Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

215

BERLIN. Der Bund-Länder-Gipfel hat beschlossen, für den Betrieb der Kitas und Schulen in Deutschland faktisch nichts zu beschließen – jedenfalls nichts, was den Corona-Schutz für Kinder, Schüler, Erzieher und Lehrer verbessern würde. News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek nimmt das zum Anlass, den Regierungschefs einen persönlichen Brief zu schreiben. Statt eines Kommentars: Warum sich die Ministerpräsidenten über Populisten wie Donald Trump nicht mehr mokieren brauchen.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Sehr geehrte Ministerpräsidentinnen, sehr geehrte Ministerpräsidenten (auf die Anrede „liebe“ verzichte ich),

Ihre Krokodilstränen können Sie sich ab sofort sparen. Wenn etwa Herr Söder vor die Kameras tritt und mit betroffenem Gesichtsausdruck erklärt, dass täglich in Deutschland praktisch ein Flugzeug abstürzt – so viele Menschen würden nämlich an Corona sterben –, dann stellt sich die Frage, warum Sie sich um die Flugsicherung (um im Bild zu bleiben) nicht kümmern. Im Gegenteil: Sie tun alles, um den Flugverkehr als Massenbetrieb uneingeschränkt aufrecht zu erhalten. Schlimmer noch: Sie treiben die Menschen sogar in die Flugzeuge hinein.

Kein Mensch mit Reflektionsvermögen glaubt ernsthaft noch, dass Kitas und Schulen mit dem Infektionsgeschehen nichts zu tun haben. Das Robert-Koch-Institut zählt mittlerweile Hunderte von Ausbrüchen in Bildungseinrichtungen. Nachbarländer wie Österreich und Polen, auch Regionen in Italien oder den USA haben den Präsenzunterricht schon wieder eingestellt.

Es wird sich im Betrieb der Kitas und Schulen nach Eurem Beschluss gar nichts ändern

Sie dagegen vereinbaren, dass Schulen in den Wechselunterricht gehen könnten, wenn der Inzidenzwert vor Ort bei über 200 liegt – aber auch dann nur vereinzelt und wenn’s der jeweiligen Landesregierung gerade in den Kram passt. Wir haben in Deutschland aktuell im Schnitt einen Inzidenzwert von 139,6 (Stand: 25.11.2020). Es wird sich im Schulbetrieb also gar nichts ändern. Maskenpflicht im Unterricht? Nicht mal dazu konnten Sie sich bindend durchringen. Schließlich wollen auch die Querdenker unter den Eltern bedient werden. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb? Haben Sie gestern Abend einfach in die Tonne getreten.

Heißt also: Die Flugzeuge dürfen auch weiterhin Tag für Tag vom Himmel fallen, während in Kitagruppen und Schulklassen tagtäglich rund 13 Millionen Kinder, Jugendliche und ihre Erzieher und Lehrer praktisch ungeschützt zusammengebracht werden, im Fall der Schulen aufgrund der Schulpflicht sogar verpflichtend.

Wie viele „Passagiere“ für die Absturzflüge so zusammenkommen, lässt sich nur raten: Sie, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, achten ja peinlichst genau darauf, dass keine Daten, die einen validen Überblick geben könnten, in die Öffentlichkeit gelangen. Wenn überhaupt Zahlen zu Kitas oder Schulen veröffentlich werden, dann natürlich nur in Prozent- oder Promillewerten. Oder handverlesen, ohne dass ein Virologe mal einbezogen worden wäre. Die Botschaft ist klar: Ist alles praktisch kein Problem – ein vollbesetztes Flugzeug stellt, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, ja nur eine verschwindend kleine Menge Menschen dar. Ein Problem ist Corona nur am Nachmittag. Dann greift für Kinder die „Ein-Freund-Politik“.

Sie behaupten, Ihnen ginge es um die Bildungschancen von Kindern aus armen Familien. Blöd, dass Sie erst jetzt Ihr Herz für diese Klientel entdecken. Seit Jahrzehnten – genauer: seit der ersten PISA-Studie von 2000 – wissen wir, dass gut und gerne 20 Prozent der Schüler (eben die aus armen Familien) abgehängt sind. Mit jeder PISA-Studie seitdem wird dieser Befund aufs Neue bestätigt. Und was haben Sie in den vergangenen 20 Jahren für diese Kinder getan? Nichts. Deshalb wirkt Ihr angebliches soziales Engagement in der Corona-Krise, ehrlich gesagt, nicht gerade überzeugend.

Manche von Ihnen haben durchblicken lassen, dass es ja auch um Wirtschaftsinteressen geht. Eltern sollen arbeiten gehen können – die Kinder müssen betreut werden. Viele Menschen halten dieses Argument für zynisch. Ich glaube Ihnen nicht mal das mehr.

Es geht Euch um die Wirtschaft? Nicht mal das glaube ich Euch mehr

Die Wirtschaft wäre massiv betroffen, wenn das Land in die Katastrophe schlittert, die Sie in Kauf nehmen. Unternehmen ist schon längst nicht mehr zu erklären, warum sie selbst peinlichst auf den Corona-Arbeitsschutz achten sollen, wenn gleichzeitig ihre Auszubildenden das Virus aus den ungeschützten Berufsschulen in den Betrieb tragen. Die Kultur- und Veranstaltungsbranche, die für weit offene Kitas und Schulen bluten muss, gehört auch zur Wirtschaft. Ich übrigens auch: Als selbstständiger Journalist habe ich kein Einkommen, wenn ich mit einer Krankheit womöglich lange ausfalle, die meine Kinder aus der Schule nach Hause tragen – um von Umsatzeinbußen gar nicht zu sprechen, die Ihre Politik der Unsicherheit erzeugt.

Ihnen geht es nicht um die Menschen, Ihnen geht es auch nicht um die Wirtschaft. Es geht Ihnen um Sie selbst. Würden Sie Wechselunterricht zulassen, den das Robert-Koch-Institut ja dringend in der aktuellen Lage empfiehlt, dann würde schlagartig klar, was Sie seit Beginn der Pandemie für die Schulen getan haben: nichts.

Denn der Wechselunterricht, so gut er vor Ort von Lehrerinnen und Lehrern auch umgesetzt werden könnte, stieße schnell an Grenzen. Es gibt keine schulübergreifenden Konzepte dafür, wie und was aus der Ferne unterrichtet werden muss. Die Lehrpläne wurden von den Kultusministerien nicht angepasst. Es gibt keine Pläne für Leistungstests und Abschlussprüfungen. Es gibt keine digitale Ausstattung, die den Distanzunterricht leicht möglich machen würde. Einfach den Druck rauslassen und – wie es der Deutsche Lehrerverband vorschlägt – Schüler auf Wunsch das verkorkste Schuljahr wiederholen lassen? Geht nicht: Sie haben die Personalausstattung der Schulen so auf Kante genäht, dass es keine Lehrer für solche Angebote gibt.

Was ist Euch seit dem Frühjahr eingefallen, um Kitas und Schulen sicherer zu machen?

Neun Monate hatten Sie Zeit, die Kitas und Schulen sicherer zu machen. Was ist Ihnen eingefallen? Offene Fenster. Und so müssen Millionen von Kindern und Hundertausende von Lehrern Tag für Tag bei Temperaturen im einstelligen Bereich unter Bedingungen in Schulen sitzen, die Sie sich und Ihren Mitarbeitern in den Staatskanzleien und Ministerien niemals zumuten würden. Der Bund spendiert seinen Spitzenbeamten für Dienstreisen ein zweites Ticket für Flugzeug und Bahn, damit die niemanden während des Flugs oder der Fahrt neben sich sitzen haben. Landesverwaltungen haben Landtage und Ministerien mit mobilen Luftfiltern ausgestattet. Sie selbst konferieren per Videoschalte und sitzen in den Landtagen hinter Plexiglas-Wänden. Aber die Kitas und Schulen müssen weitermachen, als gäbe es keine Pandemie. Ach, Kinder sind nicht ansteckend? Dieses Märchen glaubt Ihnen niemand mehr.

Sie mokieren sich über Populisten wie Donald Trump, zu deren Tagesgeschäft das Verbreiten von Halbwahrheiten und Lügen auch über Corona gehört? Um’s mal deutlich zu sagen: Sie, sehr geehrte Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, sind mit Ihrer Unehrlichkeit gegenüber den Familien, den Erziehern und Lehrern – mit der Sie Ihr Versagen in der Kita- und Schulpolitik verschleiern wollen – keinen Deut besser.

Mit freundlichem Gruß
Andrej Priboschek
Herausgeber News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

Anzeige


215 KOMMENTARE

  1. Ich bin Schüler und finde es eine Frechheit was gestern Schultechnisch entschieden wurde.
    Ich bin auf die Antwort, auf den Brief, gespannt.

    • Lieber Jim Hunger,
      halte die Augen auf und beobachte welche Partei sich wie verhält. Lass dich nicht einwickeln. Und nimm wahr welchen Stellenwert bei Politikern Kinder und Jugendliche in diesem Land haben. Sei wachsam. Deine Generation wird in nicht allzu ferner Zeit an den Schalthebeln sitzen. Dann ist pay-back time. Und die heutigen Politiker werden das ernten müssen, was sie jetzt sähen.

    • Lieber Jim Huger,
      Ich verstehe Dich so gut!
      Meine SUS und meine Tochter wünschen sich auch, dass endlich etwas passiert, das die derzeitige Schulsituation erträglich macht!
      Auch ich kann Dir nur den Rat geben, diese hochakute Bildungsmisere nicht zu vergessen und mit in Dein Erwachsenenleben zu nehmen.
      Ich drücke Dir und uns Allen die Daumen, dass irgendwann doch noch die Notbremse gezogen wird- und das vor dem Aufprall!
      Bleib gesund!

    • Hallo Jim,
      ich befürchte, es wird keine Antwort auf diesen Brief geben. Vielleicht wird sogar n4t aus Datenschutz- oder sonstigen Haarstäubenden Gründen „vorübergehend nicht erreichbar“sein. (Frage an Deinen Politik-Lehrer: Haben wir in Deutschland einen „Gulag“? )
      Ihr Schüler tut mir so leid! (Frage an Deinen Geschi-Lehrer: Wie war das mit Hitlers Durchhaltetaktik, als die Kinder zwangsweise an die Front geschickt wurden?)
      Schau Dir genau an, wen Du später einmal wählst! Ich weiß, daß Du diese traumatischen Ereignisse nicht vergessen wirst. Genau wie unsere Kinder…
      Halte durch! Ich hoffe, Du und Deine Lieben bleiben gesund!

      • Liebe/r 0-8-15 delux,

        wir waren zuletzt tatsächlich hin und wieder nicht zu erreichen – aufgrund des großen Leseransturms, nicht wegen irgendwelcher dunkler Machenschaften. Wir haben mittlerweile auf einen wirklich großen Server umgestellt. Sollte jetzt laufen.

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

    • Die Antwort kann ich ihnen jetzt schon sagen.
      Die Antwort wird lauten „Pssssss“ und als Unterschrift ein Stinkfinger.
      Wir gehen immer noch von der falschen Annahme aus, dass Lehrer, Schüler oder gar Eltern die Ministerien interessieren. Wir sind mit unserem Gejammer nur lästig beim politischen gekungelt und der positiven Selbstdarstellung.
      Wie schön könnte die Welt der Ministerien sein, wenn alle einfach parieren würden. So muss man dauernd Lügen erzählen und getürkte Statistiken erstellen um den Pöbel zu beruhigen.

  2. Durch die gestrigen Beschlüsse verlagert sich das Infektionsgeschehen an die Grundschulen.

    Die Eltern sind dann die nächsten Opfer und können nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen.
    So schade man der Wirtschaft.

    Vernünftig wären halbe Klassen im Schichtunterricht mi Maske.
    Dazu müssen die Schulstunden halbiert werden. Ebenso der Lehrplan.
    So können die Kinder vormittags oder nachmittags im wöchentlichen Wechsel täglich zur Schule gehen.

    • Und die doppelte Mannschaft an Lehrkräften dafür nehmen wir woher? Und wer betreut die Kinder vormittags zuhause? Und wer betreut die Kinder der Lehrkräfte?
      Alles nicht so einfach…

  3. Vielen Dank, Herr Priboschek!
    Dem ist nichts hinzuzufügen, alles ist schon so oft gesagt, aber offenbar in den Köpfen der Entscheider nicht angekommen. Vielleicht kommt ja Ihr Brief dort an.
    Ich fühle mich so hilflos in dieser Tretmühle des Wahnsinns.

  4. In China gibt es kaum noch Infektionen, weil in Hotspots ALLES geschlossenen wurde, insbesondere Schulen. Der Gesundheitsschutz ist in China also höher gewichtet als die Profile der Firmeninhaber.

  5. Sehr gelehrter Herr Priboschek,

    herzlichen Dank für Ihre Integrität und Ihren journalistischen Ethos! Es scheint mir, dass in Ihrer Analyse die historische Perspektive fehlt. Wie Sie zu Recht feststellen, gehen andere Länder mit dem Schulbetrieb in der Pandemie anders um, als es in Deutschland der Fall ist. Hat es möglicherweise kulturhistorische Gründe? Immerhin weist die aktuelle Schulpflicht Elemente auf, die aus einer Epoche stammen, in der viele Menschen gelitten haben. Ich denke da an das Reichsschulpflichtgesetz von 1938, in dem die Weimarer Fassung des Schulpflichtgesetzes nochmal geändert wurde. Bei der Gründung der Bundesrepublik hat man, aus welchen Gründen auch immer, diese alte Gesetzeslage einfach übernommen, mit allem, was dazu gehört (Schulzwang usw.) Es wäre sicherlich sinnvoll, darüber zu schreiben, so Sie Zeit, Interesse und Möglichkeit dafür haben.

    Mit besten Grüßen

    Arnold U.

      • Es geht nicht um NS-Vergleiche im Manier der AfD, sondern um eine Analyse des deutschen Schulsystems. Das System hat gewisse Elemente, die mit einer Demokratie nicht kompatibel sind. Siehe Schulzwang. DAS ist unerträglich.

      • Güm – diesen Anti-Reflex können Sie sich sparen. Vielleicht prüfen Sie mal, warum der so gut funktioniert – gerade bei AfD-nahen Querdenkern….
        Geschichte bleibt im kollektiven Gedächtnis – auch die finstere Seite, das ist Allgemeinwissen. Und >Gedächtnis< ist keine Bibliothek mit verstaubten Büchern – es sind Datenbestände mit Vernetzung zur Gegenwart – und ständiger Einflussnahme darauf.
        Also bitte nochmal überdenken – ök?

  6. Wie der gestrige Tag bzw. die nicht endend wollende Videoschalte zwischen den 16 Staatskanzleien und dem BK-Amt gezeigt hat, dreht sich mehr oder weniger alles um die Finanzierung der Maßnahmen zulasten des Bundes.

