Sind am Montag in Hessen die Schulen voll? Das weiß niemand

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WIESBADEN. Für Hessens Schüler fällt der Unterricht im Klassenzimmer wegen der Corona-Pandemie bis Ende Januar weitgehend weg – oder auch nicht. Nach dem Beschluss des Corona-Kabinetts der Landesregierung müssen die Kinder der Klassen 1 bis 6 bis zum 31. Januar zum Lernen nicht an die Schulen kommen, dürfen aber. Die Präsenzpflicht werde für diese Schüler ausgesetzt, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden. Für Schüler ab Klasse 7 werde grundsätzlich Distanzunterricht in den nächsten drei Wochen angeboten. Ausnahme: Absschlussklassen. Die GEW nennt das „konzeptionslos“.

Volle Schulen am Montag? Hessens Kultusminister Alexander Lorz. Foto: HKM/ Patrick Liste

Mit dieser Regelung sei für jüngere Schüler ab Montag (11.1.) noch eine Art Notbetreuung in den Schulen möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Die Kinder würden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, erklärte der Kultusminister. Die Eltern müssten aber keine Sorge haben, dass diese Schüler mehr Unterrichtsstoff erhielten. Die Kinder im Distanzunterricht lernten genauso viel und bekämen das gleiche Material wie die Schüler, die nicht zuhause bleiben können.

Schülern soll ermöglicht werden, ihren Schulabschluss so regulär wie möglich zu erwerben

«Das ist ein trauriger Moment. Denn wir Kultusminister sind von Amts wegen Lobbyisten für Schule», sagte der CDU-Politiker. Sein Ziel sei stets, so viel Schule wie möglich zu ermöglichen. «Ich appelliere aber an alle Eltern, ihre Kinder – wann immer möglich – im Sinne der Kontaktreduzierung zu Hause zu behalten», mahnte Lorz mit Blick auf die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen. Schüler in Abschlussklassen sollten unter Einhaltung des Mindestabstands dagegen weiter unterrichtet werden, teilte der Kultusminister mit. Diesen solle ermöglicht werden, ihren Schulabschluss so regulär wie möglich erwerben zu können. «Dafür brauchen wir den Unterricht», betonte Lorz.

Für die Kinderbetreuung bleibe Hessen bei seiner Linie: Es solle möglichst nur dann eine Betreuung in Anspruch genommen werden, wenn es eine dringende Betreuungsnotwendigkeit gebe, ergänzte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Wer Kinder zuhause betreut, könne bis zu zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld je Elternteil geltend machen.

„Was Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und Eltern brauchen, ist Verlässlichkeit“

„Die Präsenzpflicht an den Schulen aufzuheben, ist konzeptionslos und wird auch den Erfordernissen zur Eindämmung einer Pandemie nicht gerecht. Was Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, Schulleitungen und Eltern in den nächsten drei Wochen und langfristig bis zum Ende des Schuljahres brauchen, ist Verlässlichkeit, Planungssicherheit und eine echte Konzeption, wie es mit dem Unterricht unter den Bedingungen der Corona-Pandemie weiter geht“, erklärte Birgit Koch, Vorsitzende der GEW Hessen.

„Bei einer ausgesetzten Präsenzpflicht entscheiden die Eltern, ob ihre Kinder die Schule besuchen – oder eben nicht. Es kann also sein, dass alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse zum Unterricht in die Schule kommen oder eben niemand. Wie soll dann der Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler umgesetzt werden? Sollen Lehrkräfte den vollen Unterrichtstag in der Schule gestalten und zusätzlich auch noch den vollen Unterrichtstag für Kinder und Jugendliche, die zu Hause bleiben, planen und durchführen? Wie sieht es mit der Schulbusbeförderung aus? Wer entscheidet und soll planen, wie viele Busse eingesetzt werden müssen? Und wie soll der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern gehalten werden? Wie soll das alles digital laufen, da noch längst nicht alle Schülerinnen und Schüler mit einem digitalen Endgerät ausgestattet sind? Das sind nur einige Fragestellungen, die zeigen, dass eine aufgehobene Präsenzpflicht den Erfordernissen der momentanen Situation nicht gerecht wird“, sagt die Gewerkschafterin.

