Studie: Das Risiko, sich über Aerosole mit Corona zu infizieren, ist im Klassenraum extrem hoch – Lauterbach: Luftfilter anschaffen!

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BERLIN. Schüler und Lehrer einer weiterführenden Schule ohne Maske in einem vollbesetzten Klassenraum tragen ein 11,5 Mal so hohes Risiko, sich über Aerosole mit dem Coronavirus anzustecken, als Menschen in einem Supermarkt – und selbst im Wechselunterricht, also bei halbierter Klassenstärke, mit Maske ist das Risiko im Klassenraum noch 2,9 Mal höher. Das ergeben Berechnungen von Wissenschaftlern der TU Berlin. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert von den Bundesländern, die Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen zu forcieren.

Ohne Maske kann sich das Coronavirus über Aerosole in einem ganzen Raum verteilen. Foto: Shutterstock

„Für das Infektionsrisiko über Aerosolpartikel in geschlossenen Räumen ist die eingeatmete Dosis entscheidend. Die Dosis hängt ab von: Quellstärke (Emissionsrate), Atemaktivität (Quelle und Empfänger), Aerosolkonzentration im Raum und Aufenthaltsdauer im Raum“, so schreiben die Berliner Forscher Martin Kriegel und Anne Hartmann. Kriegel, Professor und Ingenieur, ist Leiter des Hermann-Rietschel-Instituts für Energietechnik an der TU Berlin, das sich seit Jahren mit der luftgetragenen Ausbreitung von Partikeln und Aerosolen beschäftigt.

Weiter heißt es in dem Papier: „Mit einer Maske (MNS/MNB) kann der Aerosolausstoß und die eingeatmete Menge etwas reduziert werden. Atmen, Sprechen, Singen etc. hat einen Einfluss auf die ausgestoßene Menge. Die Atemaktivität variiert mit der körperlichen Aktivität und verändert ebenfalls die Ausstoßmenge aber auch die aufgenommene Menge der gesunden Personen. Die Luftzufuhr in den Raum reguliert die Anzahl der Aerosolpartikel in der Luft (Konzentration) und schlussendlich führt die Aufenthaltsdauer zu einer Dosis, die eingeatmet wird.“

Quelle: Kriegel, Hartmann, 10.2.2021

Ausreißer nach oben in der vergleichenden Übersicht: Unterricht in einem Klassenraum einer Oberschule

Bei ihrer vergleichenden Bewertung von Innenräumen sind die Wissenschaftler von dem Fall ausgegangen, dass eine infizierte Person gemeinsam mit anderen gesunden Personen im Raum ist. Für einen Menschen im Supermarkt mit Masken wurde dafür ein R-Wert von 1 ermittelt. „Das bedeutet, dass sich in dieser Situation maximal eine weitere Person anstecken wird. Im Vergleich dazu hat das Mehrpersonenbüro mit einer 50 % reduzierten Belegung, aber ohne das Tragen einer Maske am Arbeitsplatz, einen Wert von 8. Das bedeutet, dass das Risiko in dieser Situation 8-mal höher ist als im Supermarkt. Hingegen ist ein Theaterbesuch in einer Versammlungsstätte mit 30 % Belegung und mit Tragen einer Maske auch auf dem Sitzplatz nur halb so risikoreich wie im Supermarkt.“

Ausreißer nach oben: Unterricht in einem Klassenraum einer Oberschule. Ohne Maske in voller Besetzung gilt danach ein R-Wert von 11,5, ohne Maske im Wechselunterricht, bei halbierter Klassenstärke also, immer noch von 5,8 – und mit Maske im Wechselunterricht von 2,9. Selbst dann ist das Risiko dort, sich über Aerosole anzustecken, immer noch deutlich höher als beim Shopping, im Restaurant oder im Theater. Für Geschäfte und Kultureinrichtungen wurde der Lockdown in dieser Woche bis zum 7. März verlängert – Schulen dagegen sollen noch im Februar verstärkt wieder den Präsenzunterricht aufnehmen.

Karl Lauterbach twitterte: „Jetzt hätten die Luftfilteranlagen geholfen.“ Und weiter: „Luftfilteranlagen und massive Investition in Antigentests und Impfstoffproduktion wurden immer verschoben, weil viele noch immer denken: das ist im Sommer vorbei. Im Labor zeigen sich aber schon jetzt Mutationen, die noch kommen werden. Investition lohnt sich noch immer.“

Erhebung zeigt: Nur ein Bruchteil der Klassenräume in deutschen Großstädten sind mit Luftfiltern ausgestattet

Wie eine Erhebung der „Welt am Sonntag“ unter den zehn einwohnerstärksten Städten in Deutschland ergibt, ist nur ein Bruchteil der Klassenräume dort mit einem mobilen Luftreinigungsgerät ausgestattet. In Summe haben die Großstädte danach bisher lediglich etwas mehr als 1300 solcher Geräte gekauft – für über 2500 Schulen. Ein positives Beispiel sei Berlin. Neben den bisherigen 1200 Geräten sollen dort bis Ostern 2800 Stück angeschafft werden. Weitere 3500 seien für den Sommer geplant. Andere sähen überhaupt keinen Einsatz von mobilen Luftfilteranlagen vor – darunter Essen, Leipzig oder München. News4teachers

Hier lässt sich die Übersicht von Kriegel und Hartmann herunterladen.

Wie ein Klassenraum mit gutem Corona-Schutz für Schüler und Lehrer aussieht

 

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98 KOMMENTARE

  1. Logisches Denken hätte gereicht – und der politische Wille, etwas zu ändern.
    Dann wären vor Monaten Luftfilter bestellt worden und jetzt (vielleicht) da!

    Warum nur wird von Verantwortlichen ihr politischer Auftrag mit einem Auftrag zur Vermeidung jeglicher Investitionen in Nachhaltigkeit verwechselt.
    Vor allem in den Bereichen, in denen es um die Bevölkerung direkt geht – Bildung und Gesundheit – scheinen den Verantwortlichen viel schneller die Ideen, die Energie und das Geld auszugehen als bei der Rettung von Betrieben.

    Jetzt wird wieder jemand einwenden: Ohne Wirtschaft keine Steuergelder, keine Arbeitsplätze etc. — Ja, richtig!
    Aber ohne gesunde Arbeitnehmer, deren Kinder in eine vertretbar sichere Schule gehen können, gibt es auch keine Wirtschaft.
    Die Politik scheint sich entschieden zu haben, erstmal die Betriebe zu retten (aus deren Perspektive und vor dem Hintergrund des Einflusses der Industrie auf politisches Handeln absolut nachvollziehbar), um dann mal zu sehen, ob denn die Bevölkerung überlebt hat.

    Ja, das ist überspitzt ausgedrückt. Aber alles andere hat ja auch nicht geholfen.

    Letztenendes sollte sich „der Staat“ überlegen, ob man es sich als Land ohne nennenswerte Ressourcen tatsächilch leisten will, sowohl die Lehrer als auch den Nachwuchs einem so viel größeren Risiko auszusetzen als in allen anderen Bereichen des Lebens.
    Es ist nicht nachvollziehbar, warum in einem „Land der Dichter und Denker“ keiner mehr nachdenkt und uns selbstverständlich genauso gut schützt wie Supermarktkassierer, Bundestagsabgeordnete, Frisöre uva.
    Ausgerechnet der Staat setzt den Arbeitsschutz für seine Mitarbeiter und die Schüler aus?

    • Es geht auch zu Lasten Wirtschaft, dass Einzelhändler durch den Lockdown in die Insolvenz getrieben werden, statt dort konsequent zu schliessen, wo die Infektionen in grosser Zahl stattfinden.

      • Ja, lieber kurz und wirksam als ewige Hängepartie!
        Frage mich, was mehr Wählerstimmen kosten würde – oder warum wird nicht endlich durchgezogen, was unvermeidlich ist?
        Und dann die Aussage eben im Radio: Morgen vielleicht schon Stillstände in der Autoindustrie wegen Grenzschließungen. Kann man die Teile etwa nicht ohne Personenkontakt über die Grenze bringen??????
        Ich denke mir, Bremsklötzen, Mandarinen und Co sollte es egal sein, welches Zugfahrzeug vorne dran hängt…
        Dann wäre die Versorgung gesichert und der Infektionsschutz.

        • Im Automotivebereich wurde Home Office bis Ostern angekündigt. Werke in Tschechien sind schwer betroffen und wenn sich die Mutationen durchsetzen, wird es auch Auswirkungen auf diesen Bereich in Deutschland haben.
          Aber selbst in dieser harten Branche ist man nicht völlig erkenntnisresistent. Piazolo sollte den Automotivebereich fragen, was dieser von der Öffnung der Berufsschulen hält. Die Antwort könnte ihn überraschen.

