CDU-Vize wirft Gebauer Fahrlässigkeit vor; die will nun über Maskenpflicht „beraten“

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DÜSSELDORF. Trotz der auch in Nordrhein-Westfalen stark ansteigenden Corona-Zahlen will die Landesregierung weder Schulen schließen noch die Anwesenheitspflicht aussetzen. Auf dem Prüfstand steht aber die umstrittene Maskenfreiheit im Klassenraum. Das Kabinett werde am Dienstag nach Auswertung neuer Infektionszahlen in den Schulen über weitere Präventionsmaßnahmen beraten, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) an. «Dazu würde eine Maskenpflicht gehören.» Zuvor war die Schulministerin heftig kritisiert worden – aus Reihen der schwarz-gelben Koalition: CDU-Vize Elisabeth Winkelmeier Becker hatte Gebauer Fahrlässigkeit vorgeworden.

Unter Druck: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Land NRW

Am Dienstag behauptete Gebauer noch – unter Berufung auf eine aktuelle Erhebung des Schulministeriums unter den Schulen des Landes: „Durch die strikten Testungen wirken unsere Schulen in der Pandemie wie ein Hygienefilter für Kinder und Jugendliche. Durch die strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen und das engmaschige, strikte Testsystem tragen die Schulen dazu bei, das Infektionsgeschehen zu kontrollieren und die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen.“

Jetzt sagt Gebauer plötzlich: Das Infektionsgeschehen nehme auch in NRW «spürbar» zu. Das registriere das Ministerium auch bei den wöchentlichen Erhebungen in den Schulen – weshalb nun die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht in den Bereich des Möglichen rückt. Ein Aussetzen der Präsenzpflicht (wie es viele Eltern fordern – und einige Bundesländer bereits angekündigt haben), lehnt die Schulministerin allerdings ab. Auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien, was ebenfalls in einzelnen Bundesländern bereits angekündigt wurde, sei in NRW nicht geplant.

„Wir brauchen die Präsenzpflicht dringend, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen“

Gebauer betont: «Ich habe mich immer sehr stark für den Präsenzunterricht eingesetzt. Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.» Die Maskenpflicht im Unterricht war von der Landesregierung Anfang November bei bereits steigenden Inzidenzen ausgesetzt worden, obwohl Wissenschaftler und das Robert-Koch-Institut vor diesem Schritt gewarnt hatten.

VBE-Landesvorsitzender Stefan Behlau sieht nun dringenden Handlungsbedarf: «Wir haben immer wieder betont, dass das wichtigste Ziel sein muss, möglichst allen Schülerinnen und Schülern kontinuierlich Unterricht zu ermöglichen. Aufgrund der deutlichen Zunahme der Infektionen und der Quarantänefälle muss die Maskenpflicht auch am Platz wieder eingeführt werden. Beobachtet worden ist die Lage lange genug, jetzt gilt es, zu handeln.»

Die Siegburger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU Elisabeth Winkelmeier Becker hatte zuvor von Gebauer die Wiedereinführung der Maskenpflicht in den Schulen gefordert. „Wir müssen die aktuelle Situation schnellstmöglich in den Griff bekommen“, sagte sie laut einem Bericht der „Kölnischen Rundschau“.

„Kurz vor der Verfügbarkeit eines Impfstoffs noch die »Durchseuchung« in Kauf zu nehmen, ist grob fahrlässig“

„Es besteht hier nicht nur das Risiko der Erkrankung, sondern auch der psychischen Belastung der Kinder, wenn sie selbst an Corona erkranken oder wenn sie sich gegebenenfalls für die Ansteckung anderer Familienmitglieder schuldig fühlen.“ Zumindest vorübergehend, bis die Lage sich mit einer besseren Impfquote beruhigt habe und Impfstoff auch für jüngere Kinder zur Verfügung stehe, sei die Rückkehr zur Maskenpflicht unverzichtbar – gerade für die Jahrgänge, für die momentan noch keine Impfung möglich sei.

„Kurz vor der Verfügbarkeit eines solchen Impfstoffs noch die absehbare »Durchseuchung« dieser Jahrgänge in Kauf zu nehmen anstatt ihnen und den Eltern die Chance zu geben, sich für den Schutz durch eine Impfung zu entscheiden, ist grob fahrlässig“, sagte die Bundestagsabgeordnete. News4teachers / mit Material der dpa

„Unsere Schulen wirken wie ein Hygienefilter für Kinder und Jugendliche“: Wie realitätsblind ist Gebauer?

 

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77 Kommentare
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AvL
10 Monate zuvor

Das dreimalige Testen in der Woche stellt ein sehr gutes Monitoring da, um zu erfassen, wie sich das Virus in der Gesellschaft weiter ausbreitet.
Die gewonnenen Daten sind sehr gut übertragbar auf das gesamte Infektionsgeschehen der Gesamtbevölkerung.
Wahrscheinlich wird die Infektionsrate der Erwachsenen ebenfalls höher liegen.
Erwachsene werden aber mit Ausnahme des Personals der Krankenhäuser und der Altenpflegeheime nicht derart engmaschig einem Monitoring unterworfen, wie dies bei Schülern in NRW der Fall ist.
Das Tragen von OP-Masken senkt nachweislich die Infektionsrate um das dreifache, wobei die Atmung deutlich weniger beeinträchtigt wird , als dies beim Tragen von FFP2-Masken der Fall ist, die mehr dem Eigenschutz dienen.

Klugscheisser
10 Monate zuvor
Antwortet  AvL
AvL
10 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Die Maskengegner und Corona-Leugner reiten doch gerne in deren Propagandaschleife darauf herum, dass Kinder durch das Tragen von OP-Masken „erstickt und traumatisiert“ würden, so zitierte unser Gesundheitsminister Laumann doch derartige Elternteile, die durch ihren Druck uns die Abschaffung der Maskenpflicht in Schulen mit der zusätzlichen Generierung von Intensivpatienten beschert haben.

noname
10 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Aprops „Corona-Leugner“:
Ich kenne keinen, der Covid19 leugnet.
Wer sollen diese Leute also sein und zu welchem Zweck wurde dieser Nonsens-Begriff in die Welt gesetzt?

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  noname

Einfach mal lesen, was Intensivpfleger so auf ihren Stationen erleben. Beispiel aus Bautzen:

„[…]Das bringt für das Personal neue Herausforderungen. Patienten, so erzählt Elli, die Corona weiterhin als „harmlosen Krankenhauskeim“ bezeichneten – obwohl sie bereits mit Sauerstoff versorgt werden müssten, obwohl das Personal mit sehr viel Kraft um ihr Leben ringe.
Fast täglich komme es zu solchen Szenen. Die hartnäckigen Leugner sind nun das größte Ärgernis für die Intensivpflegerin, die ihren Nachnamen lieber nicht veröffentlichen will. „Wir versorgen jeden gleich“, betont sie. „Aber diese Leute, die noch immer sagen: Corona gibt es gar nicht, das ist gar nicht so schlimm – die regen mich auf.“

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91220284/corona-lage-in-bautzen-die-einen-sterben-die-anderen-tanzen-polonaise.html

Anne
10 Monate zuvor
Antwortet  noname

@noname
Ihre Fragen sind auch meine. Es fällt auf, dass Skeptiker und Leugner stets in einem Atemzug genannt werden.
Der Skeptiker ist in den Augen der Überzeugten bereits ein Leugner. Das ist zwar falsch, doch dahinter steckt Absicht.
Der Leugner leugnet das Virus oder die Erwärmung der Atmosphäre. Der Skeptiker leugnet sie nicht. Er stellt die Wirksamkeit und den Nutzen verordneter Maßnahmen in Zweifel, setzt ihn in Relation mit den Schäden, die sie anrichten, also zum Beispiel die psychosozialen und ökonomischen Folgen der Covidpolitik.

@Leseratte
Auch wenn t-online Leute von „hartnäckigen Leugnern“ spricht, muss der Begriff nicht stimmen. M. E. gibt es keine Menschen, die sagen: „Corona gibt es gar nicht“.
Es mag Menschen geben, die Corona auf die leichte Schulter nehmen, und noch mehr Menschen, die der Covidpolitik kritisch gegenüberstehen. Beide Gruppen sind keine Leugner, besonders letztere nicht. Politiker und Medien ziehen es jedoch vor, ständig „Leugner“ zu suggerieren.

