Schulen testen Lüftungsanlage vom Max-Planck-Institut – aus Baumarkt-Materialien

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MAINZ. Eine vielversprechende Alternative zum Stoßlüften in Corona-Zeiten wird an Mainzer Schulen erprobt. Die beim Max-Planck-Institut für Chemie entworfene Anlage kann mit Materialien aus dem Baumarkt zusammengebaut werden – überaus preiswert. Die Stadt und das Bildungsministerium halten die Technik für vielversprechend.

Die Anlage des Max-Planck-Instituts lässt sich mit einfachen Bestandteilen zusammenbauen – und sie scheint zu funktionieren. Foto: Shutterstock

Die Idee ist einfach und könnte den Schulunterricht im Corona-Winter sicherer machen: «Jeder Mensch produziert warme Luft, die nach oben steigt. Richtet man diesen Luftstrom nach draußen, nimmt er Aerosolpartikel und mögliche Coronaviren mit sich», erläutert das Max-Planck-Institut (MPI) für Chemie in Mainz das Prinzip. Das dafür notwendige Abluftsystem lasse sich aus einfachen Materialien bauen, die im Internet bestellt werden könnten, sagt Frank Helleis, Physiker am MPI. «Die Anlage bringt so viel wie dreimal Stoßlüften pro Stunde.» Das ist die Empfehlung des Umweltbundesamtes für Klassenräume im Herbst und Winter.

90 Prozent der Aerosole und 50 Prozent CO2 wurden bei Tests aus den Klassenräumen entfernt

Breite Schirme direkt über den Tischen, an den Decken verbunden mit einem Rohr – so sieht die Anlage aus. «Alle Rohre führen in ein zentrales Rohr, das wiederum durch ein gekipptes Fenster nach draußen führt», erläutert das MPI. «Ein Ventilator am Ende des Rohrs sorgt dafür, dass die Luft aktiv nach draußen transportiert wird.» Einen Baubericht und die Dokumentation der Messreihen veröffentlicht das MPI auf seiner Homepage. Die Materialkosten pro Klassenraum beziffert Helleis auf ungefähr 200 Euro. In der Integrierten Gesamtschule Mainz-Bretzenheim seien bereits drei Abluftanlagen im Einsatz, in der Grundschule Marienborn zehn.

Bei ersten Messungen seien rund 90 Prozent der Aerosole und etwa 50 Prozent CO2 aus den Klassenräumen entfernt worden. «Den großen Unterschied haben wir noch nicht richtig verstanden», sagt Helleis. Es werde weiter getestet, voraussichtlich von kommender Woche an auch unter ganz normalen Unterrichtsbedingungen – mit Meersalz-Aerosolen. Die Abluftanlage sorge – auch unabhängig von Covid-19 – für bessere Luft in den Klassenzimmern.

«Die Messwerte sind überzeugend», schildert die Sprecherin des Bildungsministeriums, Sabine Schmidt, die Einschätzung ihrer Fachabteilung. Wenn sie sich bestätigten, könne dies auch etwas für andere Schulen oder gar andere Einrichtungen wie Büros sein, sagt sie. Die Stadt Mainz hat die Anlage auch geprüft, für gut befunden und will an diesem Donnerstag erläutern, wie sie an anderen Schulen eingebaut werden kann.

Wolfram Birmili vom Umweltbundesamt stellt fest: «Lufthygienisch ist das Studiendesign und die Erfassung des Partikelreduktionserfolges auf den ersten Blick plausibel belegt und valide.» Allerdings ersetze die Anlage das Lüften in den Pausen nicht. «Mit dieser technischen Lösung kann auch während des Unterrichts eine Abfuhr von Schadstoffen, Feuchte und CO2 aus der Raumluft vorgenommen werden», stellt der Fachmann für Innenraumhygiene fest. Der Nachweis, dass die Absaugung mit nur einem Ventilator wirklich flächendeckend funktioniere, fehle aber noch. Fragezeichen sieht Birmili auch bei der elektrischen Sicherheit – eine simple Steckdose – und der Konstruktion – direkt über den Köpfen der Schüler.

