Zwei Bundesländer ziehen Weihnachtsferien (wieder) vor, um Familien vor Infektionen zu schützen – Modell für Deutschland?

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KIEL. Das Infektionsgeschehen insbesondere unter Schülerinnen und Schülern explodiert. Sollen die Weihnachtsferien wie schon im letzten Jahr nach vorne hin verlängert werden, um die Gefahr von Ansteckungen bei Familienfeiern zu verringern? Mit Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben zwei Bundesländer den Schritt in dieser Woche angekündigt. In anderen beginnt die Diskussion. Beispiel Schleswig-Holstein: Die SPD im Land möchte angesichts der Lage die Weihnachtsferien vorziehen. Die Landesregierung lehnt das ab. Es gebe keinen sachlichen Grund, sagt die Bildungsministerin.

Benötigen wir drei Tage zusätzlich schulfrei, um das Coronavirus nicht aus den Schulen zu den Großeltern zu tragen? Foto: Shutterstock

Angesichts der gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen auch in Schleswig-Holstein hat die SPD ein Vorziehen der Weihnachtsferien um mehrere Tage vorgeschlagen. Die Landesregierung wies die Forderung jedoch umgehend zurück. «Es gibt keinen sachlichen Grund, die Ferien zu verlängern, Kinder zu Hause sitzen zu lassen und Eltern mit Betreuungsproblemen im Stich zu lassen», sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Das geordnete Setting in den Schulen helfe laut Studien eher, Infektionen zu vermeiden.

Welche Studien das sein sollen, diese Information gab Prien allerdings nicht preis – das Robert-Koch-Institut vermeldete diese Woche ein bundesweites Rekordniveau an Kita- und Schul-Ausbrüchen – und Inzidenzen bei Schülern nur noch knapp unter 1.000, wie News4teachers berichtet.

«Am 17. Dezember sollte der letzte Schultag sein. Dadurch gibt es auch größere Sicherheit für Familienbesuche an den Feiertagen»

Die Kieler SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Serpil Midyatli sprach sich für vorzeitige Ferien aus, um Kinder zu schützen und die Wucht der vierten Corona-Welle zu brechen. «Am 17. Dezember sollte der letzte Schultag sein. Dadurch gibt es auch größere Sicherheit für Familienbesuche an den Feiertagen», sagte Midyatli am Freitag.» Die Weihnachtsferien beginnen im Norden am 23. Dezember.

Gefährdet seien insbesondere noch nicht geimpfte Menschen, argumentierte Midyatli. «Dazu gehören Kinder unter zwölf Jahren.» Zwar habe die europäische Arzneimittelagentur EMA grünes Licht für Covid-19-Schutzimpfungen für Kinder ab fünf Jahren gegeben. «Einen vollständigen Schutz werden wir aber vor Weihnachten nicht organisieren können.»

Bildungsministerin Prien betonte, dass Kinder und Jugendliche unter dieser Pandemie am meisten litten. Sie hätten sich solidarisch mit Erwachsenen gezeigt und zu jedem Zeitpunkt eine große Last im gemeinsamen Kampf gegen Corona getragen. «Die Situation in Schleswig-Holstein unterscheidet sich deutlich von der in anderen Bundesländern.» Schulen sicherten dank guter Hygienekonzepte weitestgehend reibungslosen Präsenzunterricht.

«Dass die Sozialdemokraten als erstes die Kinder erneut leiden lassen wollen, während auf den Weihnachtsmärkten dichtes Gedränge herrscht, legt nahe, dass es ihnen nicht um die Kinder und Jugendlichen, sondern um billigen Populismus aus der Opposition geht.»

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein war auch am Donnerstag leicht gestiegen. Die Zahl der innerhalb einer Woche registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab die Landesmeldestelle mit 152,8 an – nach 152,5 am Mittwoch. Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut (Stand Freitagmorgen) noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz. Allerdings: Auch in Schleswig-Holstein liegen die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen deutlich über dem Landesschnitt. So meldet die Stadt Lübeck einen Wert von 528 für Fünf- bis 14-Jährige, der Kreis Ostholstein sogar 546.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sieht für eine Verlängerung der Weihnachtsferien keinen Anlass

Auch in anderen Bundesländern ist die Debatte um die Weihnachtsferien entbrannt. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sieht für eine Verlängerung nach vorne keinen Anlass, obwohl ein Großteil der Städte und Kreise Schüler-Inzidenzen über 500 aufweisen. Berlin (Inzidenz unter Schülern: 853) hat den Schritt ebenfalls bereits abgelehnt, obwohl das Nachbarland Brandenburg – mit dem sich die Bundeshauptstadt normalerweise eng abspricht – den Ferienbeginn um drei Tage vorverlegt hat.

In Hamburg kommt es nächste Woche zum Schwur: Die oppositionelle Linke hat einen entsprechenden Antrag in der Bürgerschaft gestellt: „In Absprache mit den Kammern und den Schulvertretungen muss die Schulbehörde jetzt den Beginn der Weihnachtsferien auf den 20. Dezember vorziehen“, sagte die Fraktionsvorsitzende und schulpolitische Sprecherin Sabine Boeddinghaus. Regelunterricht sei zu der Zeit fehl am Platz.

Der Elternbund Hessen hat sich unterdessen gegen eine mögliche Verlängerung der Weihnachtsferien wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen ausgesprochen. Die Schulen seien keine Hotspots und Kinder seien keine Virusschleudern, teilte der Verein in Frankfurt am Samstag mit. Das Robert-Koch-Institut zählt derzeit so viele Schulausbrüche wie noch nie, wie News4teachers berichtet. News4teachers / mit Material der dpa

Leopoldina fordert für Schulen: Maskenpflicht – und frühere Weihnachtsferien

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Maren
8 Monate zuvor

Mit welchen dreisten Lügen die 16 krampfhaft am Präsenzunterricht klammern,ist einfach nur widerlich.Hoffentlich werden sie dafür irgendwann allesamt zur Rechenschaft gezogen.

Andre Hog
8 Monate zuvor
Antwortet  Maren

„Möge sie alle der Blitz beim sch***en treffen!“

Trulla
8 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Die Vorstellung gefällt mir ausnehmend gut

Pit 2020
8 Monate zuvor
Antwortet  Maren

@Maren

Zur Rechenschaft gezogen???
In NRW werden „die“ (hier: Yvonne Gebauer) sogar noch eingeladen, umschmeichelt und beköstigt!

Tante Yvonnes‘ Geheimrezept:
Die Probleme einfach weglächeln, dann gibt’s bestimmt auch Häppchen und Applaus!
Zu bewundern hier:
https://lehrernrw.de/2021/11/25/muelheimer-kongress-2021/
(BTW: Mal sehen … wie lange das schöne Foto noch online zu sehen ist …)

Und dann wundern sich einige Lehrer-Gewerkschaften über Mitgliederschwund?

„Optimistisch in die Zukunft
Am 23. und 24. November fand der 52. Mülheimer Kongress statt. Nachdem die für den Verband als Standortbestimmung so wichtige Veranstaltung im Jahr 2020 Corona-bedingt ausfallen musste, konnte der Kongress nun unter entsprechenden Corona-Schutzvorkehrungen stattfinden – und war ein voller Erfolg.“

DAS ist also ein „voller Erfolg“.
Jawoll Kollegen, SuS, Eltern: SO geht das!

Die einzig direkten Worte (zu Corona und anderen Problemen im Bereich Schule) und das auch sehr oft vernehme ich noch von Udo Beckmann (VBE – nein, ich bin kein Mitglied, denke aber langsam darüber nach).
Ob der „Smile-August“ neben Yvi auf dem Foto das auch gemacht hat? Direkte und offene Worte, auch wenn die „unbequem“ sind? … Gaaaanz bestimmt, darum hat sie sich trotz aller dringenden Corona-Probleme auch ausgerechnet DORT hinbemüht. (Vorsicht Ironie)
Auf jeden Fall hat der „Smile-August“ von diesem Verband seinen eigenen Standort bestimmt, nämlich an der Seite von Gebauer – offensichtlich nicht nur auf diesem Foto. (Weder Gebauer noch der Fotograf werden zufällig dort aufgetaucht sein. 😉 )
Hauptsache, die eigenen „Pfründe“ sichern!
https://lehrernrw.de/ wirbt mit dem Slogan „Ein starker Verband für starke Lehrkräfte.“
Passender wäre wohl – spätestens nach dem offensichtlich schönen Kongress am 23. und 24. November – der Slogan „Ein starkes Stück, wie auch WIR euch ver******* und verraten und „verkaufen“, und WIR nehmen auch noch Mitgliederbeiträge ohne uns dafür zu schämen!“
OK, das wäre ein langer, sperriger Slogan – aber mit der Wahrheit … das war noch nie einfach!