    • @kanndochnichtwahrsein

      „Es ist nicht nachvollziehbar, warum in einem „Land der Dichter und Denker“ keiner mehr nachdenkt“

      Aber das mit dem Dichten kriegen unsere Entscheider hervorragend hin, wenn man mal die Meldungen der letzten Monate Revue passieren lässt.
      (Heißt das „Dichten“, weil man dazu „dicht“ sein muss oder sollte? Oder ist das auch wieder nur eine „kann-Regelung“? Ich zweifle mittlerweile ein wenig am Kausalzusammenhang.)

      • Das heißt „dichten“, weil man am Ende die Grenzen doch dicht machen muss!
        Auch wenn man immer offene Grenzen trotz Virus beschworen hat.
        Da fehlte eben das Denken! Echte Dichter kommen durch Denken über Erkenntnisse zum Dichten – mal abgesehen von für mich auch durch Denken nicht nachvollziehbaren Dichtungs-Richtungen wie Dada.
        Also müsste doch wieder Denken vor Dichten stehen. Erkenntnisse kommen in gewissen Kreisen eh immer zu spät, wenn überhaupt, und dann ohnehin nur über die Fehler der Anderen und bei den Anderen dann eine Wahlperiode später wieder über die Fehler der Einen.

        • @kanndochnichtwahrsein

          Schön erklärt.
          Aber DAS ist für unsere „Freunde und Gönner“ in den Ministerien nun wirklich zu kompliziert – oh, sorry, es hat lediglich zu wenig Berührungspunkte mit deren täglicher Denkarbeit.
          😉

          • Denk?Arbeit?
            Und an „Freunde“ zweifle ich genauso wie an „Gönner“…
            Aber vielleicht ist meine Definition von beidem eine andere als deren. Ich will ja auch nichts gegönnt, ich will mein Recht auf Schutz für mich selbst wie für meine Schüler und deren Familien wie jeder andere Arbeitnehmer auch! Da ist mir ganz egal, ob die mir das „gönnen“ oder ob sie meine Freundschaft verdienen 😉

          • @ kanndochnichtwahrsein 14. Februar 2021 um 17:23

            Es war ganz bestimmt kein Zufall (oder Tippfehler), dass ich unsere „Freunde und Gönner“ in Anführungszeichen gesetzt habe.
            Tatsächlich habe ich gewisse Mindestansprüche, die ich erfüllt sehen möchte, wenn ich von „Freunden“ rede. Der Weg führt über eine längere Bekanntschaft (im „echten“ Leben) – schon allein darum geht eine Freundschaft ohne persönlichen Kontakt gar nicht – auch nicht via Bildschirm. Und „Gönner“ …? Das sehe ich genau so wie Sie.
            Ich wünsche immer noch niemandem etwas Schlechtes, obwohl mir im Laufe meines Lebens schon eine Menge Leute untergekommen sind, bei denen die Versuchung in greifbare Nähe gerückt ist. Aber dann würde ich mich auf eine Ebene stellen mit Leuten, die wirklich nicht als Vorbilder taugen.
            Allerdings bin ich vor geraumer Zeit dahinter gekommen, dass es da eine Grauzone gibt. Man muss niemandem irgendetwas Schlechtes wünschen und die Mühe und all das Negative was mit bösen Gedanken verbunden ist, kann man sich getrost sparen – es macht nur das eigene Leben sauer. (Auch das kann man oft beobachten.) Das Leben selbst sorgt oft für einen Ausgleich – nur dauert es manchmal. Auch das durfte ich schon beobachten: What goes up, must come down.
            Traurig aber und auch eine bittere Erfahrung, dass in der „Causa Corona“ schon zu viele Menschen (mit ihrer Gesundheit und ihrem Leben) bezahlen mussten für die Dummheit, Ignoranz und Ich-Bezogenheit einiger anderer und dass wir alle weiterhin von diesen Konsequenzen bedroht sind für die Aktion „vanity fair“.

    • Alle luftreinigungsanlagen sind schon seit längerem nicht mehr lieferbar(in dieser Dimension). Für Bunker gibt es diese manchmal noch. Die Preise sind natürlich inzwischen auch gestiegen.

      Seit Monaten keine Aktion, weder für das digitale Lernen, noch für die Luftreinigung in Klassenräumen.

      Was tun diese Leute….

  2. Die Ministerpräsidenten haben den Ernst der Lage nicht erfasst . Schulöffnungen werden die sich ohnehin bereits abzeichnende dritte Welle massiv beschleunigen . Bei immer weiter steigenden Zahlen wird versucht , bis zu den Osterferien “ Normalität “ vorzugaukeln – mit Maßnahmen , die zwischen den Herbst – und Weihnachtsferien nichts bewirkt haben . Und dann geht das Schuljahr unkontrolliert zu Ende . Dabei funktioniert der Distanzunterricht gut . Aber das wird ignoriert .

    • Sicherer Distanzunterricht bis Sommer statt unkalkulierbare Schulöffnung mittels Präsenzunterricht!

      Vulnerable Vorerkrankung nach RKI: elf Prozent aller Mädchen und 16 Prozent aller Jungen unter 17 Jahren betroffen
      Bei 783.000 LuL (75% Beamte) wäre die Zahl der vulnerablen SuS mit 2,24 Mio. knapp die dreifache Personenzahl. Bin erstaunt.

      Da sieht man wie zurückhaltend und friedfertig die betroffenen Eltern doch sind.

    • In dem von Ihnen verlinkten Artikel steht, dass mobile Luftfilter nicht als alleinige Maßnahme zur Luftreinigung empfohlen werden, weil sie keinen Co-2 Austausch vornehmen können. Dass sie zur Virenentfernung weniger geeignet sind als „Lüften“, kann ich dem Artikel nicht entnehmen.

    • Was für ein Geschwafel eines Bundesamtes um Geld zu sparen. Kohlendioxid und Wasser sind nicht ansteckend. Damit sind wir früher auch durch den Winter gekommen. Ausserdem ist ja Lüften nicht verboten, wenn man einen Raumluftreiniger im Klassenraum stehen hat.

    • Sehr geehrter Piet_nrw,

      das Umweltbundesamt hat zum Thema Lüften von Klassenräumen mittels offener Fenster im Auftrag der Kultusministerkonferenz eine Handreichung vorlegt. Das Umweltbundesamt hat nie untersucht, wie sich Aeorosole in Klassenräumen am besten aus der Atemluft holen lassen – das haben hingegen Physiker der Bundeswehr-Hochschule München sowie der Uni Frankfurt getan. Entsprechend empfiehlt die Deutsche Physikalische Gesellschaft dringend den Einsatz von Luftfiltern in Klassenräumen, weil das Lüften per Fenster einen Luftaustausch nicht gewährleistet. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2021/01/neue-lueftungsdiskusssion-fachgesellschaft-fordert-bei-schulbelueftung-auf-technik-zu-setzen/

      Wie wenig stringent der Kurs des Umweltbundesamtes in Sachen Luftfilter ist, erkennt man auch daran, dass es die Geräte für den Einsatz in schlecht zu belüftenden Klassenräumen empfiehlt – ausgerechnet in Räumen also, in denen eine Fensterlüftung nicht möglich ist. Wie kann der Betrieb in solchen Räumen sicher sein, aber in Räumen mit Fenstern nicht? Dass mobile Luftfilter das Fensterlüften komplett ersetzen sollen, sagt doch niemand.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Die Bundeswehrhochschule hat leistungsstärkere Geräte mit 6-fachem Luftwechsel verwendet. Die jetzt eingesetzten Geräten schaffen ca. einen 3-fachen Luftwechsel, bei vielen Totgebieten im Raum, in denen die Luft nicht abgesogen wird.
        Die Physikalische Gesellschaft setzt nicht auf Luftfilterung allein, sondern auf kontrollierte Mischlüftung, also Zuführung von Außenluft. Das ist etwas vollkommen anderes als nur Luftfilteranlagen.
        Sollten nur Luftfilteranlagen zum Einsatz kommen, dann werden sich die Lehrer in Sicherheit wiegen und weniger lüften, in der Folge werden die Infektionen auf „unerklärlicher Weise“ steigen.

        • Im Klartext: Weil die Lehrer zu doof sind, mobile Luftfilter sachgerecht einzusetzten, ist es gut, wenn keine mobilen Luftfilter angeschafft werden – diese Begründung habe ich auch noch nicht gehört.

          Ich dachte bislang, die Kommunen und Landesregierungen seien schlicht zu geizig, 3000 Euro pro Klassenraum für einen Profi-Luftreiniger auszugeben, also etwa 100 Euro pro Schüler. Die in etwa dafür nötige Gesamtinvestition von einer Milliarde Euro ist natürlich viel zu teuer, wenn man schon allein für die Lufthansa neun davon ausgeben muss. Verstehe ich schon: Politik muss auch mal Prioritäten setzen.

          Ihre Information, dass die für Schulen angeschafften Geräte nicht mal den Mindestanforderungen genügen, die in den Studien aus Frankfurt und München – die ja frei zugänglich sind – ausdrücklich benannt werden, passt in dieses Bild (sofern sie denn stimmt). Hauptsache billig.

