Spahn: Corona-Schutz an Schulen (wie Wechselunterricht) auch im nächsten Schuljahr nötig

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TUTZING. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen – auch Wechselunterricht – noch längere Zeit aufrechtzuerhalten. Dies berichtet der „Spiegel“. »Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können«, habe Spahn bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing mit Blick auf das kommende Schuljahr gesagt.

Corona-Krise nicht beendet: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Foto: Bundesgesundheitsministerium

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein, so Spahn. »Da setzen sich Millionen Menschen in Bewegung, die sich sonst nicht in Bewegungen setzen würden und begegnen sich«, betonte der Bundesgesundheitsminister. Das könne dann zu einer »Drehscheibe in die Haushalte hinein« werden. »Wir sollten dieses Mal die Sommerzeit besser nutzen.«

Die Kultusministerkonferenz hatte vergangene Woche beschlossen, dass alle Schulen nach den Sommerferien «dauerhaft im Regelbetrieb (…) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden» besucht werden sollen. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) stellt zudem in Aussicht, auf Test und Masken im kommenden Schuljahr weitgehend zu verzichten. News4teachers / mit Material der dpa

Bildungsministerin kündigt ein „Präsenzschuljahr“ an – Masken und Tests soll es nur zwei Wochen nach den Ferien noch geben

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27 KOMMENTARE

  1. Herr Spahn gibt viel Unsinn von sich … Aber hier hat er definitiv Recht . Schade , dass die Kultusminister bereits beschlossen haben , dass Corona vorbei ist . Auf zur Klassenfahrt und alle mit Delta zurück . Die Stiko hält ja Impfungen für unnötig .

    • Selten soviel Blödsinn gelesen. Alle Zahlen zeigen, dass Schulkinder keine Pandemietreiber sind. Und die StIKo hat niemals und zu keinem Zeitpunkt die Impfung für unnötig gehalten sondern auf die fehlende Datenbasis verwiesen, um Aussagen darüber zutreffen, ob auch bei jungen, in der Entwicklung befindlichen Menschen, die Risiken einer Impfung hingenommen werden können. Warum wisst ihr Nichtfachleute es nur soviel besser als ein jahrzehntelang erfahrenes Gremium von Fachleuten?

  2. Die Kultusminister haben da so ihre eigenen Pläne… und die Bundesnotbremse hat sich erledigt. Da kann Herr Spahn eine Menge fordern oder empfehlen…
    Es ist zu befürchten, dass auch diesen Sommer sämtliche Warnungen in den Wind geschlagen werden, was die Deltavariante freuen dürfte…
    Zumal Kinderärzte schon wieder vor Panikmache warnen…

    „[…] Reinhard Berner, Leiter der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum in Dresden hält Panik jedoch für unangebracht: „Ein erhöhtes Risiko bei Kindern sehe ich bislang nicht“, sagt der Kinderarzt dem Tagesspiegel. „In der Vergangenheit hat sich meist bewährt, den jeweiligen Lagen Zeit zu geben und nicht immer gleich Katastrophen herbeizuorakeln. […]
    Darüber hinaus sei es moralisch nicht vertretbar, die bislang weiterhin nur knapp verfügbaren Impfdosen an Kinder zu verimpfen, solange noch nicht einmal die Menschen versorgt sind, denen ein schwerer Verlauf drohen kann.