@ Andre Hog 27. November 2021 um 09:23
Bitte schließe diesen Verband in dein Abendgebet ein.

Marie
8 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Warum, bitte schön, steht sie dort ohne Maske??

Klugscheisser
8 Monate zuvor
Antwortet  Marie

2G Bedingung gabs im Kongress.

Trulla
8 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Ich fasse es nicht.
Optimistisch in die Zukunft blicken bedeutet ja wohl als erstes, dass SIE weg vom Fenster ist.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Vor allem, wenn man liest, dass Schulschließungen in den USA die Mortalität um 60 Prozent gesenkt haben.
In Deutschland überlegt man aber noch, ob wir einen Lockdown machen, einen halben oder gar keinen. Diese Frage darf sich nicht mehr stellen!
Die einzig relevante Frage kann nur noch sein, wie wir die sich anbahnende Katastrophe im Gesundheitswesen bremsen.
Wenn es nur mit Schulschließungen geht, dann ist das eben so. Davon stirbt keiner.
Ohne Lockdown sterben viele. Und wofür?
Für ein paar Wochen Unterricht.
https://www.nature.com/articles/s41562-020-01009-0
School closures in the United States have been found to reduce COVID-19 incidence and mortality by about 60%.

Klugscheisser
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

Tjoa, ist eigentlich insgesamt bekannt, zumal 40% Infektionsgeschehen auf weit offene und kaum geschützte Schulen zurückzuführen sind

Marv
8 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Hab diese Seite durch zufall gefunden, hoffentlich wirds nicht wieder Digital Unterricht geben.
Hybrid wäre noch okay aber nie wieder Digital.

DerechteNorden
8 Monate zuvor

Ach ja, in SH gibt es keinen sachlichen Grund … Kinder leiden lassen …
Es geht um drei Tage vor Weihnachten. Schon jetzt warten die Kids quasi darauf, dass nichts mehr geht.
Aber wahrscheinlich werden wir in SH verschont, weil … Ja, weshalb eigentlich?
Macht ja nichts, dass Kranke aus anderen Bundesländern in unsere Krankenhäuser verlegt werden müssen, so dass die steigenden Zahlen bei uns sich so gar nicht auf die Situation auf den Intensivstationen auswirken könnten, …
„In Schulen gibt es kein Infektionsgeschehen, da ist alles super, die Kids stecken sich zuhause an …“ Ich kann es nicht mehr hören.
Nichts haben die Verantwortlichen auf die Reihe gekriegt, gar nichts.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden

„Nichts haben die Verantwortlichen auf die Reihe gekriegt, gar nichts.“

Da muss ich leider widersprechen.

Auslastung der Krankenhäuser, Panik, Angst, gestörte und verstörte Kinder, Überlastung des Pflegepersonals, der KiTa-Mitarbeiter:innen, Vertrauensverlust, Bankrott von Hotel- und Gaststättenbetreiber (hat letztes Jahr nicht ganz geklappt – nun neue Chance), Sicherung DER Wirtschaft (die ihnen am Aktien- und Geldherzen liegt), Vermüllung durch Tests…. Spaltung der Gesellschaft (arm – reich ist nicht genug, bildungsnah – bildungsfern auch noch nicht, wissenschaftsnahe – wissenschaftsentlegene reicht auch noch nicht, deswegen Geimpfte – Ungeimpfte! Volltreffer und versenkt!?), Dauerlügner – Wahrheitssager, …
Ich höre auf, sonst kriege ich noch schlechtere Laune.

Klugscheisser
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Stecken sich AUCH zuhause an, und bringen es in die Schule mit…
Und von dort wieder in die Familien.
Kommunistischer Ansatz: alles wird geteilt, der Virus gehört allen. Jeder darf was abhaben.

Momo
8 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Richtig@Norden: Die Politik hat gar nicht verstanden, dass für einige Kinder Schule im Moment auch eine Belastung darstellt. Mal abgesehen von dem ganzen Corona-Rummel werden nun Klassenarbeiten und Tests durchgekloppt. Der Leistungsdruck ist enorm und es steckt auch Vielen das Corona Jahr in den Knochen. 3 Tage eher Ferien, würden den meisten Kindern/Jugendlichen eher ganz gut gefallen.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Momo

3 Tage werden nicht reichen. Triage steht im Raum und Klassenarbeiten sind ein feuchter Furz gegen die Katastrophe, die im Raum steht.

Eigentlich
8 Monate zuvor

Unter längeren Weihnachtsferien „leiden“ die Kinder ?
Liebe Frau Prien, ich muss Ihnen mitteilen, dass zumindest mein Kind nicht verzweifelt in Tränen aufgelöst zusammenbricht, wenn ich ihm verkünde, dass die Ferien verlängert werden. Im Gegenteil, die Begeisterung wird keine Grenzen kennen.
Aber vielleicht habe ich das einzige Kind, dass 3 Tage längere Ferien nicht mit Bildungsrückständen und abgehängt für´s restliche Leben gleichsetzt….
Und ich muss beschämt zugeben, dass mein Kind in den Ferien die Schule kein bisschen vermisst, sich auch kein bisschen langweilt und mich nicht jeden Tag fragt, wann es endlich wieder in die Schule darf, um den in 3 Tagen entstandenen, lebensentscheidenden Lernrückstand aufzuholen.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

@Eigentlich

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

@Eigentlich

Daumen hoch!

(Das sollte übrigens das normale Verhalten eines Kindes sein – und ich bin sehr froh, dass es solche Kinder noch gibt! )
Danke Eigentlich!

Lehrer mit Seele
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

Lernrückstand durch Aussetzen des Präsenzunterrichtes? So einfach kann man sich das in Deutschland nicht machen!

Unsere Schüler verbringen schon in der 1. Klasse ca 1/4 bis 1/3 der reinen Lernzeit (Hausaufgaben und Lesen üben) in Obhut der Eltern.
In anderen Ländern wird das komplett in der Schule erledigt. Ob das gut oder schlecht bist, hängt wohl davon ab, wo man als Eltern steht. Mit Gleichheit hat das allerdings nichts zu tun.

Genauso wenig wie die Frage, ob die Eltern das Kind in einen Verein stecken oder Musikunterricht bezahlen können.

Abgesehen davon, dass momentan über verlängerte Ferien und nicht über Homeschooling gesprochen wird (vielleicht mag ein sehr geduldiger Mensch den Kultusministern den Unterschied noch einmal erklären), sind unsere Kinder sehr wohl darauf geschult allein zu Hause zu lernen. Die Frage dabei ist eher, was tun die Eltern? Wollen bzw können Sie ihren Kindern helfen.

Ich habe während des ersten Logdowns hier mit 6 Grundschülern aus zwei Grundschulen und alle aus unterschiedlichen Klassen gesessen, zwei davon waren in der 1. Klasse. Einfach war das nicht. Insbesondere dann, wenn man die Materialien nicht vorher hatte und sie einmal durchsehen konnte.
Ich brauchte Augen wie ein Chamäleon und Arme wie ein Oktopus.

Aber ja, es hat funktioniert. Und keines der Kinder hatte Leistungseinbußen, keines hat weinend am Tisch gesessen und keines ist an den Aufgaben verzweifelt.

Gerade unser auf Eltern Mitarbeit ausgerichtetes Schulsystem, hat doch den Vorteil, dass alle Eltern und Schüler grundsätzlich wissen wie es auch zu Hause geht.

Und wenn wir dann mal auf den enormen Förderbedarf kommen. Der ist nicht durch Corona entstanden. 20% unserer Kinder rutschen durch. Doch es wird alles getan, um das nicht nach außen zu zeigen. Selbst diesen Wert muss man sich mühsam errechnen, weil es dazu keine offizielle Statistik gibt. Fakt ist aber, dass 20% der Schüler, deren IQ einen regulären Schulabschluss sicher stellen müsste und die, ab Einschulung in Deutschland zur Schule gehen diese ohne Abschluss verlassen.

Ja meine lieben Herrn und Damen Kultusminister, das wussten Sie nicht? Wundert mich nicht, meine Kollegen auch nicht.

