1 KOMMENTAR

  1. … und im Anschluss liegen sich alle in den Armen bzw. machen den „Lindner“.

    Die Abschlussschüler*innen werden vor dem letzten Schultag entlassen und die anderen machen dann im Unterricht bis zur Zeugnisausgabe den derzeitigen Corona-Zirkus in der Schule weiter? – Und das ggf. auch nach den Sommerferien?
    Einfältig, einfältiger, Landesministerin – ist das die neue Steigerungsform?

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