Kommentar: Wir werden viel verzeihen müssen? Die Liste wird immer länger…

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Von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

BERLIN. Was für ein Irrsinn. Deutschland steht in der schlimmsten Gesundheitskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Und die Ministerpräsidenten scheitern schon daran, einen gemeinsamen Maßstab für die Bildungseinrichtungen in der Weltseuche zu finden. In dieser Woche tagten erst die Kultusminister, dann die Regierungschefs – und noch immer gibt es keine einheitlichen Regeln, wann welcher Schutz in Kitas und Schulen zu gelten hat. Das Chaos setzt sich fort.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Wir werden in ein paar Monaten einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen“, so hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu Beginn der Pandemie festgestellt. Die Liste dessen, was die Betroffenen im Bildungsbetrieb den verantwortlichen Landespolitikern verzeihen müssten, wird allerdings immer länger. Fast ein Jahr nach Beginn der Pandemie ist Deutschland wieder im Lockdown, das Schuljahr versinkt im Chaos und noch immer wissen Millionen von Schülern, Eltern und Lehrer nicht, wie es in den nächsten Wochen und Monaten in den Kitas und Schulen weitergehen wird.

Kita und Schule in Deutschland sind Großveranstaltungen mit mehr als 15 Millionen Beteiligten – knapp ein Fünftel der Bevölkerung wird damit täglich in ein Setting getrieben, in dem es praktisch keinen Infektionsschutz gibt. Jetzt gibt es in den meisten Bundesländern eine kurze Atempause. Ein vierseitiges Papier zum Lüften ist darüber hinaus das einzige, was den Ministerpräsidenten und ihren Kultusministern die Gesundheit all dieser Menschen und ihrer Familien wert war. Beschämend.

Es gibt bis heute keinen Plan B für einen Kita- und Schulbetrieb bei steigenden Infektionszahlen

Einen Maßstab, an dem sich alle orientieren könnten, gibt es längst: Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, ab einem Inzidenzwert von 50 Wechselunterricht in kleineren Lerngruppen – und damit die Abstandsregel – sowie eine Maskenpflicht im Unterricht aller Jahrgänge vorzusehen. Dummerweise lehnen die Bundesländer diese Empfehlungen, die eine Perspektive in den Schulbetrieb und Transparenz in die Entscheidungen bringen würde, ab. Der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD) nannte sie allen Ernstes „seltsam“.

Lieber macht jedes Kultusministerium, was es will: In Bayern galt die Maskenpflicht im Unterricht der Grundschulen bereits, als in Brandenburg lediglich Oberstufenschüler mit Mund-Nasen-Schutz in Klassenräumen behelligt wurden. In Baden-Württemberg ist die Schulpräsenzpflicht seit den Sommerferien ausgesetzt – in Nordrhein-Westfalen wurden selbst Schüler mit engen Angehörigen aus Risikogruppen nicht vom Unterricht befreit. Bayern sieht ab einem Inzidenzwert von 200 Wechselunterricht für alle Schulen eines betroffenen Stadt- oder Landkreises vor – Nordrhein-Westfalen hat genau das der Stadt Solingen bei einem Inzidenzwert von knapp 240 verboten. Baden-Württemberg wiederum schreibt Fernunterricht für ganze Städte oder Landkreise ab einem Inzidenzwert von 300 vor. Eine Begründung für die unterschiedlichen Maßstäbe gibt es nicht.

Und so geht das Chaos jetzt im Januar munter weiter: Einige Bundesländer nehmen ihre Schulen konsequent in den Fernunterricht, andere praktisch gar nicht, die nächsten veranstalten vollen Präsenzunterricht für die Abschlussklassen, wiederum andere (wie Berlin) legen Zeitpläne auf, die morgen schon wieder Makulatur sein können, weil sich das Coronavirus nicht daran hält. Auch für die Kitas gilt – mal so, mal anders, mal gar nicht.

Bereits im August versuchte die Kanzlerin, gegen das Durcheinander in der Bildungspolitik vorzugehen – und wurde von der KMK (und damit von den Bundesländern) brüskiert. Angela Merkel (CDU) hatte nach Informationen von News4teachers auf einem informellen Schulgipfel mit KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) und der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken um ein Konzept gebeten, in dem bundesweit geltende Stufen für Schutzmaßnahmen in Schulen festgelegt werden sollten. Schulschließungen beispielsweise sollten ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche innerhalb eines Landkreises oder einer Stadt erfolgen (wie es dann die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts vorsahen). Die KMK verabschiedete tatsächlich zwei Wochen später einen Vier-Stufen-Plan – allerdings: unverbindlich und ohne jegliche Schwellenwerte. Ein Papier ohne Substanz.

Genau wie am Montag, als die KMK einen neuen Drei-Stufen-Plan ohne Grenzwerte oder Zeitplan veröffentlichte. News4teachers titelte: „KMK beschließt `Stufenplan‘ – ohne Stufen und ohne Plan“.

Die Arbeit der KMK im Krisenjahr 2020 zeichnet vor allem durch Versäumnisse aus

Die Folge: Es gibt bis heute keinen echten Plan B für einen Schulbetrieb bei steigenden Infektionszahlen. Entschieden wird ad hoc, praktisch über Nacht, nach intransparenten Kriterien – und je nach politischer Ausrichtung der jeweiligen Landesregierung. Nicht einmal alternative Lehrpläne, mit denen ein Kerncurriculum bei großflächigem Unterrichtsausfall gesichert werden könne, haben die Kultusminister bislang vorgelegt. Unterdessen saßen Hundertausende von Schülern und Lehrern ohne Unterricht in Quarantäne fest. Das erste Treffen der KMK-Spitze mit Lehrer- und Elternverbänden, die solche Probleme besprechen wollten, fand Anfang November statt – neun Monate nach Beginn der Pandemie. Es blieb ohne Ergebnis. Das gilt nach wie vor.

Ohnehin zeichnet sich die Arbeit der KMK im Krisenjahr 2020 vor allem durch Versäumnisse aus. Schülertransport in übervollen Bussen und Bahnen? War nie ein Thema für die Kultusminister. Oder: Erst seit November veröffentlicht die KMK Daten zum Infektionsgeschehen an Schulen in Deutschland – zu spät und zu unsystematisch, um daraus Erkenntnisse für einen sicheren Schulbetrieb in der Pandemie zu ziehen. Die Digitalisierung der Schulen erwies sich, einmal mehr, als Luftnummer: Die Anschaffung von Laptops für alle Lehrer in Deutschland wurde von der KMK groß angekündigt – und musste dann von Hubig für 2020 abgesagt werden, weil es noch Beratungsbedarf mit dem Bund gebe.

Mit dem Thema Lüften beschäftigte sich die KMK erst mit einer Expertenanhörung am 23. September, unmittelbar nach dem kalendarischen Herbstanfang also – als es bereits empfindlich kalt wurde in den Klassenräumen. Den ganzen Sommer über waren die Bundesländer untätig geblieben. Dabei hatten Wissenschaftler bereits im Mai vor der Gefahr durch virenbelastete Aerosole in Klassenräumen gewarnt.

Über die Ergebnisse ihrer Expertenanhörung verbreitete die KMK dann auch noch die Unwahrheit. Mit Blick auf mobile Luftfilter hieß es in der Pressemitteilung, die im Anschluss an das Treffen herausgegeben wurde: „Die Wissenschaftler kamen überein, dass der Einsatz solcher Geräte grundsätzlich nicht nötig sei.“ Diese Darstellung ist nach Recherchen von News4teachers allerdings falsch. Der einzige anwesende Wissenschaftler, der zum Thema geforscht hat (Prof. Dr. Christian J. Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München) hält den Einsatz von Luftfiltern in Schulen sehr wohl für erforderlich – und hatte das den Kultusministern in der Runde auch so erklärt.

So lassen sich nur zwei Punkte ausmachen, die die Bundesländer während der Pandemie für die Kitas und Schulen gemeinsam hervorgebracht haben: ein „Lüftungskonzept“ (wenn man eine Handreichung für Lehrer, die vorgibt, dass alle 20 Minuten für 3 bis 5 Minuten die Fenster zu öffnen sind, ein „Konzept“ nennen will) – und eine Informationspolitik, mit der das Infektionsgeschehen an Schulen durchgängig verharmlost wurde.

Darüber hat es erkennbar Absprachen gegeben. Alle Kultusministerien, die unter dem Druck der Öffentlichkeit Zahlen über infizierte Schüler und Lehrer sowie über Quarantäne-Betroffene herausgeben, tun das bis heute relativierend in Prozentwerten in Bezug auf Gesamtschüler- und -lehrerzahlen (um den weit offenen Schulbetrieb zu rechtfertigen), während die Landesregierungen die allgemeinen Infektionsdaten, die vergleichbar niedrige Prozentwerte ergeben würden, allein in absoluten Zahlen als gefährliche Entwicklung darstellen (um damit die Schließung von Geschäften und Freizeiteinrichtung zu begründen).

Arbeitsschutz in Kitas und Schulen? War auch in dieser Woche kein Thema für die Kultusminister oder die Ministerpräsidenten

Es gibt keine einzige Stellungnahme der Bundesländer – oder einzelner Kultusminister – zu Corona-Ausbrüchen an Schulen. Im Gegenteil: Hamburg vertuschte eine Studie, die ein Superspreader-Event an einer Schule belegt, monatelang (um dann scheinheilig vom Bund einen wissenschaftlichen Beleg für die Corona-Gefahr in Schulen zu fordern). RKI-Präsident Prof. Lothar Wieler machte im November öffentlich, dass es seit den Sommerferien bereits mehrere Hundert solcher Ausbrüche unter Schülern und Lehrern gegeben hatte. Mittlerweile 18 an Corona verstorbene Lehrer/Erzieher weist die Statistik des Robert-Koch-Instituts aus – allein fünf davon sind im Dezember verstorben, ein weiterer über den Jahreswechsel.

Arbeitsschutz? War auch in dieser Woche kein Thema, weder für die Kultusminister noch die Ministerpräsidenten. Der Gipfelbeschluss verweist auf die Bedeutung des Präsenzunterrichts für die Schüler. „Geschlossene Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, ausgesetzte Präsenzpflicht bzw. Distanzunterricht in Schulen über einen längeren Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen“, so heißt es darin. Ohne Schutz geöffnete Schulen und Kitas, so möchte man ergänzen, heizen die Pandemie weiter an und kosten unweigerlich Menschenleben – mehr als 1.000 Corona-Tote allein gestern vermeldete das Robert-Koch-Institut. Um von den wirtschaftlichen Folgen (von denen ein winziger Bruchteil aufzuwenden gereicht hätte, um alle Klassenräume in Deutschland mit mobilen Luftfiltern auszustatten) gar nicht erst zu sprechen.

Das droht uns dann spätestens im Februar wieder, wenn die Ministerpräsidenten und Kultusminister keine Lust mehr auf das Gemecker wegen des Fernunterrichts haben.

Wir werden viel verzeihen müssen? Womöglich zu viel.

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Von wegen Corona-Strategie: Gipfel-Beschluss löst Chaos um den Kita- und Schulbetrieb aus – jedes Bundesland macht jetzt, was es will

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112 KOMMENTARE

  1. Es ist ein Skandal . Angela Merkel verkündet die Schließung der Schulen bis Ende Januar . Und wenige Stunden später scheren schon die ersten Länder aus . Man hätte sich den Gipfel sparen können : Das Bewegungsverbot , die Kontaktverschärfungen . Der Präsenzunterricht macht alles wieder kaputt . Heute wieder über 20000 Neuinfektionen und mehr als 1000 Tote . Aber Schulen auf .

    • Das ist pauschal nicht richtig. Es gibt durchaus Länder, die sich sehr strikt an die Regelung, die beschlossen wurde, halten, andere eher weniger…

    • Wer entschuldigt sich eigentlich bei unseren Schülerinnen und Schülern für die psychischen Misshandlungen, die ihr da ausübt? Wenn ihr Masken tragt, schützt ihr die Alten und im Umkehrschluss:“wenn ihr keine Maske tragt, könntet ihr Schuld sein, dass andere sterben“…??? Solche Methoden werden angewendet, wenn man andere Menschen missbraucht. Genau das findet zu Anbeginn dieser Geschichte hier statt. Wer Angst hat, soll zu Hause bleiben und sich überlegen, ob er den richtigen Beruf ausübt, wenn er sogar verlernt hat, rationale Entscheidungen zu treffen, Medienkritik auszuüben, Manipulationstechniken zu erkennen und den Demographischen Wandel im Blick zu behalten. Wer entschuldigt sich bei unseren Kindern???

