Bundestag winkt Notbremse für Kitas und Schulen durch. Inzidenzen für Schüler steigen auf Rekordhoch – 15- bis 19-Jährige nun bei 271!

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BERLIN. Der Bundestag hat am heutigen Mittwoch über das neue Infektionsschutzgesetz abgestimmt (342 Abgeordnete stimmten dafür, 250 dagegen, es gab 64 Enthaltungen), der Bundesrat ist am morgigen Donnerstag an der Reihe. Wenn die Länder keine Einwände erheben, könnten die Regelungen – und damit auch die Notbremse für Kitas und Schulen – bereits am Samstag greifen. Das scheint nötig: Die Inzidenzwerte für Kita-Kinder und Schüler sind auf ein Rekordniveau geklettert. Bayern kritisiert die beschlossene Grenze für Präsenzunterricht von 165 deshalb als zu hoch angesetzt.

Der Bundestag hat heute entschieden – morgen ist der Bundesrat dran. Foto: Shutterstock

Wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnet hat und es offiziell verkündet ist, werden erstmals bundesweit verbindliche Regeln für strengere Maßnahmen gegen das Coronavirus festgelegt. Die Notbremse mit Ausgangsbeschränkungen und strengeren Bestimmungen für Geschäfte soll greifen, wenn in einem Landkreis oder einer Stadt die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an drei Tagen hintereinander über 100 liegt. Ab dem Wert von 165 sollen Schulen wieder schließen – dann ist Fernunterricht angesagt.

Die Länder, die in Deutschland für die Schulen selbst zuständig sind, haben dies bisher nach eigenem Gusto geregelt. Die Folge: Während manche Bundesländer wie Bayern ihre Schulen bereits ab einem Inzidenzwert von 100 in den Distanzunterricht schicken (und Kitas in die Notbetreuung), halten Sachsen und Sachsen-Anhalt ihren Kita- und Schulbetrieb unabhängig von allen Inzidenzwerten aufrecht. Mit Letzterem dürfte bald Schluss sein.

«Es ist ja nicht so, dass das ohne Mitsprache der Bundesländer erfolgt», sagt die KMK-Präsidentin

Aus gutem Grund. Wie das Robert-Koch-Institut aktuell meldet, stecken sich immer mehr Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus an. Wie der gestern Abend erschienene Lagebericht ausweist, ist die Inzidenz bei den Kita-Kindern – nach einem Absinken in zeitlichem Zusammenhang zu den Osterferien – wieder auf einen Wert von 127 gestiegen. Bei den Schülern zeigt sich die Entwicklung noch drastischer. Grundschüler (Fünf- bis Neunjährige) liegen bei einem Inzidenzwert von 185, Zehn- bis 14-Jährige bei 205 und Jugendliche (15 bis 19) bei 271, das sind allesamt Rekordwerte. Zum Vergleich: Der Bevölkerungsdurchschnitt liegt bei 168.

Entsprechend heißt es im Lagebericht: „Die COVID-19-Fallzahlen stiegen in den letzten Wochen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch in jüngeren Altersgruppen.“  Beim Großteil der Fälle sei der Infektionsort nicht bekannt. „COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen momentan insbesondere private Haushalte, zunehmend auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen hat.“

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), hält die bundesweit einheitlichen Regeln zur Schulschließung bei hohen Corona-Infektionszahlen für angemessen. «Wir sind in einer dritten Welle, die uns große Sorgen macht. Jetzt wird ein Bundesgesetz genutzt, um zu einer einheitlichen Regelung zu kommen», sagte die Brandenburger Bildungsministerin. «Es ist ja nicht so, dass das ohne Mitsprache der Bundesländer erfolgt. Der Bundesrat tagt und beschließt dazu auch am Donnerstag. Ich denke, dass wir damit angemessen auf die dritte Welle reagieren.» Warum die Kultusminister in mehr als einem Jahr Pandemie nicht in der Lage waren, sich auf einen Stufenplan zu einigen – weshalb der Bund nun eingreifen musste –, darauf ging sie nicht ein.

«Warum der Bund die Inzidenzgrenze für Distanzunterricht ausgerechnet bei 165 haben will, erschließt sich mir nicht»

Tatsächlich sind längst nicht alle zufrieden mit dem Bundestagsbeschluss für Kitas und Schulen. Aus Bayern kommt Widerspruch. «Ich halte die im Bundesgesetz für die Schulen vorgesehenen Maßnahmen für nicht zu Ende gedacht», betonte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). «Wir in Bayern setzen höhere Standards beim Infektionsschutz als der Bund – wir haben Maskenpflicht, Testpflicht und vieles mehr.» Zwar sei mehr Präsenzunterricht wichtiger denn je, doch biete die aktuelle Lage keinen Raum für weitere Schulöffnungen (wie sie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erst vergangene Woche durchgesetzt haben). An den Schulen in Bayern gälten daher die bisherigen Regelungen vorerst weiter, so Piazolo.

Heißt: Die Schülerinnen und Schüler im Freistaat sollen wie bisher im Regelfall bei einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht wechseln – und nicht erst, wie in der Corona-Notbremse vorgesehen, bei einem Wert von 165. «Warum der Bund die Inzidenzgrenze für Distanzunterricht ausgerechnet bei 165 haben will, erschließt sich mir nicht», sagte Piazolo. Als Begründung für die strengeren Regeln im Freistaat verwies die Landesregierung auf die hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte am Dienstag betont, dass die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffene Altersgruppe in Bayern seien. Die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in dieser Altersgruppe liege bei mehr als 320, bei den 10- bis 14-Jährigen noch immer bei gut 240. Insgesamt liegt der Durchschnitt in Bayern derzeit bei 185. Alles in allem also: Nicht viel höher als der Bundesdurchschnitt. News4teachers / mit Material der dpa

Wegen geplanter Notbremse für Schulen: Kinderarzt-Verbandschef ätzt gegen die Bundesregierung – Mediziner sind entsetzt

 

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71 KOMMENTARE

  1. Hurra, hurra, die Schule brennt!!! Hat man den Ländern damit jetzt eigentlich auch den Riegel vorgdschoben, bereits UNTER 165 zu schließen???? Was für ein Land…mit Dschingerassabumm und gegenseitigem Schulterklopfen und Krönchenpolieren in die nächste Stufe der Katastrophe. Wenn das unter STUFENPLAN zu verstehen war, dann sieht man ja jetzt klarer.

  2. „die 15- bis 19-Jährigen inzwischen die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffen…“

    Da nicht nach Altersgruppen unterschieden wird interessiert die Inzidenz der Abschlussklassenschüler daher einfach (noch) nicht.
    Abschlussklassen sind von der Regelung „Distanzunterricht“ doch explizit weiter ausgenommen worden. Bleibt mir nur noch ***VORBEUGENDER RECHTSSCHUTZ*** gegen die neuen Infektionsschutzregelungen an Schulen geltend machen.