„Für uns ist klar“, so Koch weiter, „dass es nach dem Lockdown an den Schulen nur mit einem Wechselmodell, also dem Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, weitergehen kann, damit alle auch in den Klassenräumen den Abstand wahren können. Und wir brauchen einen verbindlichen Stufenplan, der abhängig vom Infektionsgeschehen und den Inzidenzwerten vor Ort regelt, welches Unterrichtskonzept greift.“ News4teachers / mit Material der dpa

Kommentar: Wir werden viel verzeihen müssen? Die Liste wird immer länger…

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34 KOMMENTARE

  1. So langsam beschleichen mich Zweifel, ob wir als Nation überhaupt den Willen und die Fähigkeit besitzen, dieses Virus zu besiegen. Und falls wir es doch schaffen sollten, ob das dann nicht einfach reines Glück gewesen sein wird. Konsequentes und zielorientiertes Handeln können dann jedenfalls kaum der Grund gewesen sein.

    • @Ich_bin_neu_hier.
      Es geht SEHR tief, diese Verwirrung – und bis in die obersten politischen Spitzen. Erinnern Sie sich bitte an diese Aussage von BT-Präs. SCHÄUBLE :
      „Aber wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig. Grundrechte beschränken sich gegenseitig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“
      Der Staat müsse für alle die bestmögliche gesundheitliche Versorgung gewährleisten. „Aber Menschen werden weiter auch an Corona sterben“, sagte Schäuble weiter.
      https://www.swr.de/swraktuell/schaueble-wertediskussion-zu-corona-100.html

      Das zeigt mir, dass nun diejenigen eine Legitimation inanspruch nehmen können, die sich auf die Seite der Stärkeren stellen, die mit dem besten Immunsystem – wenn es dieses Virus überhaupt gibt. Die es erwischt, sind „selber schuld“ – sterben sie halt früher… Die S t a r k e n werden gebraucht, s i e halten den Wohlstand aufrecht – für alle!
      Und hier ist die Schizophrenie auf dem Punkt: für ALLE ist die glatte LÜGE – Wohlstand muss man sich „verdienen“, wer da nichts beizutragen hat…

      Ein Gegner, der monolithisch ein einziges Programm hat – Wirtskörper kapern – steht einer in der gesellschaftlichen Seele gespaltenen Verteidigung gegenüber. Wichtiger als der geschlosssene Widerstand gegen den GEMEINSAMEN Gegner ist der Widerstand gegen den menschlichen Konkurrenten – die Konkurrenz um Vorteile, oder – noch erbitterter – um die Veringerung von Nachteilen.
      Das Virus nutzt seine Chancen gnadenlos – seine Opfer wissen nichts mehr von „Menschenwürde“, und ihre Hinterbliebenen fangen an, Herrn Schäuble zu fragen, ob das GG für die geschrieben ist, die „Würde“ l e b e n können, oder ob „Würde“ der vornehmste aller Orden ist, posthum verliehen von Herrn Schäuble und allen Starken….
      Ich aber als passionierte Logiker stelle schlicht fest: Lebendig sein ist die Bedingung der Möglichkeit, WÜrde und alle anderen Grundrechte t a t s ä c h l i c h wahrnehmen zu können. Daraus folgt: stellt den VORRANG des Lebensschutzes klar – im GG.

  2. Dann wünsche ich den Hessischen Kollegen schon mal viel Kraft. Das klingt ziemlich genau nach dem, was wir in NRW in der Woche vor den Weihnachtsferien hatten.
    2/3 volle Klasse in den Klassen 5-7. Mehr als die Hälfte davon ist geschickt worden, weil man die Kinder zu Hause nicht beschäftigen wollte, obwohl man gekonnt hätte. Interessanterweise waren vor allem die verhaltensoriginellen Schülerinnen und Schüler anwesend, weil die Eltern nämlich keinen Bock drauf hatten.

