„Frische Luft ist gesund“, schreibt ein Kultusminister – Lehrer und Schüler sitzen im Winter wieder bei offenen Fenstern in ihren Klassen

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HANNOVER. Deutschlands Schüler und Lehrer werden wohl auch im kommenden Winter immer wieder bei offenen Fenstern arbeiten und lernen müssen. Von Seiten der Kultusminister gibt es bislang keine Initiative, Klassenräume mit mobilen Luftfiltern auszustatten, die mögliche Corona-Viren aus der Atemluft holen und so den Lüftungsaufwand auf ein normales Maß herunterbringen würden. Ein Brief des niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne an Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali lässt erkennen, dass diesbezüglich mit keinerlei Engagement zu rechnen ist. „Frische Luft ist gesund“, so schreibt der Sozialdemokrat.

Lehrern und Schülern steht im neuen Schuljahr wieder ein winterliches Vergnügen bevor. Foto: Shutterstock

Die niedersächsische Landesregierung lehnt die Anschaffung von mobilen Luftfiltern für alle Schulklassen weiter ab – die Räume sollen auch im Winter weiter in enger Taktung stoßgelüftet werden. Das geht aus einer Antwort von Kultusminister Tonne an die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Amira Mohamed Ali, hervor. Die Oldenburgerin hatte Tonne aufgefordert, sich für eine Finanzierung der Luftfilter einzusetzen. Sie meint: „Die Geräte können ergänzend zum Lüften die Virenlast reduzieren. Wir brauchen sie in jeder Klasse.“

Der Kultusminister ist anderer Meinung – und verweist auf die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen. „Die Anwendung der Abstand- und Hygieneregeln und das infektionsschutzgerechte Lüften waren seit dem Beginn der Corona-Pandemie wichtige Bausteine zur Bekämpfung des Infektionsgeschehens“, so schreibt Tonne an Mohamed Ali. Der Brief liegt News4teachers vor. „Daran werden wir auch weiterhin konsequent festhalten und gleichzeitig den Rahmen-Hygieneplan unter Einbeziehung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse kontinuierlich prüfen und weiterentwickeln.“

„Es gibt keine Hinweise auf ein überproportionales Infektionsgeschehen oder gar Spreader-Events in Schulen“

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sind für Tonne allerdings nur solche Befunde, die die eigene Linie – ohne weitere Kosten durch die Pandemie zu kommen – untermauern. So räumt er zwar Ansteckungen in Schulen ein, behauptet aber gleichzeitig: „Bei den entdeckten Infektionen handelt es sich um einzelne oder wenige Personen je betroffener Schule. Es gibt keine Hinweise auf ein überproportionales Infektionsgeschehen oder gar Spreader-Events in Schulen.“ Warum waren dann überhaupt Schulschließungen und am Ende sogar eine  Bundesnotbremse, die den Ländern den Präsenzunterricht oberhalb eines Inzidenzwertes von 165 verbot, nötig? Darauf gibt Tonne keine Antwort.

Das Robert-Koch-Institut hatte bereits im Herbst 2020 bundesweit Hunderte von Ausbrüchen in Kitas und Schule gezählt. Noch im Lagebericht vom 4. Juni 2021 heißt es mit Blick auf das Infektionsgeschehen in Deutschland: „Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt. COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen private Haushalte, aber auch das berufliche Umfeld sowie Kitas und Schulen.“

Aktueller Fall aus Tonnes Beritt: An einem Gymnasium im niedersächsischen Hildesheim hat es in der vergangenen Woche einen Corona-Ausbruch mit offiziell 14 infizierten Schülern gegeben, davon 13 Kinder aus einer Klasse. Bei sechs von ihnen wurde die „Delta“-Mutation des Virus nachgewiesen, die zunächst in Indien auftrat und nun in Großbritannien für ein erhöhtes Infektionsgeschehen sorgt – auch in Schulen. Alles kein Problem, obwohl Schüler bis zum Winter kaum geimpft sein dürften?

Auch in puncto Lüften werden „aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse“ nur dann vom Kultusminister wahrgenommen, wenn sie ihm politisch in den Kram passen – er verweist auf eine (wissenschaftlich umstrittene) Arbeit der Technischen Hochschule Mittelhessen, bei der sich „die Fensterstoßlüftung wesentlich wirksamer als eine maschinelle Luftfilterung erwies, bei der in demselben Klassenraum nach etwa 30 Minuten eine Reduzierung der Konzentration um 90 Prozent festgestellt worden war“.

Damit wird der Eindruck erweckt, dass bei der Studie Vergleichsmessungen stattgefunden hätten. Haben sie aber offensichtlich nicht, wie News4teachers bereits vor einiger Zeit berichtete – ein Luftfiltergerät kam erkennbar nicht zum Einsatz. Lediglich die Wirkung offener Fenster in einem leeren Raum wurden untersucht. Zwei große Studien – eine vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik an der Universität der Bundeswehr München, eine zweite von der Goethe Universität Frankfurt –, die tatsächlich die Wirkung von Luftfiltern und offenen Fenstern in aufwändigen Versuchsanordnungen verglichen, kommen unabhängig voneinander denn auch zum gegenteiligen Ergebnis: Es wird dringend empfohlen, Luftfilter in Schulen einzusetzen.