    Auch aus globaler Weltgesundheitssicht seien Impfungen bei Kindern hierzulande nicht tragbar: „Es gibt Regionen auf der Welt, in denen Menschen sterben, weil sie keine Impfung erhalten. Da geht es nicht an, dass der Impfstoff hier aus Übereifer an Kinder verimpft wird. Denn die meisten von ihnen würden diese eine Corona-Infektion unkompliziert oder gar asymptomatisch durchmachen.“
    Dass jetzt wieder ein normaler Schulalltag beginne, sei kein Grund zur Sorge, sondern vielmehr ein notwendiger Schritt. Berner: „Ich habe da wirklich gar keine Sorgen. Nur in einzelnen Situationen, in denen schwere Grunderkrankungen vorliegen oder die höhere Gefährdung eines Familienmitglieds wird es individuelle Lösungen geben müssen.“
    Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung müsse sich wegen des Coronavirus keine Sorgen um seine Kinder machen – und um sich selbst auch nicht, wenn die Impfangebote angenommen werden.[…]
    Berners Appell an Eltern und Politik: Ein gelassenerer und rationalerer Blick auf die Schulen als in der Vergangenheit. „Jetzt wird man sich bis zum Ende des Schuljahres irgendwie durchhangeln. Das wird auch gutgehen, weil die epidemiologische Lage günstig ist. Für das kommende Schuljahr wünsche ich mir, dass offene Schulen oberste Priorität haben.“

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/nicht-gleich-katastrophe-herbeiorakeln-kindermediziner-warnt-vor-panikmache-wegen-delta-variante/27291324.html

    • „Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung müsse sich wegen des Coronavirus keine Sorgen um seine Kinder machen – und um sich selbst auch nicht, wenn die Impfangebote angenommen werden.[…]“
      Wenn ich solche Sätze lese werde ich aggressiv! So einen Satz könnte man sagen, wenn es genug Impfstoff gäbe, um allen ein Impfangebot zu machen, die das wollen. Aber davon sind wir aktuell weit entfernt! An meiner Schule hat bis heute noch nicht jeder Lehrer ein Impfangebot erhalten. Nur einige wenige haben das Glück wenigstens schon einmal geimpft zu werden. Immerhin die haben zum Start des neuen Schuljahres einen Impfschutz, wir anderen nicht!

  3. Schön, dass wenigstens eine Person aus der Politiker-Riege ein bisschen nachgedacht und das auch laut ausgesprochen hat.
    Jetzt muss man den Mann nur noch dazu bringen, die Kultusminister davon in Kenntnis zu setzen, dass die sinnfreien Möchtegern-Beschlüsse, die man mangels Ideen in der letzten Videokonferenz (Titel: „Wünsch dir was“) aus dem Papierkorb des Vorjahres herausgeangelt hat, ganz schnell wieder in den Papierkorb hineinwandern müssen, weil wir sonst noch ein paar Kultusminister-gemachte Corona-Wellen ins Land schwappen lassen …
    Herr Spahn, viel Spaß! Selbstgespräche in Gummizellen sind wohl effektiver, schätze ich …

  4. Warum entscheiden KMs eigentlich über Gesundheitsmassnahmen?
    Ist das nicht etwas ausserhalb ihres Resorts auch wenn es dabei um den Schulraum geht?

    Obiges (Titel) erklärte Spahn auch in einer Pressekonferenz, die ich grade sah.

  5. Ohne „Durchregieren“ von Berlin in die Länder wird es nicht gehen.
    Die KM machen doch was sie wollen und werden wieder alles schönreden.

    Wenn die Kinder und ihre Familien geschützt werden sollen, muss man jetzt mit Maßnahmen und Planungen anfangen und es nicht wieder den Landesfürsten überlassen!
    Wwenn schon die Lehrer es nicht wert sind – es sind immer noch viele Kollegen trotz voller Klassen nicht geimpft – so sollten doch die Kinder es wert sein… oder??

  6. Spahn wird richtig liegen mit seinen Aussagen zum nächsten Schuljahr. Außerdem hat Spahn nach wie vor recht, dass es wichtig wäre, Kinder und Jugendliche, vor Covid-19 zu impfen, um ihnen ein möglichst „normales“ Schuljahr zu ermöglichen.
    Viele Forist*innen hatten vermutet, die Stiko-Nicht-Impfempfehlung läge allein am Impfstoffmangel. Hier haben wir es nun schwarz auf weiß von Stiko-Chrf-Mertens:
    „‚Wenn man damals, wie ursprünglich geplant, fünf Millionen Impfstoffdosen für Kinder beiseite gelegt hätte, dann wären das ja fünf Millionen Impfstoffdosen gewesen, die für die Impfung der Eltern gefehlt hätten'“, so Mertens.“
    Quelle: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article232538681/corona-deutschland-delta-drosten-aktuell-rki-news.html