AvL
10 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Wo ist der Widerspruch. Wenn mehrere Mitschüler keine OP-Masken tragen, so ist das eigene Kind gezwungen, eine FFP-2-Make zu tragen, um sich selbst zu schützen.

Marie
10 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Gern nochmal: Grundschüler werden nur zweimal getestet.

Elly
10 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Geimpfte Schuler werden gar nicht getestet in RLP, obwohl die Impfung schon ein halbes Jahr zurückliegt

W.
10 Monate zuvor
Antwortet  AvL

@AvL
Das mit dem Monitoring durch Tests ist ja ganz toll, auch wenn es eben nicht sonderlich zuverlässig ist. Aber damit wird naturgemäß festgestellt, wer sich bereits infiziert hat.
So bleibt das erstens Augenwischerei, weil es eine Maßnahme ist, die eine Infektion bzw. Erkrankung feststellt – sie aber nicht verhindert. Zweitens hilft das Monitoring einem Infizierten oder Erkrankten mit ( auch schweren ) Symptomen überhaupt nicht.
Wäre es nicht besser, wenn man sich erst gar nicht infizieren KÖNNTE, weil es ECHTEN Schutz durch ECHTE Kontaktreduktion ( = in Kitas und Schulen als Verteil-Drehkreuz, so wie es bisher lief ) geben würde?
Damit meine ich das, was in diesem Forum schon seit Frühsommer 2020 sinnvollerweise gefordert wurde. Wir wissen ja, dass das in der nötigen Breite NICHT passiert ist.
Jetzt sitzen wir wieder alle im Schlamassel und ein Ende ist SO nicht absehbar.
Langsam kocht die Galle hoch.

gehtsnoch
10 Monate zuvor

Seit 2001 Familienrichterin und seit 2005 Mitglied im Bundestag.
Meine liebe Yvonne, da weht aber plötzlich und unerwartet ein eiskalter Wind durch die Völklinger Strasse.

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

@gehtsnoch

Hoffen wir auf „Winds of Change“, gerne mega-eisig.
Ob Matze R. für Yvi G. schon einen Text vorbereitet hat?
Steigt über der Völkinger Straße schon der Rauch auf vom vielen Nachdenken? (Könnte eine neue Erfahrung sein, sonst gehen doch am späten Freitagabend die Faxen per Email RAUS …)

Nicht dass es mit den Rackern SO weitergeht:
http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke/maxundmoritz/streich7.html
und
http://www.wilhelm-busch-seiten.de/werke/maxundmoritz/schluss.html

„Rickeracke! Richeracke!
Geht die Mühle mit Geknacke.“
… Hat das Zeug zum Ohrwurm … 🙂

Klaus Lehmkuhl
10 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Bestimmt von Wüst auf Gebauer angesetzt …

Jan aus H
10 Monate zuvor

„Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.“

Wieder einmal müssen diese Kinder, die Frau G vor der Pandemie vermutlich komplett egal waren, als Begründung herhalten, um ALLE in eine ungeschützte Präsenz zu zwingen.

„weshalb nun die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht in den Bereich des Möglichen rückt.“

Das wäre vor mehreren Wochen noch eine angemessene Maßnahme gewesen. Jetzt ist es ein Tropfen auf den heissen Stein. Das einzige Mittel, das jetzt noch wirksam hilft, ist ein sofortiger Lockdown mit Schließung von Schulen und Kitas. Alles andere verzögert und verlängert diese unvermeidliche Konsequenz nur.

ImmerDasSelbe
10 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Kleiner Spoiler: diese Kinder sind ihr auch jetzt komplett egal. Sie eignen sich aber hervorragend, um ihre Unfähigkeit vordergründig zu legitimieren. Und es zeigt ihr absolutes Misstrauen gegenüber der Lehrerschaft. Wir Lehrer wissen, welche Schüler in die Schule kommen müssen und welche auch daheim lernen können. Aber wo kommen wir denn da hin, wenn sowas LehrerInnen entscheiden würden. Die sind ja alle faul und unfähig. Yvonne kann das ja viel besser *würg*

Klaus Lehmkuhl
10 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Vielleicht meint Yvonne Gebauer ja auch die vielversprechenden Sprösslinge von gut verdienenden Rechtsanwälten und Zahnärzten , die den Distanzunterricht nutzen würden , um in der Tennishalle des Clubs , in dem der Herr Papa ja schon seit Jahren Mitglied ist , an ihrem Aufschlag zu arbeiten . Auf die muss man ein Auge haben . Alles künftige FDP – Wähler und Lindner – Fans , der männlichen Jeanne d’Arc der deutschen Politik .

heitergehtsweiter!?
10 Monate zuvor

Erste Schließung einer kompletten Grundschule in unserer Großstadt in NRW. 10 positive Fälle und nun wird weiter untersucht. An GS wird nach wie vor nur 2x getestet, an Kitas noch gar nicht, Schließung einer Kita in der südlichen Innenstadt: 9 positive Fälle: „Mehrere Kinder, die schlapp und erkältet gewesen seien, hätten zwar negative Selbsttests gehabt, dann aber positive PCR-Tests.“ Und auch H. Stamp will alles belassen wie es ist?

Katrin
10 Monate zuvor

Bei uns sind in jeder Klasse mehrere Fälle, oftmals 1/3 der Klasse.
Die Schule bleibt offen, keinen scheint es zu interessieren.
So kann man schön sagen: die Schulen sind weiter offen.

Klugscheisser
10 Monate zuvor

Wenn immer mehr Lehrer krank werden, wirft bald gar keiner mehr ein Auge auf diese Schüler.

Trulla
10 Monate zuvor

Verdammt noch Mal, jedes Krankenhaus, jeder Arzt, jeder Installateur, ….hat einen Notdienst am WE.
Und jetzt brennt durch eigenes Versagen die Hütte, mit langer Ankündigung durch viele Experten.

Und selbst jetzt ist es von hoch bezahlten Volksvertretern zuviel verlangt, sofort und unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Verzögern, zu handeln??
Da muss erst das Krönchen poliert und der Zickzack- Scheitel gerichtet werden. Das gleiche gilt für Laumann.
Ich wünsche den beiden eine schnelle, eindrucksvolle Begegnung mit Bud Spencer, damit sie erst Mal ausgeschaltet sind. Ohne sie geht es garantiert besser, und hoffentlich schneller.

JH
10 Monate zuvor

Es wird wie immer laufen. Diese Person reagiert nur auf Druck, auf viel Druck und spielt dazu auf Zeit. Wenn dann die Maskenpflicht am Sitzplatz Dienstag wieder beschlossen werden sollte (davon gehe ich aus), dann nicht aus Erwägungen des Schutzes vor der Pandemie oder gar aus Fürsorge, sondern aus kalter poitischer Berechnung. Dem Virus ist es für die vierte Welle zu dem Zeitpunkt bereits egal; die Durchseuchung unserer Kinder im Sinne der FDP („de facto“ keine schweren Erkrankungen bei Kindern – Dr. Stamp, der offenbar in die Zukunft schauen kann) ist dann aus ihrer Sicht weit genug vorangeschritten, um die Pandemie möglichst billig (nur für ihre Klientel – die anderen Lasten trägt dann wie immer die Gemeinschaft der Steuerzahler) zu beenden.
Mein größeres ungeimpftes Kind ist übrigens in NRW mit Corona infiziert gewesen, unter Umständen, die ich nur als Zwang bezeichnen kann. Mir fehlen aber Kraft und Mut für eine Strafanzeige. Wenn die Zeiten noch schlimmer werden, was sie werden, gibt es ja vielleicht Sammelklagen noch vor der Wahl.

Anne
10 Monate zuvor

Oh man, Rückkehr zur Maskenpflicht hätte schon längst passieren müssen. Aktuell sollte eher mindestens Wechselunterricht, besser DU, angesagt sein. Wenn das so weitergeht, sitzen wir spätestens Weihnachten alle in Quarantäne. Ganz prima Plan, Frau Gebauer!

