Vom „German-Dream-Zuschuss“ über „MakerSpaces“ bis hin zu „weltbesten Lehrkräften“: Das Bildungsprogramm der FDP

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BERLIN. Obwohl Bildung Ländersache ist, widmen sich alle Parteien im Bundestags-Wahlkampf den Kitas, Schulen und Hochschulen mehr oder weniger explizit. Was sagen die Programme dazu? Was lassen sie vermissen? Den Anfang unserer Analyse machten Bündnis 90/Die Grünen und die AfD, heute betrachten wir die FDP. Die hat für ihr Bildungsprogramm augenscheinlich einen ganzen Trupp von PR-Redakteuren beschäftigt – es wimmelt von gedrechselten Begriffen: vom „German-Dream-Zuschuss“ über experimentelles Lernen in „MakerSpaces“ bis hin zu „Talentschulen“. „Weltbeste Lehrkräfte“ kommen auch darin vor.

„Die Chance zum sozialen Aufstieg hängt heute mehr denn je von der Bildung ab“: FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner. Foto: FDP

Die FDP ist bescheidener in der Bildung geworden. Angetreten war sie mit dem Anspruch: „Weltbeste Bildung für jeden“. Mittlerweile, nach vier Jahren Regierungsbeteiligung an maßgeblichen Stellen in Nordrhein-Westfalen (Schulministerium, Familienministerium), findet sich der Slogan nur noch bei der FDP-Bundestagsfraktion. Im Wahlprogramm taucht er nicht mehr auf. Dort heißt es weniger großspurig: „Bildung ist die elementare Voraussetzung für individuelles Vorankommen und ein selbstbestimmtes Leben. Die Chance zum sozialen Aufstieg hängt heute mehr denn je von der Bildung ab. Wir Freie Demokraten wollen, dass jeder Mensch sein volles Potential ausschöpfen kann – und das ein Leben lang. Deshalb arbeiten wir dafür, dass modernste Bildung in Deutschland zum Standard wird.“

Wie das gelingen soll? Dabei werden die Freien Demokraten – anders als andere Parteien – erstaunlich konkret. „Wir fordern, einen Prozentpunkt des bestehenden Mehrwertsteueraufkommens zusätzlich in Bildung zu investieren. Dazu sollen sich Bund und Länder unter Einbeziehung der Kommunen in einem Staatsvertrag verpflichten. Das ermöglicht zusätzliche Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro in den Bildungssektor, die für die umfassende Modernisierung unseres Bildungssystems dringend notwendig sind. So können wir Deutschland in die Top 5 der OECD-Staaten bringen.“

„Wir wollen zukunftssichere Schulen, in denen die besten Arbeitsmöglichkeiten fürs Lehren und Lernen zur Verfügung stehen“

Der Bund soll nach den Vorstellungen eine größere Rolle in der Bildung spielen – das Motto lautet: Schluss mit dem Kooperationsverbot. Im Wortlaut klingt das so: „Wir fordern eine Reform des Bildungsföderalismus und eine Grundgesetzänderung, damit Bund und Länder zusammen für die Sicherstellung der Qualität, die Leistungsfähigkeit und die Weiterentwicklung des Bildungswesens wirken können. Wir leisten uns 16 verschiedene Schulsysteme, Lehrpläne und Prüfungsordnungen, stellen aber nicht sicher, dass die Schulbildung deutschlandweit die höchste Qualität hat. Wir wollen zukunftssichere Schulen, in denen die besten Arbeitsmöglichkeiten fürs Lehren und Lernen zur Verfügung stehen.“