  3. Furchtbar. Während meines kompletten Urlaubs war ich am Rechner, um zu recherchieren. Schulen auf? Schulen zu? Eisenmann hier, Gebauer da? COVID Mutante GB und Südafrika. Ich hatte nicht einen Moment, in dem ich wirklich abschalten konnte. Ich hätte heute so gerne mal durchgeatmet und gesagt: „Jetzt ist es gewiss! So gehts weiter!“
    Stattdessen erhalte ich immer noch Ungewissheit. Nicht einmal die letzten paar Tage werden einem gegönnt! Bis nächste Woche werde ich immer noch nicht wissen, wie es ab Montag für mich weitergeht. Werde nämlich erst am Montag wissen, wie viele Kinder kommen werden. Und das in Unterschiedlichen Klassen. Klasse 7 in Distanz, Klasse 5 in Distanz oder Präsenz oder beides. Und ab Montag heißt es, man kümmere sich nicht.

    Ganz ehrlich: (Entschuldigt) Kein Bock mehr!

  4. Ohne Müll? Das wir Abschluss Schüler einen reguläre Prüfung hinlegen können? Wie uns fehlt jede Menge Stoff ob jetzt 1 monat mehr oder weniger Schule ist auch egal. Wir haben eine inzidens von 278 sollen keine knt haben aber müssen in die schule es ergibt keinen sinn echt nicht.

  5. Ich finde es ja sehr spannend, dass Herr Lorz heute gesagt hat, es entstünden den SuS, die zu Hause bleiben, keinerlei Nachteile. Sie würden in Distanz genau das gleiche Lernangebot erhalten wie in Präsenz… Genau das war doch immer der Grund, so vehement am Präsenzunterricht festzuhalten: nur in Präsenz könnten die SuS gut lernen…

  6. Ich bin Lehrer in Hessen
    Guter Distanzunterricht muss vorbereitet werden und braucht funktionierende Technik. Die gibt es aber nur zuhause.
    Wie soll man zeitgleich Schüler in der Schule unterrichten?
    Da ich sowohl 5. als auch 10. Klassen unterrichte ist das Chaos nächste Woche schon vorprogrammiert…

  7. Unfassbar. Was soll ich zu Lorz noch sagen… betrachten wir mal die Ansatzweise die er „vollbracht“ hat: „SchülerInnen der Klasse 5/6 können zur Betreuung in die Schule kommen“. Abschlussklasse müssen in die Schule. PRÄSENZPFLICHT ohne wenigstens Wechselunterricht einzubringen. Das betrifft in diesem Fall die Klassen 9/10 sowie 12/13. Schwups hat man über 500 Schüler an einem Ort. Lächerlich und ganz weit weg von einem Konzept. Aber so ist nun mal der Lorz. Was anderes war nicht zu erwarten…

  8. Bei uns in Meckpomm haben wir an unserer Schule im Moment1zu1- Betreuung.
    Von acht 5. und 6.Klassen sind 6 Schüler da, je einer in einer Klasse.
    Alle Lehrer haben Anwesenheitspflicht und arbeiten mit diesen Schülern ihren normalen Stundenplan ab, d.h., es ist angedacht, die Aufgaben, die die anderen Schüler zuhause lösen sollen, gemeinsam mit dem Lehrer abzuarbeiten.
    Angeblich dürfen diese Schüler nicht zusammengefasst werden, Weisung von Frau Schwesig, obwohl sie seit Anfang der Pandemie eine Kohorte bilden, eine gemeinsame Etage im Schulhaus haben, vor und nach dem“ Unterricht“ sowie in der großen Pause zusammen sind, eine gemeinsame Anfangszeit haben etc.
    Auf dem leeren Flur und dem Schulhof sollen die Lehrer Masken tragen, im Lehrerzimmer sitzen sie ohne Maske meist ohne sonst geforderten Abstand zusammen.
    Es sind diese irren Widersprüche, die mich fertig machen und mich langsam verzweifeln lassen.

