Hamburg startet mit Corona-Impfungen an den Schulen – Rabe: Kein Druck

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HAMBURG. Hamburg startet an weiterführenden Schulen Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Den Auftakt sollte am Freitag Hamburgs größte Stadtteilschule, die Goethe-Schule Harburg (GSH), machen, wie die Schulbehörde mitteilte. Am Dienstag sei dann die Stadtteilschule Maretstraße dran und am Freitag drauf das Friedrich-Ebert-Gymnasium. Verabreicht werde der mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Zweitimpfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sei drei Wochen später geplant. In nächster Zeit soll es an allen 59 Stadtteilschulen und 63 Gymnasien Impfangebote geben.

An allen Hamburger Schulen soll es bald Impfangebote geben. Foto: Shutterstock

Schulsenator Ties Rabe (SPD) betonte, es werde kein Druck ausgeübt. Schüler und Eltern würden sorgfältig informiert, «so dass sie eine freie, eigenverantwortliche Entscheidung treffen können». Nach Angaben der Schulbehörde hat der Verzicht auf eine Impfung keinerlei Auswirkung auf den Schulbesuch. Allerdings seien Geimpfte von den obligatorischen Corona-Tests an den Schulen befreit. Bei der Impfung selbst müsse bei Minderjährigen mindestens ein Elternteil dabei sein. «Alle noch nicht geimpften Eltern können die Gelegenheit gleich nutzen und sich ebenfalls impfen lassen», erklärte die Behörde.

Bislang konnten sich Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren schon in Krankenhäusern und Arztpraxen impfen lassen. Die Impfquoten in dieser Altersklasse liegen nach RKI-Angaben bei den Erstimpfungen einschließlich Donnerstag bei 26,7 und bei den Zweitimpfungen bei 17,4 Prozent. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Mitte August erklärt, dass sie nach der Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten zu der Einschätzung gekommen sei, «dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen».

Schulsenator Rabe appellierte an Jugendliche und Eltern, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, «um die Kinder zu schützen und ihnen möglichst schnell wieder ein normales Leben zu ermöglichen. Denn auch künftig können Kinder bis 12 Jahren nicht geimpft werden, weil es für sie zurzeit noch keine Impfstoffe gibt.» dpa

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