Schopper: Ganz sicher sind Schulen nicht zu machen – Lehrerverbände fordern dritte Impfung für die Beschäftigten dort

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STUTTGART. Dauerhaft geöffnete Schulen und Pandemie – wie kann das gehen angesichts einer um sich greifenden Delta-Variante? Das baden-württembergische Kultusministerium hat neue Regeln vorgelegt. Ministerin Schopper will nach eigenem Bekunden damit erreichen, dass die Schulen offen bleiben. Einen Präsenzbetrieb mit 100 Prozent Sicherheit garantiert sie aber nicht. Die Lehrerverbände im Land fordern bereits die dritte Impfung für die Beschäftigten in den Bildungseinrichtungen.

«Wir wissen nicht, ob es neue Varianten gibt»: Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg

Für etwa 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg beginnt am Montag wieder der Ernst des Lebens – und das trotz Pandemie im Klassenraum und nicht vor dem Bildschirm. «Wir haben den festen Vorsatz, Präsenzunterricht anzubieten und zu gewährleisten», sagte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne). Ob die Schulen im Herbst oder Winter wieder dichtmachen müssen wie schon während der ersten drei Corona-Wellen, wollte Schopper nicht ausschließen. «Wir wissen nicht, ob es neue Varianten gibt.» Das Land tue zwar alles, «um Sicherheit in die Klassenzimmer zu bringen. Aber wenn was Neues kommt, dann müssen wir eventuell reagieren». Ganz sicher könne man Schulen wahrscheinlich nicht machen.

Mehr Tests, Impfaktionen, weniger Quarantäne und Maskenpflicht – so lässt sich der Fahrplan für den Schulbeginn zusammenfassen. So müssen sich ungeimpfte Lehrkräfte von Montag an täglich vor Arbeitsbeginn auf das Coronavirus testen. Von der dritten Schulwoche an müssen Schülerinnen und Schüler dreimal die Woche einen Corona-Schnelltest machen – bei PCR-Tests bleibt es bei zweimal. Geimpfte und Genesene sind davon ausgenommen. Die Maskenpflicht gilt aber für alle – unabhängig von Infektionszahlen.

Wenn ein Kind positiv auf das Virus getestet wird, muss es in Quarantäne, aber die anderen können bleiben. Einen «Lockdown durch die Hintertür», bei dem eine ganze Klasse in Quarantäne muss, soll es laut Schopper nicht geben. Nach einem bekannten Fall müssen sich alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse, die nicht geimpft oder genesen sind, fünf Tage lang mindestens mit einem Schnelltest täglich testen. Sollte es dann einen Ausbruch geben – 20 Prozent positiver Tests in einer Klasse in zehn Tagen – kann das Gesundheitsamt auch die Quarantäne für die gesamte Klasse anordnen.

«Mir geht es auch darum, die Kinder, die nichts haben, nicht einzuschränken»

Die Kultusministerin will mit dieser Strategie auch die Gesundheitsämter entlasten. Die sogenannte Sitznachbar-Regel, bei der umsitzende Kinder vorsorglich in Quarantäne geschickt werden, überfordere die Ämter bei der Nachverfolgung. Das habe der Schulbeginn in Nordrhein-Westfalen gezeigt. «Mir geht es auch darum, die Kinder, die nichts haben, nicht einzuschränken», sagte Schopper. Denn Kinder unter zwölf Jahren, die nicht geimpft werden können, könnten nicht 14 Tage allein zu Hause bleiben. Ihre Lösung sei «realitätsnah» und «familienfreundlich».

Wichtigstes Instrument gegen das Virus bleibe die Impfung. Deswegen seien besonders Erwachsene in der Pflicht: «Wir brauchen jetzt die Solidarität der Erwachsenen, der noch nicht geimpften Menschen», erklärte Schopper. Man müsse verhindern, dass die vierte Welle in die Schulen schwappt. «Die Corona-Erkrankungen wollen wir aus den Schulen fernhalten.»