      • Ich bin selber schülerin in und in der 8. Klasse.
        Das ist kein bischen psyische Misshandlung und ich kann echt nicht verstehen, wass sie damit sagen wollen, da auch nie jemand die botschaft vermittelt, das man wenn man keine masken trägt für den Tod alter menschen verantwortlich ist. Ich denke einfach das diese Pandemie etwas ist, was wir alle zum ersten Mal erleben und deshalb einfach besser ist zu vorsichtig zu sein als es am ende zu bereuen. ausserdem sehen es so ziehmlich alle in meinem alter(oder auch jüngere) so, dass die Maskenpflicht mehr zu unserem Wohl ist als uns einzuschränken. So hatte vor ein paar wochen meine Nebensitzerin Corona und obwohl ich nur einen einfachen Mund-Nasen schutz getragen hatte und sie dank eines viel zu kleinen Klassenzimmers und mangelnder Abstände Schulter an Schulter neben mir saß blie ich gesund. auch kann ich von einem anderen Beispiel berichten. Eine freundin meiner Mutter arbeitet im Krankenhaus und auf ihrer Station brach das Virus aus. Sie trug „nur“eine FFP1 maske und desinfizierte sich regelmäsig die hände. Als einzigste bekam sie nichts während 13 schwestern und 15 patienten sich infizierten. Das sind alle fute Beispiele daran das uns eine Maske schützt uns selber, aber natührlich auch andere. Aber da stellt sich mir die Frage Wieso eine Masnahme die unsere eigene Gesundheit schützt eine psychische Misshandlung sein soll.
        (Und übrigens: wenn ein Kind wirklich unter schlimmen spichischen störungen durch die Maske leidet (was mir denkbar aunplausibel wäre)kann es durch einen ärtzlichen Atest davon befreit werden.)

        • Hallo Miriana,

          Danke für Deinen Mut, hier zu schreiben. Man versteht Dich ganz ausgezeichnet und ich stimme Dir zu. Es ist schön, Mal die Kindersicht zu hören. Nochmals ganz herzlich Danke.

          Jana, lassen Sie mich raten, Sie sind aus Kassel.

  2. Das politische Handling der Pandemie ist und bleibt, besonders im Bereich Schule / KiTa, ein Armutszeugnis ohne Plan. Da kann Mutti noch so oft auf den Tisch hauen.
    „Schulen zu“ kann vielfältig interpretiert werden.
    Bewegungseinschränkung ab 200 Inzidenz mit Radius 15 KM vom „Wohnort“, obwohl eindeutig der „Wohnsitz“ gemeint ist…
    Eine verschärfte ÖPNV-Abstandsregel ist längst überfällig.
    Im Tagesverlauf wird NRW dann nach einer Sondersitzung auch erfahren, welche Überraschungen an Regularien vorbei an angedachtenn einheitlichen Vereinbarungen es wieder geben wird. Alle Länder haben Klassen 1 bis 6 Regelungen/Absprachen. NRW natürlich bis Klasse 7 Regelung.
    So wird das auch weitergehen.

    • Ja und in Klasse 7 sind die Kids defintiv 12 Jahre. Studien belegen, dass 12-17Jährige 7-mal häufiger als 17+ Erstinfizierte in Familien sind, also das Virus aus der Schule (alles andere war ja dicht) in die Familien tragen

      • @ Blau: So extrem wie Herr Huber möchte ich es nicht formulieren, möchte Sie aber doch um einen Link bitten, wo diese Zahlen zu finden sind. Für uns als Schule wäre es eine wichtige, zusätzliche Information. Danke!

  3. Danke Herr Priboschek für diesen treffenden Beitrag!

    Ich werde die vorsätzliche Körperverletzung und Zwangsdurchseuchung via Schulgesetz niemals entschuldigen.

    Die Präsenzpflicht muss während der Pandemie ausgesetzt werden.
    SuS und LuL haben ein Recht auf Gesundheit.
    Vorbei die Zeiten in denen die Risiken der Schule vertuscht wurden.
    Die Teilnahme am Präsenzunterricht ist ein Politikum der Lobbyisten.
    Wem ist damit gedient Langzeitkranke über diese Zwangsdurchseuchung zu erzeugen? Unsere Kinder sind das wirtschaftlich humane Kapital von Morgen. Kranke und Langzeit Kranke können keine gesunde Wirtschaft erzeugen.
    Die einzigen langfrisrigen Gewinner sind die Mediziner, genau die Berufsgruppe, die sich wider der offensichtlichen Datenlage weiter für den Präsenzunterricht einsetzt.

    Interessant ist, dass es natürlich Konzepte für Fernunterricht gibt. Alles ist vorhanden. ABER nur für Politiker und deren Gefolge.
    Die ganze Diskussion um das psychische Wohl dsr SuS die im Homeschooling beschult werden können ist nur noch lächerlich.
    https://t.co/R6SBWhiIzM?amp=1
    Wie steht es um das Wohl der Diplomaten Kids?

    Es gibt also Konzepte jedoch werden die nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht sondern sind NUR für Politiker legitimiert?!
    Ist das Leben der Politiker und deren Familien offenbar mehr Wert?

    Was hier geschieht ist unethisch.
    Die Aussetzung der Präsenzpflicht ist die einzig faire Lösung. Eltern haben die Fürsorgepflicht und müssen in einer Ausnahmesituation wie einer Pandemie ( die eben auch die langfristige Gesundheit ihrer Kinder betrifft ) selbst bestimmen, wie sie damit umgehen.
    Wir wollen als mündige Bürger selbst entscheiden DÜRFEN. Das muss man sich mal überlegen, Deutschland 2021 und wir werden über das Schulgesetz an unserer Selbstbestimmung via Bildungsgesetz entmündigt.

    • Interessanter Link und es ist tatsächlich verwunderlich, dass uns allen das bereits existierende Material zum Fernunterricht nicht als PDF oder wie auch immer zur Verfügung gestellt wird. Eventuell könnte es unsere Arbeit erleichtern, ist ja sogar schon evaluiert. Oder weiß jemand hier, wie man da dran kommt?

      • @Meinung am Mittag

        Tja, wäre interessant, wenn man an diese Materialien herankommen könnte …
        Aber das ist vielleicht gar nicht geeignet für … das „durchschnittliche“ Volk? 😉

        Nebenbei:
        Die Vorschläge vom msb nrw (= „Impulse für das Lernen auf Distanz“) sind für mich persönlich absolut keine Bereicherung, auf diese Materialien bin ich durch die Strategie „Augen auf im Alltag“ selber gestoßen – teilweise schon 3 Jahre vor den „Experten“ im msb (sicher war da eine ganze „Arbeits(haha)-Gruppe“ dran), und ich habe das auch so „nebenbei“ gemacht, in meiner unendlichen Freizeit, weil ich ja mittags schon frei habe nach ein paar Stunden Nichts-Tun.

        Meine Güte!
        Jetzt bin ich schon wieder so undankbar!
        😉

        (BTW: „Augen auf im Alltag“ – so hieß der gute Rat am Ende einer regelmäßig ausgestrahlten wdr-Schulfunksendung im Radio in den 70ern. Yvonne G. durfte das wohl nie hören …)

    • Ws soll an Aussetzung der Präsenzpflicht fair sein? Die Klassen werden trotzdem voll sein, kein Schutz für Lehrer und Schüler.
      Infektionsschutz hängt dadurch ab, ob die Eltern sich ihn finanziell leisten können und ob sie sich vom Bildungsniveau her zutrauen, ihre Kinder zu unterstützen. Auch wird es von den Voraussetzungen jeder Schule abhängen, z.B. ob WLAN vorhanden ist.
      Aussetzung von der Präsenzpflicht ist das Gegenteil von Bildungsgerechtigkeit und fairem Infektionsschutz.
      Wechselunterricht mit AHA-LA ist alternativlos.

      • Nein Blau, Wechselunterricht ist bei den aktuellen Zahlen und dem neuen Risiko durch B117 immer noch grob fahrlässig, da hier bis zu 15 Schüler + Lehrkräfte in einem Klassenzimmer zusammen gesperrt werden. Da es leider viele Eltern gibt, die mit ihrem lauten Geschrei die Politiker in puncto Schulöffnungen vor sich hertreiben u die Öffnung gerade von Grundschulen nahezu erpressen, entgegen jeder virologischer Vernunft, ist die Aufhebung der Präsenzpflicht die einzig faire, langfristige Alternative. Nur weil ein großer Elternteil es sich finanziell nicht leisten wollen oder es auch als zu anstrengend empfinden, dass eigene Kind schulisch zu betreuen, darf die andere Elterngruppe nicht gezwungen werden, ihr Kind ungeschützt dem Virus auszusetzen u damit Krankheit, langfristige Schäden oder im tragischsten Fall Tod zu erfahren. Ja auch diese Elterngruppe muss drastische finanzielle Einschnitte hinnehmen u vielleicht des Öfteren Nachtschichten einlegen um Homeschooling u Beruf zu vereinbaren, aber bei dieser Gruppe steht eben die Kindergesundheit an erster Stelle mit allen Einschränkungen, die diese Entscheidung mit sich bringt. Und vielleicht sollte man sich bei allen Einschränkungen auch mal bitte ganz schnell bewusst machen, wer aktuell die mit weitem Abstand größten Einschränkungen zu Schultern hat: die Ärzte und Pfleger auf den Covid Stationen inkl. der Rettungsdienste. Ja und deren Kinder (+ Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten) benötigen tatsächlich Schule, aber eine, die aufgrund der kleinen u exklusiven Teilnehmerzahl auch einen guten Infektionsschutz für die Kinder bieten kann.

        • In der Schweiz bemühen sich die Lehrerverbände praktisch um eine Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts zum Wohle der Schüler – weil eben in sehr vielen Fällen (beide Eltern berufstätig, eventuell schwierigere Familienverhältnisse….) keine idealen Voraussetzungen für Homeschooling bestehen. In Deutschland beschränkt sich deren Beitrag auf den ständigen Ruf nach Schulschließungen.
          Es ist wirklich erbärmlich.

          • @Andreas Huber
            „weil eben in sehr vielen Fällen (beide Eltern berufstätig, eventuell schwierigere Familienverhältnisse….) keine idealen Voraussetzungen für Homeschooling bestehen.“

            In Deutschland auch nicht.
            In Deutschland gibt es die „idealen Voraussetzungen“ aber auch nicht für den Präsenzunterricht.
            (Das war aber vor Corona irgendwie gar nicht so interessant, weil ja in den Schulen vor Ort von den „faulen Säcken“ doch ziemlich viel ermöglicht wurde … durch Nichts-Tun. Aber diese Diskussion hatten gab es im Sommer zur genüge …)

            Die Lage in der Schweiz kann ich nicht beurteilen, weil ich
            a) nie selbst in der Schweiz Unterricht genießen durfte und
            b) nie selbst in der Schweiz unterrichtet habe.

            Da verlasse ich mich gerne auf Ihre Expertise in a) oder b) oder a) + b).

            BTW:
            „Homeschooling“ ist etwas anderes als „Unterricht auf Distanz“ (so ist es zumindest in NRW vom Schulministerium bezeichnet).
            „Schulschließungen“ ist also nicht zutreffend, weil Unterricht stattfindet.

      • @Minna
        Toller Artikel des Bundesverwaltungsamts Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.
        Danke dafür!

        Ein Beweis dafür, dass es an der Deuschen Botschafterschule in Teheran funktioniert, einen ‚Infektions-sicheren Präsenzunterricht‘ durchzuführen.
        Von solchen Zuständen an der Botschaftsschule kann man hier nur träumen:
        1. ausgefeiltes Hygienekonzept
        2. Individuelle Anfangszeiten/Pausenzeiten somit klare Trennung der Kohorten
        3. Moderne Hochleistungsluftreiniger sorgen für hygienische Raumluft in den Klassenzimmern der Deutschen Botschaftsschule Teheran.
        3. SuS haben individuelle Einzeltische mit Plexiglasschutz.
        4. automatische Wärmebildkamera misst die Körpertemperatur
        5. Personal/Alle Kinder vom Kindergarten bis zum Abitur tragen Maske.
        6. Alle Wasserhähne wurden ausgetauscht und mit Sensoren versehen, sodass die Wasserhähne nicht berührt werden müssen.
        7. Im neu eingerichteten Krankenzimmer versorgt eine Schulärztin, die in Vollzeit eingestellt ist, Kinder und Lehrkräfte, die Symptome zeigen
        8. Kinder, die in Quarantäne sind oder Erkältungssymptome zeigen, können jederzeit dem Unterricht live von zuhause aus beiwohnen

        SEHR PIKANT:
        „Seit dem 6. Dezember befinden sich in jedem Klassenzimmer und in den Räumen der Kindergärten außerdem modernste Hochleistungsluftreiniger aus Deutschland, welche die gesamte Raumluft mehrfach in der Stunde filtern, sodass Aerosole, Bakterien, Viren und Feinstaub keine Chance haben. Die 90 Kilogramm schweren FILTERGERÄTE wurden KURZFRISTIG von Schulleiter Harald Pröm AUF EINER DIENSTREISE IN DEUTSCHLAND BESTELLT und per LUFTFRACHT in den IRAN transportiert. Sie sind extrem leise, sodass die Unterrichtskommunikation nicht gestört wird.“

        ES GEHT DOCH liebe Politiker, IHR WOLLT NUR NICHT!!!!
        Und wenn dann seht Ihr zu, Eure eigenen Kinder zu schützen, die anderen SuS, LuL und deren Familien sind EUCH EGAL.