  3. Ich bin erst einmal sehr froh. Das bedeutet für unsere Schule auf jeden Fall, dass wir nächste Woche wieder in den Distanzunterricht wechseln. Endlich!

  4. Über ein Jahr für ein Gesetz, das wir schon im Frühjahr 2020 gebraucht hätten. Bei mir reicht es noch nicht mal zum Klatschen ob dieses Tempos der Legislative.
    Schulschliessung ab Inzidenz 165 (Abschlußklassen wohl ausgenommen) ? Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass das Virus länger am Wüten gelassen werden soll ?

  5. Das kann ich verstehen. Trotzdem scheint es fast wie ein fieser Trick: 200 ist fürchterlich, 165 werden angeboten und man ist erleichtert, dass es weniger ist. Wie beim SSV. Wie zur Beschwichtigung zwischen lautstarken Öffnungswilligen und erschöpften Öffnungsgegnern…

    • Bei den Geschäften hat man versucht den Offnungswilligen entgegen zu kommen….also weit über die ursprünglich angedachten 100 als Schallgrenze hinaus zu gehen….alle so: Jöööö!!
      Dann haben die KM gesagt „Hey, aber die Schulen als allerletztes, denn die sind das Allerletzte!“ ….. und dann hat man sich auf die 150 plus 10% geeinigt….und alle so „Jööööööö!“ ….ich weiß nicht, warum mir hier das Bild von einem orientalischen Basar einfällt, wo der Verkäufer erst mal einen astronomisch überteuerten Preis nennt und der Käufer dann nach einigen Geschacher zufrieden zuschlägt, obwohl der plagiierte Schrott, den er da erwerben möchte immer noch das Doppelte von dem kostet, was man auf chinesischen Billigseiten im Netz dafür bezahlen würde. Ist das noch Psychologie, ist das noch freie Marktwirtschaft oder ist das bereits maximal schmerzende Blödheit?

  6. Kretschmann in BW ist absolut unglaubwürdig. Erst zusammen mit Söder auf die dramatische Situation aufmerksam machen und andere Bundesländer dazu anregen mehr zu machen und dann seit Montag bis Inzidenz 200 in BW die Schüler in Schule schicken!!! Er sollte sich Beispiel an MV (komplett Distanzunterricht), Schleswig Holstein (über 100 Distanzunterricht) etc. nehmen! Und nicht andersrum einfordern!

  7. Dieses Gesetz ist eine schallende Ohrfeige für alle Länderregierungen, die ohne dieses Gesetz jede Maßnahme, die sinnvoll wäre schon längst hätten veranlassen können.
    Warum wird dieses Gesetz von den PolitikerInnen bejubelt???
    Ich finde es erschreckend, wie schnell per Gesetz Grundrechte in Frage gestellt werden können. Welches Ereignis ist das nächste? Die nächste Grippewelle, der nächste terroristische Anschlag – wenn es so leicht ist die Grundrecht zu beschneiden macht mir das Angst.
    Wie gesagt, alle notwendigen Maßnahmen hätten schon längst von den Länderregierungen veranlasst werden können.

    • Auch die Inzidenz von 100 als alles entscheidenden Wert herzunehmen ist ein Irrsinn. Was, wenn ein Landrat entscheidet, nicht mehr zu testen – dann ist die Inzidenz gleich bei 0.

      • Weil die Umfragewerte der Politiker gesunken sind. Glauben Sie mit einer solchen Notbremse wird es besser? Sicher nicht.

    • Sie schreiben es genau richtig – hätten. Da die Länder es aber nicht gebacken bekommen haben, musste der Bund ran.

        • Arbeitgeber sind verpflichtet, jetzt sogar zu 2 Tests pro Woche. Mich ärgert aber auch, dass Arbeitnehmer das Angebot nicht annehmen müssen. Den Lehrern und Schüler kann man es doch auch vorschreiben.

    • Sorry GriasDi, wenn die Länder sich verantwortungsvoll an sinnvolle Grenzen, Vorgaben oder Vorschläge der Experten gehalten und diese umgesetzt hätten, dann wäre dieses Gesetz gar nicht nötig gewesen.
      Es ist, wie bei so vielen Gesetzen: Erst die Tatsache, dass Menschen sich nicht an sinnvolle Regelungen und Absprachen halten (mit Tempo 120 durch die Innenstadt rasen und dabei ein paar Rentner und Kinder von der Platte putzen) führen zur gesetzlichen Festlegung von Grenzen. ( Tempo 50 / 30 oder sogar Schrittgeschwindigkeit) ….und dann kommen die Deppen aus den Löchern und fordern lautstark, dass diese Regeln aufgehoben, abgelöst, geändert werden müssen, weil „ihre individuellen Freiheiten“ so furchtbar beschränkt werden. Das Prinzip, dass soziales Miteinander nur nach verlässlichen Regeln, die für alle gelten funktionieren kann, haben die immer noch nicht verstanden – wir hätten viel weniger gesetzliche Regelungen, wenn wir Menschen verantwortungsvoller und rücksicksichtsvoller wären…aber das ist leider Vielen nicht vermittelbar.

      • Wird durch dieses Gesetz etwas besser? Ich bezweifle es sehr, da für die Umsetzung und die Kontrolle wieder die Länder verantwortlich sind.

        • Nun ja, natürlich werden die wieder versuchen durch die bekannten Taschenspielertricks ihre Ziele er erreichen…aber man muss doch zumindest versuchen, die offenkundigen Schlupflöcher in gesetzlichen Regelungen dicht zu machen – ansonsten könnten wir auch sagen, wir verzichten auf konkret anwendbare Steuergesetze, weil die großen Unternehmen und Reichen erfahrungsgemäß sowieso daran vorbei bescheißen werden.
          Es als co-evolutionären Prozess zu begreifen wäre eine zu freundliche – wenn auch passende Herangehensweise … man könnte auch vom Versuch eines „Wettrüstens“ sprechen…wo eine Seite die andere versucht, mit besonders perfiden Tricks zu linken. So kommt es mir z.Z. seitens der Bundesländer und ihrer Vertreter vor (MPs, KMs, FamilienM usw.).
          Die lesen / hören von geplanten Maßnahmen seitens der Bundesregierung (oder den Experten) und fangen sofort an, darüber zu sinnieren, wie sie diesen Vorgaben entgehen können…das ist doch genau das, was z.B. Laschet seit einem Jahr tut – und wohin uns das führt, das sehen wir gerade!