Es muss ganz dringend etwas getan werden (seit min 20 Jahren), aber der Präsenzunterricht wird es nicht reißen, sonst hätten wir diese Probleme nicht. Also jetzt bitte endlich mal eins nach dem anderen.

Jetzt: Leben schützen und retten
Danach (und bitte auch mal daran erinnern und machen) : Das Bildungssystem so umstrukturieten, dass wir uns möglichst weit von diesen 20% entfernen

Pit 2020
8 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

@Lehrer mit Seele

Beide Daumen hoch, Zustimmung!

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

@Lehrer mit Seele

DANKE – so ist es!

Emil
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

Ich sehe das genauso!
Allerdings frage ich mich bei diesen komplett durchgeknallten „Präsenzschwurblern“ mittlerweile auch, wann die erste Klage gegen die Sommerferien beim Bundesverfassungsgericht eingelegt wird. Millionen von Kindern müssen ja in der Vergangenheit „ungesehen“ das Leben genossen – äh – „gelitten“ haben.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Emil

Ja, diese völlig traumatisierten Kinder nach 6 Wochen Sommerferien. Kennen wir sie nicht alle, diese Kinder, die sich so auf den ersten Schultag nach den Ferien freuen.

Unsere hätten am liebsten Dauerferien, sie fanden den Lockdown prima. Schule sitzen sie nur noch ab und gäbe es nicht prima Lehrer, die die aktuelle Lage erträglich gestalten, würden sie uns nur noch Kotzsmileys aus dem Klassenzimmer schicken, wenn wieder ein Lehrer oder Mitschüler die Maske auf Halbmast trägt.

Klaus Lehmkuhl
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

Frau Prien war ja auch im “ Zukunftsteam “ von Armin Laschet . Tolle Frau . Mit beiden Füßen im Leben .

W.
8 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

@Klaus Lehmkuhl
Was wird jetzt wohl aus Priens Zukunft?

Klaus Lehmkuhl
8 Monate zuvor
Antwortet  W.

Sie macht halt als Provinzpommeranze in Schleswig-Holstein weiter …

Rotstiftprofi
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

@Eigentlich: Keine Sorge, mit Ihrem Kind ist alles, aber auch wirklich alles in Ordnung. Wo hingegen vieles, um nicht zu sagen alles falschläuft, ist in den Hirnen der Kumis.

Monika, BY
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

„Liebe Frau Prien, ich muss Ihnen mitteilen, dass zumindest mein Kind nicht verzweifelt in Tränen aufgelöst zusammenbricht, wenn ich ihm verkünde, dass die Ferien verlängert werden. Im Gegenteil, die Begeisterung wird keine Grenzen kennen.“

Ich würde mir schon ernsthafte Sorgen machen, wenn es genau so nicht wäre!

Antje
8 Monate zuvor
Antwortet  Eigentlich

@eigentlich, geht meinem 9. Klässler auch so. Die Klassenarbeiten und Test häufen sich seit 3 Wochen, er ist nur noch am Lernen. Er ist definitiv froh, wenn die Ferien eher beginnen. Und das geht nicht nur ihm so in seiner Klasse!!! Das, was ihn psychisch fertig macht, ist das Hinundher in der Politik! Mit den Lockdowns hatte er kein Problem! Im Gegenteil: freie Zeiteinteilung, selbst organisiert arbeiten, Lernen am PC, eigene Strukturen erarbeiten… und kein ständiger Leistungsdruck.

Alla
8 Monate zuvor

Letztes Jahr hat man für die letzte Schulwoche die Präsenzpflicht ausgesetzt. Das könnte man für die letzten 3 Tage auch in diesem Jahr wieder machen!
Die Lehrer, die dann noch Klausuren angesetzt haben, kann ich sowieso nicht verstehen.

techinginberlin
8 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Das ist tatsächlich jedes Mal aufs neue der Konflikt bei mir. Die Arbeiten, die ich selber ansätze (Also nicht Klausuren, da diese zentral von der Oberstufenleitung angesetzt werden und leider dort ein straffer Zeitplan gilt, da man es sonst nicht schafft), setze ich sehr gern vor die Ferien, denn:
1) Das Wissen vor den Ferien ist bei mehr Schüler_innen aktiver vorhanden. Auf der anderen Seiten wären die Ferien eine Chance zum Lernen (leider nutzt das nur die absolute Minderheit und Ferien sollen ja auch der Erholung der Schüler_innen dienen).
2) Ich brauche die Zeit, um die Arbeiten zu kontrollieren, denn 6 Sätze Klassenarbeiten sind nunmal im Alltagsbetrieb nicht machbar! (Ich war in den Oktoberfereien krank und habe 5 Wochen nach Ferienende immer noch nicht alle Arbeiten fertig)
3) Ich verliere Zeit: Nach den Ferien ist für viele Schüler_innen erstmal eine Wiederholung notwendig bevor ich dann die Arbeit schreibe. Da ich nur 2 Mal die Woche Unterricht habe, ist also mindestens eine ganze Woche weg. So kann ich aber direkt mit dem nächsten/neuen Thema starten und es gibt eine klare Thementrennung.
4) Niemand weiß, wann es wie wo und wann mögliche Schließung geben wird. Mein Chef will am Ende die vollständige Anzahl der Klassenarbeiten sehen.
5) Ende Januar gibt es bei uns Halbjahreszeugnisse. Meist müssen bei uns die Noten schon 3 Wochen vorher eingetragen sein. Da möchte man natürlich die 2. Klassenarbeit drin haben, da die schriftlichen Arbeiten vorgeschriebener Weise einen hohen Anteil haben. Und damit wären wir dann wieder bei Punkt 2) (Deswegen vor Weihnachten sogar nochmal die größere Besonderheit).

Wo es mir möglich erscheint, überlasse ich meinen Schüler_innen die Wahl. Wir diskutieren die Pro- und Kontraargumente und es sind häufig große Mehrheiten für das Schreiben vor den Ferien.

Lehrer mit Seele
8 Monate zuvor
Antwortet  techinginberlin

Ihre Logik ist absolut richtig und selbstverständlich kann und sollte man die. Lehrpläne auch nicht bis in alle Unendlichkeit kürzen.

Aber, wie Sie schon schrieben, niemand kann voraus sagen, wann oder ob es zu Schließungen kommt. Da würde ich mir von der Führungsebene schon ein wenig mehr Flexibilität wünschen, z. B. indem man eine Hausarbeit anstelle einer Klausur anbietet.

Das würde Lehrkräfte und Schüler gleichermaßen entlasten

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Alla

@Alla

Die Sache mit den Klassenarbeiten direkt vor den Ferien……. ist blöd.

Aber – es fällt viel Unterricht durch irgendwelche Sonderaktionen, Ausflüge, Theaterproben, Fußballturnieren, Faust-, Hand- und Volleyballwettkämpfen, Krankheit (auf beiden Seiten), Üben für den Vorlesewettbewerb, Wandertag, Auswendiglernen von Gedichten, Besuch im Gesundheitsamt, Praktikum, Märchenerzähler:in, Vorbereitungen für den Gottesdienst, …. aus.

Da ist es schwer, irgendwie auch nur im Ansatz das Wissen bei allen zu festigen – sind ja kaum alle da.

Und – es muss ja auch Kollegen geben, die das alles machen – das bedeutet Vertretungsunterricht und Überlastung derer, die ihn halten müssen.

Dann bleibt nur noch die Woche vor den Ferien. Und jedesmal denkt man – in den Ferien kann ich in Ruhe korrigieren. Klappt nur bedingt. Man muss sich auch erholen.

Monika, BY
8 Monate zuvor

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-coronavirus-kliniken-verlegung-triage-1.5474524

ES IST WIRKLICH NICHT MEHR ERTRGBAR.

Natürlich liegt es an Corona, da mehrere Viren aufeinanderprallen sammt Corona.

Mein Gott, sie werden tausende Kinderleben ruinieren!