        Auf Punkt 7. könnte ich verzichten, dass ist vielleicht etwas zu viel des Guten, aber die Punkte 1. – 6. + 8. BITTE SCHLEUNIGST UMSETZEN!

        —-> Und wie hieß es doch bei George Orwell in dem Buch ‚Farm der Tiere‘
        „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher“!!!!!!

        Morituri te salutant – das Superwahljahr 2021 steht bevor!

      • @Minna

        Ja, da sitzen sie, die WAHREN armen Versuchskaninchen 😉 :
        „Deutsche Botschaftsschule Teheran“.

        KuK, Eltern …
        schaut euch mal das Foto auf der Seite an.
        Es zeigt einen Klassenraum mit GENAU DER Ausstattung, die wir hier seit Wochen, teilweise seit Monaten fordern – aber nicht bekommen.
        DORT hat man das alles.
        Weil es unsinnig ist ???

        KuK, Eltern …
        lest euch mal diesen recht kurzen, aber aussagekräftigen PR-Text durch.

        Meine Lieblingsstelle, Thema Luftfilter („modernste Hochleistungsluftreiniger aus Deutschland“, also genau die Geräte, die ja innerhalb (!!!) bundesdeutscher Klassenräume nichts bringen, erstaunlich):
        „Die 90 Kilogramm schweren Filtergeräte wurden kurzfristig von Schulleiter Harald Pröm auf einer Dienstreise in Deutschland bestellt und per Luftfracht in den Iran transportiert. Sie sind extrem leise, sodass die Unterrichtskommunikation nicht gestört wird.“

        Was lernen wir daraus?
        Kreise schließen sich …
        Luftfracht via „Lufthansa Cargo“?
        Oder ganz offiziell mit dem staatlichen Flieger?
        Und hier im Inland ist kein Geld da?

        Aaaach, sorry, ich habe gar nicht mehr dran gedacht:
        Innerhalb der BRD-Grenzen kann man diese „modernsten Hochleistungsluftreiniger“ zwar produzieren zum Erhalt von Arbeitsplätzen – aber anbieten kann man sie hier nicht, sie wirken ja nicht (kam das nicht von Hubig? … für den Gebrauch dieses „Plunders“ müssen sich dann andere opfern …! Irgendwie auch schlimm, aber was soll man machen?
        (Wer Ironie und Sarkasmus findet, hat’s verstanden.)

  4. Sie haben die Dinge korrekt benannt.
    Ein einheitliches Vorgehen abhängig von Inzidenz, einheitliche Arbeitsschutzmaßnahmen…

    Alle Länderregierungen haben ihre falschen Vorgehensweisen auch dank news4teachers.de erkannt.

    Die Entscheidungen nähern sich den RKI-Empfehlungen an.

    Ich sehe deutlich positiver in die Zukunft.
    Noch lieber wäre mir, man würde die Lehrer sofort impfen, da die Impfreihenfolge auf falschen Fakten entschieden wurde.

    • Welche Entscheidungen nähern sich denn den RKI-Empfehlungen an? An erster Stelle steht dort immer noch Wechselunterricht ab Inzidenz 50, und zwar für alle, nicht nur für Kinder ab Klasse 7. Also NRW ist davon meilenweit entfernt (und ich fürchte, es wird auch nicht ansatzweise daran gedacht, sich hier „anzunähern“).

      • Niedersachsen zum Beispiel.
        Auch manche ostdeutschen Länder gehen auf 100% Distanzunterricht.
        Ich hoffe beim nächsten Treffen nach dem 18.01. auf eine eindeutige Richtung.

        • @Koogle
          Gerade Niedersachsen als positives Beispiel zu benennen, Entschuldigung ich muss zum Lächeln mal kurz in den Keller.

          ALLE Abschlussklassen befinden sich ab 11.01.2021 im voll umfänglichen Präsenzunterricht – Kurssystem 100 Haushalte bei freudigem Virusaustausch in 2021 -.

          … und bitte nicht das Virus nach außen (außerhalb der Schule) tragen, denn da ist kompletter Lockdown – 15 km Radius um den Wohnsitz und Treffen höchstens mit einer weiteren Person -.

          Heutiger Witz im Lokalsender: „Der komplette Lockdown dauert noch 3 bis 4 Jahre; und zieht locker down.“

          • Leere Klassenzimmer gibt es genug.
            Da kann man die Abschlussklassen locker auf mehrere Klassenzimmer verteilen.
            Und Online Unterricht üben.

            Bei Inzidenz unter 50 und leeren Bussen sollte es vielleicht OK sein.

          • Abschlussklassen auf mehrere Räume verteilen
            – wurde zwar von Schulleitung im 1. Lockdown angekündigt, aber von LuL nicht umgesetzt. Schade –

            Online Unterricht
            – selbst im Computerraum der Schule kann kein PDF-Dokument mit 10 Seiten hochgeladen werden, da bricht IServ zusammen, leider nicht praktikabel.

            Bis wir in der Region bei einer Inidenz unter 50 sind, das dauert, das schaukelt sich immer hoch, sei es in Altersheimen, im Logistikzentrum von Amazon oder beim Zustelldienst von UPS, hier gibt es immer wieder neue Ausbrüche.

  5. Ich meine, das alles ist mehrere – nein viele – Nummern zu groß, um es einfach am Ende „zu verzeihen“.

    Im Extremfall: Wer will Kindern, deren Eltern versterben, am Ende sagen, sie mögen bitte verzeihen? Oder Eltern, deren Kinder versterben?

    Wir alle hatten Hoffnung gestern, nach den Worten der Kanzlerin.
    Sie wurde zerstört durch die Nicht-Äußerung unseres Minsterpräsidenten zu den Schulen.
    Wenn der sagt, die KMin wird sich noch äußern, hat das noch nie etwas Gutes bedeutet.
    Wer regiert hier das Land? Wem sollen wir am Ende was verzeihen?

    Ich meine, wir sind inzwischen weit über das abgeklärte und vorausschauende Entschuldigen und Verzeihen hinaus, das Herr Spahn damals vielleicht meinte (wenn es nicht eine pauschale Vorab-Erklärung war, die jedes Nicht-Handeln decken sollte…).

    Das was sich jetzt abzeichnet, wird uns Lehrer einmal mehr und viel stärker als bisher in eine Situation bringen, in der wir wissentlich Dinge tun und nach außen (Schülern im Klassenzimmer und ihren Eltern über Mail, Telefon etc.) vertreten müssen, hinter denen wir nicht stehen, die wir für grundfalsch halten, leichtsinnig, unverantwortlich.
    Wir wissen uns im Einvernehmen mit der Kanzlerin, der sehr bewusst ist, in welcher Gefahr das Land sich befindet. Das nutzt uns aber gar nichts.
    Die Länderhampelmänner wissen es wieder mal besser… und wollen wissen, dass alle das wissen. Sie missbrauchen in meinen Augen ihre Macht!

    Wir alleine, jeder für sich, wird aber am Ende damit leben müssen, dass er sich zu einem Teil eines Räderwerkes hat machen lassen, das am Ende Menschen das Leben oder ihre Gesundheit kostet.
    Jeder Lehrer muss am Ende alleine damit klarkommen, wenn sich ein Kind in seinem Unterricht infiziert, obwohl es mit rechtzeitigen und angemessenen Sicherheitsmaßnahmen nicht notwendig gewesen wäre, wenn Eltern versterben, Großeltern, unsere eigenen Angehörigen.

    Hier gibt es m.E. nichts mehr zu verzeihen. Wer jetzt nicht wirklich angemessen handelt und die Kinder wider besseren Wissens und wider aller Empfehlungen der Fachleute die Schulen offen lässt, handelt nach meiner Einschätzung grob fahrlässig – und sei es nur auf dem Wege der Aufhebung der Präsenzpflicht… die nie ausreichend greifen wird (weil Eltern ihre Kinder auch ohne Not schicken) und nie ausreichend greifen kann (weil wir wieder sieben Baustellen auf einmal bedienen müssen und das natürlich nicht so ideal laufen wird wie wir es uns wünschen würden)…

    Überall im „normalen“ Leben ist wissentliches Nicht-Handeln oder Nicht-Helfen strafbar!
    Würde ich im Alltag einem Schutz- oder Hilfsbedürftigen meinen Schutz oder meine Hilfe verweigern, und sei es nur aus eigener Angst oder Unsicherheit, würde ich mich strafbar machen.
    Was unterscheidet das Falsch-Handeln/Nicht-Handeln der KM von solchen Situationen?

    Herr Priboschek, ich verstehe, was Sie meinen – würde es aber doch viel härter formulieren:
    Wir werden viel verzeihen müssen?
    DAS ist nicht mehr zu verzeihen.
    DAS ist einfach nur noch WAHNSINN.
    Wahnsinn muss man nicht verzeihen, da muss man den Wahnsinnigen vor sich selbst und seine Umwelt vor ihm schützen.
    Es fragt sich aus meiner Sicht:
    Wie kann man in diesem Stadium der Entwicklung die Gesellschaft noch vor diesem Wahnsinn schützen?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass „Verzeihen“ mein Gewissen am Ende erleichtern kann.
    Ich persönlich möchte mich am Ende auch nicht vor irgendwem verantworten oder auch nur entschuldigen müssen – nicht vor meinen Schülern, nicht vor deren Eltern, nicht vor der Gesellschaft, die nach beliebtem Schema am Ende den Lehrern wieder die Schuld zuweisen wird, wenn irgendwas nicht läuft wie es könnte/sollte/müsste.

    Meine Arbeit ist mir wichtig, die Schüler sind mir wichtig, ich möchte Schaden von ihnen fernhalten.
    Nachher reden und um Verzeihung ist nicht die Lösung!
    Ich – und jeder andere Kollege auch – muss mich JETZT entscheiden, ob ich diesen Wahnsinn weiter mittragen kann/darf!

  6. Ich verzeihe denen überhaupt nichts mehr. Dazu hatten sie einfach zu viel Zeit. Wer seinem Amtseid nicht folgt, hat als Minister versagt und muss zurück treten. Es allen Recht machen wollen ist einfach nur jämmerlich und unwürdig.
    Treten Sie endlich zurück Herr Lorz, sie haben auf ganzer Linie versagt!

    • Ich stimme Ihnen vollkommen zu, diese Politiker gehören endlich abgewählt. Eine Katastrophe! Das Saarland verkündet definitiv kein Präsenzunterricht mehr bis Ende Januar, Hessen will wieder ab 18. Januar öffnen….Hubig deutet ähnliches für RLP an…wie war die Verlautbarung gestern in der Kanzlerrunde?

      Mein Eindruck verstärkt sich immer intensiver…..dieser Politiker spielen Pandemie und suchen sich den wissenschaftlichen Rat, der ihre Spieltheorie gerade untermauert.

      Somit steuern wir dann um Ostern in einen vollständigen Lockdown….wer von diesen Leuten übernimmt die Verantwortung für den enormen wirtschaftlichen Schaden? Weshalb zieht man nicht jetzt einen harten Lockdown durch und senkt die Zahlen entscheidend? Nee, da spielen wir mal wieder Pandemie mit Salamitaktik.
      Bei solch politischem Gebaren ist es doch kein Wunder wenn Bürger zu Querdenkern mutieren….

  7. Danke für den Artikel, denn dieser
    bringt die ganze Widersinnigkeit und Widersprüchlichkeit im Umgang mit Schulen auf den Punkt.
    Nach dem, was gestern auf die Ankündigungen von Angela Merkel folgte, bin ich endgültig politikverdrossen.
    Was ist an dem Handeln einzelner Kultusminister/innen noch zu verstehen?

    • Nichts mehr. In München sind die Grünen unwählbar geworden, die Wissenschaftsleugnung zieht sich durch alle Parteien. Schlimm.
      Zitat Katrin Habenschaden, 2. Bürgermeisterin München.
      „Es ist falsch, Grundschulen zu schließen. Dort werden die Bildungsgrundlagen für das gesamte Leben gelegt, durch den ersten #Lockdown sind die Lücken bereits erheblich. Distanzunterricht funktioniert mit kleinen Kindern nicht, sind sie laut Studien auch keine Infektionstreiber.“
      https://twitter.com/KHabenschaden/status/1346729705714675713?s=20

  8. Wenn meiner Familie etwas passiert, werde ich das nicht verzeihen. Dann könnt ihr euch über eine weitere unbesetzte Mathe und Physikstelle freuen.