  8. Ich kann es irgendwie noch nicht ganz glauben. Gilt das jetzt auch wirklich für Kitas? In NRW wurde seit der 2. Welle keine Notbetreuung angeboten, sondern nur der nette Appell an die Eltern die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Irgendwie glaube ich nicht ganz, dass sich daran was ändern wird. Ich bin Misstrauisch..ich sehe schon der sympathische Herr Stamp wird schon Wege finden um möglichst wieder alle Kinder in der Kita trotz Notbetreuung willkommen zu heißen.

    • Es gab ein Schreiben an Eltern, die in ein Formular eintrage sollen, wann sie nicht in der Lage sind die Kinder zu betreuen.
      Heute erfahren.

  9. 165 und das auch nur nach den RKI-Zahlen. Laut Sozialministerium ist unser Landkreis seit Wochen über 200, RKI heute 163. So kann man dann durch Meldetricks die Schulen auch offen halten.
    Mit diesem Wert sind Schüler und Eltern (und Lehrkräfte, soweit noch ungeimpft) endgültig zur Durchseuchung freigegeben.

    • Man muss ja nur das Testen einstellen – if you test, you have a case, wie Donald T. so schön sagte. Damit ist das ganze „schöne“ Gesetz für den A…

    • Sieht man auch in NRW. Kaum war 165 statt 200 im Gespräch, gab es Probleme im landesweiten Meldenetz. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

  10. Wenn man das im Juni 2020 (!) mit 35 als Grenze beschlossen hätte, würden mehrere Zehntausend Menschen noch leben, der wirtschaftliche Schaden wäre geringer und… Trommelwirbel… die SuS hätten MEHR Unterricht gehabt!

    Das ist kein „Hinterher ist jeder schlauer“, denn genau das wurde hier auch schon damals gesagt, als die ersten Öffnungsorgien losgingen. Damals wurde auch das dämliche „Kohortenprinzip“ erdacht und weitere Irrungen.

    • Wurde nicht nur gesagt, sondern den zuständigen Stellen auf Länderebene auch immer wieder schriftlich ans Herz gelegt, vor genau dieser Entwicklung gewarnt etc.

      Aber die Damen und Herren wissen es ja grundsätzlich besser, selbst wenn es Tote gibt.
      Wo käme man denn hin, wenn die doofen Lehrer mehr Durchblick hätten als das Ministerium…
      Was man nicht sehen will, sieht man eben auch nicht!!!

      • @ Jan aus H 21. April 2021 um 19:10
        @ kanndochnichtwahrsein 21. April 2021 um 19:54

        Und wenn hier jetzt jemand aus irgendeinem Ministerium mitliest (wahrscheinlich nur ein vielversprechend-kompetenter Praktikant) flitzt da sofort der alles entscheidende Gedanke wie ein Kugelblitz durch den Kopf … also dort entlang, wo keine organischen Hindernisse die Laufbahn der Gedanken blockiert …:
        „Ruhe da UNTEN!“
        😉

        • Oder es flitzt durch: „Wenn ich die da unten kriege…“ (gemeint: „Wie kriege ich die dran… die wagen, sowas zu sagen/zu schreiben, wo wir doch beschlosen haben, die Schulen seien sicher…“)

          Wir Lehrer sind viel zu brav. Immer noch. Wir halten Dienstwege ein.
          Wir gehen brav jeden Tag hin. Wir halten brav unseren Kopf hin und den unserer Angehörigen gleich mit. Wir beruhigen die Kids und ihre Eltern.

          Man kann das auch anders ausdrücken:
          Wir handeln die ganze Zeit gegen unsere Überzeugung!
          Wir handeln wider besseres Wissen, weil wir uns nicht trauen, Ungehorsam zu zeigen und durchzuziehen!

          Wie glaubwürdig können wir da noch für unsere Schüler sein?
          Ein Seiltanz zwischen Ehrlichkeit, die eigenen Meinung zu sagen und Teilnahme an der allgemeinen Verschleierung, die nicht öffentlich werden lassen darf, wie die Lage eigentlich ist und was eigentlich getan werden müsste.

          Wir stehen wir selbst morgens vor dem Spiegel?
          Die Kehrseite: Können wir den Spiegel und die vier Wände dahinter noch bezahlen, wenn wir offen sagen, was nicht richtig läuft?
          Offen – also für die Öffentlichkeit, nicht auf dem Dienstweg, der wie ein Fluss in der Sahara im Nirwana oder wie früher eine Berliner Straße vor einer Betonmauer endet…

          Mit den Gewissensbissen, vielleicht doch nicht klar genug gesagt zu haben was schief läuft und mit dem schlechten Gewissen, sicher nicht genug getan zu haben, um das zu verhindern, lässt man uns dann am Ende allein.

          • @kanndochnichtwahrsein

            Genau diese Problematik birgt langfristig ein hohes Risiko für die psychische Gesundheit, bei SuS, die eben genau diese Widersprüchlichkeit längst bemerkt haben – und ebenso bei LuL.

            „Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.“
            Man ersetze:
            – Krug / Lehrer (Bei Lebewesen – und Lehrer sollen ja angeblich auch welche sein – hat das Wort „bricht“ zwei Bedeutungsebenen.)
            – Brunnen / Schule.