  7. Hat Herr Spahn schon mal 7-8 Stunden ohne Pause eine Maske getragen, so wie es die Grundschüler seit den Herbstferien tun mussten? Wer vor und nach dem Unterricht in die Betreuung geht, trägt die Maske von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr oder auch länger. Nur zum Essen und Trinken darf sie abgenommen werden. Und das bei nun über 30 Grad- ein wahrer Spaß…besonders seitdem Stoffmasken nicht mehr genutzt werden dürfen. Mit medizinischen Maken- je nach Elternsorge auch FFP2- schwitzt es sich besser. Wehrdienst Maske nur für die Presse trägt, kann leicht sagen, dass das ja das kleinste Übel sei….

    • Ich bin nicht Herr Spahn, aber ich habe seit Oktober an jedem Präsenz-Tag ca. 6 h eine FFP2-Maske getragen. Das war nicht schön, aber in der Tat: Ich lebe noch und konnte (unglaublich) in dieser Zeit sogar sprechen. Meine SuS fanden es auch nicht schön, aber unter diesen gab es auch keine Ausfälle. Und jetzt wird hier allen Ernstes gejammert, wie schlimm das doch alles ist bzw. war, statt einfach noch 4 Wochen (je nach Bundesland etwas mehr) durchzuhalten und dann in die Sommerferien zu starten?
      Das klingt nach dem ach so mündigen Patienten, der seine Medikamente nach 10 statt 14 Tagen absetzt, weil sie nicht schmecken und er keine Symptome mehr verspürt. Willkommen in Absurdistan…

  8. Alle am Schulalltag Beteiligten wissen doch schon seit über einem Jahr, dass sie Teil eines Massenexperimentes mit ungewissem Ausgang sind. Nur was genau ist hier die Frage an die Natur? Da fallen mir nur zynische Beiträge ein…
    Wozu soll der Sommer diesmal besser genutzt werden? Meint Spahn etwa die Vorbereitung auf die 4. Welle? Verhindern werden wir sie bei der derzeitigen Politik unserer KuMis jedenfalls nicht. Und wer ist “wir”?

  9. Herr Spahn ist doch geübt darin Geld auszugeben. Bei seinen Aussagen bezüglich Schulen müssten doch jetzt vom Bund mobile Raumluftfilter angeschafft werden. Aber vermutluch kann da keiner dran mitverdienen.

    • Ein Bruchteil des Geldes, welches für FFP2 Masken zum Jahreswechsel 20/21 verpulvert wurde (2 mrd) hätte ausgereicht, um alle Klassenräumemit Lüftungsanlagen auszustatten

  10. Tja, Herr Spahn spricht aus, was viele denken, wenn sie denn denken.

    Impfungen für Kinder? Ja gern!
    Masken und Wechselunterricht solange die Kinder noch nicht (hinreichend) geimpft sind? Ja gern!
    Fehlen nur noch in dieser Reihe Luftfilteranlagen und Trennwände als dauerhafte und langfristige Maßnahme, um dem verantwortungsbewussten maximal möglichen Schul-Gesundheitsschutz in dieser und weiteren Pandemie(n) gerecht zu werden.

    Leider trägt Herr Spahn genau wie die KuMis selber Scheuklappen, wenn er denkt, dass er außer Unmut irgendwas in Bewegung bringen könnte. Er verschließt seinen Blick auf die Länder-Entscheidungsträger(innen) das Schulwesen betreffend – und diese verschließen den Blick auf das (Bundes)Gesundheitswesen.

    Wäre es nicht so langsam mal an der Zeit, ein „Scheuklappenverbot“ alias „Bundesnotbremse“ zwingend bindend voranzutreiben?

    Mit „Bla-bla-bla“ im „Föder-all-ala“ bleibt leider immer nur „Tri-tra-trullala“!

