Im Umfragetief: Laschet bekommt die Quittung für seine Kita- und Schulpolitik

35

Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

DÜSSELDORF. Dass Unionskanzlerkandidat Armin Laschet in Umfragen und Beliebtheits-Rankings so schlecht dasteht, hat einen Grund: fehlendes Vertrauen. Und das wiederum hat eine Ursache: die von ihm zu verantwortende Kita- und Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen. Nicht, dass die im Ergebnis so viel schlechter wäre als die etwa des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der in Umfragen viel besser abschneidet. Es geht um die Art der Kommunikation.

Müht sich – bislang vergeblich: Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU). Foto: Land NRW / Mark Hermenau

Die härteste Währung in der Politik – ist Vertrauen. Wem die Bürgerinnen und Bürger vertrauen, dem verzeihen sie so manches. Angela Merkel ist das beste Beispiel.

Sie steht als Kanzlerin einer Bundesregierung vor, die in der Corona-Krise etliche Fehler zu verantworten hat. Merkel selbst sah sich schon zu einer öffentlichen Entschuldigung veranlasst, als ihr Vorschlag einer verschärften „Osterruhe“ ohne Vorlauf beschlossen, und dann zurückgenommen werden musste, weil er sich so schnell nicht umsetzen ließ. Beim Kopf durch die Wand gewinne immer die Wand, erklärte sie in interner Runde. „Das wird in meinem Fall nicht anders sein.“

War es dann aber doch: Merkel bekam zwar keine Osterruhe, dafür aber etwas später die Bundesnotbremse, mit deren Hilfe der Kita- und Schulbetrieb eingeschränkt werden konnte. Der Zweck, die dritte Corona-Welle zu brechen, war erfüllt. Und Merkel ist nach wie vor unter den Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern in Deutschland die beliebteste.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen scheint machen zu können, was er will – stets wird ein Desaster daraus

Jemand anderes bekommt die Wand derzeit kräftig zu spüren: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen scheint machen zu können, was er will – stets wird ein Desaster daraus. Die Flut im Juli zum Beispiel war Laschets Chance, sich als Landesvater und Kümmerer zu zeigen – nach dem Vorbild des früheren Kanzlers Gerhard Schröder, der sich im Elbe-Hochwasser von 2002 als Ärmel-Hoch-Staatsmann in Gummistiefel profilieren und damit eine sicher geglaubte Wahlniederlage abwenden konnte. Was von Laschet in Erinnerung bleiben wird: sein Heiterkeitsausbruch während einer Rede des Bundespräsidenten, die von Menschen handelte, die alles verloren haben. Auch Laschet hat sich, wie Merkel, öffentlich entschuldigt. Genützt hat es ihm nichts: Seine Beliebtheitswerte sind unterirdisch.

Das hat einen Grund (mangelndes Vertrauen), und der wiederum hat eine Ursache: Laschets Schul- und Kitapolitik in der Pandemie. Der NRW-Ministerpräsident und „seine“ FDP-Bildungsminister, Schulministerin Yvonne Gebauer und Familienminister Joachim Stamp, geben seit anderthalb Jahren ein klägliches Bild als Krisenmanager für die Einrichtungen ab. Damit ist, ausnahmsweise an dieser Stelle, noch nicht mal die Fülle an Fehleinschätzungen und -entscheidungen gemeint, der Zickzackkurs und die Wissenschaftsferne, die die NRW-Bildungspolitik in der Pandemie ausmachen. Handwerklich und im Ergebnis kritisierbare Schul- und Kitapolitik verantworten auch andere – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) etwa.

Anders als Söder und Kretschmann aber haben es Laschet und Co. in der ganzen Corona-Krise an Empathie fehlen lassen mit denjenigen Eltern und Lehrkräften, die Probleme mit einem weitgehend ungeschützten Präsenzunterricht haben. Und das sind nicht wenige. Während Söder beispielsweise schon im November einräumte, dass Schulen sehr wohl Infektionsherde sind und Kretschmann im Januar seiner damaligen Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in die Parade fuhr, als die inzidenzunabhängig den Präsenzbetrieb wiederaufnehmen wollte (Kretschmann: «Keine Maßnahmen erfolgen unabhängig von den Infektionszahlen»), gibt es von Laschet keine einzige solche Einlassung.