  11. Ein Inzidenzwert von 165 ist immer noch zu hoch und bringt keine Verbesserung für alle die am Schulleben beteiligt sind. Herr Lauterbach:“ Es kann doch nicht unser Wille sein Schüler und Eltern in Lebensgefahr zu bringen oder mit Langzeitfolgen leben zu müssen“. Wir haben die
    Alten geschützt und den gleichen Schutz haben Kinder und Jugendliche und deren Elternhäuser
    genauso wie die alte Generation verdient. Mahnungen von Virologen, RKI und Intensivmediziner werden weiterhin nicht Ernst genommen und nicht umgesetzt. Was ist ein Menschen leben noch Wert? Kretschmann und Eisenmann sind abgetaucht und handeln erneut nicht zum Schutz der Gesundheit an Schulen. Das Schuljahr ist gelaufen und durch den hohen Inzidenzwert von 165 gibt es weiterhin das auf und zu Spiel auf Kosten der Schülergeneration. Die Stimmung an den Schulen wird immer schlechter weil Lehrer am Limit sind und Schüler schon in der ersten Woche viele Leistungsnachweise erfagt worden sind und der Leistungsdruck nach so langer Zeit sehr hoch war. Die KM rechtfertigen die Öffnung mit Bildung und haben den Gesundheitschutz der Schüler und Lehrer nicht im Blick. Keine Luffilter keine Schulung für Lehrer zur Testung und keine Schutzkleidung und Schule wird weiterhin als sicherer Ort für Bildung verkauft. Keiner fühlt sich an der Schule sicher und die Eltern werden in Lebensgefahr gebracht obwohl die Gefahr ausgesprochen worden ist. Die Risiken werden ohne schlechtes Gewissen von der Politik und KM vertreten. Herr Ralf Scholl vom PhV-BW hat ein Corona Aufholjahr G9 gefordert ab September 2021 um den Kindern und Jugendlichen und allen sozialen Schichten eine angemessene Aufarbeitung zu ermöglichen. Kretschi und Eisi lassen nicht mit sich reden und ermöglichen keinen Austausch obwohl, das tragende Konzept von vielen Eltern gewünscht und gefordert wird. Eisi und Kretschi schenken dem G9 Konzept keine Aufmerksamkeit und sehen keine Notwendigkeit die Bedürfnisse der Eltern Gehör zu schenken. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe gibt es nicht und ist nicht gewünscht. Nach so einer schweren Lebenskrise die es noch nie für unsere junge Generation gegeben hat sollte man mehr Respekt entgegen bringen. Denn die Familien haben in den letzten Monaten viel geleistet und beigetragen der Pandemie Herr zu werden. Was tragen die KM und die Schulpolitik für die Familien und die heranwachsende Generation bei? Die Familien müssen sich nach der schweren Krise neu aufstellen und zusamenfinden und ebenfalss die Schulleitungen, Lehrer und Schüler, was Zeit braucht und bei G8 nicht zu leisten ist. Diese außergewöhnliche Lebensphase hat tiefe Spuren hinterlassen und uns alle sehr verändert.

    • Mit den geöffneten Schulen bringt man jetzt auch genau die Gruppe von Menschen in Gefahr, die aktuell die Intensivstationen auffüllen. Das sind die +- 40-50 Jährigen. Die Älteren unter den nicht Geimpften, also Eltern mit Kindern.

  12. Uns blieb hier gerade der Mund offen stehen bei folgender TV-Meldung aus unserer „Lokalzeit Köln“: Die Stadt Wesseling hat seit mehreren Tagen Inzidenzwerte zwischen 270 und heute aktuell 233. Anfrage der Schulleiter zum Schließen der Schulen in dieser Stadt wurde heute vom Land NRW abgelehnt. U.a. mit der Aussage „Schulen seien keine Pandemietreiber“. Muss man das verstehen? Also ist davon auszugehen, dass die vom Bund beschlossene Notbremse bei einem Wert ab 165 nur auf dem Papier steht. Hier herrscht Fassungslosigkeit!

    • Die Notbremse tritt ja erst noch in Kraft, also kann man bis dahin noch ordentlich durchseuchen, man darf ja!

      Das ist genauso wie jene Zeitgenossen, die damals bei Einführung der Maskenpflicht am Vortrag noch ganz schnell in die Läden gerannt sind, weil es ja noch ohne Maske geht.

      • @Jan aus H

        Irgendwie fühle ich mich immer mehr an einen Film erinnert:

        „Der Untergang ist ein deutschsprachiger Kriegsfilm von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahr 2004. Der Film thematisiert vor allem die Geschehnisse im Berliner Führerbunker während der Schlacht um Berlin in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in Europa und erhielt 2005 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Untergang
        🙁

  13. Grundsätzlich kann man doch nur noch an der Gesinnung der Entscheider zweifeln!

    Es ist so viel Zeit vergangen seit dem Oster-Lockdown, der dann doch keiner wurde.
    Die Länder haben derweil selbst nichts oder fast nichts getan.
    Einige haben sogar absolut kontraproduktiv gehandelt (Schullöffnungen bei weit über 100).
    Die Länder bestehen auf ihren Rechten, die Pandemiebekämpfung selbst zu regeln?
    Sie hätten dann aber auch die verdammte PFLICHT, das zu TUN!!!
    Warum tun sie nichts?
    Warum rasen sie mit 200 auf den Abgrund zu und warten, ob irgendjemand für sie den Karren anhält?

    Wo ist der ethische Leitsatz, wenn man nicht Vorsicht und Voraussicht walten lässt, sondern es auf die finale Auslastung/Überlastung der Krankenhäuser, das Ausbrennen des Personals (auch in den Schulen), das Zugrundegehen von Firmen durch Dauer-Lockdown, vor allem aber auf Tote und Langzeitkranke ankommen lässt.

    Ich persönlich nehme es jedem einzelnen Landeschef übel, dass er/sie nicht wenigstens für sein eigenes Land eine Reduktion der Zahlen so schnell und konsequent wie irgend möglich betreibt!
    Keiner braucht mit dem Finger auf die Nachbarn oder den Bund zu zeigen, der nicht selbst in der Lage ist, so lange und so konsequent alles runterzufahren, bis Öffnen mit Strategie (die den Namen verdient und nicht Wahlgeschenk ist) möglich und verantwortbar ist.
    Jeder weiß – oder könnte wissen, wenn er es wahrhaben wollte – dass Herauszögern und Halbherzigkeiten alles nur noch schlimmer macht.

    Die bundesweiten Notfall-Regelungen sind – leider – absolut notwendig (wenn auch leider aus meiner Sicht nicht ausreichend), weil die Länder es nicht in den Griff bekommen, das Geschehen zu stoppen.

  14. Liebes news4teachers- Team, wisst ihr, ob die Inzidenz auf Landkreisebene relevant ist? Meine Chefin meint jetzt schon, die Zahlen in der Verbandsgemeinde seien ja niedriger. In unserem Landkreis sind sie oberhalb der Grenze.

  15. Jetzt ist mir vom SWR ein Bericht in die Hände gefallen – ich zitiere:

    „Bei den Schulen gilt ein neuer Inzidenzwert, ab wann sie geschlossen werden. Das ist der Fall, wenn die Inzident den Wert 165 übersteigt.“

    Soweit so gut. Aber was kommt jetzt? Siehe:

    „Darunter bleibt Präsenzunterricht möglich, wenn sich die Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche auf Corona testen lassen.“

    Soll das jetzt bedeuten, dass ab einer Inzidenz von 165 die Schulen eigentlich in den Distanzunterricht gehen müssen, sofern sie nicht zweimal pro Woche testen können?
    Ich bin verwirrt.

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/bundesinfektionsschutzgesetz-was-gilt-in-baden-wuerttemberg-100.html

    • Nein… der Clou liegt in dem Wort „darunter“. Ich interpretiere das so, dass zwischen 100 und 165 Präsenz gemacht werden kann, wenn zweimal pro Woche getestet wird.

      Gefährlich daran finde ich die Implikation, dass man unter 100 dann machen kann, was man will. Sprich, wenn es irgendwann mal unter 100 geht, dann ist man ganz schnell wieder drüber.

