VBE beklagt Probleme mit Selbsttests an Förderschulen

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MAINHAUSEN. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Hessen beklagt Probleme bei Corona-Selbsttests in Förderschulen. Die Tests seien für viele Kinder und Jugendliche mit kognitiven und körperlich-motorisch Einschränkungen schwierig oder gar nicht durchführbar, kritisierte der Verband in Mainhausen. Abschlussklassen und Förderschulen werden trotz der Schulschließungen aufgrund der Bundes-Notbremse weiter unterrichtet.

Beim Selbsttests kommen Wattestäbchen zum Einsatz. Wer mit Kindern arbeitet, weiß, was dabei in der Schule – vor allem in der Förderschule – schiefgehen kann. Foto: Shutterstock

«Die Besonderheiten an Förderschulen werden in der Pandemie immer wieder zu wenig bedacht», beklagte Joachim Trautmann, Ansprechpartner für die Förderschulen beim VBE Hessen. Das zeige sich nun erneut bei den Selbsttests. «Alternativen oder Ausnahmen zu den Selbsttests könnten den Schulen, vor allem aber den Kindern und ihren Eltern vieles ersparen.» dpa

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5 KOMMENTARE

  1. Schüler in Förderschulen gehören oft zur Hochrisiko Gruppe – siehe Down Syndrom. Gerade dort auf Tests zu verzichten, insbesondere bei oft nicht durchführbaren AHA Regeln, wäre mehr als fahrlässig. Bei uns in der G-Förderschule sind mehr als 50 Prozent der Schüler in der Notbetreuung. Masken werden oft nicht toleriert, allerdings klappen die Selbsttests mit Hilfestellung oder Unterstützung der Schulbegleiter sehr gut. Die Schüler wollen sogar unbedingt auch einen Test machen

  2. In NRW gibt es ab dem 10.5. ja nun die Lolli-Tests für Grundschulen und Förderschulen. Auf der Seite des MSB findet man auch Musterbriefe für die Eltern, sehr ausführlich und nur in deutscher Sprache! Wie sollen bitte Eltern mit geringen Leseverständnis oder Sprachkenntnissen diese verstehen?
    Ich hätte einen Brief in allen möglichen Sprachen erwartet…

    • Nicht nur in verschiedenen Sprachen, sondern auch in vereinfachter Sprache gehören diese Texte ausgegeben. Auch jene Eltern müssen die Inhalte verstehen können, die eventuell ein niedriges Sprachniveau oder die andere sprachliche Probleme haben.

  3. Es ist ja auch ein Weg, sein behindertes Kind NICHT in der Schule testen zu lassen, sondern z.B. in der Apotheke. (Ich finde die Aerosol-Situation während des Tests fahrlässig. Alle sitzen in einem Raum, und lachen und niesen.) Während des Tests in der Apotheke erscheint der Apotheker in Vollschutz. Mein Kind ist jetzt geimpft und hat einen ersten Schutz nach einer Woche, wie man uns sagte. Wenn ich ihn dann noch in der Apotheke statt in der Schule testen lasse, kann ich mich mit dem Fakt der „nicht sicheren Schule“ etwas leichter arrangieren, weil wir Eltern inzwischen (wahrscheinlich) ebenfalls einen ersten Impfschutz haben.

    • Ich bin verwirrt: Wo werden denn Kinder geimpft? In BaWü sind erst seit Kurzem die Jugendlichen mit 16 und 17 Jahren „dabei“ wenn Priorität besteht…

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