      • Ganz ehrlich, ich habe darüber auch schon nachgedacht und mache das von den Entscheidungen der KM (in meinem Fall die Herren Tonne und Weil) abhängig.

        Ich habe in meinem Leben in einigen Jobs gearbeitet, nicht zuletzt, um mein Studium zu finanzieren. Jeder, ausnahmslos jeder, Arbeitgeber (Spedition, Taxiunternehmer, Kneipenwirt, Fernesehen) nahm Arbeitsschutz ernst. Mein oberster Dienstherr pfeift darauf.

        Eigentlich mache ich meinen Job sehr gerne. Ich habe nur ganz eindeutig keine Lust mehr, jeden Morgen gefühlt in ein Haifischbecken zu springen. Masken? Kaufe ich selbst. Dienst-Laptop? Fehlanzeige, ich arbeite natürlich mit eigenem Laptop (Datenschutz allez!). Luftreiniger? Im Schulzusammenhang nie gesehen. Plexiglas? Im niedersächsischen Landtag und bei Pressekonferenzen (…sieht toll aus, Herr Tonne).

        Ich wünsche mir Klarheit von der Politik. Maßnahmen (in Niedersachsen „Szenarien A, B, C“), die sich an wissenschaftlich empfohlenen Inzidenzzahlen orientieren. Gerne Wechselunterricht, diesen aber unbedingt unter Beachtung des Arbeitsschutzes für alle an Schule beteiligten.

        Letztlich kann man sich für das eigene Engagement auch noch verhöhnen lassen. O-Ton Grant-Hendrik Tonne: „Nähe in der Distanz schaffen“ https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Tonne-appelliert-an-Lehrer-Naehe-in-der-Distanz-schaffen,corona6190.html . Ernsthaft, Herr Tonne? Was machen wir eigentlich seit Monaten Ihrer Ansicht nach?

        So wird das nichts. Und auch ich komme an einen Punkt, an dem ich diesen Wahnsinn nicht mehr mittragen kann und werde. Da mag ich mir, was meine Bezüge angeht, selbst schaden. Ein Verbleib in diesem System Schule schadet mir auf lange Sicht mehr. Ich kann das nicht mehr mittragen.

  9. Ich denke, es wird mit Verzeihen alleine nicht getan sein. Das ganze wird vermutlich im Nachgang vor Gericht ausgewertet und das dürfte dann für diverse KM, aber auch Leiter von Gesundheitsämtern, die beispielsweise die Testvorgaben des RKI in Schulen ignoriert haben und damit viele neue Fälle mit entsprechend vielen Toten provoziert haben, eng werden.

    Es ist unfassbar, mit welchem Leichtsinn man hier vorgeht. Wenn man sich überlegt, was für ein Aufwand z.B. vor Corona in Sachen Brandschutz , Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz usw. getrieben wurde. Dazu gehören die berühmten verschraubten Fenster, damit auf keinen Fall ein Kind aus dem Schulfenster fallen kann. Auf der anderen Seite wurden jetzt absolut locker Zehntausende Infektionen in Kauf genommen und dabei die Tatsache ignoriert, was man damit anrichtet. Ich bin mir sehr sicher, dass durch die fehlenden Schutzmaßnahmen an den Schulen seit Oktober wesentlich mehr Menschen gestorben sind, als Kinder aus Schulfenstern gefallen wären.

    Das soll natürlich kein Plädoyer dafür sein, den Schutz vor dem Sturz aus dem Fenster zu ignorieren, aber die Verantwortlichen sollten sich überlegen, welchen Aufwand man normalerweise treibt, um Gefahren, die ziemlich gering sind (in KMK-Speak: 0,….1%) zu vermeiden und wie unbedacht derzeit mit einer wirklich konkreten Gefahr umgegangen wird.

    Was das „Lüftungskonzept“ angeht: Der Einsatz von CO2-Ampeln hat in vielen Schulen eindrucksvoll nachgewiesen, dass dieses Konzept keineswegs ein Mittel zur Eindämmung von Corona darstellt, sondern noch nicht einmal den Stand repräsentiert, der sowieso an Lüftung nötig wäre. Die meisten CO2-Ampeln sind VOR dem Ablauf von 20 Minuten auf rot gegangen. Eine Lüftung wäre also auch ohne Corona notwendig gewesen.

    Somit wurden Versäumnisse der Vergangenheit (marode, nicht ausreichend belüftete Schulgebäude) und der jüngeren Vergangenheit (keine Anschaffung wirksamer Schutzmaßnahmen und Rechnern usw.) dazu verwendet, um jetzt plötzlich die Wichtigkeit von Präsenzunterricht zu erkennen und nicht etwa diese Versäumnisse zu beheben, sondern genau diese Versäumnisse als Begründung für den Wegfall von Schutzmaßnahmen zu benutzen.

    Ich wäre echt gespannt, was für ein Aufschrei durch das Land ginge, wenn auf Baustellen Helme und Absturzsicherungen abgeschafft werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann nur 0,…1 % der Bauarbeiter verunglücken würden… nach KMK-Speak also ein guter Grund, auf diese Schutzmaßnahmen zu verzichten. Ohne Helm arbeitet es sich viel besser und all diese Gitter behindern die Arbeit massiv… das ist genau das Analogon zum KMK-Mantra des Präsenzunterrichts.

    • @Jan aus H: Die Fahrlässigkeit bei den schulpolitischen Entscheidungen sehe ich genau Sie. Allein mir fehlt der Glaube, dass sie für Frau Gebauer & Co irgendeine rechtliche Konsequenz haben wird. Das verstärkt mein Ohnmachtsgefühl zusätzlich: Die können mit uns machen, was sie wollen – ohne jede Konsequenz für sie.
      Zur allgemeinen Diskussion: Ich verzeihe nichts!! Untätig, dumm, ignorant, unverantwortlich, wissenschaftsleugnend, überheblich, rechthaberisch, gleichgültig, den Amtseid verletzend – das ist zu viel…

    • 1 MILLION impfdosen liegen ungenutzt herum weil das Impfen von Senioren in Pflegeheimen kompliziert ist.

      Wenn man die Impfdosen nicht für Lehrer benutzt ist es grob fahrlässig.

      Bei vielen Demenzkranken muss ein Vormund zustimmen.
      Es wird wohl Monate dauern bis alle Genehmigungen eingeholt sind.

  10. Super Kommentar. Danke. Ein Armutszeugnis für die KMK. Meine Angehörigen ü 60 haben mir schon ihre „kostenfreien“ FFP2-Masken gegeben.

  11. „Und die Ministerpräsidenten scheitern schon daran, einen gemeinsamen Maßstab für die Bildungseinrichtungen in der Weltseuche zu finden.“
    Die Frage ist natürlich, ob das das Ziel sein muss. NRW und Sachsen haben Inzidenzen, da müssten alle Schulen und Klassenstufen komplett nach Hause (Vogtlandkreis über 700), Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein haben nahezu keine Ansteckungen bzw. sehr wenige zu verzeichnen (Kreis Plön bspw. um die 30).
    Allerdings finde ich die Vorgehensweise, einen sehr eindeutigen Beschluss zu verkünden und dann jeden Ministerpräsidenten doch wieder was anderes erzählen zu lassen, mehr als ungünstig.

    • Sehr geehrter Lehrer002,

      ein gemeinsamer Maßstab wären überall geltende Regeln, Grenzwerte für Schutzmaßnahmen also, wie sie das RKI vorgelegt hat. Das bedeutet ja nicht, dass alle das Gleiche tun müssen. Im Gegenteil. Die Empfehlungen des RKI sehen etwa Wechselunterricht ab einem Inzidenzwert von 50 vor – wenn der Kreis Plön darunter liegt, wunderbar, dann gibt’s da eben vollständigen Präsenzunterricht.

      Die Nationalakademie Leopoldina, deren Stellungnahme im Dezember die Grundlage für den Lockdown-Beschluss war, hat die Bundesländer sehr eindeutig gemahnt, endlich solche Grenzwerte für den Kita- und Schulbetrieb festzulegen. Prof. Christian Drosten, Chef-Virologe der Charité, nannte das Leopoldina-Papier „die letzte Warnung der Wissenschaft“. Dass diese nun ungehört verhallt, lässt leider nichts Gutes für die nächsten Monate erwarten.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

      • Danke für die Erläuterung des Statements! Das macht den Kommentar umso nachvollziehbarer. Ich bin gespannt, was jetzt noch aus den BL kommt, die sich bislang noch nicht gemeldet haben nach Beschluss.

  12. Bin eh gespannt. Einer meiner Söhne geht auf ein Berufskolleg 20 km vom Wohnort. Es gab keinen freien Schulplatz vor Ort. Wie wird es da sein im Fall der Fälle? Aber NRW bastelt ja noch an der „perfekten“ Lösung. Hoffentlich mal für alle und nicht nur schulscharf. Danke für die klaren Worte an die Redaktion.

  13. Hinterher sind immer alle schlauer, was besser gewesen wäre, weil man die Folgen „des anderen Vorgehens“ nun kennt. Dass das alternative Vorgehen mehr Erfolg gebracht hätte, kann jedoch auch nie bewiesen werden, da es ja nicht stattfand.

    Auch sind die Ansichten und Forderungen, die den Politikern gestellt werden, offensichtlich sehr unterschiedlich. In einem Parallelartikel las ich gerade vom Kinderärztepräsident, der angesichts der gestrigen Beschlüsse, gefordert hat, Kindergärten und Schulen müssten so schnell wie möglich wieder öffnen. Er nennt seine Gründe.

    Zwischen all diesen Meinungen (und auch die Wissenschaftler haben nicht alle die gleiche) müssen Politiker abwägen. Das tun sie auch. Aber offensichtlich kommen sie dabei auch in jedem Bundesland zu einem anderen Ergebnis. Das ist der sonst so vielgepriesende deutsche Föderalismus. Wer sich jedoch mehr Einheitlichkeit wünscht, sollte vorsichtig sein, denn das Einheitliche ist ja dann vielleicht gerade das, was man nicht will.

    • Doch. Es gibt eine einzige gemeinsame Richtlinie bei MP und KM. Verweigerung von Gesundheits- und Arbeitsschutz für Bildungseinrichtungen! Privat würde ich mit harten Bußgeldern belangt, würde ich gegen die AHA- Regeln verstoßen. Beruflich werde ich seit Monaten dazu gezwungen.
      Milliarden für die Wirtschaft, Bildung hat einmal wieder das Nachsehen. Luftreiniger wären das Mindeste und würden nur einige Millionen kosten. Der von vielen Kuk schon lange geförderte Wechselunterricht hätte ohne Mehrkosten durchgeführt werden können. Sture Verweigerungshaltung seit dem Frühjahr letzten Jahres von Seiten der Poltik. Keinerlei Unterstützung, geschweige denn konstruktive Vorschläge von den Dienstherren und -damen.
      Das sehe ich durchaus als Versagen vpn Seiten der Politik! Und Föderalismus im Bildungssystem ist nicht erst seit Corona ein Hemmnis! Die Ignoranz, bewussten und offenen Lügen, Nichthandel und Skrupellosigkeit kann und will ich den KM nicht mehr verzeihen! Nicht nach 11 Monaten Nichtstun!

  14. #Schulboykott

    Für das Klima hat die halbe Schulgemeinschaft demonstriert. Selbst Lehrer sind auf den FFF-Demos vertreten gewesen. Die GEW muss endlich so etwas organisieren. Warum spielt sie dieses Spiel mit?

    PS: Ich verzeihe hier gar nichts!

    • Nun ja. Habe gekündigt. So spare ich jetzt 400€ im Jahr. Oder ich spare es für meine Kinder. So ist es nicht“weggeschmissen Geld“
      Danke im GEW.

  15. Ich habe mich bei einem Schüler der Klasse 7 im Oktober infiziert. Zum Glück ist diese Klasse bald ganz durchseucht. ICH SAGE DANKE!

    • Auch Lehrer haben Rechte.
      Warum nehmen alle diese Infektionen am Arbeitsplatz hin? Das ist kein normales Berufsrisiko. Eine Infektion am Arbeitsplatz heißt, dass der Arbeitsschutz nicht ausreichend war und das muss Konsequenzen haben.