Caro
8 Monate zuvor

Ich denke, Bayern wird da auch nachziehen.
Das passt mal wieder ganz gut:
Erst werden wr in diesen vier Tagen, wenn nicht zu Homeschooling, dann auf jeden Fall wie im letzten Schuljahr am 21./22.12. zu Fortbildung, Notbetreuung und ständiger Erreichbarkeit verpflichtet, was die Eltern weidlich ausgenutzt haben und dann kann man uns wieder die Faschingsferien streichen.
Offiziell, weil ja soooo viel Unterricht ausgefallen ist, aber dahinter steht der Gedanke, dass bei den bis dahin leicht gesunkenen Inzidenzen nicht sofort wieder alle Familien in der Weltgeschichte herumfahren und die entgangenen Familientreffs und (Schi-)Urlaube nachholen.

ysnp
8 Monate zuvor
Antwortet  Caro

So sehe ich das auch. Danke für die Antwort.

Monika, BY
8 Monate zuvor

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/kinderkliniken-vor-dem-kollaps-infektionen-mit-dem-rs-virus-17631258.html

ie Kinderkliniken können fast keine Patienten mehr ­aufnehmen. Schuld daran ist nicht Corona, sondern das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RS-Virus, und eine jahrelange Fehlplanung. Ärzte schlagen Alarm.

Ja richtig, Corona hat damit gar nichts zu tun. Nicht zu fassen.

Lila
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Warum sollte Corona etwas damit zu tun haben, dass die Kinderkliniken wegen RSV voll laufen? Die Kinder sind dort wegen RSV und nicht wegen Corona. Der RS-Virus verbreitet sich dieses Jahr massiver, weil er letztes Jahr aufgrund der Maßnahmen zurück gedrängt wurde und nun auf eine höhere Anzahl junger (nichtimmunisierter) Kinder trifft, als in den Vorjahren, und dieser Virus nun mal vorallem für kleine Kinder sehr gefährlich sein kann.
Also, was bitteschön hat Corona damit zu tun, dass die Kinderkliniken voll sind?

Lila
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehr geehrte Redaktion,
RS-Viren waren schon immer gefährlich, vorallem für kleine Kinder. Kleine Kinder sind schon immer wegen RS-Viren ins Krankenhaus gekommen. Sie treffen jedes Jahr auf Kinder, die noch nie mit diesem Viren in Kontakt kamen und dies führte schon immer zu Hospitalisierungen. Dieses Jahr treffen sie auf eine viel höhere Anzahl von Kindern, die noch nie mit diesen Viren in Kontakt kamen, da die Kinder, die letztes Jahr erstmals mit RS-Viren hätten „kämpfen sollen“, dies zum Großteil wegen der Kontaktbeschränkungen nicht „konnten“. Der für das RS-Virus angreifbare Teil an Kindern ist somit viel größer, als in den vergangenen Jahren – was zwangsläufig zu höheren Hospitalisierungen führt.

Lila
8 Monate zuvor
Antwortet  Lila

@Redaktion:

„Daraus allerdings den Schluss zu ziehen, wir hätten nur auf die Schutzmaßnahmen verzichten müssen, dann wäre heute alles in Butter, wäre natürlich Nonsens.“

Wie kommen Sie denn darauf, dass ich solch einen Schluss ziehe? Ich habe lediglich gesagt, dass der Grund der übervollen Kinderstationen hauptsächlich dem RS-Virus geschuldet ist und eben nicht Corona. Auch die Theorie, dass das Immunsystem der Kids durch mögliche Corona-Viren evtl. bereits belastet ist und sie DESHALB schwierigere RSV-Infektionen durchmachen, ist schon etwas weit hergeholt. Das RS-Virus war schon immer gefährlich vorallem für Kinder zwischen 0 und 4 Jahren. Es trifft dieses Jahr einfach auf (wahrscheinlich) doppelt soviel Kinder, die bislang kein Kontakt damit hätten, wie sonst.

„Wir benötigen mehr Infektionsschutz – eben nicht nur wegen Corona.“

Ganz genau! Nur hat dies bislang irgendwie niemanden interessiert!

Elly
8 Monate zuvor

Warum lässt man nicht die Schüler selbst entscheiden, ob sie unter den derzeitigen Bedingungen weiterhin in die Schule möchten? Warum zwingt man die jungen Menschen derzeit noch in Präsenz!!? Unverantwortlich, achtlos und menschenverachtend…

Birkenstock
8 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Vielleicht, weil es Wahlrecht erst ab 16 bzw. 18 Jahren gibt (mündige Bürger, der eigenverantwortliche Entscheidungen trifft und deren Konsequenzen trägt).

Anne
8 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

Also, in NRW durften schon 6jährige entscheiden, ob sie die Maske absetzen möchten. Da muss doch auch die Entscheidung pro oder kontra PU möglich sein.

Klugscheisser
8 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Man hat im Koalitionsprogramm die Wahl ab 16 und befragt keine Schüler, wie sie sich das Ganze vorstellen.

Tjoa.

wenn_wunderts!
8 Monate zuvor

Wieso die 16. Die entscheiden doch nicht allein. Es sind doch auch die Landesfürsten, die das Mantra von „keine Schulschließungen“ mitbeten. Und die Landtage segnen alles mit Kopfnicken ab.
Das politische Versagen findet auf kompletter Ebene statt. Die alte Regierung hat Mist gebaut, in dem sie Impfzentren abgebaut hat und Test abgeschaft hat. Dann werden Impfstoffvorgaben gemacht und gleichzeitig alle Impfmaßnahmen ohne Konzept losgetreten.
Impfen, Impfen, Impfen und dann kommt es zu Verschiebungen und Streichen von Impf-Terminen.
Dann wird 3G eingeführt (aber erst nachdem sich die Teststationen deutlich reduziert haben).
Die Leute stehen jetzt bei Null Grad vor den Impfzentren und den öffentlichen Testzentren. Corona negativ aber dafür sauber erkältet.
Und mich würde es nicht wundern, wenn sich viele Ungeimpte U30 dann überlegen, ob Coronaparty nicht doch eine Alternative ist. Der Großteil denkt sicherlich, das bischen Schnupfen wird schon nicht so schlimm werden.
Und die Vorteile liegen doch auf der Hand:
1) Party
2) Lohnfortzahlung bei Ansteckung (Quarantäne ist insgesamt dann auch kürzer )
3) nach zwei Wochen ist alles vorbei, weil ich dann als genesen gelte (Mit Impfen dauert das mind. 8.Wochen, aber nur wenn ich morgen einen Termin bekommen würde.
4) Habe dann 6 Monate meine Ruhe

Monika, BY
8 Monate zuvor

So viel Blödsinn von angebliche Fachleute ist nicht mehr zu verstehen.

„Die Al­ten sterben an Corona, die Säuglinge an RSV“

Weil Corona + RSV + Grippenvirus ++ zusammenkommen.

Dieses Land ist für alle, die Kinder haben, ein gefährliches Ort zum Leben geworden.

Ich_bin_neu_hier
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@Monika, BY: „Dieses Land ist für alle, die Kinder haben, ein gefährliches Ort zum Leben geworden.“ – Für alle anderen auch.

Rosa
8 Monate zuvor

Ich möchte als Elternteil nicht nur über Weihnachten Sicherheit haben von der Politik und KM. Diese verlogene Großzügigkeit ist so verlogen von der Politik und den KM. Die Sicherheit ist an keiner Schule vorhanden es fehlen überall Luftfiltergeräte und es sind die Klassen voll. Die Freikarte der Durchseuchung bekommt an Weihnachten eine kurze Unterbrechung und dann geht die Durchseuchung weiter. Die Schulpflichtsaufhebung soll mit sofortiger Wirkung in allen Bundesländern umgesetzt werden. Die Politik und KM handeln in allem viel zu zögerlich und gewähren den Schulkindern keinen Schutz. Die Gefahr begleitet jeden Tag die Familien und diese Angst hat große Folgen für alle Familienmitglieder. Die Ampel macht auf Ampel und Corona bleibt Corona und ändern tut sich nichts. Dabei sind wir noch schlimmer dran als letztes Jahr.

xy
8 Monate zuvor

Auch in Bayern stellt sich die Frage, ob man so große Angst vor der Digitalisierung hat, dass man selbst Jugendliche über 14 in die Schulen schickt. Hier gibt es Orte mit Inzidenzen um 900, aber die Schulen bleiben offen, während Medivacs Covid Patienten transportieren.
Schulen zu ab 1.12. Es gibt keine andere Möglichkeit mehr, wenn man weiß, dass Schulschließungen das Infektionsgeschehen um 40 Prozent reduzieren.
Jeder wartet doch nur noch darauf. Eltern und Schüler.

