Spahn: Lehrer und Erzieher sollen sich selbst testen – nach Schulung

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BERLIN. Lehrer und Erzieher sollen sich in Zukunft nach einer entsprechenden Schulung selbst auf das Coronavirus testen dürfen. «Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen.» Antigen-Schnelltests könnten dabei helfen, Lehrer und Erzieher und damit auch Kinder besser zu schützen. Bislang dürfen Antigen-Schnelltests nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden.

Sorgt mit einem Vorstoß für Debatten in Kitas und Schulen: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Foto: Bundesgesundheitsministerium

Mit einer neuen Verordnung, die an diesem Freitag in Kraft tritt, will Spahn einerseits regeln, dass Pädagogen nach vorheriger Schulung selbst testen dürfen. Daneben sollen auch die Schulträger bei Bedarf mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen dürfen. «Das ist eine weitere alltagstaugliche Option, um Kindern auch in Pandemiezeiten den Kita- oder Schulbesuch zu ermöglichen», sagte Spahn den Zeitungen.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, begrüßte den Vorstoß Spahns. Man unterstütze das Vorhaben des Ministers, sagte Meidinger. «Allerdings mit zwei Einschränkungen: nur für Selbsttests, kein Einsatz von Lehrkräften bei Schnelltestungen von Schülern und zweitens bei Beachtung des Freiwilligkeitsprinzips.»

GEW: Tests schützen nicht vor Infektionen – Gewerkschaft fordert, RKI-Empfehlungen für Schulen einzuhalten

Die GEW betrachtet die Debatte über eigenständige Corona-Schnelltests an Schulen und Kitas mit gemischten Gefühlen. Die Vorschläge von Spahn könnten helfen, die Corona-Testung zu vereinfachen, sagten die für Schule und Kita zuständigen GEW-Vorstandsmitglieder Ilka Hoffmann und Björn Köhler. «Der freie Zugang zu den Tests ist aber kein Ersatz für die Hygiene- und Gesundheitsschutzregeln, die das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt», fügten sie hinzu. Tests schützten nicht vor Infektionen.

Die Gewerkschaft fordert seit langem, dass an den Schulen RKI-Empfehlungen befolgt werden, wonach bei einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 50 – also bei 50 und mehr nachgewiesenen Neuansteckungen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche in einer Region auf geteilte Klassen und Wechselunterricht umgestellt wird. Die Bundesländer sehen das nach einem gemeinsamen Beschluss von Ende November erst ab einer Inzidenz von 200 als Möglichkeit vor.

VBE: „Schnelltests werden nicht ab morgen an den Schulen flächendeckend zur Verfügung stehen“

Der VBE zeigte sich skeptisch. „Eines vorweg: Die Schnelltests werden nicht ab morgen flächendeckend zur Verfügung stehen. Die Kommunikation hierzu ist schon wieder ein Paradebeispiel dafür, wie Politik Erwartungen weckt, die von den Schulen nicht eingelöst werden können, weil die notwendigen Ressourcen schlicht nicht vorhanden sind“, erklärte Bundesvorsitzender Udo Beckmann. Die Beschaffung bei den Schulen selbst anzusiedeln sei nicht hinnehmbar, so Beckmann: „So wird nur eine weitere Aufgabe für Schulleitungen geschaffen, die so schon alle Hände voll zu tun haben.“

Es gebe bisher keine Aussagen dazu, ob geplant sei, dass Lehrkräfte Kinder testen sollten. Der VBE lehnt dies ab. Beckmann: „Die Schnelltests freiwillig bei sich selbst durchzuführen, ist das eine. Etwas ganz anderes ist es, diese Tests von den Schülerinnen und Schülern zu nehmen. Das darf keine Aufgabe von Lehrkräften werden! Das wird auf unseren massiven Widerstand stoßen.“

Robert-Koch-Institut hat dem Gesundheitsministerium bislang 636 Ausbrüche an Schulen übermittelt

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dem Robert Koch-Institut seit Beginn der Pandemie 636 Corona-Ausbrüche in Schulen übermittelt, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. In den letzten vier Wochen habe es demnach rund 64 Ausbrüche pro Woche gegeben. 18 Prozent dieser Ausbrüche hätten 6-10-Jährige, 26 Prozent 11-14-Jährige, 31 Prozent 15-20-Jährige und 25 Prozent Personen über 21 Jahren betroffen. Bei 53 Ausbrüchen (8 Prozent) seien nur erwachsene Personen betroffen gewesen. Den Daten zufolge liegt der Anteil der nachgewiesenen Infektionsfälle an Schulen an allen Corona-Ausbrüchen bei etwa zwei Prozent.