Entweder die NRW-Landesregierung ist ignorant. Oder sie ist nicht ehrlich

Stattdessen kommen von der NRW-Landesregierung immer die gleichen Plattitüden, die zunehmend lächerlich wirken: Kinder sind keine Treiber der Pandemie. Schulen sind sicher. Luftfilter sind unnötig. Die Schutzmaßnahmen in Schulen wirken – selbst in der vergangenen Woche noch, als die Inzidenz unter Kindern und Jugendlichen in Wuppertal beim Rekordwert von 750 lag. Wenn wegen solcher Entwicklungen doch plötzlich Schutzmaßnahmen verhängt werden müssen, dann geben sich die Protagonisten alle Mühe so dreinzublicken, als seien sie mit Polizeigewalt dazu gezwungen worden. Sorge um vulnerable Familien? Nicht im Ansatz zu erkennen.

Diese Art der Kommunikation ist nicht nur intellektuell eine Beleidigung der Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Querdenker-Szene (und das sind immer noch die allermeisten) – sie ist ein Vertrauensbruch. Anders als bei Söder und Kretschmann, denen man zumindest ein Abwägen zwischen schlechten und noch schlechteren Optionen abnimmt, lässt sich bei Laschet und Co. kein Abwägungsprozess erkennen. Das kann nur zwei Gründe haben – und beide sind Gift für ein Vertrauensverhältnis mit dem Wahlvolk: Entweder die NRW-Landesregierung ist ignorant. Oder sie ist nicht ehrlich. Die Quittung dafür bekommt Laschet jetzt in den Meinungsumfragen. News4teachers

Gegen Laschet: Merkel versucht, die Länder von einer Durchseuchung der Kinder abzubringen – vergeblich?

Anzeige


35 KOMMENTARE

  1. Das sieht nach billigem Wahlkampfmanöver aus. Die Minister/innen von SPD, Grünen und Linkspartei werden geschont, obwohl sie auch keine bessere „Corona-Bilanz“ in den Schulen vorzuweisen haben. Ist etwa Herr Hölter in Thüringen das große Vorbild? Wünscht sich die Redaktion vielleicht eine rot-rot-grüne Bundesregierung? Aber was passiert, wenn die auch nicht besser agiert in Sachen Schulen/Kitas/Bildung ? In Berlin und Bremen haben wir schon solche Landesregierungen, aber was ist da nun besser?

    • Wenig bis gar nichts – aber Laschet ist nunmal der einzige Kanzlerkandidat, der als Ministerpräsident die Schul- und Kitapolitik eines Bundeslandes verantwortet. Und daran wird er gemessen. Herzliche Grüße Andrej Priboschek

      • Ein Bundeskanzler ist aber nicht für Schulen und Kitas zuständig. Herr Scholz war ja zumindest in Hamburg zuständig, seine Ehefrau ist es jetzt in Brandenburg. Das mit der „Quittung“ ist einfach eine wilde Behauptung, durch nichts nachgewiesen. Die Wähler haben eine ganz andere Perspektive als die Redaktion hier. Laschet hatte ja auch mit dem Hochwasser zu kämpfen, das es bei Scholz und Ernst in Brandenburg nicht gab. Jedenfalls hat jetzt plötzlich die FDP beste Chancen, unter einem möglichen Kanzler Scholz mitzuregieren, gerade weil rot-rot-grün sogar unter SPD-Genossen unbeliebt ist. Das hat mit der Schulpolitik von Frau Gebauer nichts zu tun. Ich sehe auch nicht, was Frau Gebauer nun grundsätzlich schlechter gemacht haben soll als Frau Löhrmann vorher. Mit dem Schulressort kann man nun mal keine Lorbeeren ernten, es ist alles zu sehr verfahren, und zu viele Lobbyisten fordern Dinge, die letztlich einander widersprechen.