„Das Lüften verursacht keinerlei gesundheitliche Risiken, auch keine Erkältungen – im Gegenteil“

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft warnt mittlerweile ausdrücklich davor, bei der Belüftung von Klassenzimmern nur auf offene Fenster zu setzen. Der Einsatz technischer Geräte zur Belüftung ist nach Ansicht der Fachgesellschaft jeder Art passiver Lüftung durch bloßes Öffnen von Fenster und Türen weit überlegen, da bei der technischen Belüftung der Luftaustausch beziehungsweise die Luftreinigung in kontrollierter Art und Weise geschieht. Bei der von den Kultusministern empfohlenen passiven Lüftung von Klassenräumen mit Außenluft über die Fenster sei dies in einem typischen Klassenzimmer dagegen nicht zu erreichen, da diese stark von Faktoren wie Wind, Temperatur, Fensteröffnungen oder der Lage der Heizkörper abhänge. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse sind Tonne keine Erwähnung wert.

Stattdessen schreibt er: „Mobile Luftreinigungsgeräte versprechen, virushaltige Partikel in Innenräumen zu reduzieren. Ob die Minderungen ausreichen, eine Infektionsgefahr in dicht belegten Klassenräumen abzuwenden, ist nach jetzigem Wissenstand unsicher.“ 20 Millionen Euro habe die Landesregierung bereits für Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen zur Verfügung gestellt, betont der Minister – das sind, wir haben nachgerechnet, rund 24 Euro pro Schüler. Die flächendeckende Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen würde nach Expertenangaben etwa 100 Euro pro Schüler kosten. Tonne: „Vor dem Hintergrund dieser Bewertung erscheint mit dem heutigen Wissensstand eine Investitionsentscheidung zur Auflage eines Förderprogramms zur Ausstattung aller Schulräume mit mobilen Raumluftreinigern weder erforderlich noch sinnvoll begründet zu sein.“

Zumal, so betont der Kultusminister, er eigentlich gar nicht zuständig ist. „Hier möchte ich (..) darauf hinweisen, dass die Schulträger für ihre Schulanlagen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung und der Privatschulautonomie bei den freien Schulen eigenverantwortlich sind. (…) Das Niedersächsische Kultusministerium kann den Schulträgern daher keine Vorgaben zur Ausstattung von Schulen machen und spricht auch grundsätzlich keine Empfehlungen, z. B. für oder gegen die Ausstattung von Schulen mit mobilen Raumluftfiltergeräten, aus.“

Tut er dann aber trotzdem. Statt Luftfilter einzusetzen, so Tonne, sollen weiterhin nur die Klassenraum-Fenster regelmäßig aufgerissen werden – auch im kommenden Winter. „Zur Reduktion des Übertragungsrisikos von Covid-19-Viren ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Etwa alle 20 Minuten soll eine Stoßlüftung oder Querlüftung durch möglichst vollständig geöffnete Fenster vorgenommen werden. Hier gilt das sog. 20-5-20-Prizinp. In Abhängigkeit von der Außentemperatur dauert eine solche Lüftung nur 3 bis 10 Minuten und ist somit auch im Herbst und Winter problemlos möglich. Die Raumluft kühlt beim Stoßlüften in Räumen über wenige Minuten lediglich um ca. 2 – 3 Grad ab, was für Schülerinnen und Schüler als gesundheitlich unproblematisch anzusehen ist. Frische Luft ist gesund, das Lüften verursacht keinerlei gesundheitliche Risiken, auch keine Erkältungen – im Gegenteil, das regelmäßige Lüften wirkt hier sogar vorbeugend.“

Lehrer hatten im vergangenen Winter andere Erfahrungen gemacht – und Raumtemperaturen in den Klassenräumen bis hinunter auf 2,4 Grad gemessen, wie News4teachers berichtete.

Das Schreiben stößt bei Mohamed Ali nicht nur deshalb auf Unverständnis: „Die Antwort von Minister Tonne ist vollkommen unverständlich und fast dreist. Die Luftfilter werden nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum Lüften eingesetzt, um den größtmöglichen Schutz der Schüler zu gewährleisten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Herr Tonne den Nutzen der Geräte in Abrede stellt, während zahlreiche niedersächsische Landesbehörden sie selbst angeschafft haben.“

„Es spricht doch Bände, wenn er sich weigert, aktuelle Zahlen über die Neuanschaffung von Luftfiltern in Behörden zu liefern“

Die Linken-Fraktionschefin hatte den Kultusminister aufgefordert, eine aktuelle Liste dazu vorzulegen – was Tonne unter Verweis auf den Verwaltungsaufwand zurückgewies. „Es spricht doch Bände, wenn er sich weigert, aktuelle Zahlen über die Neuanschaffung von Luftfiltern in Behörden zu liefern. Minister Tonne sollte sich einmal bei seinen Kollegen über die Gründe für deren Kauf von Luftfiltern informieren. Vielleicht kommt er dann auch zu dem Schluss, dass sie nicht nur in Beamtenstuben, sondern auch in Klassenräumen Sinn machen“, meint Mohamed Ali.