Das Gesundheitsministerium stellte klar: Corona-Schnelltests von Kita- und Schulpersonal werden zwar erleichtert, allerdings gilt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums weiterhin, dass sie von geschultem Personal durchgeführt werden müssen. Ein Ministeriumssprecher wies auf Nachfrage darauf hin, dass mit dem kürzlich beschlossenen sogenannten Dritten Bevölkerungsschutzgesetz, das unter anderem Änderungen des Infektionsschutzgesetzes enthielt, der Arztvorbehalt für die Schnelltests entfallen sei. Damit könne grundsätzlich jeder diese Tests anwenden, allerdings müssten sie durch entsprechend geschultes Personal erfolgen. News4teachers / mit Material der dpa

Immer mehr Ausbrüche, auch große: Bundesweit mehr als 7.000 Kitas und Schulen von Corona-Fällen betroffen – allein im November

 

 

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46 KOMMENTARE

  1. Na dann ist ja alles super.
    Durch eine Schulung kann ich jetzt also waschechte Medizinerin werden, klasse!
    Schüler teste ich gerne auch noch, mach ja nichts, wenn ich dann wegen Körperverletzung verklagt werde. Im Falle einer Klage bin ich ja im Zweifelsfall schon an Corona verstorben. Abstand, Hygiene und MNS sind nämlich an Grundschulen total überflüssig. Mit Freude habe ich auch die Nachricht vernommen, dass die Pflichstunden und Aufgabenbereiche von Kollegen in anderen Bundesländern ausgebaut, also ehöht, werden sollen. Dazu die Abschaffung der Sabbatjahre und ein höheres Renteneintrittsalter. Traumhaft.
    Zum Glück bin ich noch nicht verbeamtet, ich werde nach meinem Studienabschluss umsatteln und Maschinenbau studieren. In der freien Wirtschaft ist man mit 35 Wochenstunden schon bei einer Vollzeitstelle, man bekommt ein besseres Gehalt, mehr und echte Aufstiegsmöglichkeiten und Arbeitsschutz.
    Grundschullehrer sind Vollakademiker, werden hierzulande allerdings wie bessere Kindergärtner aus Entwicklungsländern behandelt, unglaublich.

      • Ich gratuliere dazu ebenfalls, eine weiße Entscheidung! Leider haben die meisten Lehrer, die mit der Berufswahl falsch lagen nicht die Fähigkeit sich anders zu orientieren. Sie gehen den bequemeren Weg und mogeln sich frustriert durch die Jahrzehnte. Das schadet nicht nur ihnen selbst, sondern auch den Schülern, Eltern, Kollegen und damit der gesamten Gesellschaft.
        Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings. Die 35 Stunden in diesem Beruf sind reines Wunschdenken. Aber bei einem Beruf der Spass macht und einen erfüllt, ist dies eher viert- oder fünftrangig. Ich wünsche herzlichst viel Erfolg und Erfüllung bei Ihrem Vorhaben….

        • Lieber Dieter Molitor,

          es steht Ihnen nicht zu, über „weise“ (sic!) Entscheidungen, oder „Fähigkeit“ (??? Inhalt/ Logik/ Sinn in diesem Kontext?) zu urteilen.
          Pure Anmaßung!

          Übrigens, nur mal so nebenbei bemerkt:
          ad: „… mogeln sich frustriert … schadet …“ .
          Wenn Sie vom Fach wären, wüssten Sie, dass das im Schulbereich in der Realität gar nicht geht – ein „Durchmogeln“ (??? Sinn/ Inhalt, in d i e s e m Kontext erschließt sich nicht!) „frustriert durch die Jahrzehnte“.