        • Hat ein MinPrä Richtlinienkompetenz? Auch wenn es die einzige ist, die A.L. hat, darf er sich nicht wundern, wenn ihm das Handeln von Yvonne, welches ihr vom Christian über den Umweg über Joachim eingeflüstert wird, zur Rechenschaft gezogen wird. Das ist der politische Preis für den Wunsch mit Christian und Markus nach den Wahlen das Bett zu teilen, in dem sich Friederich querlegt.

          Das wirtschafts- und finanzpolitische Gesicht der Zukunft der CDU steht doch dem Wunsche Christians, Finanzminister zu werden im Wege. Während sich andere um das Klima kümmern, fällt der CDU nichts Anderes ein, als mit getragenen roten Socken um sich zu werfen. Getretener Quark wird breit, aber nicht stark.

          • Eas für eine polit-pornografische Vorstelllung…wie sagen meine SuS immer:
            „Keine Bilder,,, keine Bilder!“

        • Ich interpretiere mal, Carsten60….
          Na prima, dann ist NRW wenigstens den Laschet los und er ist nicht mehr für Schulen und Kitas zuständig, wenn er Bundeskanzler würde, vor was uns Gott bewahre.
          Laschet kann dann in aller Ruhe auf weniger wichtigen Ebenen versagen. Habe ich Sie da richtig verstanden?
          🙂

          • Das Schönste wäre doch, wenn die politische Realität ihn – den Armin L. – einholt:
            NIX mit Bundeskanzler….das Direktmandat aus seinem Wahlkreis in Aachen geht an den Bewerber der Grünen (Wahlprognosen sagen es in der Form voraus)….und der Aushilfshobbit muss seinen Stuhl in NRW räumen, ohne einen in Berlin zu bekommen…nix mit Oppositionsführung, denn die kann der Wichtel nur in Anspruch nehmen, wenn er überhaupt über das Listenverfahren in den Bundestag gewählt wird….was – wie gesagt gar nicht erwartbar ist.

            Ich feiere das hier ab, wenn der A…. nach dem 26.9. ohne politisches Amt – zumindest ohne politische Zukunft dasteht.
            Hendrik Wüst aus Rhede / Kreis Borken – ja der Kreis, aus dem auch der Spahn Jens kommt – steht bereits in den Startlöchern, um Laschet in NRW als MP zu beerben.

            Beim Militär würde man diese Art des Handelns als Vabanquespiel bezeichnen….alles auf (k)eine Karte….egal, wie die Erfolgsaussichten sind.

          • Und ein Kanzler Scholz oder eine Kanzlerin Baerbock, die versagen garantiert auf keiner Ebene? Habe ich Sie da richtig verstanden? 🙂 Würden denn die Genannten nicht von ihren eigenen Genossen ausgebremst?

          • @ Carsten60

            Im Leben gibt es keine Garantien. Aber so ganz generell hätte ich nichts gegen ausbremsen können und sich ausbremsen lassen, wenn es dem Wohl der Allgemeinheit dient. Das ist ja eben so eine erfahrene Manko-Eigenschaft von Laschet wie wir alle wissen, dass er sich allein per Ratio einfach nicht bremsen lässt.

            Sollte es wieder eine Frau werden, hätte sie sogar noch einen gescheiten Mann an ihrer politischen Seite. Da schauen dann vier Augen mit … sogar philosophisch sehende (mit Liebe zur Weisheit sozusagen). Sollte es Scholz werden, werden die Gespräche beim Familien-Abendessen eben noch politischer. Und sollte es Laschet werden, muss er eben den produzierten Kummer weiter allein in sich reinfressen bis er platzt.

            Positiv denken! 😉

      • Ich gebe Herrn Priboschek Recht.