    Für schulische Maßnahmen und deren Aufwendungen sind aber die Länder zuständig.

    Heißt, die Länder würden ja wollen, wenn der Bund zahlen würde. Blöd das die Bundesregierung sich von den 16 Politdarsteller*innen der Länder nicht erpressen ließ.

  7. Lieber Herr Priboschek, Sie bringen es auf den Punkt.

    Die Zahlen sind täglich etwa bei 20000. Und was wird als neue Maßnahme verkauft: Jetzt soll man die Maske auch auf dem Parkplatz vor dem Edeka tragen. Wow. Die 20000 Infizierten täglich haben sich das Virus ganz bestimmt auf dem Parkplatz geholt.

    Für die Schulen wird NICHTS gemacht. Für den Dezember werden weitere 18 Milliarden veranschlagt – allein um die Umsätze in der Gastronomie auszugleichen. Eine Milliarde hat man aber nicht, um Luftfilter zu kaufen? Wow.

    Hybrid- oder geteilter Unterricht wäre gut leistbar. Das haben die Erfahrungen vor den Sommerferien gezeigt.

    Nun dürfen wir die nächsten Wochen abwarten. Ich sage voraus: Die Zahlen werden nicht sinken. Diese unglaubwürdige Politik verführt leider mehr und mehr Menschen, an den ganzen Maßnahmen zu zweifeln. Vermutlich dürften die Zahlen daher sogar steigen.

    Unglaublich wie schlecht unsere Regierungen agieren. Da werden Milliarden rausgehauen für Maßnahmen, die offensichlich nicht so erfolgreich sind, wie erhofft. Statt das Geld (einen Bruchteil ja nur) dort zu investieren, wo es sinnvoll gewesen wäre!

    Traurig – oder mit Donald: So sad.

  8. Lieber Herr Priboschek,
    ich danke Ihnen für diese Worte!
    In der Hoffnung, dass diese verbreitet und erhört werden.
    Bleiben Sie gesund!
    Herzliche Grüße

  9. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor Ihnen, Herr Priboschek.
    Gern würde ich auch auf die Knie fallen, aber ich fürchte, vor Kälte nicht mehr hoch zu kommen.

  10. Auch ich, als Mutter von 3 Kindern und Medizinerin, bin sehr enttäuscht über die mageren und uneindeutigen Beschlüsse zum Schulbetrieb gestern. Es gibt weder Maskenpflicht noch Wechselunterricht. Ab einer Inzidenz von 200 ist es zu spät. Das ist keine Prävention mehr. Die vermehrten Infektionen unter Schülern, Lehrern und den Familien einfach in Kauf zu nehmen unter einem Vorwand der Bildungsgerechtigkeit halte ich für ethisch mehr als bedenklich, insbesondere angesichts der bald wirksamen Impfmöglichkeiten. Das mindeste wäre es nun, die Schulpflicht auf Antrag bis zum Ende des Winters auszusetzen, um selbst als Familie und individuell in Abwägung von Gesundheitsschutz und Bildung über die Teilnahme an dieser Massenveranstaltung entscheiden zu können.

    • Danke Ihnen für Ihre Worte und hoffe das sie Gehör finden.Meine Schreiben und Telefonate sind im Sande verlaufen. ….

      Ich würde meine Kinder und unsere Familie gerne schützen,aber die heilige Kuh Schulpflicht steht über allem.Da wird einem mit Bussgeldern gedroht bzw Strafanzeige sollte man die Kinder ohne Attest Zuhause lassen!Ja was soll denn das?!

    • Danke, @ Mecklembürgerin – so ein wichtiges Thema: „angesichts der bald wirksamen Impfmöglichkeiten“.

      Ich habe den Eindruck, dass du zuversichtlich bist, dich auf die „wirksamen Impfmöglichkeiten“ bereits jetzt freust.

      Doch was geschieht dem Geimpften, wenn dessen modifizierte Zellen von seinen Abwehrzellen, wie bei einer Infektion, als etwas Fremdes bewertet, angegriffen und vernichtet werden? Kann eine schwere Autoimmunreaktion die Folge der Corona-Impfung sein, ein Massenzelltod, eine Schockreaktion, der Tod? Kann, bei der Zellteilung oder in den Keimzellen, ein Lesefehler wirklich ganz ausgeschlossen werden? Können sich Tumore entwickeln? Was macht die einem Menschen, Mensch ist Frau oder Mann, eingeimpfte mRNA mit ihren oder seinen Keimzellen? Welche der Zellen sind es eigentlich, die durch die per Staatsdoktrin und Staatskampagne eingeimpften Shuttleviren oder Nanopartikel angesteuert und genetisch umprogrammiert werden?

  11. Guter Brief, aber das Lektorat hat wohl den Fehlerteufel übersehen: „ohne dass ein Virologe mal einbezogen worden hätte“ müsste richtig heißen „worden wäre“ – dies nur als rein sachliche Kritik, passiert eben in der Hektik…..Sorry, als Lehrer kann man nicht anders.

    • @ Plinius und Elisabeth
      Oh, heiliger Sankt Korinthus, Schutzpatron aller Erbsenzähler, Grammatik und Rechtschreibung prüfen… ,
      fällt Ihnen zu dem wunderbaren Brief sonst nix ein? Ich hoffe, Sie haben keine weiteren Probleme…
      Bleiben Sie gesund!

      • Liebe mama51:

        Bitte die obigen wohlmeinenden, kleineren sprachlichen Korrekturanmerkungen nicht missverstehen!
        (Die Redaktion bzw. Herr Priboscheck weiß das winzige sprachliche „Lektorat“ durch das Forum ja auch stets – souverän, professionell – richtig einzuordnen.)

        Es geht doch um unsere, die gemeinsame, gute Sache!
        Die vielbeschworenen Synergien, echte Teamarbeit, also die Segnungen der sog. k o n s t r u k t i v e n , d.h. nur (!!!) wohlmeinenden Kritik!!!

        Keinerlei Angriffsfläche bieten! – für (auch unsachliche) Breitseiten – durch angestrebten Perfektionismus a u c h in der F o r m !!! – das ist das Ziel.

        (Also nicht um kleingeistiges, kleinkariertes Herumkritteln oder gar destruktive Kritik um jemandem zu schaden.)

        Nichts für ungut!
        Der Inhalt des Briefes spricht den LehrerInnen und Eltern ja schließlich im Wesentlichen aus dem Herzen!

  12. Danke!
    Sie haben die TÄTER eindeutig identifiziert.
    Es sind die Ministerpräsidenten.
    Die Kultusminister sind ihre MITTÄTER.

    Hoffentlich werden sie alle zur Rechenschaft gezogen.

  13. Danke!!!
    Für diese klare, deutliche und logische Ansage!
    Ich unterschreibe jedes Wort!
    Und ich kann diese Nicht-Beschlüsse der „Verantwortlichen“ immer noch nicht fassen,
    obwohl es durch die bisherige Vorgehensweise ja vorauszusehen war….
    Bitte, Eltern und Schüler: Bewegt was!!!!
    Es darf so nicht weitergehen!

  14. Im Grunde werden wir alle nur belogen und betrogen! Wen wundert es, dass die Querdenker quer schießen. Man kann den Schwachsinn, den die Politik von sich gibt, ja auch nicht mehr glauben. Mir macht es Sorge, wo sich unsere Gesellschaft hinbewegt. Mit Zusammenhalt und Aufrichtigkeit kann man Probleme lösen. So wie es gerade läuft, aber nicht…. Schade, das sind verpasste Chancen!

  15. Sehr geehrter Herr Priboschek, von Herzen DANKE für diesen Brief. Mir aus der Seele gesprochen. Großen Respekt für Ihre journalistische Kunst die Unfähigkeit der Minister – Schüler (und ich meine alle Schüler von der 1. Klasse an, denn das Märchen, dass nur Kinder ab 14 Jahren infektiös seien, kauft auch kein intelligenter Mensch ab), Lehrer, Eltern, Erzieher, ja ganze Familien zu schützen – so treffend zusammen zu fassen. Danke sehr für Ihre hervorragende Arbeit!

  16. Uns mal deutlich zu sagen :
    Auch ich bin Lehrerin und habe einen Fehler entdeckt : Es muss heißen :“Um es mal deutlich zu sagen.“
    Vielen Dank für Ihren Artikel.

    • Metakomm. Kommentar: Mein herzlichstes Beileid- für den Zwang mancher, zur permanenten Korrigierei! Offensichtlich sind manche hier „Oberlehrer“ der ältesten Generation!
      Merken Sie nicht, vor Drücken des Sende-Buttons, wie billig das ist?

  17. Ich warte immer noch auf konkrete Hinweise der Schule, wie bei Starkregen, Schnee oder Minustemperaturen demnächst vorgegangen wird. Heute hat es geregnet. Ich wollte meinem Sohn noch eine Jogginghose einpacken, damit er nicht auch noch nass in der kalten Klasse sitzen muss. Oooh, die lässt der Deutschlehrer nicht zu. Die mag er nicht. Jetzt hat er eine Cordhose mit. Mütze? Da lachen mich die andern aus. Gut, trag die Kapuze vom Hoody. Schützt auch den Nacken. Oooh, darf ich nicht. ??? Ein einziger Lehrer kam mal rein und meinte „Kalt hier. Ich setz mal besser eine Mütze auf.“ Dass die Kinder im Ganztag bis 16 Uhr Maske tragen, dass wurde schon nach den Sommerferien beschlossen. Jetzt bitte Mütze, Schal auch für alle, damit da nicht aus Coolness und Sozialdruck gefroren wird.

  18. Vielen lieben Dank endlich mal jemand der den Leuten wirklich aus dem Herzen spricht.
    Bleiben die bitte weiter so unermüdlich diese Ungerechtigkeiten und Fehlentscheidungen anzuprangern.
    ich kann nur hoffen dass ich die Leute bei der nächsten Wahl daran erinnern was uns unsere jetzigen Entscheidungsträger angetan haben.
    vielleicht sollten auch alle Schüler mal auf die Straße und demonstrieren oder sich krank melden für einen Tag um zu zeigen dass es so nicht geht.

  19. Sie sprechen mir aus der Seele.
    Vielen Dank dafür.
    Ich selbst bombardieren unser Bildungsministerium seit Wochen per E-Mail.
    Vielleicht wird man dort demnächst ja mal wach.

  20. die intention der länder ist klar, bis weihnachten weiterwurschteln in der hoffnung, dass die infektionszahlen nicht zu sehr ansteigen, dann kommen 3 wochen ferien, da werden die zahlen offensichtlich sinken, was als anlass interpretiert wird, dass die lockdown-light-regeln früchte tragen, die tragende rolle dabei, die schulen, werden dementsprechend ignoriert.
    danach hofft man auf den impfstoff…
    dass sich zwischenzeitlich aber hunderte, wenn nicht gar tausende durch diese falsche politik infiziert haben, wird als kollateralschaden abgetan.
    armselig, diese haltung… man (800 000 wähler) sollte bei der nächsten wahl sehr genau sich diese vertuschungspolitik ins gedächtnis rufen!
    mein dank nochmal an herrn priboschek für den artikel, der die missstände umfassend beschreibt.

    • Der Witz ist, dass gerade nach Weihnachten, im neuen Jahr, die Zahlen richtig explodieren werden. Warum? Na, an Weihnachten und Sylvester werden doch Ausnahmen (Lockerungen der strengen Maßnahmen) gemacht, weil Corona dann nicht ansteckend ist….

    • Vielen Dank für diesen Kommentar! Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu und werde diesen Kommentar übersetzt meinen asiatischen Kollegen zukommen lassen, die zunehmend am Verstand der Deutschen zweifeln. Es ist sehr wohltuend hier so direkte Worte zu lesen.

      • Das finde ich auch sehr gut!
        Deutschland als Vorbild im Umgang mit der Coronakrise wird von asiatischen Ländern kritisch beäugt und mit Zweifeln betrachtet
        Welcher Nationalität ist denn der Kollege?
        Teilen Sie uns doch bitte mal mit, was er antwortet.

  21. Jugendliche, die in Klassen zusammengepfercht sitzen, sollen in ihrer Freizeit auf Kontakte weitgehend verzichten.
    Wie sollen diese das Virus und die Anordnungen dazu bitte ernst nehmen? Psychologisch ist das äußerst ungeschickt.
    Entweder ist Corona schlimm und man darf mit niemanden zu eng zusammenhocken (außerhalb der Schule), oder es ist nicht schlimm und die Abstandswahrung ist unnötig (Klassenzimmer).
    Das Ergebnis ist, dass viele Jungendliche (wer kann es ihnen verdenken) die ganzen Massnahmen nicht mehr unbedingt ernst nehmen.

    Die Verschleierungstaktik bezüglich der Ansteckungszahlen innerhalb des Schulraums ist absurd. Da sind Webseiten von Städten aus dem Netz genommen worden, in denen die konkreten Zahlen zu lesen waren. Was grade abläuft macht fassungslos.

    Vor allem weil Wechselunterricht möglich wäre.

    Und jeder hat Abstriche zu machen: wie z.B. die Vereine, die Gastronomie und eben auch Schüler, die teils mit Bauchschmerzen zur Schule kommen, weil der einzig noch übriggebliebene Erziehungsberechtigter Risikopatient ist.

    • @BK-Lehrer
      „Da sind Webseiten von Städten aus dem Netz genommen worden, in denen die konkreten Zahlen zu lesen waren. Was grade abläuft macht fassungslos.“

      George Orwell hat es in seinem Roman ‚1984‘ bereits in den 40ern heraufbeschworen.
      … da wurden lediglich alte Zeitungsartikel auf die neue Sinneshaltung der Obrigkeit umgeschrieben.
      In unserer Neuzeit sind es im Unterschied zu ‚1984‘ entsprechend die Internetseiten.
      – lieber mal einen Screenshot machen zum Beweis 😉 –

      Ob der Roman ‚1984‘ nach Vorgaben der Politik auch bald verschwinden wird?

    • So langsam sind auch die Schuleltern sauer: bei einer Inzidenz über 250 in der Stadt und über 200 im Kreis hat eine Gesamtschule Wechselunterricht eingeführt, mit Zustimmung der Eltern bei der Schulkonferenz. Eine Woche lief es prima. Die Bezirksregierung hat dies nun untersagt!
      Ach, in meinem Umfeld kenne ich fast nur LuL, Schulpersonal, ihre Familien und SuS die sich in den letzten drei Wochen infiziert haben und davon eine Menge. Und Kinder, die 4 Wochen lang in Quarantäne bleiben müssen, wenn sich nacheinander beide Eltern durch das Schulgeschehen angesteckt haben. Und ab dem Black Friday folgt der samstägliche Einkaufswahnsinn vor Weihnachten in den Innenstädten?! Auf Vernunft kann man leider nicht bei allen Menschen rechnen. Nee, so wird das nix mit deutlich sinkenden Zahlen! Nach Weihnachten und Silvester wird dann so richtig eng und voll in den Krankenhäusern und bei den Beerdigungsinstituten, durch die halbherzigen Maßnahmen. Was sagte ein OB im Ruhrgebiet: Die reine Verantwortungsabschiebung der Ministerpräsidenten!!
      Danke für Ihre deutlichen Worte, Herr Priboschek!