  16. Danke an die Vorredner. Ich halte das auch für Wahnsinn ich bin entsetzt und fassungslos wie hier mit Menschenleben umgegangen wird und mit der Gesundheit. Wie missverständlich Demokratie hier ist. Ich fühle.mich auch entmündigt und unfähig meine schwerbehinderte Tochter wirklich zu schützen. Wir leiden alle. Jeder zahlt seinen Preis. Ich verstehe auch nicht wie man dem Friseur oder dem Restaurantbetreiber das noch verklickern soll. Die haben Konzepte, die Verringern zuverlässig ihre Zahl und von einem Friseur oder Restaurantbesuch im Monat (wahrscheinlich sogar seltener) wie groß ist da noch die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren?

    Vergleich schule und Kita…schon immer vollgestopft mit zu wenig Personal….aber das Märchen vom Wundervirus der an Kindern vorbei geht wird immer noch erzählt…und jeder der das einfach nicht glaubt ist Sand im Getriebe.

    Und dann immer wieder die Kinder würden Schulstoff verpassen….selten was lächerliches gehört. Das Curriculum ist schon seit Jahrzehnten überfällig zu recht gestutzt zu werden.
    Und schließlich fehlt allen, weltweit, dieses Schuljahr aber wem fehlen die Verwandten? Wer kann noch gesund das aufwachsen der eigenen Enkel erleben?

    Ich kann da nichts verzeihen.

  17. Mir ist bei der PK von dat Malu Dreyer gerade richtig schlecht geworden…
    Unstrukturiert wie immer und am Ende sitzt man aufe Couch und die Schädeldecke möchte einem rausspringen.
    Die Bundesregierung verkündet Lockdown der Kitas und Schulen bis 31.Januar und was verkündet dat Malu? Am 15. beguckt sich dat Steffi (Hubig) nochmal die Gesamtsituation und beschließt dann, wie es am 18. weitergeht. Die Info kommt dann bestimmt Sonntagabend zwischen Käsebrot und Schlummertrunk.

    Da krieg‘ ich Puls.

    Entschuldigt, werte Kollegen, meinen Gossenjargon, allerdings bin ich gerade bis zum Anschlag angenervt, dass mir meine Contenance vollends entglitten ist.

  18. Was machen eigentlich die Kinder der Politiker? Gibts dazu mal Infos?

    Bleiben die zu Hause oder sind die in der normalen Schule/Kita?

    Wenn wir uns jetzt wegen mangelnder Betreuung kindkrankschreiben lassen können wer prüft denn den Grund nach?

    Und nebenbei kindkrank geht nur bis 12 jahre und ach ja ab 12 hinaus wirds ja erst auch richtig gefährlich für die Kinder und Jugendlichen.

  19. Jetzt sind die Schulen geschlossen.

    Dass es vorher in Deutschland nicht überall eine Maskenpflicht im Unterricht für Kl. 1-13 gegeben hat, ist mehr als peinlich.

    Das kann dir keiner erklären.

    Ich bezweifle, dass man Grundschüler in der Videokonferenz nun besser versteht, als hinter einer Maske im Klassenzimmer (was für ein Argument – oh man).

  20. Liebe Redaktion: Jetzt sind wir wieder bei dem Thema der Kennzeichnung Ihrer Artikel. Kommentar passt hier finde ich nicht.
    Genauer wäre es: Realsatire oder fiktive Geschichte.

    Oh mist: Es ist ja tatsächlich so

  21. Danke an Herrn Priboschek fuer diesen Artikel und an alle Vorredner!!!

    Eine deutsche Schule im Ausland macht es vor!! Konzepte koennen funktionieren in der Gesamtheit, NUR ES DARF NICHT NUR AUS LAPIDAREN PUNKTEN BESTEHEN!!!
    Das Gesamtpaket ermoeglicht Unterricht MIT Abstand.

    Warum bekommen die Kultusminister *innen so etwas nicht gesch…. en????

    Deutsche Firmen bauen diese Anlagen!!!
    Hallo, geht es noch??? Gebt Gas, schaltet Euer Hirn endlich mal ein.

    Den beschriebenen Wahnsinn dieser Personen kann man nicht mehr verzeihen, NIEMALS!!!!

    Verrueckte oder Menschen, die andere GEFAEHRDEN, werden doch normalerweise in geschlossene Anstalten gesperrt.
    Warum passiert es hier nicht, diese Persoenlichkeiten gefaehrden ganze Personenkreise/-schichten und nicht nur einzelne Menschen.

    Wahnsinnige Persoenlichkeiten in Fuehrungspositionen haben bereits in der geschichtlichen Vergangenheit sehr viel Unheil fuer die Menschen ueber das Land gebracht, nicht nur in Deutschland und ich denke, da brauche ich keine namentlichen Bsp. zu bringen.

    Es kann doch nicht sein, das die Kultusminister *innen sich ueber die Ansagen der MP’s und der Kanzlerin hinweg setzen duerfen, die Wissenschaft ignorieren sie ja eh schon immer komplett oder verbreiten Luegen darueber, geben „gekaufte“ Studien bei Leuten in Auftrag, die sich angeblich „Fachleute“ (selbst) benennen.

    Gibt es niemand, der diesen Persoenlichkeiten uebergeordnet und weisungsbefugt ist????
    Der diese UNFAEHIGEN endlich das Handwerk legt, sie aus dem Dienst entfernt????

    Wegen genau dieser kleinen Personengruppe(KM’S) infizieren und sterben taeglich Menschen!!! UND…. Sie haben einen nicht unwesentlichen Anteil an der Situation in unserem Land!!!!
    ABER, sitzen in/mit ihrer Unfaehigkeit/Untaetigkeit immer noch in ihren Positionen und kosten dem Steuerzahler viel Geld im Monat ohne Leistung zum Wohle aller Beteiligten zu erbringen.

    Ich kann hier NICHTS UND NIEMANDEN VERZEIHEN!!! Es wird aeusserst leichtsinnig mit Menschenleben gespielt!
    Was haben DIE sich fuer einen Auftrag auf ihre Flagge geschrieben????
    Das ist nicht der Bildungsauftrag!!!
    Es gibt Konzepte fuer das Distanzlernen seit Jahrzehnten(sieh o. g. Link), DIE muessten nicht mal arbeiten, es ist vorhanden, muss nur angepasst und frei gegeben werden.

    ALSO KM’S, WELCHEN AUFTRAG HABT IHR??? WARUM MUSS ES IN UNGESCHUETZTENPRAESENSUNTERRICHT GEHEN???
    WIE VIELE MENSCHEN MUESSEN DURCH EURE ANORDNUNGEN NOCH STERBEN???

    Alle muessten strafrechtlich belangt werden koennen, mal sehen, wie oft lebenslaenglich dann zusammen kommt.
    NUR leider hilft das nicht wirklich den trauernden Kindern, Eltern, Menschen!!!!

  22. Ich hab keinen Bock mehr Dinge die bewusst gemacht werden zu verzeihen.
    In unserem Bundesland stellt die SPD den Kultusminister.
    Wir wurden bewusst in Lebensgefahr gebracht und verheizt.
    Wenn wieder Wahlen zum Bundestag oder Landtag sind, freue ich mich jetzt schon auf den Besuch der SPD Wahlwerber.
    Werde ihnen meinen vollen Dank über die Wahrnehmung der Fürsorgepflicht durch ihr SPD geführtes Ministerium darlegen.
    Denke momentan noch über die Anschaffung eines Rottweilers nach.

    • Das habe ich mich auch schon gefragt. Wenn dann irgendwann im (hoffentlich) Herbst alle cleveren Erwachsenen durch sind mit dem Impfen – was ist dann mit meinen Kindern?

      Müssen wir uns dann trotzdem sicherheitshalber noch viele Jahre zuhause einigeln bis sie endlich 16 sind?

      Habe dazu noch nirgendwo etwas gelesen.

  23. Lieber Herr Priboschek,

    danke für Ihre eingehende sachliche Analyse, die durch Klarheit besticht. Man kann nur hoffen, dass Politiker*innen Ihre Analyse lesen und dann ihre Entscheidungen treffen.

    Die Desinformationspolitik der KuMis hat leider dazu geführt, dass nach wie vor viele Eltern und leider auch manche Lehrkräfte nicht wissen, wie gefährlich sich SARS-CoV-2 in Schulen ausgebreitet hat. So kommen Forderungen von Eltern auf, die Schulen wieder in Präsenz und Regelbetrieb zu öffnen und die Entscheidungen von Merkel und ihres Kabinetts in Frage zu stellen. Dabei wird vor allem auf die „psychischen Folgen“ des Distanzunterrichts hingewiesen, ohne zu beachten, dass viele psychische Erkrankungen erst entstehen, weil die Beteiligten realisieren, wie gefährlich es ist, schutzlos im Klassenraum zu sitzen.

    Momentan kursiereren in RLP zwei „Studien“: eine des Frankfurter Gesundheitsamtsleiters Gottschalk und eine Metastudie aus Schweden:

    https://cdn.aerzteblatt.de/pdf/117/51/a2505.pdf?ts=16%2E12%2E2020+08%3A13%3A36

    https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/COVID-19-risk-related-to-spread-of-new-SARS-CoV-2-variants-EU-EEA.pdf

    Wenn sich Politiker*innen und Eltern ohne besseren Wissens auf diese Studienergebnisse beziehen, dann wird die „Durchseuchung“ leider weiter vorangetrieben werden und es wird eine brutale 3. Welle geben.

    Man kann nur weiter hoffen, dass sich endlich Verstand auch in den Ländern durchsetzt und Hubig erkennt, dass diese „Studien“ höchst zweifelhaft eine Gefahrensituation schön reden. Leider lässt sich SARS-CoV-2 nicht durch rhetorische Strategien aufhalten. Leider!!!

    Es ließe sich nur durch Schutzmaßnahmen wie Abstände, Luftfilter, FFP2 und FFP3-Masken, Plexiglasscheiben, Distanzunterricht aufhalten.

    Deshalb möchte ich nach wie vor auf die folgende Petition aufmerksam machen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

    Beste Grüße

    • Hallo S.
      Beim zitieren der Metastudie aus Schweden hat sich offensichtlich ein Fehlerteufel eingeschlichen.

      Der Link der ECDC https://www.ecdc.europa.eu/sites/default/files/documents/COVID-19-risk-related-to-spread-of-new-SARS-CoV-2-variants-EU-EEA.pdf

      beschreibt die Virusmutante aus England und plädiert für Schulschließungen:
      „Considerations for school settingsAge-specific datafor areas with and without high VOC 202012/01circulationare still pending, but it has been observed that overall SARS-CoV-2 test positivity rates were highest among secondary school-age children in England in the week 1218 December [86], a period during which schools were open, while many other measures were in place. Moreover, the percentage testing positive increased both for primary and secondary school-age children and for young adults during this period when schools were open.“

      In die krude Metastudie aus Schweden würde ich gerne einen Blick werfen …
      Gibt es da ggf. noch einen Link zu?

      Danke @S.

      • @Wunder SAM
        Sorry – danke für den Hinweis. Hier der richtige Link:
        https://www.folkhalsomyndigheten.se/contentassets/1e5e09395b9a4f498ff635cdd2b1a888/covid-19-children-adolescents.pdf

        Auch dieser Link wird geteilt: – so bin ich auf den Fehler gekommen:
        https://www.ecdc.europa.eu/en/publications-data/children-and-school-settings-covid-19-transmission

        Auch die letzt genannte Meta-Studie verharmlost das Infektionsgeschehen, weil hier – für Deutschland – wieder die Studien aus dem Sommer aufgeführt werden oder eben die Datenerhebungen der KuMis, die ja kaum Indexfälle aufgeführen, weil mehrheitlich die in Schulen festgestellten Infizierten als „Zufallsfunde“ oder „Ansteckung im privaten Umfeld“ klassifiziert wurden.

        • Auch hier (Frankfurter „Studie“)wieder der peinliche „Trick“ mit den Prozentangaben, wenn die Autoren eine 260er Neuinzidenz als geing empfinden, wundert einen wenig. Das ist weitaus höher als die durchschnittliche Inzidenz damals.
          Außerdem kann allein schon ich bestätigen, dass genau im Untersuchungszeitraum sich das GA weigerte zu testen und in Quarantäne zu schicken in einer Jahrgangsstufe 12: die Schulleiterin musste darum kämpfen, dass wenigstens für ein paar Tage die Präsenzpflicht aufgehoben wurde (und auch das war kürzer als eine Woche). Ebenfalls zu erwähnen wäre die in den Einschränkungen erwähnte Abarbeitung: Dank Überlastung rief das Gesundheitsamt ca. 1-2 Wochen nach einem Positivtest an. Ich bezweifle, dass man damit die tatsächlichen Ansteckungen noch findet- jedenfalls nicht mit den vorgenommem PCR Rachenabstrichtests, die nur etwa 10 Tage positiv ausfallen.