Zudem müsse ausreichend Zuluft nachströmen können. Birmili geht auch von etwas höheren Kosten aus, da ein geeigneter Ventilator schon etwa 100 bis 200 Euro koste und möglicherweise mehrere Ventilatoren pro Anlage notwendig seien. Dennoch sei es eine preiswerte Anlage, die zwei begabte Heimwerker an einem Vormittag installieren könnten.

An der Schule mit 1.400 Schülern werden jetzt 30 der insgesamt 90 Klassenräume ausgestattet

Allein in den ersten zwei bis drei Tagen seien mehr als 2700 Anfragen aus Deutschland und einigen europäischen Nachbarländern eingegangen, berichtet MPI-Sprecherin Simone Schweller. Viele Anfragen seien kritisch gewesen, die Bedenken hätten aber bisher alle ausgeräumt werden können. Statik und Brandschutz nennt der Leiter der testenden IGS, Roland Wollowski, als Beispiele.

An der IGS mit ihren rund 1400 Schülern sollen am kommenden Wochenende Schüler, Eltern und Lehrer geschult und dann damit begonnen werden, 30 weitere der insgesamt 90 Räume auszustatten. Ob dann im Winter auch auf die Masken im Unterricht verzichtet werden könne, sei noch offen. «Noch muss die Anlage beweisen, dass sie das kann.» Helleis vom MPI empfiehlt den Mund-Nasen-Schutz trotzdem weiter, weil er das Infektionsrisiko zusätzlich drücke.

«Die Kollegen sind unheimlich froh über alles, was gegen dieses Virus agieren kann», sagt die Rektorin der Grundschule, Karin Mades. Sie freut sich, dass der Unterricht nicht mehr alle 20 Minuten zum Lüften unterbrochen werden muss und die Kinder und ihre Lehrer dabei aus allem rausgerissen werden. Die Raumtemperatur sinke beim Lüften zudem so sehr, dass es bis zum nächsten Mal nicht mehr richtig warm werde. Von Ira Schaible, dpa

Weitere Informationen zu der Anlage gibt es hier.

Löst ein Selbstbausatz aus dem Baumarkt die Lüftungsprobleme an Schulen?

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25 KOMMENTARE

  1. Folgendes möchte ich voraus schicken: Ich bewundere den Tüftler- und Initiativgeist der Lehrer und Mitarbeiter des MPI! Diese Konstruktion zeugt von viel Motivation und Kreativität.

    Vor Wochen hatte ich den Fernsehbeitrag zu diesem Projekt im SWR gesehen und hielt das anfangs für Realsatire.
    Dann dämmerte es mir und ein gewisses Gefühl von Fremdscham überkam mich. Dieses wurde vor ca. zwei Wochen extrem verstärkt, als eine Mitarbeiterin des rheinland-pfälzischem KM sich vor die Kamera stellte und davon fabulierte, dass „man mit einer Gesamtschule und dem MPI intensiv an einer kostengünstigen Abluftanlage“ arbeite. Das empfand ich dann schon ziemlich dreist. Und armselig. Und ich habe mich geschämt. Warum? Nicht für den Innovationsgeist der Kollegen der IGS Mainz und der „Tüftler“ des MPI, nein, nein!
    Es ist dann irgendwie doch erbärmlich, wenn ein hochtechnisiertes Land die Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen in den Baumarkt schickt.
    Ich bin gespannt, ob sich das Kultusministerium in letzter Konsequenz diese Idee auf seine eigenen Fahnen schreibt in der Annahme: Der Wähler hinterfragt ja nicht.

    • Sehe ich auch so. Erbärmlich. Oder Vorsprung durch Technik? Dann kann sich Deutschland vielleicht sogar die Impfkosten für Lehrer_innen sparen.

  2. Schön, dass man die Anlagen so einfach herstellen kann. Aber bitte nicht durch Lehrkräfte, die haben andere Aufgaben und sind auch zu teuer.

    Gute Tätigkeit für vlt. für Soldaten, kleine Betriebe, ggf. Arbeitslose usw.

  3. Ich weiß natürlich auch die Mühen und den Erfindungsgeist zu schätzen, aber frage mich im selbem Moment, warum wird hier oder muss hier unbedingt gespart werden?

