18-Jähriger tötet Geschichtslehrer, der mit Schülern über Mohammed-Karikaturen diskutiert hat

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PARIS. Grauen auf offener Straße: Ein Geschichtslehrer wird von einem 18-jährigen Islamisten mit einem Messer attackiert und enthauptet. Zuvor hatte es bereits Drohungen gegen den Lehrer gegeben. Er soll im Unterricht Mohammed-Karikaturen der Zeitschrift «Charlie Hebdo» gezeigt und mit Schülern diskutiert haben.

Das Entsetzen über das Geschehen ist groß. Foto: Shuttestock

Der Lehrer ist am Freitagnachmittag in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris auf offener Straße angegriffen und getötet worden – offenbar ein islamistischer Anschlag. «Die Ermordung eines Geschichtslehrers ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und die Werte der Republik. Einen Lehrer anzugreifen bedeutet, alle französischen Bürger und die Freiheit anzugreifen», schrieb der Präsident der Nationalversammlung, Richard Ferrand, auf Twitter.

Der Geschichtslehrer wurde auf offener Straße enthauptet

Der mutmaßliche Täter wurde kurze Zeit später im nahe gelegenen Éragny von der Polizei aufgegriffen. Laut Medien hat er versucht, die Polizei anzugreifen – daraufhin hat diese auf ihn geschossen. Der mutmaßliche Täter wurde dabei getötet. Er sei 2002 in Moskau geboren worden und sei russischer und tschetschenischer Herkunft, sagte Staatsanwalt Jean-François Ricard. Er habe seit dem Frühjahr einen Flüchtlingsstatus in Frankreich und sei bisher geheimdienstlich nicht aufgefallen.

Der Mann war mit einem Messer und einer Softair-Pistole bewaffnet – in der Nähe des Tatorts fand die Polizei außerdem ein rund 30 Zentimeter langes blutverschmiertes Messer. Das Opfer, ein 47-jähriger Geschichtslehrer, hatte zahlreiche Wunden am Oberkörper und Kopf und wurde enthauptet aufgefunden, wie Ricard sagte. Er sei gerade auf dem Weg nach Hause von der Schule gewesen. Der Täter habe ihm aufgelauert.

Drohungen gegen den Lehrer und die Schule waren der Tat vorausgegangen

Der Staatsanwalt führte aus, dass dem Angriff bereits Drohungen gegen den Lehrer und die Schule vorausgegangen waren. Der Lehrer hatte Anfang Oktober im Rahmen der Debatte über Meinungsfreiheit und die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen der Satirezeitung «Charlie Hebdo» im Unterricht entsprechende Zeichnungen gezeigt. Daraufhin veröffentlichte ein Vater Posts in sozialen Netzwerken, beschwerte sich bei der Schulleitung und machte gegen den Lehrer mobil.

Der mutmaßliche Täter postete nach der Tat ein Foto des gestorbenen Opfers im Netz. «Ich habe einen Ihrer Höllenhunde hingerichtet, der es gewagt hat, Mohammed herabzusetzen», zitierte der Staatsanwalt aus dem Tweet. Die Ermittler gehen von einem terroristisch motiviertem Angriff aus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte von einem islamistischen Terrorakt gesprochen.

Erst vor wenigen Wochen hatte es vor dem ehemaligen Redaktionsgebäudes des Satiremagazins «Charlie Hebdo» in Paris eine Messerattacke gegeben. Dabei wurden zwei Menschen verletzt – auch hier gehen die Ermittler von einem Terror-Hintergrund aus. Auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» hatte es im Januar 2015 einen tödlichen Anschlag gegeben. Zu Prozessbeginn hatte das Magazin erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlich und wurde massiv bedroht. Der Täter der Messerattacke gab an, dass er dies nicht ertragen habe. News4teachers / mit Material der dpa

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31 KOMMENTARE

  1. Dieses grausame Verbrechen hat sehr wenig mit Religion und sehr viel mit fehlgeleiteten, respektlosen und vom Staat kaum noch kontrollierbaren jungen Männern ohne Zukunftsperspektive zu tun, die unsere Gesellschaft als rechtsfreien Raum erleben.