Klugscheisser
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

Vor allem schützt man damit auch die Wirtschaft, auch wenn Eltern sich um ihre Kindern kümmern müssen. Die verhinderten Infektionen wiegen das locker auf.
Nicht anerzogene Selbstständigkeit der Kinder fällt den Eltern dann auf die Füsse. Ab einem bestimmten Alter sollten Kinder durchaus fähig sein, sich selbst zu organisieren – im angemessenen Rahmen.

Aber die Entscheider wollen auf Biegen und Brechen Recht behalten, dass Schulen sicher sind. Um das zu beweisen, wird wieder alles vorher kaputt gemacht bevor die heilige Kuh Schule angetastet wird.
Lockdown light. Erst mal ein bisschen. Am Ende endlich die Schulen. Aber erst, wenn alles andere gescheitert ist – wie letztes Jahr.

Umgedreht würde ja u.U. rauskommen, dass Schulen tatsächlich Corona-Verteilungszentren sind. Und DAS darf nicht passieren.

A.H.
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

Haben Sie einen Link zu den 40 Prozent? Das würde mich mal interessieren.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Auf die Schnelle nur diesen Link. Closure of educational institutions auf Platz 2, um den R Wert zu senken.
https://www.nature.com/articles/s41562-020-01009-0

A.H.
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

Danke, das muss ich mal in Ruhe lesen.

Forumsleserin
8 Monate zuvor

Zu den Äußeringen der Bildungsministerin Prien:

„… dass Kinder und Jugendliche … am meisten litten.“

Es leiden und litten in erster Linie Schwererkrankte, Long-Covid-Erkrankte, Tote, in ihrere Existenz Bedrohte, medizinisches Personal, Pflegekräfte, Angehörige. Das trifft folglich indirekt auch die Jüngeren. Sie leiden jedoch grundsätzlich unter wochenlanger Quarantäne, Ängsten vor Ansteckung, Sorgen um ihre Lieben. Hauptursache: 100%iger Präsenzunterricht.
Eine Äußerung wie die Frau Prien ist zynisch und relativiert die Leiden Betroffener.

„Sie hätten sich solidarisch mit Erwachsenen gezeigt und zu jedem Zeitpunkt eine große Last im gemeinsamen Kampf gegen Corona getragen.“

Ich denke, da wird zu romantisch gedacht. Bewusstes solidarisches Verhalten entspricht nicht den Kindern. Sie sind verständnisvoll, einsichtig, besorgt. Das berührt mich immer wieder. Genauso gibt es die SchülerInnen, die sich an der Schule um das Bisschen an Abstand, das möglich wäre, nichts scheren und nie die Maske einigermaßen zuverlässig tragen.

„Schulen sicherten dank guter Hygienekonzepte weitestgehend reibungslosen Präsenzunterricht.“

Hygiene? Reibungslos? Mir fehlen als Lehrkraft die Worte.

«Dass die Sozialdemokraten als erstes die Kinder erneut leiden lassen wollen, während auf den Weihnachtsmärkten dichtes Gedränge herrscht, legt nahe, dass es ihnen nicht um die Kinder und Jugendlichen, sondern um billigen Populismus aus der Opposition geht.»

Dichtes Gedränge auf Weihnachtsmärkten geht selbstverständlich nicht und wird meines Wissens auch nicht von der von Prien angegriffenen Oppositionspartei gefordert. Ein Kind wäre ehrlich gesagt aber auf einem nicht dichtgedrängt vollen Weihnachtsmarkt bei Weitem geschützter und behüteter als im Pandemie-Schulalltag im Schulgebäude.

Äußerungen wie die von Frau Prien kann ich nur so interpretieren: Hier geht es nicht um pandemiebedingte Lösungen, sondern um Coronaleugnung.
Diese Haltung zieht sich durch alle Parteien und offenbart sich seit eineinhalb Jahren bei der Schuldiskussion.

Fazit: Wer so spricht wie Frau Prien, leugnet im Endeffekt diese Pandemie.

TaMu
8 Monate zuvor
Antwortet  Forumsleserin

Forumsleserin, das haben Sie so gut beschrieben! Tatsächlich wären wir alle auf Weihnachtsmärkten an der frischen Luft sicherer als Kinder in den Schulen und Kitas und als zu Hause, wenn die Kinder von dort heimkehren.
Und ganz besonders richtig finde ich ihre Feststellung: unsere Politiker sind Pandemie-Leugner, sobald es um Schulen geht.

Monika, BY
8 Monate zuvor
Antwortet  Forumsleserin

„Es leiden und litten in erster Linie Schwererkrankte, Long-Covid-Erkrankte, Tote, in ihrere Existenz Bedrohte, medizinisches Personal, Pflegekräfte, Angehörige.“

Ah ne, sie sind bloß Kollateralschaden.

Die Kinder sind echte Leidende, weil sie längere Ferien haben.

Von so viel Unsinn bekommt man kein Luft mehr.

Rosa
8 Monate zuvor

Die Kliniken in Mannheim schreien um Abhilfe und zwar Kontakte reduzieren in allen Lebensbereichen. wir können eine Grundversorgung nicht mehr gewähren und Corna hat Griff.https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-mannheimer-kliniken-muessen-eingriffe-verschieben-_arid,1884834.html

Schattenläufer
8 Monate zuvor

Jeder sieht die Steigerung der Steigerung der Katastrophe kommen. Nur die 16 Affen der KMK nicht.

Mit nur zwei Tagen Vorlauf aus der Corona-Zentrale Schule in die Ferien.
Geschätzte 10 Millionen Schüler. Bei einer Inzidenz von etwa 800 in dieser Altersgruppe im Bundesdurchschnitt macht das etwa 50000 Schüler die bundesweit in der letzten Woche infiziert werden.
Mit zwei Tagen Vorlauf bis zum Heiligen Abend besteht keinerlei Chance diese infizierten zu finden.
Schnelltest zeigen nach zwei Tagen nichts. Kinder und Jugendliche zeigen meist so kurzfristig keine Symptome.
Wenn jeder von denen an Weihnachten bei der Familientour nur zwei bis drei Familienmitglieder infiziert, macht das 125000 neue Infektionen. Die werden sich dann in der ersten Woche des neuen Jahres auf 3-4 Tage in der Statistik verteilen. Also für 40000 bis 45000 zusätzliche Infektionen sorgen.

Würde man die SuS poplige drei Tage früher in die Ferien schicken, hätte man zwar auch viele SuS die sich in der letzten Woche infiziert hätten. Mit 7 Tagen Vorlauf hätte man aber die Chance, dass große Teile der Infektionen bis Weihnachten so weit entwickelt wären, dass sie durch Symptome oder Schnelltests erkennbar wären.

Man müsste nur jetzt was entscheiden.
Die LuL müssen ja auch planen. Klassenarbeiten und so. Die KMK wird erfahrungsgemäß auch bei einer kurzfristigen Entscheidung um keinen Deut von ihren Vorgaben abweichen.
Wer zwei Arbeiten bis Januar schreiben muss, der muss auch zwei Noten bringen. Das man selbst den LuL die Schule, mit nur einem Tag Vorlauf, vor der Nase geschlossen hat interessiert bei der Zeugniserstellung in den Ministerien kein Schwein.

Wichtig ist die Letzte Woche der KMK aber um die Bildungslücken zu schließen! Bla, Bla, Bla
Was läuft in den drei Tagen vor Weihnachten wirklich.
– Eben erwähnte, letzte Klassenarbeiten.
– Wichteln. Es wird sicher einige Anthroposophen und Gut-Menschen geben die auch in der Pandemie wichteln müssen.
– Theaterbesuche für Weihnachtsaufführungen
– Plätzchen backen und Lieder singen.

Da freut man sich doch auf die Partys zu Sylvester.
Zwei Tage später dürfen die lieben Kleinen und Pubertiere dann nämlich wieder in die sicheren Schulen.

Birkenstock
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Man müsste nur jetzt was entscheiden.
Die LuL müssen ja auch planen. Klassenarbeiten und so.“

Also an unserem Gymnasium sind die Klausuren der Oberstufe bis auf max. zwei im Januar alle noch bis einschließlich 23.12.2021 reingequetscht worden. Hatte zur Folge, dass wegen Unterrichtsausfällen (Quarantäne / Langzeitkrankheitsfälle) bereits im II. Quartal Klausuren geschrieben werden mussten, ohne eine einzige UE im Fach unterrichtet zu haben.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

Unsere schreiben in den Wochen vor den Ferien bis zu drei Arbeiten. Danke Bildungspolitiker in Bayern. Ist das der Stresstest für die Schüler? Wie gut funktionieren die Schüler unter Pandemiebedingungen und bei zusammenbrechender Gesundheitsversorgung?