          „Schwarze Schafe“, die mit geringst möglichem Einsatz arbeiten, gibt’s ja hier nicht mehr und nicht weniger als in jedem x-beliebigem Berufsfeld, ebenso denkbare schädliche Folgeerscheinungen.

          Fazit:
          Ihre Argumentation: entbehrliche, schlichte Gemeinplätze!

    • Gute Entscheidung! Ich kann nur jedem Studierenden für das Grundschullehramt abraten. Sucht euch einen anderen Job, bei dem ihr eventuell auch Überstunden vergütet bekommt und Urlaub nehmen könnt wenn ihr das wollt.
      Dann könntet ihr auch mehr Gehalt bekommen wenn ihr mehr leistet und habe Aufstiegschancen.

  2. Erstaunlich. Ich sehe natürlich die Notwendigkeit.
    Aber: Bisher durfte man noch nicht mal auf Klassenfahrt dem Schüler eine Zecke entfernen. Bei Kopfschmerzen eine Paracetamol, das wäre schon fahrlässig.
    Jetzt soll man mit nem Stäbchen tief in die Nase oder den Rachen. Wer haftet, wenn da was falsch gemacht wird?

    • Das ist so nicht richtig. Das Entfernen einer Zecke ist in jedem Erste-Hilfe Leitfaden enthalten und demnach eine Erste-Hilfe Massnahme. Ggf. könnte es eher ein Problem geben, wenn die Zecke nicht schnell genug entfernt wird, und die Person Borreliose bekommt. Was allerdings nicht mehr erlaubt ist, ist die Wunde anschliessend zu definfizieren. Ebenso ist auch die Entfernung eines Splitters nicht wirklich erlaubt, weil es sich bei diesen Massnahmen um Behandlungen und nicht um Erste Hilfe Massnahmen handelt.

      • Heute, 4.12.20, in „Volle Kanne“ (ZDF, Morgen-TV) hat der dort oft als Fachmann für medizinische Fragen sprechende Arzt u.a. genau dieses Beispiel – „Zeckenentfernung durch eine Lehrkraft“ – angeführt, und ausgesagt, extra betont, sogar auch dies sei einer Lehrkraft ja nicht (!!!) gestattet.
        Eine von PolitikerInnenn (ggf.(!!!) – also rein theoretisch (!!!) angedachte) Testung von SchülerInnen durch LehrerInnen wurde von diesem Arzt
        kommentiert, also schon mal (präventiv) problematisiert.

        (Wenn nun jetzt schon die LuL sich selbst testen werden, könnte ja man auf die Idee kommen, die LehrerInnen könnten dann ja auch gleich – quasi „in einem Aufwasch“ – auch die SchülerInnen … .)

        Jeglichem Unterfangen dieser Art erteilte er eine entschiedene Absage!!!

        Denn selbst nach einer Schulung zur Selbsttestung würden sicher teilweise fehlerhafte Ergebnisse durch die LehrerInnen gewonnen und so ggf. trügerisches Sicherheitsgefühl suggeriert.
        Er warnte vor Pseudosicherheit – und unwägbaren Risiken.

        Jeder, der das Testprocedere kennt, weiß um den Würgereiz, Hustenreiz, erinnert den Tränenfluss, Niesreiz und das höchst unangenehme Gefühl, wenn jemand tief (!!!) im Nasen- und Rachenraum korrekte Abstriche macht.

        Das medizinische Testpersonal sei ja nicht umsonst vermummt im Schutzanzug, mit Handschuhen, spezieller Profi-Schutzmaske, … bei der Abnahme der Testabstriche.

      • Nicht gestattet, nur mit vorheriger Erlaubnis der Eltern und selbst dann rechtlich heikel.
        Tatsächlich müsste man das Kind auf der Klassenfahrt zu einem Arzt bringen oder die Zecke belassen, bis das Kind zu Hause ist.