Nach dem Ausbruch in Hildesheim wurde an der betroffenen Schule übrigens jetzt ein neues „Lüftungskonzept“ erlassen: „Es gilt vorübergehend nicht mehr die 20-5-20-Regel, sondern mindestens ein Rhythmus von 15-10-15, also 15 Minuten Unterricht, 10 Minuten weit geöffnete Fenster, wieder 15 Minuten Unterricht“, so informierte die Schulleitung in dieser Woche Schüler, Eltern und Kollegium. „Natürlich darf die Lüftungszeit wie bisher auch übererfüllt werden.“ Kühle Aussichten für den kommenden Winter. News4teachers

Schüler und Lehrer bekommen den Wintereinbruch zu spüren – Unterricht bei offenen Fenstern und 2,4 Grad Raumtemperatur

 

 

 

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50 KOMMENTARE

  1. Herr Tonne hat immer noch nicht dazu gelernt!!!!
    Weiter immer nur Empfehlungen beachten, die persoenlich gut in den Kram/Wahlkampf passen!

    Es wird das selbe Desaster werden, wie im vergangenen Jahr und die Schulen werden wieder geschlossen!

    Wenn er die Klassenverbaende nicht verkleinern will, sind nicht mal Abstandsmoeglichkeiten gegeben.

    Mobile Luftfilteranlagen in JEDEM KLASSENRAUM sind dringend notwendig, damit das Recht auf Bildung und zum Schutz der Gesundheit in Einklang gebracht werden koennen.

    Herr Tonne :bitte mit gutem Beispiel voran gehen und auf diese Luxusgueter in den eigenen Ministerien verzichten, wenn es ja doch nicht so schlimm ist, dann ist es dort erst recht nicht notwendig.
    Sind unsere Kinder und Lehrkraefte etwa in Ihren Augen auch „nur Menschen 2.Klasse“, deren Gesundheit nicht geschuetzt werden muss????

    Sch…. Wahlkampf!!!! Alles auf Kosten unserer Kinder und deren Gesundheit, pfui!!!

  2. “ Frische Luft ist gesund “ . Das ist selbst für einen Kultusminister ein Tiefpunkt der Ignoranz und Untätigkeit . Aber es gibt ja jetzt 15 – 10 – 15 . So geht Corona endgültig k.o. .

  3. Tja, besorgte Mutter, Quod licet Jovi, non licet bovi. So lange sich keiner aktiv dagegen wehrt durch Fernbleiben (Streik), wird sich auch nicht viel ändern. Der Ton von „oben“ nach „unten“ war schon immer arrogant und selbstherrlich, wenn nicht unverschämt, aber was momentan abgeht überschreitet die Grenzen des Erträglichen. Mit solchen Äußerungen wird die Zusamenarbeit immer schwieriger, das wird sicher Folgen haben, in welcher Form auch immer.

  4. Es war einmal in Absurdistan… Ach nee, das würde wieder zu lang! 😉

    Unsere Kultushoheit Tonne zeigt mal wieder wes Geistes Kind er ist!

    Hier noch ein paar sinnvolle Vorschläge für weitere, wissenschaftlich fundierte Vorschläge, die ihm gefallen dürften:
    – wir legen die Heizungsanlagen aller Schulen still und heizen ab jetzt mit Köperwärme
    – wir bauen alle Fenster in Schulen aus, damit eine stete Lüftung erfolgen kann
    – wir schaffen Tische ab und füllen die Klassenräume so, dass die Kinderchen nicht nur Schulter an Schulter sitzen, sondern gestapelt werden können, das erzeugt Reibungshitze und verhindert ein Auskühlen der Kleinen
    – bei Raumnot werden keine neuen Anbauten oder Gebäude errichtet, sondern Außenklassenzimmer mit Carportdächern, das spart viele Kosten und sorgt für ununterbrochene Lüftung
    – bei maroden Gebäuden findet ein Rückbau (Abriss) zu oben genannten Außenklassenzimmern statt
    – außerschulische Lernorte werden dauerhaft genutzt, so z.B. Unterführungen, Brücken, überdachte Bereiche vor Geschäften
    – Wassertoiletten werden durch Trockentoiletten ersetzt, deren Inhalt dann im Biologie- und Chemieunterricht nicht nur für Experimente genutzt, sondern zu wertvollem Kompost verarbeitet werden, durch den Verkauf können die Schulen sich selbst finanzieren oder besser, die Gewinne werden als Schulsteuern an die Landesregierung abgeführt, so könnten die überfinanzierten Schulen endlich einen kleinen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl beitragen und endlich nicht nur Kosten verursachen

    Ernsthaft, dieses dumme Gefasel unseres Kultuskomikers ist doch nur noch für die TONNE!!!!!!!

    Entschuldigung, zu etwas anderem als Sarkasmus und Ironie bin ich nicht mehr fähig, anders kann ich das alles nicht mehr ertragen.

    • Oh weh, MeinSenf…
      …ein Mitarbeiter des KMs in Nds hat sich bereits Notizen gemacht und arbeitet schon an einer Tischvorlage für die nächste Dienstbesprechung mit Grant H Tonne…

      Mit dem Ergebnis geht es dann spätestens a 6. Oktober, dem nächsten Termin der KMK (vorher gibt es ja bei der stabilen Lage in den Schulen keinen Bedarf, sich zu besprechen) und stellt das sog. „Tonne-Paper“ den anderen Luschen vor, die es dann wahrscheinlich für ihre Beritte 1:1 übernehmen werden.