        Laschets Agieren während der Pandemie (Flip-Flop, Öffnungsorgienphantasien, Rücksichtslose Schulpolitik, Gefälligkeits-Auftragsgutachten von Streeck etc. mit gekaufter PR) hat – grade was ich so in meinem Umfeld höre – unheimlich viel Vertrauen gekostet.

        Das alles hat sehr viel Vertrauen gekostet. Gut so, dass er jetzt dafür abgestraft wird.
        Ich bin bürgerlicher Wähler. Aber auch die bürgerlichen Parteien müssen irgendwann mal lernen, dass man ihrer Wählerklientel nicht andauernd die letzten Deppen vorsetzten kann und trotzdem gewählt wird.
        Allerdings dauert der Lernprozess noch immer an: Mappus in BW, Eisenmann in BW, Laschet im Bund…
        Wenn Bürgerliche lieber SPD, Grüne oder Klimaliste wählen, dann machen die Spitzen dort was falsch. Schäuble etc. sind schuld. Schäuble wird dafür sicher nicht „bestraft“. Aber sein Schwiegersohn in BW – der wird sicherlich die (Ab-)Rechnung dafür bekommen.

    • Soweit ich weiß,gibt es in HB Luftfilter an den Schulen und die Präsenzpflicht ist ausgesetzt!Davon kann man in Nds.nur träumen,obgleich die Filter vor den Ferien bestellt wurden und es immer hieß,eine Testpflicht sei nur bei ausgesetzter Präsenzpflicht rechtlich möglich.

  2. Ich sage ja schon lange : Laschet wird für die Politik von Yvonne Gebauer verantwortlich gemacht . Und die ist – vorsichtig ausgedrückt – nicht nachvollziehbar . Einmal hat er sie zurückgepfiffen . Seitdem lässt er sie wirken . Und das kostet ihn den Wahlsieg und die CDU das Kanzler – Abo . Er könnte sie rausschmeißen . Dann platzt die NRW – Koalition . Aber er gewinnt ein paar Prozent .

    • Die macht doch alles nur in Absprache mit dem Grinseschlumpf. Als wenn die das alleine entscheiden würde… Ein Resort, das nur kostet ist sehr abhängig vom Wohlwollen der Förderer.

    • 2. Summa Summarum: Made in Germany at its best. Erstklassige Führungsschwäche, sich selbst Vorteils-Verschaffer und erstklassiger Herumlavierer. Wirklich Top-Qualifikationen für einen Bundeskanzler.
      Wenn ich mir diesen Kasper (Sorry, aber genau dieses Bild taucht vor meinem inneren Auge auf, wenn ich Herrn Laschet in Zeitung und Fernsehen betrachte), also wenn ich mir ihn als Kanzler in Gesprächen und Verhandlungen mit den anderen Regierungschefs auf unserer Welt vorstelle: Einfach nur peinlich und absolut beängstigend-wenigstens für mich. Aber gewaltig!
      Dabei gehörte (richtig: Vergangenheitsform) ich einmal zu den Stammwählern der CDU….

  3. H. Laschet will im Triell laut eigener Worte die Kinder durch beste Bildung in Schulen und Kits aus der Armut holen!!, …sagt der noch amtierende Ministerpräsident von NRW und Kanzlerkanditat. Tatsache ist, dass in der GS derzeit etliche Föerderstunden nicht stattfinden oder gestrichen werden! Es gibt einfach zu wenige Lehrer, zu wenige Sonderpädagogen, Verfügungsstunden werden halbiert, wenn nicht der Präsenzunterricht voll stattfindet, aber keine zusätzlichen Lehrerstunden zur Verfügung stehen usw.
    3G in NRW bedeutet in Bezug auf Schulen: „Geschwafel, Gewurschtel, Gebauer“..

  4. Es ist ziemlich wohlfeil zu behaupten, der Absturz von Laschet und der CDU in den Wahlumfragen läge an seiner „Corona-Politik“. Das ist garantiert nicht so. Es hat ganz andere Gründe, aber nicht die Corona-Politik, die ja bei den anderen Parteien in Verantwortung keine wesentlich andere war.