  22. Selten so einen deutlichen und klaren Brief gelesen: Respekt und vor allem DANKE, Herr Priboschek, auch für Ihren monatelangen, unermüdlichen Einsatz für SuS, LuL und andere Pädagogen! Ist der Brief in copy und zur Info an Frau Merkel gegangen? Das wäre das Tüpfelchen auf dem i!
    Es ist erschreckend und verstörend, wie wenig ernst sowohl eine ganze Berufsgruppe als auch ALLE Kinder in unserem Land genommen werden.
    Der Föderalismus in unserem Land und die damit verbundene Macht stand noch nie so tief in meiner Achtung!

  23. Ich kann dem nur zustimmen.
    Ich wohne in Warendorf im sog. Schulviertel mit ca. 2500 Schülern.
    Ich kann nur sagen:ohne Worte.
    Hygieneregeln und Abstansregeln Fehlanzeige.
    Und ich fragte mich,ob Fahrschulunterricht auch zum Recht auf Bildung gehört.
    Da werden vor,nach und in Freistunden die Schüler zur Fahrstunde abgeholt.
    Alles coronakonform.
    Eine Inzidienz von 200 ist für mich vorsätzliche Körperverletzung.

  24. Danke!!! Ich wünschte nur, dass die Verantwortlichen auch darauf reagieren werden. Aber ich denke das wird sie genauso jucken als wenn in China ein Sack Reis umfällt.

    Wie kann die Wirtschaft, die man einfach wieder aufbauen kann, mehr wert sein als Leben?

    Auch stelle ich mir immer wieder die Frage was wäre wenn Krieg wäre? Kinder geht zur Schule Bildung ist wichtig….passt auf die fallenden Bomben auf und nimm einen Schirm mit.

  25. Sorry, aber ich finde, dass sich grade sehr viele Leute hier als Opfer hinstellen, anstatt endlich konsequent ihr eigenes Verhalten zu ändern. Als müssten alle ihre Kinder in die Schule schicken.. als müsstet ihr Lehrer hingehen.. in Wirklichkeit versteckt ihr euch alle hinter den Vorgaben, anstatt mal Kante zu zeigen. Seht ihr nicht wie krass angespannt die ganzen Nähte sind? Wenn 5% der Leute, die sich hier beschweren einfach nimmer hingehen würden – keine Molotow-Cocktails, keine Plakate, keine Demos.. einfach nicht hingehen

    • J.H.
      Wir sind so verantwortungsvoll und pflichtbewusst, dass wir weder unsere KUK, noch die SUS im Stich lassen wollen.
      An kleinen Schulen mit 10 KUK gibt es keine Vertretungslehrer.
      Krank an Leib und Seele bin ich schon lange.
      Der Druck, die Angst und die Kälte haben ihr Ziel voll erreicht….
      Aber meine Kuk sind ebenfalls am Anschlag.
      Und die SUS fürchten um ihren Abschluss.
      Solidarität im Kleinen mit Kuk und SUS.
      Das praktizieren wir immer, jeder bis er zusammenbricht, aber anders läuft das System nicht!

      • Aber genau diese Haltung verhindert doch eine Genesung des Systems von Grunde auf! Wenn jeder immer nur mitläuft bis zum Zusammenbruch, ändert sich GAR nichts! Ich finde die hier beschriebene Haltung alles andere als ehrenhaft oder vorbildlich. Ich jedenfalls nehme meinen Zusammenbruch nicht billigend in Kauf. Das bin ich meiner Familie und auch mir selbst schuldig!

        • LehrerRLP
          Die von Ihnen gewählten Begriffe Mitläufertum und Ehrenhaftigkeit sind zutiefst beleidigend und weit unter der Gürtellinie.
          Sie kennen weder mich, noch meine Persönlichkeit noch meine Arbeitssituation!
          Glauben Sie mir, ich weiß leider viel zu gut wie sich Krankheit anfühlt und was sie bedeutet!
          Ich protestiere seit Wochen an allen Ecken und Enden verbal und schriftlich und lehne mich schon sehr weit aus dem weit geöffneten Fenster hinaus.
          Mich aus reinem Protest krankzumelden, widerspricht mir in meiner gesamten Persönlichkeit und Krankengeschichte.
          Vielleicht sind Sie ja Beamter mit allen Privilegien.
          Es gibt aber auch andere Lehrer in anderen Schulformen und mit anderen Voraussetzungen.
          Genießen Sie Ihren großen Protest auf Krankenschein. Die Kollegen richten es schon.
          Zumindest erfüllen Sie hiermit das Klischee des faulen Lehrers.

          • Habe schwere psychische Erkrankung und kann deswegen nicht arbeiten. Wollte auch niemanden verletzen und entschuldige mich von Herzen.

          • @Fassungslose Lehrerin, sich vor einem Zusammenbruch zu schützen ist kein Verbrechen. Ich kann beide Seiten verstehen. Es ehrt Sie, dass Sie weiter machen. Ich schätze aber auch Menschen, die ihre eigenen gesundheitlichen Grenzen zu schützen wissen. Viele Beiträge hier weisen den Weg in eine Burnouterkrankung. Es ist ein sinnloser Kampf gegen die eigene Gesundheit zu kämpfen.

    • Wir habe unsere Kinder seit dem März nicht mehr in der Schule geschickt. Bis vor 2 Monate klappte es. Homeschooling, Sohn 2 Klasse Grdunschule, Töchter 5 Klasse Gymnasium. Hervorragende Leistungen erbringen unsere Kinder bei den Proben und SAn. Gymnasium unterstüzt uns, aber Grundschule bedroht uns mit Jugendamt, weil der Jungste nicht in der Schule sitzt, trozdem super Lestungen. Ich bin krank, habe sogar aussagekräftiges Attest, und trozdem wurden wir von der Grundschule bedroht. Die Lehrerin betonte mehrmals, wie userem Sohn viel mehr schaden wird nicht mit gleichaltrigen zu sein, als oder ob er sein Vater oder sogar Mutter verliert. Ort des Geschehens: München.

      • @MonikaBY,
        nehmen Sie sich einen Anwalt, dieser soll die Kommunikation mit der GS übernehmen. Lassen Sie sich keine Angst machen. Fragen Sie, ob die GS die volle Verantwortung für eine mögliche Infektion übernimmt. Vermutlich knickt die GS bei anwaltlicher Vertretung ein.

    • Wenn man die Kinder einfach zuhause lässt, droht einem in letzter Konsequenz der Entzug des Kindes! Wurde den Eltern, die ihre Kinder in Quarantäne nicht ordnungsgemäß im Kinderzimmer isolieren, ja auch schon ganz offiziell in einigen Städten angedroht!

      Bis zu den Sommerferien konnte ich mich noch durchsetzen, seitdem gibt es eine ganz klare Ansage seitens der Schule.

  26. Hier wird aus irgend welchen Gründen so getan, als wären die ganzen täglichen Ansteckungen auf den Schulbetrieb zurückzuführen. Das ist doch kompletter Schwachsinn!
    Sorry, wenn ich das so sage, digitale Hausaufgaben sind kein Unterricht und DAS durften wir 1 halbes Jahr genießen. Und dass das nun anders sein soll, im Wechselmodell, das kann mir keiner erzählen. Daher, es gibt keine Alternative.
    Warum engagieren sich Schulen/Lehrer nicht selbst? Gerne mit Hilfe der Eltern. Plexiglaswände und eine gebastelte Entlüftung, mit sehr guten Ergebnissen, aus dem Baumarkt, alles kein Hexenwerk.

    • 1. Grund: Wird von den Schulleitungen untersagt.
      2. Grund: Wird von der Senatsleitung untersagt.
      3. Grund: Wird untersagt.
      4. Grund: Engagement wird bestraft.
      5. Grund: Die Dienstkette muss eingehalten werden. Am Ende landet man bei Grund 2.
      6. Grund: Es ist untersagt.

      Das Wechselmodell kann funktionieren. Und zwar ohne digitalen Schnickschnack. Übrigens: Fast alles bei uns untersagt… Aber: Es kann funktionieren. Alles eine Frage der Planung.

      Alles kein Hexenwerk… richtig… nur leider verboten. Ich mag mein Beruf. Also mache ich nichts, was mir meine Zukunft kaputt macht. Sie reden über Dinge von denen Sie nach Analyse Ihres Kommentars, keine Ahnung haben.

      • TeachinginBerlin
        Ich stimme Ihnen zu 100% zu!
        Das Wichtigste im Schulsystem ist die Einhaltung des Dienstwegs, egal wie unsinnig und bescheuert das ist!
        Ich kann argumentieren, appellieren, Emails schreiben soviel ich will!
        Nur streiken darf ich nicht.
        Und da ich ebenfalls sehr an meinem Job hänge, kann ich nicht riskieren, über das Dienstwegziel herauszuschießen.
        Egal, wie furchtbar Unterricht gerade aussieht.
        Ganz unten auf der Hierarchieleiter steht der dumme kleine Lehrer. Den kann man als 1. Plattmachen. Und das passiert auch.

    • Sy
      Sind Sie vom Fach?
      Ich habe in der Zeit des Wechselunterrichts bessere Lernergebnisse bei meinen SuS erlebt, als sonst!
      Geteilte Klassen ermöglichen intensiven Unterricht in einer ruhigen, konzentrierten Lernatmosphäre.
      Die vorbereitenden Aufgaben an den Distanztagen sorgten dafür, dass ich in der Thematik wesentlich schneller vorankam.
      Auch hier sorgte die ruhigere Atmosphäre und die Zeit Zuhause für flächendeckende Bearbeitung der Aufgaben.
      Es braucht ledigluch ein wenig Flexibilität, um so zu arbeiten. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es wohl nicht überall funktioniert hat.
      Viele SuS sehnen diese Art des Unterrichts wieder herbei- gerade jetzt im Winter!!!

  27. Sehr geehrter Herr Priboschek und liebe Lehrer, Sie haben alle Recht, was unser politisches Personal zur Zeit abliefert, geht definitiv nicht mehr. Sie haben Recht, ein, nicht besonders großer, Anteil der Ansteckungen komm von Jugendlichen zwischen 14 und 19. Woher kommen die Inzidenzzahlen in Deutschland? Zwei Drittel aller Neuinfektionen kommen aus dem Pflegeheim und die Patienten sind 80plus, dazu noch Pflegekräfte und andere Kliniken. Im Nachbarkreis wurde gestern eine Geriatrische Psychatrie geschlossen, durch einen PCR für einen Pflegeaufenthalt kam ein positiver Fall, daraus wurden 40. Alle symptomlos. Letzte Woche hatten wir in unserem Landkreis 80 Fälle aus dem Pflegeheim. Ind den letzten 10 Tagen verstarben 11 Patienten. 9 waren im Pflegeheim. Unsere Politik vermag diese Menschen nicht zu schützen. Tägliche Schnelltests bei Pflegern hätte alle Fälle verhindert. So sieht es in jedem Bundesland aus, es sind keine Jugendlichen, keine Reiserückkehrer, keine Demos, keine Parties.
    Vom Pflegeheim kam die Antwort, die Tests werden nicht gezahlt. Schutzkleidung für Körperpflege ist weiterhin nicht vorhanden, anscheinend vernichtet man lieber ein paar Branchen.

    Die Hauptansteckungen finden in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Psychatrien und Behindertenheimen statt. Da macht es Sinn Gastronomie, Kosmetikstudios, Freizeitparks etc zu schließen…..?! Es ist kein Wunder, dass sich niemand mehr für die Beschlüsse der Vassallentruppe interessiert. Wenn man die Kommentare der Bürger in anderen Portalen liest, weiß man die Bürger sind sauer. Es ist schon eine Paralellwelt entstanden…..
    Ganz lustig, am meisten in Bayern, laut einem Freund, die Jägersitzungen, die einsamen Hütten, er kennt viele Covid-Fälle in seinem Umfeld, alle total unkompliziert, auch bei Älteren.

    • Schauen Sie doch bitte mal auf die Seiten des RKI. Dort ist sehr anschaulich dargestellt, dass die meisten positiv getesteten Infizierten in den Altersgruppen 10-29 Jahren zu finden sind. Sie meinen wirklich, das sind alles Bewohner von Pflegeheimen? Wo ist bitte die Quelle Ihrer Behauptung, zwei Drittel der Ansteckungen fänden in Heimen statt?

      • Und abgesehen davon, auch in Altenheime werden die Infektionen „von außen hineingetragen“, wie es bei Schulen immer so schön heißt. Aber wo stecken sich die PflegerInnen an? Bei bundesweit so hohen Zahlen kann man wirklich nicht mehr nachvollziehen, wer sich wo angesteckt hat, also müsste man in allen Bereichen konsequenter runterfahren, auch in den Schulen, um insgesamt eine markante Reduzierung der Kontakte zu erreichen. So, wie jetzt beschlossen, wird das nichts.

    • @Neu1:

      Und Pflegekräfte in Alten-/Pflegeheimen, Kliniken.. haben keine schulpflichtgen Kinder, die das Virus aus der Schule an ihre Eltern weitergeben können?
      Das Virus produziert sich vermutlich nicht von selbst in den von Ihnen erwähnten Einrichtungen.

      • Also die Quelle von der ich die Zahlen habe ist das RKI, die Gruppe der Ü80 hat die Jungen abgelöst. Das ist fatal . Die Lösung ist einfach und wesentlich günstiger als ein Lockdown. Es gibt Corona Antigentests, die man locker selbst machen kann, jede Pflegekraft macht morgens einen Test, jeder Arzt der mit Coronapatienten zusammen kommt. Das sollte wie Zähne putzen sein. Und ja es gibt genügend Antigentests. Ich habe vor kurzem in unserer Schule 1000 verteilt. Alle Lehrer kamen damit zurecht. Aber unser politisches Personal traut das der Bevölkerung nicht zu. Dann noch Servicestunden, Taxigutscheine etc für die mobilen Senioren. Dann haben unsere Jungen wieder mehr Freiheit.

  28. Ihr Brief ist super und ich danke Ihnen dafür. Es ist doch ein Witz, dass gerade bei Schulen und Kitas nichts unternommen wird. Sie mögen keine Hotspots sein, sind aber ein großes Risiko. Unsere Regierung gefährdet nicht nur die Gesundheit unserer Kinder sondern auch die der Angehörigen. Haben unsere Ministerpräsidenten mal dran gedacht, dass unter den Angehörigen auch Menschen sind, die aufgrund von Vorerkrankungen zu den Risikopatienten zählen? Sie schränken die Kontakte auf max. 5 Personen ein aber in den Klassen sitzen teilweise 30 Schüler. Was für ein Widerspruch. Sie hatten den ganzen Sommer Zeit, sich in Sachen Schulbetrieb Gadanken zu machen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen um im Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Was ist geschehen? NICHTS.In anderen Ländern wie Österreich funktionierts doch auch. So werden wir nie die Zahlen runter bekommen.

