„Nicht geimpft, keine Schutzkleidung und soll 25 Kinder beim Test beaufsichtigen!?“

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HANNOVER. Flächendeckende Selbsttests an den Schulen sollen die Corona-Gefahr im Unterricht senken. Doch die Umsetzung läuft holprig an. Beispiel Niedersachsen: Vor allem die Schulleiter üben Kritik am Verfahren. Sie fühlen sich vom Ministerium mit den absehbaren Problemen alleingelassen. «Wenn ich mehrere positiv getestete Schüler habe, sollen die in einem Raum zusammen warten» – und wer soll die dann beaufsichtigen?

Lehrer sind wütend, weil sie mit der Organisation der Schülertests alleingelassen werden. Foto: Shutterstock

Die Vorgaben der Landesregierung für die Corona-Selbsttests bei Schülern und Lehrern stoßen an Niedersachsens Schulen auf Widerstand. Schulleiter und Beschäftigte forderten, dass die Tests zu Hause statt in den Schulräumen stattfinden müssten. «Ich bin nicht geimpft, ich trage keine Schutzkleidung, soll aber im Klassenraum dabei sein, wenn sich 20, 25 Kinder selbst testen. Das kann doch nicht wahr sein», sagte ein Lehrer dem NDR.

Seit Montag sollen die Schulen den Umgang mit den Selbsttests eine Woche lang üben, bevor die Tests nach den Osterferien regelmäßig stattfinden. So hatte es Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) angekündigt. Das Land stellt dafür Hunderttausende Testkits zur Verfügung. Allerdings hatten mehrere Schulen, beispielsweise in Oldenburg, am Montag noch gar keine Tests erhalten. Zudem sind viele Fragen ungeklärt: Was etwa passiert, wenn sich ein Schüler mit dem Test-Wattestäbchen verletzt?

Schulleitung schreibt ans Ministerium, dass die Umsetzung der Selbsttests jetzt nicht möglich ist

In einem Schreiben einer Schulleitung aus der Region Hannover an Schüler und Eltern vom Freitag heißt es zudem, die Selbsttests könnten an dieser Schule erst beginnen, wenn die Bedenken bezüglich der Umsetzung ausgeräumt seien. Dazu gehöre, dass es in den Unterrichtsräumen kein fließend Wasser für die Erste Hilfe gebe und für die Betreuung von Schülern nach einem Positivtest das Personal fehle. Der Wunsch der Schulleitung sei es, den Schülern die Selbsttests mitzugeben, damit sie sich schon zu Hause testen.

Die Gewerkschaft GEW monierte, dass Lehrer für die Organisation und Beaufsichtigung der Tests zuständig seien und keine Fachkräfte. Einzelne Schulen könnten sich der Anordnung des Landes zwar nicht widersetzen. Die verbeamteten Lehrer könnten aber Bedenken gegenüber der Rechtmäßigkeit dienstlicher Anweisungen geltend machen, indem sie etwa auf fehlende Schutzkleidung oder mangelnde Belüftung hinweisen.

«Die Ängste meines Kollegiums muss ich ernst nehmen.»

Der Vorsitzende der Direktorenvereinigung (NDV), Wolfgang Schimpf, warnte in der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Montag), ohne Schutzkleidung und die Unterstützung medizinischer Fachkräfte seien die Lehrer einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt. «Die Ängste meines Kollegiums muss ich ernst nehmen», sagte der Leiter eines Gymnasiums in Göttingen.

Wenn die Lehrkräfte die Testergebnisse der Schüler ablesen, kämen sie diesen sehr nahe. Außerdem sei der Umgang mit positiven Tests ungeklärt. «Wenn ich mehrere positiv getestete Schüler habe, sollen die in einem Raum zusammen warten? Was, wenn richtig positiv und falsch positiv getestete Schüler darunter sind, dann sind am Ende alle infiziert», sagte Schimpf der Zeitung.

Der Präsenzunterricht wurde trotz des Hickhacks um die Selbsttests am Montag deutlich ausgeweitet. Alle noch fehlenden Jahrgänge und Schulformen kehrten ins Wechselmodell zurück, bei dem die Klassen in Gruppen abwechselnd zu Hause und im Klassenraum unterrichtet werden – jedenfalls dort, wo die Corona-Inzidenz unter 100 liegt. Mittlerweile übertrifft jede dritte Region in Niedersachsen die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, darunter die bevölkerungsreiche Region Hannover. News4teachers / mit Material der dpa

Selbsttests an Schulen: Wie umgehen mit dem möglicherweise kontaminierten Abfall?