  11. Das Frankfurter Gesundheitsamt ist in den vergangenen anderthalb Jahren nicht durch besondere Vorsicht aufgefallen – gerade im Hinblick auf Schulen. Wobei dessen bisheriger Leiter René Gottschalk (Barrigton-Declaration-Anhänger) nun in den Ruhestand gegangen ist und von Peter Tinnemann abgelöst wurde. Tinnemanns Empfehlung angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante an einer Frankfurter Schule sollte den KuMis umgehend zu denken geben:

    „Trotz sinkender Inzidenzen verzeichnet Hessen und insbesondere Frankfurt eine Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Wie Hessenschau berichtet, ist diese nun in einer Grundschule in Frankfurt-Fechenheim ausgebrochen. Sie wurde bei den zwei Mal wöchentlich durchzuführenden Schnelltests festgestellt.

    Laut Gesundheitsamt sind ingesamt 22 Schüler und Mitarbeiter der Schule infiziert. Bei mindestens sieben konnte die besonders ansteckende Delta-Variante festgestellt werden – in den anderen Fällen steht das Ergebnis noch aus. Schwere Krankheitsverläufe wurden dem Amt bislang nicht gemeldet. Dennoch stellt die Schule den Präsenzbetrieb für eine Klasse zur Sicherheit vorerst ein.

    Die Delta-Variante des Coronavirus tritt in Frankfurt am häufigsten auf. Die Stadt Frankfurt berichtet in einer Pressemitteilung, dass seit der ersten Dokumentation 55 Fälle der Delta-Variante in der Stadt registriert wurden. 32 Personen seien inzwischen wieder genesen.

    Um den Ausbruch der Variante weiter aufzuklären, sollen nachträglich im familiären Umfeld erkrankte Personen auf die Delta-Variante untersucht werden. Dabei könnte die Verbreitung der neuen Variante auch eine Dämpfung für mögliche Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen bedeuten. ‚Die Maskenpflicht in Schulen sollte angesichts der erhöhten Übertragbarkeit der Delta-Variante nur mit Zurückhaltung und nicht allgemein gelockert werden‘, lautet die infektiologische Einschätzung von Dr. Peter Tinnemann, dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes.“
    Quelle: https://www.fnp.de/hessen/hessen-delta-variante-coronavirus-corona-virus-frankfurt-wiesbaden-mutante-zr-90810104.html

  12. Und weiter ein sehr guter Bericht von Gisela Kirschstein – gerade etwas in meinem örtliche Umfeld gegoogelt. Dort heißt es: „In der Stadt Mainz gibt es derzeit neun bestätigte Fälle der Delta-Variante, teilte die Kreisverwaltung auf Mainz&-Anfrage mit. Im Landkreis Mainz-Bingen sind es aktuell zwölf Fälle, davon stünden sechs in Zusammenhang mit einer Kita. Experten warnen nun eindringlich: Deutschland treibe seine Öffnungsschritte direkt in die nächste Welle hinein – schon wieder.“
    Quelle: https://mainzund.de/delta-variante-des-coronavirus-auch-in-mainz-aktiv-sorge-vor-vierter-welle-waechst/

  13. „+++ 10:01 Israel verhängt nach Ausbruch an Schulen wieder Maskenpflicht +++
    Nach einem neuen Corona-Ausbruch an israelischen Schulen ist in zwei Ortschaften wieder Maskenpflicht für Schüler verhängt worden. Das Gesundheitsministerium teilt mit, im Raum Binjamina südlich von Haifa sowie in Modiin-Makkabim-Reut müssten in Innenräumen sowie Außenbereichen wieder Schutzmasken getragen werden. Die Maskenpflicht in Israel war erst vor fünf Tagen angesichts niedriger Infektionszahlen landesweit aufgehoben worden. In einer Schule in Binjamina wurden jedoch 45 Studenten positiv getestet. Auch in Modiin – einer Stadt zwischen Tel Aviv und Jerusalem – gab es rund ein Dutzend neuer Corona-Fälle. Nach Medienberichten wird an beiden Schulen ein Zusammenhang mit Rückkehrern aus dem Ausland sowie der ansteckenderen Delta-Variante vermutet.“

    https://www.n-tv.de/panorama/11-12-Suedkorea-lockert-Kontaktbeschraenkungen–article21626512.html

    Auch bei uns wird es nicht so entspannt bleiben.
    Von zusätzlichen Vorkehrungen für den Beginn des neuen Schuljahres bei uns zurzeit keine Spur.