  5. Oh MeinSenf – die Vorschläge sind einfach toll! 🙂 könnte man da dann auch gleich die Curricula rückbauen? Bin voll dabei!

    • Tut mir leid, Sie enttäuschen zu müssen, Bildung ist wichtig, Bildung geht vor! Eine sinnvolle Entschlackung der Curricula wäre dem hinderlich, da könnten ja einige auf die Idee kommen, dass irgendwelche Vorgaben von oben vielleicht nicht ganz durchdacht gewesen sein könnten.
      Die Lehrpläne sind nicht zu voll, wir Lehrer sind nur nicht schlau genug, um die komplexe Schönheit und das sinnvolle Ineinandergreifen der Unmengen an Stoffvorgaben zu erkennen.

      • Applaus !!!
        und eine Frage: Kann man aus getrocknetem Kot nicht auch Briketts herstellen? Dann könnte man ja auch so Öfen aufstellen für die, denen trotz Pinguin-Anordnung kalt bliebe? Die am Rand frieren ja doch etwas manchmal…
        Wäre bestimmt eine tolle AG, und so naturnah.

        Zum Glück sind WIR hier in BW, da wird es ja nicht so kalt wie im Norden.
        *Ironie off*

        Also im letzten Winter waren meine Tochter, sehr viele Mitschülerinnen und Mitschüler und SOGAR Lehrerinnen und Lehrer krank ob des Dauerlüftens.
        Komisch, was stellen die sich so an?
        Oh, das war dann doch nochmal ironisch…

  6. „Es gibt keine Hinweise auf ein überproportionales Infektionsgeschehen oder gar Spreader-Events in Schulen“

    Einerseits fehlten und fehlen verdachtsunabhängige (und i.d.R. gar bei konkretem Verdacht; s.u.) PCR-Reihentestungen inkl. Gensequenzanalysen. Das tatsächliche Infektionsgeschehen an Schulen bzw. unter Schülern wurde hierzulande seit Pandemiebeginn also nie (flächendeckend) eruiert. Dies ist auch nicht mittels Antigenschnelltests möglich, um dieses Pseudoargument bereits im Vorfeld zu neutralisieren: Bereits die laborbasierten Antigenschnelltests zur Anwendung durch geschultes Fachpersonal weisen bei asymptomatischen Infizierten (also dem Gros aller Infizierten) – wider Gegenbehauptungen – eine Sensitivität von lediglich 38,9 % auf, können also statistisch ca. 3/5 der asymptomatischen Infizierten ggf. nicht identifizieren! Bei Infizierten mit spezifischer Symptomatik liegt die Sensitivtität zwar bei 85,7 %, aber auch dieses Restrisiko erscheint für den Präsenz- u./o. Wechselunterricht aufgrund der spezifischen Probleme und der Verweildauer am Ort Schule nicht legitimierbar. Mithin produzieren die den Schulen zur Verfügung gestellten Selbsttests zur Eigenanwendung durch Laien demggü. wesentlich mehr falsch-negative Ergebnisse und bergen ein erhöhtes Risiko der Falschanwendung, so dass das RKI vor einer „Vermittlung einer Scheinsicherheit“ warnt. Außerdem sollen diese Antigentests nur dann anschlagen, wenn die gemessene Viruskonzentration über einer bestimmten Nachweisgrenze liegt, ohne aber auszuschließen, dass eine Infektion resp. Infektiosität mglw. bereits unter dieser Grenze besteht.

    Andererseits fehlten und fehlen hierzulande Dunkelzifferstudien. Dass diese Ziffer die Zahl der registrierten Infizierten massiv übersteigen dürfte, ist aber eine statistische Selbstverständlichkeit. Zudem: Eine WDR-Recherche vom 25. Februar 2021 ergab, dass damals von den 53 Gesundheitsämtern in NRW 16 Ämter das Infektionsumfeld überwiegend nicht oder allenfalls bei ca. der Hälfte der Fälle dokumentieren können, 9 Ämter konnten diesbzgl. keine Aussagen tätigen, 17 Ämter machten keine Angaben. Damit sind tendenziell 42 (79 %) der Ämter mit der Dokumentation überfordert resp. ihnen ist das Infektionsumfeld (großteils) unbekannt. Bereits im vergangenen Dezember wurde konstatiert: „Die Gesundheitsämter kommen offenbar bei der Rückverfolgung von Infektionsketten immer öfter nicht mehr hinterher. In 43 Prozent der Fälle, so berichtet die ‚Rheinische Post‘ unter Berufung auf einen Lagebericht der NRW-Gesundheitsämter zur Woche vom 24. bis 30. September, blieb das ‚Infektionsumfeld‘ unklar. Trotzdem wird aus den Daten deutlich, dass […] die meisten der nachvollziehbaren Infektionsketten, nämlich 35 Prozent endeten in der Rückverfolgung in […] Schulen und Kitas (11 Prozent).“
    Diese Hellziffer(!) für Schulen und Kitas muss dabei als Minimalwert gelten (rechnerisch bleibt angesichts dieser Daten ein Potenzial von 11-54 % der Infektionsumfelder), auch weil der potenzielle Infektionsort Schule systematisch ignoriert wurde und wird. In Nidersachsen wird dies nicht anders sein.