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50 KOMMENTARE

  1. Wahnsinn! Der blanke Wahnsinn!

    Wird hier getestet, wie weit die Lehrer mitgehen und ab welchem Punkt sie den Dienst quittieren?

    Ernste Frage!

    In jedem Testzentrum begleitet geschultes Personal in voller Schutzmontur.
    Glaubt man wirklich, dass nach der Testung, zumindest wenn ein positives Kind anwesend ist, an normalen Unterricht gedacht werden kann?

    Das kann doch alles nicht wahr sein?! Wo ist die aktiv handelnde Gewerkschaft? Wieso unternimmt sie nichts dagegen?

    • Defence- Alles komplett durchexerziert. Remonstration. Auch Brief an SL meiner Tochter. Rücksprache mit Verband und Gewerkschaft gehalten.Wichtiger Hinweis: Unbedingt Personalvertretung an den Schulen in Arbeit bringen. Rechtlich besteht nur die Möglichkeit der Remonstration durch Lehrkräfte und die SL. Ausgeführt werden MUSS. Da die Anweisung aus dem KM kommt reicht die Landesschulbehörde dies in Form der Rundverfügung (hier: Nds) weiter, die die Schulen umzusetzen haben. Erstmal wurden unsere Schulen in nördlichen Kreisen noch nicht mit den Tests beliefert…. Wir können daher kurz durchatmen und uns in Position bringen. Gewerkschaften können von sich aus nicht handeln, ausser man beauftragt diese in einem konkreten Fall. Niemand kann verbeamtete Lehrkräfte dazu auffordern gegen das Dienstrecht zu verstoßen, d.h. man kann nur seine Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit der Dienstanweisung remonstrieren. Man ist sogar dazu verpflichtet. Muss diese aber trotzdem ausführen. Ausser die Ausführung der Dienstanweisung führt die „strafbaren Handlungen“…. Dann kann man das verweigern… Sorry, müsste erstmal das Beamtenrecht konsultieren, um dass juristisch korrekt auszudrücken…. So long…. Die alte Weisheit….. Der Beamtenrock ist warm, aber eng!

      • Die Elfe:
        Was bleibt mir als Angestellter Lehrkraft???
        Ich würde streiken und dürfte! Aber nur nach Aufruf durch die Gewerkschaft!
        GEW- nicht nur fordern! Machen und zum Streik aufrufen! Wir sind am Ende!

    • 14 Seiten beinhaltet die Anleitung zu Selbsttest, die unter Lehreraufsicht an Bayerns Schulen durchgeführt werden müssen. Der ganze Aufwand und Gesundheitsgefährdung für alle nur wegen diesen Coronaleugnern in Elternschaft und Kultusministerium.

      • Die haben dort Zeit für 14 Seiten Testinstruktion? Wenn die KM Mitarbeiter so viel Zeit haben, bieten sie sich hervorragend als Testpersonal an! Es wurd doch niemand wertvolle Unterrichtszeit vergeuden wollen.

  2. Als Mathematiklehrer kann man aus diesen ganzen Daten wunderbare Aufgaben erstellen. Passend zu diesem Artikel beispielsweise ein hübsches Bernoulli-Experiment.

    In einer Klasse mit 25 Kindern sei genau eine Person positiv. Das Ansteckungsrisiko pro Kind legen wir jetzt mal auf 1,5% fest. (war glaube mal in einem älteren Artikel erwähnt worden, ist ja echt gering)
    Aufgabe: Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass sich mindestens eine weitere Person ansteckt.

    Lösung: n = 25 k>0 und p = 0,015

    Laut meinem Wissensstand würde ich dann über das Gegenereignis mit k=0 auf folgende Lösung kommen.

    P(k>0) = 1 – P(k=0) = 1 – 0,69 = 0,31 = 31%.

    Lösung: In einer Klasse mit 25 Kindern steckt sich zu 31% mindestens eine weitere Person an, wenn genau eine Person vorher positiv war. (Natürlich wurde hierbei angenommen, dass jede Person die gleiche Ansteckungsgefahr hat)

    • Sag das nicht zu laut, am Schluss müssen wir der Regierung dankbar sein, dass wir jetzt noch praktischer unterrichten dürfen ;-)…

    • Habe mit der Abschlussklasse den Dreisatz geübt. Aktuelle Alltagsmathematik. Dazu die Inzidenz unseres Ortes auf 100.000 hochrechnen lassen. Ergebnis: 126 -> Die Inzidenz liegt deutlich über der des kompletten Landkreises. Dies geschah natürlich in voller Präsenz, ohne Abstandsregeln.

