Prien will den Spielraum der neuen Notbremse für Schulen nicht nutzen

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KIEL. Die Pflicht zu Corona-Tests an Schleswig-Holsteins Schulen ist nach Ansicht von Bildungsministerin Karin Prien gut angelaufen und wird von den meisten akzeptiert. «Abiturprüfungen, Testpflicht und nach wie vor ein Alltag unter Corona-Bedingungen – auch nach den Osterferien sind die Herausforderungen für die Schulen enorm, aber sie haben auch diese wieder mit großer Umsicht und hoher Professionalität gemeistert», erklärte die CDU-Politikerin am Mittwoch. Den Spielraum, den die neue Notbremse des Bundes für den Schulbetrieb bietet, will sie nicht ausreizen. 

„Nur vereinzelt Test-Verweigerer“: Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) zeigt sich zufrieden. Foto: Frank Peter / Landesregierung

Seit Montag dürfen die Schulen im Norden nur noch mit einem negativen Corona-Test betreten werden, der nicht älter als drei Tage sein darf. Pro Woche sind zwei Tests pro Person vorgesehen.

Eine erste Abfrage bei den 15 Schulämtern habe ergeben, dass zwischen 85 und 95 Prozent der Schüler an den Testungen teilgenommen haben. «Der Anteil derer, die von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben, sich selbst zuhause zu testen, war gering. Test-Verweigerer sind nur vereinzelt aufgetreten», sagte Prien. Eine große Herausforderung sei jedoch die Beschaffung von wöchentlich rund 840.000 Tests und deren Verteilung auf 950 Schulstandorte.

Ausgenommen von der Testpflicht seien an Prüfungstagen die Prüflinge. Am Dienstag seien dies Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zentralen Abiturprüfungen im Fach Deutsch gewesen. Von 5928 Prüflingen seien nur 41 nicht erschienen. «Das entspricht 0,69 Prozent», sagte Prien. Das zeige erneut, dass die Prüflinge von der in diesem Jahr eingeräumten Möglichkeit, von vornherein auf Nachschreibtermine auszuweichen, so gut wie keinen Gebrauch machten.

Mit Blick auf das anstehende Bundesinfektionsschutzgesetz – und den darin vorgesehenen Grenzwert von 165 für Präsenzunterricht – sagte Prien, dass es im Norden bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 beim Distanzunterricht und bei einer Notbetreuung bleibe. Prüfungen fänden jedoch in allen Kreisen und kreisfreien Städten in Präsenz unter Hygienebedingungen statt. dpa

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4 KOMMENTARE

  1. Danke, Frau Prien! Es ist die einzige vernünftige Entscheidung, bei diesem Irrsinn der Grenzhochsetzung nicht mitzuspielen.

  2. Kann das mal jemand an Gebauer , Laschet , Laumann und Stamp weitergeben ? Die möchten ja heilig gesprochen werden , weil sie so gnädig sind , einzelne Kommunen bei 200 in den Distanzunterricht zu schicken …

  3. Super.Her Tonne hier bei uns hat schon bekannt gegeben,dass ab jetzt statt bei 100 erst bei 165 geschlossen wird.War mir so klar.

  4. Ich überlege Willich ernsthaft, ob ich das Thema Kindergarten und Schule für dieses Jahr beende.
    Bei 165 ist das sich ein ständiges auf und zu.

    Ich persönlich würde hier sagen, dass man sich um die Notbetreuung kümmert und um die Kinder, die anders den Anschluss verpassen würden und für den Rest ist Schluss mit Präsenz für dieses Jahr.
    Ich bin wirklich für offene Kitas und Schulen.
    Gerne mit Luftfilteranlagen und dann bitte ohne Testerei und Maske. Aber so ist das sich wieder rein Krampf.
    Und die Wirtschaft darf weiter machen was sie will.
    Arbeitgeber müssen homeoffice anbieten, aber der Arbeitnehmer muss nicht annehmen. Viele Arbeitgeber werden darauf ihren AN hinweisen und durch die Hintertür zur Anwesenheit zwingen!

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