    Ich kann nicht glauben, dass das der Redakteur wirklich glaubt.

    • Auch der Höhenflug der SPD wird vielfach merkwürdig kommentiert. An der glorreichen Corona-Politik der SPD liegt das bestimmt auch nicht. SPD und Grüne haben in den Umfragen zusammen immer knapp über 40 % der Stimmen, das ist ziemlich stabil. Jetzt wenden sich halt viele von den Grünen ab und der SPD zu. Aber nach rot-grün sieht es nicht aus, nach schwarz-gelb allerdings auch nicht.
      Was ist eigentlich mit dem Vergleich der Wahlprogramme hinsichtlich der Bildung hier:
      https://www.tagesschau.de/inland/btw21/programmvergleich-bildung-107.html
      Alle wollen mehr digitalisieren, auch in der Grundschule. Nur die AfD möchte digitale Medien im Normalunterricht aus der Grundschule raushalten. Ist das nicht merkwürdig? Warum diese Begeisterung für die Digitalisierung? Oder soll die Digitalisierung etwa vorsorglich eingeführt werden, um einer künftigen Pandemie besser begegnen zu können? Bleibt die Frage: wer verdient daran?

      • Netter Versuch, die AfD hier ins Spiel zu bringen – alberne Fragen.

        Warum diese Begeisterung für die Digitalisierung? Ja, warum eigentlich? Warum elektrischer Strom? Warum fließendes Wasser? Geht doch auch ohne.

        Dann noch mal ein bisschen Verschwörung geraunt: Wer verdient eigentlich an der Digitalisierung? Cui bono? Bill Gates? Wer verdient überhaupt daran, dass Menschen existieren und sich weiterentwickeln – der Lebensmittelhandel? Steckt der vielleicht hinter all dem?

      • Bernd sollte lieber mal das Blabla der diversen Parteien in dem Link lesen, wie die sich die Digitalisierung vorstellen. Und wieso ist es eine „alberne Frage“, ab welchem Alter die Kinder denn nun wie viele täglich Stunden mit diesen Geräten zubringen sollen? Ich finde einfach, kleinere Kinder sollten davon erstmal verschont bleiben, egal, was die AfD sagt. Das kommt alles noch früh genug, keine Bange. Das dreigliedrige Schulsystem ist ja auch nicht deswegen schlecht, weil die AfD zufällig dafür ist. Man müsste die Dinge in der Sache beurteilen. Die Linke will alle Kinder mit Laptops und Druckern ausstatten und fordert sozusagen „Freibier für alle“, ist das etwa nicht populistisch? Und was ist mit dem Vorschlag der FDP?
        Und dass Bertelsmann daran verdient, Geräte zu verkaufen, die die Bertelsmann-Stiftung in einer „wissenschaftlichen“ Auftragsstudie für die Schulen empfiehlt, ist doch allen bekannt, nur offenbar Bernd nicht.

        • Bertelsmann ist ein Medienkonzern – kein Hardware-Hersteller. Also bitte konkret: An welchen Geräten, die die Bertelsmann Stiftung wo genau empfiehlt, verdient der Bertelsmann Konzern?

          Das unerträgliche Corona-Geschwurbel („Bill Gates verimpft Microchips, um die Weltherrschaft zu erlangen“) scheint sich auf anderen Feldern ebenfalls auszubreiten…

        • Es gibt längst eine „Bertelsmann Education Group, die die wachsenden Bildungsgeschäfte zusammenfasst“:
          https://www.bertelsmann.de/news-und-media/specials/education/
          Ist das Wort „Bildungsgeschäfte“ nicht klar genug? Oder geht’s da nur um klassische Bücher unter Vermeidung jeglicher Software? Und die Spitze des Bertelsmann-Konzerns ist — wie man hört — gut befreundet mit der Frau Bundeskanzlerin. Man gehört zur führenden Oberschicht. Die Umsätze und Gewinne steigen.