Biene
10 Monate zuvor

Warten wir doch einfach mal ab. Sollte die Variante aus Südafrika, die bereits in Belgien nachgewiesen wurde, auch – oh Wunder man wusste ja von nichts – plötzlich in Deutschland auftauchen und uns so „traumhaft schöne“ Bilder wie aus Italien vor einigen Jahren zeigen, wird es wohl eng in der Politik werden und Szenen wie aus dem Mittelalter werden sich Bahn brechen.
Wenn es nicht die Realität wäre, wäre die Show/ der Film sicherlich interessant.
Mich erinnert diese Situation an ein Computerspiel, in dem es darum ging als Plage die Menschheit auszurotten. Kann mir jemand diese Assoziation erklären?!

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  Biene

@Biene

Seit Monaten habe ich ähnlich Gedanken, aber leider noch keine Erklärung gefunden.

Im Computerspiel wäre es irgendwie einfacher verständlich, da wäre auch die Plage (Krankheit) die Plage. Und außerdem könnte man das Spiel jederzeit abbrechen.

Im wahren Leben sind die unfähigen Egomanen die Plage …
(Bei weitem nicht alle Entscheider bzw. Politiker sind vom Problem der Egomanie betroffen, aber scheinbar iist es auch dort eine laut und unverfroren auftretende Masse, wobei das Wort „Masse“ mir in der Mehrldeutigkeit gerade gut passt.)

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Offenbar ist die Variante schon aufgetaucht.
Und ich frage mich, ob die Variante nicht vielleicht schon länger hier ist. In den Herbstferien waren doch viele Leute sonstwo auf der Welt unterwegs. Und die Virussequenzierung ist, soweit ich weiß, in Deutschland nicht so standardmäßig alltäglich wie z.B. in GB. Was ist mit den anderen Fluggästen dieses Fluges? Wenn Omikron so ansteckend ist, wie man es in Hongkong vermutet, dann ist der Geist schon aus der Flasche.

„+++ 10:50 Omikron-Variante mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ schon in Deutschland +++
Die neue Omikron-Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ in Deutschland angekommen. Das teilt der Grünen-Politiker auf Twitter mit. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika seien mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden worden. „Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert. Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus“, twittert der in Hessen auch für Gesundheit zuständige Minister. Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft.“
https://www.n-tv.de/panorama/13-50-Bayern-setzt-Verlegungsfluege-aus-Intensivstationen-fort–article21626512.html

W.
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte
So ähnlich ging der ganze Mist los am Anfang 2020.
Mir schwant Böses …

Biene
9 Monate zuvor
Antwortet  W.

Ihnen schwant Böses? Ich denke, damit sind sie nicht allein.
Ich habe irgendwo von einer Änderung im Arbeitszeitgesetz des Landes Sachsen gelesen. Ich glaube mich zu entsinnen, dass da etwas von 12 Stunden täglicher Arbeit für die Mitarbeiter von Krematorien stand. Wobei diese vermutlich nicht die einzigen sind, die viel arbeiten müssen. (Selbst wenn es nur eine zeitliche Befristung sein sollte, wir können uns die Konsequenzen durchaus vorstellen.)
Böse, wer jetzt die aktuelle und sich entwickelnde Infektionssituation im Kopf hat.
Hat etwas gedauert, Link gefunden: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1032526

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  Biene

Heute ist auf dem Flughafen Schipoel in Amsterdam eine Maschien aus Südafrika gelandet, in der 61!! Passagiere mit Corona infiziert waren….ob es sich dabei um die neue Variante handelt konnte so schnell noch nicht festgestellt werden.

Viva
10 Monate zuvor

Uih, uih, uih … die heiligen Masken! Wen interessiert´ s überhaupt noch, über was die Dame da so meint sich beraten und andere nerven zu müssen? Sie hat sich dermaßen mit ihren Äußerungen, Handlungen und empathielosen Statements bisher disqualifiziert, dass sie nicht mehr damit rechnen sollte, dass überhaupt noch mit echtem Interesse verfolgt wird, was sie so als nächstes vom Zaun bricht. Allerdings kann man den Abgewendeten ja nicht vorwerfen, dass sie es nicht lang genug versucht hätten. Im Moment jedenfalls, in dem sich die Ereignisse überschlagen von Überlastung des Gesundheitssystems über die eventuelle Gefährdung durch eine potenzielle Supermutante bis hin zu einem drastischen, täglichen Anstieg der Todesfälle und immer mehr Kindern, die wegen Covid-19 auch intensiv behandelt werden, kann sie so viel Öl ins Feuer gießen wie sie will: Sie macht sich in meinen Augen nur noch lächerlich!

Die, die ein bisschen Verstand im Kopf haben, haben ihre Masken nie abgesetzt!

Und sollte die Situation persönlich komplett unerträglich werden – und die Schwelle ist alsbald erreicht – kann sie sich auch ihre Präsenzpflicht irgendwo hinstecken! Es gibt tatsächlich auch Eltern, die ein Auge auf ihre Kinder werfen, auch wenn diese Menschen in dem Blickfeld der guten, offensichtlich nicht gut sehenden Frau gar nicht erscheinen.

Ihre „Bildungsgerechtigkeit“ mitten in einem unkontrollierten Seuchengeschehen mit Brechstange und Holzhammer gefährdet nicht nur die Kinder, die ein besonderes Auge benötigen oder auch mit normalen Blicken auskommen, in ihrer physischen und psychischen Gesundheit, sondern auch die betreuenden Erwachsenen, aber das ist ihr so egal wie mir als Mutter egal ist, was Frau G. jetzt und in Zukunft von sich gibt!

Dawi
10 Monate zuvor
Antwortet  Viva

@Viva „…Die, die ein bisschen Verstand im Kopf haben, haben ihre Masken nie abgesetzt!…“
Erzählen Sie das mal Grundschulkindern. Wenn der Großteil ohne Maske in der Klasse sitzt, trauen sich die wenigsten Kinder, die Maske freiwillig zu tragen. Auf wenn man sie darin bestärkt (was die Lehrkräfte ja laut Frau Gebauer noch nicht mal dürfen).

Viva
10 Monate zuvor
Antwortet  Dawi

Oh ja, natürlich. Verstand ist sowieso nicht das richtige Wort … eher Vernunft.

Bei den Jüngeren sehe ich die Eltern in der Pflicht der Aufklärung ihrer Kinder, wenn die Schulministerin solche Fehlentscheidungen trifft. Das wird aber nur da passieren, wo die Eltern über Verstand/Vernunft verfügen. Und es bringt auch nichts, wenn es nur ein paar sind, die vernünftig sind. Vielleicht hätte eine schulinterne Eltern-Umfrage was gebracht, wie die Eltern das mit der Maske für ihre Kinder (und sich) wünschen? Vielleicht wäre aber auch das keine Lösung gewesen, weil nicht alle unter einen Hut zu bringen sind. Der Frau G. jedenfalls ist es egal, was sie für ein Chaos anrichtet, vielleicht gefällt es ihr sogar?

Pit 2020
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

@Viva

„Der Frau G. jedenfalls ist es egal, was sie für ein Chaos anrichtet, vielleicht gefällt es ihr sogar?“

https://www.youtube.com/watch?v=up0ZZjG3Zxw
Wenn sie sich vielleicht für jemand ganz Großes hält …:
– 3:54: Und Gott sagt noch: „Ey komm, nich‘ so doll, sonst geht datt Fahrrad kaputt!“
– Bevor jetzt nach 3:54 falsche Hoffnung aufkommt und sich wieder die Fraktion „Beten“ zu Wort meldet: Ab Minute 4:24 … klärt sich die Lage und man versteht plötzlich ALLES! 😉

Klaus Lehmkuhl
10 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Auch die Töchter von Joachim Stamp haben freiwillig die Maske getragen . Was für eine Klatsche für Yvonne Gebauer …

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Lieber Klaus,
Schade, dass die Frau so tumbe ist, dass sie selbst das wahrscheinlich nicht mehr merkt.

Da fällt mir die Geschichte von dem Tanzmusikerduo (der eine blind – der andere taub) ein:
Fragt der Blinde: „Tanzt schon jemand?“
Fragt der Taube: „Spielen wir schon?“

Eine kleine Geschichte mitten aus meinem Leben.