    Zudem: Es war und ist seit letztem Jahr gängige Praxis vieler Gesundheitsämter, Kontaktpersonen jeder Kategorie, egal ob bspw. stundenlanger Sitznachbar einer infizierten Person in der Schule (s.o.) oder Bewohner desselben Haushalts wie der Infizierte, ausschl. ggf. dann zu testen, sollte diese Kontaktpersonen selbst eine einschlägige (ausgeprägte) Symptomatik und gleichzeitig(!) ein erhöhtes Risiko für einen kritischen Infektionsverlauf aufweisen. Fehlt letztere Bedingung, wird regelmäßig lediglich die Quarantäne verordnet. Wird ungeachtet dessen im Einzelfall (gem. der skizzierten Bedingungen) zufällig eine Infektion amtlich festgestellt, erfolgt auch dort allenfalls die Quarantäne für die Kontaktperson, so sie denn nicht bspw. 1,5 Meter Abstand gehalten u./o. einen MNS getragen hat (ungeachtet dessen, dass dies einer Infektion eben nicht hinreichend vorschützt).
    Trotz eines erheblichen Infektionsrisikos wird das absolute Gros der Kontaktpersonen also nicht getestet und hat folglich gar nicht die Möglichkeit, als evtl. Infektionsfall statistisch erfasst zu werden. Problematisch ist diesbzgl. auch, dass Infektion bei Kindern und Jugend-lichen i.d.R. asymptomathisch verlaufen. Die Folge dessen ist eine systematische Untertestung von Kindern und Jugendlichen.

    Die registrierten und seitens der Gesundheitsämter und der Politik kommunizierten (ehedem niedrigen) Infektionsfälle spiegeln also nicht das tatsächliche Ausmaß der Infektionen wieder: So kann im Extremfall eine komplette Klasse / ein kompletter Kurs / ein komplettes Kollegium infiziert sein, gilt aber als nicht infiziert. Verdachtsunabhängige Stichproben u.ä. finden erst gar nicht statt, ebensowenig wie (strapazierfähige) Reihentestungen inkl. Gensequenzierung an Schulen mit dokumentierten Infektionsfällen (zumindest nicht hierzu-lande), die Aussagen über das tatsächliche Infektions-geschehen, die Infektionsrichtungen und -dynamiken in Schulen erlauben würden. Das auch seitens der Politik regelmäßig rezitierte Mantra der sicheren Schulen, in denen eine Virusdiffusion quasi unmöglich sei, in die das Virus allenfalls von außen in die Institution hinein-getragen werde, selbst bei mehreren Fällen am selben Ort i.d.R. jeweils separat durch einzelne Individuen, verfängt nicht. Auch eine Verbreitung vor Ort wird quasi aus-geschlossen, geschehe allenfalls von Erwachsenen (vulgo Lehrern) auf Schüler. Dies ist ebenfalls eine Aussage, die nicht auf den für solche Behauptungen notwendigen Reihentestungen inkl. Gensequenzierungen basiert, wider-spricht mithin nicht nur basalen Erkenntnissen der Biologie und Physik, internationalen Studienergebnissen und praktischen Erfahrungen, sondern ist auch nicht durch die systematisch verzerrten Daten der Gesundheitsämter (und durch auf diese Daten unkritisch-affirmativ rekurrierende Einzelstudien diverser Institute) gedeckt.

    Erweitert werden diese Einwände, aus denen der Anspruch an jedwede Schulöffnung resultiert, allen an Schule Beteiligten maximale Prophylaxe zu bieten, außerdem durch folgende Erkenntnisse und Entwicklungen:
    Das Infektionsrisiko an einem sechsstündigen Schultag in einer Klasse / einem Kurs mit halber Raum-belegung, unter den expl. Bedingungen, dass (a) ein Mindestabstand von 1,5 Metern rigide eingehalten wird, dass (b) alle Anwesenden konstant einen adäquaten MNS korrekt tragen und dass (c) regelmäßig ein optimaler Luftaustausch1 stattfindet, hat bei Anwesenheit eines einzigen Infizierten im Raum einen R-Wert von 2.9; d.h. dass sich statistisch an einem Tag pro Klasse / Kurs ca. drei Personen infizieren!
    Diese Kalkulationen basieren aber auf der sog. Wildvariante des Virus, die neuen Mutationen sind jedoch deutlich infektiöser: B.1.1.7, die neue Dominante des Virus, hat demggü. einen um .4-.7 höheren R-Wert, folglich ist das Infektionsrisiko wesentlich höher… und dann gibt es da noch die aktuellsten Mutanten.