      Das ist alles nicht durchdacht, aber es wird noch Wochen oder Monate dauern und weitere Tausende Tote kosten, bis der letzte verstanden hat, dass NoCovid/ZeroCovid die beste Lösung für alle ist. Weniger Tote, weniger Langzeitkranke, weniger wirtschaftlicher Schaden, weniger Unterrichtsausfall. Kurzfristig gibt es natürlich mehr Unterrichtsausfall, aber insgesamt weniger, wie es die Länder beweisen, die das oder ähnliches getan haben.

      • Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Schulen wieder auf Wechselunterricht gehen sollen, wenn die Zahl 165 für 3 Tage unterschritten wird…lieber Jan, dein Lieblingsthema am Beispiel der Regeltechnik – das von den Entscheidern immer noch nicht verstanden wurde…heißt also…auf zu auf zu auf zu etc.
        Habe heute mit meinen SuS in unseren gemeinsamen Videokonferenzen nachgefragt, wie es ihnen z.Z. geht, was ihnen am meisten zu schaffen macht und v.a. was am meisten nervt.
        Antworten dazu waren in stark überwiegender Übereinstimmung folgende:
        – eigentlich geht uns uns ganz gut – wir sind gesund und sehen uns ja zumindest über die VKs – ganz oft spielen wir online-Spiele am Nachmittag oder verabreden uns zu Videochats.
        – am meisten zu schaffen macht uns das ewige hin und her, sodass man gar nicht weiß, wie es eigentlich weitergehen soll…wir können uns gar nicht richtig auf LaD (Lernen auf Distanz) einlassen, weil wir nie wissen, wie lange die Ansage noch gilt. Wir haben das Gefühl nur noch Verschiebemasse zu sein – so langsam haben wir keinen Bock mehr und können uns nicht mehr so gut motivieren.
        – am meisten nervt es, dass es keine Perspektive gibt, auf die man sich freuen kann…wir haben z.T. Angst davor krank zu werden oder Corona mit nach Hause zu schleppen…wir dürfen unsere Freunde am Nachmittag nicht direkt treffen – ständig kriegen wir gesagt, was wir zu tun haben – man fühlt sich wie ein Ding, das man hin- und herschieben kann, ohne dass es sich wehrt…

        Die SuS sind mittlerweile durch…ja – das ist sicherlich so… – Ploitik hat das immer noch nicht verstanden…die notwendigen Maßnahmen werden immer noch verweigert…statt dessen beschreitet man einen Holzweg nach dem nächsten – wundert sich, dass der nicht ans Ziel führt – dass er zunehmend verwirrt und man das Gefühl bekommt, sich fürchterlich verlaufen zu haben…man kennt einen Weg, der sicherer und zielführender wäre aber den meiden die KMs wie der Teufel das Weihwasser.
        Wegweiser sind genug und gut sichtbar aufgestellt worden – es ist zum verzweifeln.
        Wie viele grenzwertige Diskussionen um Belastungen, Ängste, Lobbyisten, Wirtschaftsinteressen, Zukunftsperspektiven, Wut, Verzweiflung und Politikverdrossenheit könnte man sich sparen, wenn endlich mal auf das ortskundige Navi gehört würde und der Karren auf eine zielführende Route gebracht würde. Seit fast einem Jahr haben wir ne ganz brauchbare Karte im Gepäck … aber diejenigen, die den Weg vorgeben, verweigern beharrlich die Kenntnisnahme.

        • @Andre Hog

          Deine „Wege“-Metaphern haben mich an etwas erinnert, was ich vor langer Zeit mal live und in Farbe betrachten durfte und in der damaligen Version war es irgendwie witziger:

          Zwei Betrunkene am Wochenende in der Stadt:
          – beide „stramm wie 1000 Eulen“, also randvoll-hackedicht,
          – einer dreht sich mit einer Hand festhaltend im Irrsinnstempo um ein Verkehrsschild und lallt „Ich komm‘ hier nicht raus, ich komm‘ hier nicht raus, ich …“
          – der Nächste eiert mit wachsender Begeisterung um die eigene Achse – es war halt nur ein Verkehrsschild da.

          Beide hatten einen apokalyptischen Lachflash.
          Beide haben niemandem ernsthaft geschadet, wohl nicht mal sich selbst – an dieser Stelle passt die Metapher leider nicht mehr so ganz.

          Sonst stimmt das Bild.

          • Ja, so ein Erlebnis hatte ich auch mal…beobachtet 😉 :
            Ein Mann – so hackedicht, wie du es beschrieben hast – tastete sich fast ne viertel Stunde lang immer wieder mit den Händen um eine Litfasssäule herum, wurde immer nöliger bis er schließlich in Weinen ausbrach, in die Knie sank und konstatierte:
            „Scheiße – eingemauert!“ 😉

            Vielleicht sollten wir uns aus der Situation entfernen, indem wir dem Scheiß einfach den Rücken kehren und davon gehen.

  16. Es hat den Anschein, man wollte die bereits erfolgten Impfungen und damit niedrigeren Inzidenzzahlen bei Älteren berücksichtigen.
    Man nehme die angepeilte Inzidenz von 200, teile diese durch 1,2 dann landet man bei 167.
    165 ist keine so krumme Zahl, fertig.

    Wenn dann die Inzidenz bei Schülern doppelt so hoch ist, wie im Bevölkerungsdurchschnitt, muss man schon wieder nachbessern.

    Allerdings scheint die Hoffnung zu sein, dass es aufgrund der Impfungen dazu nicht mehr kommt.

    Was nun kommen wird, sind Distanzunterricht statt Wechselunterricht an Grundschulen. Z. B. in Niedersachsen wo manche Landkreise über 165 liegen.
    Wenn die Impfungen weiter steigen und der Lockdown beibehalten wird, werden die 165 schnell wieder unterschritten sein.

  17. Tonne hebelt Notbremsen-Gesetz bereits im Vorfeld aus – Testpflicht an Schulen –
    …. und wie immer, Papier ist geduldig!

    HAZ 21.04.2021 ‚Schulbetrieb mit Tests hakt noch‘
    Zitat:
    „Schnelltests zur Zeit gefragt – Das Kultusministerium verweist darauf, dass Schnelltests zurzeit gefragt seien und man nehmen müsse, was auf dem Markt erhältlich sei. Und das könnten auch Großpackungen sein.
    ….
    Kultusminister Grant Hendrik TONNE (SPD) hatte die SCHULEN in der letzten Woche ERMÄCHTIGT, AUCH DANN PRÄSENZUNTERRICHT durchzuführen, wenn KEINE Schnelltests ausgegeben werden konnten.“
    https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Corona-Testpflicht-an-Schulen-Noch-laeuft-in-Niedersachsen-nicht-alles-rund

    ERGO:
    Tonne hebelt so das Notbremsengesetz bereits im Vorfeld aus!
    Mangelware Selbsttests – NIX TESTPFLICHT – ERMÄCHTIGUNG TROTZDEM PRÄSENZUNTERRICHT durchzuführen – von KM TONNE!!!!