          • Das ist ja der Witz – diese tolle Studie aus Hessen zirkuliert hier in RLP und die von Hubig in Auftrag gegebene Datensammlung, Secondary Attack Rate in Schools Surveillance, RLP (SARS-S), ist ja das gleiche in Grün. Ebenso lachhaft und das gleicher Procedere wie von Ihnen beschrieben.
            Ich wünschte, es könnte nachgewiesen werden, wer von den KuMis die Parole ausgegeben hat, diese seltsamen Katgeorien von „Zufallsfund“ und „Ansteckung im privaten Umfeld“ aufzustellen, die ja noch erschwerend hinzukommen, um die Datensammlung noch weiter ad absurdum zu führen. Gab es da eine bundesweite Abstimmung? Wer könnte das herausbekommen?

    • Sehnsüchtig denke ich an Fridays for Future zurück….
      Mir fällt nur leider kein so passender Name ein turning thrursday? …etwas sperrig und wenig eingängig….Seuchensamstag klingt schön aber ist leider nicht effektvoll….würde mich auch gerne mal vor ein Ministerium setzen und dort mir lauthals selbst apllaudieren. Vielleicht nehme ich auch noch ne Schaufel und Erde mit…dann kann ich schon mal mein Grab selbst ausheben.

      Sorry aber der Wahnsinn den ich hier sehe dem kann ich selbst nur noch mit ein bisschen Verrücktheit entgegen treten ohne völlig in Depression zu verfallen.

      Danke für den Artikel.

      • @Fassungslosundsauer

        „Sorry aber der Wahnsinn den ich hier sehe dem kann ich selbst nur noch mit ein bisschen Verrücktheit entgegen treten ohne völlig in Depression zu verfallen.“
        Genau so.

        Anders ausgedrückt:
        Sarkasmus.
        Weil es nicht erlaubt ist, dumme Leute zu schlagen.
        😉

      • … aber eine gute Idee, an einem bestimmten Tag der Woche, im Umkreis der KuMis einen friedlichen, stummen Protest, stehend, mit vielen abzuhalten. Jedesmal nur ein bis zwei Stunden-und dann friedlich wieder nach Hause. Stumm dastehen, ohne Poster, eine Masse von Eltern, Schülern und Lehrern. Schon deshalb wäre Samstag gut-da ist schulfrei, egal ob präsent oder online. Einzeln angereist – alle mit Maske und dreifachem Abstand – daher sicherer als in jedem Prasenzunterricht… ob das nicht auffallen sollte?
        Aber ob die Menschen so viel Disziplin aufbringen?

  24. Der Artikel oben geißelt die Uneinheitlichkeit von Maßnahmen im Bildungsföderalismus, aber gerade wegen dieses Föderalismus ist eine Einheitlichkeit im System doch gar nicht vorgesehen, eben weil die Länder zuständig sind. Man müsste konsequenterweise den Bildungsföderalismus als solchen angreifen, der in der Tat etwas anachronistisch erscheint, jedenfalls in der jetzigen Ausprägung. Ein föderalies Bildungschaos hatten wir auch schon vor Corona.
    Außerdem vermeidet Herr Priboschek jede Stellungnahme zu jenen „Bildungsexperten“, die uns seit Beginn der Schulschließungsproblematik immer einhämmern wollen, Schulschließungen seien sozial ungerecht, weil sie doch die Bildungsungleichheit verstärkten. Von seriösen Bildungsjournalisten sollte man das eigentlich erwarten. Die Gretchenfrage dabei lautet offenbar: Was ist wohl wichtiger, Gesundheit oder das Ziel einer „Bildungsgleichheit“? Was müsste man im Zweifel hintanstellen? Beides gleichzeitig zu fordern wäre nur ein rhetorischer Trick.

    • Sehr geehrter Carsten60,

      es handelt sich ja nicht um meinen ersten Kommentar zum Thema. Zum Aspekt Schulschließungen/soziale Gerechtigkeit habe ich mich bereits ausgelassen – und zwar so:

      (An die Ministerpräsidenten gerichtet) „Sie behaupten, Ihnen ginge es um die Bildungschancen von Kindern aus armen Familien. Blöd, dass Sie erst jetzt Ihr Herz für diese Klientel entdecken. Seit Jahrzehnten – genauer: seit der ersten PISA-Studie von 2000 – wissen wir, dass gut und gerne 20 Prozent der Schüler (eben die aus armen Familien) abgehängt sind. Mit jeder PISA-Studie seitdem wird dieser Befund aufs Neue bestätigt. Und was haben Sie in den vergangenen 20 Jahren für diese Kinder getan? Nichts. Deshalb wirkt Ihr angebliches soziales Engagement in der Corona-Krise, ehrlich gesagt, nicht gerade überzeugend.“

      Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/11/anstelle-eines-kommentars-zur-schulpolitik-ein-persoenlicher-brief-an-die-ministerpraesidenten/

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

      • Dieser „Brief“ an die Ministerpräsidenten enthält aber vorwiegend Polemik, von der Bildungswissenschaft ist gar nicht die Rede. In Zeitungsartikeln warnte gerade Prof. Köller (kein Unbekannter) vor der wachsenden Bildungsungerechtigkeit durch Schulschließungen. Immerhin nehme ich an, auch Sie meinen, Gesundheit geht vor gegenüber anderen Zielen.
        Es ist auch einfach nicht wahr, dass die Politiker nach PISA 2000 nichts getan hätten, um dem sog. „PISA-Schock“ zu begegnen. Im Gegenteil: Sie sind in einen geradezu beängstigend hektischen Reformeifer verfallen, haben völlig neue Bildungspläne beschlossen, haben überhastet die Inklusion eingeführt, haben Gemeinschaftsschulen und das Zwei-Säulen-Modell eingeführt, haben unzählige Studien in Auftrag gegeben sowie Landesinstitute gegründet und ausgebaut, reformieren ständig das Lehramtsstudium, haben unzählige Förderprogramme gerade für Kinder aus bildungsfernem Milieu angestoßen und finanziert, gerade die Ganztagsschule sollte ja in dieser Hinsicht wirken (so wurde jedenfalls immer behauptet). Sie scheinen da merkwürdig desinformiert zu sein.

        Allerdings: Sie können sagen, diese Maßnahmen haben wenig oder nichts bewirkt (mir scheint das auch so), das ist aber was anderes und wäre doch mal ein Thema für einen Kommentar. Stattdessen lesen wir auch hier bei news4teachers (so wie bei der GEW auch), wie schön doch Gemeinschaftsschulen und Ganztagsschulen sind, weil sie eben diesen 20 % Kindern zugute kommen, von denen Sie oben sprechen. Ich glaube, Sie müssten etwas tiefer analysieren und der Frage nachgehen, warum die vielen, vielen Maßnahmen so wenig bewirkt haben. Man müsste auch mal das penetrante Eigenlob der Schuladministration (inkl. BMBF) zu ihren großartigen Reformen entlarven. Das scheint ein „blinder Fleck“ auch im Journalismus zu sein. Aber bitte nicht einfach mehr Geld fordern, das ist zu oberflächlich. Das Geld sinnvoll und effektiv auszugeben, das scheint das Problem zu sein. Stattdessen regiert die sprichwörtliche „Gießkanne“.

        • Nur kurz dazu: Den Reformeifer gab es, kurzzeitig zumindest – der betraf aber nicht die besonders förderbedürftigen Schüler, sondern den Unterricht und die Schulorganisation insgesamt. Zentralabitur, Komptenzorientierung, zentrale Lernstandserhebungen sind dafür Stichworte. Die Ganztagsschule z. B. war und ist ein Betreuungsprojekt, um die Berufstätigkeit von Frauen zu fördern, was sich anhand der Organisation des zumeist offenen Ganztags (weitgehend ohne Lehrer in Trägerschaft der Kommune) belegen lässt. Die Gemeinschaftsschule ist ein Projekt schon aus den 70-er Jahren und hat mit PISA nichts zu tun.

          Ein paar Förderprogramme für leistungsschwache Schüler mag es gegeben haben, finanziell allerdings ohne nachhaltiges Engagement der Landesregierungen. Genau so lieblos übrigens, wie sie die Inklusion angingen. Das lässt sich alles gut anhand der Haushaltspläne nachweisen: Üppige Mittel flossen vor allem in die Gymnasien, um den Vor- und Rückbau von G8 zu finanzieren. Klar – Gymnasialeltern sind, anders als Eltern behinderter Kinder, Migranten oder sozial Schwache, eine wahlentscheidende Klientel. Das Ergebnis sieht man alle drei Jahre an PISA. Same procedure.

          Herzliche Grüße
          Andrej Priboschek

        • Natürlich: Nach Meinung der progressiven Redaktion sind die Gymnasialeltern schuld daran, dass es immer noch Risikoschüler gibt. Aber auch Migrantenkinder sind an den Gymnasien, in Berlin ca. 30 %. Hier
          https://www.focus.de/politik/deutschland/diesterweg-gymnasium-96-muslime-berliner-schule-kaempft-fuer-integration-unter-schwierigsten-umstaenden_id_10048130.html
          steht u.a., dass die zugehörigen „Gymnasialeltern“ (schlimme Leute 🙂 ) an dieser Schule vor allem die „religiöse Homogenität“ schätzen. Ist also Heterogenität „out“ ?

          Zu den Finanzen: Vor ein paar Jahren kostete ein Schüler pro Jahr 7900 € an Gymnasien, 8000 € an Gesamtschulen und 8900 € an Hauptschulen. Quelle:
          https://www.welt.de/wirtschaft/article173856860/Bildung-So-teuer-kommt-den-
          Staat-jeder-Schueler.html
          Da steht auch, dass NRW unter den Bundesländern Schlusslicht bei den Ausgaben war und ist, jenes Land, das seit Kriegsende vorwiegend von der Partei der sozialen Gerechtigkeit regiert wurde und in dessen Schulministerium Herr Priboschek tätig war. Hamburg und Berlin dagegen geben auch an Grundschulen viel Geld aus, aber der Erfolg ist mager.

          Zu G8/G9: Die Einführung des G8-Gymnasium hatte doch u.a. das Ziel, an Gymnasien Geld zu sparen durch Streichung eines Schuljahrs. Bei der Rückkehr zu G9 wurden dann Krokodilstränen vergossen, wieviel Geld das jetzt wieder kosten würde. Dabei hatte man das vorher eingespart. Bitte etwas präziser argumentieren!

          • Keineswegs sind nach Meinung der „progressiven Redaktion“ die Gymnasialeltern schuld daran, dass es immer noch Risikoschüler gibt. Ich war übrigens unter einer schwarz-gelben und unter einer rot-grünen Landesregierung im Ministerium – suchen Sie sich eine aus. So groß waren die Unterschiede nicht. Herzliche Grüße Andrej Priboschek

          • Aber warum haben Sie denn die Gymnasialeltern überhaupt erwähnt? Und zu dem „Brief an die Ministerpräsidenten“: Was hätten die denn Ihrer Meinung nach tun sollen, um die Zahl der Risikoschüler zu reduzieren? Meckern ist leicht, konkrete Vorschläge sind schwieriger. Was hat man eigentlich zu diesem Punkte in NRW gemacht? Gerade im Ruhrgebiet gibt’s doch genug Probleme.

  25. Wenn mir jemand wiederholt, anhaltend und mit voller Absicht schadet, muss ich da genau GAR NICHTS verzeihen.

    Obwohl LuL ja oft sehr viel mit sich machen lassen, wird es diesmal wohl nicht mit einem „Schwamm drüber“ getan sein – hoffe ich zumindest.

    Es muss sich viel ändern, und das wird nicht passieren, wenn LuL sich jetzt wieder großmütig zeigen.

  26. @Redaktion
    Jens Spahn hat es anders und besser gesagt. Er sprach nicht – wie Ihre Artikelüberschrift suggeriert – davon, dass wir viel verzeihen müssten, sondern dass wir EINANDER viel verzeihen müssten.
    Er und andere Politiker, über die in sozialen Netzwerken oft mit Hass und Hetze hergezogen wird, haben nämlich diesen Angreifern ebenfalls einiges zu verzeihen.

    In einem Kommentar hier zu den Landespolitikern heißt es: „Wir werden viel verzeihen müssen? DA ist nichts mehr zu verzeihen. DAS ist einfach nur noch WAHNSINN. Wahnsinn muss man nicht verzeihen, da muss man den Wahnsinnigen vor sich selbst und seine Umwelt vor ihm schützen.“

    Was bedeutet eigentlich „vor sich selbst und seine Umwelt vor ihm schützen“?
    Und wer ist „man“, der für diesen Schutz vor den Wahnsinnigen sorgen muss?