Auch der Landesvorsitzende des Philologenverbands Baden-Württemberg, Ralf Scholl, appellierte an alle über zwölfjährigen Schüler, Lehrkräfte und Eltern, sich impfen zu lassen. Außerdem müssten Lehrer Auffrischungsimpfungen von Oktober an bekommen. «Die Lehrer müssen wegen des engen Kontakts mit den ungeimpften Schülern auf der sicheren Seite sein», forderte Scholl. Das Schutzkonzept des Kultusministeriums reiche aber bei weitem nicht aus. Der Verband fordert unter anderem, bei einem positiven Fall auf PCR-Tests und nicht auf Schnelltests zu setzen, und auch die Sitznachbarn eines positiv getesteten Kindes in Quarantäne zu schicken.

Auch der VBE Baden-Württemberg fordert, die Beschäftigten an Bildungseinrichtungen bevorzugt ein drittes Mal zu impfen: Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, sowie Pädagogische Fachkräfte sollten bei der dritten Impfung in die erste Impfgruppe – auf freiwilliger Basis – einbezogen werden. «Wenn man Schulen offenhalten möchte, ist dieser Schritt zwingend nötig», mahnte der VBE Landesvorsitzende Gerhard Brand.

«Vom krisenfesten Klassenzimmer sind wir in Baden-Württemberg Lichtjahre entfernt»

Die SPD blickt mit Sorge auf das neue Schuljahr. «Vom krisenfesten Klassenzimmer sind wir in Baden-Württemberg Lichtjahre entfernt», sagte SPD-Partei- und Fraktionschef Andreas Stoch. Die Vorbereitungen des Schulbeginns seien unzureichend.

Neben der Corona-Pandemie gibt es eine weitere Baustelle für die Kultusministerin: Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs sind im Südwesten 630 Stellen für Lehrkräfte noch unbesetzt. Das entspricht etwa 700 bis 800 fehlenden Lehrerinnen und Lehrern. «Jede Stelle, die nicht besetzt ist, reißt auch ein Loch», sagte Schopper.

Die Corona-Pandemie habe ihr bei der Stellenbesetzung «Steine in den Rucksack gelegt», denn dadurch brauche das Land noch mehr Lehrkräfte. Grund sei unter anderem, dass viele Schülerinnen und Schüler freiwillig eine Klassenstufe wiederholen würden. Einen Teil der Lücke können normalerweise Pensionäre stopfen. Schopper erläuterte, dass diese aber wegen der Pandemie eher vorsichtig bei der Rückkehr in die Schule seien. News4teachers / mit Material der dpa

Quarantäne-Chaos in Schulen: Die Länder beschließen gemeinsame Regeln – und jedes macht dann wieder, was es will

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41 KOMMENTARE

  1. „Bald Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren?

    8:53 Uhr

    Der Gründer des Mainzer Impfstoff-Herstellers Biontech, Özlem Türeci, rechnet mit einem Corona-Impfstoff für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in wenigen Wochen. „Wir bereiten bereits die Produktion vor“, sagte Türeci dem Nachrichtenmagazin „Spiegel Online“. Bereits Mitte Oktober könnten in Deutschland die ersten Kinder unter 12 Jahren geimpft werden. Um dieses Ziel zu erreichen, will Biontech in den kommenden Wochen die Ergebnisse aus unserer Studie zu den Fünf- bis Elfjährigen vorlegen und eine Zulassung des Impfstoffes für diese Altersgruppe auch in Europa beantragen. Der Impfstoff sei derselbe wie bei den Erwachsenen, allerdings niedriger dosiert und es müsse weniger abgefüllt werden. Laut dem Biontech-Gründer sehen die Ergebnisse aus der Studie gut aus, alles laufe nach Plan.“

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-live-blog-in-bw-100.html

  2. „Grund [für 700-800 fehlende Lehrkräfte in BaWü] sei unter anderem, dass viele Schülerinnen und Schüler freiwillig eine Klassenstufe wiederholen würden.“ – Das freiwillige Wiederholen ist also eines der unplanbaren Probleme und welche sonst?