Beste Arbeitsmöglichkeiten? Das ist für die Liberalen mit einem hohen Grad an Selbstständigkeit verbunden. „Wir Freie Demokraten wollen die Autonomie der Schulen stärken und den Schulen mehr pädagogische, personelle und finanzielle Freiheiten geben. Jede Schule soll ein eigenes Budget erhalten, über dessen Verwendung sie autonom entscheidet. Im Rahmen der Schulautonomie kann der Unterricht zum Beispiel in einem modularen System organisiert und so individuell auf die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler zugeschnitten werden. Zugleich erhalten die Schülerinnen und Schüler dadurch eine größere Wahlfreiheit und die Schule kann den unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler individueller gerecht werden. Ebenso soll dadurch ein Unterricht in fächerübergreifenden Projekten besser möglich gemacht werden. Auch Personalentscheidungen und die Auswahl der Lehrmittel trifft die Schule vor Ort.“ Das Problem hierbei: Schulen an wenig attraktiven Standorten wie Brennpunktschulen und Landschulen müssten dann allein zusehen, wie sie ihren Lehrermangel beheben – chancenlos.

Aber vielleicht bekommen solche Schulen dann auch mehr Geld – jedenfalls dann, wenn sie in einem Wettbewerb um Kundschaft bestehen. Der soll so aussehen: „Wir Freie Demokraten wollen Schulen und Kitas finanziell stärken, indem wir ihre Finanzierung auf drei Säulen stellen: einen Sockelbetrag entsprechend der Größe der Einrichtung, Bildungsgutscheine, die pro Kind einen Zuschuss gewähren, und einen ‚German Dream‘-Zuschuss für Kinder mit niedrigem sozioökonomischen Status. Der feste Sockelbetrag garantiert die Überlebensfähigkeit gerade von kleineren Schulen im ländlichen Raum und die Finanzierung über das Modell der Bildungsgutscheine garantiert eine bedarfsorientierte Finanzierung von Bildungseinrichtungen. Zugleich wird ein gesunder Wettbewerb gefördert und die Wahlfreiheit der Eltern und Kinder gestärkt. Schließlich können die Bildungseinrichtungen dank dem ‚German Dream‘-Zuschuss eigenverantwortlich individuelle Förderkonzepte für Kinder und Jugendliche mit mehr Förderbedarf anbieten. Gleichzeitig verhindern wir ein Auseinanderdriften der Schulqualität.“

„Wir Freie Demokraten wollen in ganz Deutschland Talentschulen mit modernster Pädagogik und bester Ausstattung aufbauen“

Und sonst? Die FDP bekennt sich zur Inklusion – auf freiwilliger Basis. „Wir Freie Demokraten wollen Menschen mit Behinderung und Lernschwäche bestmöglich fördern. Die Wahlfreiheit zwischen Regelunterricht und speziellen Klassen beziehungsweise Schulen soll bei Eltern und ihren Kindern liegen. Wir setzen uns daher für den Erhalt dieser ein. Wir möchten dafür sorgen, dass jedes Kind das Bestmögliche aus seinen Potentialen machen kann und gut auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben vorbereitet wird.“ Weitere Punkte: mehr Sprachförderung in der Kita, „experimentelles Lernen und Kreativzonen durch ‚MakerSpaces‘“ und die Schulfächer Wirtschaft und Informatik einführen (ohne dass erklärt würde, was an anderer Stelle wegfallen kann – die FDP sieht offenbar bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften freie Kapazitäten).

Mit besonderen „Talentschulen“ sollen soziale Nachteile überwinden werden. „Wir Freie Demokraten wollen in ganz Deutschland Talentschulen mit modernster Pädagogik und bester Ausstattung aufbauen – insbesondere in kinderreichen Stadtteilen und in Regionen mit großen sozialen Herausforderungen. Dabei orientieren wir uns am erfolgreichen Konzept der Talentschulen in Nordrhein-Westfalen.“ Was an dem Konzept der Talentschulen in NRW besonders sein soll, erschließt sich leider nicht: Es handelt sich dabei um einen begrenzten Modellversuch, in dessen Rahmen teilnehmende Schulen 20 Prozent mehr Lehrerstellen bekommen. Dass mehr Lehrer mehr Förderung anbieten können – dafür braucht die FDP einen Modellversuch? Hätte ihr jede Lehrkraft verraten können. Und überhaupt: Müssen nicht alle Schulen Talentschulen sein?