Anne
10 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

„Was für eine Klatsche für Yvonne Gebauer …“ Nicht nur das, auch für Stamp selbst. Hat er doch immer verkündet, wie sicher Schulen und KiTas sind.

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Er lernt halt dazu … Leider sehr langsam .

Riesenzwerg
10 Monate zuvor

Und nun ist die neue Variante schon in Belgien – also alle auf in die Ferien!

Wir lassen uns das Reisen nicht verbieten, das Reisen nicht und auch die Sterblichkeit…..

Frau SärGebauer – Maskenpflicht, Luftfilter, KiTas und Schulen dicht – das ist die Vorgehensweise, die Ihnen Sympathie bringt.

Mir sind Ihre Entscheoabsulut unerklärbar – auch die Reptoloiden (s. Post von Elizabeth) konnten mir nicht helfen!

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

„[…]Entscheidend für eine Ansteckung im Innenraum ist die inhalierte Dosis: Sie setzt sich zusammen aus der Dauer des Aufenthalts und der Anzahl der viren­beladenen Aerosolpartikel in der Luft. Je höher die Virenlast beim Infizierten, umso mehr Viren gelangen in die Luft, und umso schneller hat man die kritische Dosis eingeatmet – und umso schwächer wirken Masken und Lüften.

Kriegel hat die Wirksamkeit der Maßnahmen im Verhältnis zur zunehmenden Virenlast vor kurzem auf einer Sitzung des Krisenstabs der Bundesregierung vorgestellt. Angenommen wird bei der Delta-Variante eine mittlere Virenlast von 10⁸ Viruskopien pro Milliliter Sekret, das der Mensch allein durch Atmung „aerosolisiert“, also in winzig kleine Aerosolpartikel zerstäubt und in die Luft abgibt. Hier sind laut Kriegels Institut im Innenraum FFP2-Masken oder erhöhtes Lüften „gerade noch ausreichend“, um das Risiko der An­steckung ausreichend klein zu halten.
Doch steigt die Viruslast im Körper des Infizierten auf 10⁹ Viruskopien pro Milliliter, müssen die Maßnahmen schon gebündelt werden: FFP2-Maske, Lüften – und vor allem eine Reduzierung der Dauer des Aufenthalts um zum Beispiel 50 Prozent. Nur so kann demnach das Risiko reduziert werden, damit es nicht zu einem „Ausbruch“ kommt: Der wird als Ansteckung von mehr als zwei Personen definiert. Doch diese Bündelung der Maßnahmen ist in vielen Bereichen, in Schule und Arbeitsleben etwa, kaum zu bewerkstelligen. „Und ab 10¹⁰ Viruskopien pro Milliliter, so viel und mehr verbreiten Superemitter, ist Hopfen und Malz verloren. Da kann man keinen Ausbruch mehr verhindern.“ Es irritiert Kriegel daher, wenn oft noch die Vorstellung verbreitet werde, „mit Luftfilter, Lüften und Masken“ könne man auch in der aktuellen Situation immer noch die Innenräume vor einem Ausbruch schützen. […]
Mit am höchsten ist im Vergleich dazu die inhalierte Dosis während eines Arbeitstages im Büro mit mehreren Personen ohne Maske – das Risiko wird mit 32 veranschlagt, also 32 mal so hoch wie im Supermarkt. Auch ein Schultag ohne Maske ist im Vergleich zum Supermarkt mit einem zwanzigfach erhöhten Risiko verbunden, da die Dosis zwanzig Mal so hoch ist. Beim Restaurantbesuch für 1,5 Stunden hingegen wird – im Durchschnitt – eine mittlere Dosis von 6 erreicht. „Das ist in der momentanen Situation viel zu hoch. Denn es hieße, dass sich dort im Schnitt sechs Personen bei einem Superemitter anstecken.“ Bars oder Clubs bieten ein in etwa so hohes Risiko wie Büros – doch lautes Unterhalten und Tanzen erhöhen die Aerosolexposition um ein Vielfaches.

Das oberste Ziel bei Schutzkonzepten für aerogene Erreger ist nach Kriegels Worten nach wie vor: die Quelle der Emissionen „zu eliminieren“. „Die infizierte Person darf gar nicht erst in den Raum hinein.“ Daher müsse vor dem Betreten der Innenräume ein striktes Testgebot bestehen. Doch auch das reicht nach Kriegels Einschätzung jetzt nicht mehr aus, um die Infektionszahlen deutlich zu senken. „Diese Welle wird man nur mit Kontaktbeschränkungen eindämmen können.“

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-bei-superspreadern-nuetzen-auch-lueften-und-masken-nichts-mehr-17654439.html

Also, wenn man es so schwarz auf weiß liest, dass man in der Schule bei den aktuellen Inzidenzen, den sparsamen bis gar nicht vorhandenen Quarantänemaßnahmen, den nicht vorhandenen Luftfiltern, dafür Schlabbermasken bei den Kids und ungekürzte Doppelstunden, selbst mit ffp2 und geimpft wohl kaum eine Chance hat, einer Ansteckung zu entgehen, wird einem nur noch übel. Bei uns gab es schon mehrere Impfdurchbrüche.
Und unser MP ist erst mal mit dem Regierungsflieger nach Frankreich… Zur Coronalage in Thüringen war von ihm in letztes Zeit nichts zu hören…

Dirk Z
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Das ist meiner Meinung nach der Beleg, daß die Masken nur eine Infektion ein wenig verzögern aber sie wird dann doch in der gleichen Stunde oder am Tag erfolgen. Das sage ich schon seit Monaten. Wenn in dem Artikel die FFP2 Maske samt Lüften noch gerade als ausreichend bewertet wird, dann wohl nur unter Idealbedingungen, wenn alle die Masken streng nach RKI Richtlinien tragen. Und glauben Sie mir das bekommt man in den Schulen und in der allgemeinen Bevölkerung überhaupt nicht hin.
Wahrscheinlich ist das auch der berechtigte Grund weswegen die jeweiligen Bildungsminister erkannt haben, daß Masken auch Nachteile bringen und sie die Tragepflichten und Risiken entsprechend abgwogen haben. Ich glaube nicht daß hier entgegen jeglichen wissenschaftlichen Regeln gearbeitet wurde. Selbst wenn Masken nur für drei Wochen ausgesetzt wurden hat es auch in anderen Sachen Entspannungen gegeben. Leider nehmen viele Maskenfanatiker es nicht wahr daß diese auch ihre Problemchen verursachen.
Aufgrund der teilweisen sehr hohen Inzidenzen ist es regional sicher hilfreich vorrübergehend auf diese zu setzen. Jedoch sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen und die Prioritäten gehen eindeutig in das Impfen aller Schüler und dann müssten ggf. auch schul- oder klassenweite Regelungen kommen, die eine Befreiung bei entsprechend hohen Impfquoten vorsehen. Ich kenne Fälle da sind alle Schüler einer Berufsschulklasse schon längst durchgeimpft und trotzdem testen sie sich weiter. Und warum sollen diese noch Masken tragen?

trotzki
9 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

M.E. wird hier auch der Unterschied zwischen Wissenschaft und der Praxis wieder mal klar.
Ja, Masken bringen etwas.
Es gibt aber auch die Aussage, dass z.B. die FFP2 Masken alle 70 Minuten ausgetauscht werden sollen.
Wir stehen jeden Tag vor Schülern mit schlecht sitzenden Masken, die teilweise mehrere Tage getragen werden, die regelmäßig unter die Nase rutschen …., in den Pausen ausgezogen werden.
Von da her kann ich Dirk Z nur zustimmen. Die Praxis sieht anders aus. Wir haben jetzt seit den Herbstferien Maskenpflicht, und trotzdem fliegen uns die Infektionen um die Ohren.
Vielleicht hat es etwas verlangssamt, aber auch das, sagt ja die Wissenschaft. Irgendwann kommt jeder in Kontakt mit Covid 19.

Dirk Z
9 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

Sie haben meinen Beitrag nicht verstanden oder wollen ihn nicht verstehen. Sie haben aktuell trotz wissenschaftlicher Studien (Links von Ihnen) es nicht verstanden daß in Hochinzidenzzeiten der Maskenschutz in der Realität einen um die Ohren haut und da kein zuverlässiger Schutz eintritt- egal ob wir sie tragen oder nicht. Nur das haben viele eben nicht verstanden. Es wären andere Massnahmen wie Abstandshalten, grössere Räummlichkeiten erforderlich.