    Wenn ich solche Ideen für die Klassenzimmer eines 3. Welt Landes entwickle, dann ist das bemerkenswert und äußerst löblich. Für uns selbst, hier in Deutschland, ist das allerdings beschämend.
    Den zukunftsfähigen und (gesundheits-) sicheren Bildungsweg gibt es nicht zum Nulltarif und man sollte jetzt schleunigst mit dem nötigen (vorhandenen) Geld in den Weihnachtsferien nachholen was in den Sommerferien versäumt wurde und alle Schulen in Deutschland durch professionelle Betriebe entsprechend auch professionell ausstatten lassen, damit in Zukunft und für hoffentlich alle Zeiten, mit minimaler Gesundheitsgefährdung normal weiter unterrichtet werden kann.
    Das wäre eine Maßnahme Deutschland und unseren Kindern würdig und eine Leistung die sicher auch weltweit Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde.
    Später einmal wird an den heutigen Maßnahmen gemessen werden, wie wichtig uns die Zukunft und Sicherheit unserer Kinder war.
    Es wäre einen Schande, in dieser Hinsicht, in einigen Jahren, dann rückblickend von einem Totalversagen sprechen zu müssen.
    Noch ist es nicht ganz zu spät, aber wie so oft ist es viertel nach 12 und bei welchem Minister es nicht allerspätestens jetzt klick macht, der setzt letztlich die Zukunft seines Landes aufs Spiel.

  4. Hallo, ich bin Major eines Sanitätsbataillons und ich wüsste nicht warum unsere Soldaten herhalten sollten um den Lehrern ihre Lüftungsanlagen einzubauen, ich denke sie sind da selbst qualifiziert genug. Von Lehrern wird die ganze Zeit auf den Soldaten rumgehackt und jetzt sind sie auf einmal wieder recht. Am Ende meiner Schulzeit vor dem Abitur merkte ich an, ich würde zur Bundeswehr gehen, ab dem Moment war ich bei denen unten durch. Einer Mitschülerin ging es ähnlich, sie war eine sehr gute Schülerin und wollte Maschinenbau studieren, ab dem Tag als es bekannt wurde war sie Mobbingopfer der Lehrer und die Noten wurden auch schlecht. Bei Lehrern sind offensichtlich alle Studiengänge ausser Lehramt minderwertig. Als ich zur Oderflut in Dresden als junger Leutnant helfen musste eine Dresdner Schule zu sichern, kamen montags ein paar Lehrer anstatt uns zu helfen gingen sie wieder und hatten noch hämische Kommentare für uns Soldaten übrig, wie lasst doch die olle Schule absaufen. Dieses alte Gebäude war total frisch renoviert und ein richtig schöner Lernort. Meiner Tochter, die jetzt Chemie studiert sagte ich sie soll ihren Lehrern, dass ja nicht sagen, sie soll sagen sie studiere Lehramt. Reaktion von ihr: Das war das Beste was ich ihr je geraten habe, sie wäre sonst sicher im Abitur eine Note schlechter geworden. Bei Berufsberatungen lassen wir uns oft genug von Lehrern als Kanonenfutter bezeichnen und jetzt sollen wir dafür herhalten? Wenn ich das zu entscheiden hätte: Nein Danke. Natürlich werden wir die Anweisungen unserer Dienstherren befolgen, wozu uns unserer Diensteid auch verpflichtet aber mit speziellen Gedanken im Hinterkopf dazu. Mein ganzer Führungsstab denkt auch so und was die Mannschaftsdienstgrade dazu sagen kann ich mir auch denken. Ich denke, dass die auch im zivilen Leben mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg bleiben, ich übrigens auch nicht. Bitte liebe Lehrer bleibt auf dem Boden und habt vor anderen Berufgruppen auch etwas Respekt, dann hört auch die Basherei auf. Nach 2 Dienstzeiten in Afghanistan brauche ich mir nichts mehr von manchen weltfremden Menschen sagen lassen.

    • Leutnant mit Hecke – und warum sollen Ihre Fleckentarn-Jungs und Mädels dann bei der Telefonseelsorge der gesundheitsämter aushelfen?