        Medikamente darf man beaufsichtigen, aber nicht verabreichen.
        Entweder, das Kind kann es selbst,
        oder es kommt eine Fachkraft, um dies zu tun,
        oder das Kind muss zu Hause bleiben.

  3. Liebe Sophia,
    sehr herzlich beglückwünsche ich Sie zu Ihrer Entscheidung, nach Ihrem (ersten oder zweiten?) Staatsexamen das Lehramt zu verlassen und stattdessen noch einmal Ingenieurswissenschaften zu sudieren. Für Ihren weiteren Werdegang wünsche ich Ihnen alles Liebe und Gute.
    LG Mercurius

  4. Schnelltests für den Eigenbedarf WÄREN super, denn wenn viele LuL sich testen, wird rauskommen, dass Lehrer überdurchschnittlich stark von Infektionen betroffen sind.

    Deshalb werden die super tollen Länder das leider nach Kräften verhindern, verzögern, verschleppen und vergeigen – man kennt es…

  5. Danke für den Lacher des Tages. Wer sich schon testen ließ, der weiß, dass es in Schutzkleidung und fachmännisch erfolgen sollte. Wenn man will, dass sich Lehrer gegenseitig anstecken, ist dieser Vorschlag aber der richtige Weg.

    • Das ist natürlich auch für andere private Bereiche ei grosser Nachteil, aber es gibt zumindest im Handschuhbereich doch auch genügend aus Venyl

        • Das ist ja wieder die billigste Ausrede von allen, einfach eine Erkrankung vorschieben, wenn irgendetwas nicht genehm ist. BurnOut wäre doch auch eine Alternative. Macht Eure Problemchen doch Mal publik, mal schauen was Lehrer dann für ein Feedback erhalten. Macht doch bitte Mal etwas gemeinsam und drückt Euch nicht vor jeder Unannehmlichkeit, das kommt in der Öffentlichkeit gar nicht gut an. Sichert Euch dich die Sympathie der Bevölkerung, dann habt Ihr auch Rückhalt.

          • @Stefan

            Jaaaa, hurra! 😉

            Das ist ja wieder das billigste Gequassel … wenn irgendetwas nicht genehm ist.
            Sie haben wieder erfolgreich ??? ins ewig gleiche Horn geblasen.
            Das Ihnen das nicht selbst langweilig wird?
            Denken wäre doch auch eine Alternative.
            Machen Sie Ihre Problemchen doch mal publik (bei Familienmitgliedern, bei Arbeitskollegen, bei Nachbarn, beim nächsten Arztbesuch wegen Stress – auch wenn diese Leute es auch nicht mehr ertragen können), mal schauen was Sie dann für ein Feedback erhalten.
            Sichern Sie sich die Sympathie Ihres näheren sozialen Umfeldes, dann haben Sie auch Rückhalt … und müssen sich hier nicht mehr „mitteilen“.

  6. Wie konnten wir in der FAZ vor gut einer Woche lesen: Herr Lorz, feinfühlig wie er ist, bemerkte :“„Ich nehme einen ungeheuren Stress wahr“
    Evtl. kann dieser Stress auch daher rühren, das wir in Hessen z.B. letzten Tag im November ganz andere Infos zu den Schnelltest bekommen haben – die sollen dann nämlich ab dem 01.12.2020 wieder in den ausgewählten Arztpraxen stattfinden. Drei Tage später wieder andere Infos.
    Wieder ohne genaue Angaben.
    Woher kommt es wohl, dieses „„Ich nehme einen ungeheuren Stress wahr“???????

  7. Eine weitere „Ach haltet die Fresse, Lehrer!“-Maßnahme. Komm, wir geben den Idioten paar Schnelltests, dann können wir sagen, wir haben was gemacht… Gebt diese Tests doch bitte dorthin, wo sie wirklich gebraucht werden!

    Das ich mich testen kann, ändert N I C H T S an den nicht vorhandenen Arbeitsschutzbedingungen!!!!!! Das „schützt“ mich kein Stück mehr, ich bekomme höchstens früher raus, wann ich mich angesteckt habe.