    • In die Aufgabe muss noch die Zeit mit eingebaut werden, die die anderen den Aerosolen der infizierten Person ausgesetzt sind. Wenn man das dann mit einer Ansteckungswahrscheinlichkeit von 1,5% pro Stunde und Person für einen ganzen Schultag ausrechnet, dann kommt da schon etwas Erschreckendes heraus.

      Je nach Lüftungsbedingungen, Abstand und Masken ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit aber u.U. deutlich höher. Ich glaube, die TU Berlin hatte dazu mal Simulationen gemacht.

    • „Natürlich wurde hierbei angenommen, dass jede Person die gleiche Ansteckungsgefahr hat“

      Das ist halt das Problem mit Annahmen…

  3. Die Schulpolitik hat während der Pandemie kein resektvolles Miteinander mit den Schulen angestrebt. Die Schulleitungen haben während der Pandemie Die Schulen am laufen gehalten und einen wichten Beitrag für die Kinder und Jugend geleistet. Die Schulen sind immer kurzfristig mit Befehlen zum Wochenende konfrontiert worden und sofortige Umsetzung zum
    Montag. Die Lehrer sollen die Öffnung der Schulen gewährleisten und vieles mehr. Sind Mädchen für alles!!! Ich wollte kein Schulleiter sein in der Pandemie und die Bürde undlast der Verantwortung ist groß. Der Schulleiter muss vielem gerecht werden und muss ein wachsames Auge auf die Lehrer und Schüler haben, die an der Schule sind. Die Schulpolitik hat den Schulen keinen Betrag geleistet, sondern Chaos und Unruhe verbreitet. Es war gesprochen worden man will Schulungen anbieten zur Testung und wollte dafür Personal zur Testung zur Verfügung stellen. Leider nicht umgesetzt worden, wie vieles was angekündigt worden ist in der Corona-Dauerwelle. Die Lehrer sind zu wenig geimpft um dies leisten und ist auch nicht Ihre Aufgabe. Schutzkleidung nicht vorhanden, kennen wir schon von den Masken. Die Reihenolge und Abläufe sind nie eingehalten worden und langfristige Planung
    ist in der Corona-Dauerwelle von den DAMEN nicht umgesetzt worden. Alles immer kurzfristig und Hauptsache wir können sagen die Schulen sind geöffnet. Wir haben die Kinder und Jugend im Blick. Einen wachsamen Blick für Gesundheitsschutz ist den DAMEN ein Fremdwort. Alles sollen die Schulen anbieten und was hat die Schulpolitik uns angeboten. In der Daueschleife grobfahrlässige Handlungen denSchulen gegenüber und in der Corona Dauerwelle keinen Fahrplan erarbeitet. Die anderen dürfen machen und tun. Die Damen sitzen sicher in Ihrem Sessel und in der Schule brennt es. Es ist einem nur noch peinlich vor
    der heranwachsenden jugen Generation, dass die DAMEN in Ihrer Vorbildfunktion nichts
    tragendes für die Schulen geschaffen haben. Bei dem Chaos braucht keiner von verkürzten ferien sprechen. Die Schulleitungen und Lehrer sind am limit. Der Bogen ist bei allen überspannt die an der Schule sind.

  4. Ich finde die Tests gut, und ich habe sie auch schon mit meinen Schülern durchgeführt.
    Seit Monaten fordere ich hier mehr Schutz für Lehrer und Schüler und diese Tests bieten mir definitiv mehr Schutz.
    Während des Tests sitzen die Schüler doch momentan sowieso alle weit auseinander und die Fenster sind offen. Wenn ich an den Schülern vorbeigehe um das Ergebnis abzulesen, haben diese bereits lange wieder die Maske auf, und ich komme den Schülern genauso nahe, wie wenn ich schaue, was die so aufschreiben oder wenn ich ihnen bei Aufgaben helfe.

    Ich finde die Tests deshalb gut und kann die Zweifel nicht verstehen. Ich komme nicht mehr in Kontakt mit den Schülern als sonst auch, die ziehen sich doch sonst beim niesen auch die Maske runter.
    Ganz im Gegenteil wüsste ich, dass wenn die Schüler die Tests zu Hause machen würden und es würde einer positiv sein, dass es bei mir durchaus Eltern geben würde, die dies verheimlichen und ihre Kinder schicken würden.