      • Genau das ist die Einstellung die ich meine! Lehrer über alles und alle anderen sollen schauen wo sie bleiben. Manchen ist eben nicht zu helfen. Warum wir bei den Gesundheitsämtern helfen? Weil wir die Anweisung dazu bekommen haben und eine gewisse Anerkennung und Dank gibt es auch noch. Hat schon mal ein Soldat wegen dieser zusätzlichen Aufgabe gjammert? Von Lehrern würde es ja nur üble Kommentare für diese Hilfe hageln. Übrigens Sie können ja Ihre Meinung über die „Telefonseelsorge“ vor mal Ort kundtun. Das gibt Ihrem Berufsstand sicher einen gehörigen Schub in der öffentlichen Meinung. Also nur weiter so…

        • Komisch warum hat der Fleckentarnverein die Ausbildung in geschlossenen Räumen anders als an Schulen geregelt?
          Sind Lehroffiziere keine Lehrkräfte?

          Warum dürfen Bundesbedienstete – wozu Sie als Heckenleutnant, also dem Pentant zum zivilen Regierungsrat ja ebenfalls gehören – in der Bahn den Nebenplatz auf Kosten des Steuerzahlers aus Infektionsschutzgründen mit buchen? Wobei Dienstreisen für Angehörige des „the end of German Y“ (Y = Kfz-Kennzeichen der BW) de facto ausgesetzt worden sind, wenn nicht zwingend erforderlich. Lehrkräfte hingegen dürfen in Abordnungsfällen zwischen mehreren Schulen hin und her wechseln.

          Als Sanitätsoffizier hätte ich Sie aufgrund Ihrer Äußerungen nicht eingeschätzt, mehr so als Pionier – jetzt ohne Kopf, um mehr Balken auf die Schultern und den Platz dazwischen auflegen zu können!

          • Tip Top! Bin ja froh, dass ich meine Einstellung Lehrern gegenüber aufgrund solcher Kommentare nicht mehr ändern muss, sondern sie noch gefestigt wird.
            Ihr Kommentar hat in der Kompanie nicht gerade für Lacher gesorgt aber für volle Bestätigung der schon vorhandenen Meinungen. Wie gesagt weiter so……

          • Bis jetzt haben Sie sich zum Ausbildungsbetrieb unter Corona-Bedingungen und der Dienstreiseregelung für Bundesbedienstete überhaupt nicht geäußert. Fält Ihnen im Gegensatz zum Bashig anderer nichts zu ein – oder fällt der Blödsinn unter das Dienstgeheimnis.

        • Nur komisch, dass ich etliche ehemalige Soldaten kenne, die heute Lehrer sind. Der Schulleiter meiner Schule gehört dazu und der meiner ehemaligen Schule ebenso sowie etliche Kollegen. Passt irgendwie nicht zu Ihren Aussagen.

    • Warum das Soldatenbashing sein soll, wenn die Bundeswehr Lüftungsanlagen für Schulen bauen würde, die die Corona Infektionsgefahr für ca. 11 Millionen Schüler und 800.000 Lehrer verringert, erschließt sich mir nicht.

      Was wollen Sie? Sollen Lehrer unterrichten oder Lüftungsanlagen bauen – suchen Sie was aus!

      • An Dickebank. Ich wüsste ja nicht warum der Ausbildungsbetrieb bei der BW Blödsinn ist. Aber sicher haben Sie ja eine Quellenangabe, Gutachten oder eigene Erfahrung dafür. In dieser Kompanie findet sehr beschränkt Ausbildungsbetrieb statt, denn wir sind ein Einsatzbataillon. Trotzdem gelten bei diesen Veranstaltungen wie Sie es sich denken können die gleichen Vorgaben wie an Ihrer Schule, wie Abstand, Masken und Lüften. Im Übrigen sind wir seit geraumer Zeit damit beschäftigt die Logistik für die Impfungen sicherzustellen. Was wir auch gewissenhaft tun, auch wenn dieser Aufwand Menschen zugute kommt aus denen der pure Hass auf Angehörige der BW spricht. Aber ich denke Sie haben ja genug Einblick in die Kasernen und Auslandseinsätze.