    • Wenn im Sommer Außen- und Innentemperatur einigermaßen gleich sein werden, es womöglich noch windstill ist, hat es sich mit „höhere Sicherheit hat das geöffnete Fenster“. Und bis zum Sommer werden weder Lehrende noch Lernende durchgeimpft sein. Dass es keine Option ist, mit weiteren Maßnahmen, die Unterricht so sicher wie möglich machen, zu warten, bis man zum Handeln gezwungen ist, ist jedem denkenden Menschen auch klar. Ich gehe trotzdem jede Wette ein, dass die Damen und Herren KultusministerInnen nicht handeln werden, dann im Sommer völlig überrascht feststellen werden, dass Stoßlüften allein bei weitem nicht hilft – und eine Kommission einsetzen werden, die dann ab Ende November erste Ergebnisse vorstellt wie man womöglich vielleicht eventuell sinnvoll und möglichst kostenneutral hätte handeln sollen…

  3. Wenn man jetzt sagt, ich habe das aus täglicher Anschauung als Lehrer schon vor Monaten „gewusst“, glaubt einem keiner.

  4. Sportunterricht ohne Masken in Turnhallen wird zumindest in Nds. durchgeführt – das hat Herr Tonne verfügt -.
    Um ein Wievielfaches das Ansteckungsrisiko dann beim Sport wohl ansteigt?????

    Ich mag es mir gar nicht vorstellen.
    Turnvereine und Amateursport dicht, aber Schulsport mit dem gesamten Kurs in einer kleinen Turnhalle ohne MNS, DAS GEHT!
    Sicher!!! SICHER(?)

  5. Touche‘!!! Und was wird uns dieses erschreckende Ergebnis in der Praxis bringen? Nichts, denn die KM werden es wieder weglügen, ignorieren, kleinreden, relativieren. Das Ergebnis bestätigt das, was hier seit Monaten als Problem formuliert wird und empfiehlt als Lösungsansatz genau das, was ebenfalls bei N4T in den Artikeln und v.a. im Kommentarbereich gefordert wird.

  6. Ich werde heute eine online-Anzeige bei der Polizei gegen KM und MP aufgeben und fordere alle Leser dazu auf, das ebenfalls zu tun!

    Aktuelle Beispiele für infektionsfälle in Kitas und anderen Gemeinschaftseinrichtungen, auf die man sich beziehen kann, gibt es ausreichend in der Presse.
    Ebenso Belege für die Gefahr, die von den mutierten Formen ausgeht.

    Fahrlässige Körperverletzung ist das Mindeste, was man denen zum Vorwurf machen kann.

    Es ist wirklich unfassbar, wie diese verantwortungslosen Menschen uns alle sehenden Auges in die Katastrophe zwingen.

    • Könnten Sie über Ihre Erfahrungen berichten? Wenn Sie „Erfolg“ hätten und uns das mitteilen, folgen bestimmt weitere Anzeigen…!!!

    • Das sollten jetzt ganz viele machen. Kostet nichts. Online geht das auch ganz schnell. Haben wir auch gemacht.

      Wenn es viele machen würden, würde es auch wahrgenommen (vielleicht auch von der Presse aufgenommen). Wir müssen jetzt etwas tun.

    • Wie genau lautet die Anzeige?

      Wir hatten schon auch an eine einstweilige Verfügung gedacht, sowie vorsätzliche Kindeswohlgefährdung… ich denke da gibt es noch den ein oder anderen zusätzlichen Grund?

      Vielleicht sollte man eine Sammelklage anstreben?

      • … oder einen ausgefeilten Anzeigen-Text kurz hier einstellen.
        … könnte dann situationsbedingt / indivuduell angepasst werden und abgeschickt werden.

        —> Würde die Zahl der Anzeigen sicherlich kurzfristig stark erhöhen 😉

      • Wer meinen Text benutzen möchte, kann das gerne machen.
        Keine Ahnung, ob das so gehört, bin kein Anzeigen-Profi.

        „Frau Y. Gebauer hat als Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW für den 22.02.21 die Wiederaufnahme des Präsenzunterricht für Abschlussklassen in NRW in voller „Klassenstärke“ angekündigt.
        Der Besuch des Präsenzunterrichts wird somit bei bestehender Schulpflicht im Abiturjahrgang verpflichtend. Beim bestehenden Kurssystem der Gymnasialen Oberstufe bedeutet das für meine Tochter, x y, eine Verpflichtung zum täglichen Kontakt mit etwa 100 Mitschülern. Dies steht im absoluten Widerspruch zu der aktuellen Vorgabe der Kontaktbeschränkung.
        Ich berufe mich auf Artikel 2, GG: „(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.“
        Frau Gebauer verstößt mit ihrer Anordnung gegen bestehendes Recht und gefährdet die Gesundheit der Schüler, Lehrer und ihrer Familien.
        Ich möchte daher eine Anzeige gegen Frau Gebauer wegen vorsätzlicher Körperverletzung erstatten. Angesichts der aktuellen Infektionslage ist eine solche Entscheidung nicht nachvollziehbar und nicht zu legitimieren.
        Ich sehe es daher als meine elterliche Pflicht an, für den Schutz meiner Familie vor gesundheitlichen Schäden einzutreten und Anzeige zu erstatten.
        Sollte demnächst auch für die Mittelstufe der Präsenzunterricht wieder verpflichtend sein, wäre mein Sohn xy in gleicher Weise durch Frau Gebauer geschädigt wie seine Schwester.“

        Ich habe auch unter „Beweise“ einige Quellen zum aktuellen Infektionsrisiko genannt und beschrieben.
        Ich habe es als Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung bezeichnet, da die Risiken den KM ja bekannt sind und trotzdem nichts zum Schutz der Lehrer und Schüler unternommen wird. Keine Ahnung, ob das so richtig ist.
        Wahrscheinlich wird eine solche Anzeige keine Konsequenzen haben, außer dass es, wenn’s viele machen, vielleicht Erwähnung in der Presse findet.
        Aber irgendwas musste ich tun.

        Zusätzlich habe ich unseren Bürgermeister per Mail nach dem aktuellen Stand der Ausstattung der Schulen mit Lüftungsgeräten gefragt. Die Stadt sollte als Schulträger für sowas zuständig sein ?!
        Wo jetzt der Landtag pompös damit ausgestattet wurde, sollten doch Schüler und Lehrer die gleiche Wertschätzung erfahren, wie die Damen und Herren im Landtag.

        https://www.wn.de/NRW/4350851-Landtag-41-Luftfilteranlagen-fuer-NRW-Landtag?amphtml&__twitter_impression=true

        Aber hier ist es wohl wie beim geimpften Herrn „Wir müssen lernen mit dem Virus zu leben“ Streek: Wasser predigen, Wein saufen.
        Prost 🙂

        • Vielen Dank!!! Das sollte tausendfach bei den Ermittlungsbehörden eingehen….Fr Gebauer sollte bis Oberkante Unterlippe in der Jauche stehen, die sie selbst angerührt hat….und wir sollten für die notwendigen Wellen sorgen!!

  7. Ich bin selbst Lehrer und ein vorsichtiger Typ, was den Umgang mit Corona betrifft. Aber in der Studie wird 6 Stunden gemeinsamer Aufenthalt im selben Klassenzimmer angenommen (vgl. S. 3 im PDF). Das sollte man bei der Interpretation der Studie bedenken.

    Typischerweise haben Lehrkräfte an Oberschulen nicht 6 Stunden hintereinander in derselben Klasse (anders sieht es bei Grundschulen aus), es sind eher 1,5 h Zeitstunden in Klasse 1, 1,5 h in Klasse 2, etc. In den großen Pausen wird zudem komplett durchgelüftet.

    Die Überschrift des Artikels ist daher mMn zu extrem formuliert und muss in den Studienkontext eingeordnet werden. Entscheidender ist die lokale Inzidenz, die – wenn man die Dunkelziffer addiert – die Wahrscheinlichkeit bestimmt, ob ein infizierter Schüler in meinem Klassenzimmer sitzt. Je höher die lokale Inzidenz, desto wahrscheinlicher ist dieser Fall.

    Ergo: Die Lehrergewerkschaften sollten ihre Energie eher darauf verwenden, niedrige Inzidenzen als notwendige Bedingung von Schul-(Komplett)Öffnungen einzufordern, für die Beibehaltung der Maskenpflicht im Klassenzimmer und eine Schnelltestpflicht für SuS und Lehrkräfte an den Schulen kämpfen (a la Österreich).

    • Auch wenn Sie den Raum wechseln, ändert sich unter den gegebenen Voraussetzungen der Studie die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung nicht. Ausnahme: Sie sind weniger als sechs Stunden im Unterricht. Außerdem geht es ja nicht nur um Lehrer, sondern auch um Schüler, die sich anstecken können und so das Virus weitertragen können. Sie werden sich die sechs Stunden im Klassenzimmer aufhalten. In der Studie wird übrigens immer von der Einhaltung der AHA-L Regeln ausgegangen (siehe Link am Ende des Artikels).