NichtSchonWieder
10 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Immer die gleiche Leier Dirk. Was du glaubst interessiert hier niemand.

Viva
9 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

@ Dirk Z
Boah, das ist aber wenig, was Sie aus der Untersuchung von Kriegel schlussfolgern! Mir scheint, als seien Sie auf die Masken so fixiert, dass Ihnen alles andere unwichtig ist. Ich glaube eher, dass Sie ein Maskenfanatiker sind und nicht diejenigen, die die Masken als wichtige Schutzmaßnahme anerkennen.

Ich versuch´s nochmal als aus Ihrer Sicht sicher „Maskenfanatikerin“ im Zusammenhang mit der Untersuchung von Kriegel, die auch dem letzten „Blinden“ eigentlich die Augen öffnen müsste in Hinblick darauf, dass die Notwendigkeit von Kontaktbeschränkungen auch in den Schulen nun erfolgen MUSS:

Grundsätzlich ist es bei NIEDRIGINZIDENZEN sehr sinnvoll, mit AHA+L-Maßnahmen (also auch mit dem Tragen von MNS) das Infektionsgeschehen zu kontrollieren. Kontrollieren heißt nicht, dass gar keine Infektionen stattfinden, sondern „im Rahmen“ und weniger, was nur möglich ist, wenn man das Infektionsgeschehen nicht unbegrenzt (eben ohne AHA+L) laufen lässt.

Da wir aber in einer Phase von HOCHINZIDENZEN leben, in der unsere Kinder zur Schule gehen müssen momentan, aus der immer mehr Superspreader hervorgehen als in einer Phase der Niedriginzidenzen, reichen die AHA-L-Maßnahmen nicht mehr aus. Superspreader sind Menschen mit einer extrem hohen Viruslast, 1/3 der Superspreader können nach Drosten sogar symptomlos bleiben. Diese Superspreader (rund 1/5 der Infizierten) sollen für 80 Prozent des Infektionsgeschehens „verantwortlich“ sein. Wenn nun in einer Klasse ein Superspreader sitzt, DANN hülfe nach Kriegel nur noch ein Orkan, um die Anzahl der mit Virus beladenen Aerosolpartikel so zu reduzieren, dass es nicht zu einem Ausbruch (Ansteckung > 2 Personen) komme. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies, der Superspreader im Klassenraum, der Fall sein könnte, steigt mit dem Anstieg des Infektionsgeschehens (in den Schulen als gesamtgesellschaftliches Spiegelbild).

Das Infektionsgeschehen unter den Kindern ist dazu in seiner Gewaltigkeit selbstredend und muss in der gesamtgesellschaftlich ebenso gewaltigen Welle (mit Überlastung des Gesundheitssystems) gestoppt werden. Nochmal: Da die Gefahr von Superspreadern bei hohem Infektionsgeschehen auch in den Schulen (mit den Mammutinzidenzen unter den Schülern) groß ist, geht dies nur über Kontaktbeschränkung, da sämtliche Maßnahmen sogar nach Idealbild (was in der Praxis aber aufgrund fehlenden Abstandes (und Masken) sowieso zu keiner Zeit gegeben ist) da nicht mehr ausreichen.

Und hier auch nochmal: Wenn die Welle aber gebrochen ist, helfen AHA+L Maßnahmen (auch Masken!) sehr wohl, um das Infektionsgeschehen zu kontrollieren, womit immer auch etwas Infektionen, das stimmt, zugelassen werden (aber weniger). Wenn weniger Infektionen (gesamtgesellschaftlich) stattfinden, verringert sich im Umkehrschluss auch die Zahl der Superspreader (die einen Orkan statt der bekannten Lüftung etc. nötig machen) und das Infektionsgeschehen läuft nicht mehr aus dem Rahmen.

Nun geht man davon aus, und das wurde in allen Ländern immer wieder untersucht, dass Geimpfte das Virus offenbar in gleichem Maße übertragen können wie Ungeimpfte, was die Viruslast angeht. Es mag sein, dass die Dauer der hohen Viruslast verkürzt ist, aber die Impfung hat auf die Höhe der Viruslast offenbar leider nicht den gewünschten Effekt. Frisch nach einer Impfung (bis zu 2 Monaten, vielleicht auch bis zu 4) wirkt man als Geimpfter bei der Verbreitung sicher auch irgendwo als „Bremse“, weil man sich so leicht selbst in der ersten Zeit nicht infiziert, aber danach nimmt die Bremskraft zunehmend ab und man kann sich sowohl infizieren als auch das Virus weiterverbreiten wie ein Ungeimpfter. Lediglich der eigene Schutz vor schwerem Verlauf bleibt länger bestehen. In welchem Maß genau die Impfung die Übertragung des Virus reduziert, da legt sich das RKI bisher nicht fest. Nochmal: Alles, was als gesichert gilt, ist der Schutz je nach Impfstoff zu einem hohen Prozentsatz xy vor einem schweren Verlauf und die Tatsache, dass auch Geimpfte infektiös sein können und je länger die Impfung zurückliegt mit größerer Wahrscheinlichkeit und genau deshalb empfiehlt die STIKO auch für Geimpfte weiterhin AHA+L!

Die Infektionsraten, Drosten hatte doch mal eine entsprechende Studie, die die anfängliche Hoffnung, Kinder seien weniger infektiös, widerlegt hatte sind bei Jugendlichen und Heranwachsenden an den Werten von Erwachsenen angelehnt, bei Kindern von 0 bis 5 Jahren wurde angegeben, dass die Infektionsrate bei 80 % der Werte der Erwachsenen läge, wobei da auch was mit geringerer Tupfergröße bei Kindern im Raum stand und man nicht ausschließen konnte, dass diese Werte noch nach oben zu korrigieren seien.

Auch in fast vollständig geimpften Klassen/Stufen gibt es Infektionsgeschehen und das erlebe ich zurzeit leider persönlich bei meinem Kind. Bei uns in den letzten Tagen gibt es sogar gleich mehrere Infektionen und es läuft trotzdem alles normal weiter: kein Wechsel-/kein Distanzunterricht, lediglich nur Quarantäne von nachweislich Infizierten. Das ist nicht nur für alle direkt Beteiligten sehr belastend, sondern auch für das gesamtgesellschaftliche Infektionsgeschehen!

Wenn es nun drauf ankommt, das gesamtgesellschaftliche Infektionsgeschehen zu stoppen, ist es sinnbefreit so zu tun als seien die Schulen sicher und das Infektionsgeschehen dort nicht von Bedeutung, zumal die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass ein Superspreader in der Klasse gar nicht entdeckt wird und dann, ja, und dann haben Sie Recht, nützen die Masken gar nichts mehr. Dann geht alles ganz schnell.

Und nochmal ganz kurz, aber mit der entscheidenden Frage: Wenn man die Welle wirklich brechen will, dann ist in der gegenwärtigen Lage (!) AHA+L in den Schulen aufgrund von wahrscheinlich anzunehmenden anwesenden Superspreadern nicht ausreichend. Man muss sich schon entscheiden bezüglich der Frage, ob man diese Welle brechen will/muss oder doch nicht. Wenn das Infektionsgeschehen (gesamtgesellschaftlich) niedriger wäre, käme man mit AHA-L, was die Kontrolle des Infektionsgeschehens betrifft, bis zum Erreichen einer entsprechenden Impfquote (mindestens 90 % der Gesamtbevölkerung) soweit klar – JETZT aber nicht!

Und Omikron … man weiß ja noch nichts genau … wütet in Südafrika offenbar gerade unter den Jüngeren (20, 30 Jahre) mit durchaus schweren Verläufen. Wollen wir hoffen, dass, sollte Omikron die Deltavariante, mit der wir derzeit schon überfordert sind, ablösen, die entsprechende Impfquote nicht an einer Upgrade-Impfung festgemacht werden muss. Und wenn, dass überhaupt eine gute und wirksame Upgrade-Impfung entwickelt werden kann, die anders als zurzeit, wirklich jedem rechtzeitig zugänglich gemacht wird bevor wieder neue Supermutanten bei hohem Infektionsgeschehen – hier oder irgendwo auf der Welt – entstehen können.