Klaus Lehmkuhl
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Keine Primaten beleidigen , indem man sie mit Kumis vergleicht .

A.H.
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ich finde das Wichteln jetzt nicht so schlimm. So vieles ging nicht mehr und geht immer noch nicht. Da sind diese Dinge wie Adventskalender oder Klassenwichteln winzige Stücke der Normalität.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Das finde ich auch. Sonst würden die Kinder nur noch als Lerngefäße Zeit absitzen.

Jan aus H
8 Monate zuvor

Völliger Irrsinn. Wenn man wirklich etwas für das Wohl der Kinder tun will, muss man entweder die Präsenzpflicht sofort aufheben oder die Weihnachtsferien am 29.11. beginnen lassen. Alles andere ist russisches Roulette mit der Gesundheit der Kinder.

Kein Politiker kann den Eltern der durchseuchten Kinder GARANTIEREN, dass das Kind keine lebenslangen Folgen einer Infektion davonträgt.

Ein paar Monate Schule zu sind kompensierbar (wenn man es denn nur will), eine ruinierte Gesundheit nicht.

Doris
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Das sehe ich wie Sie. Und sieben Tage sind noch lange keine angemessene „Vorquarantäne“.
Wenn die Schulen offen bleiben, ist das das Corona-Einflugstor für alle Familien. Kuscheln im Bus, Maske runter beim Essen und Trinken – natürlich müssen das unbedingt alle zum selben Zeitpunkt tun. So verkürzt man die Coronazeit ganz sicher nicht.
Und bitte, liebe Politiker, keine Regierungs- und Oppositionsdebatten mehr! Krisen meistert man nur, wenn man am selben Strang zieht.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Völlige Zustimmung. Tests lassen sich verschieben, ohne Präsenzschulen stirbt niemand und jetzt geht es darum alle Kontakte zu beschränken. Schule ist und bleibt ein Virenumschlagplatz, auch wenn man es sich nicht wünscht. Die Realität ist ein hartes Pflaster und jede weitere Verzögerung bringt mehr Tote.
Lockdown ab Montag.
Aber die Ampel überlegt und überlegt und überlegt. Diskutiert man dort ernsthaft über die Frage, ob geschlossene Schulen schlimmer sind als Tote?

Doris
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

Ja, das ist leider wirklich zu vermuten. Und wenn Herr Spahn nicht endlich in die Gänge kommt, macht er einen ganz elenden politischen Abgang. Lockdown – ganz schnell – für alle und währenddessen konsequente Regeln für freiwillig Ungeimpfte erstellen!
Während die Politiker und Politikerinnen die Zeit von April bis September dazu benutzt haben, Gegenkandidaten in die Pfanne zu hauen, nach Hinten zu treten und ein schönes Kameragesicht zu machen, um im Wahlkampf gut dazustehen, haben sie ganz nebenbei den Karren gegen die Wand fahren lassen. Sehenden Auges in die Pandemie, aber in voller Blindheit! Ih bin wirklich wütend. Ein erneuter Lockdown wäre vermeidbar gewesen.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor

„Sie hätten sich solidarisch mit Erwachsenen gezeigt und zu jedem Zeitpunkt eine große Last im gemeinsamen Kampf gegen Corona getragen.“

Ja – und nun tragen sie gezwungener Maßen das Virus mit nach Hause.

Also sind sie die Träger der Pandemie! (Wer hier welche Bedeutung herausliest … Ja, es gibt mehr als eine).

Frau SärGebauer lehnt alles Sinnvolle als unbegründet ab. Frau Prien hat die Maskenpflicht gelockert – und schon steigen die Inzidenzen – allerdings wohl noch nich schnell genug.

Demnächst dürfen Kinder unter 12 geimpft werden – wozu deren Gesundheit (auch die psychische!) jetzt noch riskieren?

Wir alle wissen, was in den meisten Klassen vor Weihnachten läuft ….. – Filme.

Film – Gesundheit – Film – Menschenleben? Die Wahl fällt nicht schwer.

Warum nicht wie im letzten Jahr den Eltern freistellen, ob sie die Kids schicken oder zu Hause lassen?

Noch Fragen?
8 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Warum? Es „gibt keinen sachlichen Grund (…) die Eltern mit Betreuungsproblemen im Stich zu lassen“. Egal ob Filme, Voodoo, Tralala- Hauptsache, die kids sind untergebracht.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Noch Fragen?

@Noch Fragen?

Warum? Ich kenne die Gründe. Und die machen mir Sorgen, Angst und Stress.

Sie machen mich wütend, ohnmächtig und hilflos.

Ziel muss sein, das Infektionsgeschehen so kurz vor der Impffreigabe für u12 zu brechen, damit nicht noch mehr Kinder … Aber das inoffizielle Ziel scheint ein ganz anderes zu sein.

Die Kids haben Angst – nur zeigen sie es nicht. Das läuft unterschwellig und ist für uns erkennbar – nicht für MiPräs und KuMis.

Manchmal frage ich mich, ob die überhaupt schon mal Kinder gesehen haben (Juristen, Notariatsgehilfen, Papis Töchterchen, Immobilienmakler, Bänker ….) und auch nur eine Ahnung davon haben, was sie ihnen aufbürden.

Kids zeigen sich solidarisch – HA! Was bleibt ihnen denn anderes übrig als für das Wohl der Wirtschaft in den Präsenzunterricht zu gehen?

Monika, BY
8 Monate zuvor

„..Montgomery. „Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola. Je weniger Infektionen wir zulassen, desto besser.“

Bravo für Menschheit!

Und wie viele sind nur im letzten Monat schon sogar zwingend durchgeseucht?

Trulla
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Und schwupps, da ist sie schon, die neue Mutante.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

@Monika, BY

„“..Montgomery. „Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola. Je weniger Infektionen wir zulassen, desto besser.““

Und schwups – schon isses da! Aus Afrika via Amsterdam. 600 Passagiere, einige vermutlich (es wird sich ja immer etwas vorsichtig ausgedrückt…) infiziert.

Sie heißt B.1.1.529 bzw. Omikron uns soll genau
Montgomery’s Sorge erfüllen.

Kurz vor Weihnachten – noch viel Zeit, sich daran zu infizieren.

Reist gerade um die Welt – Afrika, Niederlande, Belgien, Hongkong, … und dann der Rest. Frei nach dem James Bond – die Welt ist nicht genug!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Monika, BY
8 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

„Geimpfte hätten schon einen „gewissen Impfschutz“ gegenüber neuen Corona-Varianten, auch wenn der Grad der Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber Omikron derzeit noch nicht klar sei. „
https://www.tagesschau.de/inland/omikron-impfen-wieler-spahn-101.html

Ja, genau, und deshalb, weil die Geimpfte einen GEWISSEN Schutz haben, sollen wir weiter dringend und zwingend durchseuchen.

Danke Riesenzwerg, Sie auch! Danke im Namen von allen, die sehr wohl wissen, wie klein der Mensch unter den Sternen ist.

Man muss eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen. Die Würfel sind gefallen, alle Masken wurden abgelegt. Die Politik, die Führende, die Bestimmer tun sogar nicht mehr, als ob.

Jan aus H
8 Monate zuvor

Derweil in der Realität: Omikron ist in Deutschland angekommen! (Eilmeldung bei Spiegel)

Die EINZIGE Chance, eine flächendeckende Verbreitung von Omikron in DE zu verhindern, ist ein SOFORTIGER Lockdown inkl. Schulen und Kitas. Wenn man einfach alles weiterlaufen lässt, kann sich Omikron weitgehend unbemerkt verbreiten, bis es eine kritische Masse erreicht, ab der man es nicht mehr eindämmen kann.

Hat da jemand ein Dejavu? Alpha… kommt nur bei 0,x% der Fälle vor, ist in DE keine Gefahr… ein paar Monate später: Alpha herrscht vor. Delta… kommt nur bei 0,x% der Fälle vor, ist in DE keine Gefahr… ein paar Monate später: Delta herrscht vor.

Können wir es uns WIRKLICH leisten, alles noch einmal mit Omikron zu machen?

