Kultusminister Tonne: «Größtmögliche Normalität» im neuen Schuljahr

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Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) begrüßt den Beschluss der Kultusministerkonferenz, dass es im kommenden Schuljahr keine monatelangen Schulschließungen mehr geben wird. Der niedersächsische Weg, Präsenzunterricht wieder flächendeckend anzubieten und gleichzeitig den Gesundheits- und Infektionsschutz zu gewährleisten, finde sich in dem Beschluss des Bundes wieder, sagte Tonne nach der Videoschalte am Donnerstag.

„Nachlässigkeiten werden hart bestraft“: Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Foto: Foto-AG Melle, derivative work Lämpel is licensed under CC BY 3.0

Das Schuljahr 2021/2022 soll nach den Sommerferien im vollständigen Regelbetrieb beginnen, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Es sei aber klar, dass es weiterhin Sicherheitsvorkehrungen geben werde, so der Kultusminister. «Wir wären schlecht beraten, alle Sicherheitsmaßnahmen fallen zu lassen. Das Virus hat gezeigt, dass Nachlässigkeiten hart bestraft werden», sagte Tonne. Welche Regeln im neuen Schuljahr genau gelten werden, hänge auch mit der Inzidenzlage zusammen und könne regional unterschiedlich sein. Tonne sagte, es werde an einem Konzept gearbeitet, das mit noch vor den Ferien kommuniziert würde.

Der Kultusminister kündigte an, dass es auch im kommenden Schuljahr 2021/2022 faire Abschlussprüfungen geben werden. Den Prüflingen des kommenden Jahrgangs würden keine coronabedingten Nachteile entstehen. «Wir arbeiten darauf hin, die größtmögliche Normalität zu gewährleisten», so Tonne. dpa

Die Kultusminister schaffen es immer wieder, noch einen draufzusetzen: Jetzt erklären sie Corona in Schulen für beendet!

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7 KOMMENTARE

  1. „….es werde an einem Konzept gearbeitet….“

    WARUM?
    WOZU?

    Wir haben an den Schulen doch hervorragende Hygienekonzepte:(„Die Schulen sind sicher…“)

    Wie wollen Sie DAS denn noch toppen, Herr Tonne????

    PS: Lieber Herr Tonne, bitte senden Sie mir einen Möbel-Gutschein zu…habe die Tischkante jetzt komplett durchgebissen!
    Vielen Dank im Voraus….

  2. Wieso plant er überhaupt noch? Er weiß doch schon, wie es werden wird, so wie es jetzt schon ist!
    Keine Masken mehr, unsichere Tests, wenn überhaupt, Luftfilter sowieso nicht und kein Schutz für Schülerinnen, Schüler, ungeimpfte Eltern oder sonst irgendwen!

    Es wird ewig so weitergehen, tolle Beschlüsse, die niemandem helfen, niemanden beschützen und allen das Leben nur noch schwerer machen. Wahrscheinlich schickt er dann einen Tag vor den Ferien den dicken Hammer, der dann wie ein Damoklesschwert über allen Beteiligten hängen wird und jegliche Entspannung unmöglich macht. Oder vielleicht lässt er sich für uns ja für uns noch schnell Ferien-Sondereinsätze einfallen, wer weiß schon, was im Kopf unseres begnadeten Kultuskönigs vor sich geht.

    „Jahr: eine Periode von dreihundertfünfundsechzig Enttäuschungen.“
    (Ambrose Bierce)

  3. Schön wäre endlich eine „größtmögliche Normalität“ in den Denkorganen (Hirnen) und Planungsprozessen unserer KM.
    Vielleicht wäre das mal ein „Sicherheitskonzept“, das tatsächlich wirken könnte.

  4. Welchen Gesundheitsschutz gibt es in den Schulen? Long covid für Schülerinnen und Schüler.
    Läuft…
    Die Inzidenz der Altersklassen sollte für die Entscheidungen herangezogen werden. Aber die Zahlen sind für die Kultusmunister nicht interessant. Von wegen Luftfilter und so…

  5. So normal,wie Dauer -Masketragen,Nasepopeltests und ständiges Händewaschen (mit eigenenem Handtuch,weil Papiertücher zu teuer)und mit Winterjacke im Interricht eben sind.Himmel,wenn Ihr Normalität wollt,schafft das hinreichend bekannte Equipment an!

    • Oho, ich glaube ich habe meinen neuen Lieblings-Wortschöpfungs-Verdreher gefunden: „Interricht“ … ja, das könnte dann wieder die Weihnachtszeit einrahmen.

      Danke 🙂

  6. Was auch immer man sich unter „Normalität“ vorstellt:
    – Haushaltssperre,
    – Lehrkräftemangel,
    – fehlender Arbeitsschutz,
    – fehlende Erfassung der Arbeitszeit,

    in Niedersachsen:
    – fehlende Grundausstattung zur Inklusion, die 2 Std pro Woche/Klasse für Schwerpunkte Lernen, Sprache, ESE laut Erlass werden nicht gewährleistet,
    – fehlende Sprachförderung vor der Einschulung (inzwischen in Hand der Landkreise und Städte),
    – fehlende Vertretung der Zusatzbedarfsstunden für DaZ oder Schulen im Brennpunkt.

    Oder hatte Minister Tonne den Satz auf etwas anderes bezogen?

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