    Die zitierten Sätze sind an Sie gerichtet, Herr Priboschek. Eingangs heißt es wörtlich:
    „Herr Priboschek, ich verstehe, was Sie meinen – würde es aber doch viel härter formulieren:….“
    Der Schreiber geht also davon aus, dass er mit Ihnen eines Sinnes ist und nur härter formuliert.

    Nicht selten mischen Sie und Ihre Redaktion sich bei Kommentaren ein – insbesondere bei Kritik an Ihren Leitartikeln.
    Ich frage mich, warum Sie sich hier nicht einmischen und zumindest Bedenken gegen die härtere Formulierung Ihrer Meinung äußern.

    • Sehr geehrte Frau Prasuhn,

      die Überschrift spielt mit dem Zitat von Spahn – zitiert ihn aber nicht. Das korrekte Zitat findet sich im Text.

      Was Kultusminister den Lehrern, Schülern und Eltern in Deutschland „verzeihen“ müssten, sorry, da fehlt mir die Fantasie, mir irgendetwas auszumalen. Beleidigungen oder Bedrohungen finden auf News4teachers jedenfalls nicht statt – allenfalls der Hinweis, sich rechtliche Schritte vorzubehalten. Das ist auch völlig legitim in einem Rechtstaat, wenn persönliche Rechte (wie das grundgesetzlich verbriefte Recht auf körperliche Unversehrheit) so massiv betroffen sind.

      Dass einer der Kommentatoren hier mir etwas in den Mund legt, was ich nicht gesagt oder gemeint habe, kann ich auch nicht feststellen – wenn ein Leser meint, dass er Kritik an den Ministerpräsidenten schärfer formulieren würde als ich, dann darf er das gerne meinen.

      Herzliche Grüße
      Andrej Priboschek

  27. Ich bin sehr traurig und enttäuscht:
    Seid den Sommerferien wir über KITAs und Schulen trotz besseren Wissens das Virus in die Gesellschaft getragen. Also eine absichtliche Durchseuchung riskiert. Der gesamtgesellschaftliche Schaden steigt ins Unermessliche aber kein Kultusminister (m/w/d) hört auf Wissenschaftler, die zum Thema forschen und fundiert etwas dazu beitragen.
    Sträflich wird der Gesundheitsschutz für alle vernachlässigt. Wie soll ich noch wissenschaftliche Fächer unterrichten, wenn die KM vorturnen, was sie von Wissenschaft halten bzw. verstehen. Wie gesagt alles sehr traurig.

    • @Menta
      „Wie soll ich noch wissenschaftliche Fächer unterrichten, wenn die KM vorturnen, was sie von Wissenschaft halten bzw. verstehen.“

      Da würde bei der Besetzung der Ministerien zukünftig nur helfen: „Schuster bleib bei Deinen Leisten.“

      Heißt, potentielle Politiker könnten das Ministerium lediglich begleiten, wenn sie entsprechendes Fachwissen auf diesem Gebiet vorweisen können. Ein Mediziner wird Gesundheitsminister, ein Wirtschaftswissenschaftler für das Wirtschaftsministerium, ein Jurist kann das Justizministerium begleiten und bitte das Kultusministerium von der Kohorte der Juristen befreien, von den Immobilienmaklern, den Hotelfachfrauen etc. pp.

      Wenn Bundesminister omnipotent das Familien-, das Arbeit- und das Verteidigungs-Ministerium lei(te)ten, kommt man hinsichtlich der Fachkompetenz schon einmal ins Zweifeln, …

  28. Man sollte auch noch erwähnen, dass die Politik nicht nur keine Luftreiniger angeschafft hat, sondern Eltern und Schulen direkt daran hindert auf eigene Kosten selbstständig welche aufzustellen. Jeder, aber auch wirklich jeder Versuch von Eltern Geld für die Anschaffung von Luftreinigern an die Fördervereine zu spenden, wurde im Keim erstickt und unter fadenscheinigsten Vorwänden verhindert. Gerne hat man hier die „Innenraumkommision des Bundesumweltamtes“ vorgeschoben, die gegen jeden gesunden Menschenverstand angibt, dass Raumluftreiniger überhaupt nicht geeignet seien und hat Empfehlungen der „Innenraumkommision des Bundesumweltamtes“ als Rechtsgrundlage verwandt, um Eltern direkt das Aufstellen von Raumluftreinigern mit HEPA-Filtern und UVC-Licht zu verbieten. Ich selbst bin Vater von zwei Grundschulkindern und ich bin einer von unzähligen Vätern die dies versucht haben. Die Schulleiterin verwies auf das Schulamt, das Schulamt auf das Gesundheitsamt und das widerum verwies auf das Bundesumweltamt und da endet jeglicher Versuch der Eltern etwas zu unternehmen.

    Im Übrigen hat jemand über die Plattform „Frag den Staat“, per Informationsfreiheitsgesetz das Sitzungsprotokoll der Innenraumlufthygiene-Kommission angefordert. Wer wissen möchte wie sehr die Behörden mauern liest sich das hier durch:
    https://fragdenstaat.de/anfrage/sitzungsprotokoll-der-innenraumlufthygiene-kommission-irk/

    Man hat das Protokoll nach Monaten irgendwann rausgegeben, aber leider leider sind so zwei Drittel der Zeilen geschwärzt. Das erinnnert mich an die geheimen Verträge zu TTIP. Oder an die Befragung der NSA zur Abhöraffäre.

  29. Ich weiß nicht, ob nicht schon ein anderer Forist die Meldung verlinkt hat, aber es ist ein wichtiger Zwischenschritt zu der Frage nach dem Infektionsgeschehen in der Schule: Das RKI stellt mit gebotener Vorsicht, aber immerhin erste Tendenzen der Rückgangs bei den Inzidenzen von Schülern fest – im zeitlichen (ursächlichen) Zusammenhang mit den Schulschließungen bzw. der Aussetzung der Präsenzpflicht. Mal sehen, wie die Zahlen sich weiterhin entwickeln.

    https://www.tagesschau.de/investigativ/corona-schulen-inzidenz-rki-101.html

    • Die Öffnung gilt aber nur für die Treiber der Infektion:
      MSA-Prüflinge, 12/13 Abiklassen und Abschlusslassen der Berufsschule.

  30. Frau Eisenmann schickt ab Montag, 11.01.20, SchülerInnen der SBBZ GENT und KMENT in „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“! Einzig die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Wieso sollten sich Eltern gegen den Schulbesuch entscheiden, wenn sie doch „Luft holen könnten“?!
    Ich habe damit gerechnet, und doch macht es mich absolut sprachlos ob dieser gewissenlosen Ignoranz und Arroganz gegenüber der KollegInnen, SchülerInnen und Eltern, die hier an kaltblütig an den Tag gelegt wird, nur wegen der Landtagswahl! Einziger „Schutz“: Lüften. Und wenn man „Glück“ hat: angebliche FFP2 Masken der Norm KN95! Auch bei einer kleineren Schülerzahl kein Abstand möglich, da, wie gern vergessen wird, die Klassenräume an SBBZen idR deutlich kleiner sind als an anderen Schulen!
    Es ist ein unfassbares Gebaren, das die Politik an den Tag legt. Die Regeln von Dienstag werden hier mit Füßen getreten und das Vertrauen in die Politik ausgemerzt, die Kanzlerin vorgeführt! Sämtliche Erkenntnisse der letzten Wochen und Monate ignoriert und verkannt….
    Ich bin absolut fassungslos!

    • Ich bin in BW-habe „meine“ KN 95 Masken (die viel zu klein sind und an der Kinnspitze enden) „untersucht“ soweit mir möglich. Hergestellt am 10.April2020 fehlte zum einen die entsprechende Einfuhrgenehmigung und übereinstingungsbescheinigungen, die in jeder Schachtel sein müssten. Ebenso fehlt die Übergangskennzeichnung, die vergeben wurde, als ein starker Mangel an Masken bestand. Auf dem winzigen Hersteller“zertifikat“ (4cm x 2,5 cm) mit dickem rotem „Stempel“überdruck, der den Rest fast unlesbar macht, steht eine Website des Herstellers. Dort findet man das Bild des Produktionsgeländes-ein eleganter Bau, der sich als Luftfoto eines Flughafenterminals entpuppt. Die Maske ist als einziges Produkt der Fa. ausgewiesen. Bei genaueren Infos zur Maske, wird versucht, einen Trojaner einzuschleusen. Die Nahtverschweißungen am Rand von 6 der 40 Masken sind nicht dicht und zeigen kleinfingergroße Durchlässe/Löcher mit Blick auf drei Schichten. Die Masken sind sehr schnell entflammbar und tropfen dünnflüssig als brennendes Plastikmaterial ab.
      So hatte ich mir „FFP2“ Masken, zum Schutz von Kindern und zum Selbstschutz, meiner Landesregierung, die so etwas wie Gesundheitsvorsorge oder wenigstens Rücksichtnahme praktizieren müsste, nicht vorgestellt!
      Wäre das im öffntlich-wirtschaftlichen Bereich passiert, wo es genaue Vorschriften gibt, dürfte man das wohl als Betrug einstufen.
      Warum darf dieser Arbeitgeber so etwas mit seinen Angestellten, Beamten und damit auch Kindern und Familen machen?

  31. „Verzeihen“ ist nicht gleichbedeutend mit „zu vergessen“.
    „Verzeihen“ impliziert nicht „zu vergessen“.
    Verzeihen: ja.
    Vergessen: nein.
    Deshalb: Personale Konsequenzen: ja.
    Zeitnah.

  32. Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht… das sagte Heinrich Heine einst und es passt auf die aktuelle Situation und vor allem auf mich. Was habe ich mich gestern gefreut… Einsicht. Endlich Einsicht. Endlich klare Aussagen von ganz oben. Moment, echt jetzt? Ausatmen, einatmen, ausatmen. Nochmal schnell nachgoogeln. Ja da steht es wirklich… schwarz auf weiß- die Schulen bleiben geschlossen.
    Puuuh… der fallende Stein vom Herzen dürfte vom Seismographen messbar gewesen sein.
    Aber dennoch, ich gestehe… ein kleiner Teil in mir hat zitternd in der Ecke gesessen und an den Föderalismus gedacht. Aber… das werden sie doch nicht tun, die Minister…
    Was soll ich sagen. Sie haben es getan.
    Manche zumindest. In Bawü wird der 18. für Kitas und GS angepeilt , SBBZs G und K „dürfen“ unter Pandemiebedingungen schon sofort, die anderen SBBZs sollen auch am 18. folgen. Andere Bundesländer haben auch schon ihre eigene Soße zum Hauptgericht Lockdown serviert.
    A la carte laut Beschluss gibt es anscheinend eher weniger.
    Und ich lese in der Landesverordnung: „ Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten, großzügige Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.“ Und ich kann es nicht ändern. Mir schießen die Tränen in die Augen.
    Ich verstehe schon, Bildung ist wichtig- und vor allem meine Schüler aus eher bildungsfernen Haushalten brauchen die Schule. Aber – schon tausendmal gesagt- was wiegt mehr? Bildung oder Gesundheit? Keiner hat dieses verdammte Virus bestellt. Keiner hat es zum Bleiben eingeladen. Es ist da …. auch in Schulen. Verdammt nochmal, ja, auch in Schulen. Dafür brauche ich nicht Mathematik oder Statistik studiert zu haben.
    Und was schreien sie sich jetzt an, die Minister in der Schlammschlacht des Wahlkampfs. Ich bin besser- nein ich, ich… denn ich kann die Schulen schon öffnen. Und die wertlosen Masken waren nicht meine Zuständigkeit. Ich, ich, schaut mich an- ich garantiere den Eltern dass Schulen bei mir sicher sind.
    Ach was macht mich das müde. Was ist das am Thema vorbei. Nichts ist geschehen um den vielbesungenen Wahlslogan Bindungsgerechtigkeit anzugehen. Keine Leihgeräte. Keine Datensticks für diejenigen ohne Wlan. Aber auch keine Schutzmaßnahmen im Klassenzimmer….
    Schaut sie an, die Paviane die wetteifern darum wessen Po röter ist.
    Ich könnte zu Hause bleiben, mich krank schreiben lassen… aber ich liebe meinen Job. Ich liebe meine Kids. Auch ich mag den Distanzunterricht nicht. Aber ich möchte, dass wir alle gesund aus dieser Krise gehen. Meine Schüler, deren Eltern, meine Kollegen- und ja, auch ich. Verdammt noch mal- Wahlkampf auf Kosten unserer Gesundheit.
    Ach was bin ich müde… und desillusioniert….

  33. Die Kultusminister hätten 1000 Chancen gehabt, sich anders zu entscheiden, andere Statements abzugeben, sich vorsichtiger und wissenschaftsgestützter zu entscheiden.