    „Einen Teil der Lücke können normalerweise Pensionäre stopfen.“ – Man setzt „normalerweise“ auf Pensionierte?

    «Wir wissen nicht, ob es neue Varianten gibt.» – Beim Virus oder bei der politisch-gesellschaftlichen Gangart?

    • Tja, leider! Wir setzen auf Pensionäre, Studenten und (gelangweilte) Mütter. Bildung 2.0. In Deutschland. Land auf und Land ab.Ausgebildete Lehrer sind ja leider teurer als Aushilfen……

  3. Es ist ein Witz- jedes Bundesland macht, was es will, und es wird immer als größtmögliche Sicherheit verkauft.
    Und dann noch das Mantra vom Kinderschutz durch Schulbesuch….Wenn also Kinder bei ihren Eltern bleiben, werden sie fett, unbeweglich, bleiben depressive Nichtschwimmer. Warum werden Familien dann unterstützt, wenn sie nichts leisten? Sollen die Kinder sofort in Fremdbetreuung- vielleicht mit ausgebildeten Fachkräften aus der Elternschaft (die haben ja dann Zeit)!?

    • „.Wenn also Kinder bei ihren Eltern bleiben, werden sie fett, unbeweglich, bleiben depressive Nichtschwimmer. Warum werden Familien dann unterstützt, wenn sie nichts leisten?“
      Das frage ich mich seit langem!!!! Wofür gibt es Kindergeld und massive Steuererleichterungen, wenn Eltern ihre Kinder rund um die Uhr abschieben?????

  4. „Mir geht es auch darum, die Kinder, die nichts haben, nicht einzuschränken“

    Auch sie hat es NICHT verstanden, worum es bei einer Quarantäne geht.

    Biontech hat heute veröffentlicht, dass es vermutlich ab Mitte Oktober Impfmöglichkeiten für 5-11-jährige gibt. Statt möglichst schneller Durchseuchung per Aufweichung der Quarantäneregeln sollte man bis dahin Distanzunterricht machen und erst wieder zur Präsenz übergehen, wenn jede(r) SuS die Chance auf eine Impfung hatte.

  5. Das Land tue zwar alles, «um Sicherheit in die Klassenzimmer zu bringen. Aber wenn was Neues kommt, dann müssen wir eventuell reagieren». Ganz sicher könne man Schulen wahrscheinlich nicht machen.

    Oh, und ich dachte die Schulen sind sicher, wurde ja schließlich in Dauerbeschallung behauptet.

    Es gibt einen Unterschied zwischen ganz sicher und möglichst sicher.
    Und in NRW sind wir ganz sicher weit weg von möglichst sicher.

  6. So so, ein Appell an die Ungeimpften sich impfen zu lassen. Und dass, von einem Lehrerverband.
    Meine Töchter wurden im März von Lehrern angegangen, weil sie wegen ihrer Arbeit beim Roten Kreuz unter Anderem im Impfzentrum geimpft wurden.
    Ich wurde zur gleichen Zeit geimpft durch meine Arbeit beim THW. Dafür wurde ich hier im Forum deutlichst kritisiert (THWler brauchen nicht geimpft werde, die kuscheln eh nur mit ihrem Bagger).
    Dabei haben wir uns an die Impfreihenfolge gehalten und drängten nicht mit Hilfe von irgendwelchen Lobbyverbänden nach vorne. Wir haben auch niemanden dafür kritisiert.
    Und jetzt werden von Lehrern solche Forderungen getätigt.
    Meine Töchter halfen im Impfzentrum mit, auch Lehrer zu impfen. Es kann sich jeder vorstellen, was die Beiden sich dabei dachten.
    Ich half mit im Ahrtal nach dem Hochwasser aufzuräumen, auch in Schulen. Bei ALLEN betroffenen Firmen halfen die Mitarbeitenden mit, die Schäden zu beseitigen. In den betroffenen Schulen war KEIN EINZIGER Lehrer da, um zu helfen.
    Ich habe mir in diesem Jahr ein ganz deutliches Bild gemacht.