      • Ich verstehe die Studie so: Verglichen mit einem 2-stündigen Kinobesuch bei 30%-iger Sitzauslastung (= Basiswert 1,0) ist der 6-stündige Aufenthalt in einem Klassenzimmer mit Masken um das 2,9-fache größer.
        Ein Raumwechsel (verbunden mit einem Lerngruppenwechsel) ist selbstverständlich eine entscheidende Veränderung der Modellannahmen, da ja in einem Raum ein (oder mehr) Infizierte(r) sein können und im anderen Raum keine Infizierte sind.
        Bei der Aerosolübertragung geht es entscheidend um die Frage, wie lange ich mich – unter sonst gleichen Bedingungen (= AHA-L) – mit einer infizierten Person in einem Raum befinde und deren virustransportierende Aerosole (über das Hindernis zweier Masken) einatme.

        Drei Fälle aus Lehrerperspektive (an einer Oberschule, in der Grundschule sieht es ja oft anders aus):

        a) Raum I: 1 Infizierter, Raum II: 0 Infizierte, Raum III: 0 Infizierte. In diesem Fall ist das Risiko kleiner als das 2,9-fache Risiko im Vgl zum Basiswert.

        b) Raum I: 1 Infizierter, Raum II: 1 Infizierter, Raum III: 1 Infizierter. Dieser Fall müsste genau dem 2,9-fachen Risiko im Vgl zum Basiswert entsprechen.

        c) Raum I: 1 Infizierter, Raum II: 1 Infizierter, Raum III: 2 Infizierte. In diesem Fall ist das Risiko größer als das 2,9-fache Risiko im Vgl zum Basiswert.

        etc.

        Aus Schüler-Perspektive sieht es anders aus, vorausgesetzt die Lerngruppe bleibt bei Raumwechseln zusammen. Dann ist ein Raumwechsel in der Tat irrelevant, da der Infizierte ja mit den Nichtinfizierten mitwandert.

        HEPA-Luftfilter würde ich mir natürlich auch wünschen, aber die Realität ist nun mal, dass sich derzeit ein schneller Zugewinn an Infektionsschutz eher durch a) niedrige lokale Inzidenzen, b) AHA+L und c) Schnelltests a la Österreich erreichen lässt.

        Hier sollten die Gewerkschaften (und manch träumender Kommentator) strategisch ansetzen statt sich der politischen Realität zu entziehen: die Schulen werden geöffnet werden, wenn die Inzidenz weiter sinkt – es geht nur noch darum, zu welchen Bedingungen.

    • Achtung… die Studie der TU Berlin geht davon aus, dass regelkonform gelüftet wird und der angenommene Luftaustausch dabei auch stattfindet. Es geht also nicht darum, 6h in einem unbelüfteten Raum zu sitzen, sondern überhaupt 6h (nicht zwingend im Stück) mit einem Infizierten in einem Raum zu verbringen. Dass das Risiko bei 4 Doppelstunden höher ist als bei einer Doppelstunde, ist naheliegend.

      In der Realität werden die Räume sicher nicht so gut gelüftet, wie bei diesen Berechnungen angenommen wurde. Die Risikowerte sind dann also noch mal ein ganzes Ende höher… z.B. wenn der Lehrer der Meinung ist, im Interesse der frierenden Schüler eben nicht ausreichend zu lüften.

      Eigentlich gibt es nur ein Fazit: Schulen sofort komplett zu und erst öffnen, wenn es Luftfilter oder Lüftungsanlagen gibt. Das wird viel Unterrichtsausfall bewirken, aber die Schuldigen sind klar identifiziert: KMK. Genau das wird nämlich bereits seit dem Sommer gefordert und mit immer neuen Ausreden verweigert.

      Es darf auch nicht sein, dass Schulen oder Schulträger die Anlagen umständlich beantragen müssen. Statt dessen bekommt die Schule die Anlagen direkt und ohne Antrag, denn der Bedarf ist ja 100% klar (auch und gerade in Räumen mit Fenstern!).

      • @Jan aus H

        „Es darf auch nicht sein, dass Schulen oder Schulträger die Anlagen umständlich beantragen müssen. Statt dessen bekommt die Schule die Anlagen direkt und ohne Antrag, denn der Bedarf ist ja 100% klar (auch und gerade in Räumen mit Fenstern!).

        Ich halte jede Wette, dass wir diese absolut logische Folgerung morgen NICHT in der restlichen Medienlandschaft jenseits von n4t finden werden.
        NIRGENDWO.

        HALLO MEDIEN:
        Ich möchte meine Wette gerne verlieren !!!

  8. Ähnliche Studien zum Infektionsrisiko in geschlossenen Räumen gibt es bereits seit vielen Monaten.

    Immer wird zu spät reagiert.

    Solange Luftfiltergeräte nicht verfügbar sind, sollten Abluftventilatoren in die Klassenzimmer eingebaut werden, die die Luft samt Aerosolen nach draußen bläst.

  9. Die für die Klassenräume ermittelten Zahlen gelten dann, wenn die sonstigen Hygieneregeln konsequent eingehalten werden, also in allen Pausen sowie alle 20 Minuten bei weit geöffneten Fenstern gelüftet wird, medizinische Masken korrekt und konsequent getragen werden, Hände regelmäßig gewaschen werden, der Abstand konsequent soweit möglich eingehalten wird und – vor allem – nur EINE Person im Raum infiziert ist, was bei einem Schulausbruch bei Kindern und Jugendlichen, die oft symptomlos sind, mit Symptomen die Einrichtung betreten dürfen, nicht gestestet und nur zum kleinen Teil in Quarantäne geschickt werden nicht lange der Fall sein wird. Die Gefahr ist daher unter realen Bedingungen noch deutlich höher, zumal die Virusvarianten noch gar nicht eingerechnet wurden.

  10. Noch eine Idee, das Problem der nicht-vorhandenen und nicht bewilligten Luftfiltergeräte zu lösen:
    Alternativ dazu könnte man die ganzen Flieger, die steuerlich unterbuttert am Boden stehen und die Piloten, die ihre Flugstunden zum Erhalt ihrer Lizenz benötigen wieder zum Einsatz bringen. Die haben Luftfiltergeräte an Bord….rein mit den Klassen in die Flieger … Erich Kästners Idee von „Fliegenden Klassenzimmer“ könnte eine Lösung für alle unsere Problene sein….scheiß auf die CO2-Bilanz, die versauen wir uns ja auch mit den ständigen Heizen und Lüften in den Schulen…also warum dann nicht Erdkunde direkt vor Ort (egal wo, wir kommen dahin) unterrichten. Das bietet unfassbar viele Chancen für diverse Fächer ..Fremdsprachen vor Ort, das Thema „Altes Ägypten – Beispiel einer frühen Hochkultur“ direkt an den Pyramiden….hach, es gäbe tausende von Möglichkeiten…und die „Saftschubsen“ bieten uns zwischendurch Snacks und Getränke an….zwei Fliegen (hach, was für ein genialer Wortwitz) mit einer Klappe geschlagen. Schule ist endlich sicher (Flugzeuge stürzen seltener ab als dass man sich in der Schule mit Corona infiziert) und die Wirtschaft wird angeschoben. Warum bin ich eigentlich nicht in der Regierung, um solch wunderbare Vorschläge direkt in die Praxis umzusetzen?????

    • @Andre Hog

      „Warum bin ich eigentlich nicht in der Regierung, um solch wunderbare Vorschläge direkt in die Praxis umzusetzen?????“

      DAS habe ich mich auch gerade gefragt!
      Und falls Sie mal Unterstützung für die unterhaltsame „Truppenbetreuung“ zwischen den Sitzungen brauchen: Melden Sie sich ruhig bei mir. 🙂

      Achtung, ernst gemeint:
      Ich denke, hier könnten sich auch noch eine Menge Leute für Arbeitskreise finden, die effektiver sind als die jetzigen, denn ich erinnere mich hier an viele, viele (ernst gemeinte) gute und sachliche Vorschläge, gemeinsam durchdachte Ideen wie auch nach Austausch und Fehlererkennung (!) wieder verworfene Ideen, die es hier im Forum schon seit April 2020 gab.

      Zu dem Artikel oben noch folgendes:
      In der Sache ist das für mich persönlich wenig verwunderlich.
      Leid tut es mir immer mehr für Handel, Gastronomie und die gesamte Kunst- und Unterhaltungsbranche!
      Die dürften sich – zwar aus anderen Gründen – mittlerweile ebenso ver****** fühlen wie Erzieher, Lehrer und anderes Personal, (was vor Ort in Kitas und Schulen „direkt am Kunden“ arbeitet, und zwar nach wie vor ohne Arbeitschutz) – allerdings geht es in Handel, Gastronomie und der gesamten Kunst- und Unterhaltungsbranche um die finanzielle Existenz, nachdem (!) dort noch viel Geld investiert werden musste, so dass dort schon seit Monaten (!!!) der Schutz vorhanden ist, der in staatlichen Kitas und Schulen immer noch fehlt.
      Ganze Wirtschaftszweige (eben Handel, Gastronomie und die gesamte Kunst- und Unterhaltungsbranche) vor die Wand fahren, andere Industriezweige („too big to fail“) pimpen und pampern – und dafür (wie schon seit Jahrzehnten) in Kitas und Schulen die rausgeschmissene Kohle wieder einsparen …!
      WAS SOLL DAS?