  29. Sehr geehrte Damen und Herren, ich glaube es reicht hier Kommentare zu schreiben. Wir müssen alle was unternehmen, gemeinsam protestieren.

  30. Danke, für diese klare Darstellung. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin in Sorge um meine 6 Enkelkinder und um meine Kinder, die im Schuldienst tätig sind.
    Ich verstehe die Welt nicht mehr…..was haben sich die Ministerinnen und Minister nur bei diesen Entscheidungen gedacht….?Hoffentlich wird hier noch nachgebessert.

  31. Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, was ich täglich in der Schule erlebe. Dafür meinen großen Respekt und Dank!
    Was mir die ganze Zeit durvch den Kopf geht: Wie kann man sämtliche Arbeitsschutz-Standards, auf die jede Firma peinlich achten muss (das wird auch kontrolliert und zieht Strafen nach sich, wenn nicht alles beachtet wird) in den Schulen einfach ignorieren? Mit ministeriellen Beschlüssen wird geltendes Recht außer Kraft gesetzt??? Das ist mir neu. Wer ist hier zuständig, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen? Das kann doch alles nicht mehr wahr sein – ist das ein schlechter Film? Nein, deutscher Populismus per excellence.
    Herr Laschet, Frau Gebauer: ich lade Sie herzlich ein, für eine ganze Woche an sämtlichen meiner Unterrichtsstunden teilzunehmen. AN SÄMTLICHEN!!! Sie bekommen auch die begehrtesten, weil ungefährlichsten Klassenzimmer-Plätze in dieser Pandemie: am offenen Fenster, um sich nicht anzustecken.

  32. Danke für diesen klaren Artikel. Hinzuzufügen bleibt: In Sangerhausen in Sachsen-Anhalt starb letzte Woche Mittwoch eine Lehrerin an Corona. Sie hatte sich in der Schule angesteckt. Man findet keine Nachrichten hierzu in der Zeitung oder im Internet.

    • Das ist eine Vermutung, dass die Lehrkraft sich im Unterricht in ihrer Schjule angesteckt haben könnte, muss erst einmal justiziabel belegt werden. Dazu reicht die amtsärztliche Stellungnahme des Lkr. SGH aber nicht aus. Die GA können bei ca. 80% der Infektionen überhaupt die Infektionskette nicht aufklären. Folglich hat die Lehrkraft sich im privaten Umfeld angesteckt. Bloße Vermutungen bringen hier niemanden weiter.

      Okay vielleicht hat sie sich im Lehrkräftezimmer angesteckt, in der Klasse beim Unterrichten aber auf gar keinen Fall.

      • Im Lehrerzimmer angesteckt? Zumindest an meiner Schule geht das nicht mehr, weil alle Kollegen permanent bei ihren Klassen sein müssen, selbst in den Pausen Punkt es bleibt nicht einmal Zeit, dass Lehrer Klo aufzusuchen… Konferenzen finden nur noch extrem wenige, und dann meistens in der Sporthalle statt wo alle weit genug auseinander sitzen können. Ansonsten erfolgt schriftliche Unterrichtung des Kollegiums und Debatte über eine gesicherte, abgesegnet App. Gegenseitige Ansteckung im Lehrerzimmer ist also extrem unwahrscheinlich Punkt an anderen Schulen wird es nicht wesentlich anders sein!

        • @Alter Pauker
          Doch, es kann anders sein: Es gibt bei mir unter den Kollegen Corona-Leugner, die im Lehrerzimmer permanent „schnauzefrei“ mit Kaffeetasse vor dem Gesicht sitzen (weil Kaffeetrinken mit MNS geht ja nicht), rumproleten, wenn man mal lüften will und so das gesamte Kollegium schikanieren. Die Vernünftigen suchen das Weite, um dem Wahnsinn zu entgehen. Warum ich nichts sage? Mir widerstrebt es, erwachsene Menschen zu erziehen, vor allem, wenn sie eine Vorbildfunktion innehaben. Dafür wäre aber mein Chef zuständig. Der ist aber neuerdings nicht mehr in den Pausen im Lehrerzimmer zugegen, weil er ja sonst etwas sagen müsste. Beschwerden geht er nicht nach.
          So kann es auch aussehen.

  33. Aus tiefstem Herzen gesprochen. Danke!!
    Die Rechnung kommt spätestens wenn die, die jetzt nicht gehört werden, wählen dürfen! Lieben Gruß von einer Erzieherin die ungeschützt und in Kälte weiter funktionieren muss.

  34. Das Einzige, worüber ich gestolpert bin, ist, dass gestern wohl gesagt wurde, dass die 200er-Marke wohl von 63 Landkreisen bisher überschritten sei und dort mit strengeren Schulmaßnahmen (z.B. Hybridunterricht) reagiert werden müsse, also dass die dann erforderliche Hinzunahme des Abstandes zur Infektionseindämmung nicht auf die gesamtdeutsche Inzidenz bezogen sei. Das erweckte gestern zumindest etwas Hoffnung auf den Ansatz einer Regelung, auch wenn es nach wie vor bei > 200 nicht ausreicht und die Maßnahmen an sich schwammig gehalten wurden (Hauptsache Abstand).

    Ansonsten bin ich sehr glücklich über diesen seelenbalsamierenden Brief. Ganz herzlichen Dank!

  35. Gut gemacht, Herr Priboschek.

    Ich denke auch, es bedarf keines weiteren Austausches mehr an Argumenten, da es nicht um Sachlagen und Fakten geht, sondern tatsächlich nur um den eigenen Machterhalt, die eigenen Karriereinteressen.

    Nächstes Jahr wird gewählt.

    Wer sagt denn, dass sich bis dahin nicht noch unsere Parteienlandschaft nicht vergrößert? Ich denke, es wird nicht so einfach klappen mit dem Machterhalt. Am Ende haben sie sich verrechnet.

      • Wer wählt denn so wen??? Ich ganz bestimmt nicht! Und mir fällt aus den Weiten meines Kollegen-, Familien- und Freundeskreises auch keine einzige Seele ein, die sich das antun wird. Wer mir, den mir anvertrauten Schülerinnen und Schülern und auch meiner Familie an die Gesundheit geht und sich selbst bei seinen Entscheidungen gegen die Gesundheit anderer Menschen hinter übergroßen Schreibtischen oder Plexiglas versteckt, der gehört doch nicht gewählt!

        • So eine Protest Haltung macht keinen Sinn! Denn die Wähler der rechten Seite, rund um die AFD, werden mit Sicherheit zur Wahl antreten. Dazu kommen Protestwähler, die von den aktuellen Leistungen der Parteien enttäuscht sind. Auch die könnten nach rechts abrutschen. Und schon haben wir USA Verhältnisse, mit vielen Leuten die nicht so war gegangen waren , welches die Wahl eines Trump erst möglich gemacht haben. Ein schlimmerer Alptraum als bisher ist, durch solches Verhalten, also durchaus in Sicht.

          • Das heißt doch nicht, dass ich gar nicht wähle oder gar rechts, um Gottes Willen. Aber der Mann hat sich auch beim Klimaschutz arg weit aus dem falschen Fenster gelehnt, disqualifiziert sich also gleich mehrfach – und DA gibt es dann Wahl-Alternativen, oder?

  36. Ach ja, es handelt sich hier übrigens um Verrat. Und wie war das noch? : „Verrat trennt alle Bande“ – Friedrich Schiller

    Risikoträchtige Strategie der KM

  37. Endlich Mal auf den Punkt gebracht.
    Es ist nicht mehr zu ertragen, diese bewusste Ignoranz und das klein Reden, das für dumm erklärt zu werden. Ich bin enttäuscht und wütend über diese Art des Umgangs mit uns Eltern und den Umgang mit unseren Kindern. HEBT DIE SCHULPFLICHT ENDLICH AUF! Eltern schaut hin!! Verschließt nicht einfach die Augen in dem Glauben es wird schon alles gut gehen mit meinem Kind und mit meiner Familie, uns wird es schon nicht treffen. Was wenn doch??? Ist denn ein Leben nichts mehr Wert in diesem Land?

  38. Sehr geehrter Herr Priboschek, ich glaube, Sie sprechen vielen aus dem Herzen. Hoffentlich werden Ihre klaren Worte nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern führen endlich zu einem Umdenken bei diesen, verzeihen Sie, „Betonköpfen“, namens KM. Wenn die Lage durch das Aussitzen dieser Herrschaften außer Kontrolle gerät, werden Anwälte viel Arbeit bekommen. Ich denke, wir müssen jetzt aktiv werden. Nicht Schule zu, aber Schule anders! Das wurde diesen beratungsresistenten Ministern schon mehrfach verdeutlicht. Unglaublich, was man konkret tut und wie viel Gehalt man sich für diese schlampige, verantwortungslose Arbeit „gönnt“.

  39. Lieber Herr Priboschek, Sie sind DER HELD!!! der Stunde und ich danke Ihnen fuer genau die dargestellte Sachlage!!!!

    Koennten wir Sie als Kultusminister waehlen, der ueber diesen ganzen einzelnen Ministerien steht????
    Der auch diesen Laenderministern mal „den Kopf“ waescht….

    Durch die Entscheidungen dieser „Persoenlichkeiten“ werden taeglich hunderte Menschen vorsaetzlich in Gefahr gebracht, sterben gar daran.

    SO KANN UND DARF ES NICHT WEITER GEHEN!!!!

    Ihr Anschreiben, Herr Priboschek, spricht sicher den meisten Lesern aus der Seele und genau das fordern wir:
    UNSER RECHT AUF UNVERSEHRTHEIT!!!

    DANKE FUER DIESES ANSCHREIBEN, ich hoffe sehr, das sich, am besten schon gestern, zeitnah etwas aendert.

    DIESE POLITIK IST EIN ABSOLUTES NO GO!!!

  40. Nur wie? Im Gegensatz zu den Covidioten hat die Mehrheit hier Angst vor Demos wegen der Ansteckungsgefahr… Kinder krankschreiben lassen und Bildungsministerium negative bewerten… was soll man sonst tun? E-Mails beantworten die nicht

    • Zumindest diese beiden Dinge habe ich tatsächlich getan: meinen Sohn habe ich mit Attest vom Präsenzunterricht genommenen (Attest für den Vater, da dieser Risikopatient ist).
      Und unser Senatorin für Bildung habe ich eine Negativewertung hinterlassen.

      Und auch ich bedanke mich für den offenen Brief, Herr Priboschek.

  41. Danke für den tollen Brief. Warum ist er nicht längst in den breiten Medien zu finden? Warum halten alle weiterhin die Füße still? Warum machen das alle mit? Nirgends Demos, Proteste, Schulverweigerungen… Laut zu hören sind immer nur die Querdenker. Dies ist die einzige Seite im Netz, die meine Meinung vertritt, aber man muss gezielt danach suchen. Es ist ein Irrsinn, der hier fabriziert wird, und immer, wenn man denkt, schlimmer kann es nicht werden, setzen die Minister noch einen drauf. Und alle lassen mit sich machen… In den Beiträgen ist eigentlich schon alles gesagt, man kann nur noch resignieren.

  42. Sehr geehrter Herr Priboschek…
    ich kann Ihnen gar nicht vermitteln, wie sehr ich gedanklich bei Ihnen bin und Ihnen von ganzem Herzen für diese mutige und umfassende Stellungnahme danke!!! Selbst in meinem eigenen Kollegium gibt es Fraktionen, die „news4teachers“ in die Kategorie „Verschwörungstheoretiker“ schieben – alle Bemühungen meinerseits, dem entgegenzustehen und über wichtige Informationen aufzuklären, laufen ins Leere…meine Verzweiflung wächst nicht nur proportional mit der Dummheit und Ignoranz der anderen…unsere Angst vor den Folgen nimmt einfach nur noch rasant zu. Meine Frau arbeitet an derselben Schule wie ich…sie muss jeden Tag dort ihren Dienst tun und leidet massiv unter der alltäglichen Bedrohungssituation…ich bin als Risikopatient lediglich über LaD („Lernen auf Distanz“ Unterricht über Videokonferenzen usw.) tätig…die dabei gemachten Erfahrungen zeigen, dass hybride Unterrichtsmodelle funktionieren.
    Nochmals: Vielen Dank für die Arbeit der vergangenen Monate im Sinne aller an Schulen ehrlich Beteiligten – und v.a. für Ihre treffende Stellungnahme! Merci!!

  43. Hallo Herr Priboschek,

    dies ist der ehrlichste, zutreffendste und auf den Punkt gebrachteste Brief, den ich seit langem gelesen habe. Chapeau!

  44. Gut gebrüllt, Löwe! Den Brief hätte ich liebend gerne mitunterschrieben. Gegen die Ignoranz und Inkompetenz der MinisterpräsidentInnen hilft jetzt nur noch der Gang vor’s Bundesverfassungsgericht: GG Art. 2 „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ versus „Recht auf Bildung“ (nicht explizit im GG formuliert), um die Präsenzunterrichts“pflicht“ auszuhebeln. Zwar gehört laut BVG durch die Pandemie ein „gewisses Infektionsrisiko für die Gesamtbevölkerung derzeit zum allgemeinen Lebensrisiko“. Aber die Corona-Maßnahmen in allen anderen Gesellschaftsbereichen inklusive Strafandrohungen sowie die Empfehlungen des RKI konterkarieren die Situation an Schulen und Kitas. Ich würde mir zumindest eine Festschreibung des Modells aus Baden-Württemberg wünschen (Eltern können dort formlos ihr Kind bei der Schulleitung für den Fernunterricht anmelden), um die Situation erstmal zu entspannen und die Länderregierungen in den Hybridunterricht zu zwingen. Beste Grüße und Danke für die guten Artikel!

    • Präsenzunterricht könnte durch das BVG nach GG Artikel 3 Gleichheitsprinzip gestoppt werden.Abstand für alle also auch für Schüler oder für keinen.Brandenburg stellt es Eltern frei ihre Kinder zur Schule zu schicken ,andere Trump KM.bestehen auf Schulpflicht auch das ist ein Verstoß gegen das GG Art.3..

      • Stimmt nicht ganz, auch bei uns in Baden-Württemberg liegt die Entscheidung bei den Eltern. Dies ist, Gott sei Dank eine ausgesprochen gute und vernünftige Entscheidung des Kultusministeriums! Über die weiteren Entscheidungen darf man aber durchaus kontrovers diskutieren!