    Es führt zur Spaltung unserer offenen freiheitlichen demokratischen Leistungsgesellschaft. Frankreich hat dieses Problem durch seine Kolonien schon seit Jahrzehnten. Deutschland verdrängt diese Thematik bislang erfolgreich aus der öffentlichen Wahrnehmung, indem es die Probleme der zunehmenden „Balkanisierung“ durch Geldflüsse aus den Sozialkassen zuschüttet.

    Es ist ein geopolitisches Problem in der Folge der weltweiten Destabilisierung, verstärkt auftretend seit dem Zerfall der UDSSR, diverser „Religionskriege“ und „Farbrevolutionen“.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/einreise-von-tschteschenen-nach-deutschland-14885070.html

    “ Tausende Tschetschenen reisen illegal nach Deutschland ein. Viele neigen zur Gewalt und lassen sich kaum integrieren. Moskau zieht daraus seinen Vorteil.

    Die Moschee in der Perleberger Straße im Berliner Stadtteil Moabit ist geschlossen. Sie sorgte für Aufsehen, weil Anis Amri, der Attentäter von Berlin, dort verkehrte. Jetzt ist der Moscheeverein „Fussilet 33“ verboten. Amri war Tunesier, doch der Verein war vor allem ein Treffpunkt radikalislamischer Tschetschenen aus Berlin und Brandenburg. Der frühere Vereinspräsident Ismet D. steht in Berlin vor Gericht. Er soll die syrische Terrorgruppe Junud asch Scham, in der viele Tschetschenen kämpfen, unterstützt haben, indem er tschetschenische Kämpfer aus Deutschland nach Syrien begleitete und Flugtickets für sie bezahlte.

    Junge Tschetschenen schließen sich seit Jahren der salafistischen Szene in Deutschland an. Manche kommen schon als militante Islamisten an, andere werden hier radikalisiert. Besonders groß sind die Probleme in den östlichen Bundesländern. In Berlin gehören Tschetschenen seit Jahren zu den islamistischen Gefährdern, in Brandenburg gibt es nach Angaben des Innenministeriums zwischen 80 und 90 radikale Islamisten, die meisten sind Tschetschenen.

    Sie zu beobachten bindet eine hohe Zahl von Polizisten und Verfassungsschützern. Früher galten Islamisten aus der russischen Teilrepublik im Nordkaukasus den deutschen Sicherheitsbehörden als wenig besorgniserregend. Das „Kaukasische Emirat“, in dem sie sich organisierten, betrachtete Deutschland als Rückzugs- und Ruheraum. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert, spätestens seit die Organisation sich dem IS unterstellt hat.

    Der Druck, Deutschland wieder zu verlassen, ist gering […]“

    • Warum wundert es mich nicht, dass der Verfasser dieses verharmlosenden und Schuld wegschiebenden „Hat nichts mit dem Islam zu tun“-Kommentars sich Osman nennt?

      • Dann sind für das Attentat von Christchurch, bei dem ein selbsternannter Retter des Abendlands 51 Muslime tötete, „die Christen“ verantwortlich?

        • Sie argumentieren aber wirklich widersprüchlich. Bei früheren Gelegenheiten, wenn kein Moslem der Täter war, konnten Sie radikales Denken und Handeln Einzelner gar nicht genug verallgemeinern und dahinter ein Heer von extremistischen Gleichgesinnten sehen. Aber jedes Mal, wenn es um radikale Muslime geht, lenken Sie ab und zeigen mit dem Finger auf andere.

          Jeder „…ismus“ ist nun mal höchst gefährlich, menschenverachtend und verwerflich. Auch der Islamismus!

          • Ich habe nicht behauptet, dass ein Einzelner die Tat von Paris zu verantworten hat – wie könnte ich das? Ich bin nicht die ermittelnde Polizei. Ich sage nur, dass ein Verbrecher (oder eine Verbrecherbande), der für sich eine Religion in Anspruch nimmt, deshalb noch lange kein Vertreter derselben ist.

            Sind Sie als Deutscher für die Morde von Halle verantwortlich, weil der Täter für sich in Anspruch genommen hat, im Namen Deutschlands zu töten? Eben.