      Ich bin schon doll gespannt, welche („anonym“en 😉 ) Kritiker sich jetzt noch finden …

      Zu guter Letzt:
      Hier mal in bewegten Bildern ein kurzer Beitrag zum Thema „Fahren auf Sicht“ – beliebtes Politiker-Sprech. (Ich fürchte, die schauen das jeden Morgen noch vor dem Frühstück.)
      https://www.youtube.com/watch?v=koK4HfOvOlA
      Allerdings glaube ich, dass das „happy end“ in dem Vergleich zur Realität so nicht stimmt.

    • Das ist in diesen deprimierenden Zeiten ein Lichtblick in vieler Hinsicht: Ich habe herzlich gelacht, so doof ist die Idee beim genaueren Hinsehen eigentlich wirklich nicht und ich habe die Hoffnung nicht verloren, dass man in einer Krise mit etwas Humor und Um-die-Ecke-denken Lösungen finden könnte, die sogar Vorteile bringen, die man ohne Krise nie hätte umsetzen können. Ich wähle Sie sofort in die Regierung!

    • Lustige Idee… aber: Die Lüftungsanlagen eines fliegenden Flugzeuges schaffen den hohen Durchsatz nur, weil sie (mit Ausnahme einiger ganz moderner Modelle) mit „Bleed-Air“ laufen. Das ist Druckluft aus den Kompressionsstufen der Turbinen. Damit das auf dem Boden in ausreichendem Maße klappt, müssten die Triebwerke laufen und das vermutlich nicht unbedingt nur im Leerlauf.

  11. Luftfilter / Luftreinigungsgeräte: Sofortige Freigabe der Nutzung in Schulen!

    Karl Lauterbach twitterte: „Jetzt hätten die Luftfilteranlagen geholfen.“
    Tolle Eingebung, aber der Umstand ist an Schulen seit Monaten doch bekannt.

    Da war doch mal ein Bericht, der besagt, dass die Luftfiltergeräte ohne „Gutachten“ nicht in Schulen genutzt werden dürfen (Gerätespenden von Eltern etc.).

  12. Nicht geehrte Kultusministerinnen und Kultusminister,

    Kinder in Schulen zu zwingen ist eine vorsätzliche Körperverletzung und gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum Richter gegen diejenigen Eltern entscheiden, die gerichtlich gegen die Präsenzpflicht vorgehen.

    Als Risikomutter muss ich ab dem 22. Februar wieder in ständiger Panik verbringen. Die Kinder werden – so wie es aktuell aussieht – wieder ohne jeglichen Schutz in eiskalte Klassen gezwungen, selbst Sport ohne Masken soll stattfinden.

    Jegliche Isolation zuhause, jegliche Eigenverantwortung wird von staatlicher Stelle verboten, das ist in meinen Augen ein Skandal und ich hoffe, dass sich Rechtsanwälte oder Eltern mit viel Geld zum klagen finden, die angesichts der weiterhin extrem hohen Infektionsgefahr (sonst wäre ja nicht das ganze Land im Lockdown!) nochmal einen Versuch starten, gerichtlich dagegen vorzugehen.

    Meine Kinder sind top in der Schule (K1 Klassenbester) und der Distanzunterricht läuft weitestgehend problemlos bei uns. Warum muss ich mich zu so einem Risiko ZWINGEN lassen?

    Ich habe das Vertrauen in unsere Justiz und Politik (v.a. die Kultusminister) vollkommen verloren und bin mit den Nerven am Ende. Nicht wegen der Schulschließungen sondern wegen des Präsenzzwangs!

    • Sehe ich genauso!
      Haben Sie denn eine Klage angestrebt? Wo gab es ein Urteil, welches den Präsenzzwang generell aktuell bestätigt hat?

  13. Und im Kindergarten noch höher..deshalb werde ich in den nächsten Wochen nur noch mit den Kindern raus gehen. Egal bei welchem Wetter!!!! Wenn die Regierung uns nicht schützt,dann schütze ich mich selbst!!!!
    Ich hoffe das es noch ein paar vernünftige Eltern gibt,die ihre Kinder zuhause lassen..immerhin gibt es keine Kindergartenpflicht!!!

    • Nein, keine Kindergartenpflicht….., aber einen Rechtsanspruch auf Betreuung. Und der wird auf Biegen und Brechen von den Eltern durchgesetzt (es gibt auch selten ein paar Vernünftige). Was am Ende mit Erzieher*innen und deren Familien passiert, egal!

  14. Die Studie besagt dass 1 Person mehr als 11 weitere Personen ansteckt.
    Bei Wechselunterricht mit Maske steckt ein Infizierter 3 weitere an.

    So kann man die Pandemie nicht eingrenzen.

    Ziel ist nicht nur eine weitere Person anzustecken,
    Ziel ist, überhaupt niemand anzustecken.

  15. Ich bin alleinerziehende Pflegemutter, gehöre zur Risikogruppe, meine Tochter ist seelisch schwerbehindert, besucht die 5. Klasse einer Förderschule. Was kann ich denn jetzt tun, um uns zu schützen (NRW)? Selbst, wenn ich „nur“ ins Krankenhaus muss, weiß ich nicht, wohin mit dem Kind. Sie käme ins Heim oder in die Psychiatrie. Es würde sie um Jahre zurück werfen. Was kann ich tun? Es heißt überall – innerhalb der Wohnung separieren. Wie denn? Wir sind doch nur zu zweit. Ich habe große Angst. Wer hilft?

    • Es wird angenommen, dass eine hohe Virenmenge zum Zeitpunkt an dem Menschen sich anstecken, schwerere Verläufe begünstigt. Vollständig geklärt ist das, glaube ich, aber noch nicht. Trotzdem würde ich versuchen, immer wenn ich in engen körperlichen Kontakt o. beim gemeinsamen Aufenthalt in einem Raum, mit einer Person die viele Außenkontakte hat, mich befinde, FFp2 Masken zu tragen, nicht in einem Raum, z. B. vor dem Fernseher, einzuschlafen (während des Schlafes lüftet man nicht, daher kann sich schon eine Menge virenlastiges Aerosol ansammel…)
      Wenn Sie noch Kraft haben, funken sie die politisch Verantwortlichen, incl. Oppositionsparteien u. lokale Medien an, damit, zumindest bis die Risikogruppen durchgeimpft sind, die Schulpräsenzpflicht endlich ausgesetzt wird.

  16. „Dritte Welle ist kaum noch zu stoppen
    Mutanten stecken viele Kinder an
    In rasendem Tempo verbreiten sich die Mutanten in Deutschland. Sie geben den Forschern Rätsel auf: Was macht sie so hochinfektiös? Und warum befällt B.1.1.7 in Israel so viele Jüngere?“
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-mutanten-die-dritte-welle-ist-kaum-noch-zu-stoppen-a-00000000-0002-0001-0000-000175304211

    Mit den ohnehin nicht umsetzbaren AHA -Regeln kann das, was man in den Schulen jetzt vorhat, nur in die nächste Welle führen

  17. Man möchte ja keine Panik machen, aber…
    Man hat den Eindruck, dass das, was um uns herum passiert, von den Kultusministern komplett ausgeblendet wird. Sonst würde man nicht Präsenzunterricht ohne wirksame Schutzmaßnahmen anpeilen. Und nein, damit meine ich nicht freiwillige fehleranfällige Schnelltests ein Mal in der Woche

    „Corona-Pandemie in der Tschechischen Republik
    »Das Virus wird immer tödlicher«
    Hohe Infektionszahlen, mehr schwere Verläufe auch bei jungen Erwachsenen und Kindern: In Tschechien breitet sich offenbar eine eigene Mutante aus. Nur auf den Impfstoff zu warten, sei zu passiv, sagt Parasitologe Flegr.
    https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-in-tschechien-parasitologe-jaroslav-flegr-ueber-immer-toedlicher-werdendes-virus-a-e88bc6f7-70ef-4f91-a7c4-82d4371adb01

    • @Leseratte

      „Man hat den Eindruck, dass das, was um uns herum passiert, von den Kultusministern komplett ausgeblendet wird.“

      Stimmt.
      Und man fragt sich „Warum?“
      Waren das vielleicht mal die Kinder, mit denen niemand spielen wollte? … Meistens ist so etwas nur gemein.
      Manchmal hat es Gründe.
      Nämlich dann, wenn es sich um Egomanen oder Narzissten handelt. Das spüren andere Kinder oft und halten sich fern, wenn möglich.
      Und man fragt sich … jetzt nicht mehr (unbedingt) … „Was machen Egomanen und Narzissten, wenn sie „groß“ sind?“
      Ist irgendwie alles global heutzutage, aber auch bei „heimischen Gewächsen“ wird man rasch fündig.