  45. Vielen Dank, Herr Priboschek!
    Ich danke Ihnen für Ihren Mut, Ihre Integrität und Ihr Engagement. Sie kämpfen für unsere Gesundheit, unsere Sicherheit, obwohl sich die Politik einen Dreck (entschuldigung, aber anders kann man es leider nicht mehr formulieren) darum schert. Sie und ihre redaktionellen Mitarbeiter werden nicht müde, Missstände anzuprangern. Sie bleiben stark und laut. Dafür gebührt Ihnen mein tiefster Respekt.
    In großer Dankbarkeit, eine Erzieherin, die sich gerade von einer Covid-19 Erkrankung erholt, obwohl sie ihre Freunde und Verwandten seit Monaten nicht getroffen hat und auch den Kollegen und Eltern nur mit ffp2 Maske begegnet ist…….

  46. Lieber Herr Priboschek,
    Ein ganz herzliches Dankeschön für diesen Brief!
    Bissig und emotional geschrieben.
    Man merkt Ihnen Ihre eigene Betroffenheit an.
    Gleichzeitig sprechen Sie für alle von uns, die wir angesichts der offenkundlichen Verdrehung von Fakten, Ignoranz der Realität und ungenügender Handlungskompetenz unserer Landesregierungen immer mehr verzweifeln, wütend und krank werden.
    Der Vergleich mit dem Flugzeug trifft die absurde Weise, in der die Verantwortlichen argumentieren, direkt im Kern.
    Und dass Trumpismus in Deutschland nicht nur auf dem Vormarsch ist, sondern skrupellos praktiziert wird, leben uns ebendiese tagtäglich vor.
    Dass Emails oder Briefe, die viele von uns schon geschrieben haben, nicht gelesen werden, vermute ich bei der Haltung der MP und KM ganz stark! Und die Staatssekretäre sind überaus beschäftigt mit der Aufgabe, inhaltsleere Schulmails zu verfassen, die sich um Lüftungsanweisungen, Verhaltensvorgaben und anderen Nichtigkeiten drehen.
    Ich hoffe, dass Ihr Brief von den Empfängern zumindest gelesen wird.
    Mehr erhoffe ich mir leider nicht mehr.
    Bitte bleiben Sie am Ball und streuen Ihre Kritik so weit wie möglich!
    Herzliche Grüße von einer Lehrerin mit Lehrermann und Schülerinnentochter aus NRW

    • @Cuxi

      So ist es, liebe Cuxi.
      Auch bei den Lehrergewerkschaften sollte man nicht alles über einen Kamm scheren, allerdings scheren manche eigenartig aus, wie ein Beispiel aus NRW zeigt …

      GUTE Kontakte ?

      Viel Spaß beim Lesen und Staunen :

      „Ein starker Verband für starke Lehrkräfte“
      Das ist der Slogan seit der letzten Personalratswahl eines Lehrerverbandes (= Lehrergewerkschaft)!
      https://www.lehrernrw.de/aktuell/artikel/sven-christoffer-folgt-auf-brigitte-balbach.html

      Nur aus Altersgründen (!) mussten jetzt diejenigen das Feld räumen, die in den letzten Jahren das Feld bestellt haben – angeblich haben die das ganz toll gemacht.
      (Wo sind welche KONKRETEN Ergebnisse?)

      Ein neuer Vorstand musste also her:
      Delegiertenversammlung, Wahl usw. – soweit das übliche Prozedere …
      Aber jetzt kommt der KNALLER:
      Auf jeder guten „Party“ braucht man einen STAR !!!

      Y V O N N E G E B A U E R als GASTREDNERIN – na klar!

      (Und bevor wieder einmal ein schöner Artikel von der Homepage von lehrernrw „verschwindet“, so wie es schon Anfang September im Zuge der Maskendiskussion passiert ist … hier ein paar Glanzlichter aus dem oben verlinkten Artikel:
      „Neben Brigitte Balbach zieht sich mit Ulrich Brambach ein weiteres „Urgestein“ von lehrer nrw aus der aktiven Vorstandsarbeit zurück. Brambach war von 1991 bis 2008 Verbandsvorsitzender und seither als Schatzmeister weiterhin im Vorstand tätig. Beide haben den Verband über Jahrzehnte geprägt und als gewichtige Stimme in der nordrheinwestfälischen Bildungslandschaft etabliert, wie auch Schulministerin Yvonne Gebauer und Innenminister Herbert Reul als Gastredner hervorhoben.“)

      Noch Fragen, warum die Schulministerin in NRW so durchregiert, wie sie es tut? –
      Na, weil sie es kann.
      Unterstützung?
      Siehe oben: „Ein starker Verband für starke Lehrkräfte“

      Über den neuen Vorsitzenden Christoffer heißt es im oben verlinkten Artikel:
      „Nach den für lehrer nrw erfolgreichen Personalratswahlen 2020 wurde er erst im Oktober für weitere vier Jahre in diesem Amt bestätigt.“
      Wie definiert man „ERFOLG“? – Na ganz einfach so wie es gerade passt, nämlich „flexibel“:
      „Im Realschulbereich musste lehrer nrw Stimmenverluste hinnehmen, bleibt aber stärkste Kraft. Schulformübergreifend war die Wahlbeteiligung jedoch erschreckend schwach.“
      Nachzulesen hier:
      https://www.lehrernrw.de/personalraete/personalratswahl-2020.html

      Und ihr fragt euch noch „Warum“?

  47. Auf die Idee, dass sich die Ministerpräsidenten und Bildungsminister wie Trump verhalten, lügen und betrügen, sind auch meine Hauptschüler schnell gekommen. Mir macht große Sorge, dass der Glaube an die Rechtstaatlichkeit bei dieser Schülergeneration verloren geht. Zitat eines Schülers heute: Wenn kranke Schüler, wie bei uns, nicht getestet werden, können doch auch keine kranken Schüler in der Statistik auftauchen? Dann tun die also alles, damit die Kranken nicht mitzählen, obwohl so viele krank sind? Dann kann man denen ja gar nichts glauben!

    • Wie unglaublich schlimm, wie wenig Wert der Politik Schüler und Arbeiter/Angestellte sind. Die „besseren Schichten“ wie Politiker oder Wirtschaftsbosse schicken ihre Kinder eh auf Privatschulen. Die Elite sitzt geschützt und abgeschottet im Warmen. Dieser abwertende Umgang mit den an Schule Beteiligten wird einmal in die Geschichte eingehen, die heutigen Schülergenerationen gründen im Erwachsenenallter vielleicht völlig andere Parteien, damit sich sowas nie mehr wiederholen kann

  48. Lieber Herr Andrej Priboschek,
    ein klares Wort, klare Positionierung!
    Ihr Engagement für bestimmte Gruppen verbal enorm.
    Auch wenn ich keine Coronaleugnerin bin, werde ich bei soviel Intransparenz, Planlosigkeit, paradoxen Vorgehensweisen und EINSEITIG wirtschaftlicher Orientierung der Maßnahmen, selbst immer hellhöriger, skeptischer und hinterfragender:WAS HIER WIRKLICH AUSAGIERT, SABOTIERT BZW. AKTIVIERT WIRD!?
    Verwunderlich, dass bei so Manchem und manchen die Vertrauenswürdigkeit sinkt…;-)
    Bleiben Sie gesund!

  49. Lieber Herr Priboschek,

    Sie sind der einzige Jornalist in ganz Deutschalnd, der täglich umfassend über die Krise der Schulpolitik informiert. Die meisten Medien gehen nicht an dieses heiße Eisen heran, lassen sich von Lobbyisten und Meinungsmachern im Netz beeinflussen oder schauen weg, weil sie vermutlich von Angst gelähmt sind und nur durch Ausbeldnungshaltung der Pandemie und dem Schrecklichen, was in Schulen passiert, begegnen können.

    Danke für Ihren Mut und Ihre Beharrlichkeit und Ihr offenbar sehr gutes Nervenkostüm!

    Danke!!!

  50. Wirklich auf den Punkt gebracht. Respekt.
    Meine Frage: Ist das ein offener Brief hier auf der Seite? Oder geht dieser Brief tatsächlich an jede(n) MinisterpräsidentIn jedes Bundeslandes?

    • Das ist ein offener Brief auf dieser Seite. Wir wissen: Die Kultusministerien und Staatskanzleien lesen mit.
      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Das wird nichts, solange nicht die breite Öffentlichkeit mitlesen kann!
        In den Ministerien gibt es bekanntlich besonders große Papierkörbe für Berichte aus der Lebenswirklichkeit!
        Dennoch kann ich nur den Hut ziehen vor diesem Brief voller deutlicher Worte ohne den üblichen Versuch, die angebrachte Kritik aufzuhübschen.
        Das nenne ich mal Rückgrat! Da brauchen wir mehr davon!!

  51. Vielen herzlichen Dank für diesen Brief. Er spricht mir aus der Seele. Ich lebe in Ostsachsen mit absoluten Corona-Spitzenwerten. Krankenhäuser und Intensivstationen sind voll, die Schulen auch. Ohne Schutz. Ich bin Lehrerin (Risikopatientin) , mein Mann (insulinpflichtiger Diabetiker) und meine hochbetagten Eltern (beide weit über 80) leben somit mit der ständigen Gefahr, dass ich eine potentiell tödliche Krankheit mit aus der Schule bringe. Ich habe den seelischen Druck nicht mehr ausgehalten, bin jetzt in psychologischer Behandlung und arbeitsunfähig. Ich kann verstehen, dass Schulen und Kindereinrichtungen offen sein müssen, aber doch mit entsprechendem Schutz für ALLE DARAN BETEILIGTEN. Nicht mal das sind wir der Politik wert. Ich hoffe, dass diese unhaltbaren Zuststände endlich beendet werden!! Bleiben Sie gesund!!

    • Sascha,
      ich habe volles Verständnis dafür, dass die Psyche in so einer Belastungssituation leidet.
      Machen Sie sich keine Vorwürfe. Der Betriebsrat hat bei meinem AG dafür gesorgt, dass Risikopersonen und Personen mit Risikoangehörigen ein Recht auf HO haben. Das ist für alle Seiten die beste Lösung und fördert langfristig die Loyalität. Lehrer in dieser Konstellation sind prädestiniert für Fernunterricht mit Risikokindern. Die Motivation wäre sicher enorm, wenn diese Lehrer im Gegenzug die eigene Familie schützen könnten. Auch gefährdete Familien würden davon profitieren. Es ärgert mich, wenn Potentiale nicht genutzt werden.
      Alles Gute!

  52. Danke, Herr Priboschek, für diesen Brief, der mir aus dem Herzen spricht.
    Die momentane Situation erinnert mich sehr stark an die Bilder aus Tschernobyl 1986, als die Soldaten ohne wesentliche Schutzkleidung die Überreste des explodierten Reaktors beseitigen mussten.
    Auch heute wird keine Rücksicht auf die unmittelbar Beteiligten, Schüler, deren Eltern, Lehrer und Schulpersonal genommen

  53. Sehr geehrter Herr Andrej Priboschek,

    ihr Brief an unsere oberste Führungsriege
    spricht mir aus dem Herzen.
    Ich hoffe, dass Sie in unser aller Interesse damit einen großen Stein ins Rollen bringen können.

    Durch diese verfehlte Politik ist nicht nur das Leben und die Gesundheit vieler Mitmenschen in Gefahr: es wird den Querdenkern von Seiten so mancher Politiker durch deren Verharmlosung und ihres Desinteresses, sich für alle Menschen einzusetzen, auch immer mehr Raum gegeben.
    Aber was auch jetzt nicht mehr abgestritten werden kann ist , dass eine Durchseuchung im großen Stil offensichtlich ist.

  54. Sehr geehrter Herr Priboschek, vielen Dank für Ihre treffenden Ausführungen und den unermüdlichen Einsatz.

    Aber es wird so kommen, wie die meisten (kompetenten) Virologen nun feststellen: Um die Zahlen wirklich auf eine Inzidenz unter 50 zu drücken, bräuchten wir einen harten Lockdown inkl. sogar Schulschließungen. Es wird sich so nicht erreichen lassen. Wir werden in den nächsten Wochen marginale Reduzierungen von Neuinfektionen sehen und somit werden wir, wie Helge Braun auch sagt, bis weit ins neue Jahr im „Teillockdown“ verbringen.

    Ich finde es tatsächlich, mal abgesehen von der Situation an den Schulen, absolut unmöglich, dass wir alle nun jeden Monat zig Milliarden an Lohnersatzleistungen zahlen werden, nur weil man einfach nicht an die Schulen ran will. 3 Wochen harter Lockdown sind billiger und ethisch vertretbarer als monatelange Hängepartie mit Intensivstationen an der Kotzgrenze. Aber dann müssten halt die Kultusminister mal arbeiten und den Schülern den Leistungsdruck ein Stück rausnehmen. Das wird wohl nicht passieren und wir dürfen es bezahlen.

    (Bitte keine Gegenargumente ala „aber die Kinder“, „abgehängte Generation“ oder „die verlieren dann 10 Jahre Lebenserwartung durch weniger späteres Einkommen“ oder auch „Bildungsgerechtigkeit“ – völliger Unsinn wegen 2-3 Wochen reduziertem Pensum).

    • @Thomas Schultz,
      dieser Light Lockdown ist auch wirtschaftlich eine Katastrophe. Der gesamte Kulturbereich wird vernichtet werden. Es ist ungerecht und das alles, weil in der Bildungspolitik geschlafen wurde. Sie haben völlig Recht. Nur ein harter Lockdown kann die Zahlen senken. Schulen und Handel geschlossen. In der Konsequenz vermutlich weniger schädlich für die Gesamtwirtschaft.
      Die Politiker bei uns haben sich für das Gegenteil entschieden. Für volle Intensivstationen, für die stille Durchseuchung über Schulen und Weihnachten/Jahreswechsel als Virusbooster.

      • Der Grund, warum das so gemacht wurde, sind halt auch wieder die paar wenigen, aber wahnsinnig lauten, Nörgler, denen jede Maßnahme zu scharf ist.

        Fragt sich nur, was die sagen, wenn dann die „softeren“ Maßnahmen dafür über Monate gehen… Besser wäre: „Pflaster schnell abreißen“, Weinachten feiern und alle an die üblichen AHA etc. halten – AUCH oder gerade ganz besonders in den Schulen…

  55. Leider wird Ihr Brief, Herr Priboschek, nichts ändern. Ihre Worte werden abperlen wie Wasser. Juristisch sind die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten nicht greifbar.

    Schülerinnen und Schüler gehören selten der Risikogruppe an, so das Eltern und Erziehungsberechtigte nur in geringer Zahl auftreten um Ihren Unmut zur Sprache bringen. Bei den in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienmitgliedern von Schülern ist die Zahl der Risiko behafteten Personen schon größer, aber nicht groß genug um politisch wahrgenommen zu werden. Erst gemeinsam mit Verbänden, Lehrervertretungen etc., könnte man genug Druck aufbauen, dass die berechtigten Sorgen ernst genommen werden, um eine Änderung des jetzigen Schulbetriebes durch zu setzen.