  5. Aus Elternsicht: Genau richtig – JETZT die Probeversion in der Breite, mit schnell greifbaren Materialien. Ohne langes Abwarten auf den Meisterbetrieb – man kennt das doch!
    Und dann, wenn sich das Konzept im Realbetrieb bewährt hat und die funktionalen >Kinderkrankheiten< behoben sind: ZUg um Zug umstellen auf hochwertige Dauermaterialien, vom Meisterbetrieb eingebaut – inkl. Garantie!

  6. Fragen:
    – die Materialien sind wohl recht günstig. Wie sieht es aus, wenn die Arbeitszeit mitgezählt werden soll?
    – wer baut das eigentlich ein? Lehrer nicht, Hausmeister eher, aber die haben auch anderes zu tun
    – sind die Decken dafür ausgelegt?
    – wer verantwortet den Bau?
    – sind die Anlagen schülersicher? Vandalismus ist je nach Schule, Ort und Jahrgangsstufe leider häufig vorhanden.
    – passen die Anlagen zum Brandschutz?

  7. Ganz wichtig, und das gilt bei jedem Problem: bashing wo immer möglich anbringen. Denn wir, als Gesellschaft, kommen da richtig vorwärts, wenn man sich gegenseitig vorwirft selbst viel schlimmer dran zu sein. Lehrer brauchen nicht zu jammern, denn Pflegeberufe sind viel schlimmer dran, die wiederum haben sich den Job ja selber ausgesucht und Kinder sind ja eh nicht betroffen. //Ironie Off!//

    Leider liest man das hier und andern Orts immer wieder. Aber ist es nicht so, dass in der aktuellen Situation einfach nur wieder deutlich wird, an welchen Stellen in den letzten Jahren oder Jahrzehnten erbarmungslos gespart wurde? Hilft es denn da, anderen die Probleme abzusprechen, nur weil man selber auch welcher hat? NEIN!
    Das spielt doch nur den Ministerien in die Hände: Wir beschäftigen uns damit klar zu kommen und uns gegenseitig in die Pfanne zu hauen, statt auf den Tisch zu koppen und endlich einzufordern, was längst fällig ist. Brauchen wir wirklich 16 hochbezahlte PoilitikerInnen, die die Situation genau beobachten???
    Ist nicht vielleicht die Zeit gekommen, die Damen und Herren mal mit Klagen zu überziehen, weil sie mutwillig und gröbst fahrlässig ihre Pflichten verletzen und ihren Eid brechen?

    Mal abgesehen davon, dass ich keinen Berufszweig kenne, in dem man ohne jegliche Berufserfahrung, ganz zu schweigen von einer passenden Ausbildung, einen so gut bezahlten Posten bekommen kann, in dem man ohne Konsequenzen so verantwortungslos agieren kann…

  8. Basteln ist gut, kaufbare und seit Jahren bewährte Technik ist , zumal wenn sie recht preiswert und durchaus erschwinglich ist, besser.
    Masken töten keine Keime, sie halten diese, wenn sie auch an den Seiten absolut luftdicht sind, vom Leibe. Lichtdichte UV-Bestrahlungskammern sind besser, sie töten Keime und reduzieren damit die Viruslast. Wer meint, diese würden wegen zu großer Räume, nicht hinreichen, muss mehr davon installieren.
    Wir halten uns seit mehr als 8 Monaten an der AHA-Regel fest und meinen, damit alles getan zu haben. AHA hat nur eine Funktion, nämlich die Schuld am diesem Desaster auf die Bevölkerung zu schieben. AHA funktioniert bei Päpsten, die sich im Mittelalter einmauern ließen, aber nicht bei 8 Milliarden Menschen.

  9. Liebe Leute,
    was spielt sich hier denn hier ab?
    Lehtrer-bashing, BW-bashing…
    Genau das erscheint mir gerade symptomatisch für den Zustand unserer Gesellschaft zu sein.
    Auf unsere Politiker/innen schimpfen wir und beklagen die sinnfreien und unlogischen Endlosdebatten und hier legen Sie genauso los?
    Ironie und Sarkasmus, selbst Galgenhumor helfen mir z.Zt., den Verstand nicht zu verlieren Das, sofern es nicht beleidigend wird, sehe ich als legitimes Mittel, den eigenen Frust, das Gefühl der Machtlosigkeit und die Wut zu kompensieren. Andere Menschen aufgrund ihres Berufes pauschal zu diffamieren, finde ich würdelos, verachtend, intolerant und unmoralisch!
    Einen sachlichen Umgang miteinander fordern und erwarten wir schließlich auch von unseren SUS! Geht das nicht auch an dieser Stelle?