          • In der Tat, Bertelsmann investiert in Bildungsunternehmen – in ein E-Learning-Unternehmen für den Gesundheitssektor in den USA beispielsweise oder in das führende brasilianische Fortbildungsunternehmen. Können Sie alles hier nachlesen: https://www.bertelsmann.de/news-und-media/specials/education/artikel/

            Dass die Bertelsmann Stiftung empfiehlt, deutsche Schüler zur Fortbildung nach Rio zu verfrachten, wäre mir aber neu. Offensichtlich ist: Sie nutzen dieses öffentliche Forum hier, um ein deutsches Unternehmen zu verleumnden. Da wäre ich mal vorsichtig. Regressforderungen, die auf wirtschaftliche Schäden durch Falschbehauptungen beruhen, können ganz schön hoch ausfallen.

            Nochmal deutlich: Es gibt keine Geräte, an denen Bertelsmann verdient, die von der Bertelsmann Stiftung für Schülerinnen und Schüler empfohlen werden. Sie verbreiten Verschwörungsmärchen, Bullshit.

            Aber schön, dass wir mal über die AfD gesprochen haben. Da wird mal wieder oberdeutlich, mit welchem Realitätsbezug die Freunde dieser Partei argumentieren.

          • Ich bin jedenfalls kein Freund der AfD, aber — wie bei anderen Parteien auch — es muss ja nicht alles grundfalsch sein, was in ihrem Programm steht. Die anderen schreiben auch nicht immer das, was sie wirklich tun. Wer lügt am geschicktesten?
            Die Lernsoftware von „Bildungsunternehmen“ kann ja nur auf bestimmten Geräten laufen, also geht es immer auch um die Geräte selbst. Ich glaube, irgendwo stand was von Unternehmens-Beteiligungen daran. Schon mal was von Schachtel-Beteiligungen gehört? Das alles zusammen ist ein Milliardengeschäft, und PR-Aktivitäten gibt’s ja auch, zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Jedenfalls hat Bertelsmann eine eigene Seite bei
            lobbypedia.de
            die auch aufschlussreich ist, auch was zu den Aktivitäten in der Nazizeit gesagt wird. Merkwürdig, dass ausgerechnet Bernd hier die Interessen von Bertelsmann vertritt und dann auch noch mit Geldforderungen droht. Offenbar darf man hier alles kritisieren außer Bertelsmann und den Islam.

          • Sehr geehrter Carsten60,

            wenn Sie Anschuldigungen hier veröffentlichen, sind Sie in der Tat verpflichtet, Belege dafür vorzulegen – „irgendwo stand was“ ist kein solcher Beleg. Wenn Sie nichts Konkreteres benennen können, werden wir keine weiteren Beiträge von Ihnen zu diesem Thema mehr veröffentlichen.

            Außerdem weist die Redaktion darauf hin, dass Ihre Behauptungen (bislang) unbelegt sind – und damit als unwahr zu gelten haben.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

  5. Der Kommentar gefällt mir sehr, danke dafür!

    Laschet gibt allerdings nichts um Umfragewerte wie er oft genug öffentlich betont hat. Er nimmt so irgendwie gar nichts ernst, hat man den Eindruck. Und genau das ist meiner Meinung nach sein größtes Problem.

    Ich möchte gar nicht noch viel nachtreten, kann aber für mich sicher sagen, dass ich noch größere Zukunftsangst hätte, würde er Kanzler werden. Bereits als Ministerpräsident hat er vor allem mit seinem Coronakrisenmanagement über Monate immer wieder kontraproduktiv und leichtfertig gehandelt, sodass es sogar Frau Merkel nach langem Hadern zu bunt wurde (und es war für sie sicher keine einfache, aber eine notwendige Entscheidung, in die Länder und im Fall von Laschet auch in ihre Partei reinzugrätschen).