  18. In der Oberschule liegt die Reproduktionszahl bei halbierten Klassen mit Maske bei 2,9!?
    Die Basisreproduktionszahl laut RKI liegt beim Coronavirus bei 2,8 – 3,8 unter für das Virus idealen Bedingungen.

    Nach anfänglichem Erschaudern über die Ähnlichkeit der Ansteckungsrate unter angeblichen Schutzmaßnahmen (Maske, Abstand, Lüften, Desi) und schutzlosen Bedingungen, ist mir nun noch viel klarer, wie verantwortungslos es überhaupt ist, Unterricht anders zu gestalten als auf Distanz!

    Ist im Grunde auch nur logisch: Niemand (oder nur sehr wenige) von der Lehrerschaft und SuS und deren Familien sind geimpft, alle können sich theoretisch immer wieder erneut anstecken … Eindämmung der Pandemie funktioniert nur über die Menschen selbst durch Virusstop (Impfung oder Immunität, die leider nur zeitweilig vorhanden ist). Geteilte Klassen mit Masken und Lüftung bedeuten doch auch nur: freie Fahrt fürs Virus, solange es nicht genug Geimpfte gibt!

    Bewusst wird ein exponentielles Wachstum wieder und wieder in Kauf genommen! Wieder und wieder werden Lehrer, Schüler und ihre Familien mit Risikopatienten in Lebensgefahr gebracht! Wieder und wieder kann man sich gegen diesen Zwang nicht wehren!

    Wenn nur Distanzunterrichtunterricht Sicherheit bietet, wenn nur die Impfungen diese Pandemie beherrschen können, warum handelt man nicht entsprechend? Warum ermöglicht man keine Befreiung von der Präsenzpflicht, damit sich Familien schützen können (das wäre das Mindeste!)? Warum zieht man den Distanzunterricht nicht einfach durch bis genügend Menschen geimpft sind? Warum hängt man unter Umständen nicht ein Pandemiejahr dran? Außergewöhnliche Umstände erforden außergewöhnliche Maßnahmen! So z.B. ist doch auch legitim, wann immer möglich, im Home-Office arbeiten zu MÜSSEN! Alles andere ist verantwortungslos und ein Spiel mit dem Leben anderer!

    Liebe Minister(innen), wenn es denn schon unverzeihliche Pannen und Unsicherheiten beim Impfen (zu wenig, dauert alles viel zu lang), Testen (geringe Anzahl und umständlich), bei den Maßnahmen (s.o.) gibt, so schützen Sie doch bitte endlich mal, was leicht zu schützen wäre .. bis zur Immunität übers Impfen! Lassen Sie nicht wieder andere die Folgen durch Ihr unüberlegtes und voreiliges Handeln beim Öffnen der Schulen ausbaden und im schlimmsten Fall mit dem Leben für das bezahlen, was Sie in Ihrem Berufsalltag offensichtlich versäumen oder falsch einschätzen oder einfach nur falsch bestimmen, weil Sie es können.
    Sie konnten doch bereits sehen, welche Folgen Ihre Fehleinschätzungen im Herbst hatte! Eine Reproduktionszahl in einer halbierten Klasse mit regelmäßiger Lüftung und Maske von 2,9 entspricht einem ungeschützten Umgang mit dem Virus, solange nicht genügend Menschen geimpft sind! Und das weiß fast jeder … auch Sie!

  19. Selbst in einer Sporthalle ist das Risiko nicht besonders hoch.
    In Restaurants und Hotels auch nicht.
    Also wird geschlossen.
    In Schulen ist das Risiko hoch und es wird also
    geoeffnet.
    Fakten spielen also keine Rolle, sondern Politik.
    Also braucht man auch gar keine Studien zu machen.

    • Nichts. Im Gegenteil. Gegen jede Logik wird da zuerst geöffnet. Hat man ja so versprochen. Dass Schulen und Kitas zuerst öffnen. Auch wenn der Einzelhandel mit weniger Infektionsrisiko, Kundenzahlbegrenzung usw. total den Bach runtergeht.

      • @WiMoKa

        Und nicht zu vergessen: Auch Kinos, Theater und Museen sowie Zoos und Tierparks müssen (???) unbedingt (???) geschlossen bleiben, denn die haben funtionierende Hygienekonzepte und kurze „Dienstwege“, außerdem sind sie am Erhalt und Verbesserung bzw. sogar an der zukunftsfähigen Struktur ihrer Betriebe (Innovationen und deren Umsetzung) interessiert.
        Wie sonst hätten sich diese „Betriebsformen“als ganze Segmente in den letzten Jahrzehnten halten können, wenn sie sich nicht immer wieder erfolgreich einem Wandel unterzogen hätten?

        Jeder Kinobetreiber könnte wahrscheinlich hilfreiche und auch umsetzbare Ideen zum Thema „Betrieb von Kitas und Schulen MIT funktionierendem Schutz des Personals und der Besucher“ beisteuern!!!

        Diese Betriebe sind schon seit vielen, vielen Wochen geschlossen und werden es noch lange bleiben.
        Etlichen wird es betriebswirtschaftlich das Genick brechen!
        Das wird sehenden Auges in Kauf genommen – oder nimmt weiter „oben“ diese Form der Sehkraft ab analog zur dünner werdenden Luft?

        Das ist nicht nur NICHT logisch, es demoralisiert auch ganz wunderbar die Bevölkerung.
        Im Übrigen ist es dann dieselbe Bevölkerung, die die ganzen Maßnahmen nicht mehr versteht und auch „müde“ wird, diese weiter umzusetzen …
        Ein Teufelskreis, angestoßen von … (Jetzt bräuchte es Begriffe, die ich nicht schreiben möchte.).

        Und unsere „Nieten in Nadelstreifen“ denken sich immer noch: Geh aufs Ganze!
        https://www.youtube.com/watch?v=ER9bo0UR440

        https://www.youtube.com/watch?v=j9Au3g4bBL4

        • Jep, so ist es. Logik auf kultusministerisch eben:
          Die Schulen und die Kitas sind zu, die Inzidenzen sind gesunken. Da ich aber die Schulen und Kitas wieder aufmachen will, suche ich mir was anderes, was zeitgleich geschlossen war: das war dann schuld an den hohen Inzidenzen (hier: Einzelhandel, Kultur, Gastro). Und siehe da, ich kann die Schulen und Kitas wieder aufmachen, denn die hatten ja nix mit den hohen Inzidenzen zu tun.
          Blöd nur, wenn sich die Realität den eigenen Wunschvorstellungen verweigert.
          Und richtig blöd, dass es sich nicht um ein Planspiel handelt, sondern die Länder das Leben von Kindern, Jugendlichen, LehrerInnen und deren Angehörige als Einsatz in ihrem „schauen wir mal, was passiert“ – Ansatz verwenden. Ich kann kaum fassen, wie in einem angeblich zivilisierten Land mit dem Leben und der Gesundheit anderer Personen umgegangen wird.

  20. Da wird von den MPs immer wieder bedauert, dass man keine besseren wirtschaftlichen Erkenntnisse zur Verfügung habe, und von der TU Berlin wurden sie schon Tage vor den letzten Beschlüssen veröffentlicht. Offenbar interessiert sich aber keiner der Regierenden dafür, wenn da schwarz auf weiß steht, dass das Öffnen von Schulen kompletter Irrsinn ist, während man Kultureinrichtungen, Geschäfte und Dienstleistungen mit den schon aus dem Sommer bekannten Auflagen nahezu gefahrlos öffnen könnte. Auch Vereinssport wäre möglich. Warum interessiert man sich dafür nicht, zumal es bereits seit einem halben Jahr Hinweise aus der Wissenschaft gibt, dass die Fakten so liegen?
    Die Kumis würden uns jetzt wieder erzählen, dass die Bildung und das körperliche und seelische Wohlbefinden der Kinder einen solchen Vorrang haben müssten. Vielleicht würde sogar mancher MP noch zugeben, dass im Interesse der Wirtschaft die Betreuung gesichert werden sollte. Aber wenn es um das Wohlbefinden der Kinder ginge, dann sollte doch nicht nur die Sicherheit vor lebensgefährlichen Infektionen eine Rolle spielen, sondern auch die Möglichkeit, sich mit Freunden draußen zu bewegen. Wenn man die Kinder fragt, vermissen die den Lehrer und den Klassenraum in der Regel doch erheblich weniger als das Fußballtraining und den Spielplatz.
    Wenn es um Bildung ginge, dann würde es doch wohl mehr nutzen, Kulturstätten wie Theater, Museen und Bibliotheken wieder zu öffnen und ansonsten das Homeschooling dadurch zu unterstützen, dass man es abkürzt und in einem kurzen, wirklichen Lockdown, durch Schließen sämtlicher nicht unmittelbar lebensnotwendiger Betriebe auch die Eltern mehrheitlich zuhause lässt, wo sie dann ihre Kinder wirklich unterstützen könnten.
    Wenn es andererseits wirklich um allgemeine wirtschaftliche Interessen ginge, macht es keinen Sinn, die Schulen zu öffnen für all die Kinder, deren Eltern ja trotzdem nicht arbeiten gehen dürfen. Und während ein halbherziger Lockdown den nächsten jagt, gehen ganze Wirtschaftszweige bankrott.
    Ich glaube, hier geht es nur noch um die Wahrung des Scheins. Die Landesregierungen haben auf ganzer Front versagt, wollen aber gern wiedergewählt werden. Nachdem man also versucht hat, die eierlegende Wollmilchsau zu finden, mit der man es jedem recht machen könnte, hat man sich jetzt in einer „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“-Haltung verrannt. Ähnlich wie die Republikaner im amerikanischen Kongress, die mit einem harten Schnitt gegen Trump fürchten müssten, den Rückhalt der Hardliner zu verlieren und massive Fehler eingestehen zu müssen, wollen unsere Landesregierungen sich nicht die Blöße geben, zuzugeben, dass sie fast ein ganzes Jahr lang wider besseres Wissen eine Strategie gefahren sind, die tausende Menschenleben gefordert hat und zugleich die Wirtschaft immer mehr beschädigt. Die Kinder vorzuschützen ist nur noch hilfloser Populismus, wie die Bilder aus dem Wahlkampf, wo ein geknuddelter Säugling vor laufenden Kameras noch ein paar positive Emotionen sichern soll.
    Ich fürchte, wenn die dritte Welle uns tatsächlich so erwischt wie die anderen Länder in Europa und die Bundesregierung nicht ganz schnell noch ein paar hundert Milliarden in die Wirtschaft pumpt, fliegt uns der Laden pünktlich zu den Wahlen ganz gewaltig um die Ohren. Denn wenn sich erst im Frühsommer endlich die allgemeine Einsicht einstellt, dass die beiden großen Volksparteien, je nach Bundesland auch mit Unterstützung der anderen Vertreter aus dem demokratischen Spektrum, für zigtausend Tote und zig Millionen Arbeitslose verantwortlich sind, fürchte ich, dass der Unmut der Wähler dann genau der einzigen „Alternative“ nutzt, die eigentlich gar keine Alternative ist und es als einzige Partei 100%ig noch schlechter gemacht hätte.