          • @Bernd
            Sie machen mir zu viele Klimmzüge, um vermutlich vom gewalttätigen Islamismus oder Salafismus abzulenken.
            Im Namen Allahs werden nun mal auf der ganzen Welt viele Morde begangen – auch an Menschen anderer Religionszugehörigkeit, nicht zuletzt an Christen. Und alles nur zum Schein, um anders motivierten Terror „moralisch zu rechtfertigen“?

            Dann möchte ich doch unbedingt noch fragen:
            Warum ist der Islam eigentlich so gut geeignet für die moralische Rechtfertigung von Terrorakten?
            Diese Frage mag unbequem sein, ist aber von zentraler Bedeutung.

          • Wie kommen Sie darauf, dass sich der Islam als Rechfertigung von Terror besonders gut eignet? Sie haben doch selbst unten auch das Christentum angeführt, in dessen Namen unzählige Verbrechen verübt wurden. Im Namen Deutschlands auch. Im Namen des Kommunismus, im Namen des Anti-Kommunismus… – Sie finden zu jedem politischen Verbrechen eine wie auch immer geartete ideologische Verbrämung.

            Aber mir ist klar, Frau Prauhn, woher bei Ihnen der Wind weht: Sie haben in früheren Posts Ihre Nähe zur AfD ja schon deutlich gemacht. Die gehört übrigens auch zu den geistigen Brandstiftern – siehe Mord an Walter Lübcke.

          • „Sie haben in früheren Posts Ihre Nähe zur AfD ja schon deutlich gemacht.“
            Was heißt „deutlich gemacht“, Bernd?
            Das, was einigermaßen nüchtern und objektiv betrachtet nicht zu übersehen war, besser noch von der Person selbst ausgesagt wurde, oder das, was Sie in Kommentare und Personen hineinlegen?
            Ich finde „deutlich gemacht“ reichlich schwammig und verleumdungsanfällig.

    • @Osman
      Auch ich möchte Ihnen für Ihren differenzierten und aufschlussreichen Kommentar danken. Sie haben vieles vor Augen geführt, das für eine differenzierte Betrachtung wichtig sein kann.

      Einen Punkt sehe ich allerdings nicht so unbedeutend wie Sie – im Gegenteil. Sie schreiben, dass das grausame Verbrechen sehr wenig mit Religion zu tun habe. Hier kann ich nicht zustimmen.
      Religionen mit ihren fanatischen Auswüchsen waren in der Geschichte der Menschheit oftmals Kriegs- und Verbrechenstreiber. Davon ist das Christentum durch sein Gesicht im Mittelalter nicht ausgenommen. Es gab blutige Kreuzzüge gegen „Ungläubige“, scheußliche Hexenverbrennungen und grausame Todesurteile gegen Ketzer, die der Kirchenlehre widersprachen.

      Die barbarischen Umstände und die Auswahl des Opfers in Paris machen es mir unmöglich, hier nicht auch einen religiösen Hintergrund als wesentlichen Teil des Mordmotivs zu sehen. Wenn „Allahu Akbar!“ schreiende Fanatiker glauben, es sei der Wille ihres Gottes, vor allem der des Propheten, dass Ungläubige, Abtrünnige oder angebliche Lästerer mit dem Tode bestraft werden, kann und sollte dieses Motiv nicht unter den Teppich gekehrt oder mit anderen Ursachen überdeckt werden – auch wenn deren Rolle durchaus erwähnenswert ist.

      Nicht umsonst stehen namhafte, aber liberal und demokratisch denkende Muslime oft unter Polizeischutz. Zu ihnen gehören die Rechtsanwältin Seyran Ates und der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad.

      https://www.bz-berlin.de/berlin/islam-kritiker-fuerchten-um-ihr-leben

      • Den Holocaust haben Deutsche auch so hinbekommen. Verbrecherische Ideologien scheinen also auch ohne Religion zu funktionieren. Andersherum: Weder der Papst noch mein frommer türkischstämmiger Gemüsehändler haben etwas mit Gewalt gegen Andersgläubige zu tun, auch der Dalai Lama ist eher unverdächtig. Religion per se macht also nicht gewalttätig.