    Aber ach jaaa, es sind ja nur die Lehrer, die die Viren in die Schulen tragen…

    Was ist so schwer daran, die blöde Abstandsregel einzuführen?! – Nix, wenn man nur will…

  8. Finde ich Prima!
    Weitere Vorschläge:
    – Eventuell könnten die Ehepartner von Lehrern Kurse machen lassen um Kleine Operationen zu übernehmen. Blinddarm auf dem Küchentisch raus und so. Würde die private Krankenkasse deutlich entlasten.
    – Lehrer müssten dann in den Ferien auch nicht auf der Terrasse sitzen. Ab ins Testzentrum.

    Wenn man das weiter denkt, warum teure Impfzentren? Impfung gegen Corona im Park! Die Junkies haben das mit den Spritzen voll im Griff!

    Da hilft nur der Anruf im Sekretariat. “ Kann heute nicht zur Schule kommen. Hab mich selbst getestet, plötzlich war das Stäbchen weg. Muss zum Arzt.“
    Oder statt Nasenabstrich einfach mal mit Stuhlprobe versuchen. Wenn es nicht klappt kann man die Probe ja im Ministerium einreichen und nachfragen was man falsch gemacht hat. 🙂

    Wenn schon absurd, dann auch richtig!

  9. Hätte auch noch – ausgehend von dieser Idee mit den Schnelltest eine weiter Idee für ne zielführende Lehrerfortbildung: „Beatmungsgeräte auf der ITS selber bedienen – Hilfe zur Selbsthilfe“ – angeboten vom KM NRW – in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsämtern und den angeschlossenen Kliniken…das wäre doch mal eine sinnvolle Fortbildung – zumal die LuL dann in den Ferien, die sie ja nicht verdient haben auf den CovidStationen aushelfen könnten…und sich dabei schon mal ein wenig vertraut machen können.

    • Wie, Sie haben noch keinen Time-slot an Ihrer Tanke, um Druckluft in mitgebrachte Gefäße für die Atmungsunterstützung abzufüllen?

  10. Politisch ist der Move gut: Spahn steht als Macher da und Lehrer werden sozial erpresst, diese Tests zu machen. Gleichzeitig muss bei einem Fall eines Kollegen nicht mehr jeder, der Kontskt mit dem hatte ins Quarantäne, sondern es gibt dann eben Schnelltests. Das spart Fehltage und rückt eine Schließung, wie vom RKI gefordert, in weite Ferne.

    Bravo Herr Spahn! Unwählbar, ehrlich.

    • Ja und? Dann lässt man zunächst einmal die Schulaufsicht prüfen, ob das testen der SuS durch Lehrkräfte, rechtlich keine Körperverletzung ist. Zweitens lässt man mit Hilfe eines Berufsverbandes prüfen, ob es dienstrechtliche und privatrechtliche Konsequenzen haben kann, wenn etwas passiert oder behauptet wird, dass etwas passiert wäre. Danach bleibt noch die Frage offen, welche Versicherung im Falle eines Falles den Schaden, der möglicherweise auf eine nicht sachgerechte testung zurück zu führen ist, übernimmt.

      Bis das geklärt ist, ist entweder die herenimmunität sua sponte erreicht oder es haben sich genügend Mitmenschen impfen lassen. Also immer ruhig Blut.

      • Richtig, entweder Herdenimmmunität oder Impfung. Bis dahin ist alles nur Verzögerungstaktik. Deshalb auch die Salaminisierung der Zeiten, bis wann die Maßnahmen gelten. Als ob nicht jedem klar ist, dass das bis März weitergeht.

        Ich habe mich vielleicht etwas ungünstig ausgedrückt: Es geht ja bei den Schnelltests nur um LuL, nicht um SuS (so viele Tests gäbe es nicht). Spahn steht nun gut da, weil der Move politisch gut war, die Verantwortung liegt dann wieder bei Anderen und er flankiert die Kopf- und Planlose Coronapolitik der KmK. Klar, ich lasse mich nicht erpressen, aber genau darum geht es doch dabei: Verantworting abwälzen, Hybrkdunterricht um jeden Preis vermeiden, Lehrer unter Druck setzen etwas zu tun. Viele Anddre lassen sich sicher auch nicht erpressen und gehen zum Arzt. Es ging mir letztlich um das, was da wieder politisch läuft.