Apropos Lehrerinnen und Lehrer: Die werden von der FDP nach eigenem Bekunden sehr gemocht – so sehr, dass die Liberalen bei ihnen dann doch wieder ins Superlativ rutschen: „Weltbeste Lehrkräfte“, so titelt das Wahlprogramm (wobei offen bleibt, ob die FDP die Kollegien schon entsprechend sieht oder erst dazu machen möchte).

Im Wortlaut: „Wir Freie Demokraten fordern eine Stärkung des Lehrerberufs. Dazu braucht es attraktive Arbeitsbedingungen, eine hochwertige Aus- und Fortbildung, transparente und anspruchsvolle Aufstiegsmöglichkeiten, immaterielle Wertschätzung sowie eine Bezahlung, die individuelles Engagement belohnt. Die Lehrerausbildung wollen wir bundesweit zu einem dualen Lehramtsstudium weiterentwickeln, das Theorie- und Praxisphasen von Beginn an eng miteinander verzahnt. Der Lehrkräftemangel ist noch immer allgegenwärtig. Deshalb wollen wir Anreize schaffen, die junge Menschen wieder für den Beruf begeistern.“

Die von FDP-Schulministerin Yvonne Gebauer schon vor Jahren in Aussicht gestellte finanzielle Gleichstellung von händeringend gesuchten Grundschullehrkräften mit ihren Kollegen am Gymnasium könnte sicherlich dazu beitragen – das Projekt wurde allerdings auf den Sankt Nimmerleinstag vertagt. News4teachers

Hier geht es zum vollständigen Wahlprogramm der FDP.

Keine Integration, keine Inklusion – und Digitalisierung nur für Technikunterricht: Das Bildungsprogramm der AfD

 

 

 

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26 KOMMENTARE

  1. Ist ja genau der Witz, im Wahlprogramm eine gerechte Bezahlung und Aufstiegschancen versprechen, während man selbst in NRW das seit JAHREN nicht umsetzt.

    • Mit gerecht meinen Sie wohl gleich. Bitte auf die Wortwahl achten (gilt generell für die Politik auch).

      Aufstiegschancen kenne ich im Bildungsbereich kaum. Wenn man hauptsächlich unterrichten möchte, ist am Gymnasium spätestens nach A14 Schluss. A15, also erweiterte Schulleitung oder wenn man Glück hat noch Fachleitung, ist mit deutlich mehr Arbeit, weniger Unterricht und in Relation dazu viel zu geringem Mehreinkommen verbunden.

      • Achja A14, A15. Schön. Blanker Hohn für Grundschullehrer und Sek1 Kräfte. Lebenslang A12. Oder Schulleitung werden für A14, wo man am Gymnasium für als Medienbeauftragter ein Konzept schreibt. Diese Fairness erschlägt mich förmlich.

        Und übrigens: Als Unterstufenkoordinator gibts auch am Gymnasium A15.

      • @Georg
        Das ist „Jammern“ auf hohem Niveau. In Sek l-Schulen stagniert man als „normaler Lehrer“ bei A12 oder A13 (bei höherem Deputat als Sek ll-Lehrer!!!), wobei ich mit meinem Gehalt zufrieden bin. Btw. gibt es bei einer Fachleitung einen feuchten Händedruck, also weder Entlastungsstunden noch mehr Geld. Also im Vergleich zu Sek ll mehr Arbeit und weniger Geld, wenn ich das richtig sehe.
        Schön wäre es, wenn man von politischer Seite mal die Verdienst-und Deputatsstunden in Sek I und II angleichen und das Erziehergehalt auch gleich mal erhöhen würde. Wäre ja mal eine Wertschätzung der Arbeit ALLER Pädagogen bzw. Lehrer. Ich verstehe mittlerweile diese Ungleichbezahlung nicht mehr, denn ich denke, dass an den GS, HS und WRS auch knüppeldicke gearbeitet wird. Vielleicht sind die Vorbereitungen und Korrekturen weniger umfangreich, jedoch auch sehr herausfordernd und das Klientel ist ein intensiveres, würde ich annehmen. Und das Argument mit den längeren Studienzeiten ist mittlerweile auch obsolet.