    • Hallo Achim,

      falls du hier im Forum dafür kritisert wurdest, dann kann ich das nicht nachvollziehen. Ebensowenig die Kritik von den Lehrern deiner Töchter. Sei dir versichert, es geht auch ganz anders und das ist dann auch kein Einzelfall. Meine Schüler bekommen nach ihrer Impfung grundsätzlich einen Tag frei (was übrigens ein hoher Anreiz ist), bekommen immer wieder Hilfen, wenn sie wegen Feuerwehr Training oder gar Einsätzen fehlen, später kommen oder völlig übernächtigt auf der Schulbank einpennen. Nicht wenige meiner Kollegen halten es ebenso und auch anderen Schulen gibt es sowas.

      • Eigentlich lese ich dieses Forum regelmäßig und habe nirgends eine Kritik wegen der Impfung von Feuerwehrleuten und THWlern gefunden…..

        Kritiker der Impfung von Grundschullehrern (und Erziehern) im Präsenzunterricht gab es schon, tw auch recht aggressiv!

        In welchem BL wurden die Töchter von @Achim von Lehrern angegangen? Solche Lehrer gehören selbstverständlich angezeigt!
        Und wo waren Kinder in Impfzentren eingesetzt? Bei uns waren es nur erwachsene Ärzte, Medizinisch-technische Assistenten und die Bundeswehr! Allesamt NATÜRLICH geimpft, was ja auch uns schützte!

        • Der Sachverhalt damals war aus meiner Erinnerung folgender:
          Soweit ich mich erinnere, war die oben beschriebene Impfung von Achim und Kindern weit vor der Impfung der Lehrer erfolgt. Also im Korridor der Impfung von 70 bis 80 Jährigen.
          Und es ging eher darum, dass Lehrer tagtäglich so gut wie ungeschützt (also auch ohne Impfung) in Innenräumen mit vielen anderen Menschen sind, während andere, die eben beim THW oder als Jugendfreizeitbegleitungen u.a. arbeiten, die volle Impfung erhalten haben.
          Dieser empfundene Missstand war eigentlich das Thema.

          Wurde alles dann sehr persönlich genommen.

        • Das war in Baden-Württemberg. Meine Töchter sind 16 und 18, also nicht mehr das, was Sie als Kinder bezeichnen.
          Zu welchen Tageszeiten und Wochentagen waren Sie denn im Impfzentrum? Die Ehrenamtlichen vom DRK waren an den Wochenenden und abends und die Schüler in den Ferien eingeteilt.
          Wie den Medien zu entnehmen war, war der bevorzugte Impftag der Lehrer am Montagmorgen, nicht am Wochenende und auch nicht in den Ferien. Also können Lehrer auch nichts davon mitbekommen haben, dass auch freiwillige und ehrenamtliche Helfer sich dort nützlich gemacht haben.

    • Ich find’s richtig toll, wie hoch nun die Impfquote bei uns LehrerInnen ist. Es gibt bewährtere Impfungen, ich ging und gehe mit Respekt an die Sache ran.
      Dass dieser Schutz für uns und dadurch automatisch für andere nun leichtsinnig auf’s Spiel gesetzt wird, tut weh.
      Umso mehr, da wir nicht hoch priorisiert worden sind, als die Impfung als Eigenschutz galt. Wir galten nämlich eher als Vireneintragende, nicht als zu Schützende. Und da der Kinderschutz nicht so im Fokus stand, waren wir Anfang 2021 nicht so wichtig. Ich erinnere mich noch gut: Die Öffnung der Prio für ErzieherInnen und Lehrkräfte fiel schon arg auffällig in die Phase des Impfens, in der AZ immer stärker abgelehnt wurde. Das hatte ein Gschmäckle.
      Nun hat sich das Blatt in der Wahrnehmung gedreht. Wir gelten weiterhin als Vireneintragende, nicht so sehr als zu Schützende. Die Kinder aber sollen geschützt, die Quarantänefälle reduziert werden. Der Erhalt unsere Arbeitskraft in Präsens kommt dabei nicht ungelegen.
      Uns beim Impfen wieder stiefmütterlich zu behandeln? Die Gesellschaft braucht uns dringend, oder?
      Bleibt die Impfquote jedoch so gering, dann werden wir uns weiterhin einschränken müssen. Auch an den Schulen. Da hilft auch keine Dritt-, Viert-, …-Impfung.