    Deshalb vielen dank für die Tests, in jedem Bundesland wo diese gemacht werden, man fühlt sich dadurch etwas sicherer und hat nicht mehr so Angst vor seinen Mitmenschen. Bitte die Tests in Zukunft zweimal pro Woche anbieten… mindestens!

    • Übrigens führen Lehrer keine Abstriche durch und machen auch sonst nichts mit dem Test, außer austeilen, video zeigen, Uhr stellen und den Mülleimer hinstellen.

      Man kann sich hier also wirklich nicht beschweren, dass wir hier eine unzumutbare Aufgabe übernehmen würden, die Schüler führen den Test selbst durch, und wenn sie es nicht schaffen, dann halt vll. eine Woche später erneut.

      • Doch!

        Keine Schutzkleidung, wohin mit den Positiven? Wer beaufsichtigt die? Wer betreut die?

        Und wie immer – eine Aufgabe obendrauf.

        Abgesehen von den ganzen Sondermüll. Soll ich den mit nach Hause nehmen oder wie wird der entsorgt?

        • Wofür schutzkleidung, wenn man die tests nicht durchführt, das machen die Schüler selbst.
          In Testzentren wird die schutzkleidung benötigt, weil die Abstriche nicht selbst gemacht werden, und man deshalb damit rechnen muss, angehustet oder angeniest zu werden. Der m üll kommt in den Mülleimer und ist wohl weniger infektiös als nen vollgerotztes Taschentuch

      • Soeben eine Virologie in ZDF Spezial, die Virusmutanten sind erheblich aggressiver und befallen vor allem Kinder. Das sog. Kawasakisyndrom kommt immer häufiger vor. Da helfen doch auch keine Tests. Gesundheit muss doch vor Bildung stehen. Dieses auf Biegen und Brechen Schulen offen halten kostet Menschenleben, vielleicht jetzt auch Kinderleben. Wacht doch endlich mal auf.

      • @Heinz

        Wenn Sie sich da mal nicht übel täuschen:

        „Welche Arbeitsschutzmaßnahmen sind beim PoC-Antigen-Test nötig?

        Das Personal muss beim Durchführen des Testabstrichs persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen:

        mindestens FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken
        Handschuhe
        Schutzkittel und Schutzbrillen oder Visiere

        Die erforderlichen Schutzmaßnahmen sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen – eine Betriebsanweisung und ein Hygieneplan sind zu erstellen. Das durchführende Personal ist anhand der festgelegten Regeln vor Aufnahme der Tätigkeiten und danach regelmäßig fachkundig zu unterweisen. Die ABAS-Empfehlung zu „Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2″ ist zu beachten.
        Aktualisiert: 11.12.2020“
        https://www.bgw-online.de/SharedDocs/FAQs/DE/News/Corona-welche-AS-Massnahmen-beim-Testen.html

        • Sie sind aber immer noch kein Personal, das den Test durchführt, ich kann es nur immerwieder betonen, die Kinder machen den Test selbst, Sie geben nur Anweisungen, und das hat bei uns wunderbar funktioniert.

          • Warum sollte mein Kind einen Test in einem Raum mit anderen Kindern machen, die alle ihre Masken absetzen um sich zu testen? Warum sollte mein falsch positiv getestetes Kind mit richtig infizierten Kindern dann in einem Raum sitzend auf die Abholung warten?

        • Erstens: Das Personal führt die Testabstriche durch. Lehrer beaufsichtigen.
          Zweitens: Dabei trägt der Lehrer seine Maske
          Drittens: Ein paar Handschuhe kann sich der Lehrer wohl gerade noch leisten.
          Also vlt. einfach mal etwas die Schule im Dorf lassen…

          • An Beispielen wie Tom und Heinz sieht man, dass man mit Lehrern alles machen kann.
            Ich stelle mir gerade vor, wie ich meinen Mitarbeitern mitteile, dass sie zweimal wöchentlich das Werkspersonal in einem geschlossenen Raum bei der Testung beaufsichtigen. Die Reaktion können sich wohl alle vorstellen!
            Was ist mit euch Lehrern los??? Bis auf die hier vertretenen scheinen alle anderen ihr Rückgrat verloren zu haben.