      • „Gleich“ kann aber ebenso die Angleichung zum niedrigeren Verdienst sein.

        Eine allgemein gültige Anspruchsgrundlage „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ kennt die deutsche Rechtsordnung nicht.
        Nur wenn bei der Einstellung davon abgesehen würde eine bestimmte Arbeitsvergütung zu vereinbaren, wäre die ÜBLICHE Vergütung zu gewähren.

  2. Wenn man sich die aktuellen top 5 der Pisa-Staaten anschaut – 2018 beim Lesen China, Singapur, Estland, Kanada, Finnland, in Mathe und Naturwissenschaften eher China, Singapur, Japan, Südkorea, Estland – sollte man sich mal das Schulsystem und die Schülerstruktur von Estland ansehen, den harten ostasiatischen Drill will die FDP vermutlich selbst nicht. Insgesamt – und das lässt der Artikel durchscheinen – enthält das Wahlprogramm wohl ziemlich viel PR-Schlagwort-Sprech.

  3. Fr. Gebauer stellt heute ihre Digitalstrategie für die nächsten 4 Jahre vor – um die Zukunft mit der FDP einzuschätzen, ist diese Information sicher zielführender als das Wahlprogramm.

  4. Viel heiße Luft wie immer von der FDP. Wie es eine Partei, die Politik für das reichste eine Prozent der Bevölkerung schafft, von bis zu 10 % gewählt zu werden, ist ja nur durch enttäuschte CDU Wähler zu erklären.

  5. Ich habe den Artikel nach dem Lesen mal sacken lassen, genau wie mein Frühstück.
    Ich mach’s mal kurz: Als Folge vom schamlos-hirnlos verlogenen FDP-Werbe-Sprech hat mein Frühstück schon mehrfach den „Aufstieg“ versucht.
    🙁

    • Sind die anderen Parteien besser? Wahlkampfsprech hat generell wenig mit Ehrlichkeit zu tun. Und zur Zeit sucht man (offenbar vergeblich) den rettenden Anker.

      • @Teacher Andi

        „Sind die anderen Parteien besser?“
        Nein, mir selbst fällt da keine leuchtende Ausnahme ein, noch nicht einmal ohne Leuchten.
        Das macht das Elend doch umso elender!
        Wenn Sie eine Ausnahme kennen …?

        „Wahlkampfsprech hat generell wenig mit Ehrlichkeit zu tun.“
        Leider wahr UND traurig.
        (Btw: Damit haben Sie mir keine Neuigkeiten erzählt, ich bin schon länger wahlberechtigt und verfolge das Schauspiel schon seit einigen Jahrzehnten.)
        „Auf den besseren Plätzen“ beschwört man einerseits regelrecht immer den ehrlichen Umgang miteinander und dessen Wert (und erwartet ihn vom Plebs auch), dann aber besch**** bei jeder Gelegenheit , und sei es nur mit Worten (, wenn grade mal ein Tag ohne finanziell lukrativem Deal durchgestanden werden muss).
        „Maskendeal“ u.ä. toppt „Putzfrauen-Affäre“.
        https://www.spiegel.de/panorama/portraet-der-tiefe-fall-des-guenther-krause-a-228421.html
        Schon geradezu witzig, weswegen vor etwa 20 Jahren Politiker von ihren Ämtern zurückgetreten sind, was?
        Allerdings sind die Herrschaften in den letzten Jahren immer noch penetranter, noch gieriger und dabei in ihrem Handeln noch plumper (oder noch dämlicher) geworden – sie machen sich auch gar nicht mehr die Mühe, wenigstens ein kleines Bisschen „diskreter“ zu agieren. Da scheint es eine ganz kranke Challenge zu geben …
        In der Folge hat nun fast jeder im Land gemerkt, was „da oben“ abläuft:
        – „Geiz ist geil“ wenn es darum geht, Geld langfristig (!) sinnvoll zu investieren.
        – „Hau raus die Kohle!“ wenn Pöstchen vergeben werden an Familie und Kumpels bzw. Seilschaft.
        – Inkompetenz vom Scheitel bis zur Sohle? Sogar zu blöde zum Abschreiben o.ä.? … Nicht traurig sein, in der Politik ist das schon eine glänzende Referenz.
        Das kann die Herrschaft nur noch toppen, indem sie überrascht ist ob der schlechten Wahlprognosen und Umfragewerte im freien Fall.