      Ich seh nicht den Lehrer, der sich unanständig in den Vordergrund drängt.
      Ich seh impfbereite KollegInnen, die Unterstützung durch die Bevölkerung verdienten.

  7. Diese Frau kann ich einfach nicht ernst nehmen:
    Schnelltests sind sehr unzuverlässig (sonst müsste man danach nicht mit Maske dasitzen).
    Masken sind nach Stunden durchfeuchtet und sind sowieso für Aerosole durchlässig.
    Abstände können gar nicht eingehalten werden (war diese Frau mal in einem Klassenzimmer)?
    Und was ist mit den Impfdurchbrüchen?

    Wo sind die Luftfilter mit Absaugtechnik?
    Wo der Plan zum Wechselunterricht? Zwecks kleinerer Klassen?

    Und das Lehrer fehlen, kann ich verstehen. Einige, die ich kenne sind jetzt schwanger oder im Ausland….. warum wohl.

    Aber ein schönes Büro hat sie….ist bestimmt toll, dort den Tag zu verbringen.

  8. „ Ihre Lösung sei «realitätsnah» und «familienfreundlich».“
    Weiterhin ist ihre Lösung virus- und pandemiefreundlich. Frau Schopper ist somit die Quadratur des Kreies gelungen, es allen recht zu machen, einschließlich dem kleinen COVID. Chapeau!

  9. Vom krisenfesten Klassenzimmer sind wir in BW- Mannheim weit entfernt und keine Luftfiltergeräte sind eingetroffen.https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-luftfilter-lassen-an-mannheimer-schulen-noch-auf-sich-warten-_arid,1848639.html Das Frau Schopper so cool und lässig in ihrem Sessel sitzen kann, spricht Bände. Die Schülerschaft und Elternschaft starten in ein neues Schuljahr ohne Luftfiltergeräte in den Klassenräumen und bangen um die Gesundheit ihrer heranwachsenden Kinder. Jeder hat eine große Sehnsucht nach einem geregelten und sicheren Ablauf an Schulen und in den Sommerferien ist für keine Sicherheit an den Schulen gesorgt worden. Es ist wieder viel Zeit verstrichen und keine Taten sind erfolgt und leere Versprechungen von Frau Schopper und Herrn Kretschmann geleistet worden. Viele Familien starten ein neues Schuljahr mit einem unguten Gefühl und fühlen sich von der Politik vergessen und benachteiligt. Die Belastung des Ausnahmezustandes ist für Familien immer noch eine große Last und wie werden die ersten Wochen an den Schulen ablaufen. Auch die weiterführenden Schulen starten mit einem unguten Voraussetzungen und sind in einem Schwebezustand der Aufarbeitung der Lernrückstände. Vor allem wie für G8 Schüler bei einem langen Schultag die Wissenlücken mit den Zusatzstunden aufgearbeitet werden. Frau Schopper hat Versprechungen ausgesprochen und noch keine Stellung bezogen an den Schulen wie dies für G8 Schulen umgesetzt werden kann. Nicht alle Kinder besuchen eine Gemeinschaftsschule und haben sich bewusst dagegen entschieden. Wie die Bildungsnot für G8 Schulen geschlossen werden sollen ist eine zusätzliche Belastung für viele Schüler. Die Krise hat alle sozialen Schichten getroffen egal welcher Herkunft und dies ist von Frau Schopper und Herrn Kretschmann nicht anerkannt worden. Viele Jugendliche sind in eine schwere Lebenskrise geraten und haben noch keine Stabilität im Alltag. Die Hauptzeit verbringt die Schülerschaft an der Schule und es sind viele Dinge für die Lernrückstände nicht geklärt und wie der weitere Lebensweg an der Schule sich weiter entwickeln kann und sich die angehäuften Lernrückstände angemessen für G8 Schulen zu bewältigen ist. Herr Ralf Scholl vom PhV-BW hat mit aller Klarheit sich für ein G9 Schuljahr ausgesprochen um der Schülerschaft ohne jeglichen Druck in dieser schweren Lebenshase an den Schulen gerecht zu werden. Die Schüler haben auf vieles verzichtet und für unsere Gesellschaft einen wichtigen Beitrag geleistet und dies ist anzuerkennen. Die Schulgeneration braucht Sicherheit im Bildungsbereich, faire Bedingungen um die Bildungslücken ohne jeglichen Druck aufzuarbeiten und zu verfestigen. Auch für die Lehrer wäre dies eine Entlastung um der breiten Bildungsschere gerecht zu werden. Die Ganztagsschule für die Grundschulen soll 2026 umgesetzt werden und welchen Beitrag leistet man für G8 Schulen. Herr Ralf Scholl der unermüdlichen Einsatz und fairen Kampfgeist vertritt, wird mit seinen Forderungen für G8 Schulen nicht von Frau Schopper und Herrn Kretschmann zu einem fairen Austausch an den Tisch geholt. Es haben viele Jugendliche den Boden unter den Füssen verloren und dies ist für Frau Schopper und Herrn Kretschmann ein Fremdwort “ erste Lebenskrise“. Der ersten Lebenskrise von Jugendlichen und Kindern ist man nicht respektvoll entgegengekommen und tragende Lösungen liegen trotz Appelle und Mahnungen nicht auf dem Tisch. Die Politk und die KM vertreten die Rechte der jungen Generation und deren Eltern nicht mit einer Ernsthaftigkeit. Nein, die Wirtschaft muss laufen und die Famileien müssen nebei auch noch laufen.