    Aber die Kräfte zu bündeln ist unmöglich. Die Gründe sind vielfältig und sicherlich für jeden denkbar. Vielleicht muss erst etwas mit den lieben Kleinen, unserem Nachwuchs, passieren – was sich keiner wünscht – um dass die Damen und Herren endlich handeln. Das wäre dann der schlechteste Weg, wenn Langzeitschäden in Häufigkeit und Form uns alle auf die Füße fallen. Dann ist es zu Spät. Was wir brauchen ist eine Lösung für sofort, eine menschliche Lösung für alle Beteiligten.

  56. Mutter aus Saarland, 51.Es war schön zu lesen und zu wissen, dass viele Menschen so denken, wie ich. Habe schlimme Vorerkrankungen und habe Angst, dann hätte meine Tochter keine mehr. Hoffentlich passiert da bald was positives.

  57. Jede Kassiererin im Discounter ist besser geschützt als wir LehrerInnen im Klassenraum! Ich unterrichte in den Jahrgängen 7-10 in Brandenburg und bin gespannt wie ab nächster Woche Unterrichtsgespräche mit 25 SUS und mehr in einem kaltem (weil regelmäßig gelüftetem) Raum stattfinden sollen, wenn nun hinter der Maske weiterhin unsere Zähne klappern und keiner den anderen versteht. In Kleingruppen könnte mal viel intensiver und persönlicher auf die Kinder und Jugendlichen eingehen. Im Frühjahr hat das doch auch klappen müssen. Und man kann den Abstand einhalten und so auf die Masken verzichten. Enttäuschung pur! Auf die Idee mit dem Lüften kommt man nach spätestens 2 min. Was haben die Herrschaften denn in ihren vielen Sitzungen gemacht? Kaffeekränzchen?

    • Das Dramatische und Unverständliche ist zudem noch, dass man im Frühling/Sommeranfang Wechselunterricht bei weitaus niedrigeren Infektionszahlen hatte. Warum ist das Alles nun nicht notwendig?

  58. Und vielen Dank für die klaren Wort. Es wurde sicherlich ein einfacherer Wortschatz verwendet damit der Inhalt unmissverständlich ist!

  59. Danke für Ihren Brief. Es wird auf die Kinder und die dazugehörigen Lehrer und Betreuer keine Rücksicht genommen. Es geht hier auch nicht nur um „die armen Kinder“ in Deutschland, sondern auch um die Kinder, die – in welcher Form auch immer – behindert sind und zur Schule gehen. Die hat man total vergessen bzw. die existieren in den Köpfen der jeweiligen Minister überhaupt nicht. Wenn Betreuer, aus einer Einrichtung mit Internat in SH, bei einem positiv getesteten Kind weiterarbeiten müssen, hört für mich jegliches Verständnis auf. Zumal wenn diese Betreuer dann auch noch Risikopatienten sind. Diese Politiker sind nur sehr Ich-bezogen: Erst einmal „Ich“ und was danach kommt, interessiert mich doch nicht.

  60. Vielen Dank für diesen mutigen Brief, er spricht mir so aus dem Herzen. Warum mache ich diesen Scheiß bei diesem verlogenen Dienstherrn überhaupt noch mit? Hoffentlich hat die GEW mit ihrer Klage gegen das Land Bayern Erfolg.
    Eine Lehrerin, die sich vor drei Wochen in der Schule mit COVID-19 infizierte und noch mit den Nachwirkungen kämpft.

  61. Tatsächlich sind Sie der EINZIGE Journalist, der diesen rücksichtlosen, vorsätzlich gesundheitsgefährdenden und den Arbeitsschutz komplett missachtenden Kurs der Ministerpräsidenten unermüdlich und mit einem riesigen Engagement auf wissenschaftlich höchstem Niveau fortwährend thematisiert.
    Meine größte Hochachtung, meinen tiefsten Respekt und Dank dafür!!
    Schlimm genug, dass Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 erst ab einem Inzidenzwert von 200! das Recht auf einen Mindestabstand durch halbe Klassen zugebilligt bekommen. Nur noch zum Weinen ist es allerdings, dass alle jüngeren Schüler und die Grundschüler nicht mal diese Art des Gesundheitsschutzes erhalten, weil sie noch zu klein sind, um sich selbst zu betreuen. Die Eltern müssen ja dringend arbeiten u auch wenn diese im HomeOffice arbeiten können, ist es Ihnen nicht zumutbar, ihr Kind mit zu betreuen. Und so werden diese kleinen Kinder weiterhin per Präsenzpflicht in die vollbesetzten Klassenzimmer gepfercht ohne jeglichen Schutz vor Corona egal bei welcher Inzidenz die Stadt/ der Landkreis liegt. Gleichzeitig sind sie noch zu jung, um zu begreifen, in welche Gefahr sie sich begeben. Aber egal, um für Ihre Interessen einzutreten, wären sie ja sowieso noch zu klein. Es ist einfach nur noch zum Heulen u als Eltern steht man machtlos daneben. Außer sein Kind ein paar Tage krankschreiben zu lassen, kann man sich dem Ganzen nicht entziehen u ich fühle mich jeden Tag schäbiger, mein Wichtigstes in diese Art der Schule bringen zu müssen – entgegen jeden gesunden Menschenverstand.

    • @Z
      Die Bestimmung, dass ab Klasse 8 Hybridunterricht erteilt werden kann, wenn sich die Inzidentwert entsprechend erhöht ist m.E. doch absolut zynisch. An einer Realschule bspweise heißt das, dass nur die Achter zuhause bleiben, die 9er und 10er sind in der Prüfungsvorbereitung. Die MÜSSEN ja in der Schule bleiben! Ein Schelm, der sich Böses dabei denkt….

  62. Danke für diesen Brief, trifft voll den Punkt.
    Meine Tochter darf bald wählen und freut sich schon sehr auf diesen wichtigen Schritt. Sie ist jetzt voll in der Meinungsbildung und Ich freue mich darüber, dass sie erkannt hat, dass die derzeitige Regierung versagt und die junge Generation verheizt.
    Herzlichen Glückwünsch zu diesem Stimmverlust, Herr Söder und Anhänger

    • @NiewiederCSU,
      ich verstehe Söder auch nicht mehr. Er könnte sich mit konsequenter Schulpolitik profilieren, er lässt sich aber von den Freien Wählern und den Grünen vor sich hertreiben.
      Will er wirklich zu einem Laschet werden?
      Selbst hartgesottene CSU Wähler sind inzwischen verstimmt. Bayern hat mit die höchsten Zahlen und der Mittelstand würde sich freuen, wenn die Azubis im Fernunterricht wären. Schickt wenigstens die über 12jährigen in den Distanzunterricht! Es gibt bei diesen Todeszahlen kein Argument mehr dagegen.

  63. Danke! Wir Erzieherinnen aus Berlin Mitte warten nur noch, bis es soweit ist.
    Soviel Angst hatte ich lange nicht, bei diesen politischen Widersprüchen. An der Uni peinlichste Hygiene, im Kindergarten…..

    Aber wehe, man postet unsere Angst und Kritik… ich weiß nicht, wie viele (Eltern) da draußen für unsere Situation und Ängste Verständnis haben.

    Gestern ging mich eine Bekannte an, ob ich an die berufstätigen Eltern denken würde…

    Dabei geht es um Schule und Kita Corona bedingt „anders“!
    Im Sommer ging es ja auch…

    • Ich bin vollkommen bei Ihnen und bin ein Elternteil – Ihre Sorgen sind 100% berechtigt. Wir sehen ein brutales Versagen bei den politischen Entscheidungsträger*innen. Nur Frau Dr. Merkel war offenbar bereit, dem Irrsinn ein Ende zu setzen, konnte sich aber nicht bei den „Corona-in-Kitas-und-Schulen-Leugner*innen“ durchsetzen.

  64. Der Ruhrpott lacht über diese Inzidenzwerte von 35 oder 50 oder 200. in unserer Stadt ist der Wert schon seit Wochen über 200.

    Und nun?

    Noch mehr „Lüften“ ?

    Oder vielleicht doch die Konzepte aus der Schublade holen, die fast alle Schulen vor den Sommerferien erarbeiten haben? Ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, geteilte Lerngruppen, all’ das haben wir vor den Sommerferien schon gehabt. Bei deutlich geringerem Infektionsgeschehen….

    Meine Frau ist Lehrerin an der Grundschule und ich an einer weiterführenden Schule. Wir werden ganz bestimmt keine entspannten Familienfeiern haben.

    Und ich fühle mich ganz bestimmt nicht ausreichend geschützt, wenn ich jeden Tag vor 3-4 Klassen und Kursen stehe mit 15-28 Schülern und das in Räumlichkeiten, die nur etwas größer sind als unser Wohn- Esszimmer….

    • Na wenigstens ist in Folge der Deindustrialisierung die Luft im Pott besser geworden. Früher – als noch alles besser war – wäre es sonst schwierig mit dem Lüften geworden.

      Aber vermutlich wären damals die Schulen geschlossen geblieben; die Gefahr, dass einem beim Lüften ein Brikett an den Kopf geflogen wäre, war anno dunnemals einfach zu groß.

      Glückauf das Virus kommt:((( Staublunge und SARS-COV2 – der Begriff Deponiebergbau hätte eine ganz andere Bedeutung …

  65. Lieber Herr Priboschek,

    die vielversprechende Überschrift habe ich gestern am späten Abend gesehen und dann entschieden, den Artikel erst am frühen morgen zu lesen – damit ich den Tag positiv beginnen kann.
    Das hat geklappt – Ihr offener und ehrlicher Brief war erfrischender als ein guter Kaffee. So gut kann ein Tag beginnen …

    Ihnen vielen Dank für diesen Brief, der den Irrsinn der letzten Monate auf den Punkt bringt.
    Ihnen und Ihrem Redaktionsteam wieder einmal vielen, vielen herzlichen Dank für Ihrer aller Arbeit der letzten Monate.

    Bitte einfach weiter so.
    Und bleiben Sie alle gesund!

    Herzliche Grüße!

  66. DANKE für diesen sehr guten Brief, der mir als Mutter eines 10.Klässlers aus dem Herzen spricht. FRAGE IST: WIE VERSCHAFFEN WIR UNS ALLE ENDLICH MEHR GEHÖR MIT DIESER ANSICHT? An alle Berliner Eltern daher die Bittem hier zu unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/halbierung-der-berliner-klassen-jetzt-damit-die-schulen-offen-bleiben-konnen-1?share=b3783c38-0272-4559-a754-19cafe0423b2&source=copy_email&utm_source=copy_email
    Auch wir Familienangehörigen der Schüler/innen fühlen uns wie in einem großen Glücksspiel, dessen Regeln willkürlich sind. Der Gipfel der Unklarheit ist die „Hotspot“-Strategie für Inzidenzen ab 200: Umgesetzt vom Berliner Senat heißt das, die Schulen können in Klasse 8, 9 und 11 auf Wechselunterricht umstellen… das hat mit seriösem Infektionsschutz nichts zu tun. Nicht einmal die Konzentration auf die Kernklassen in der Mittelstufe wird umgesetzt: Mein Sohn trifft wöchentlich auf ca. 45 verschiedene Schüler/innen aus 4 verschiedenen Klassen, weil Wahlkurse ja SO unverzichtbar sind. Aber Weihnachten bitte nur zu fünft!

  67. Heinrich Mann: „Der Untertan“ – Weltliteratur, Zeit des Kaiserreichs. Die Hauptfigur Diederich Heßling war inzwischen einflussreich in der Stadt Wetzig „aufgestiegen“. Es stand nunmehr zur Wahl, ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal einzuweihen oder Stadtgelder in ein Säuglingsgeim zu investieren. Am Ende entschied man sich für das Denkmal…
    Wie sich doch die Bilder gleichen…Kaiserreich-Kapitalismus 2020….Erwarten wir mehr???

  68. Sind Sie damit einverstanden, wenn ich / wir Auszüge Ihres Artikels auf Instagram oder Facebook (z.B. unter Soeder Posts) zitieren mit Link zum ganzen Artikel? Der Brief muss öffentlichkeitswirksam verbreitet werden und nicht nur hier publiziert werden!!!

  69. Dann heult doch hier nicht rum sondern lasst euch krankschreiben. Geht demonstrieren. Dieses Gejammer im Internet bringt doch rein gar nichts.

    • Leider sind wir (die Lehrer) durch das Dienstrecht in Abhängigkeit zum Dienstherrn. Wobei die Dienstherren und -herrinnen es mit der Fürsorgepflicht partout nicht ernst nehmen…
      nur: „Krankschreiben lassen“ ist nicht unser Stil und keine Lösung für unsere Kinder und Jugendlichen in der Schule, die wir damit völlig sitzen lassen würden – und erst recht nicht für die KollegInnen, die dann noch mehr Arbeit und damit Infektionsrisiken am Hals haben. Es gibt eben zwei Seiten einer Madaille! Wer nicht unterrichtet wird das nicht nachempfinden können.
      Allerdings könnte sich das Problem, leider und ziemlich brutal, von selbst lösen, wenn es so weitergeht, wie bisher: Viele von uns leben (Familie, Kinder, Eltern..) und arbeiten schon sehr am Limit und kommen nur noch erschöpft und ohne Elan nach Hause. Dort meiden wir möglichst enge Kontakte, denn jeder könnte ja infiziert aus der Schule heim kommen. So geht die Problematik bis in das private Umfeld und deformiert auch dort das Zusammenleben. Ob schn einer unserer „Oberen“ daran gedacht hat-dass das nie aufhört, 24 Stunden, rund um die Uhr? Auch so kann man ein Land kaputt und krank machen-nicht durch den Virus, sondern durch permanent falsche Maßnahmen, welche sich auch psychisch und psychosomatisch (bereits jetzt) auswirken.
      Ich denke man darf nicht vergessen, dass die bei ErzieherInnen, MedizeinerInnen und Pflegepersonal jeder Disziplin ebenso ist!
      Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ausfälle in der Lehrerschaft und aller anderen, die durch das Desaster der Mangel- und Fehlentscheidungen betroffen sind, durch Burnout beginnen. Leider gab es das an meiner Schule schon, sogar bei zwei sher engagierten Kolleginnen und ich fürchte, das das auf breiter Front kommen könnte-und jeder fehlende Lehrer, Erzieher, Arzt, Pfleger u.v.a. beschleunigt diesen Prozess immer mehr.

  70. Herzlichen Dank für diesen Brief!!!!!! Wir sehen das Punkt für Punkt genauso !!!!!!! Danke danke danke! Wir verstehen nicht wie man soooo lange damit durchkommt! Unfassbar – wie soll das weitergehen. Wir mogeln uns durch eine Pandemie!!!!!