        „Und zur Zeit sucht man (offenbar vergeblich) den rettenden Anker.“
        Wie gesagt: Freier Fall.
        Und ein Anker hätte der echten Titanic auch nicht mehr geholfen.

        Schade für uns alle.

        Wer will, kann gerne anderer Meinung sein. Das ist der Vorteil von Meinungsfreiheit.

      • @Teacher Andi

        „Sind die anderen Parteien besser? Wahlkampfsprech hat generell wenig mit Ehrlichkeit zu tun.“

        Nachtrag:
        Im TV lief eben der SPD-„Scholzomat will Kanzler können“-Spot.
        Startet mit einem Vergleich Helmut Schmidt und Olaf Scholz, ziemlich steiler Einstieg.
        Gut gefallen hat mir aber kurz darauf auch: „… Als Arbeits- und Sozialminister sicherte SEIN Kurzarbeitergeld die Jobs vieler Mütter und Väter. …“
        Mensch, der Olaf!
        Da hat er nur vom Kurzarbeitergeld gelebt und dann gibt er SEIN Kurzarbeitergeld noch weg für Mütter und Väter! … Womöglich hat er die persönlich gar nicht gekannt …
        SCHLUCHZ !
        ALLES soooo herzensGUTE Menschen.
        Am liebsten würde ich alle wählen.
        Seufz.

    • @Pit 2020
      VORSICHT!!!
      Vor Jahren hat eine Partei in BaWü versprochen, die Schullandschaft nachhaltig zu verschlechtern, wenn sie gewählt werden würde (um es mal polemisch auszudrücken). Die Partei wurde in die Landesregierung gewählt, bekam das KuMi und dann hat die Partei ihr Versprechen ganz konsequent eingehalten. Bewundernswert, diese Standhaftigkeit.

  6. Hat der ‚American Dream‘ denn geklappt? Könnte es sein, dass die FPD wirr geträumt hat? – Denk ich an Deutschland in der Nacht …

  7. In erster Linie geht es im „Wahlprogramm der FDP“ um Christian Lindner, dann geht es weiterhin auch um Christian Lindner, …. in den von der FDP vertretenen Politikschwerkunkten geht es dann um Christian Lindner und bei der Bildungspolitik zur Abwechslung mal um Christian Lindner.
    Gut, dass die FDP einen Repräsentanten in der Öffentlichkeit hat, der diese parteipolitischen Ziele adäquat umsetzen kann – ich meine Christian Lindner – und der bereit ist, sich für den Spitzenkandidaten vorbehaltlos in den Wahlkampf zu stürzen – das ist in diesem Fall Christian Lindner.
    Die Bildungs- und Schulpolitik wird z.B. in NRW von einer außerordentlich begabten ReNo-Fachgehilfin mit ausgewiesener Expertise (ähm ja, die erforderliche Expertise wurde erkennbar aus dem Kopf und dem Handeln ausgewiesen – wahrscheinlich wurde ihr kein Asyl gewährt) vertreten, die wiederum von einem ausgewiesenen Bildungsfachmann unterstützt, beraten und wohl auch im Handeln angewiesen wird – nämlich Christian Lindner.

    In dem Sinne…noch nie gab es soviel zu tun!!
    Lassen wir es sein und setzen bei unserer Konzeptentwicklung bzgl einer notwendigen Digitalisierung von Bildung zu mitternächlicher Stunde bei funzeliger Beleuchtung auf Papier und Bleistift und natürlich auf Christian Lindner….dann wird alles gut!!

