Streik-Aktion der GEW für kleinere Klassen: 500 Lehrkräfte legen Arbeit nieder

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Lehrkräfte von 28 Berliner Schulen haben am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte zu dem Warnstreik aufgerufen, an dem sich nach eigenen Angaben etwa 500 Lehrkräfte beteiligten. Während des Warnstreiks fand eine Fahrraddemonstration statt.

Die Gewerkschaft fordert, in einem Tarifvertrag eine Verkleinerung der Klassen festzuschreiben. Lehrkräfte würden so durch weniger Lärm, weniger Vor- und Nachbereitung und weniger Korrekturaufwand entlastet. Bereits im Juni wurden laut GEW die zuständigen Senatoren aufgefordert, Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag Gesundheitsschutz aufzunehmen, die der Finanzsenator abgelehnt habe. Aus dem Grund sei der Warnstreik der nächste Schritt gewesen, um auf den Arbeitgeber Druck auszuüben, heißt es.

Von der Finanzverwaltung hieß es, die Aufnahme der Tarifverhandlungen sei abgelehnt worden, da diese in die organisatorische Entscheidung des Arbeitgebers eingreife. Zudem sei das Land Berlin als Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an die Beschlüsse der Mitgliederversammlung der TdL gebunden und strebe daher keinen Alleingang an.

Die GEW hoffe dennoch, eine Gesprächsbereitschaft seitens der zuständigen Senatsverwaltung zu erreichen. Die Corona-Pandemie sei eine riesige Belastung für die Familien gewesen, weshalb die GEW nur wenige Schulen zum Warnstreik aufgerufen hatte. Sollte die Blockadehaltung allerdings weiterhin gegeben sein, könnte die Gewerkschaft zu weiteren Warnstreiks an noch mehr Schulen aufrufen. dpa

Berliner Lehrkräfte streiken jetzt für kleinere Klassen – GEW: „Wir bitten alle Eltern um Unterstützung und Solidarität“

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7 KOMMENTARE

    • Es waren vorerst nur die Lehrkräfte von einigen Berliner Schulen aufgerufen, zu streiken.
      Die Zahl 500 bedeutet also keinesfalls geringe Akzeptanz.

    • Es waren lediglich 28 Schulen aufgerufen. In ein paar dieser Schulen sind sogar um die 50% noch verbeamtet (Berichte laut RBB und Tagesspiegel)

      • Leider sind aber die meisten LuL und EuE nicht in einer Gewerkschaft organisiert (jedenfalls an meiner Schule). Deshalb kann auch nie so ein Druck aufgebaut werden, wie bei starken Gewerkschaften (z. B. IGMetall, Verdi). Das verstehen aber viele junge KuK nicht. Ich höre dann immer: „die Gewerkschaften machen ja eh nichts, da muss man ja Beitrag bezahlen, streiken kann man den Kindern nicht antun“. Selbst passive Mitgliedschaft wird also abgelehnt. Ganz zu schweigen davon, sich aktiv politisch zu betätigen (Argument:“ dafür habe ich nicht auch noch Zeit“ – dann sage ich: „Hört auf über die Arbeitsbedingungen zu jammern und genießt die nächsten Arbeitsjahre!“)

  1. Ich würde sofort der GEW beitreten, wenn sie damit aufhören würde, das praxisferne Geblubber aus „Wissenschaft“ und Politik zu reproduzieren, das im Wesentlichen für die besch… Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder verantwortlich ist.

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