        Könnte es nicht einfach sein, dass Gewaltregime aller Art sich gerne einen ideologischen Deckmantel anziehen, um ihren Terror moralisch zu rechtfertigen – und dass das eigentliche Problem im Autoritarismus zu finden ist? Überall dort, wo politische Macht nur durch Gewalt legitimiert ist, wird auch gerne mal willkürlich gemordet – siehe Russland und seine Oppositionellen.

        • Bernd: „Könnte es nicht einfach sein, dass Gewaltregime aller Art sich gerne einen ideologischen Deckmantel anziehen, um ihren Terror moralisch zu rechtfertigen…?“
          Das kann nicht nur sein, es ist so.
          Aber was hat das mit dem Mord in Paris zu tun? Von welchem Gewaltregime (Staat) könnte der Pariser Mörder zum Mord mit begleitenden Rufen von „Allahu Akbar!“ beauftragt worden sein?
          Nur, wenn Sie darauf eine plausible Antwort wissen, könnte das Abstreiten von Morden mit islamistischer Motivation Sinn machen.

          • Wer sagt, dass ein Regime ein Staat sein muss? Das kann auch eine Terrorgruppe sein – oder ein politisches Umfeld, das Menschen zu Gewalttaten aufstachelt.

            Die rechtsradikale Szene in Deutschland – samt AfD – ist auch kein Staat, hetzt aber Menschen zu Mordtaten auf (Hanau, Halle, Lübcke-Mord etc.) Der Unterschied zur islamistischen Szene ist nicht sehr groß, wenn man mal hinter die Folklore schaut.

            Sie vertritt auch nicht „Deutschland“, nur weil sie selbst das von sich behauptet.

          • Dass die AfD Menschen zu Mordtaten aufhetzt, ist eine steile These, Bernd.

            Ich frage mich und Sie noch immer, welches „Gewaltregime“ (Ihr Ausdruck!) Ihrer Meinung nach hinter dem bestialischen Mord von Paris stecken könnte? Wer schwebt Ihnen vor? Die AfD kann es nicht sein.
            Einfach nur anzudeuten, dass die Tat mit dem Islam bzw. Islamismus gar nichts zu tun hat und rätselhafte „Gewaltregime“ als Auftragsgeber anzudeuten, die den Tarnmantel „Allahu Akbar“ für ihre unreligiösen Zwecke benutzen, genügt nicht.
            Ich will Ihnen ja folgen, aber Sie müssen schon konkreter werden und mehr sagen über Ihre Vermutung. Binsenweisheiten über „Gewaltregime aller Art, die sich gerne einen ideologischen Deckmantel anziehen“ genügen nicht als einleuchtende Erklärung zum Mordhintergrund des Täters.

          • @Bernd
            Warum soll ich DAS denn lesen? Was hat das mit dem Thema und meinem Beitrag zu tun??
            Der Mörder von Paris ist doch nicht derselbe wie der von Kassel und er hat auch nichts mit der AfD zu tun.
            Tut mir leid, bei Ihrer Art zu diskutieren komme ich einfach nicht mehr mit.

    • Dieses grausame Verbrechen hat noch sehr viel mehr mit gescheiterter Integrationspolitik und Unkenntnis der vorherigen Lebensumstände der zu uns Kommenden als mit deren Religionen zu tun. Es würde mich nicht wundern, wenn viel mehr Zeitbomben ticken, als wir uns dies in unserer friedlichen Umgebung vorstellen können oder wollen. Im vorliegenden Fall schwelte das Problem sogar bereits in der zweiten Generation:

      https://twitter.com/visegrad24/status/1317601595518050307/photo/1

    • Der politische Islamismus ist eine extreme Variante des Islam.
      Er lehnt unsere freiheitliche Gesellschaft und unser aufgeklärtes Demokratieverständnis sowie unsere gemeinsamen Werte der Gleichberechtigung kategorisch ab.

      • Der politische Islamismus (= weißer Schimmel) ist keine Variante des Islam. Beim Islamismus handelt sich um eine Form von Faschismus, die den Islam benutzt, um eigene Herrschaftsansprüche zu legitimieren. Nur weil ein Bandenchef sich einen Heiligen nennt, ist er das noch lange nicht.