    Die Realisierung der Bedingungen (a) bis (c) in hinreichender Art und Weise ist im Schulalltag zudem utopisch. Mithin kann falsches Lüften die Infektions-gefahr drastisch erhöhen, adäquat platzierte Luftfilter mit entsprechender Leistung erscheinen absolut alternativlos:
    Um das Infektionsrisiko der Wildvariante auf einen R-Wert von 1.0 zu reduzieren, sind gem. Hermann Rietschel Institut der TU Berlin bereits ca. 75 m3/h pro Person an virenfreier Zuluft notwendig, bei B.1.1.7 benötigt man hierzu jedoch schon 105 m3/h pro Person. Die benötigte Zuluft ist pro Stunde kumulativ, so dass bspw. binnen zwei Stunden bereits 150 m3/h pro Person (Wildvariante) resp. 210 m3/h pro Person (B.1.1.7) an Zuluft benötigt werden. Zwei Zeitstunden sind damit rechnerisch auch das zeitliche Limit, dass ein halber Kurs (max. 17 Schüler, inkl. Lehrer) – unter Maßgabe des Einhaltens von Mindestabständen und des Tragens eines adäquaten MNS – bei expl. Einsatz eines Hochleistungsluftfilters mit einer Zuluftleistung von ca. 3500 m3/h pro Person (Werte, die mit normalem Lüften nicht erreichbar sind) im selben Unterrichtsraum unterrichtet werden kann. Tatsächlich wäre aber eine Reduzierung auf R=0,5 mittels drastischer Erhöhung des Zuluftstroms notwendig, um eine Infektion hinreichend ausschließen zu können, was in unseren normalen Unterrichtsräumen (baulich und technisch) kaum möglich erscheint.

    Wenn man sich dann als KuMi hinstellt und das behauptet, was man als KuMi eben so behauptet, dann… naja… .. dann passt das mittlerweile einfach nur noch in das Bild der sehenden Auges getroffenen Fehl- und Falschentscheidungen, Untätigkeiten, offen artikulierten Unwahrheiten voller Antiintellektualismus, Wissenschaftsfeindlichkeit und statistischer Unredlichkeiten, garniert mit zynischer Skrupellosigkeit und dem Bramarbasieren über die eigenen Erfolge.

    • Vielen Dank!!! Komplexer Sachverhalt, differenzierte Darstellung, überprüfbare Daten, nachvollziehbare Schlussfolgerungen.
      Hm, dieser Text hat also wohl leider überhaupt gar keine Chance, in ein kultusministerielles Gehirn vorzudringen.

    • Diese so objektiv beschriebenen Sachverhalte müssten doch unbedingt in die Argumentation für die RLF Eingang finden, mit denen momentan viele Eltern/ Lehrer/ Engagierte in den unterschiedlichsten Kommunen befasst sind! Sei es zur ÜBerzeugung der Kommune als Schulträger zur Beantragung der Fördergelder für die mobilen RLF beim Land oder der fest installierten nun vom BUnd. Könnten Sie diese Fakten uns so verwendbar zur Verfügung stellen?! Das würde gewiss vielen sehr helfen!#

  7. Das erinnert sehr an die Geschichte mit den “Rinder-Offenställen” in der DDR, bei der die armen Rindviecher vom Stehen in der Zugluft alle krank wurden und starben, woraufhin diese geniale Kosten sparende Idee schnell wieder abgeschafft werden musste.
    Nachzulesen hier https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rinderoffenstall
    Wie sich die Geschichte wiederholt…

  8. „Arzt impft Kinder entgegen der Stiko-Empfehlung: „Werde sie nicht ins offene Messer laufen lassen“
    16.20 Uhr: Pedro Andreo Garcia impft in seiner Praxis alle Kinder und Jugendlichen gegen Corona, die das wollen – und das, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) die Immunisierung nur bei Kindern mit Vorerkrankungen oder einem hohen Risiko für schwere Covid-19-Verläufe empfiehlt. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) begründete der Arzt die Entscheidung mit psychischen Faktoren: „Jugendliche leiden sehr stark und zunehmend stärker unter den bereits lange Zeit andauernden Restriktionen. Ich beobachte in meiner Praxis eine steigende Anzahl von Jugendlichen mit depressiven Verstimmungen und Rückzugstendenzen.“
    Aber auch die medizinische Situation spiele für ihn eine Rolle. „Tatsächlich erkranken Kleinkinder bis zu Beginn des Schulalters in der Regel mild, obwohl es da auch schwere Verlaufsformen gibt. Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Infektion treffen immer häufiger größere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, auch nach oft nur milder oder moderater Infektion mit dem Coronavirus“, erklärte Garcia der „FAZ“. Er verlasse sich auf das Urteil von Experten aus ganz Europa, denen zufolge der Biontech-Impfstoff für Jugendliche ab zwölf Jahren sicher und geeignet sei.
    Letztlich will der Mediziner die Jüngsten auch vor den Folgen einer potenziellen vierten Virus-Welle bewahren. Neue und zukünftig zu erwartende Virus-Mutationen seien deutlich infektiöser als die bisherigen, sagte er der „FAZ“. Und weiter: „Gerade für Kinder und Jugendliche, die dem Geschehen dann ungeimpft und schutzlos ausgeliefert sein werden. Als Kinder- und Jugendarzt mit mehr als 30 Jahren Berufs- und Impferfahrung werde ich meine jungen Patienten nicht in das offene Messer der kommenden Infektionswelle laufen lassen.“
    https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/impfung-gegen-corona-mehr-als-jeder-vierte-in-deutschland-vollstaendig-geimpft_id_12775218.html

    Offenes Messer? Das lauert woanders. Ich hätte da ein paar Assoziationen…
    Und leider wird bis zum Herbst von Seiten der KuMis wieder nichts getan werden, um den Schulbesuch unter Pandemiebedingungen sicherer zu machen. Die im Artikel genannten Gefahren auch für Kinder spielen da offenbar gar keine Rolle. Die Masse der Kinder und Jugendlichen wird nicht geimpft sein, wenn das neue Schuljahr in Vollpräsenz beginnt…

  9. Ich fordere sie sofortige abschaffen sämtlicher Luftfilter in alles Ministerien und anderen öffentlichen Gebäuden! Frische Luft ist gesund und es gibt keinen Hinweis auf Ausbrüche oder super spreader Events dort.