  10. Aufruf für die letzten in der Reihe und wir tun es für eine bessere Bildung nach einem G7 Schuljahr!https://www.phv-bw.de/zumeldung-des-phv-bw-zur-pressemitteilung-der-initiative-buendnis-g9-jetzt-fuer-ein-corona-aufholjahr-durch-g9-an-den-gymnasien/ Frau Eisenmann hat diesen Wunsch einer breiten Elternschaft schamlos übergangen und Frau Schopper und Herr Kretschmann nehnem die Forderung von Herrn Scholl vom PhV-BW und einer breiten Elternschaft nicht in den Blick. Die Ernsthaftigkeit nach dieser Umstellung nach G9 wird nicht in den Blick genommen und der Bildungsnotstand mit Zusatzstunden bei einem langen G8 Schultag notdürftig geklebt. Die Bildungsschere wird immer größer im Klassenverband und im neuem Schuljahr noch ersichtlicher wenn es in die nächste Klassenstufe geht.

    • @Rosa
      Grün war noch nie Freund des G9, im Gegenteil. Und damit hielten die Grünen nie hinterm Berg.
      Die Bildungsschere ist nicht nur im Gymnasium angekommen, sondern auch an anderen Schulformen. Vor allem an der Realschule. Die ist jetzt Hauptschule. Für den Mittelbau gibt es quasi keine adäquate Schulformen mehr.
      Zur Erinnerung: Unser aller Landesvater sagte bei der Umkrempelung der Schullandschaft unter der roten kultusministeriellen „Machtübernahme“, dass es künftig zwei Schulformen gäbe: Das Gymnasium und die Schule für den Rest, Pardon: Die Schule der Vielfalt; also alle in einen Topf mit Inklusion. Dabei war das G8 fester Bestandteil (man hat nie über das G9 gesprochen), während alle anderen auf die Gemeinschaftsschule gehen müssen. Den Plan hat glücklicherweise die letzte Kultusministerin rückgängig gemacht, damit die Schere nicht ganz so klafft, wie sie klaffen könnte. Wir stehen meiner Meinung nach bildungstechnisch vor dem Abgrund.
      Grün wurde wieder gewählt, also müssen wir alle die Konsequenzen tragen.
      Haben Sie wirklich gedacht, dass bei Eisenmanns Abwahl alles besser wird? Wir dürfen uns noch wärmer anziehen. Aber eigentlich war das schon vorher klar.