  9. Bei uns in MV an unserer Schule ist im Moment 1zu 1- Betreuung.
    Von 8 Klassen der 5. und 6.Klassenstufen sind 6 Schüler da, je Klasse einer.
    Alle Lehrer haben Anwesenheitspflicht und arbeiten ihren normalen Stundenplan mit den Einzelschülern ab, wobei angedacht ist, dass sie die Aufgaben, die die anderen zuhause erledigen sollen, mit den Schülern abarbeiten.
    Angeblich dürfen diese Schüler nicht zusammengefasst werden, Weisung von Frau Ministerpräsidentin Schwesig, obwohl sie seit Beginn der Pandemie eine Kohorte bilden, eine gemeinsame Etage im Schulhaus und gemeinsame Unterrichtszeiten haben, vor und nach dem Unterricht sowie in der großen Pause zusammen sind…..etc…
    Wir Lehrer sollen auf dem leeren Flur und dem Schulhof Maske tragen, im Unterricht nicht,während im Lehrerzimmer ohne Maske meist ohne Abstand zusammengesessen wird.
    Es sind diese irren Widersprüche, die mich fertig machen und mich langsam verzweifeln lassen.

  10. Das ist doch einfach nicht zu glauben Warum verschieben unsere Politiker die Verantwortung auf die Eltern? Was soll das? Ich mag nicht mehr..

  11. Dem stimme ich voll und ganz zu… Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie unsere Bundeskanzlerin gerade noch verkündet, dass alle Schulen und Kitas GESCHLOSSEN bleiben sollen bis Ende Januar und am nächsten Tag jedes Bundesland wieder macht was es will. Auf der einen Seite wird den Bürgern jeden Tag ins Gehirn getrümmert, wie schlimm dieser „Killervirus“ ist, es sei nicht mehr kontrollierbar, bleiben Sie zu Hause, keine sozialen Kontakte mehr und und und… aber dann fängt wiedee jedes Bundesland an Sonderwege zu gehen. Das ist nicht mehr nachvollziehbar. Ich empfinde es absolut untragbar und jeder sollte seine Kinder zu Hause lassen. Ich war schon dreimal in Quarantäne weil in der Schule Corona Fälle waren und mit 3 Kindern hat man irgendwann keine Lust mehr… Lieber daheim unterrichten und auch mal raus können als ständig in der Angst zu leben, wann müssen wir wieder Tagelang uns die vier Wände anschauen. Für mich ist es wirklich unbegreiflich warum Deutschland das nicht auf die Reihe bekommt.

    • Dann besuchen Sie doch eine Einführungsveranstaltung zum Thema „Staatsorga“ einer juristischen Fakultät Ihrer Wahl.

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      „Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie unsere Bundeskanzlerin gerade noch verkündet, dass alle Schulen und Kitas GESCHLOSSEN bleiben sollen bis Ende Januar und am nächsten Tag jedes Bundesland wieder macht was es will“

      • Vielleicht liegt es daran, dass die Bundesländer in Sachen Schule und Bildung das Sagen haben.
        Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Bundeskanzlerin mit ihrer Meinung immer Recht hat. Da können die Bundesländer noch so sehr beschimpft werden, mir kommen deren Überlegungen keineswegs so dämlich und verantwortungslos vor, wie gern behauptet.

  12. Hallo….bis jetzt haben wir in der GS keine verbindliche Info zum Schulstart am Montag(Hessen),d.h. bis auf diese unverantwortliche, schwammige Aussage des Herrn Lorz. Bedeutet für uns, heute alle Eltern anschreiben und auf Rückmeldung warten,morgen den Einsatz der Kollegen planen ……
    Danke für nix Herr Lorz

    • Ist um 22.32 Uhr gestern Abend auf den Poststellen der Schulen eingegangen.
      Auf der Webseite war es gleichzeitig.
      Bis jetzt habe ich 72 Anfragen von Eltern und Schülern dazu beantwortet.
      Das wird ein Wochenende…..

