Innenminister spendiert Lehrern FFP2-Schutzmasken für den Unterricht

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SAARBRÜCKEN. Der Innenminister des Saarlandes hat in einer bundesweit beispiellosen Aktion 45.000 FFP2-Schutzmasken für die Lehrkräfte im Land beschafft. Dies berichtet der Verband Reale Bildung (VRB) – und betont: „Dies steigert die Sicherheit der Lehrkräfte, gerade bei der extrem schwierigen Umsetzung des Lüftungskonzepts in der kühleren Jahreszeit.“

FFP2-Masken schützen den Träger. Illustration: Shutterstock

Die VRB-Landesvorsitzende Karen Claassen hatte sich in einem Brief an Innenminister Klaus Boullion (CDU) gewandt und darauf hingewiesen, dass Schutzmaßnahmen für alle Lehrkräfte an den Schulen im Saarland notwendig und sinnvoll sind. „Das Ministerium reagierte prompt: Bereits heute konnte Karen Claassen in Merzig bei der Übergabe von hochwertigen FFP2-Schutzmasken an die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich durch den Innenminister dabei sein. Die Masken werden den saarländischen Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung gestellt werden. 45.000 Schutzmasken werden bereitgestellt und sollen nun über die Schulträger an die Kolleginnen und Kollegen verteilt werden“, so heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

Bislang wurden nur Lehrer an Förderschulen mit FFP2-Masken ausgestattet

„Ich bin über die schnelle Reaktion des Innenministers absolut erfreut. Er ergriff spontan das Heft des Handelns für den Schutz meiner Kolleginnen und Kollegen. Das ist wertschätzend und wohltuend. Ich bedanke mich im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich“, so VRB-Vorsitzende Claassen. „Somit können jetzt an alle Lehrerinnen und Lehrer, die dies wollen, FFP2-Masken ausgegeben werden.“ Diese Ausstattung der Lehrkräfte sei bundesweit beispielhaft. Bislang hätten nur vulnerable Personengruppen und Lehrkräfte an Förderschulen, die engen Schülerkontakt haben, im Saarland FFP2-Masken über das Ministerium für Bildung und Kultur als Dienstherrn erhalten. Im Saarland sind rund 8.800 Lehrkräfte beschäftigt.

Filterpartikelmasken sind eigentlich für Pflegekräfte oder Ärzte gedacht, die infizierte Patienten behandeln. Der Träger atmet dabei über einen Filter, der Tröpfchen, die Viren enthalten können, aus der Atemluft entfernt. Die FFP2-Masken dienen – anders als eine übliche Mund-Nasen-Bedeckung – primär dem Eigenschutz des Trägers. News4teachers

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GEW für Maskenpflicht im Unterricht: „Diesen Schutz muss man Lehrkräften bieten“

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7 KOMMENTARE

  1. Wieder ein Tropfen auf den heissen Stein. Das macht pro Lehrkraft 5,11 Masken, effektiv also 5. Die Dinger sind Einwegartikel, aber selbst wenn man sie mehrfach verwendet und zwischendurch trocknen lässt (was angesichts der Tatsache, dass die Dinger tatsächlich Viren filtern können, mit sehr viel Vorsicht geschehen muss), wird das bei Verwendung im Unterricht nicht länger als ein oder bestenfalls zwei Wochen reichen.

    • Offiziell ja. Es gibt auch ganz strenge Regeln, wie lange man die Dinger im Stück tragen darf. Im Gegensatz zu den OP-Masken und Stoffmasken usw. erzeugen sie nämlich tatsächlich einen nennenswerten Widerstand.

      Eine Berufgenossenschaft sagt dazu:

      …muss nach einer Schicht (8 Stunden) oder bei Durchfeuchtung entsorgt werden.

      und

      Bei einer FFP-Maske ohne Ausatemventil (um solche geht es hier ja) beträgt die maximale Tragezeit längstens 75 Minuten mit anschließender Mindesterholungsdauer von 30 Minuten.

  2. In SH gibt es gar keine Masken für Lehrer, auch keine Alltagsmasken. Da Masken nur in den Gängen „empfohlen “ sind, besteht auch kein Anspruch auf „Dienstmasken“.

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