    Nein, meine Zeitspanne, wo ich noch etwas hätte verzeihen können, ist seit vielen Monaten abgelaufen.

    Ich frage mich nur immer wieder, WARUM sie sich unisono der Gefahr aussetzen, von Hinterbliebenen oder Langzeiterkrankten vor Gericht gezerrt zu werden.

    Wie die ganze Bande sich noch im Spiegel anschauen oder nachts schlafen kann, bleibt mir erst recht schleierhaft.

    • …vor Gericht gezerrt zu werden? Weil wirklich kein absoluter Zusammenhang im Sinne einer aktiven Täterschaft festgestellt werden kann. Täter oder von mir aus Mörder war ein Virus, nicht Frau oder Herr KultusministerIn, auch wenn ein Zusammenhang besteht! Das wissen die Damen und Herren ganz genau-und solange wir keine besseren Dinge finden um anzuklagen, werden sich die Betreffenden einen feuchten Kehricht um das scheren, was uns alle so schmerzhaft betrifft, sondern Ihren Wahlkampf und sonstige Karrierepläne weiterhin verfolgen.

  34. MILLION IMPFDOSEN liegen UNGENUTZT herum weil das Impfen von Senioren in Pflegeheimen kompliziert ist.

    Wenn man die Impfdosen nicht für Lehrer benutzt ist es grob fahrlässig.

    Bei vielen Demenzkranken muss ein Vormund zustimmen.
    Es wird wohl Monate dauern bis alle Genehmigungen eingeholt sind.

    Es wird noch viel zu verzeihen geben bei der Inkompetenz

    • Ja, da können Sie sehen, wie wichtig Pflegevollmachten sowie Patientenverfügungen sind.

      Das Impfen in den Pflegeheimen ist ja noch nicht einmal die große logistische Herausforderung. Wie wird es wohl erst zu zeitlichen Verzögerungen kommen, wenn die über 80-jährigen geimpft werden sollen, die von Pflegediensten oder Angehörigen zuhause gepflegt werden und allen über 80-jährigen, die noch selbstbestimmt in den eigenen Vier-Wänden leben.

      Aber an dieser Stelle hat man sich ja selbst bereits Absulotion erteilt. Diese Personen werden angeschrieben und können dann ja eigenständig einen bzw. zwei Termine vereinbaren …

      • NRW hat verkündet, dass sie davon ausgehen, mit der Gruppe Ü80 bis Ende April (!) mit den Impfungen durch zu sein. Wen das so weitergeht, sind Lehrer vielleicht Weihnachten dran, fragt sich nur, ob 2021 oder2022.

  35. Verstehe ich das richtig: Wollen hier fast alle, dass die Schulen geschlossen bleiben, bis so gut wie keine Gefahr mehr besteht? Und jeder, der nicht in dieselbe Kerbe haut, handelt egoistisch, ignoriert bewusst die Wissenschaft oder ist vom Wahnsinn befallen??

  36. @Stefan2020 „bei solch politischem Gebaren ist es doch kein Wunder wenn Bürger zu Querdenkern mutieren….“

    Ja Querdenker machen ihre Meinung nicht nur in sozialen Medien publik, daher werden sie auch gehört.

    @Kathrin „Allein mir fehlt der Glaube, dass sie für Frau Gebauer & Co irgendeine rechtliche Konsequenz haben wird. Das verstärkt mein Ohnmachtsgefühl zusätzlich: Die können mit uns machen, was sie wollen – ohne jede Konsequenz…“

    Das Gesetz scheint offensichtlich nicht für alle zu gelten. Korruption und Bestechung gibt es überall und seltsamerweise bekommen doch oftmals große Verbrecher nur kleine Strafen. Die lachen uns danach noch aus. Aber wer freut sich nicht über ein Lächeln von Frau Hubig?

    @lehrer002 „NRW und Sachsen haben Inzidenzen, da müssten alle Schulen und Klassenstufen komplett nach Hause…“

    Leider hat hier nicht nur die KMK versagt. Die Ministerpräsidenten Sachsens und NRW haben zuerst und am lautesten auf Lockerungen und Beendigung der Maßnahmen gepocht und zwar in einem Ausmaß, dass es den Leuten den Eindruck vermittelte, es sei alles gar nicht so schlimm. Somit hielt sich ein Großteil nicht mehr an die vorgegebenen Maßnahmen und kontrolliert wurde es auch nicht. Nicht einmal jetzt, wo wir mehr Infektionen als im Frühjahr haben, wird vor Einkaufszentren wie beispielsweise Kaufland kontrolliert und ja, es stehen auch Leute ohne Masken an der Kasse. Da aber ihr Äußeres ein gewaltbereites Handeln vermittelt, traut niemand sich, diese Typen zurechtzuweisen.

    @Defence 6. Januar 2021 um 10:50
    #Schulboykott

    „Für das Klima hat die halbe Schulgemeinschaft demonstriert. Selbst Lehrer sind auf den FFF-Demos vertreten gewesen. Die GEW muss endlich so etwas organisieren. Warum spielt sie dieses Spiel mit?“

    Das frag ich mich auch schon monatelang. Diese ganzen Sorgen, Nöte, Ängste, Bedenken, Meinungen, müssen öffentlich werden und nicht nur einem kleinen Klientel vorbehalten bleiben. Viele Menschen wissen überhaupt nichts von einem news4teacher-Portal, die sich aber durchaus an Kundgebungen zu diesen Sachverhalten beteiligen würden. Ganz einfach, weil es sie anstinkt, wie skrupellos und vorsätzlich mit der Gesundheit der Bürger umgegangen wird. Da nützen ein paar kostenlose FFP2 – Masken an einen kleinen Teil der Bevölkerung relativ wenig. Wenn genug Geld da ist, milliardenschwere Unternehmen zu retten, die Schulen aber immer nur mit nutzlosen und verlogenen Phrasen abgespeist werden, dann ist da was faul im Staat. Und wenn man dann noch erfährt, dass Botschafter-Kinder einen höheren Schutzstatus genießen, ist erst recht was faul. Manchmal frage ich mich allen Ernstes, ob man das Lehrerpersonal bei ihrem Studium in irgendeiner Weise manipuliert hat, damit sie zu Duckmäusern werden. Da ist definitiv auch was nicht in Ordnung.
    So viele regen sich über Querdenker u. a. provokante Organisationen auf, aber in einer Sache sind diese uns allen überlegen. Auch wenn uns die Querdenker – Leute nicht passen, weil sie viel Unheil anrichten und versuchen die Gesellschaft zu spalten, sie
    haben wenigstens den Mut auf die Straße zu gehen und ihre Meinung kund zu tun. Sie tuscheln nicht nur in Foren, sie versuchen viele Anhänger und Unterstützer zu finden. Das geht nunmal öffentlich am schnellsten und am besten.
    Hier kann noch so viel angeprangert werden, nur wenn es nicht die breite Masse hört, wird sich auch nichts ändern, denn dann kommt auch kein Politiker öffentlich in Bedrängnis.

  37. Liebe Lehrer und Lehrerinnen, ich bin eine Schülerin und besuche ein Berufskolleg in Hagen. Hagen ist ein Hotspotgebiet und die Menschen halten sich hier ehrlich gesagt nicht wirklich an die Regeln. Da ich aus dem Nachbarort bzw Dorf komme, ist die Busverbindung extrem klein und eng. Ebenso die Klassenräume. Die generellen Regeln werden bei jedem Lehrer anders umgesetzt im Unterricht. Manche lüften, manche nicht, frei nach dem Motto : Der Lehrer beendet den Unterricht und entscheidet auch wann mir kalt ist und wann er bzw sie frische Luft möchte. Es macht hinten und vorne keinen Sinn. Können wir nicht etwas dagegen tun ? Wir sind alle auf so engen Raum und es kann doch nicht sein, dass die Regierung etwas vorgibt und die Bundesländer machen was sie wollen? Wir brauchen endlich für GANZ DEUTSCHLAND Regelungen die eben auch für alle gelten. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich (Klasse 12 berufliches Gymnasium und Erzieherausbildung gleichzeitig) die Schule für den Unterricht nicht mehr besuchen werde, da ich mir den ganzen Stoff auch zuhause anschauen kann. Immerhin darf man sowieso keine Gruppenarbeiten machen und mir reicht der soziale Kontakt zu meinen Mitschülern auch übers Handy. So geht es meinen Mitschülern auch. Aber uns fragt keiner, genauso wenig wie die Lehrer mal gefragt werden wie es denn so läuft oder wie man die Situation optimieren kann. Es entscheiden Leute die überhaupt nicht wissen wie die Situationen vor Ort sind. Frau Gebauer ist es meiner Meinung nach komplett am Leben vorbei gelaufen. Sie sieht die Probleme nicht die tatsächlich da sind. Sie sieht nur dass der Präsenzunterricht wichtig ist. Allerdings hoffe ich dass sich das Thema Schule in den nächsten Jahren verändert. Und zwar zum positiven. Unter Einbindung des digitalen Zeitalter und der anderen Bedürfnisse der Schüler. Das System ist alt und unbrauchbar wir brauchen dringend einen Umschwung und vor allem brauchen wir Frau Gebauer nicht mit ihrem Hinterweltlerdenken. Bleibt alle gesund und danke für eure Arbeit!

    • Danke Alina, danke für den Text! Es ist selten, dass hier betroffene Schüler schreiben-es sollte viel öfter passieren! Ich gebe Ihnen völlig recht, umso mehr ist es zu bedauern, dass die Damen und Herren auf den KuMis Ihre (wie auch unsere ) Sorgen wahrnehmen, noch diese Texte lesen. Trotzdem ist jeder, wenn auch stumme, Schrei wichtig!
      Wir müssen alle nur erst lernen, laut zu werden-ob wir das jemals schaffen werden? Vielleicht die Jugend? FFF war eine Druckvorlage. Warum nicht Samstags als SFH (Saturdays for Health), da hätten auch arbeitende Eltern und wir, oft zu feigen, Lehrer frei …

      • Das eigentliche Thema, das die KuMis aber verschweigen ist der Paradigmenwechsel. Es geht in erster Linie um die schulische Betreuung, damit die Human Resources besser ausgeschöpft werden können. Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften (m/w/d) für den Arbeitsmarkt hat Vorrang. Um das zu erreiceh gibt es auf der einen Seite von den Arbeitgebern einen finanziellen Anreiz (Absenkung des Gehaltsniveaus, sodass ein zweites Gehalt benötigt wird, um das Haushaltseinkommen zu sichern) und ein Betreuungsangebot seitens der öffentlichen Hand. Letzteres kostet den Bund nichts, da der Betrieb der Kinderbetreuung in der Hand der Kommunen liegt. Dieses Betreuungsangebot ist nach und nach ausgebaut worden, von der U3-Betreuung über die verlässliche Grundschule sowie den offenen Ganztag einschließlich der Frühbetreuung ab 7:00 Uhr sowie dem Ausbau des Ganztages an weiterführenden Schulen.

        Der staat – und damit die Bundesländer – verabschieden sich nach und nach von ihrem eigentlichen Bildungsauftrag und setzen die Schwerpunkte bei sozialer Bildung – bitte nicht mit Erziehung verwechseln – und meinen damit die Betreuung der Kinder und Jugendlichen. Es wird suggeriert, dass soziale Kompetenzen am besten außerhalb der Fmilie innerhalb der Peergroups zu vermitteln sind. Und da die „Sorgearbeit“ eben nicht alimentiert wird, ist es für Familien aus wirtschaftlicher Sicht eine Notwendigkeit, dass beide Elternteile einer Erwerbsarbeit nachgehen.

        In diesem Zusammenhang kommen dann Meldungen wie am gestrigen Tage. Ein großer Teil der Single-Haushalte ist armutsgefährdet. Armutsgefährdung bedeutet, dass den Betroffenen weniger als 60% des Haushaltseinkommens von Paaren zur Verfügung steht.
        Also Herr und Frau Meier haben zusammen ein Haushaltseinkommen von 2800 EUR, zu dem beide durch Vollzeitarbeit beitragen. Die alleinerziehende Frau Müller ist also armutsgefährdet, wenn sie weniger als 1680 EUR hat
        Wenn mn die 2800 EUR von den Meiers auf beide hälftig aufteilt, hat aber jeder nur 1400 EUR, also 83,3% von den 1680 EUR von Frau Müller.

        In diesem Zusammenhang stellt sich mir immer die Frage, ob die INSM im Bereich Wirtschaftslobbyismus oder staatsfeindlicher Verenigung anzusiedeln ist. „Familien in der Krise“ ist dann mit Sicherheit eine Terrororganisation. Und Bertelsmann’s Stiftung ist dann der legale Arm – analog zu Sinn Fein und der IRA in Nordirland.

        Frage : Ist die FDP dann eine Vorfeldorganisation?

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