    • Wunder SAM- Der Tonne ist einfach aalglatt. Genau dieses Thema kam in der Elterngruppe meiner Tochter auch auf: Was nun, es gibt keine Tests?? Wie sei das pädagogisch gegenüber den Kindern zu verantworten?? Es würde diskutiert.. Letzten Endes? Wer ist zu Hause? Keiner von diesen Kindern… Jetzt sind die Tests da. Die Kinder sollen einen Gefrierbeuteln mitbringen…. Gibt ja nur noch die Großpackungen… Bei mir in der Schule auch. Aber da ich ja schön in Quara sitze und meine Tochter auch zu Hause bleibt… Kurze Auszeit von dem Wahnsinn…..

    • So ist es! An meiner Schule (Nds/GS) wird freitags gar nicht getestet, eine anderen Schule (Sek I) in meiner Stadt erhielt für diese Woche keine Tests und bleibt trotzdem geöffnet .

      • Das mit den Tests hatten wir bei uns auch schon.Weiterhin hab ich gerade gelesen,dass Tonne Schulschließungen statt bei 100 nun gemäß der kommenden Gesetzesänderung erst bei 165 anordnen will.Somit schlechter als vorher.Somit werden alle an der Schule Beteiligten weiter verheizt.Ich hoffe,die Präsenzoflicht bleibt ausgesetzt!

        • Maren-Ich habe mir schon fast gedacht, dass das jetzt kommt. Hier dümpeln einige Landkreise in Nds. schon länger über 100 rum und Nix passiert. Irgendwie war es doch klar, dass die „magische“ 100 im Stufenplan von Herrn Tonne das Papier nicht wert ist, auf dem es steht…. Was für andere Bundesländer eine „Verbesserung“ bedeutet, die weit über 165 sind, ist für Nds. eine „Verschlimmbesserung“. Sorry, bin jetzt zwangsläufig nicht mehr dabei. Meine Quara-Klassenhälfte hat sich jetzt auch schon mal in weiser Voraussicht von der Präsenzpflicht befreien lassen. Von der anderen Hälfte sind heute 4 SuS in der Schule gewesen. Nur für einen Tag pro Woche, da das Lehrer-Team zu über 50% in Quarantäne sind. Und wir haben schon wieder den nächsten Fall an der Schule… Unsere SL dazu: „Die Einschläge häufen sich“….

      • Mary-Ellen- Das Procedere wird nicht mal in Frage gestellt…. Heute kam auch das nette Briefchen der SL meiner Tochter- und immer beruft man sich auf die „Anordnung von oben“. O-Ton: Ist okay, wenn es keine Tests gibt. Unterricht läuft weiter. Warum stellen sich die SL’en nicht auf die Hinterbeine: Nö! Ist nicht. Bleibt der Laden zu! Warum wohl????? Die Eltern würden sich beschweren!!!! Ist so. Aktuell ist nur meine Tochter in der Klasse von der Präsenzpflicht befreit….. Wichtig war den Eltern zu wissen, wie man den Kids (Klasse 6) pädagogisch erklären kann, dass es keine Tests gibt, aber sie trotzdem zu Schule gehen können…. Hilfe. Meine Lösung: Kein Test=Nix Schule… Aber den Eltern wurde die Erklärung snot abgenommen. Sind doch noch welche angekommen. Juhuu, es kann weiter gehen…

        • @Die Elfe:

          Joah, kenn ich.
          Mein SL setzt bisher alles brav und engagiert um, was verlangt wird und verweist in Elternbriefen auf „Anordnung von oben“.

          Was mich (in meiner Naivität?) irritiert:
          Eine andere Schule in meiner Stadt hatte vorgestern und gestern Infektionsvorkommen. (Quelle: privater LuL-Kontakt).
          12 KuK, d.h. ein Fünftel der LuL sind in Quarantäne, 8 Klassen
          (mehr als zwei Drittel) daher im Homeschooling, und auf der Coronaseite des Landkreises, der sonst Infektionen in Einrichtungen bekannt gibt, erscheint hierzu NICHTS!

        • Elfe,ich bin soweit ich weiß die einzige,die ihr Kind zuhause lässt.Ich wollte eine Eigeninitiative für Luftfilter und Plexiglasscheiben starten,habe Eltern,Elternsprecher,SL angeschrieben.Resonanz :null.Im Gespräch mit der Lehrerin kam dann ja wir hätten doch jetzt ein(!)CO 2 Messgerät,lüften würde sehr wohl bei warmen Temperaturen etwas bringen und immerhin hätten wir jetzt Tests.(Den Fr.gehen alle im Wechsel ungetestet zur Schule.)Die Krönung:als ich sagte,ich müsse halt abwägen,was meinem Kind mehr schadet,weitere Wochen DU oder schlimmstenfalls schwer zu erkranken oder seine Mama zu verlieren(alleinerziehend).Da kam ach,er hat doch noch einen Vater.(von dem sie weiß,dass er nicht gerade die Verlässlichkeit in Person ist).Da hab ich nur gesagt ach ja dann kann ich ja ruhig sterben.Ohne Worte.

  18. Wie sieht denn jetzt mal koordiniertes Handeln aus? Müssten nicht alle empörte Eltern, Lehrer*innen und Großeltern so langsam mal auf die Straßen gehen (Vorschlag: Fahrrad-Demo?!), sich zeigen, koordinierte Einwände verfassen ect.? Passiert das bereits gerade und nehme ich das einfach nicht wahr?!

    Wie viel Eltern wollen denn wirklich, dass Ihre Kinder sicher unterrichtet werden, notfalls eben @home?

    Wie vielen ist es egal/ keine Meinung?

    Wie viele wollen/ können auf keinen Fall auf Präsenzunterricht verzichten?

    Gibt es dazu aktuelle Umfragen? Ich finde grad nix.

    Zur Abstimmung, da ein Konsens bitter Not tut und Leben rettet:

    +(Minimal-)Forderungen der besorgten Eltern und Lehrer*innen+

    1) Präsenzpflicht aussetzen
    2) 2x p. Woche testen als verpflichtende Zugangsvoraussetzung.
    3) Ab >35 im Wechselunterricht, Luftfilterpflicht, Trennscheiben.
    3) Ab > 100 dicht. Fertig. Falls irgendjemand besonders scharf auf >100 ist, dann
    3) Präsenz bei >100 nur im Wechselunterricht möglich wenn zusätzlich besondere Voraussetzung in der Klasse erfüllt sind: minimale Klassengrößen, min. 10qm pro Person im Raum (da braucht es dann ggf. Eltern, die Ihre Kinder zuhause lassen wollen und können).