        • Sie lenken ab.
          Der Salafismus gilt als eine ultraorthodoxe Stömung innerhalb des Islam, der eine Besinnung auf die vermeintlichen Lebens- und Denkweisen der Altforderen, arabisch Salaf, fordert.
          Innerhalb dieser Bewegung gibt es sehr wenig Platz für eine Gleichberechtigung der Geschlechter, ganz zu schweigen davon dass er die Umsetzung irgendeiner Form der Demokratie anzustreben bereit ist oder die geistige Freiheit des Einzelnen zu betonen, deren Ausleben zu befördern oder gar für die Religionsfreiheit anderer Mitmenschen sich einzusetzen.
          Und natürlich nimmt die strikte Auslegung dieser das Individuum stark einschränkenden Denkstruktur in Teilen faschistische Formen an.
          Der Täter von Paris radikalisierte sich in diesem geistigen Umfeld der Ablehnung unserer Denk- und Lebensformen.
          Und dieser Täter ist ein Beispiel für eine gescheiterte Integration von sich derart radikalisierenden Mitmenschen, für die es hier keinen Platz gibt, da diese sich in ihrem egozentrischen Grundverständnis in keiner Weise für die Meinungsfreiheit anderer oder deren Religionsfreiheit einzusetzen bereit sind und erst recht nicht die geistige Freiheit anderer zu verteidigen bereit sind bzw. diese Grundrechte als eine dem Individuum innewohnende Menschenrechte zu verstehen ablehnen.
          Dieser politische Islam benutzt natürlich den Islam als Deckmantel für seine Machenschaften.Wir alle kennen hoffentlich das Alte Testament, um zu wissen wie die Grundstruktur des Islam aufgebaut ist.

        • Haben sie von der tötlichen Messerattacke des islamisischen IS-Anhängers Adullah Al H.H. auf zwei Touristen aus Krefeld und Köln gelesen. Der seit 2017 dem IS zunehmend zugewandte 20 jährige stand nach einer verbüsten Jugendhaft wegen schwerer Körperverletzung unter betreuender Beobachtung, und so hat er aus islamistischer Motivation heraus ziemlich zeitnah nach seiner Freilassung eiskalt zugeschlagen. Ein 55 jähriger Krefelder ist den Folgen dieses Angriffs erlegen.
          Es sind die gleichen Wurzeln des Terrors, die hier ihren Weg in die Gewalt gefunden haben. Im Prinzip ist die Sozialisation ähnlich schwierig verlaufen, wie bei dem Attentäter von Paris.
          Nur dass die beiden Opfer und der Täter von Dresden rein zufällig aufeinander stießen.
          Worauf beruft sich wohl diese faschistische Verbrecherorganisation des islamischen Staates, mit der auch Familienangehörige eines Staatspräsidenten sowohl im Ölgeschäft, der medizinischen Versorgung sowie der militärisch-logistischen Unterstützung zeitweise zusammengearbeitet haben.

  2. Danke für den ausführlichen Kommentar @Osman!
    Das Problem sehe ich darin, dass die Attentäter immer die Religion, den Islam, bemühen, um ihre Taten zu rechtfertigen!
    Und es gibt ja auch einige Suren im Koran, die sich (aus dem Zusammenhang gerissen???) sehr wohl zur Rechtfertigung von Mord eignen. Nicht umsonst führt der IS das Wort „Islam“ im Namen.

    Im Christentum musste ja auch die Passionsgeschichte oft genug dazu herhalten, einen „moralischen“ Grund für die Judenverfolgung zu liefern!

    Also kann man die Religion nicht aus der Verantwortung entlassen .

    Vielleicht könnten die gemäßigten Muslime sich öffentlich von solchen Greueltaten distanzieren?

    • Jetzt geht es mal nicht um die Rechtsradikalität der Deutschen, um deren angeblich verbreitete Nazimentalität und es geht auch nicht um deren Fremden- oder Islamhass, Bernd, zumal Frankreich nicht Deutschland ist.
      Sie erwähnten einmal in einer Diskussion über das Kopftuchverbot Ihre kopftuchtragenden Schwestern. Daraus schließe ich, dass Sie vermutlich Moslem sind.
      Das sollte Sie aber nicht dazu verleiten, vom islamistisch begründeten Mord an einem Pariser Lehrer abzulenken oder diese grausame Tat mit gebetsmühlenartigen Hinweisen auf rechtsradikale Verbrechen zu relativieren.