  10. Irgendwie ist da was schief gelaufen, so sollte der Text gar nicht aussehen…

    Also ich verstehe die meisten Reaktionen hier nicht.
    Es soll doch schnell eine möglichst gute Lösung her – oder?

    Die Max Planck Lösung ist schnell und auch gut. Und sie liegt in einem preislichen Rahmen in dem die Kultusminister kaum mit ihrem „zu teuer“ Argument kommen können.

    Dort wo es baulich geht, so schnell wie möglich realisieren, dort wo es nicht geht, eben Filter installieren.

    Was wir jetzt echt nicht brauchen sind solche Aussagen wie: „wer soll das jetzt installieren – wir Lehrer jedenfalls nicht…“
    Ich bin zwar grundsätzlich absolut dagegen, dem Staat privat Aufgaben abzunehmen, die er zu erfüllen hat, aber warum wir in dieser Situation nicht alle zusammen helfen/ zusammen halten, erschließt sich mir nicht.
    Lehrer können helfen, Eltern können helfen und die BW ist von meiner Seite auch gerne eingeladen. Und da ist es jetzt echt egal, wer die Löcher bohrt und wer den Café kocht.

    Wenn der jeweilige Schulträger das Material und etwas Verpflegung stellt, wäre ein Einbau an einem einzigen Tag für die „ganze“ Schule möglich.
    Zusammen!

    • Ich habe an anderer Stelle schon einmal geschrieben, wie es uns Eltern gegangen ist, als es darum ging die Schule zu streichen. Es war ausdrücklich von Seiten der Schulleitung und des Schulträgers absolut TOP organisiert. Nur von 90 Lehrern waren 4 Stück anwesend zum Helfen und später wurde sich dann lauthals beklagt wegen der Pfusch Arbeit der Eltern. Vor Ort wurde aber nie Pfusch festgestellt, als wir noch einmal durchgingen. Ähnlich erging es, als die Schule mit WLan ausgestattet wurde. Für die Schulleitung und den Schulträger gibt es nur Lob, die vereinzelten Lehrer waren nach dem Bild beim Pressetermin auch wieder weg. Ein eifriger Forumsteilnehmer schrieb, er würde so etwas nie unterstützen sondern die Zollbehörden informieren, dass die Schwarzarbeit ohne Abführung von Sozialabgaben geahndet wird. Für mich steht fest: NIE WIEDER!

  11. Ich wüsste nicht wann so ein Umbau realisiert werden soll. Doch nicht etwa samstags oder während der unterrichtsfreien Zeit. Diese Zeit benötigen wir um uns zu erholen. Was passiert wenn ich dabei von der Leiter falle oder auf der Treppe stürze? Wie wird die Entlohnung für diese Arbeit versteuert, ich möchte nicht, dass davon etwas in die Rentenkasse kommt, davon habe ich ja nichts. Wenn diese Dinge geklärt sind, kann ich mir vorstellen zu helfen aber sicher nicht selbst zu arbeiten, das sollen ruhig Handwerker machen. Die Aufgabe der Lehrer sehe ich eher in der Aufsicht und der späteren Qualitätskontrolle, für die fälligen Nachbesserungen.

  12. Ich wüsste nicht wann so ein Umbau realisiert werden soll. Doch nicht etwa samstags oder während der unterrichtsfreien Zeit. Diese Zeit benötigen wir um uns zu erholen. Was passiert wenn ich dabei von der Leiter falle oder auf der Treppe stürze? Wie wird die Entlohnung für diese Arbeit versteuert, ich möchte nicht, dass davon etwas in die Rentenkasse kommt, davon habe ich ja nichts. Wenn diese Dinge geklärt sind, kann ich mir vorstellen zu helfen aber sicher nicht selbst zu arbeiten, das sollen ruhig Handwerker machen. Die Aufgabe der Lehrer sehe ich eher in der Aufsicht, dass nichts gestohlen wird und der späteren Qualitätskontrolle, für die fälligen Nachbesserungen.

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