Ebenso ist es absoluter Irrsinn, jetzt erstmal zu schauen, ob Omikron wirklich so gefährlich ist, wie es vermutet wird. Wenn man das dann in ein paar Wochen weiss, ist die Chance vorbei, das ganze auf niedrigstem Niveau zu stoppen. Falls man jetzt einen Lockdown macht und es sich in ein paar Wochen rausstellt, dass Omikron doch nicht so gefährlich ist, dann schadet das nicht, eher im Gegenteil: Es verhindert auch bei Delta tausende von Toten.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Sie wirken zunehmend verzweifelt. Ich kann Sie gut verstehen. Es ist unfassbar, was in Deutschland geschieht.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

@Jan aus H

Scheint so, als ob nur die selbsternannte Elite in Sicherheit ist – der Rest wird dem Virus zum Fraß vorgeworfen und aus dem Nichts entsteht eine neue….?

Da mag ich nicht weiter verschwörungstheoretisieren.

Dirk Z
8 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Wie gut die Lockdowns im letzten Jahr funktioniert hat ist ja bewiesen- eine kleine Dämpfung hat es vielleicht gegeben aber so richtig durchschlagend war der Effekt nicht. Und dann haben wir vermutlich auch noch den Effekt daß man mit Masken gegen aggressiveren Varianten auch nicht mehr richtig ankommt. Wenn Schulen weiterhin so betrieben wird bleibt einen nur die Entscheidung: Durchseuchung oder zu machen. Was macht den grösseren Schaden?
Zumindestens ist es absoluter Irrsinn einen Unterricht ohne Abstände in den typischen Klassenzimmern mit entsprechender Fensterlüftung durchzuführen und zu hoffen, daß die Masken es richten werden. Darauf sollte man keine zu grossen Hoffnungen setzen daß es funktioniert.
Meiner Meinung nach müsste man jetzt zusehen daß man schnellstmöglichst alle Schüler durchimpft, damit man einen sicheren Unterricht bekommt und dann auch z.B. wieder auf Maskenunterstützung verzichten kann. Bis es soweit ist müssten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, Unterricht mit grösseren Abständen durchzufgühren. Eventuell sollte man die Örtlichkeiten ausloten und prüfen, ob man ggf in gut belüfteten Konferenzbereichen von Hotels ausweichen kann. Soetwas hatte ich auch schon vor einem Jahr vorgeschlagen, habe aber nichts gehört daß soetwas mal gemacht wurde. Nur wenn man jetzt immer wieder Lockdowns usw. macht, laufen wir Gefahr, daß irgendwann es ganze Schuljahrgänge gibt, die ihre gesamte Schulzeit nur in Ausnahmesituationen verbracht haben.
Manchmal habe ich das Gefühl daß jetzt eine kräftige Durchseuchung insgesamt doch besser ist. Dann sind wir schneller durch und ziehen das Ganze nicht in die Länge.

Pit 2020
8 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

@Dirk Z

„Eventuell sollte man die Örtlichkeiten ausloten und prüfen, ob man ggf in gut belüfteten Konferenzbereichen von Hotels ausweichen kann. Soetwas hatte ich auch schon vor einem Jahr vorgeschlagen, habe aber nichts gehört daß soetwas mal gemacht wurde.“

Dieser Vorschlag wurde von verschiedenen Personen mehrfach gemacht (hier im Forum, ebenso in der Politik).
Entsprechend lange und ausgiebig wurde das hier im Forum diskutiert.

Diese Diskussionslawine brauchen wir bestimmt nicht erneut, sie lässt sich aber bei Bedarf im Artikel-Archiv finden und nachlesen.

NichtSchonWieder
8 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Dass du genau so denkst, ist uns allen schon lange klar du Maskenphobiker. Dein Geschwurbel ist wirklich nicht zum aushalten.
Lass die Maske ab, lass dich anstecken und dann werde damit glücklich.
Dass du immer noch nicht verstanden hast, dass unser Gesundheitssystem mit deinem Blödsinn komplett überfordert wäre, ist wirklich traurig.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

„Meiner Meinung nach müsste man jetzt zusehen daß man schnellstmöglichst alle Schüler durchimpft, damit man einen sicheren Unterricht bekommt und dann auch z.B. wieder auf Maskenunterstützung verzichten kann.“
Genau, dann sind wir im besten Falle so in 6-8 Wochen safe, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass es etliche Eltern gibt, die ihre Kinder nicht impfen lassen werden und Biontech gerade wieder mal knapp ist.
Bis dahin kann das Virus sich über die Schulen lustig weiterverbreiten….
Das Ihre Vorschläge hier nicht so gut ankommen könnte auch daran lieben, dass sie nicht sinnvoll sind und eher von Ihrer Unvertrautheit mit dem Kosmos Schule zeugen.

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Liegen statt lieben…

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Z

Bitte SELBER anfangen mit der Durchseuchung, lieber Dirk Z. Wer so etwas vorschlägt muss auch Taten folgen lassen. Gehen Sie SELBST auf eine Corona-Party und lassen SIE sich anstecken. BITTE!!! Danach können Sie das oben stehende nochmal von anderen fordern.

Wobei das auch Quark ist: denn keiner weiß ob die aktuellen Impfstoffe gegen Omikron wirken. Also ist Ihr Impfvorschlag erstmal relativiert und im schlimmsten Fall sogar komplett wertlos.

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor

Die „Entschuldigung“ für ihr wisst schon wen für Maßnahmen, die den Namen verdienen, ist nun angekommen:
Verdacht auf Omikron-Virusvariante in Hessen
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-live-blog-in-bw-282.html

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wenn sich Omikron als so kritisch erweist, wie Fachleute momentan für möglich oder wahrscheinlich erachten, dann täte man gut daran, jetzt sofort mit aller Macht die Delta-Welle zu brechen, um die Omikron-Welle irgendwie überstehen zu können, die sich dann in ca. 3-4 Wochen aufbauen würde.

Hatte man nicht schon mal eine Welle in die eine kritischere Variante hineinbrach …

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

@Dil Uhlenspiegel

Erinnert an „Wir werden uns viel zu verzeihen haben.“

Mir braucht keiner zu verzeihen.

Anderen muss man verzeihen.

Weitere wird wohl irgendeine Geschichte freisprechen…..

Marion
8 Monate zuvor

Wir beweisen als gesamte Gesellschaft gerade unsere kollektive Unfähigkeit, Dummheit und Kurzsichtigkeit.
Wir sind die Generation, die als Komplettversager im Umgang mit existenziellen Menschheitskrisen (Klima u. Pandemie), in die Geschichte eingehen wird, wenn es dann noch eine Geschichte gibt.

ysnp
8 Monate zuvor

Zum Artikel: Nehmen wir an, die Weihnachtsferien werden vorgezogen. Irgendwann im Schuljahr kommen die Rufe, dass die Kinder viele Lernlücken aufweisen. So langsam wiederholt sich alles.

Unabhängig von den Inzidenzen beobachte ich: (Grundschule Bayern)
– Meine aktuelle Klasse ist trotz normaler Zusammensetzung tendenziell schlechter – es sind also in den 2 Jahren Corona schwer aufholbare Lücken entstanden
– Das Sozialverhalten der Schüler der Schule ist in den Grundlagen auffällig. Die Ursache ist in dem langen Homeschooling zu sehen.
– Zu Corona kann ich sagen, dass wir sehr engmaschig nach Vorschrift testen und die Maskenpflicht haben. An meiner Schule gab es sehr wenig Fälle bei den Kindern bisher. Schwere Verläufe, auch bei den Erwachsenen (u.a. Impfdurchbrüche) sind im Umfeld der Schule nicht bekannt.

Reallife
8 Monate zuvor
Antwortet  ysnp

@ysnp
Ich kann jeden von Ihnen aufgezählten Punkt bestätigen inkl.der Anzahl der Infektionsfälle und fehlender schwerer Verläufe. Die ersten 2 Punkte wären aus dem Mund der neuen Klassenlehrerin meiner Tochter im September, allerdings ihr O-Ton: es kann wohl nicht nur an der Pandemie liegen…..und woran sonst?! Also meine maximale Energie, was ich neben meinem Home Office Job in meine Tochter im Distanzunterricht reingesteckt hatte, war nicht genug?!
Wie kann sich jemand hier im Forum von den Lehrkräften noch wundern dass keine berufstätige Mutter oder der Vater Bock auf den Distanzunterricht hat?
Für alle, die mit krassen Inzidenzen und schweren Krankheitsverläufen bei den Kindern etc.komnen, bitte lest auch, was Experten sagen:
https://www.deutschlandfunk.de/impfung-fuer-kinder-interview-mit-stikomitglied-martin-terhardt-100.html
P.s.ich lese schon die „Beschimpfungen“ auf die STIKO……aber da denke ich mir trotzdem „Bleib jeder bei seinem Fach“…..