  14. Hallo,
    DAS Frage ich mich seit einem Jahr: Wieso haben KMs überhaupt die Machtbefugnisse allerorts und überall geltende Regeln des Arbeits- und Gesundheitsschutz‘ außer Kraft zu setzen…???????
    WER gibt ihnen diese Rechte? Und vor allem: WARUM?
    Und: Wie kann es sein, dass Gerichte bundesweit geltende Regeln für“unzulässig entscheiden“ können? (Auch wenn es nur Einzelfälle sind?)
    WENN alle Regeln für alle bindend wären, dann hätten wir seit Monaten die ganze Schei…. sicher besser „im Griff“. Davon bin ich überzeugt!

  15. „SONNTAG, 20. JUNI 2021
    Coronavirus-Liveticker
    +++ 20:45 KMK-Chefin: Keine frühzeitige Festlegung weiterer Einschränkungen des Regelunterrichts +++

    Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst von der SPD, hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. „Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig infrage gestellt werden“, sagte sie dem „Tagesspiegel“. Die Linken-Bildungspolitikerin im Berliner Abgeordnetenhaus, Regina Kittler, sagte, man müsse die Inzidenzwerte in den Ferien beobachten und bei einem Anstieg könne es „auch sein, dass es zu Schulbeginn zum Teilungsunterricht kommt“.
    https://www.n-tv.de/panorama/20-45-KMK-Chefin-Keine-fruehzeitige-Festlegung-weiterer-Einschraenkungen-des-Regelunterrichts–article21626512.html

    Das Wort „frühzeitig“ gibt es doch im Vokabular der KuMis gar nicht. Wenn es das gäbe, würden sie jetzt für guten Infektionsschutz in Schulen nach den Ferien etwas tun.
    Nur für etwas „plädieren“, bringt überhaupt nichts, wie wir aus dem vergangenen Jahr wissen. Die KuMis haben aber offensichtlich nichts dazugelernt, sonst würde man hören, was für Alternativen vorbereitet werden, denn die Deltavariante ist schon da und wird sich schon vor bzw. in den Ferien massiv verbreiten. Aber die KuMis schwafeln weiter völlig die Realität verweigernd von Präsenzunterricht… und wenn die Lage eskaliert, ist wieder nichts „frühzeitig“ vorbereitet. Wahnsinn.

  16. Richtig so, Herr Spahn. Bitte werden Sie Kultusminister! Ich hoffe, die Kumis gehen nicht wieder Ihren eigenen Weg und wenn doch, stoppt hoffentlich die Bundesnotbremse.

    • Zu früh gefreut. Spahn ist schon zurückgerudert (worden).

      „SONNTAG, 20. JUNI 2021
      Coronavirus-Liveticker
      +++ 15:31 Spahn korrigiert: Kein Schulstart mit Wechselmodell und Maske im Herbst +++

      Deutschland wird laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Pandemie allen Jugendlichen bis Ende August ein Impf-Angebot machen können. Dies gelte für impfwillige Über-Zwölf-Jährige, wobei die Entscheidung mit den Eltern und dem Arzt abzusprechen sei, sagte er auf dem Tag der Industrie. Er wies zugleich Medienberichte zurück, wonach er der Ansicht sei, dass im Herbst und Winter trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder Wechselunterricht notwendig seien. Seine Äußerungen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Er denke, dass es möglich sein werde, den Unterricht nach der Sommerpause weitgehend ohne solche Not-Maßnahmen beginnen zu lassen.“

      https://www.n-tv.de/panorama/15-31-Spahn-korrigiert-Kein-Schulstart-mit-Wechselmodell-und-Maske-im-Herbst–article21626512.html