    • @Andre Hog

      Seinen digitale Ausstattung hat er wahrscheinlich für ein armes Kind aus prekären Verhältnissen gespendet.
      Der Gute!
      😉

  8. Wenn ich nur allein schon die Wahlplakate der FDP im übelsten Denglish lese…

    „Wirtschaftswunder. Make in Germany!“

    …frage ich mich, ob die Partei selbst vielleicht noch ein wenig Bildung vertragen könnte!

    Was soll denn das heißen: make in Germany? Ey, mach in Deutschland! Die Phrase kann man halt eben nicht, auch in der Wahlwerbung, in die Gegenwart setzen, ohne das man sich übergeben muss….

    • @Ich muss da mal was loswerden

      „Wirtschaftswunder. Make in Germany!“
      #Me too break together … haha!

      FDP-Thinktank …
      „Come in and find out.“ (Falls you are no little Chrissi and don’t want to irrlichter until all Ewigkeit!)
      😉

    • Ja, ich dachte mir auch, dass dies ein Faux Pas ist. Aber ich habe das dann für mich so interpretiert: „Made in Germany“ ist Vergangenheit und gibt es schon fast nicht mehr, billig Produzieren bringt halt auch jede Menge Nachteile mit sich (viel Elektroschrott, z.B., kurzlebige Kleidung und Geräte …). „Make in Germany“ soll halt wieder in die Zukunft weisen, es fehlt wohl das „it“, aber dann wäre ja das Wortspiel kaputt. Etwas unglücklich, das Ganze, aber vom Grundgedanken her eigentlich richtig und wichtig. Man sollte der FDP jetzt daraus keinen Strick drehen. Es gibt wahrhaft schlimmere Missgriffe.

    • Richtig, so kann man es auch interpretieren. Der Wurm ist schon lange drin in Germany, und der Speck, in dem manche leben, wird immer kleiner und teurer.

  9. Ist doch gut, dass die FDP vorab schreibt, was sie bundesweit umsetzen möchte.

    „ Beste Arbeitsmöglichkeiten? Das ist für die Liberalen mit einem hohen Grad an Selbstständigkeit verbunden. „Wir Freie Demokraten wollen die Autonomie der Schulen stärken und den Schulen mehr pädagogische, personelle und finanzielle Freiheiten geben.“
    Bedeutet: Jede Schule muss selbst für alles sorgen und selbst sehen, wo sie bleibt.
    Die FDP sorgt dafür, dass die Schulen von Pädagogik, Personal und finanzieller Ausstattung befreit werden.

    „ Jede Schule soll ein eigenes Budget erhalten, über dessen Verwendung sie autonom entscheidet. Im Rahmen der Schulautonomie kann der Unterricht zum Beispiel in einem modularen System organisiert und so individuell auf die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler zugeschnitten werden. Zugleich erhalten die Schülerinnen und Schüler dadurch eine größere Wahlfreiheit und die Schule kann den unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schülerinnen und Schüler individueller gerecht werden. Ebenso soll dadurch ein Unterricht in fächerübergreifenden Projekten besser möglich gemacht werden. Auch Personalentscheidungen und die Auswahl der Lehrmittel trifft die Schule vor Ort.“
    Konkret: Die Schule bekommt ein Budget für einen Hausmeister, den Rest muss sie selbst einwerben oder über Schulgeld einnehmen, um davon Ausstattung und Mitarbeitende bezahlen zu können.
    Reicht das Geld nicht, muss man andere Lösungen finden. Dann kommen Kinder für einzelne Module in die Schule, den Rest der Zeit können sie zu Hause verbringen.
    Für das Personal ist das Geld knapp, also übernehmen ungelernte Kräfte auf 450€-Basis die anfallenden Aufgaben.
    Wer mehr möchte und sich mehr leisten kann, wird eine Privatschule finden und finanzieren. Da das ja jedem offen steht, wird die FDP es als Chancengleichheit verkaufen.

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