Ex-Gesamtschulrektorin Ayla Çelik zur neuen Chefin der GEW in NRW gewählt

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DÜSSELDORF. Der Landesvorstand der GEW in Nordrhein-Westfalen hat Ayla Çelik zur neuen Landesvorsitzendengewählt. Eine Mehrheit von fast 93 Prozent der Stimmberechtigten sprach sich für die bisherige Stellvertreterin im Vorsitz der mitgliederstärksten Bildungsgewerkschaft in NRW aus. Ayla Çelik folgt damit auf Maike Finnern, die den Landesverband Richtung Bundesvorsitz verlassen hat.
Neue Landesvorsitzende der GEW in Nordhein-Westfalen: Ayla Çelik. Foto: GEW

Vor der Wahl hatte Ayla Çelik in ihrer Rede an die wahlberechtigten Kolleginnen und Kollegen deutlich gemacht, dass sie der GEW NRW als Vorsitzende eine starke Stimme geben wolle: „Lautstarke Interessenvertretung ist stets ein Merkmal der GEW-Landesvorsitzenden gewesen. Daran wird sich nichts ändern“, so die neue Vorsitzende kämpferisch.

Darüber hinaus machte die ehemalige Lehrerin und Gesamtschulrektorinyla deutlich, wofür sie steht. Mit persönlichen Worten wandte sie sich an die Stimmberechtigten: „Ich weiß, wie bedeutend gleiche Bildungschancen für Schüler*innen sind – vor allem, weil in Deutschland die soziale Herkunft noch immer für den Schulerfolg und eine gelungene Bildungsbiografie immens wichtig ist. Bildung ist ein Versprechen an die Kinder, deshalb darf Bildungserfolg nicht von der Postleitzahl abhängen!“

„Beste Bildung braucht beste Lehr- und Lernbedingungen und die Bereitstellung von finanziellen, zeitlichen und personellen Ressourcen“

Ein Kernanliegen ist es, für mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit einzutreten und zugleich alles daran zu setzen, die Bedingungen im Bildungssystem für alle Lehrenden und Lernenden zu verbessern. „Beste Bildung braucht beste Lehr- und Lernbedingungen und die Bereitstellung von finanziellen, zeitlichen und personellen Ressourcen“, so die Landesvorsitzende fordernd.

„Ich bedanke mich für das große Vertrauen des Landesvorstandes und freue mich auf die kommenden Herausforderungen“, so Ayla Çelik unmittelbar nach ihrer Wahl. Und Herausforderungen warteten eine Menge, weiß die 52-Jährige: „Vor uns liegt ein weiteres Bildungsjahr unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, in dem die NRW-Landesregierung nicht ihre Fehler aus den vergangenen Monaten wiederholen sollte.“

Neben der unzureichenden Kommunikation, mangender Wertschätzung für die in Bildung Beschäftigten, kritisierte Ayla Çelik vor allem die Planlosigkeit der Landesregierung: „Noch immer wissen die Schulen nicht, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll! Die mangelnde Verantwortungsübernahme ist nicht hinnehmbar!“ News4teachers

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1 KOMMENTAR

  1. „Noch immer wissen die Schulen nicht, wie es nach den Sommerferien weitergehen soll!“

    Da hat Frau Celik unrecht….wir wissen, dass es mit weitestgehend unzulänglichen, weiter angebauten Schutzmaßnahmen ohne Luftfilter bei kompletten Klassen in Vollpräsenz nicht nur losgehen sondern sogar konsequent weitergehen soll.
    Hmmm…und das beunruhigt mich ein wenig, um es mal euphemistisch zu formulieren.

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