          • Wenn du keine Ahnung hast, halt dich doch einfach raus. Oder belege mir konkret wo der Unterschied ist zwischen SuS, die zum Essen und Trinken „Kurz“ – d.h. ca. 5 min die Maske abnehmen und denen, die zum Testen für 30 s die Maske abnehmen. ICH habe keine Probleme, mich zu schützen und dabei gleichzeitig meine Arbeit zu machen. Das geht. Wenn man will. Ach so… Ich sehe das Problem…

  5. Bei NTV-Online 22.03.2021
    Coronavirus-Liveticker +++ 17:25 Pannen bei Schnelltests in Tübingen +++
    Bei der Abnahme von Corona-Schnelltests im Zuge des bundesweit vielbeachteten Modellprojekts „Öffnen mit Sicherheit“ in Tübingen ist es zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Von an rund 2000 Menschen durchgeführten Tests wurden 25 Menschen in die Isolation geschickt, obwohl sie möglicherweise gar nicht positiv waren. Dies teilte der Betreiber von zwei Schnelltestständen, die Kern Medical GmbH (KME), mit. KME hatte seine Schnelltests bei einer weitaus niedrigeren Temperatur getestet und ausgewertet als vorgeschrieben. Laut Hersteller müssen die Schnelltests bei Zimmertemperatur zwischen 15 Grad und 20 Grad durchgeführt und ausgewertet werden.

    IST JA TOLL!!!
    Fehlerhafte, POSITIVE Selbsttest-Ergebnisse wegen zu niedriger Temperaturen während der Auswertung!

    WAS SAGEN DIE KUMIs DAZU?
    … Wenn in dauergelüfteten Schulräumen oder bei Tests auf dem Schulhof die notwendigen Temperaturen zur zuverlässigen Auswertung der Seblbsttests von SuS NICHT GEGEBEN sind, ….

    Schickt Ihr dann ‚falsch‘-positiv getestete Prüflinge kurz vor der Klausur auch noch in Quarantäne, und VERWEHRT den PRÜFLINGEN das BESTEHEN DER ABSCHLUSSPRÜFUNG?

    NUR weil (hier könnte man auch MP: WEIL einsetzen) IHR es NICHT SCHAFFT, Luftfilter etc. zu organisieren und die Schulen pandemiefest zu machen?

    Für ein NICHT ERTEILTES ABITUR oder andere Abschlussprüfungen aufgrund von falsch-positiven Selbsttests und unbegründeter Quarantäne-Anordnung wird es dann wohl juristische Anfechtungen hageln ….
    Haftet der Hersteller der Selbsttests? – wohl nicht
    Wahrscheinlich ist hier eher das Bundesland juristisch in die Pflicht zunehmen!

    Haftet das Bundesland?

  6. Das Beste ist: ich setze dann die wirklich kranken Kinder mit den falsch positiven Kindern aus anderen Klassen in einen Raum. Da können die falsch-positiven sich dann schön anstecken, werden mit PCR freigetestet und kommen dann in die Ursprungsklassen zurück, wo sie nach der Inkubationszeit im Idealfall wieder positiv getestet werden und in den Raum mit gesunden (falsch positiven) Kindern aus anderen Klassen kommen .
    Im anderen Fall bleiben sie unerkannt und stecken die Mitschüler an.

    Allerdings wird es gar nicht so weit kommen, weil viele Kinder sich nicht freiwillig testen werden und irgendein Gericht feststellen wird, dass sie das auch nicht müssen. Dann fehlen nach einer Woche die Tests und alles ist wie davor.

    Und Omi, Opi, Mami oder Papi verbuchen wir als Kollateralschäden, falls sie auf der Intensivstation ersticken.

    Seufz

  7. Ich würde ja gerne mal wissen, wie viele Schulen überhaupt Testkits erhalten haben, um die Testungen durchführen zu können.
    Auch verstehe ich mal wieder nicht, warum es die Informationsschreiben auf Deutsch gibt, nicht aber für die vielen anderen Sprachen, die man bräuchte, um die Eltern anderer Herkunftssprache informieren zu können.
    Minister Tonne moniert, die Schulen würden nach Personal rufen, wo kein zusätzliches nötig sei, gleichzeitig wird erwartet, dass positiv getestete Kinder in einem Raum separiert und beaufsichtigt werden. Diese Vorgaben stammen vom Land, nicht von den Schulen.