    Kann das wirklich wahr sein, dass solche Aussagen keine Sau interessiert und kein Konsequenzen hat?

  10. [Verlegen zur Seite:] Uff, was mach ich draus? „Frische Luft ist gesund“ – wie sollt man das noch mit ’nem Schalk verseh’n?

    [Rauft sich nervös das Haar.]
    [Ruft dann aus, jämmerlich:]

    Ich geb auf, ich ward gewonnen. Hier,
    mein ganzes Sein liegt nun zu Boden.
    Zertretet es, so es gar ziemet!
    Ich Wurm im Staube des Vergänglichen,
    Besiegter der ich bin.

    [Hm, gar nicht so schlecht geworden.]

    • Dil, es ist wunderschön!

      Ich Wurm, der ich im Staube liege,
      bewundere der Sterne Pracht
      und so ich dereinst zertreten und geschlagen,
      kehre heim zur Mutter, zur Nacht.

      Passt zwar nicht ganz, aber es hat mich einfach mitgerissen! Danke für diesen poetischen Moment!

      • Dankeschön, liebe/r MeinSenf!
        Das ist aber auch sehr tief … die große Nacht zur Mutter – Respekt & LG!

    • Und, gibt es schon die Mitteilung eures Kultusministeriums, dass die Schüler selbstredend in ihrer Freizeit von böswilligen Erwachsenen infiziert wurden?

      • @WiMoKa

        „… dass die Schüler selbstredend in ihrer Freizeit von böswilligen Erwachsenen infiziert wurden?“

        Oh?
        Gab es Freitagnachmittag einen „Wandertag der Schul- und Kultus-Ministerien“ in die nächstgelegenen Eisdielen?
        (Ironie, naaaatüüüürlich.)
        😉

        • @Pit2020:

          Das kann unmöglich sein!
          Unsere KM sind doch 24/7 luftgefiltert und plexiverglast.
          Und denken auch in ihrer Freizeit immer wieder nur ans ❤ Kindeswohl!

  11. Ein Kindarzt, der nicht mehr mitmacht:
    „Pedro Andreo Garcia impft in seiner Praxis alle Kinder und Jugendlichen gegen Corona, die das wollen – und das, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) die Immunisierung nur bei Kindern mit Vorerkrankungen oder einem hohen Risiko für schwere Covid-19-Verläufe empfiehlt. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) begründete der Arzt die Entscheidung mit psychischen Faktoren: ‚Jugendliche leiden sehr stark und zunehmend stärker unter den bereits lange Zeit andauernden Restriktionen. Ich beobachte in meiner Praxis eine steigende Anzahl von Jugendlichen mit depressiven Verstimmungen und Rückzugstendenzen.‘

    Aber auch die medizinische Situation spiele für ihn eine Rolle. ‚Tatsächlich erkranken Kleinkinder bis zu Beginn des Schulalters in der Regel mild, obwohl es da auch schwere Verlaufsformen gibt. Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Infektion treffen immer häufiger größere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, auch nach oft nur milder oder moderater Infektion mit dem Coronavirus‘, erklärte Garcia der FAZ. Er verlasse sich auf das Urteil von Experten aus ganz Europa, denen zufolge der Biontech-Impfstoff für Jugendliche ab zwölf Jahren sicher und geeignet sei.

    Letztlich will der Mediziner die Jüngsten auch vor den Folgen einer potenziellen vierten Virus-Welle bewahren. Neue und zukünftig zu erwartende Virus-Mutationen seien deutlich infektiöser als die bisherigen, sagte er der FAZ. Und weiter: ‚Gerade für Kinder und Jugendliche, die dem Geschehen dann ungeimpft und schutzlos ausgeliefert sein werden. Als Kinder- und Jugendarzt mit mehr als 30 Jahren Berufs- und Impferfahrung werde ich meine jungen Patienten nicht in das offene Messer der kommenden Infektionswelle laufen lassen.'“
    (https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/impfung-gegen-corona-mehr-als-jeder-vierte-in-deutschland-vollstaendig-geimpft_id_12775218.html)

    Mal jemand, der anders als die KMK vorausschauend handelt.

  12. „Die Linken-Fraktionschefin hatte den Kultusminister aufgefordert, eine aktuelle Liste über die Anschaffung mobiler Luftfilter in den Landesbehörden vorzulegen – was Tonne unter Verweis auf den Verwaltungsaufwand zurückgewies.“

    Einfach mal mit 20 Mann über fragdenstaat.de nach den Rechnungen von Luftfilteranschaffungen für die Landesbehörden nachfragen. Meines Wissens nach (bin Laie) müssten die eigentlich verpflichtet sein, die heraus zu rücken. Man muss aber wohl bei jeder Behörde einzeln anfragen. Eine gemeinsame Liste wird es wohl eher nicht geben.