Dirk Z
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

@Viva: Sehr lange Darstellung- aktuell müssen wir wahrscheinlich alles einsetzen, was überhaupt hilft. Aber man muss einsehen daß in der Hochinzidenzzeit es nur zwei Alternativen gibt: Durchseuchung aktzeptieren oder Schulbetrieb einstellen. Da helfen Masken auch nur bedingt verzögernd weiter.
Wir müssen aber langfristig von den Masken wegkommen wie ich schon öfters gesagt habe. Da sind auch Eltern und Schüler selbst gefragt sich impfen zu lassen.

Viva
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

@ Dirk Z
Zu Ihrem Posting, 28.11.21 um 13:05 Uhr:

Volle Zustimmung!

🙂

Birkenstock
9 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

„Selbst wenn Masken nur für drei Wochen ausgesetzt wurden hat es auch in anderen Sachen Entspannungen gegeben. Leider nehmen viele Maskenfanatiker es nicht wahr daß diese auch ihre Problemchen verursachen.“

Ich möchte Ihnen gerne glauben, aber solch unbelegte Angaben wie „Entspannungen“ sollten doch auch belegt werden können wenn die wissenschaftlichen Bewertungen konträre Ergebnisse hervorbringen.

Und als Mensch mit Vorerkrankungen und einer gesundheitlichen Gefährdung durch eine Infektion zu erkranken (die Sie scheinbar völlig ausblenden) ist mir dies als „Problemchen“ doch ein wenig dünn.

„Hochinzidenzzeiten der Maskenschutz in der Realität einen um die Ohren haut und da kein zuverlässiger Schutz eintritt- egal ob wir sie tragen oder nicht.“ – Ihre Ansicht erscheint mir wie ein Paralleluniversum. –

Und mich dann zu meinem eigenen Schutz wie Sie es beschreiben als „Maskenfanatiker“ titulieren lassen zu müsssen verbitte ich mir einfach oder lässt das Ihre Gesinnung nicht einmal zu. Vielleicht liegt Ihre Absicht auch nur in der Provokation. Hat bei mir jedenfalls sehr gut geklappt.
Seien Sie „stolz“ (hubristic pride).

kanndochnichtwahrsein
10 Monate zuvor

„wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen“

Wer ist „wir“?
Frau Gebauer wird sich da ja sicherlich nicht persönlich engagieren.
Pluralis majestatis?

Unter „wir“ verstehe ich in erster Linie die Eltern, in zweiter Linie uns Lehrer.
Da Frau Gebauer nicht zu „Lehrer“ gehört, könnte sie noch zu „Eltern“ gehören,
meines Wissens gehört sie zumindest aber nicht zu denen, die noch Kinder im schulpflichtigen Alter haben.
Wer ist also „wir“?

Die Eltern geben das Kümmern zeitweise an die Lehrer ab, die Lehrer dürfen kein „besonderes Auge“ werfen… dann käm nämlich hinten bei raus, dass sie sehen, dass Kinder nicht geschützt sind in der Schule und dass sie ihnen womöglich nicht nur ein Auge, sondern auch den Hinweis zuwerfen würden, sie sollten doch besser sich selbst und andere mit der Maske schützen.
Aber nein, das ist ja auch verboten…
Wer bleibt dann am Ende noch zum Kümmern?

Sind die Kinder womöglich doch bei ihren Eltern zur Zeit besser aufgehoben als überall sonst?

Mir graut davor, dass im bevölkerungsreichsten, dicht besiedelten, hoch verdichteten Bundesland NRW eine ähnliche Entwicklung wie bereits im Südosten stattfindet.
DAS ist dann gar nicht mehr zu stoppen oder auch nur einzugrenzen.
Dann noch ein paar große Flughäfen im Umfeld und schon lässt Südafrika grüßen.

Wir werden sehen, wer dann noch ein Auge auf Kinder und Schulen werfen kann…

Andre Hog
10 Monate zuvor

„Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.»

Hmmm, dieses Statement kommt ja nicht singulär von der ultragescheiten Blitzbirne Poison Yvi, sondern die gleiche Botschaft hat der hochtalentierte und bereits schwer in Verantwortlichkeiten verstrickte wüste MP von NRW ebenso formuliert.
Wir an der Basis versuchen ja krampfhaft seit Monaten unseren Blick und mehr noch unsere Handlungen auf die Gesunderhaltung unserer SuS zu richten….werden jedoch von Seiten der Politik massiv dabei sabotiert.

Wenn die eigentlich verantwortliche aber völlig verantwortungslos handelnde Politik ( und ich denke, dass es mittlerweile angemessen ist, hier zu verallgemeinern) solche Botschaften absondert ohne die notwendigen Maßnahmen zeitnah, unverzüglich, vorausschauend und planvoll auf die Expertise von Experten basierend zu ergreifen bereit ist, dann muss man diese obige Botschaft folgendermaßen verstehen.

Ein „besonderes Kind“ oder von mir aus auch jedes Kind, das auf die Idee kommt, an einem Hochspannungsmast emporzuklettern wird dabei von zur Fürsorge verpflichteten Personen beobachtet. Ja, eben beobachtet….die gucken gaaaaanz genau hin, was das Kind da gerade tut, sie lassen es nicht aus den Augen, sie haben es genau im Blick, sie bedenken die sozialen, familiären, schulischen Hintergründe, sie denken über die Zukunftschancen des Kindes nach, sie wägen stattfindende Realität mit ihren politischen Haltungen ab …. behalten das Kind im Auge … tun aber nichts!!

….oh Moment, doch sie tun irgendwann was….sie fordern nach einem lauten Knall incl Lichtbogen andere auf, die Asche unter der Hochspannungsleitung zusammenzukehren, damit der aufkommende Wind ihnen nicht fatalen Partikel dieser Asche in die eigenen Augen bläst und sie dann die von den Lobbyisten gesetzten oder die selbst in den Blick genommene Karriere nicht nur eingetrübt wahrnehmen zu können.

Denn eines muss man als Politiker*in offensichtlich immer fest im Blick haben:
Die eigene Karriere …. der Rest … v.a. das Volk ist Pöbel und damit scheißegal!!!

Pit 2020
10 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

@Andre Hog

„Ein „besonderes Kind“ oder von mir aus auch jedes Kind, das auf die Idee kommt, an einem Hochspannungsmast emporzuklettern wird dabei von zur Fürsorge verpflichteten Personen beobachtet. Ja, eben beobachtet….die gucken gaaaaanz genau hin, was das Kind da gerade tut, sie lassen es nicht aus den Augen, sie haben es genau im Blick, sie bedenken die sozialen, familiären, schulischen Hintergründe, sie denken über die Zukunftschancen des Kindes nach, sie wägen stattfindende Realität mit ihren politischen Haltungen ab …. behalten das Kind im Auge … tun aber nichts!!“

Natürlich tun sie nicht nichts, aber du hast ein entscheidendes Detail ausgelassen:
Sie treiben immer mehr Kinder den Masten hinauf (Sozialkontakte sind auch vorübergehend für ALLE Kinder absolut unverzichtbar, nicht vergessen!) bis der sich unter der Last biegt und dermaßen hin und her schwingt, dass er GARANTIERT in der Hochspannungsleitung landen MUSS!

Ab dem von dir beschriebenem lauten Knall passt es dann.

Andre Hog
10 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Lieber Pit:
Jepp…..reality sucks!!

Mama hoch 3
10 Monate zuvor

Ich will nicht mehr! Über die Bedeitung von Präsenzpflicht kann ich nur noch mit den Schultern zucken. Bei meinen Großen fallen regelmäßig 10 bis 12 Stunden die Woch aus, oh pardon die Kinder werden meist mitbeaufsichtigt, spielen mit der Vertretungdkraft Menschenmemory oder sitzen die Zeit ab nur ein Teil der Stunden fällt aus. Bei der Jüngern war gerade der Pooltest positiv, alle einen Tag zu Hause, bis das Ergebnis da war. Nun ist das positive Kind in Quarantäne, der Rest kann auf Grund des guten Hygienekonzepts ( hust) wieder zur Schule. Aber da fehlen gerade 4 Lehrer, was bei einer GS echt viel ist! Ich würde viel, für das Lernen zu Hause geben. Psychisch ist das definitiv weniger belastend als die ständige Angst sich in der Schule angesteckt zu haben und man könnte viel besser planen, als mit diesem ständigen Stundenausfall. Auch für die Lehrkräfte ist es alles andere als schön.
Ich hoffe, dass wenigsten die Präsenzpflicht doch noch ausgesetzt wird.