  13. Hallo Mitmenschen hier: Bitte das Beispiel SOLINGEN studieren – und es zu Ende bringen, in der eigenen Stadt: „Dienst-nach-PANDEMIE-Vorschrift“ verabreden mit den Willigen – und MACHEN, begleitet durch die Lokal-Medien und offen kommuniziert nach oben – die/der Einzelne im Schutz der Gemeinschaft.
    Und wenn nicht mehr akut, dann für ein Handlungskonzept, das in einer nächsten vergleichbaren Pandemie den geschlossenen Widerstand leiten kann.

  14. What concerns me is that Mr Lorz puts in his statement that it’s not compulsory for grade 1-6 to come to school but then says but if they want to come to school they can. So how would a teacher then teach a class full of kids and still teach kids at home. We parents are not teachers and we are still learning the German and how do we teach our kids the right way if not the right material is given for distance learning. There are days that I sit with my kids from 08:00 in the morning till 19:00 at night this is not normal.

    • Try to take it easy and think about the health of your children and yourself. Where I live there is no school till february and I’m soooo glad! But if I would live in your region, I would’nt send my children to school.
      Does it really matter how old they are when they make theyre exams? 16? 18? 24? As long as they are healthy and live to make them at all?
      You may not be able to help them with theyre german-lessons, but numbers are the same in englisch. And you can find nearly every information online. If they have to learn something about the solar system or electricity oe porcupines or whatever I’m pretty shure you can help them find informations. And if it isn’t good enough for the teachers, they can always try again and lose a year, so what?
      Don’t try to be more than you can be and just relax. There are things more valuable then gramma! Love, health, family!
      Of course there are days when I think I’m at my witts end and the Kids are stretching my nerves. But at the moment even that is a blessing compared to the alternativ.
      I wish you strength and health! Give your Kids a hug and thank God for having them.

  15. Für meine Abschluss Klasse entnehme ich dem Ministerschreiben folgendes:
    Das für Januar geplante Praktikum darf nicht stattfinden, ausser alle Beteiligten (Schule, Schüler, Eltern und Betrieb) stimmen der Durchführung doch zu. Besuche der Lehrkraft im Betrieb sind aber untersagt.
    Da muss ich dann wohl zufällig in den Betrieben vorbei schauen… Sehr praktikabel, danke Herr Lorz.

    Die Abschlussklassen werden unter Einhaltung des Mindestabstands nach Stundenplan unterrichtet. Bei Bedarf in zwei nebeneinander liegenden Räumen, aber von der gleichen Lehrkraft.
    Heißt für die Schulleitung die Raumpläne komplett umstellen bis Montag und dann vom Flur voller Inbrunst qualitativ hochwertigen Unterricht geben. Ein Traum. Nochmal danke danke danke Herr Lorz.

    Zugleich soll ich der Grundschule meiner Kinder bis morgen (Freitag) mitteilen, ob meine beiden Kinder nächste Woche in die Schule kommen müssen.
    In meiner Schule entscheiden wir aber erst am Montag Vormittag je nach Anzahl der Schüler, die dann doch nicht ins Praktikum dürfen, wie die Woche geplant wird.

    Gelten die extra Krank Tage für die Kinderbetreuung auch für Lehrer? Wie soll ich die 7. Klasse zwischendurch dann nach Stundenplan in Distanz unterrichten? Bekommen meine Kids daheim nur ABs aus der Grundschule oder machen die Videokonferenzen den Vormittag über?

    Alles sehr praktikabel, komplett durchdacht und wie immer nah an der Lebens- und Schulrealität.
    Wieso treten Sie nicht endlich zurück Herr Lorz und lassen jemand den Job machen, der sich mit Schule auskennt?

    Und ihren Satz, dass Sie Lobbyist für Bildung sind, den glauben Sie doch nicht mal im Traum.

    Treten Sie zurück!