  71. DANKE für diesen großartigen Brief.
    Niedersachsen hat immerhin umgesetzt, was Mittwoch beschlossen wurde: Wechselunterricht ab Inzidenz von 200. In Berliner Hotspots hingegen sollen die Schulen selbst entscheiden, ob sie bei 200-Inzidenz Schulen auf Wechselunterricht umstellen möchten, und auch das gilt nur für die Klassen 8, 9 und 11: Alle anderen Schüler/innen sitzen weiter dicht nebeneinander, Abstands- und Kontaktbeschränkungsregeln gelten für sie nicht. Dazu kommt die weiterhin geltende Durchmischung der Klassen durch Wahlpflichtkurse & co: wenigstens eine Reduktion auf die Kernklasse wäre sinnvoll. Das ist kein seriöser Infektionsschutz! Wer das auch so sieht, bitte hier unterzeichnen: https://weact.campact.de/petitions/halbierung-der-berliner-klassen-jetzt-damit-die-schulen-offen-bleiben-konnen-1?share=b3783c38-0272-4559-a754-19cafe0423b2&source=copy_email&utm_source=copy_email

  72. Ich wünsche mir sehr eine Möglichkeit, sich hier „anzuhängen“, zB eine Unterschriftenliste. Der Artikel bringt es absolut klar auf den Punkt!

  73. Hallo, ein super Brief, genauso ist es. Ich bin Erzieherin und Mutter von zwei Kindern und kann das nur unterstreichen. Wir hatten Coronafälle in der Kita, daher musste ich 2 Wochen in Quarantäne und es ist nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Fall. Meine Kinder stehen täglich eingequetscht im überfüllten Schulbus und sitzen in eiskalten Klassenzimmern. Das ist die Realität und da wird nichts getan. Lieber Gruß aus der Nähe von Freiburg i.Br.

  74. Diesen Brief kann ich als Lehrerin nur unterschreiben.
    Sehr gut und treffend formuliert! Man fühlt sich komplett im Stich gelassen. Fürsorge? Keine Spur..
    habe selbst Familienmitglieder, die zur Risikogruppe zählen und bin ständig in Angst das Virus mit in die Familie zu tragen…

  75. Hallo Herr Priboschek – schließe mich den zustimmenden Kommentaren voll an.
    Aus den Kommentaren entnehme ich auch diese Bitte:
    Wäre es möglich, eine Dauerspalte einzurichten mit Best-Practice-Beispielen + Links aus der Selbsthilfe in Schulen? Die Rubrik Praxis ist zu verborgen und bislang auch wenig fokussiert.
    Und selbst hätte ich die Bitte, bei nächster Gelegenheit auch eine Rubrik Gesundheitsamt aufzunehmen – und Leser*innen um Berichte über ihre Erfahrungen zu bitten.

    • Lieber Senior Didi,

      wir freuen uns über Best-Practise-Beispiele – und haben, als die meisten Schulen eigene Modelle zum Fernunterricht probiert haben, viele gebracht. Im Augenblick aber wüssten wir nicht so recht, was für Best-Practise-Modelle Schulen fahren könnten. Hygienekonzepte eignen sich dafür nicht. Keine Schule kann die Abstandsregel auf eigene Faust einführen, keine Schule kann Maskenpflicht in eigener Hoheit erlassen. Darauf käme es jetzt aber an, wenn wir dem Robert-Koch-Institut folgen.

      Interessant wird Best Practice, wenn eine wachsende Zahl von Schulen doch wieder in den Wechselunterricht umsteigen (darf) – dann kümmern wir uns gerne auch wieder aktiv darum, Praxis-Beispiele unseren Leserinnen und Lesern vorzustellen. Das Leserforum ist natürlich immer offen – auch für Erfahrungsberichte.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  76. Danke für dieses Schreiben. Ich hoffe nur es kommt auch an!
    Was mir jetzt umso deutlicher auffällt: wo ist der Rest unserer freiheitlichen Preise und der weiteren Medien in Bezug auf Berichterstattung über Schulen. Interessen von Schülern, Eltern, Erziehern und Lehrern sowie Schulbediensteten findet dort nur marginal Erwähnung. Wenn überhaupt, dann mit den, in Prozentwerte umgerechneten verharmlosenden und lächerlichen Zahlen der Kultusverwaltungen. Eigentlich müssten die Vorwürfe auch an die Medien gehen, denn viele Menschen glauben noch an die Sachlichkeit und Vertrauenswürdigkeit ihrer Zeitung, sowie von Radio und Fernsehen.
    Einfach nur traurig!

  77. Wenn sich nur 40% der Einwohner Deutschlands impfen lassen wollen, dann reicht es nicht zur Herdenimmunität. Wenn sich die Schülerschaft, also die Kinder dieser Gesellschaft den Winter über durchseuchen, dann könnte es knapp hinhauen. Kann das sein?

      • Zitat Risikobewertung RKI zu Covid-19, Stand: 26.10.2020
        „Hier können Jugendliche und Personen mit vielen sozialen Kontakten durch Einhaltung der empfohlenen Maßnahmen (AHA + Lüften Regeln) in ganz besonderer Weise dazu beitragen, Übertragungen zu verhindern.“

        Überall da also, wo diese Maßnahmen nicht zusammen funktionieren können, weil eine der Maßnahmen z.B. verboten wird oder als bewusst nicht anwendbar akzeptiert wegfällt (wie der Abstand in den Klassenräumen), wird eine ziemlich wahrscheinliche Übertragung provoziert! Das wissen auch die Ministerpräsidenten. Aus dieser Nummer kommen sie auch nicht mehr raus…

      • Sorry, mir ist in dem Zitat eine weitere Personengruppe verschütt gegangen.
        Soll heißen: „Hier können junge Erwachsene und Jugendliche und Personen mit vielen Kontakten…“

    • Nochmal- Herdenimmunität heisst, die die Impfung oder Infejktion hinter sich haben, können nie wieder infektiös sein und so findet das Virus keine Wirte mehr für die verbreitung. Ungeimpfte sind damit auch geschützt. Das geht mit Masern, aber nicht mit Coronaviren. Antikörpertiter sind spätestens nach 6Monaten nicht mehr nachweisbar… Bei der Impfung war es zudem bisher so, dass das Virus wohl immer noch im Nasenrachenraum repilizieren kann- entsprechend wird es so auch weitergegeben. der Geimpfte schützt also nur sich selber vor einem schweren Verlauf durch sein T- Zellen Gedächtnis (die meisten jedenalls, es gibt auch Ausnahmen von natürlich Infizierten, bei denen die zweite Infektion schjlimmer was, hier könnte eine Mutation eine Rolle gespielt haben)- bis das aber greift, ist er wieder infektiös.
      Was durch viele selbst geschützte ebenfalls geschützt ist, ist das Gesundheitssystem.
      Aber Herdenimmunität ist bei so kurzer Immunität nicht machbar.
      Und auf GAR KEINEN FALL darf man eine T-Zell-mmunantwort über natürliche Infekltion bewerkstelligen bei diesem Virus! Es richtet ungeheure Langszeitschäden an und hat stark autoimmunes Potential- bei asymptomatischen Verläufen genauso wie bei symptomatischen. Herzkomplikationen treten viel häufiger auf als bei der Grippe. Kognitive Einschränkungen/Komnzentrationsstörungen sind insbesondere gehäuft bei Kindern zu beobachten, vieles ist noch nicht weiter erforscht. Aber Langzeitschäden (u.a. Lunge, Endothel, Gehirn, Herz, Nervensystem) sind mittlerweile unstrittig

      • Wenn 60 – 70 % der Bevölkerung geimpft oder wieder genesen sind, soll laut WHO ein Schutzwall gegen die Ausbreitung des Coronavirus gegeben sein. Diese Zahl müsste natürlich konstant bleiben.

        Die Durchseuchung kann deswegen aber keinesfalls aufgrund der hohen Risiken Legitimation finden. Gerade auch jetzt nicht, wo es doch durch die demnächst erhältlichen Impfungen einen Hoffnungsschimmer gibt!

        Mit Geduld und Einhalten der Maßnahmen in den Schulen (gemäß den Empfehlungen der Leopoldina und des RKI) wäre uns gedient, noch Schlimmeres zu verhindern. Ansonsten befindet sich Deutschland ja nun schon seit Wochen im Lockdown – ohne durchschlagenden Erfolg. Das zeigt doch im Grunde, wie wirksam die Schulschließungen im Frühjahr gewesen sein müssen.

        Mit Schulschließungen könnte man den Wahnsinn sicher schnell wieder unter Kontrolle bekommen, mit Einhaltung der Maßnahmen gerade bei den älteren Schülern ( AHA-L) bei geöffneten Schulen könnte man den Wahnsinn vermutlich verlangsamen, wenn alles so bleibt… nun, diese Katastrophe werden wir nun erleben.

        Die letzte Etappe in den Schulen nun weiterhin so schleifen zu lassen, ist bei DIESEN Zahlen verrückt! Alles schnell, schnell … scheinbar ohne Rücksicht auf Verluste. Unverzeihlich ist das!

        Im Frühjahr war ich dankbar, in diesem Land leben zu dürfen …das hat sich nun geändert.

  78. Vielen Dank für diesen Brief,
    Sie sprechen mir in jedem Punkt aus der Seele.
    Keiner dieser Minister hat sich in diesen 9 Monaten die Arbeit gemacht ein Konzept auf die Beine stellt der Onlineunterricht möglich macht.
    In anderen Ländern geht das auch.
    Sogar in Mexiko haben sie per Fernseher die Kinder zuhause unterrichtet.

    Was ich mich frage, wohin geht das ganze Geld was die Minister für die Schulen ausgeben sollten? Wohin verschwindet das?
    Geben die das anderweitig aus oder stecken sie sich das gar anderweitig in die eigene Tasche?
    Frau EisenmannS Mann beispielsweise führt eine private Stiftung die angeblich Geld für die Bildung stiftet.
    Frau Eisenmann ist Bildungsministerin von Badenwürtemberg, wenn ich mich recht erinnere.
    Was läuft schief in dieser Politik dass sich Tag für Tag Kinder und ihre Familien derart gefährden müssen?
    Sind wir nur noch ein kapitalistischer Staat in dessen Politik machtbesessene Minister das letzte Sagen haben?
    Ich schäme mich für diese Schulpolitik im eigenen Land. In eines der reichsten Länder Europas.

  79. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich hier nur Zustimmung zu dem „Brief“ gelesen. Sind denn hier nur Lehrer (und Erzieher) versammelt? Das Meinungsbild in der Gesamtbevölkerung sieht aber nicht unbedingt auch so aus.

    • Das liegt möglicherweise daran, dass das hier eigentlich ein Lehrer- und Erzieherforum ist. Ich könnte Ihnen aber z.B. Websites der IHK empfehlen oder irgendwelcher Innungen. Da gehts dann um andere Themen und auch um andere Sichtweisen.
      Aber wir diskutieren hier ja auch nicht, ob Bäcker zu früh aufstehen müssen oder nach getaner Arbeit noch zu viel Feierabend haben.

      Ich könnte mich derzeit auch ein bisschen drüber aufregen, dass die Ärzte über so viel Belastung klagen, aber dennoch in den Hauptkrankheitszeiten nicht bereit sind, am Mittwoch und Freitag eine Nachmittagssprechstunde abzuhalten.
      Da wird dann auf die Verantwortung für die Mitarbeiter*innen gepocht und auf die zusätzliche Belastung der Teilzeitkräfte, u.v.m.

      Da hab ich jetzt, ehrlich gesagt, auch grade keinen Nerv dafür, wo wir in der Schule plötzlich jeden Tag zusätzliche Aufsichten schieben müssen und die Elternsprechtage auf ewige Zeit strecken müssen, um nur ja den Eltern keine Begegnungsflächen zuzumuten.
      Würde mir jetzt aber trotzdem nicht einfallen, in einem Medizinerforum herumzubashen und mich zu wundern, dass hier wohl nur Ärzte mit schwerpunktmäßig einer Meinung posten.

  80. Ich bin seit den Zeiten, als Sie noch bei der Rheinischen Post waren, keinn großer Freund Ihrer Kommentare, aber Respekt!
    Sie sprechen mir aus der Seele, Lehrer und Schüler sind die Bauernopfer, die verhindern sollen, dass Maskengegner weiter auf die Straße gehen und Eltern mit Kindern das schon bestehende Defizit in der Wirtschaft nicht weiter vergrößern.
    Ob Online oder Präsenz, Problemschüler bleiben auf der Strecke. Ein Hybridunterricht ohne Erhöhung der Anzahl an Unterrichtenden kann nicht die gleiche Progression haben!

  81. Vielen lieben Dank für diesen ehrlichen, tollen Brief. Es wäre gut wenn er auch in den Medien erscheinen würde, damit ihn auch jeder lesen kann der nicht so viel mit diesem Thema belastet ist. Diese Politiker muss man nicht schonen. Machen Sie weiter so.

  82. Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen außer vielleicht dass man mal überlegen sollte mit wie viel Geld die Lufthansa und andere Unternehmen gestützt werden auf Kosten der Gesundheit der Kinder, die später auch noch finanziell diese Verschuldung abbezahlen müssen.
    Was mit Lehrkräften und Erziehern passiert welche Entschädigung diese Erhalten falls sie sich infizieren und schwer krank werden oder die Hinterbliebenen im Falle des Todes Unterstützung erhalten, ist ein Tabuthema.
    Die Unfallkassen werten eine Infektion mit Covid 19 nach meinem letzten Kenntnisstand als Teil eines Normalrisikos

    Das finde ich ziemlich skandalös.

  83. Der von ihnen von Herrn Söder übernommene Vergleich der täglich abstürzenden Flugzeuge hat nur einen entscheidende Haken. Es befinden sich keine Schüler unter den Opfern der im Septenber und Oktober begangenen verfehlten Informationspolitik der politisch Verantwortlichen und deren wohlwollender Unterstützung von größeren Familien- und Hochzeitsfeiern mit bis zu 150 Personen.
    Haben sie die medial präsentierten Bilder dieser ausgelassenen Feier vergessen oder diese gar verdrängt. Die Folgen baden wir jetzt aus. Danke.

    • AvL,
      Sie glauben doch nicht wirklich, dass arabische Großhochzeiten aus dem Sommer für die aktuellen Infektionszahlen verantwortlich sind?
      In Hildburghausen Thüringen feierten 400 Nichtdenker die höchste Inzidenz mit „Oh wie schön“.
      https://www.google.com/amp/s/amp.welt.de/politik/deutschland/article221075024/Hildburghausen-Risikostufe-rosa-Oh-wie-ist-das-schoen-singen-Demonstranten.html

      Deren Kinder gehen in Schulen, das sind Arbeitskollegen.
      Die Schulen sind wie in anderen Ländern Transmitter.
      Oder wie erklären Sie sich die 75 Prozent Infektionen unbekannter Herkunft?
      KMK Zahlen Inzidenz 200 bei Schülern, 400 bei Lehrern.