Schnauzesowasvonvoll
10 Monate zuvor

Diese Testerei an den Schulen ist sowieso eine Farce. Wenn 32 Kids sich das Stäbchen selbst in die Nase stecken, ist davon auszugehen, dass sich das bei der Hälfte wegen Kitzelattacken nur auf ein kurzes Reiben an der Nasenspitze reduziert. Prima, wie das von Yvi gefeiert wird. „werden getestet“ suggeriert ein völlig falsches Bild von der Realität.

Kritischer Dad*NRW
10 Monate zuvor

Es wird zu Anfang Dezember in NRW nach zähem Ringen dann die umstrittene Maskenfreiheit im Klassenraum am Sitzplatz wieder aufgehoben, so als Nikolausgeschenk der gnädigen Ministerin zum Wohle der Kinderlein. Und wenn man was getan hat, wenn auch nur die vorherige Regelung rückgängig, war man aktiv tätig und wer will das bestreiten.

Klingt dann in etwa so:
„So liebes Volk, ich habe schon wieder etwas großartiges getan und quasi die „LED“-Lichter (Laber-Emittierenden-Dioden) in Schulen zur Adventszeit gezündet. Jetzt ist aber auch wieder gut und ab in die Klassen und lasst mich bis zum 24.12., dem ersten Ferientag endlich mit euren ständigen Forderungen und Gequäke in Ruhe da ich stringent an meinem Märchen arbeite. gez. Y.G. ©Kritischer Dad*NRW

Omicron steht vorerst natürlich soooo kurzfristig nicht auf der Tagesordnung, weil da müssen
wir erst zu beraten, diskutieren, beobachten, naürlich prüfen und die Lage sondieren = abwarten, dazwischen ganz viel ohne Schnelltest testen und lüften da die Schulen sicher sind und auf das Ergebnis der Studie warten, Die Infektionen werden in die Schulen getragen.
– Murmeltiertage –

Ich wünsche mir noch viel viel mehr eiskalten Wind vom (noch?) Koalitionspartner CDU in NRW nach Armin.

mater ante portas
10 Monate zuvor

Ein Tsunami rauscht durch Deutschland, allen steht das Wasser „Oberkante Unterlippe“ und diese Dame beginnt, in Erwägung zu ziehen, ob man eventuell die Schwimmflügelchen überstreifen sollte???
Wie lange kann man eigentlich ungestraft so konsequent HINTER der Welle surfen, ohne dabei (politisch) abzusaufen?

Angesichts der sich katastrophal zuspitzenden Lage im Land lassen nicht nur Frau Gebauers Einlassungen befürchten, die politische Führung (Führung, aaah, der war gut!) sei geistig bereits über die Regenbogenbrücke gegangen.
Wir müssten in unseren Maßnahmen schon zehn Schritte weiter sein, als wir es sind.
Statt dessen wird abgewartet, bis nicht nur der Kittel brennt, sondern auch mindestens der Allerwerteste.
Und der kokelt ja nun schon ein paar Tage….

Viva
10 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Wow! – Danke für den Link.

Und wenn es stimmt, dass die neue Variante, die in Südafrika gefunden wurde, es offenbar eher auf die jüngere Generation abgesehen haben soll!?

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Ich habe nur gelesen, dass diese Variante nochmals ansteckender soll. Ein Quarantänefall hat seinen Flurnachbarn gegenüber angesteckt.
Man geht davon aus, dass durch das Öffnen der Hoteltür Aerosole mit dem Infizierten in den Flur kamen und damit auch zum gegenüberliegenden Nachbarn.

Das allerdings passierte auch schon bei Delta.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

Habe grade Bericht aus Südafrika gelesen, dass es eher mildere Verläufe gibt, aber man nicht weiss wie es bei Älteren ist. In SA gibt es wenige Menschen über 65.
Jüngere leiden hierbei hauptsächlich unter Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Viva
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Ja, das stimmt, in Afrika ist die Bevölkerung jünger (Durchschnitt 20 Jahre). Abwarten, was die Variante wirklich in allen Altersgruppen macht. Ich las bisher auch von einer ungeheuren Viruslast, was sie zwangsläufig ansteckender macht, von leichten und schweren Verläufen. Bleibt abzuwarten, ob sie auch noch kranker macht, wobei Delta schon schlimm genug ist. Alles bleibt abzuwarten. Wir warten, warten, warten (jetzt erstmal überhaupt auf einen ersten wirklich bedeutenden Schritt!). Und falls das Warten sich noch ein paar Wellen hinzieht: Wenn wir nächstes Jahr um diese Zeit dasselbe erleben sollten wie jetzt, wird alles besser in unserem dann sicher vollverkifftem Land. Tjoa 😉

Alles wird besser werden. So oder so.

Leseratte
10 Monate zuvor

„[…]Mit am höchsten ist im Vergleich dazu die inhalierte Dosis während eines Arbeitstages im Büro mit mehreren Personen ohne Maske – das Risiko wird mit 32 veranschlagt, also 32 mal so hoch wie im Supermarkt. Auch ein Schultag ohne Maske ist im Vergleich zum Supermarkt mit einem zwanzigfach erhöhten Risiko verbunden, da die Dosis zwanzig Mal so hoch ist. Beim Restaurantbesuch für 1,5 Stunden hingegen wird – im Durchschnitt – eine mittlere Dosis von 6 erreicht. „Das ist in der momentanen Situation viel zu hoch. Denn es hieße, dass sich dort im Schnitt sechs Personen bei einem Superemitter anstecken.“ Bars oder Clubs bieten ein in etwa so hohes Risiko wie Büros – doch lautes Unterhalten und Tanzen erhöhen die Aerosolexposition um ein Vielfaches.

Das oberste Ziel bei Schutzkonzepten für aerogene Erreger ist nach Kriegels Worten nach wie vor: die Quelle der Emissionen „zu eliminieren“. „Die infizierte Person darf gar nicht erst in den Raum hinein.“ Daher müsse vor dem Betreten der Innenräume ein striktes Testgebot bestehen. Doch auch das reicht nach Kriegels Einschätzung jetzt nicht mehr aus, um die Infektionszahlen deutlich zu senken. „Diese Welle wird man nur mit Kontaktbeschränkungen eindämmen können.“

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-bei-superspreadern-nuetzen-auch-lueften-und-masken-nichts-mehr-17654439.html

Kein Wunder, dass die Inzidenzen immer höher werden. In den Schulen wird ja „Quellen der Emission“ kaum noch „eliminiert“, Kontaktpersonen gehen weiter in den Unterricht, die Tests sind unzuverlässig, Eltern schicken auch Kinde4 mit Symptomen in die Schule, Luftfilter gibt es nicht, nun kommen Minusgrade und wir frieren uns wieder den A… ab. SuS schon mit Thermoskannen mit Heißgetränken… Es gab schon etliche Impfdurchbrüche bei KuK. Wohin soll das alles führen…

Leseratte
10 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„[…]Doch steigt die Viruslast im Körper des Infizierten auf 109 Viruskopien pro Milliliter, müssen die Maßnahmen schon gebündelt werden: FFP2-Maske, Lüften – und vor allem eine Reduzierung der Dauer des Aufenthalts um zum Beispiel 50 Prozent. Nur so kann demnach das Risiko reduziert werden, damit es nicht zu einem „Ausbruch“ kommt: Der wird als Ansteckung von mehr als zwei Personen definiert. Doch diese Bündelung der Maßnahmen ist in vielen Bereichen, in Schule und Arbeitsleben etwa, kaum zu bewerkstelligen. „Und ab 1010 Viruskopien pro Milliliter, so viel und mehr verbreiten Superemitter, ist Hopfen und Malz verloren. Da kann man keinen Ausbruch mehr verhindern.“ Es irritiert Kriegel daher, wenn oft noch die Vorstellung verbreitet werde, „mit Luftfilter, Lüften und Masken“ könne man auch in der aktuellen Situation immer noch die Innenräume vor einem Ausbruch schützen.[…]“

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Es gibt immer mehr Erkenntnisse und es passiert…. Nichts.