  11. Never ever mache ich da mit.
    Es wird immer unerträglicher.
    Macht endlich Wechselunterricht ab 50er Inzidenz. Alles andere interessiert mich nicht mehr.

  12. Wenn schon denn schon, dann künftig auch Schnelltests selbst bei Scharlach und ich bin mir sicher, kein Kind oder Lehrer hat mehr Streptokokken oder Coronaviren, wenn wer schiebt sich denn das Stäbchen selbst so konsequent bis zu den Tonsillen in den Rachen!

  13. In der Tagesschau ist allen Ernstes die Rede davon, dass wir auch Kinder testen sollen. Sind die irre? Auf gar keinen Fall mache ich da mit. Hätte ich Arzthelferin werden wollen, hätte ich nicht studieren brauchen. Mach ich dass dann in der Frühstückspause oder komme ich noch früher als jetzt schon in die Schule als jetzt schon und teste dann meine Klasse??? Ich habe ja jetzt schon Elternbriefe die mir verbieten ihre Kinder zu impfen (ich weiß gar nicht wie man auf solche Ideen kommt) … Sind denn jetzt alle bekloppt???

  14. Oje, das passt ja voll ins Bild. Lehrer bekommen wieder was und sind natürlich wieder nicht zufrieden. Ich denke nächste Woche steht genau dies wieder bei einschlägigen, vielgelesenen Printmedien auf der ersten Seite. Das Einzigste was hilft wäre A15 für alle, dann steckt sich auch niemand mehr an. Das Bild der Lehrer in der Öffentlichkeit verdunstet sich von Woche zu Woche. Einige Zeitgenossen freuen sich riesig über jedes Eigentor der Lehrer und ein Ende ist nicht in Sicht….

    • Lehrer bekommen etwas? Was denn?
      Sie bekommen die Möglichkeit, sich selbst auf dem Markt um Schnelltests und eine Schulung zu bemühen, die sie dann im KollegInnenkreis anwenden dürften.

      Was bekommen sie nicht?
      – Arbeitsschutz nach gesetzlicher Regel
      – medizinische Versorgung
      – Anerkennung der Arbeitszeit

      Warum wird kein medizinisches Personal gestellt, dass mit zentral erworbenen Tests von Schule zu Schule fährt und den Lehrkörper fachgerecht testet?
      Auf welche Anschaffung oder Fortbildung verzichtet die Schule, sodass Tests gekauft werden können?
      In welchem Zwitraum kann man Tests erwerben, wenn doch gerade jetzt Haushaltsschluss ist und der neue Etat erst ab Mai erwartet werden kann?

      Für mich sind es leere Versprechungen, die wir da „bekommen“.
      Damit sollen sich Lehrkräfte zufrieden geben, sich glücklich bedanken und über die Maße beschenkt fühlen?

      Hoffentlich nehmen sich andere Arbeitgeber am Vorgehen der Ministerien kein Beispiel, dann gibt es auch in anderen Bereichen demnächst Nullrunden, abgeschaffte Arbeitnehmerrechte, verwehten Gesundheitsschutz und leere Geschenkekartons zum Freuen.
      … da muss man nicht raten, wer sich darüber freuen würde.