    Laschet hat bestimmt auch bis zum heutigen Tage noch keine Vorstellung davon, wie sich Bürger(innen) gefühlt haben und immer noch fühlen, die das Coronavirus und Covid-19 ernst nehmen. Er weiß nicht, welche Magenschmerzen er gerade auch bei Eltern und Lehrer(innen) verursacht (hat), indem er immer wieder auf die größer werdende Bedrohung in den Schulen durch das Virus unangemessen – zu lasch und locker – reagiert (hat). So wurde er (neben Frau Gebauer und Herrn Stamp und auch Herrn Laumann) zum Energieräuber in einer Zeit, die ohnehin schon ein Ausnahmezustand war und ist. Das so wichtige Gefühl der Kontrolle über die eigene Sicherheit in der Pandemiesituation wurde einfach weggenommen und somit das Vertrauen in die eigene Schadenabwendung zunichte gemacht, dass jeder sich schützen kann, darf, sollte und muss in Frage gestellt.

    Sich ein Persönlichkeitsprofil („gegen den Strom“, “ voran auch allein“, „sich durchsetzen“) zu geben war ihm wichtiger als konstruktiv, uneigennützig und entschlossen für die Gesunderhaltung aller Bürger(innen) in oberster Priorität zu kämpfen. Es wirkte fast so, als sei er bei seinem Gerangel darum, bis wann Lockdown-Maßnahmen vermieden werden können, Haupt- und Selbstdarsteller in seinem eigenen Film und nicht so, als würde er mittendrin mit uns allen in der Pandemie stehen und mit uns ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich, (unsere) Menschenleben und die Gesundheit als unser höchstes Gut zu retten, indem alle gemeinsam die Pandemie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln eindämmen! Dieser Film war grottenschlecht. Story, Haupt- und Nebendarsteller nichts als Aufreger! Und ich persönlich möchte keinen weiteren Film dieser Art – auch zu anderen Themen nicht – mehr sehen müssen!

    Er mag kein schlechter Mensch sein und meinetwegen auch recht amüsant … aber man hat ja nun gesehen … ob Corona oder Klima … er funktioniert einfach nicht, wenn Bürger(innen) um ihr Leben und die Zukunft bangen oder vor einem Häuserhaufen stehen. Was nützt seine Passion und seine Leichtigkeit in der Schwere dieser Zeit!?

    • Nicht zu vergessen die „Filmsequenzen“ wo sein Selbstzweckverhalten im Umgang mit der Fleischindustrie mehr als deutlich wurden. Erst die Firmen-und erst ganz weit hinten die Arbeiter und deren Familien.

  6. Der lasche Laschet hat sich unendlich viele Fehltritte erlaubt und den Schulen gegenüber mit Gebauer nur Mißachtung der Rechte von Kindern und Jugendlichen ausgelebt.

  7. Belohnt wird ausgerechnet die FDP.

    Mit der FDP in der Regierung wird es in jeder Pandemie unzählige vermeidbare Todesfälle geben.

  8. Von 16 Bundesländern war nur ein NRW in den letzten Jahren in der „glücklichen“ Lage den Herrn Laschet als MP haben zu dürfen. Nur mit dem“ Segel in den Wind stellen“ statt „Wind of change“ scheint es wohl nicht zu reichen.

    Wird er der neue Bundeskanzler, werden auch die verbliebenen 15 BL noch die Kompetenz über Jahre live erleben können.

    Die SPD als Koalitionspartner brauchte bei der letzen Bundestagswahl /24.09.2017) bis zum 17.03. des Folgejahres um den Koaalitionsvertrag CDU/CSU mit SPD auszutüfteln.

  9. Die Abgründe scheinen tief und tiefer.

    Mein Kind hat mich heute morgen auf Nathanael Liminski (Laschets Berater) aufmerksam gemacht. Die Jugend unter sich beschäftigt sich ja auch rege mit dem Thema. 😉

    AfD, Homophobie, Katholizisierung und, und, und landeten so geballt auf dem Frühstückstisch, so dass ich fast daran erstickt wäre.

    Bumms, rumms, wumms.

    Jetzt weiß ich, was Merkel damit meinte, dass Laschet das „C“ in der CDU verkörpert.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürger(innen) in der BRD endlich erwachen!!!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here