Zehn Jahre Deutscher Schulleitungskongress (DSLK) – zum Auftakt gibt’s am 7. Mai den DSLK Impuls

2

HAMBURG, den 16. April 2021. Das Pandemiejahr 2020 hat die Digitalisierung an Schulen beschleunigt. Wie geht es nun weiter im neuen Schuljahr? Wie können Schulen die Möglichkeiten des DigitalPakts am sinnvollsten nutzen? Und was passiert, wenn wieder durchgehend Präsenzunterricht stattfinden darf? Diese und andere Fragen zu Digitalität und Schulentwicklung stehen am 7. Mai beim „DSLK Impuls“ zur Diskussion, einer digitalen Zusatzveranstaltung zum Deutschen Schulleitungskongress (DSLK), der im Herbst wieder als Präsenzveranstaltung stattfinden soll – zum insgesamt zehnten Mal. Anlässlich dieses Jubiläums wurde eigens der „DSLK Impuls“ ins Leben gerufen. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär wird diesen Impulstag gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, und Arne Petersen, Mitglied der Geschäftsleitung FLEET Events GmbH, eröffnen. Der VBE ist Mitveranstalter des DSLK.

Der Deutsche Schulleitungskongress ist mit mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland – hier, 2019, als Präsenzveranstaltung. Foto: DSLK / Rainer Keuenhof

Viele praktische Tipps, Inspiration in insgesamt rund 40 Vorträgen und vor allem die Möglichkeit, sich unkompliziert mit den Referentinnen und Referenten und anderen Schulleitungen auszutauschen, das verspricht der DSLK Impuls seinen Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Welchen Herausforderungen die Kolleginnen und Kollegen der deutschsprachigen Länder zurzeit konkret gegenüberstehen, erklärt Prof. Dr. Stephan Gerhard Huber zum Veranstaltungsstart. Der Leiter des Instituts für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug stellt die zentralen Befunde des neuesten „Schulbarometers“ vor. Schulschließungen, Digitalisierung, Schulqualität in Krisensituationen sowie Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit waren zentrale Themen der repräsentativen Umfrage unter Lehrkräften. Sie zeichnet regelmäßig ein aktuelles Stimmungsbild und soll eine Grundlage für den Erfahrungs- und Know-how-Austausch bilden.

Input und Ideen für die Entwicklung der eigenen Schule

Bei den anschließenden Impulsvorträgen der DSLK-Partner geht es um ganz praktische Antworten auf die akuten Herausforderungen für Schulleitungen: Vom Crash-Kurs DigitalPakt über ganzheitliche Prävention bis hin zum Management des digitalen Klassenzimmers. Die Fachvorträge liefern tiefergehenden Input und Ideen für die Entwicklung der eigenen Schule.

So zum Beispiel die Vorträge von zwei Schulleitern: Stefan Ruppaner, Leiter der Alemannenschule Wutöschingen – Deutscher Schulpreisträger 2019 –, zeigt, wie Schule ohne konventionellen Unterricht funktionieren kann, und erklärt die „Schmetterlingspädagogik“, die an seiner Schule praktiziert wird. Digitalisierung, Individualisierung und Selbstorganisiertes Lernen stehen im Mittelpunkt seiner „Impulse für eine zeitgemäße Schule im 21. Jahrhundert“.

Micha Pallesche, Leiter der mehrfach unter anderem für ihr E-Learning-Konzept ausgezeichneten Ernst-Reuter-Gemeinschaftsschule in Karlsruhe, spricht über Partizipation in einer Kultur der Digitalität. Er gibt konkrete Anregungen dafür, wie Beteiligung verwirklicht werden kann, aber auch wie Schulen Eltern aktiv ins Schulleben einbeziehen und sich nach außen öffnen können.

Zu den VisionärInnen beim DSLK Impuls gehört auch Margret Rasfeld. Die Schulleiterin im Ruhestand und Mitbegründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“ steht für eine Neuausrichtung von Bildung. Für ihr Engagement wurde Rasfeld unter anderem mit dem Vision Award und dem Digitalen Aufbruch Award Deutschland ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund der Corona-bedingten Krise reflektiert sie die aktuellen Herausforderungen, spricht über Bildung für nachhaltige Entwicklung als Kernauftrag von Schule und stellt die Frage: „Welche Bildung brauchen wir für eine zukunftsfähige Gesellschaft?“ Wie Schülerinnen und Schüler zu aktiven Gestaltern der Welt werden und welchen wichtigen Beitrag Schule dazu leisten kann, zeigt sie am Beispiel des von Schule im Aufbruch entwickelten Lernmoduls „FreiDay“.

Herausforderungen, Krisen, Transformation:  Es ist nicht leicht, in komplexen und hochdynamischen Zeiten leistungsfähig zu bleiben und die Verantwortung für eine Schule zu tragen. Der systemische Coach und Olympia-Sieger im Rudern Andreas Kuffner verrät daher zum Abschluss des DSLK Impulstags Tricks aus dem Hochleistungssport und zeigt, wie Schulleitungen ihre psychische Widerstandskraft stärken können. Zum Beispiel mithilfe des „Inneren Teams“ und, so Kuffner, mit dem „Bullsh*t-Filter“.

Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), verweist auf die Möglichkeiten der digitalen Veranstaltung: „Zwischen den alltäglichen Herausforderungen und den sich stetig ändernden Anforderungen in der Corona-Krise bietet der DSLK Impuls eine gute Möglichkeit, den Schulalltag für ein paar Stunden zu vergessen und zugleich fachlich voranzukommen. Insbesondere der Austausch mit den Referentinnen und Referenten, aber auch den anderen Schulleitungen kann angesichts der sonst stark eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten gar nicht hoch genug geschätzt werden. Im Jubiläumsjahr setzen wir damit auf der Hälfte der Strecke bis zum nächsten Deutschen Schulleitungskongress einen perfekten Anlass, digital zusammenzukommen, zu lernen und sich auszutauschen in Vorfreude auf einen hoffentlich im November in Präsenz in Düsseldorf stattfindenden Hauptkongress.“

Arne Petersen, Mitglied der Geschäftsleitung FLEET Events GmbH, betont: „Die Schulleitungen und ihre Kollegien waren seit Beginn der Pandemie extrem gefordert. Uns ist es ein besonderes Anliegen, ihnen mit dem DSLK und dem DSLK Impuls praktische Anregungen, Hilfestellungen und  Informationen für ihre so wichtige Arbeit zu geben – und ihnen die Wertschätzung zu spiegeln, die ihrem großen Engagement gebührt. Die guten Erfahrungen und positiven Rückmeldungen, die uns beim DSLK im vergangenen Jahr erreicht haben – der ja komplett digital stattfinden musste –, haben uns darin bestärkt, mit dem DSLK Impuls ein zusätzliches digitales Format ins Leben zu rufen. Das bietet Schulleitungen eine weitere Chance, schnell und unkompliziert in den Austausch zu kommen und sich über wichtige Entwicklungen in ihrem Berufsfeld zu informieren.“

Das Digitalticket für den DSLK Impuls kostet 29,90 Euro. Teilnehmende des DSLK 2021 mit Anmeldung im Aktionszeitraum (bis 3. Mai 2021) sowie Superior-Kunden des digitalen DSLK 2020 profitieren von einer kostenfreien Teilnahme an dem Event. www.deutscher-schulleiterkongress.de

DSLK Impuls
7. Mai 2021 (Digitales Auftaktevent)

Deutscher Schulleitungskongress (DSLK)
25. bis 27. November 2021 in Düsseldorf
www.deutscher-schulleiterkongress.de

Der DSLK ist die größte Fachveranstaltung für Schulleitungen im gesamten deutschsprachigen Raum – mit insgesamt 120 Top-Speakern und mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland. Neben Expertinnen und Experten aus der Schulpraxis und renommierten Vertretern der Bildungsforschung haben sich als Referentinnen und Referenten Deutschlands bekannteste Wissenschaftsjournalistin Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen und Ex-„Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann angesagt.

Dies ist eine Pressemitteilung der Fleet Events GmbH.

Digitale Großveranstaltung mit bildungspolitischer Strahlkraft: Der Deutsche Schulleiterkongress hatte als Online-Event Premiere

Anzeige


2 KOMMENTARE

  1. Der DLSK sollte für eine Schule im 21. Jahrhundert eintreten:

    1. Digitalisierung an Schulen in Form einer kritisch-optimistischen Ausrichtung mit flachen Hierarchien und vor dem Hintergrund der Bedingungen der Menschen vor Ort

    2. Rahmenbedingungen von der Politik mit Nachdruck einfordern:
    – Schutzmaßnahmen für die Menschen in den Schulen (Stichwort: Corona)
    – Langfristig angelegte Infrastruktur (Stichworte: Gebäudesanierung, W-LAN über stabile Glasfasernetze)
    – Ausstattung (z. B. mit technischem Gerät), die den Bedürfnissen vor Ort Rechnung tragen in Absprache mit den Akteuren
    – nachhaltig konzipierte ausgelegte Aus- und Weiterbildung der Menschen vor Ort (Stichworte: Qualitätssicherung, lebenslanges Lernen, universitäre Ausbildung, Fortbildung)

    3. Autonome Schulen, die eigenverantwortlich im Rahmen der Gesetze über Ausstattung, Mittel und Personal entscheiden können sowie für den Schutz der Menschen vor Ort begründete, passende Maßnahmen ergreifen können und somit in der Lage sind, Hierarchie- und Funktionsbarrieren im Sinne des Bildungs- und Erziehungsauftrages zu überwinden sowie der Fürsorgepflicht ihrer Mitarbeiter*innen und Schutzbefohlenen nachzukommen (Subsidiaritätsprinzip)

    4. Ausreichend feste Stellen von der Politik einfordern, die den Menschen Perspektive und Sicherheit bieten, damit stabile Strukturen langfristig aufgebaut werden können und die Reibungsverluste durch hohe Fluktuation möglichst gering ausfallen

    5. Öffnung der Schulen weiter ausbauen und damit neben dem Effekt des Vertrauensgewinn in die eigene Arbeit durch die Bevölkerung vor allem den Schüler*innen zu ermöglichen, neben institutionell inszenierter Bildung auch informelle und non-formale Bildung zu erhalten

    Bleiben Sie in Ihren Anregungen nicht auf der konzeptionellen Ebene kleben – werden Sie konkret und fordern Sie ein – haken Sie nach!

    Danke!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here