Thüringer Kindergärten sind nach der Öffnung bislang keine Corona-Hotspots – aber…

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ERFURT. In den vergangenen Wochen wurde kontrovers diskutiert, ob Kindergärten durch den Regelbetrieb zu Corona-Infektionsherden werden könnten. Nun liegen erste Erfahrungen aus Thüringen vor. In Einzelfällen hat es Corona-Infektionen gegeben.

Nach wie vor ist die Corona-Krise nicht bewältigt. Illustration: Shutterstock

Seit Mitte Mai haben die Kindertageseinrichtungen in Thüringen wieder im sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet; das heißt, dort werden nun wieder grundsätzlich alle Kinder betreut. Im Notbetrieb zuvor waren nur die Kinder von Eltern betreut worden, die bestimmten Berufsgruppen angehörten. In einigen Landkreisen gab es in den Kindergärten einzelne Fälle, bei denen Kinder oder Erzieher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden sind.

Insgesamt niedrige Infektionszahlen in den Kitas

So hieß es beispielsweise aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, dort habe es zuletzt in mehreren Gemeinden Corona-Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen gegeben. Ein Sprecher des Landkreises sagte, es habe in einem Kindergarten in Steinbach-Hallenberg zwei Corona-Fälle unter den dort Beschäftigten gegeben sowie einen vergleichbaren Fall in einer Kita in Meiningen. Zudem sei das Coronavirus bei einem Kita-Kind in Floh-Seligenthal nachgewiesen worden. Außerdem sei eine Infektion bei einem Schüler in einer Schule in Schmalkalden bestätigt worden. Auch aus dem Landkreis Sonneberg waren zuletzt mehrere Corona-Infektionen aus Kitas gemeldet worden.

Trotz dieser insgesamt niedrigen Infektionszahlen zeigt besonders das Beispiel der Corona-Fälle aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, wie viele Menschen betroffenen sind, wenn eine Infektion nachgewiesen wird. Denn wenn in einer Gemeinschaftseinrichtung auch nur ein bestätigter Fall auftritt, müssen viele Menschen in Quarantäne. Nach Angaben des Sprechers des Landkreises führten die insgesamt fünf bestätigten Corona-Fälle in den Kitas sowie der Schule dazu, dass insgesamt 152 Personen vorübergehend das Haus nicht mehr verlassen durften: Neben den Infizierten auch – soweit mit ihnen in einem Haushalt lebend – deren Eltern, Geschwister und andere Menschen aus dem privatem Umfeld. News4teachers / mit Material der dpa

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