Grüne rügen auslaufende Nothilfe für Studenten

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BERLIN. Die Grünen im Bundestag prangern an, dass Studenten nur noch bis Ende des Monats Corona-Finanzhilfen vom Staat beantragen können. «Es ist unverantwortlich und unsozial, die ohnehin miserabel ausgestattete Überbrückungshilfe für Studierende trotz steigender Infektionszahlen zum Semesterstart einzustellen», erklärte ihr Hochschul-Experte Kai Gehring. Das Krisenmanagement von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) nannte er ein «Stück aus dem Tollhaus».

«Die soziale Notlage vieler Studierender, die sich pandemiebedingt verschärft hat, ist der Bundesbildungsministerin offenbar schnuppe. Das macht fassungslos und ist zukunftsvergessen», erklärte Gehring. Eine «Generation Corona», die ihr Studium abbricht oder sich verschulden muss, dürfe es nicht geben.

Die Rückkehr in ihre Jobs steht für viele Studierende noch in weiter Ferne. Foto: LuckyLife11 / Pixabay (P. L.)

Der Staat hat in den vergangenen Monaten rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfen an Studenten gezahlt, die wegen Corona in eine finanzielle Notlage geraten sind. Insgesamt 135 000 Anträge auf Nothilfe wurden nach Angaben von Bildungsministerium und Studentenwerk positiv beschieden. Das Geld kann allerdings nur noch bis Ende des Monats beantragt werden. Die Überbrückungshilfe war auf die Monate Juni bis September beschränkt.

In der Corona-Krise hatte das Ministerium zwei Hilfsangebote für Studenten in Not aufgestellt: Insgesamt 100 Millionen Euro, die nicht zurückgezahlt werden müssen, stehen als Überbrückungshilfe bereit. Dazu muss nachgewiesen werden, dass man in einer Notlage ist – etwa, weil regelmäßige Zahlungen aus Jobs ausbleiben. Es gibt 100 bis maximal 500 Euro pro Monat. Die zweite Säule ist ein KfW-Studienkredit, der bis März 2021 auch zinsfrei gestellt ist. (dpa)

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