  19. Wir helfen uns jetzt einfach selbst:

    An alle, die Präsenz in Schule & Kita wegen hoher Inzidenzen verweigern – ob befreit, krankgemeldet oder streikend: Wir zählen jetzt öffentlich, wie viele wir sind. Tragt euch anonym ein unter https://wir-zaehlen.com.
    Auch Quarantänefälle sollen sichtbar werden.

    • @Birgit

      Liebe Redaktion,
      vielleicht können Sie der Seite https://wir-zaehlen.com einen kurzen Artikel widmen, damit das schneller bekannt wird?

      Eine gute Aktion, auf der Landkarte ist alles gut zu SEHEN, auch fein für alle, die mit dem LESEN und VERSTEHEN von Studien so ihre Schwierigkeiten haben und wir haben ja schon mehrfach erfahren dürfen, wie leicht es – unabsichtlich, ja bestimmt – geschieht, dass da eine Stelle zitiert und eine andere Stelle „vergessen“ oder „übersehen“ wird …
      * kopfschüttel, würg *

  20. Liebe Mitkommentatoren und Leser, ich möchte es SO sagen:
    Den Politikern ist Ihr Leben und Ihre Gesundheit schlicht gleichgültig.
    So lange es keinen organisierten Widerstand gibt werden Sie, alle Lehrer, Schüler und Schülerinnen, Erzieher und Erzieherinnen und Eltern in ein hohes Risiko dauerhaft krank zu werden oder zu Sterben gezwungen.
    Denn das ist immer noch der Weg des geringsten Widerstandes.
    Nicht nur das Leben der Alten zählt der Politik wenig bis teilweise nichts,was ja die Mehrheit offensichtlich lange für O.K. hielt, da in deren Fall die Proteste viiiiiieel leiser und zahlenmäßig geringer waren, sonder auch Sie (die o.g. ) zählen wenig bis nichts.

    Ein gewisses Karma hat diese Situation jetzt schon wenn ich an die Lehrer und nicht wenige andere hier und in allen Medien denke die sich vor einem Jahr gnadenlos pro Öffnung äussern wollten, und das Schützen, aka Wegsperren, der Alten forderten auch in den Kommentaren.
    Mich wundert dass jetzt keiner die Kinder auf diese scharmante Art „schützen“ will…

    Aber bitte begreifen Sie alle endlich:

    Sie sind so lange SYSTEMIRRELEVANT bis sie anfangen sich zu widersetzen und damit den Widerstand erhöhen.
    Es gibt kein Recht Beamte aus Kostengründen ohne Arbeitsschutz zu gefährden, das ist nur ein Irrglaube der KUMIS oder schlicht Dreistigkeit, mit der Sie diese bisher durchkommen lassen.

    Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. Benjamin Franklin.

    ich benutze das Zitat, das schwer verstümmelt und sinnverdreht gerne von vielen Seiten, auch den Coronaleugnern benutzt wird, hier absichtlich.

    Denn die Freiheit die uns allen mit der Coronapolitik der tolerierten Durchseuchung genommen wird, ist nicht die ungefährdete und im aktuellen Kontext wenig bedeutsame Freiheit der Meinung und des (ungebremst aus-) gelebten Individualismus, die die Coronaleugner propagieren.
    Die Freiheit die uns allen genommen wird ist die Freiheit über die eigene Gesundheit und das eigene Überleben zu bestimmen, dem wichtigsten Freiheitsgrundrecht überhaupt, ohne welches alle weiteren Freiheiten wie Bildungsfreiheit und Berufs- und Religionsfreiheit, Reisefreiheit nichts Wert sind.

    Die kleine zeitweise Sicherheit die man meint zu gewinnen ist schlich Geld. Geld dessen Wert vom Glauben dass es den intrinsischen Wert hat abhängt.

    Gerade die Lehrerverbände handeln hier schon lange schizophren indem sie sich nicht entscheiden können ob sie nun die Interessenvertretung der Lehrer und Lehrerinnen sind oder etwa der Schüler und Schülerinnen oder gar der Politik.
    Genauso wenig kann man sich dazu durchringen wissenschaftsbasiert eine Güterabwägung zwischen dem mittelfristigen Risiko für Gesundheit und Leben der Schul“hustlach* „Familie“ und dem langfristigen Risiko für die Bildungsgerechtigkeit durchzuführen.
    Wieso organisiert man nicht passiven Widetstand?
    Ist doch das Geld, der eigene Pfrund wichtiger?
    Schämt man sich wenigstens ob des Verrats an den Menschen die einem das eigene Leben durch Beiträge finanzieren und die man im Stich lässt?
    Wie fühlt man sich als Personalrat eigentlich wenn man das Erkranken und Sterben von Kollegen schweigend in Kauf nimmt?
    Beruhigt man sich es träfe einen ja auch selber?
    Wie ist das dann bei S.u.S. die einen Elternteil verlieren? Ist auch O.K.?
    Seid ihr Verantwortlichen nun Heute die Vorbilder die ihr sein wollt?
    Wünscht Ihr euch Schüler die dann sind wie Ihr jetzt seid wenn Ihr dann in Pension und später hilflos seid?
    Oder sind da Zweifel?
    Und wenn ja, was tut ihr dagegen?
    Und wenn nicht Ihr, wer dann?
    Die Verwaltung? Die wird durch die Politik kontrolliert.
    Die Politik? Die wird durch die Wirtschaft kontrolliert.
    Die Wirtschaft? Die wird durch das Kapital kontrolliert,
    Das Kapital? Das Kapital dient nur dem Kapital…

    Während es dem intelligenten und die Realitäten akzeptierenden Teil der Bevölkerung schon lange klar ist was richtig und notwendig ist, mutig seit anfang an auch formuliert und kommuniziert durch News for Teachers und allen voran Herrn Priboschek, praktizierten weite Teile der Lehrer & Elternschaft, Politik und Bevölkerung ein magisches Denken.
    Glauben und hoffen dass die Probleme und Gefahren der Pandemie, die real sind, schon einfach weg gehen, wenn man diese nur lange genug ignoriert oder alternativ einfach leugnet!

    Das hat ja auch jahrelang bei den Defiziten in der Bildungspolitik funktioniert, und bei Asbest in Schulhäusern, nur nichts anrühren..

    Wir sehen nun, dem ist nicht so.