    Nach Ostern bleiben die Schulen bei einer Inzidenz über 100 geschlossen, wenn man nach dem vorgeschlagenen Stufenplan ginge,
    aber bis dahin kommen ja noch einige Freitage, an denen man neue Entscheidungen verkünden kann, die eigene Beschlüsse überholen.

  8. Ich frage mich ernsthaft, wann endlich die Selbstimpfung für Schüler*innen kommt, dann ist endlich Ruhe.

    Neee, Yvonne nicht so tief stechen und nur bei dir. Bitte behalte die Spritze bei dir, damit nichts ins Auge geht.
    Grant, ach nee, jetzt kannst du sie nicht mehr benutzen, nachdem sie auf den Boden gefallen ist.

    Namen können auch hier gerne ausgetauscht und ersetzt werden.

    to be continued …

  9. Die Tests hat heute morgen die Polizei vorbei gebracht. Ich wusste gar nicht, dass die Verteilung eine hoheitliche Aufgabe ist. Sie sind sogar ausreichend viele.

    Aber: 300m entfernt ist das örtliche Testzentrum. Warum öffnet das nicht um 7Uhr nur für Schüler und Lehrer?

    • @KaGe

      „Warum öffnet das nicht um 7Uhr nur für Schüler und Lehrer?“

      Ganz klar:
      1) Es wäre sinnvoll.
      2) Es wäre buchstäblich naheliegend mit 300m Entfernung.
      3) Ist zu hoch für „Befehlshaber“.
      Für Mathematiker: 1) + 2) = 3)

  10. Doch!

    Keine Schutzkleidung, wohin mit den Positiven? Wer beaufsichtigt die? Wer betreut die?

    Und wie immer – eine Aufgabe obendrauf.

    Abgesehen von den ganzen Sondermüll. Soll ich den mit nach Hause nehmen oder wie wird der entsorgt?

    • @Riesenzwerg: den verbasteln die Kids dann in der Nachmittagsbetreuung zu schicker Osterdeko. Man kann nur noch ungläubig staunen, was sich die Herren und Damen KM für uns so alles einfallen lassen. So bald wie möglich wechsele ich zurück in die Wirtschaft, wo ich eigentlich hergekommen bin.

  11. Der größte Witz ist ja, dass nach einem positiven Test, der betroffene Schüler zwar nach Hause gesehen soll, aber alle anderen die restlichen sieben Stunden brav weiter im Unterricht sitzen.
    Dazu gehen die Schüler in die Pausen, treffen andere Schüler und der Lehrer geht zur nächsten Klasse und sitzt zuvor noch ruhig im Lehrerzimmer…
    Und alles mit dem Gedanken: War es nur ein falsch-positiver Test? Oder ist der Schüler tatsächlich positiv und alle müssen in Quarantäne? Und habe ich mich jetzt angesteckt und stecke jetzt in der Schule ganz in Ruhe viele weitere an? Wie sondere ich mich anschließend zu Hause ab?

    Völlig verrückt dieses Testkonzept!

    Ok ja, testen in der Schule kann Vorteile haben, sicherer sein. Dann aber, ist ein Test positiv, sofort ein zweiter Test vom anderen Hersteller hinterher. Wenn der auch positiv ist, kann der gesamte Unterrichtstag für alle Schüler der Klasse und dem Lehrer nur beendet sein!

    • Der größere Witz ist:
      Ohne Einwilligung werden die SuS gar nicht getestet und erhalten kein Testkit für zuhause. Meine Schule hat noch keine Lieferung erhalten.

      Jetzt sollen bei uns Masken auch an den Sitzplätzen getragen werden (GS) – natürlich „eskalieren“ die Eltern vollkommen.
      Warum sind die Schnelltests nicht verpflichtend?

      Es wird zwar „irgendwann“ ein Angebot gemacht, welches aber auf FREIWILLIGKEIT beruht und kaum angenommen wird.
      Was bringt es wenn von 24 SuS nur 8 sich testen und die anderen 16 nicht?
      Wo ist da der Sicherheitsfaktor?

      Ich versteh´ es irgendwie nicht.

      • @3nzym3

        Die Kultus-/Schulministerien können und werden sagen:
        1) WIR haben ein Angebot gemacht.
        2) WIR habe Schulen sicher gemacht.
        3) WIR sind nicht Schuld, an gar nichts.
        Soweit zum praktischen Sinn der Übung.

      • Die getesteten SuS und LuL sind der Kanarienvogel im Bergwerk. So bleibt den Ungetesteten viel Spielraum und es droht Ihnen keine unmittelbare Quarantäne. Gerade in Abschlussklassen kurz vor Prüfungen ein unbestreitbarer Vorteil.