  11. Es wird keine 100% Sicherheit geben richtig. Selbst wenn wir mit 2G die Schule öffnen können.

    Aufgrund von Wahlkampf und Versuche die Impfquoten durch „Erleichterungen“ für Geimpfte nach oben zu treiben, wird dass nächste Fass (2G wird in der Schule nicht getestet) aufgemacht.
    Dazu passend die Schlagzeile von heute:
    Inzwischen 39 Corona-Infizierte nach 2G-Party in Münster mit 380 Personen.

  12. Ahhh, die liebe Frau Doppel-Whopper, die hat schon echt den Durchblick:

    «Mir geht es auch darum, die Kinder, die nichts haben, nicht einzuschränken»

    Naja, “nichts haben” ist halt relativ und nicht sofort erkennbar unter Umständen, aber wenn man so einen Satz raus haut, wird sofort klar, dass sie nix kapiert hat…

    Ist halt Mist, Grün ist vor nicht allzu langer Zeit in BaWü gewählt worden, jetzt können sie jeden Mist verzapfen den sie wollen….

  13. Ich möchte keine dritte Impfung. Ich fühle mich mit zwei gut geschützt. Ich möchte, dass die ungeimpften Erwachsene sich impfen lassen zum Schutz der unter 12 Jährigen.

    • Ich lasse mich auch gerne zum 3. Mal impfen! Wenn ich die unter 12 Jahre schützen kann. Was ich mich nur frage ist, wieso muss ich diese Kinder schützen? Bisher waren die Aussagen doch immer, das wäre kein Problem! Alle Kinder unter 12 seien doch völlig safe und keine Treiber der Pandemie.

      • Ha, keine Treiber der Pandemie. Der Spruch kommt aus der selben Werbeagentur wie die „Sicherheitezäune“ die eingezogen wurden. So nennt man im Ministerium den Abbau von Quarantänebestimmungen.

  14. Bis vor ein paar Tagen sollte in der Grundschule nur einmal in BW getestet werden bei einem aufgetretenen Fall. Eine Begründung erhielt ich trotz mehrmaliger Nachfrage beim KM nicht.
    Stattdessen Strafandrohung, sollte ich meine Kinder zu Hause lassen.
    Dabei konnte oder wollte mir das KM nicht die Frage beantworten, ob eine Durchseuchung in der GS geplant sei?!

    Dann folgt noch der Witz, dass bei Elternabenden keine 3G-Regel gilt. Was soll diese Regelung? Ist eine Durchseuchung der Eltern das nächste Ziel?

  15. Frau Schopper hat sich durchaus schon einen Namen gemacht, indem sie gesagt hat, dass sie keine Möglichkeit der Lehreraufstockung sieht und die sich nicht ins Zeug legt, um die Missstände in der Bildung zu beseitigen. Kultusminister kann offensichtlich jeder werden, der woanders nicht unterkommt, so ist momentan der bundesweite Eindruck. Phlegmatismus und Dilettantismus wohin man schaut, völlig uninteresant, was mit Bildung passiert, da kann man dann jeden Übriggebliebenen hinsetzen. Hauptsache Posten. Es ist erbärmlich.

    • Das folgt alles dem gleichen Schema in Deutschland:
      – hab ich meine Impfung sind mir alle anderen egal
      – hab ich meine eigene Bildung, sind mir alle nach mir egal
      – hab ich meine Million, sind mir alle anderen auch egal…

      Usw.

  16. Es gibt genügend Wissenschaftler, die vor einem unbegrenzten unkontrollierten Laufenlassen der Infektionen bei Kindern warnen. Auch wegen der Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. Leider interessiert das die KuMis in keiner Weise.