    • @Tacheles:

      Ich befürchte, dass es einerseits genau so aussieht und andererseits auch in diese Richtung gehen wird…. 🙁
      „Hilfloser Populismus“, für mich trifft diese Beschreibung unserer Pandemie-Politik inzwischen zu!

  21. An unserer Schule in Berlin sind Luftfilter ausschließlich für Räume vorgesehen, in denen nicht gelüftet werden kann. Das heißt, weiterhin Lüften als Allheilmittel. Und das bei -6 Grad Außentemperatur momentan. Berlin geht ganz sicher nicht als Positiv-Beispiel voran!

  22. Ab morgen muss mein Kind in Sachsen leider wieder in die Schule. Die Hygieneregeln lesen sich wie ein Krimi. Lüften, Lüften und wenn möglich, die Kinder getrennt halten. Im Hort wieder alle zusammen. Im Bus auch. Natürlich sagt der KM, wer kann soll sein Kind Zuhause lassen. Mein AG macht das nicht mit. Die meisten Eltern sind aber froh, dass die Kinder wieder in die Einrichtung dürfen. Die Lehrer freuen sich auch. Corona ist ja nur übertrieben von der Politik dargestellt. Da ist doch nichts dran. Ich bin fassungslos. Und dabei gibt es genug Studien, die belegen, dass Kinder sehr wohl ansteckend sind. Aber der der KM hat den Eltern geschrieben, wir probieren es einfach. Wenn die Inzidenz länger über 100 ist, muss leider wieder geschlossen werden. Aber wenn man nicht testet…. das hat als Nachsatz gefehlt. Und wenn sich Kinder infizieren, ist es unsere Schuld. Wir hätten ja die Kinder Zuhause betreuen können. Ist wie überall. Alles für die Wirtschaft.

  23. „Wir werden Anfang März sehen, welche Auswirkungen die Öffnungen der Kitas und Grundschulen haben“, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) der „Bild am Sonntag“. Es gebe keine Garantie, dass das funktioniere. „Aber der Versuch ist wichtig.“ Alle Lehrkräfte und Kita-Erzieher würden getestet, „um mit viel Sicherheit zu starten“.

    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-berlin-corona-inzidenzwert-bei-65-kitas-und-schulen-vor-oeffnung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210214-99-434735

    Und so werden überall die an Schule Beteiligten wieder zu Versuchskaninchen. Und was nützt der Test der LuL und ErzieherInnen, wenn die Kinder nicht getestet werden. Und das soll „viel Sicherheit“ sein? Wenn es nicht so traurig und gefährlich wäre, könnte man schallend loslachen. „Der Versuch ist wichtig.“
    Außer Lüften gibt es doch nach wie vor nix zum Infektionsschutz.

    • Die Ergebnisse der Studie sind unter Einhaltung der AHA+L-Regeln ermittelt worden. Eine Filtereffizienz der Masken (auch medizinische!) von 50 % ist ebenfalls berücksichtigt worden. In den Schulen wurde eine Aufenthaltsdauer von 6 Stunden zugrunde gelegt. Die Reproduktionsrate (2,9) unterscheidet sich dennoch nicht wesentlich von dem, was das ursprüngliche Coronavirus schon immer getan hat: 1 Infizierter steckt 3 bis 4 Personen an. Und hierbei geht es nicht um noch ansteckendere Mutationen!

      Wir haben nichts, rein gar nichts in der Hand gegen das Virus außer Distanzunterricht und Homeoffice in der Hoffnung auf eine große, baldige Impfbandbreite mit hoffentlich auch bei weiteren Mutationen wirksamen Impfstoffen.

      Meine Meinung: wenn man mit diesem Wissen die Schulen öffnet, geht das nicht ohne intensivste Testung von allen! Ist das nicht gewährleistet, kann man eben noch nicht öffnen… und wenn man es tut, muss man mit den Konsequenzen leben oder sterben. AHA-L hält das Ansteckungsverhalten des ursprünglichen Virus in Schulen nahezu im Normalmodus, lässt man irgendwas von AHA-L weg, befeuert man es! Es wird doppelt, dreifach oder vierfach produktiv in seiner Verbreitung …

      … will sagen, Lüften zum Infektionsschutz macht das Coronavirus in seiner Verbreitung nicht noch schlimmer, aber eben auch im Grundproblem nicht besser. Wir haben außer komplettem Abstand zur Verhütung von Ansteckung oder Immunität nichts! Nichts von Bedeutung! Nichts, was uns wirklich hilft! Nur Geduld, Verzicht und Impfung könnten verhindern, was einfach nicht verhindert wird (3. Welle)!

      Tja, scheinbar muss es so sein … der Mensch scheint zu doof zu allem zu sein! Und das trotz durchgängiger Präsenzpflicht in den Schulen! Wenn es nur nicht so bitter wäre…

  24. Und weiterhin kein Arbeitsschutz an Schulen in BaWü in dem Maße, wie er vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) am 21. Januar in der ,,SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung“ verkündet wurde:

    „lm Ergebnis bedeutet dies, dass sich die an den Schulen […] geltenden Re-geln weiterhin aus § 1f der Corona-Verordnung sowie der Corona-Verordnung-Schule ergeben.“

    https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E-1182191529/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Artikelseiten%20KP-KM/1_FAQ_Corona/Schreiben%20Min%20Schuljahr%2020_21/2021-02-10-MD-Schreiben-SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.pdf

  25. Dazu gab es bereits im April 20 ein beeindruckendes Video einer Universität. Leider weiß ich nicht mehr, welche das veröffentlicht hat.

    Schön, dass der Inhalt endlich auch zu Verantwortlichen im Wahlkampft vordringt.

  26. Weshalb macht man es Eltern wie uns nicht möglich, ihr Kind (Mittelstufe) dieses Jahr komplett daheim zu beschulen und nur für Notenbildung ggf. vor Ort zu erscheinen? Wir sind beide im Homeoffice, unser Teenager alt und selbstständig genug sich zu organisieren, der Fernunterricht läuft insgesamt gut organisiert inzwischen. Es würde uns von der Sorge erleichtern, dass das Virus in unsere Familie eingeschleppt wird und außerdem im Falle von Wechselunterricht dazu beitragen, die Klassenstärke zu reduzieren.

  27. Diese Studie ist aber auch wieder ein Schlag ins Gesicht..der Erzieher!!!! Warum wird da nicht mal geschaut?Die Kitaräume sind täglich etwa 10 Stunden mit Kindern gefüllt. Die Kinder tollen umher, sie lachen, singen,sprechen den ganzen Tag…sprich,die Aerosole dürften eine Dichte haben,wie nirgendwo sonst.