        Egoisten, sonst nix.

    • Deshalb die Masken… Soll ja bekanntlich helfen…

      Dazu meine ganz nicht repräsentative, persönliche Erfahrung: Wir hatten schon ca. 10 mir bekannte positive Fälle an meiner Schule, aber noch NIE zwei positive in einer Klasse.

  12. Ich find´s so super: Frau Giffey möchte, dass wir Eltern unsere Kita-Kinder zuhause testen, bevor wir sie (wenn dann überhaupt) in den Kindergarten/die Kita schicken.

    Mach ich – sehr gerne sogar. Ich weiß dann, was bei uns zuhause für diesen Tag Sache ist – her mit den Testkits! Bitte gerne auch für täglich, damit das auch Sinn macht…

    Die Verantwortung für Tests in allen Facetten kann doch wirklich nicht bei den Erzieher:innen und Lehrer:innen liegen!!!

    ABER:
    1. Weiß ich, ob das alle Eltern zuverlässig machen? Verschwörungstheoretiker und Verharmloser testen halt einfach nichts und niemanden. Nützt also keinem was, „nur“ zu testen.

    und für das große Ganze:
    2. Warum darf ich mein Schulkind dann nicht auch selber und zuhause testen? BEVOR es zur Schule losläuft!

    AAAAARRRRGGGHHHH!

    • An der Privatschule geben wir allen SuS, von denen der Einverständniswisch vorliegt, die Testkits mit nach Hause.
      Alles andere ist Schwachsinn.

  13. 1. Jede Schule führt die Tests anders durch, liegt zum Teil an unterschiedlichen Bundesländern, ja auch benachbarte Schulämter setzen es anders um. ICH muss momentan helfen!!! Erstklässler bekommen den Abstrich gerade so alleine hin. Was sie NICHT können ist der ganze Rest, der nach dem Abstrich folgt. Natürlich kann man das allen 25 mühevoll beibringen. Aber was ist die Folge? Falsch negativ getestete Kinder!!!
    2. Ja, positiv getestete und falsch positiv getestete Kinder sondert man zwangsläufig in einem Raum ab. Scheiße, kann man nicht anders sagen. Drehen wir den Spaß wieder um. Was wäre, wenn wir gar nicht testen würden, wegen diesem und jenem? Alle sitzen in einem Raum, positiv und negativ! Noch beschissener!!!
    3. ein falsch positives Ergebnis ist ebenfalls blöd und bringt eine Menge Stress mit sich. Noch schlimmer: falsche negative Ergebnisse, weil die Kinder den Test nicht richtig durchgeführt haben!
    4. Eltern testen ihre Kinder daheim? Witzig. Die meisten Eltern würden ihre Kinder trotzdem schicken. Im Fernsehen kommt doch immer, dass Kinder nicht ansteckend seien

    Man merke: testen ist super, wenn richtig durchgeführt. Sorry, ich bin Lehrerin und kein medizinisches Fachpersonal! Stellt jeder Schule geschultes Personal bereit (kann man auch extra anlernen), die das professionell umsetzen und überwachen. Dann hat das ganze auch eine Chance!
    Und so Sprüche „ein paar Handschuhe könnt ihr euch doch noch leisten“ sind echt daneben! Was soll ich mir noch alles von meinem verdienten Geld kaufen, das ich für die Schule brauche???? Ich verdiene Geld für meinen Lebensunterhalt und nicht um meinen Beruf und den Schwachsinn vom KM zu finanzieren. Rechne dir mal hoch, wie viele Handschuhe ich bräuchte, wenn ich jedem Kind beim Test helfe und ich die Handschuhe nach jedem Kind wechseln sollte (Infektionsschutz und so). Mittlerweile bekomme ich nicht einmal mehr ein Maske gestellt, alle aufgebraucht, Nachschub gibts nicht, aber bitte alle FFP2 tragen – Danke dafür!Und das ist nur ein Beispiel aus aktuellem Anlass.