  16. Herr Lorz fiel ja nun schon mehrfach negativ durch arrogante Aussagen gegenüber den Lehrkräften auf. Die GEW scheint mir oft etwas spitzfindig – aber in diesem Fall hat sie vollkommen recht. Das ist absolut konzeptionslos. Anstatt Wechselunterricht durchzuführen in den niedrigeren Klassen oder sogar für die nächsten Wochen komplett Distanzunterricht, wird nur ein Bruchteil der SchülerInnen und Schüler zuhause bleiben. Im Klartext heißt das doch z.B. an Gesamtschulen, dass nur Klasse 7, 8, 11 und 12 zuhause bleiben und ansonsten alles weitergeht wie bisher. Da arbeiten Frau Gebauer oder Herr Tonne, um nur einige zu nennen, derzeit deutlich besser. Lorz hingegen wirkt wieder überfordert und unwillig wie Eisenmann. Mein Beileid an alle KollegInnen in Hessen und BaWü!

  17. Immerhin‘: Für Januar 2021 hat das HKM den Mindestabstand wiederentdeckt. Tolle Sache. Das wurde seit Sommer 2020 immer wieder eingefordert.
    Aber:
    Wie soll das dann gehen, wenn wieder weitere Jahrgänge in die Schule kommen?
    Warum antwortet das HKM nicht auf die Frage, wie die Regelungen sind, wenn Lehrer gleichzeitig In Präsenz und Distanz eingesetzt werden müssen?
    Wie soll ab Februar bei den aktuellen Ausfällen die Teilung von Gruppen aufgrund des Mindestabstandes mit dem jetzt schon zu wenigen Lehrkräften klappen?
    Wie hilft das Land den Carterern an den Schulen, die alle kurz ddavor sind, in Insolvenz zu gehen?
    Wie sehen die Zeugniskonferenzen aus? Videoschalte ist ja verboten, nur bei den Ministern nicht.
    Werden die Zeugnis wie vorgesehen ausgegeben?

    Herr Lorz soll mal nicht Anwalt für Bildung spielen. Das machen die Schulen schon.
    Er soll sich seiner Pflichten als Dienstherr bewusst machen und hier klare Regelungen für die ihm anvertrauten Schüler und Lehrkräfte treffen, anstatt auf dem Catwalk der Eitelkeiten der KMK den ersten Platz anzustreben.

  18. Alle Verantwortung auf die Eltern abschieben, die dem Arbeitgeber erklären müssen warum sie nicht einfach Ihre Kinder in die Schule geben, denn wer will kann ja gehen…..

    „kein Unterschied zwischen Betreuung der Kinder in der Schule von (jahrelang studierten) Pädagogen oder Eltern. Warum war Homeschooling früher ausdrücklich verboten?

    „Alle Schulen und Kitas werden geschlossen,“ so Frau Merkel …nur Hessen, Hessen macht das anders….

    Warum ? hat man sich im Sommer keine Gedanken gemacht? „Denn es gibt ja keine Übertragungen in der Schule“ (die Hamburger- Studie zeigt anderes) Warum also?

    Ist doch ganz klar, Kinder haben kein Wahlrecht (somit keine Lobby) Lehrer kann man wie Leibeigene rumschieben. Und Eltern keine Wahl! DARUM !!! Man musste sich ja garkeine Gedanken machen, Sooo einfach.

    Wer sich da nicht vera…. fühlt, den kann ich nur beglückwünschen.

    Dann hoffen wir mal, dass Hessen mit diesem ausgefeilten Plan, der meines Erachtens keine signifikante Reduzierung der Infektionszahlen mit sich bringen wird, nicht noch bis Sommer 2021 im Lockdown ist.

    Und wenn doch, können es ja die Eltern entscheiden wie es weitergehen soll….

  19. Kinder und Lehrer müssen zu Hause bleiben- alle und überall.Wie sollen wir die Pandemie sonst überstehen? Spielen dürfen die Kids am besten mit niemanden,aber in der Schule dürfen sie dann mit 300 anderen das Gebäude betreten…und im Bus mit 20 anderen Kids anreisen….Und was ist mit dem Schutz der Eltern? Wer versichert mir,daß meine Kinder sich nicht in der Schule angesteckt haben; nur selbst aber nicht erkranken???

