Ärzteverband: Schuleingangs-Untersuchungen sind fast komplett ausgefallen

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BERLIN. Wegen einer Überlastung der Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie sind nach Angaben Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD) die meisten Erstklässler in diesem Schuljahr ohne die eigentlich obligatorischen Schuleingangsuntersuchungen in die Schule gekommen.

Kurz vor der Schule kommt eigentlich die Schuleingangsuntersuchung – in diesem Jahr fiel die allerdings meisten aus. Foto: Shutterstock

«Die meisten haben es nicht geschafft, die Schuleingangsuntersuchungen durchzuführen», sagte Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD, im Interview mit RTL und ntv. Nur in ganz wenigen Bundesländern sei versucht worden, die Untersuchungen in der Lockerungsphase nachzuholen.

In den Schuleingangsuntersuchungen beurteilen Ärztinnen und Ärzte der Gesundheitsämter, ob ein Kind die körperlichen und sozialen Voraussetzungen erfüllt, um im Schulalltag bestehen zu können. Erkennen die Ärzte einen Förderbedarf, melden sie das im Regelfall den Schulen.

Lehrerinnen und Lehrer müssten nun sehen, wie sie im Unterricht mit eventuellen Defiziten der Erstklässler umgehen, sagte Teichert. Die Gesundheitsämter würden die ausgefallenen Untersuchungen kaum aufholen können, zumal sie derzeit mit den Reiserückkehrern beschäftigt seien. dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Nicht so schlimm, aus den Ergebnissen wird ohnehin kaum eine Konsequenz gezogen – alle landen in der 1. Klasse, keiner hat von Anfang an ne Schulbegleitung oder sonderpäd. Förderung (selbst wenn: die maximal zwei Stunden pro Woche sind eh nur ein Feigenblatt).
    In der Regel finden Überprüfungen auf Förderbedarf erst in der dritten Klasse statt, nachdem 25 Kinder und ein Lehrer sich bereits zwei Jahre durchgewurschtelt haben.

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