  28. Frage: Was macht es dem Virus so leicht zu überleben?
    Antwort: Egoistische und unvernünftige (soll ich schreiben „nicht intelligente“)Menschen.
    Und in Bezug auf Schule und Kindergarten meine ich hier Eltern!!!! Und natürlich sehr schwache Politiker, welche dem Druck der Eltern nicht gewachsen sind und nur Geld, Macht und die wichtigen Wahlen im Kopf haben. Menschen interessieren hier niemanden:-(

  29. Warum sind Politiker*innen immun? Na, weil das ihr Status als MdL, MdB oder MdEP durch das verliehene Mandat so mit sich bringt. Damit sie von SARS- CoV 2 befallen werden können, muss ja zunächst einmal die Immunität aufgehoben werden …

    Vielleicht ist das der grundlegende Trugschluss bei den politischen Entscheidungsträger*innen.

  30. Passend zu den Schulöffnungen: Zahlen aus Schweden zu Infektionen bei Lehrern im Frühjahr:

    „SARS-CoV-2: An schwedischen Schulen erkrankten vor allem die Lehrer
    Montag, 15. Februar 2021
    Uppsala – Die Entscheidung, den Lehrbetrieb in den Schulen mit Ausnahme der Oberstufe fortzusetzen, hat in Schweden im letzten Frühjahr zu einer Verdopplung der COVID-19-Fälle unter den exponierten Pädagogen geführt. Auch bei deren Lebenspartnern war ein Anstieg erkennbar.
    Unter den Eltern der Schüler kam es dagegen nur zu einer geringen Zunahme der PCR-bestätigten Erkrankungen, wie eine jetzt in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS, 2021; DOI: 10.1073/pnas.2020834118) veröffentlichte Studie zeigt.
    In Schweden wechselten am 18. März 2020, eine Woche nach dem ersten Todesfall, die Oberstufen­schüler (17 bis 19 Jahre) in den Online-Unterricht. Die anderen Klassen wurden weiter in den Schulen von den Lehrern unterrichtet. Es gab zwar eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen – von der Händedesin­fek­tion über Abstandsregeln und die Vermeidung von größeren Versammlungen – im Grunde genommen wurde der Schulbetrieb für die Klassen bis zum Alter von 16 Jahren aufrechterhalten.
    Da in Schweden alle Einwohner eine persönliche Identifikationsnummer haben, die in verschiedenen Registern geführt wird, konnte ein Team um Helena Svaleryd von der Universität Uppsala ermitteln, ob es bei den Lehrern der Mittelstufen, die weiter in der Schule unterrichteten, häufiger zu Infektionen kam als bei den Lehrern der Oberstufe, die von zuhause aus unterrichteten.
    Dies war tatsächlich der Fall. Bei Lehrern der Mittelstufe kam es doppelt so häufig wie in der Oberstufe zu Infektionen. Svaleryd ermittelt eine Odds Ratio von 2,01, die mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 1,52 bis 2,67 signifikant war. Die Lehrer der Mittelstufe infizierten auch häufiger ihre Lebenspartner als die Lehrer der Oberstufen (Odds Ratio 1,29; 1,00 bis 1,67).
    Unter 124 Berufen, zu denen Svaleryd Daten zur Verfügung standen, waren Lehrer der Mittelstufe am 7. stärksten betroffen. Bis Ende Juni wurden 79 von 39.500 Lehrern der Mittelstufe wegen COVID-19 im Krankenhaus behandelt (von denen allerdings nur einer starb). Wären auch die Mittelstufen online unterrichtet worden, hätte es den Berechnungen von Svaleryd zufolge nur 46 schwere Erkrankungen mit Hospitalisierung unter den Lehrern gegeben.

    Svaleryd konnte auch ermitteln, ob die Eltern der Mittelstufler häufiger erkrankten. Die Odds Ratio von 1,17 (1,03 bis 1,32) weist auf ein leicht um 17 % erhöhtes Risiko hin. Da es aber bedeutend mehr Eltern gibt als Lehrer, wären die Auswirkungen auf die Epidemie größer.

    Unter den 450.000 Eltern der Mittel­stufler (4,5 % der Bevölkerung) wäre es beim Wechsel auf einen On­line-Unterricht zu 500 weniger COVID-19-Fällen gekommen. Diese Zahl muss jedoch vor dem Hinter­grund der 53.000 Erkrankungen gesehen werden, zu denen es während dieser Zeit in der Gesamtbevöl­kerung gekommen ist.

    Svaleryd verteidigt die Entscheidung der schwedischen Regierung. Die Schließung der Schulen wäre eine kostspielige Maßnahme mit potenziell langfristigen nachteiligen Auswirkungen für die Schüler gewesen, findet sie. Unter den Schülern hat es wenige Erkrankungen gegeben.

    Von den 1,23 Millionen schulpflichtigen Schülern mussten 94 wegen einer schweren Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden. Unter den 339.000 Schülern der Oberstufe waren es 84. Todesfälle an COVID-19 hat es unter Schülern nicht gegeben, berichtet Svaleryd. © rme/aerzteblatt.de

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121177/SARS-CoV-2-An-schwedischen-Schulen-erkrankten-vor-allem-die-Lehrer

  31. Für alle interessierten Eltern, die Anzeige gegen den/die KM ihrer Wahl erstatten möchten habe ich den Text meiner Anzeige weiter oben zur Verfügung gestellt.
    Das macht es einfacher. Ob man das so macht weiß ich nicht, aber vielleicht hilft es als Grundlage, kann je nach Bedarf angepasst werden!

    • @Mimi:
      Ein Verdacht der „Körperverletzung“ auf ein in die Zukunft gerichtetes Ereignis?

      Eine „Drohung“ wäre die glaubhafte Ankündigung einer unangenehmen Maßnahme gegen jemanden, um ihn in seiner zukünftigen Handlungsweise zu beeinflussen. Ob Präsenzpflicht in Schule als eine „Drohung“ anzusehen wäre?

      Zumindest haben LuL bzw. Personal an Schulen und KiTa´s durch Gefährdungsbeurteilung und Arbeitsschutz weitaus bessere Chancen den Präsenzunterricht so wie geplant zu durchkreuzen, aber da regt sich ja nichts.

      • Ja, das stimmt wohl.
        War auch mein Gedanke. Noch ist ja nicht passiert. Wenn allerdings alle Eltern geduldig warten, bis sie/ihre Kinder tatsächlich geschädigt sind, kann man’s allerdings auch lassen.
        Wir müssen JETZT handeln, bevor es zu spät ist!

      • Übrigens hat diese „Anzeige“ auch eher symbolischen Charakter. Ich bin nie davon ausgegangen, dass der Sache tatsächlich nachgegangen wird.

        Wer Vorschläge zur Verbesserung hat, möge diese gerne hier veröffentlichen!

  32. Heute morgen in der Tageszeitung:
    Pflegekräfte und Erzieher stecken sich am häufigsten an

    https://www.wr.de/wirtschaft/wirtschaft-in-nrw/pflegekraefte-und-erzieher-stecken-sich-am-haeufigsten-an-id231572233.html

    Covid-Erkrankungen je 1000
    Beruf Erkrankte je 1000
    ————————————————–
    Altenpflege 7,6
    Krankenpflege/Rettungsdienst 7,3
    Erziehung/Sozialarbeit 7,3
    Arzt/Praxishilfe 5,5

    Verkauf Textil/Elektrotechnik… 3,6

    Statistische Erhebung der Krankmeldungen der zweitgrößten Krankenkasse von den 20 am stärksten betroffenen Berufsgruppen zwischen Oktober und Dezember.

  33. Herrn Lauterbach Ausführungen kann man in Bezug auf die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten nur zustimmen !
    Vom Bund wurden im Übermaß unzählige Beatmungsgeräte angeschafft, die jetzt auf Grund einer geringeren Zahl an Intensivbetten gegenüber den Beatmungsgeräten nicht genutzt werden können und nun in den Lagern stehen oder Altgeräte ersetzt haben.
    Die neuen Beatmungsgeräte übertreffen in ihren Beatmungsmöglichkeiten bei weitem die Funktionen älterer Intensivbeatmungsgeräte.
    Allerdings halte ich Anwendung von effektiven Präventionsmaßnahmen, wie die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten, für deutlich sinnvoller, als die Optimierung der Behandlung erkrankter Mitmenschen.
    Luftreinigungsgeräte sind zum jetzigen Zeitpunkt, da erst ca. 3,5 % der Bevölkerung geimpft sind und da Kinder genauso zur Verbreitung von SARS-CoV-19 wie andere Altersgruppen zur Ausbreitung von CoV-19 beitragen (0,5 % aller in Kliniken augenommenen Kinder wurdenim Verlauf der Pandemie positiv getestet, entspicht 500/ 100.000), im wissenschaftlichen Sinne nachgewiesener Maßen das Mittel, um unter einer Reduzierung des Infektionsrisikos Präsensunterricht und Wechselunterricht durchführen zu können.
    Seitdem unsere Intensivstation mit derartigen Geräten ausgestattet wurde, traten bei den Mitarbeitern noch vor den durchgeführten SARS-Impfungen keine neuen Corona-Infektionen mehr auf.
    Um einer dritten und vierten Infektionswelle durch weitere Virusmutationen vorzubeugen, ist der flächendeckende Einsatz derartiger Geräte zu fördern.

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