      Auch Ihnen sollte möglich sein, islamistische Gewalttaten zu verurteilen, und zwar nicht pro forma in einem Nebensätzchen, sondern nicht minder ausführlich und verurteilend. Für mich ist Islamismus übrigens auch eine Form von Rechtsradikalismus.

  3. Solidaritätsmarsch für ermordeten Lehrer!
    Trotz Corona-Einschränkungen versammelten sich Tausende Menschen in Paris zum Gedenken an den brutal getöteten 47-jährigen Pädagogen.
    Gewerkschaften und Verbände aus Erziehung und Bildung wollen am heutigen
    Sonntagnachmittag gegen den islamischen Terror und für die Freiheit der Wissenschaft sowie der Meinung in Paris demonstrieren. Viele werden sich anschließen, Erziehungsminister Blanquer hat seine Teilnahme sofort zugesagt.

    https://www.dw.com/de/solidaritätsmarsch-für-ermordeten-lehrer/a-55316425

    Macron will Kinder vor „Indoktrinierung“ schützen
    Das Problem ist der islamistische Separatismus. Dieses bewusste, theoretisch untermauerte, politisch-religiöse Vorhaben, das durch wiederholte Diskrepanzen zu den Werten der Republik Gestalt annimmt, oft zur Herausbildung einer Gegengesellschaft führt und sich in Schulabbrüchen von Kindern und der Entwicklung sportlicher, kultureller und kommunitarisierter Praktiken äußert, die als Vorwand für das Lehren von Prinzipien dienen, welche nicht den Gesetzen der Republik entsprechen. Das ist Indoktrinierung und, mittels dieser, eine Negierung unserer Prinzipien wie der Gleichstellung von Frau und Mann und der Menschenwürde. Das Problem ist diese Ideologie, die behauptet, dass ihre eigenen Gesetze über denen der Republik stehen. Ich verlange von keinem unserer Bürger, zu glauben oder nicht zu glauben, ein wenig oder moderat zu glauben – das ist nicht Sache der Republik. Doch ich verlange von jedem Bürger, egal welcher Religion er angehört oder nicht, ausnahmslos alle Gesetze der Republik zu achten.

    hier nachzulesen:
    https://de.ambafrance.org/Auszuge-aus-der-Rede-des-franzosischen-Staatsprasidenten-zum-Thema-Kampf-gegen

  4. Zwei Zeitungsausschnitte zur umstrittenen Frage, ob die Tötung des Lehrers in Paris etwas mit dem Islam zu tun habe. Der erste stammt aus der FAZ, der zweite aus der „Welt“:

    „Der bei einem islamistischen Anschlag getötete französische Lehrer ist nach Einschätzung des französischen Innenministers Opfer einer „Fatwa“ geworden…. Der Vater einer Schülerin und ein bekannter militanter Islamist hätten die Fatwa ausgesprochen, nachdem der Lehrer im Unterricht umstrittene Mohammed-Karikaturen verwendet hatte. Insgesamt sind inzwischen elf Verdächtige aus dem Umkreis des Täters und an der Hetzkampagne gegen den Lehrer beteiligte Eltern festgenommen worden, darunter nach Angaben des Innenministers auch der Vater der Schülerin sowie der bekannte Islamist.
    (…)Weltweit negative Schlagzeilen machte der Begriff (Fatwa), als der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini 1989 eine Todesdrohung gegen den britischen Schriftsteller Salman Rushdie wegen Gotteslästerung aussprach.“
    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/terroranschlag-in-frankreich-wurde-der-lehrer-opfer-einer-fatwa-17009212.html

    Ausschnitt aus der „Welt“: „Seit der Ermordung des Lehrers im Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine am Freitag seien außerdem „mehr als 80 Ermittlungen“ wegen Online-Hasses eingeleitet worden, fügte der Minister hinzu. Darmanin will zudem mehrere Vereinigungen auflösen lassen, darunter das Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich (CCIF).“
    https://www.welt.de/politik/ausland/article218130158/Terror-in-Frankreich-Lehrer-wurde-laut-Minister-Opfer-einer-Fatwa.html

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