      • Zum gesetzlichen Arbeitsschutz: Ein fleißiger Kollege hier im Forum belehrte mich, als ich mangelnden Arbeitsschutz an Schulen anprangerte, die Regeln der DGUV gelten nicht, da die BGs für Beamte nicht zuständig sind. Für Schüler auch nicht, weil keine Arbeitnehmer. Also, Ihr gesetzlichen Vorgaben haben Sie ja.
        Zur Medizinische Versorgung: Können Sie nicht zum Arzt gehen, Medikamente gibt’s auch nicht, sind Sie nicht krankenversichert?
        Anerkennung der Arbeitszeit: Bekommen Sie nicht monatlich Geld? Ist das nicht die Anerkennung für Ihre Arbeit?
        Ich habe zwecks angeblicher Nullrunden hier im Forum schon einmal nach der Quelle gefragt natürlich inklusive der dynamischen Pensionserhöhung. Aber keine Antwort bekommen. Vielleicht habe ich jetzt Glück.
        Ihre „nicht vorhandenen“ Besoldungserhöhungen fussen übrigens auf die Tarifabschlüsse von Verdi in der die hier vielbescholtenen Pflegerinnen und Friseurinnen organisiert sind. Sind Sie bei Verdi? Aber die von Verdi erkämpften Abschlüsse annehmen. Viele Mitglieder der Bevölkerung nennen so etwas asozial. Damit ist wieder eine Steilvorlage für Lehrer-Bashing in der Pipeline…

        • Ganz ehrlich, Nullrunden haben wir nicht. Aber zuletzt kam doch der Vorschlag die Beamten mögen doch aufs Weihnachtsgeld verzichten zum Wohle der Allgemeinheit.

          Wer Lehrer ist (zum. in NRW) weiß, es gibt weder Weihnachts- noch Urlaubsgeld, etc… wurde alles schon lange einkassiert.

          Zur Anerkennung der Arbeitszeit stimme ich Hr. Molitor zu, aber nur bezüglich seines ersten Posts „A15 für alle“. Aber selbst damit würden die unzähligen unbezahlten Überstunden nicht ausgeglichen… wer’s nicht glaubt, einfach mal den Job machen… so ich muss wieder an die Arbeit, es ist schließlich Sonntag…

  15. wenn ich das schon lese ..was bekommen die Lehrer denn…was sollen die Erzieher sagen ..wir stehn nicht hinter einem Schreibtisch …wir werden jeden Tag angehustet. .angeniest. .angespuckt durchs reden ..müssen wickeln..und das ohne Schutz weil die Kinder ja sonst angst bekommen …und wir gehen mal eben nicht so eher in den Urlaub ..schön bis 23.12 arbeiten nur um die Frage von Eltern zuhören :machen sie auch am 24 auf käme uns gelegen …ach warte ich habs vergessen Kinder stecken ja garnicht an das Virus erkennt ja das alter und macht bis zum 10 Lebensjahr ja stopp ..Mensch wie konnte ich das vergessen …kiga der sicherste und Best beszahlste und gut in Rente bekommende Job. ..Mensch die Armen Lehrer

      • Die SuS haben Ferien, Lehrkräfte haben unterrichtsfreie Zeiten. Und da die Tage 21. und 22. Dezember unterrichtsfreie Tage sind, musste die Anwesenheitspflicht für die Lehrkräfte gesondert angeordnet werden.

        Wären die beiden Tage zusätzliche Ferientage, wären sie automatisch unterrichtsfreie zeit für die Lehrkräfte gewesen.

    • „wenn ich das schon lese“ … Geht mir gerade ebenso. Wenn ich schon wieder lese, wie gut es den faulen und überbezahlten Lehrern hinter ihren Schreibtischen geht – dann frage ich mich, warum gejammert wird.
      Und dann frage ich mich, warum die Erzieher so viel jammern. Die sitzen den ganzen Tag schön warm und trocken auf dem Krabbelteppich und verdienen ihr Geld mit Kuscheln, Spielen und Basteln.

      OK, und jetzt schauen wir doch mal darauf, wie es wirklich ist.
      In beiden Berufen wird aktuell NICHTS unternommen in Sachen Arbeitsschutz. Null. Von beiden Berufen wird einfach erwartet, dass wir uns zum Wohle der Kinder und Jugendlichen aufopfern und unsere Gesundheit selbstlos riskieren. Am besten noch grinsend und ohne uns zu beschweren.

      In beiden Berufen ist das NICHT OK, absolut nicht. Dabei spielt es keine Rolle, wer mehr verdient und wer einen „Schreibtisch“ hat. Dieses „Mir gehts aber noch viel beschissener als dir“ hilft dabei überhaupt nicht und ist armselig.

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