      • Ich beschrieb die in den öffentlichen Medien medial so beschriebenen und dokumentierten zahlreichen spontanen privaten Feiern, Masssenansammlungen in Bars und Gaststätten, die zahlreichen spontanen Zusammenkünfte von jungen Erwachsenen an Wochenenden, sowie die zum Teil auf mehrere Orte verteilten größeren Hochzeiten mit zum Teil mehreren hundert Gästen sowie die größeren Familientreffen ab September und im Oktober diesen Jahres.
        Wo habe ich hier arabische Großhochzeiten in den Fokus gestellt ?
        Ein enger sozialer Austausch wird sein Übriges zur Verbreitung des Virus beigetragen haben.
        Die Situation der steigendes Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen beschrieb ich schon im September, als die Zahlen der Corona-Patienten im DIVI-Intensivregister bei 250 bis 300 lagen.
        Wir liegen heute bei 3.900 Patienten, von denen 2.300 invasiv beatmet werden !
        Um sich ein Bild vom Personalstand auf Intensivstationen zu machen, hat die DGIIN ihre Mitglieder dazu befragt. 1098 Mitglieder haben sich an der Umfrage beteiligt. Darunter 72 % Intensivpflegekräfte und 25 % Ärzte.
        Ergebnis :97 % glauben , dass ausreichend Intensivpflegekräfte zur Verfügung stehen. Ein Grund dafür ist die Kinderbetreuung , weil 36 % der Befragten Kinder im Vorschulalter oder schulpflichtige Kinder haben.
        71 % müssen ihre Kinder nach Hause nehmen, wenn diese Husten oder Schnupfen haben. Nur 26 % können dann eine anderweitige Betreuung organisieren, die es ihnen ermöglicht, ihrem Beruf nachzugehen.
        Der Betreuungsschlüssel beträgt zur Zeit 1:2,7, und dieser liegt damit unter dem nötigen Personal/Patientenschlüssel von 1:2.
        Hinzu kommt dass Corona-Patienten auf Grund der invasiven Maßnahmen wegen der schwere der Erkrankung eine 1: 1 Betreuung benötigen.
        Wir habben zwar eine stille Reserve an zusätzlichen High-Care-Intensivbetten, diese weden wir aber wegen des sich einstellenden Personalmangels nicht überall mit ausgebildeten Fachpflegekräften besetzen können, da sich das Personal entweder selbst ansteckt, in Quarantäne sich befindet oder wegen anderer Infektionskrankheiten in den Wintermonaten ausfallen wird.
        Wenn die Kitas und die Schulen wie im Frühjahr bei derzeit weit höheren Patientenzahlen geschlossen werden, so werden wir vor gewaltigen Problemen stehen.
        Hierzu befindet sich ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt, der das Thema sehr umfangreich beleuchtet.
        https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=216577

      • XY P.S.
        Der Landkreis Hildburghausen hat mit dem heutigen Datum vom 28.11.2020 nach Angaben des DIVI-Intensivregister 2 intensivmedizinisch behandelte Corona-Patienten, die alle beide invasiv beatmet werden.
        Klicken sie einmal auf den Landkreis Hildburghausen auf der mittleren blauen Karte im Grenzgebiet Thüringen zu Bayern. https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=kartenansicht
        Da zeichnet sich in anderen Landkreisen und Großstädten ein ganz anderes Bild ab.

  84. Ja, in der Tat geht es den Ministern und Kultusministeren mit Ihren Entscheidungen um sich selbst. Die Retourkutsche wird aus meiner Sicht nicht ausbleiben: Ein eventueller Zwangs-Lockdown (dessen Folgen wir leider alle ausbaden müssen) und die nächsten Wahlen!

  85. Lieber Herr Priboschek,

    Sie tun wirklich ein sehr gutes Werk! Nicht nur – aber ganz besonders in diesem Moment – mit diesem Schreiben an politisch Verantwortliche!!! Meinen ganz herzlichen Dank dafür!

    Warum nicht zudem als sog. „Offenen Brief“ in diversen überregionalen Presseorganen schalten?
    Kosten? Kostenbeteiligung? Einmaliger Obulus (Geldspende) dafür durch Leser des Forums?

    Oder versuchen, in’s TV (z.B. ZDF: Morgenmagazin „moma“) eingeladen zu werden?

  86. Präsensunterricht heute sah so aus:
    6(!) Schüler. Einstellige Raumtemperaturen scheinen unerwartet zu fieberhaften Erkältungen zu führen! (Trotz Jacken, Mützen, Handschuhen und teilweise Decken ist es grauenvoll kalt, wenn man 6-7 Stunden so sitzen muss.)

  87. Viele lieben Dank, Herr Priboschek,

    treffender hätte ich es nicht formulieren können. Wir sind gezwungen zur derzeit einzigen Massenveranstaltung völlig ohne Abstand unter niedrigen Temperaturen und mit ansonsten nicht wirksamen bzw. häufig nicht eingehaltenen Alibimaßnähmchen. Erlebt habe ich außerdem ein Gesundheitsamt, das Sitznachbarn einer Infizierten einfach NICHT testet – um keine höheren Zahlen zu generieren.

    Sie haben recht, kein denkender Mitmensch kann ernsthaft das Märchen glauben, dass Kinder verschont sind von jeglicher Virenlast und dass die Gefahr praktisch vom Schultor ausgesperrt wird. Wenn letzteres so wäre, dann kann man doch alle großen Weihnachtsfeiern der Firmen gerne stattfinden lassen, indem man sie z.B. in das Schulzimmer verlegt, in dem ich 28 (fast) erwachsene Kursstufenschüler unterrichte.

  88. Ich bin unfassbar traurig, enttäuscht, ratlos… Ich bin selbst Mama von Schulkindern und arbeite zudem täglich mit und für VorschülerInnen, die widerum in Haushalten mit vielen „MitbewohnerInnen“ leben. ICH SCHÄTZE MEIN WIRKUNGSFELD ALS PÄDAGOGIN SEHR! Aber, zunehmend fehlen mir tatsächlich Antworten auf all die Fragen, die Kinder (und wir Erwachsenen) eben stellen. Ich verstehe die zahlreichen verwirrenden Regelungen, haltlosen Richtlinien, auslegungsfreien Maßnahmen usw. längst nicht mehr. Würde ich den dienstinternen Hygieneplan und vorallem dessen Belehrung einhalten wollen, müsste ich derzeit meinen Arbeitseinsatz verweigern… Etwa so: … Die Mülleimer im Gruppenraum sind mit stets mit einem Deckel abzudecken… Die Eimer haben keine Deckel?! Na dann streichen wir den Punkt eben. Häh?… Verständnislos ist zudem hinzunehmen, dass VorschülerInnen, deren Geschwister zuhause in Quarantäne sitzen, in unsere Einrichtung kommen sollen… Warum?… Eltern, die sich um ihre hustenden Kinder sorgen und auf Abklärung hoffen, werden aus der Praxis geschoben und vertröstet… Ihr Kind sei zu jung für Corona… Wie bitte?… Was bitte sollen wir Pädagoginnen vor Ort noch wirkungsvoll / überzeugend entgegensetzen? Zählt unsere Meinung, unser Vertrauen, unsere Empathie… nichts mehr?

  89. Wie wäre es mal mit einem Artikel, wie man sich wehren kann? Welchen juristischen Weg kann man gehen als Lehrer, Eltern, Schüler bzw deren Interessenvertretungen? In Görlitz zB ist Notstand im Krankenhaus. Wie kann man da verlangen, dass Personen mit Vorerkrankungen solche Risiken eingehen?

    • Sie sprechen mir aus dem Herzen! Leider gibt es genau bezüglich dieses Themas kaum bis wenig fundierte Meinung. Genau dieses Thema muss mehr Gehör in der Öffentlichkeit finden, so, dass man nicht erst in der hinterletzten Ecke einen Beitrag zu diesem kritischen Sachverhalt findet! Solche Menschen wie Herr Priboschek, sollten in Talkshows sitzen! Vielen lieben Dank für diesen Super Artikel!

  90. Liebe MitleserInnen, liebes Redaktionstean, ich möchte mich all den wohlwollenden Kommentaren zum Bruef zustimmend anschließen.
    Mich treibt jedoch noch viel mehr die Frage nach Lösungen, nach Handlugsmöglichkeiten.
    Gibt es denn wirklich keine Chance, aktuell irgendwie anders zu handeln?
    Ich bin selbst Lehrerin an einer GS, schreibe in den Blog des SMK in Dresden, wie viele besorgte Lehrer, Erzieher und Eltern auch. Ich habe bereits Verbäbde und Gewerkschaften angeschrieben. Es wird beschwichtigt, auf xy verwiesen usw.
    Was kann ban definitiv tun?
    Genau diese offene Frage belastet zum aktuellen Alltag dazu.

  91. Meine Kitakinder sind schon das zweite Mal in Quarantäne. Für mich ist das letztlich Freiheitsberaubung mit Ansage. In meinem (systemkritschen) Beruf darf/muss ich trotzdem weiter arbeiten. So dass ich nun tagsüber die Kinder in Quarantäne hüte und abends arbeite. Bitte zurück zur Notbetreuung oder harten Lockdown um die Inzidenz zu senken. Alles andere ist Kindeswohlgefährdung!

  92. In Frankfurt streiken Schüler/innen am Montag, 30.11.20 für besseren Corona-Schutz an Schulen. Finde ich toll! An die Redaktion: Könnten Sie darüber hier bitte auch einen Artikel veröffentlichen?
    Vielen Dank!

  93. Danke für Ihren Brief an die KMK
    Es wäre so einfach die Kontakte zu reduzieren (und das ist existentiell): Schulen und Nahverkehr mit weniger Personen.
    Wenn man ab Klasse 7 maximal 16 Schüler im Zimmer hat, täglich (!) die Gruppe wechselt und das zB bis Ende Januar oder bis Fasching macht, dann hat das (bei uns nachgewiesenermaßen!) folgende Auswirkungen:
    1. Kinder kommen jeden 2.Tag (= kurzes Homeschooling, effektivere Präsenz, Kontaktreduktion, zuhause nicht ganz so dringend Technik nötig) das hat bei uns im Juni/Juli super funktioniert, wurde von Kindern, Eltern und Lehrern gelobt und wird auch wieder gewünscht. Ab Klasse 7 müssten keine Eltern zuhause bleiben! Ein täglicher Wechsel zwingt die Schüler auch dazu am Homeschooling-Tag zu arbeiten! Theoretisch sogar mit Aufgaben auf Arbeitsblättern in D M und E …
    2. Schüler arbeiten in kleineren Gruppen nachweislich besser! Obwohl nur 50% Unterricht, wird trotzdem mindestens 70-80% des Lernstoffes erarbeitet. Bei vermehrten Hausaufgaben noch mehr! Bei uns waren alle Lehrer begeistert, wie weit sie inhaltlich im Juli kamen, obwohl nur die Hälfte da war!)
    3. Eltern müssen nicht zuhause bleiben, da die Kinder ab Klasse 7 alt genug sind, um alleine zuhause zu bleiben.
    4. täglich 40-50% Kontaktreduktion bei Schülern und Lehrern!
    5. auch im Nahverkehr ca 40-50% weniger Schüler und damit weniger Kontakte.
    6. Bei halben Klassen kann die Maskenpflicht im Unterricht sogar entfallen, sie ist vor allem im Sprachunterricht schädlich.
    7. Auch im Freien könnte man dann die Maskenpflicht in den Schulen erleichtern.
    8. Statt Sport sollte in den Stunden Übungsstunden für die Hauptfächer gemacht werden. Oder bei schönem Wetter Sport im Freien.
    9. In Religion können jahrgangsgemischte Klassen bleiben (ebenfalls in Technik usw).
    10. Das RKI stellt ja aktuell fest, dass 0,2% Schüler/Lehrer positiv getestet wurden, das klingt nicht viel, ist aber deutlich mehr als der Rest der Bevölkerung!
    11. Bei diesen Maßnahmen würden (wie in anderen Ländern sichtbar) die Inzidenzzahlen deutlich fallen! Dies hätte den Vorteil: Man könnte schneller wieder größere Teile der Wirtschaft wieder öffnen. (In Hotels sind die Zahlen kleiner als in der Schule!)
    12. …

  94. BRAVO! Ein toller Brief – auf den Punkt!

    Und bei heute -2 Grad Außentemperatur fehlt mir darin lediglich die Frage, warum die Kinder dringend Sportunterricht im milden Lockdown benötigen – denn der findet jetzt DRAUSSEN statt, damit man die Kontakte in der Sporthalle OHNE MASKE reduzieren kann.
    Auch bei diesem Thema ringe ich mit der Fassung! -2 Grad !

    Kann man denn auch dafür keine praktikable Lösung finden oder ist es mittlerweile einfach egal, ob die Kinder/Lehrer wegen Corona eine Lungenentzündung bekommen, wegen des Dauerlüftens im Klassenzimmer erkranken oder sich den Tod eben im Draußen-Sport holen?

    Vielleicht könnte man einfach auch auf eine Sportnote im Winterhalbjahr verzichten und diese sogar im Abiturzeugnis (zumindest im Basiskurs) streichen, einfach rausrechnen?

  95. Ihr Brief bringt es auf den Punkt, vielen Dank dafür, ich hoffe, er kommt auch bei den richtigen Leuten an!
    Ich bin auch Erzieherin und habe Vorerkrankungen, laut Gefährdungsanalyse dürfte ich eigentlich gar nicht in der Kita arbeiten. Aber egal, der Betrieb muss ja auf biegen und brechen weitergehen, Kinder sind ja nicht ansteckend. Trotzdem sollen wir uns jetzt bald selber testen, und am besten die Kinder auch noch, ein Video reicht ja aus, um uns darauf zu schulen, was bisher nur medizinisches Personal durfte. Und wenn es doch jemanden aus der Einrichtung erwischt, egal ob Kind oder Kollege, gibt es ja immer noch die Pendel-Quarantäne. Das heisst, wenn man überhaupt im Vorfeld von der Erkrankung erfährt, uns informieren die Eltern in der Regel erst, wenn alle wieder negativ sind, auch vom Gesundheitsamt werden wir nicht informiert. Schulen und Kitas sind so wichtig für die Kinder, aber wir als pädagogisches Personal sind der Politik keinen Pfifferling wert!!!

  96. Danke! Als Sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase, die an zwei Schulstandorten tätig ist und täglich in 2-3 verschiedenen Klassen unterwegs, fehlt mir jegliches Verständnis dafür wie eine Schulministerin, deren Qualifikation Rechtsanwaltsfachangestellte und Leiterin eines Boardinghauses ist, in NRW darüber bestimmt, wie der Unterricht zu Pandemie Zeiten an den Schulen in NRW vonstatten gehen soll. Jemand der nicht in der Praxis tätig ist oder zumindest war, kann sich kein Bild davon machen was Erzieher*innen, Pädagog*innen und Kinder jeden Tag in Kitas und Schulen mitmachen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here