    „[…]Klammheimlicher Paradigmenwechsel
    Die neue Regelung bedeutet nicht weniger als einen klammheimlichen Paradigmenwechsel in der Pandemiebekämpfung. Eben noch hatten Gesundheitspolitiker von Bund und Ländern sowie die sie beratenden Experten vehement die Impfung 12- bis 17-Jähriger gefordert und dafür sogar die Stiko unter Druck gesetzt. Dabei verwiesen sie stets auf die angeblichen Risiken der Corona-Infektion und mögliche Folgeerkrankungen in dieser Altersgruppe.
    Nun gilt plötzlich, was der Vorsitzende der Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie Tobias Tenenbaum im ZDF-„heute journal“ auf den Punkt brachte: Man müsse die Ansteckungsraten mit den psychosozialen Folgen der Gegenmaßnahmen ausbalancieren und „einen gewissen Grad an Infektionen eben zulassen“. […]
    Risiko für Eskalation der Situation im Herbst steigt
    Mit den von den Gesundheitsministern beschlossenen Maßnahmen steigt jedoch die Gefahr, dass die Pandemie im Herbst außer Kontrolle gerät. Die Vorstellung, in geschlossenen Räumen hätten nur direkte Platznachbarn ein hohes Infektionsrisiko, stammt aus der Steinzeit dieser Pandemie (und wurde bereits damals von einigen Fachleuten in Frage gestellt). Spätestens seit einem Jahr ist allgemein anerkannt, dass sich Sars-CoV-2 in geschlossenen Räumen über viele Meter ausbreiten kann.
    Hinzu kommt, dass wir es nun mit der Delta-Variante zu tun haben, die deutlich ansteckender ist als ihre Vorgänger und auch von Genesenen und Geimpften weitergegeben werden kann. Von undichten OP-Masken, ineffektiver Fensterlüftung und suboptimal platzierten Luftreinigern wird sich dieser Erreger nicht davon abhalten lassen, auch weiter entfernt sitzende Schüler zu befallen.
    Davon abgesehen steht nirgendwo geschrieben, dass der Tischnachbar eines Infizierten auch dessen bester Freund in der Klasse sein muss. Die Gefahr unerkannter Ausbrüche steigt zusätzlich durch die Verkürzung der Quarantäne auf fünf Tage, weil der Schnelltest bei mehr als einem Viertel der Infektionen erst später positiv wird. […]
    In den Sommerferien wurden viele Maßnahmen zurückgefahren. Zugleich haben ungetestete Reiserückkehrer in großem Stil Infektionen aus dem Ausland eingeschleppt. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz ist – wenig überraschend – auf mittlerweile über 80 geklettert, Tendenz weiter steigend. Falls sich das Virus jetzt bei Kindern und Jugendlichen unkontrolliert ausbreitet, entsteht ein Initialzünder, der eine virale Detonation in der erwachsenen Bevölkerung auslösen kann.
    Dies träfe dann auch die knapp 30 Prozent der Erwachsenen, die noch nicht gegen Covid-19 geimpft sind. Im schlimmsten Fall könnten in besonders betroffenen Regionen sogar wieder die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.
    Auch rechtlich wirft die vorsätzliche Infektion von Schülern Probleme auf (dabei kann dahingestellt bleiben, ob es sich um direkten oder nur bedingten Vorsatz handelt). Im Gegensatz zu Influenza, Herpes und anderen Allerweltskrankheiten gehört eine Corona-Infektion derzeit nicht zu den allgemeinen Lebensrisiken, mit denen Schüler und deren Eltern sich abzufinden haben. Auch wenn Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen fast immer gutartig verläuft, darf der Staat sie nicht über die allgemeine Schulpflicht zwingen, sich einem hohen Ansteckungsrisiko auszusetzen.“

    https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/focus-online-kolumne-von-alexander-kekule-uns-droht-virale-detonation-wenn-wir-corona-unter-kindern-jetzt-laufen-lassen_id_20935588.html

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