    Aber wo bleibt der organisierte Widerstand gegen das offensichtliche Unrecht?

    Was werden nachfolgende Generationen über uns sagen?

    Ich fürchte Sie werden uns und unsere Handlungen oder nicht-Handlungen genauso rat- und verständnislos betrachten wie wir das Handeln der Menschen zwischen 1933 und 1945.

    Ein Kurt Schumacher Zitat aus dieser Zeit passt in erschreckender Weise zur gegenwärtigen Situtuation man tausche nur „nationalsozialistische“ gegen „Pandemie verharmlosende“ , „Nationalsozialismus“ gegen „Neoliberale Doktrin“ und „zum ersten Mal“ gegen „zum zweiten Mal“ aus :

    „Die ganze nationalsozialistische Agitation ist ein dauernder Appell an den inneren Schweinehund im Menschen; und wenn wir irgendetwas beim Nationalsozialismus anerkennen, dann ist es die Anerkennung, dass ihm zum ersten Mal in der deutschen Politik die restlose Mobilisierung der menschlichen Dummheit gelungen ist.“ – Kurt Schumacher

    • @5nach12

      Top!

      „Aber wo bleibt der organisierte Widerstand gegen das offensichtliche Unrecht?“

      Den organisierten Widerstand gibt es mittlerweile, weiter oben hat @Birgit etwas gespostet.

      Darauf habe ich auch geantwortet:

      „Liebe Redaktion,
      Vielleicht können Sie der Seite https://wir-zaehlen.com einen kurzen Artikel widmen, damit das schneller bekannt wird?“

      Und an @Birgit in aller Deutlichkeit:
      Herzlichen Dank an Sie und alle anderen, die diese Seite erstellt haben und pflegen!

  21. „Jugendliche leiden unter den Maßnahmen ebenso wie unter der Pandemie.“

    Wer diesen Satz sagt, meint häufig: Wenn wir die Pandemie schon nicht beenden können, lasst uns wenigstens die Maßnahmen lockern, damit es den Jugendlichen besser geht.

    Das ist ein Fehlschluss.

    Ein Thread.
    Es ist falsch anzunehmen, dass es jungen Menschen allein dadurch besser geht, wenn man sie unter der laufenden Pandemie wieder in Schulen & Vereine schickt.

    Junge Menschen sind nicht ohne Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein, einen Sinn für Gefahr und Risiko. Ganz im Gegenteil.

    Was jungen (und älteren) Menschen zusetzt, ist Angst um die eigene Gesundheit – Angst, Familie und Freunde anzustecken. Sorge um Eltern & Großeltern.

    Schuldgefühle, wenn man keinen Abstand gehalten hat. Überforderung aufgrund der übergroßen Verantwortung. Angst vor der Zukunft.

    Wer sagt: „Schicken wir die Jugendlichen einfach in volle Schulen, dann wird es ihnen schon besser gehen“, sagt zugleich auch: „Infiziert euch ruhig, ihr Ungeimpften!“ Das ist ein fatales Signal. Es unterstellt jungen Menschen nicht nur Dummheit & Leichtsinn. Es liefert sie aus.

    Quelle: https://threadreaderapp.com/thread/1380829743101177856.html

    • Liebe Monika, BY,

      vielen Dank für Ihren Verweis auf den sehr lesenswerten Beitrag. Wir haben ihn allerdings gekürzt. Wir dürfen – auch im Leserforum – nicht einfach vollständige Texte ohne Erlaubnis des Autoren veröffentlichen. Ein Zitat daraus ist ok. Wer den Beitrag vollständig lesen möchte, kann ja dann dem Link folgen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  22. Wie erwartet, endet das Ganze in juristischen Feinheiten und verfehlt unterm Strich das eigentliche Ziel. Daran ist schon Rom zugrunde gegangen.

    Ich kann nur jedem raten, sich selbst und seine Lieben zu schützen uns zeitnah formlos auf dem Dienstweg eine ‚Gefahrenzulage‘ für Lehrer*innen und Erzieher*innen zu beantragen. Ein ablehnender Bescheid ist ein indirektes Statement, das man sicherlich noch verwenden kann. Wenn der Druck zu groß wird, respektive das Ganze zu teuer wird, kommt ein Einlenken … war schon immer so.

  23. Schüler dürfen dies und das nicht, weil Corona ja gerade so böse ist!

    Schüler müssen aber in die Schule, weil Corona ja gerade so böse ist?

    Schüler müssen jetzt in der Schule noch schnell vor dem Ende der Präsenzpflicht (Greifen der Notbremse) sämtliche Klassenarbeiten im Akkord absolvieren, weil Corona ja gerade so böse ist?

    Jetzt einmal kurz in die Rolle des Schülers zurückversetzen, dann kann man deren (Freizeit-)Verhalten und die damit einhergehenden Inzidenzwerte nachvollziehen.

    Wer nichts darf, aber – gefühlt – alles muss, der (…) [Jugendsprache] YOLO!

  24. Habe gerade gelesen, dass Nds darüber nachdenkt, den Inzidenswert für die Schulschließungen nach oben hin anzupassen. Mir wird wieder mal schlecht. Bisher lag der Grenzwert hier bei 100. Somit wird die sg. Notbremse hier zum Gaspedal. Die Kinder werden dem Infektionsgeschehen weitgehend schutzlos ausgeliefert, wenn hohe Inzidenzen akzeptiert werden. Sollten die meisten Erwachsenen irgendwann geimpft sein, sind die Kinder die gefährdete Gruppe, falls das Virus nicht plötzlich in harmlosere Varianten mutiert. Wir wissen immer noch viel zu wenig über Langzeitfolgen und riskieren Schäden, die das weitere Leben beeinträchtigen können. Ich verstehe diese Haltung gegenüber den Kindern nicht.

    • Echt,und weiter soll sogar im Mai MEHR Präsenz angeboten werden.Dem brennt doch echt der Helm!Ich bin fassungslos.Die Alten wurden geschützt,die jüngsten werden verheizt.Das kann ich meinem Sohn auch nicht erklären.Der weiß auch,dass letztes Jahr bei ganz anderen Werten alles zu war.Er bleibt zuhause,so lange es geht.Und warum die anderen Eltern da mitspielen,ich versteh es nicht.

  25. Der Wut kann man sich wohl verbal entledigen – nur geht sie nicht weg. Gesundheit, Schutz stehen unter der Wirtschaft – und die geht nicht weg. Mütend steht noch vor der Angst – nur geht die nicht weg. Vernunft und Solidarität gegen Querdenker – nur gehen die nicht weg. Politik, Wahlkampf, Kanzleramt vor Kampf gegen den Virus – nur geht der nicht weg…

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