  20. Wenn man sich die heutigen Infektionszahlen sowie die Todeszahlen ansieht, dann sollte einem offensichtlich sein, dass im Moment kein einziger Schüler in die Schulen gehört. Was soll diese Konzentration auf die Abschlussklassen? Als ob dort noch irgendjemand etwas neues lernen würde, unter den momentanen Begebenheiten. Es sollte sich jetzt intensiv darauf konzentriert werden, für die Prüfungen zu lernen und Lücken zu schließen. Das geht wunderbar Zuhause und in Sicherheit. Die jenigen Schüler, welche dabei unterstützt werden möchten, könnten in kleinen Gruppen in den Schulen lernen. Was soll dieser Zwang? Der ist es doch, welcher Schüler verzweifeln lässt. Das zusätzlich jetzt auch noch die jüngeren Schüler in Betreuung geschickt werden sollen, ist absolute Fahrlässigkeit. Aber was soll man sagen, in Hessen haben ja sogar Schüler und in Frankfurt, in ihrer Verzweiflung, auch die Gew demonstriert. An Herrn Lorz prallt jegliche Kritik einfach ab, wie Fett an einer Teflonpfanne.

  21. Es ist schon wundersam, wie sich das Blatt wendet. Vor wenigen Wochen führte noch kein Weg am Präsenzunterricht vorbei, da es ja kein Infektionsgeschehen in den Schulen gibt/gab. Da wurde daran festgehalten als ob das Leben einzig und allein davon abhängen würde und jetzt das große Verständnis. Nun wird getan als wäre es das Selbstverständlichste den Präsenzunterricht in einer solchen Situation auszusetzen. Unglaubwürdiger kann man sich als KM bald nicht mehr darstellen.
    Selbst als unser Kreis noch ein Hotspot war lief unsere Schule mit rund 1400 Schülern ganz normal weiter. Da standen einem als Eltern die Haare zu Berge, aber Schule war ja der sicherste Ort. Und jetzt … Es ist einfach nur noch armselig wie sich KMs winden. Aber wenn Schule/Unterricht als Betreuung angesehen wird brauch man sich über nichts mehr wundern.
    „Liebe Lehrer und Lehrerinnen, auch weiterhin viel Spaß und Freude bei der Betreuung (und Bespaßung) unserer Kinder.“
    Entschuldigen aber diese Ironie mußte jetzt mal sein, natürlich wünsche ich ihnen als Gute und danke für das Durchhalten und den Einsatz.

  22. An den Dompteur:

    Sie sprechen mir aus tiefster Seele.

    Ja Lorz soll definitiv den Posten an Menschen mit Fähigkeiten und Kenntnissen abgeben.

    Als er das Wort Lobbyismus in den Mund nahm hätte ich kotzen können.

  23. Ich bin maximal verwirrt: Was genau passiert in der Nacht vom 12. auf 13. Geburtstag mit den Kindern, was bei meinen nicht eingetreten ist?
    Warum denkt unsere Politik, dass Kinder in diesem Alter in der Vollpubertät zu Hause unbeaufsichtigt ihre Aufgaben am PC via Internet super toll erledigen???? Ich habe 3 Kinder und der Jüngste MUSS in einem Klassenraum mit Lehrer sein, damit überhaupt was klappt. Aber er geht ja in die 8. Klasse und kann somit alleine. Ich bin mit diesem Problem bei Weitem nicht alleine. Fühle mich aber völlig alleine gelassen. Es gibt nun mal Kinder (übrigens keine verhaltensauffälligen), die auch berufstätige Eltern haben und nicht zu Hause arbeiten können. Aber ab 13 bekommt man offensichtlich keinerlei Unterstützung mehr….

  24. Ich bin selbst Lehrkraft in Hessen und bekomme es gerade wirklich mit der Angst zu tun und fühle mich nicht geschützt von meinem Arbeitgeber. Auch wenn man vielleicht nicht dran stirbt, will ich die Krankheit nicht bekommen oder wenigstens alles (wie im Privaten) dafür tun.

  25. …ab Montag alle Lehrkräfte da und 1/4 der Schüler(GS)….Tendenz für die nächste Woche steigend….
    Herr Lorz kommen Sie bitte und übernehmen die Frühbetreuung und bitte auch bis 16.00Uhr.

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