Arrrgh von Baaaargh
10 Monate zuvor

Wir hatten sooo gehofft, bis zur Verfügbarkeit der Impfung für unter 12 jährige durchzuhalten. Dass unser Schulkind nicht angesteckt wird. In 2020 hat es alles dafür getan, seine Familie zuhause zu schützen, indem es Maske im Unterricht trug. Auch dann, als noch keine Maskenpflicht war. Wir haben eine Kat 3 Zuhause. Dann kam die Maskenpflicht im Unterricht, und des nicht mehr allein, als Maskenträger. „Die anderen schützen jetzt auch endlich“, waren die Worte damals.
Jetzt mit Delta, noch ansteckender, dem Wegfall der Maskenpflicht, dem unkontrollierten verbreiten des Virus, hat es auch das Virus in die Klasse geschafft.
Maskenpausen werden nicht mehr in dem Maße angeboten, wie damals während der Maskenpflicht. Das heißt, das Kind kann auch nicht mehr sicher die Maske abnehmen, zwischen drinnen, da keine Stillarbeit herrscht. Muss es aber, damit die Mundpartie eben etwas „auslüften“ kann. Eben wie früher, während der Maskenpflicht. Nur haben da die Kinder still gearbeitet, und nicht erzählt während der Maskenpause.
Jetzt, kurz vor der Verfügbarkeit der Impfung, hat es Corona bekommen, Test in der Schule positiv.
Die erste Reaktion war Verleugnung „ICH HABE KEIN CORONA!!“. PCR Test dann, positiv.
Unser Kat 3 in der Familie, sehr besorgt nun. Opa wollte im Dezember zu uns kommen. Schwierig. Kleines Geschwisterlein, fängt auch schon an zu husten.
Das einzige Einfalltor für Corona in die Familie, das wir hofften gut abgesichert zu haben bis zur Impfung der Kinder, die Kinder unter 12, war dann nicht stabil genug, da diejenigen, die an der Städte des Schaffens die meiste Zeit für die Gesundheit der Kinder verantwortlich sein müssten, deren Gesundheit so fahrlässig aufs Spiel setzen!

Das Virus ist in der Familie angekommen, durch das Kind, und ganz ehrlich, die psychische Belastung des Kindes in diesem Fall ist so viel härter, als es ein Distanzunterricht je sein könnte.

Klugscheisser
9 Monate zuvor

Genau das. Nicht der Distanzunterricht ist das schlimme, sondern der dauernde Wechsel der Unterrichtsform (2 Wochentakt). Mit jeder erneuten Änderung gingen Schüler verloren. Es sind junge Erwachsene, die sich einfach dann andere Beschäftigungen suchen.

Birkenstock
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Das System „Hin und Her“ funktioniert also.

rroseselavy
10 Monate zuvor

Bleibt nur zu hoffen, dass Gebauer und Konsorten am 15.05. in den unverdienten Ruhestand geschickt werden und unsere Kinder bis dahin nicht ihrem Durchseuchungswahn zum Opfer fallen.

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  rroseselavy

15.5. 2022 ???

Eindeutig zu spät!!!!

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Die Frau hält nicht mehr bis zum Mai durch . Jetzt fällt ihr sogar Stamp in den Rücken . Das ist die Höchststrafe .

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  rroseselavy

Die FDP war sowieso insgesamt in NRW nicht mehr so beliebt.
https://www1.wdr.de/nachrichten/bundestagswahl-2021/bundestagswahl-analyse-nrw-fdp-100.html

Aber dafür geht sie jetzt in die vollen.
https://www.fdp.nrw/lwvltw
Team Chancenland mit Stamp und Gebauer….

Mir wird grade schlecht….

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Lohnt es sich für 2022 auf die unter 5 % bei den Zweitstimmen für FDP zu hoffen oder würde Gebauer ohnehin noch als Direktkandidatin über die Erststimme in den Landtag einziehen. Wer weiß es…
Ist auch egal, da als Ministerin man auch nicht zeitgleich gewählte Landtagsabgeordnete sein muß, sog. „Quereinsteiger“.

Das Team Chancenland nach Landeswahlversammlung FDP
Spitzenkandidat Joachim Stamp. 92,2 %,
Yvonne Gebauer auf Platz zwei und Christof Rasche auf drei. Auf Platz vier geht Andreas Pinkwart an den Start, Angela Freimuth auf Platz fünf.
Über die Landesliste bei Ü5% wäre sie dabei, wenn nicht …

(Vielleicht kommt „Prinzip Hoffnung“ doch zur Anwendung und ein Karriereende Y.G. würde vorher eintreffen.)

ange
9 Monate zuvor

Die FDP, die Partei des „organisierten Liberalismus“ ist der Sargnagel der Pandemie!

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  ange

Meinen Sie „Sargnagel der Pandemie “ oder eher „Sargnagel der Pandemiebekämpfung“?

gehtsnoch
9 Monate zuvor

Berlin. Die zukünftige Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) hält coronabedingte Schulschließungen zum jetzigen Zeitpunkt für nicht angebracht.
RND-29.11.2021, 12:53 Uhr

Stark-Watzinger: Schulschließungen „müssen das Letzte sein“
– Trotz der explodierenden Corona-Zahlen will die zukünftige Bundesbildungsministerin – Bettina Stark-Watzinger geschlossene Schulen vermeiden.
„Man muss erstmal alles andere tun, bevor man eine solche Maßnahme in Erwägung zieht“, sagt sie.
Auch vorgezogenen Weihnachtsferien erteilt die FDP-Politikerin eine Absage.

https://www.rnd.de/politik/bettina-stark-watzinger-schulschliessungen-muessen-das-letzte-sein-FC7ECWQFZQ3M6QHVO25LCGYJEM.html

gehtsnoch
9 Monate zuvor

EILMELDUNG: Corona in NRW -Gebauer will Maskenpflicht an Schulen wieder einführen

Ein Unterricht von Angesicht zu Angesicht bleibt vor allem aus pädagogischer Sicht wünschenswert und auch für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler wichtig. Angesichts des Infektionsgeschehens inklusive der neu aufgetretenen Virusmutation trete aber der Infektionsschutz wieder verstärkt in den Vordergrund.

„Wir reagieren damit in der jetzigen Situation auch auf die Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft, die sich durch die Rückkehr zur Maskenpflicht auch bei den Schülerinnen und Schülern sicherer fühlen“, erläuterte die Schulministerin und fügte hinzu: „Zudem versprechen wir uns davon ein geordneteres und verlässlicheres Verfahren zur behördlichen Anordnung von Quarantänemaßnahmen.“

https://www.ksta.de/region/corona-in-nrw-gebauer-will-maskenpflicht-an-schulen-wieder-einfuehren-36439428?cb=1638188242192&

Reichtlangsam
9 Monate zuvor

wdr.de:

„Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte am Montag: „Meine oberste Priorität ist und bleibt es, die Schulen offenzuhalten und den Präsenzunterricht zu sichern“. Sie werde dem Kabinett die Rückkehr zur Maskenpflicht am Sitzplatz für alle Schulen empfehlen. Dadurch würden sich Schülerinnen und Schüler „sicherer fühlen“. Die Schulen in NRW seien „nach wie vor keine Infektionstreiber“.

Gebauer: Maskenpflicht soll kommen, frühere Ferien nicht
In der vergangenen Woche waren 41.798 Schüler und Schüler in NRW infiziert oder in Quarantäne, 10.000 mehr als in der Woche zuvor. Vorgezogene Weihnachtsferien hatte Gebauer am Freitag ausgeschlossen.“

Ist ja schön, dass man sich schon mit „sicherer fühlen“ zufrieden geben muss…
„Sicherer sein“ wäre bestimmt auch mal ganz nett. Aber mittlerweile kennen wir das ja schon: wir schleppen uns bis zu den Ferien – dann ist die Lage so exorbitant schlimm, dass man in den Ferien gar nix mehr darf.