  14. Dass die Regierung in vielen Punkten der Coronapolitik komplett versagt, brauche ich nicht zu betonen.
    Trotzdem möchte ich hier mal zur Besonnenheit und Pragmatismus beim Thema Testungen in Schulen aufrufen:
    An dem Gymnasium in NRW, an dem ich tätig bin, haben wir vor den Osterferien einen Testlauf durchgeführt und dazu mehrere Testzentren in der Sporthalle und Aula eingerichtet. Die SuS testeten sich selbst und wurden dabei von uns Lehrern angeleitet. Insgesamt testeten sich 850 SuS. Ergebnis: ein positives Kind. Das entspricht ziemlich genau der Inzidenz in unserem Kreis.
    Alle KuK, die mit der Anleitung betreut waren, trugen Ffp2-Masken und Handschuhe.
    Welchem Risiko sollen wir uns nun ausgesetzt haben? Die Kinder zogen ihre Masken für wenige Sekunden ab. Dafür trugen wir KuK Ffp2-Masken, die bekanntlich auch bei der Behandlung von Covid-Patienten auf Intensivstationen getragen werden. Auch dort stecken sich nur wenige Pfleger/Ärztinnen an und dass, obwohl die Patienten extrem ansteckend sind und in den Krankenzimmer hohe Belastungen mit virushaltigen Aerosolen auftreten. Kein Vergleich zu Schulen!
    Was wäre denn die Alternative? Den zum Teil sehr unzuverlässigen Eltern die Aufgabe zu übertragen, mit dem Risiko potentiell coronapositive Kinder nicht zu identifizieren?
    Bitte reagiert doch nicht panisch. Nutzt eure Masken, achtet auf korrekte Anwendung der Masken (Dichtsitz etc.). Dann ist es extrem unwahrscheinlich sich mit Corona anzustecken.
    Ich für meinen Teil habe deshalb keine Befürchtungen. Coronapositive Menschen zu finden ist ein entscheidender Schritt um die Pandemie zu überwinden!

  15. Reagenzien
    • mAk Anti‐COVID‐19‐Antikörper
    • mAk Anti‐Huhn‐IgY
    • mAk Anti‐COVID‐19‐Antikörper‐Gold‐Konjugat
    • Aufgereinigtes Huhn‐IgY‐Gold‐Konjugat

    Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise
    Die Packung enthält Bestandteile, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 wie folgt klassifiziert sind:
    Warnung:
    H317
    H319
    H412 Prävention: P261
    P273
    P280 Reaktion: P333 + P313
    P337 + P313
    P362 + P364
    Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
    Verursacht schwere Augenreizung.
    Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.
    Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden.
    Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
    Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen.
    Bei Hautreizung oder ‐ausschlag: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
    Bei anhaltender Augenreizung: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
    Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen.

    Negative Ergebnisse schließen eine SARS‐CoV‐2‐Infektion nicht aus und sollten nicht als alleinige Grundlage für Behandlungs‐ oder Patientenmanagemententscheidungen, einschließlich Entscheidungen zur Infektionskontrolle, verwendet werden. Personen, die negativ getestet wurden und weiterhin COVID‐ähnliche Symptome aufweisen, sollten sich an Ihren Arzt/ Hausarzt wenden.

    1. Nachweisgrenze (LoD):
    Die SARS‐CoV‐2‐positive Probe wurde durch Versetzen eines mittels PCR bestätigten SARS‐CoV‐2‐negativen Nasenabstrichs mit inaktiviertem SARS‐CoV‐2 (2019‐nCOV),
    Stamm NCCP 43326/2020/Korea, gewonnen. Die LoD wurde durch Testen einer Ver‐ dünnungsreihe künstlicher positiver Proben als 9.25 x 101.2 TCID50/mL für direkte Nasenabstriche bestimmt.

    Auszug aus dem Beipackzettel
    https://assets.cwp.roche.com/f/94122/x/b01d9b8de3/sars-cov-2-ragt-nasal_1-0_qrg_ifu_09461752001-01_de_pst-special-permit.pdf

    Nun sollen die Eltern eine Einwilligung für die Durchführung eines Selbsttest geben, somit wird das Risiko und Verantwortung für Folgeschäden auf die Unterzeichnenden abgewälzt.

    Name/Klasse………mittels eines PoC-Antigen-Tests selbst testen darf.

    Die Testung erfolgt grundsätzlich freiwillig –das heißt, Ihr Kind wird selbstverständlich nicht zur Testung gezwungen. Sollte Ihr Kind jedoch an der Testung nicht teilnehmen und auch sonst kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können, wird es nicht am Unterricht teilnehmen dürfen und das Schulgelände verlassen müssen. Näheres zu den Folgen einer verweigerten Testung sowie zu den alternativen Möglichkeiten finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur unter……..

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