    • @eldorado:
      Habe ich in einem anderen Kontext mal versucht…habe die super Rückmeldung bekommen, dass mir als Bürger unseres Landes natürlich Auskunft über entsprechende Belange zusteht…habe dann wochenlang gewartet und auch bei wiederholter Nachfrage keine Infos zum gewünschten Thema bekommen. Mittlerweile habe ich mein Begehren aufgegeben…die Infos und die daran geknüpfte Frage meinerseits haben sich überholt.
      Wer also Monate oder Jahre Zeit hat, auf eine Auskunft zu warten, der / die sollte es auf diesem Weg mal versuchen – ich bin von der Möglichkeit sehr enttäuscht.

      • @Andre Hog
        Da müsste es irgendwo in der Anfrage einen Vermittlungs-Button geben, mit dem man die entsprechende Behörde, die für das Transparenzgesetz steht, um Vermittlung bitten kann. Vielleicht hilft auch ein Blick ins FDS Forum.

  13. Mich graults schon jetzt vor dem nächsten Winter!Vielleicht schicke ich meine Kinder nicht in die Schule!Hauptsache,Tonne oder Minister sitzen im warmen, echt einfach zum k…

    • Mich graut es auch vor der Zeit bis zu den Sommerferien. Bei diesem Wetter steht die Luft trotz offener Tür und Fenster. Kein Lüftchen bewegt sich. Die Temperaturen steigen massiv.
      Normalerweise wurden die Fenster auf der Sonnenseite im Laufe des Vormittags geschlossen, da die Hitze ansonsten unerträglich wird. Wie soll man da jetzt lüften? Die Hitze ist für LuL und SuS noch sehr viel schlimmer als die Kälte im Winter. Mit japsenden Kindern, denen der Schweiß unten aus der Maske tropft, ist auch kein richtiger Unterricht möglich.
      Schön dass aus den luftgefilterten und klimatisierten Ministerien so tolle Vorschläge kommen!

  14. In Niedersachsen sind die Discotheken und Clubs wieder ohne Abstandsregel und Maskenpflicht geöffnet. Von daher kann man den Kultusminister – diesmal – sogar verstehen.

    Was im Herbst passiert wird man dann sehen. Ob die Impfung aus dem Frühjahr dann noch hilft was keiner…
    Die Politiker werden dann wieder ganz überrascht tun..

    • Das ist so nicht ganz richtig.Masken müssen beim Tanzen aufgesetzt werden,und es ist nur halbe Personenanzahl eelaubt.Tests oder Impfnachweise erforderlich.Ich hab aber lange genug am WE in einer Disko gearbeitet,um zu wissen,dass das danebengehen wird.

    • Die aktuellen Zahlen über die geimpften Personen sind bekannt. Bis jetzt haben gerade mal 50% eine Erstimpfung erhalten. Im Herbst müsste man schon (für Geimpfte darf nicht vergessen werden, dass die Impfung nicht zu 100 Prozent schütz. Außerdem ist nicht bekannt, wie lange der Immun-Effekt nach Impfung anhält. Klar ist nur, dass der Schutz mit der Zeit nachlässt. Bislang gibt es allerdings keine Erfahrungswerte über lange Zeiträume) über eine weitere (dritte) Impfung intensiv nachdenken. Zeitlich werden wir wieder hinterherhinken.
      Und nach den allgemeinen Öffnungorgien, denkt Herr Span schon über die Aufhebung der Maskenpflicht nach.
      Ich freue mich schon wieder auf die vielen Überstunden auf der Intensiv. Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

  15. Na da kann sich der Herr SPD Kanzlerkandidat über einen Stimmenschwund nicht beklagen bei solch weisen Leuten in seiner Partei. Eltern sind die Wähler…..

  16. SUPER…dann sollten die Herrschaften der Regierungen doch mit gutem Beispiel vorangehen und auch die Fenster in dieser engen Taktung öffnen !!!…u heißen Kaffee gibt es dann auch nicht mehr !!!

  17. …jaja…Lüften…Lüften….Lüften..
    komisch wie oft meine Kind irgendwann krank war …wir hatten mehr Ausfall wegen Erkältung statt Corona…“leicht Ironisch war das gemeint“
    aber Hauptsache die Damen und Herren der KMK sitzen im Warmen wieder….also, die gleiche Prozedur wie letztes Jahr…..Frierendes Kind
    mit Schal, Mütze, Handschuhe im Unterricht???…Wo liegt das Problem mit den Luftfiltern???…ach ja….Kinder sind ja nicht wichtig…und das die Luftfilter funktionieren stimmt …
    bei gleichen Spiel für diesen Winter kann ich mein Grundschulkind Zuhause lassen und homeschooling machen ..gezwungener Weise…und arbeitslos machen…
    Liebe KM der Länder….sitzen Sie mal einen Monat in der Schule im kalten Klassenzimmer…..bei regulären Unterricht….
    Bitte um mehr Aktivierung des Gehirn
    bei diversen Aussagen….
    ach so….vergessen..ein Kind ist ja nicht Wirtschaftsrelevant….

  18. Wenn man so argumentieren würde um im Ministerium die Fenster offen zu halten wäre ich gespannt was die Gewerkschaft sagt

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