      Keine „Notmaßnahmen“ trotz Deltavariante, massiven Urlaubsreiseverkehrs und ungeimpfter Schüler? Hat man jetzt endgültig den Verstand verloren und die Kids zur Durchseuchung freigegeben? Außerdem sind das keine Notmaßnahmen, sondern das wäre vorbeugender Infektionsschutz. Ein Prozent der Kinder etwa landet im Krankenhaus… na dann los, im Wahlkampf spielt das doch keine Rolle. Und Armin L. bekommt Unterstützung von Streeck…. Das kann heiter werden, wenn er Kanzler wird. Dann gibt es wohl keine Vorsicht mehr…

      „Der Virologe Hendrik Streeck kritisiert die Berichterstattung im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus. Drosten und Lauterbach vertreten eine andere Meinung.

      Bonn – Hendrik Streeck will die Debatte über die Gefährlichkeit der Delta-Variante des Coronavirus aus der Öffentlichkeit zurück in die Virologie und in die Epidemiologie verlegen. Dem Virologen zufolge „wisse man“, dass Impfstoffe und Hygiene-Maßnahmen gegen die neue Variante „genauso gut“ helfen würden, wie gegen die Urform des Virus.
      Alle Schreckensmeldungen und Warnungen erzeugen beim Bürger nur unnötige Angst“, beschwichtigt Streeck im Interview mit der Fuldaer Zeitung*. Obwohl die Delta-Variante in immer mehr Regionen dominant werde, hält er eine schrittweise Lockerung der Corona-Auflagen für angemessen.

      https://www.fr.de/wissen/hendrik-streeck-delta-variante-christian-drosten-corona-coronavirus-deutschland-90811409.html

      Wenn eine Mutation nochmal 60% ansteckender ist als die vorherige, wie können dann die vorher einigermaßen (oder auch nicht) wirksamen Maßnahmen noch genauso wirksam sein? Stichwort 30 SuS in schlecht zu belüftenden Räumen? Abstand nicht möglich. Wo ist da die Logik? Die Deltavariante führt sehr schnell zu sehr hoher Viruslast im Rachen, sodass der Infizierte nicht merkt, dass es schon infektiös ist, weil er noch keine Symptome hat. Das muss man doch gerade in geschlossenen Räumen irgendwie einkalkulieren!

      „Die Mutation vereint, im Gegensatz zu anderen bekannten Corona-Varianten, zwei Eigenschaften, die bisher nur einzeln aufgetreten sind. „Sie ist ansteckender als die Alpha-Variante und sie entgeht dem Immunschutz etwas“, erklärt der Dortmunder Immunologe.
      Vierte Corona-Welle? Kinder könnten Delta-Variante übertragen
      Die Ansteckungsgefahr sei etwa doppelt so hoch wie bei dem Coronavirus-Urtyp, der sich vor rund einem Jahr ausgebreitet hat. Diese Eigenschaft könnte sich auf zwei Arten auswirken. „Zum einen tragen Leute mehr Viruslast in sich und scheiden damit auch mehr aus. Zum anderen ist weniger Virus nötig, damit man sich ansteckt“, so Watzl. Außerdem soll die Delta-Variante andere Symptome auslösen, als die eigentlich für Corona typischen.
      Erfahrungen und Studien aus Großbritannien würden auch zeigen, dass Kinder und Jugendliche häufig Träger und Überträger der Virus-Variante sein können. Sie zeigen in der Regel nur milde oder gar keine Symptome. Ihre Infektion bleibt daher oft unentdeckt.
      „Man wird in Schulen weiter testen müssen und irgendwann vielleicht auch wieder die Masken rauskramen müssen. Man sollte anfangen, andere Konzepte wie Lüftungsanlagen oder Luftfilter jetzt zu organisieren“, sagt Watzl.

      https://www.ruhr24.de/dortmund/corona-vierte-welle-dortmund-lauterbach-immunologe-pandemie-lockdown-prognose-wann-delta-90812008.html

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