Emil
8 Monate zuvor
Antwortet  Reallife

Ehrlich gesagt, fragt das Virus nicht, ob Sie Bock haben…..

Jan aus H
8 Monate zuvor
Antwortet  Reallife

Wie üblich wird von Ihnen – und in dem Interview – die Gefahr durch LongCovid komplett ausgeblendet. Das Wort „Long“ kommt in dem Interview nicht einmal vor. DAS ist (neben dem Tod der Eltern) die Hauptgefahr für die Kinder, nicht das verschwindend geringe Risiko, selbst daran zu versterben.

Dass die Stiko das nicht versteht, wundert mich inzwischen nicht mehr. Sie wollen die allerkleinsten Gefahren durch den Impfstoff vermeiden (was prinzipiell okay ist), übersehen aber, dass die Gefahren, denen die Kinder durch die Infektionen und deren Spätfolgen ausgesetzt sind, ein ganz anderes Potential haben.

Auch symptomlose Verläufe können zu LongCovid führen.

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor
Antwortet  Reallife

Die Empfehlungen der Stiko kann man, muss man aber nicht beachten. Es sind lediglich Empfehlungen und sobald die Zulassung durch die EU Kommission da ist (nicht die EMA-Empfehlung, die bisher nur vorhanden ist, das ist was anderes) den Impfstoff problemlos einsetzen, denn wenn wir ehrlich sind, wird die Stiko Empfehlung 100% kommen, nur halt wieder später.

Die 0,1 Milliliter lassen sich schon jetzt gut aus den aktuellen Impfvials abmessen, das Personal ist mittlerweile schon sehr geübt darin, das vergisst der gute Mann von der Stiko. Und wo soll denn der Impfstoff sonst landen, als im Muskel, wenn man ihn direkt intramuskulär spritzt? Manchmal muss man echt an der Stiko zweifeln.

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  ysnp

Hallo? Es werden gerade Menschen ausgeflogen, weil es keine Betten mehr gibt!
Lernrückstände können aufgeholt werden, Tote nicht auferweckt.
Wird man als Lehrer wirklich irgendwann so betriebsblind?
Ich kann meine Kinder jetzt verstehen, wenn sie sagen, dass es nicht immer die hellsten Kerzen auf der Torte sind, die das Hohelied von Präsenz singen, während Menschen sterben.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  xy

@xy

Mir persönlich ist die „Sache“ mit dem Lernen nicht mehr sooo wichtig – wie auch, bei dem täglichen Sterben, Leiden, Infizieren um mich rum?

Es gab eine Zeit, da war Lernen wichtig. Die ist nun vorbei.

Jetzt ist die Zeit des Überlebens und des Gesundbleibens.

Kinder können such später ihre Abschlüsse machen – viele sind ohnehin recht unreif und können diese Zeit der Entwicklung gut gebrauchen.

NICHTS, absolut NICHTS ist auchh nur im Ansatz so wichtig wie Lernen!

HUCH – da hat sich doch das Dauermantra fast schon eingenistet.

Puh, noch mal die Kurve gekriegt!

xy
8 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Riesenzwerg, Sie sind und bleiben eben ein treuer Staatsdiener 🙂

Maike, Niedersachen, 37
8 Monate zuvor

Noch mal zur Klarstellung: Schulschließung und Aussetzung der Präsenzpflicht sind zwei verschiedene Dinge.
Natürlich soll/muss in Schulen eine Betreuung angeboten werden – und ja, das ist bitter für die Kollegen/innen, die eine Elternschaft hat, die das massiv ausnutzt.
Leider hätte ich hier keinen besseren Vorschlag, es sei denn, man möchte wieder nach „systemrelevant“ und „nicht systemrelevant“ unterscheiden.
Aber seien wir doch mal ehrlich, was ist die Alternative? Die meisten Eltern werden an diesen Tagen ihre Kinder einfach „krank melden“…zumindest die, die sich das trauen.
Was jetzt viel wichtiger ist als das Schwadronieren über diese drei Tage: Sollen wir unsere Schüler/innen sicherheitshalber schon mal auf Distanzunterricht vorbereiten?
DAS wüsste ich gerne! Dann können wir das in RUHE machen, Absprachen treffen, Endgeräte ausgeben, mit den unteren Klassen noch mal die Plattformen üben.
Ich denke ich spreche für viele: Wir möchten uns gerne mit unseren Schüler/innen gemeinsam VORBEREITEN. Und nicht unsere Schüler/innen in die Ferien schicken – und dann bleiben die nachher Januar/Februar/März auch noch zu Hause!
Und ja, die Entscheidung liegt- so schreibt es das Infektionsschutzgesetzt vor- bei den Ministerpräsidenten (nicht bei den KuMis). Und ja, die Ministerpräsidenten dürfen noch immer Gemeinschaftseinrichtungen, auch Schulen, schließen.
Wenn ich höre, dass sei wegen Auslaufen der epidemischen Lage nicht mehr möglich, dann schäme ich mich, dass ich so schlecht informierte Politiker/innen gewählt/in die Opposition geschickt habe…die Alternative wäre: Die halten uns für dämlich und politisch ungebildet. Da weiß ich nicht, was mir lieber ist…

Riesenzwerg
8 Monate zuvor

@Antworte auf Maike, Niedersachsen, 37

Genau dieses Vorbereiten hat meine Schule seit August gemacht.

Auch die Fünftklässler können gut mit dem gewählten Programm umgehen.

Das wird uns sicher zu Gute kommen, wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass Frau Prien ihre Worte dieser Woche zurück nimmt.

Ich bin auch der Meinung, dass ein sofortiger LD unsere beste Chance ist, viele weitere Tote zu verhindern.

Ob diese Chance ergriffen wird, …, wer weiß das schon?

Verärgert
8 Monate zuvor

Hier sind ja die Eltern am Drücker, die letzten drei Tage kann man sein Kind einfach krank melden. Damit ist der 19.12 letzter Schultag. Da brauche ich nicht auf Politiker warten.
Ich schätze aber, der Druck wird in zwei Wochen so hoch sein, das die Schulen auch schließen müssen.

Jupp
8 Monate zuvor
Antwortet  Verärgert

So einfach auch nicht. Meldet man in NRW sein Kind vor den Ferien krank, so benötigt es ein ärztliches Attest, ansonsten Bußgeldbescheid.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Jupp

@Jupp

Echt?

In SH reicht eine Krankmeldung.
Außerdem kann mit Zustimmung der Klassenlehrkraft (und tw. der Schulleitung) bis zu acht Tage vom Unterricht befreit werden.

Einfache Bitte reicht. Ob eine Begründung notwendig ist, weiß ich nicht. Musste so etwas noch nie genehmigen.

Ich muss da mal was loswerden
8 Monate zuvor
Antwortet  Jupp

Ja genau, weil man Angst hat, die Eltern würden mit den Kids früher in die Ferien fliegen. Kenne ich auch so. Aber das Argument zieht dieses Jahr echt nicht.

Drulo
8 Monate zuvor

Ist klar was news4teachers schon wieder will: Kinder eher in die Ferien und als nächste Forderung Kinder zu Hause lassen mindestens bis Mai und online unterrichten. Digital bringt halt Geld gell?

Pit 2020
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Ich schmeiß mich weg!
🙂 🙂 🙂
Genialste Schwurbler-Replik ever!

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Der Hammer!

Davon bitte mehr – nein.

Aber es hat mich sehr zum Lachen gebracht in dieser gruseligen, dunklen Zeit 🙂

Was wohl Elizabeth dazu sagt?

Biene
8 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Köstlich, eine sehr schöne und vor allem absurd-geniale Konterattacke.
Liebe Redaktion, Sie haben mir den Tag sehr versüßt.

S.
8 Monate zuvor

Vielleicht werden die KuMis jetzt wach, falls sie nicht auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs sind:

„Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt angesichts des dynamischen Corona-Infektionsgeschehens sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen. ‚Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren‘, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Stellungnahme.

‚Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen.‘ Die Impfkampagne müsse massiv verstärkt und eine Impfpflicht stufenweise eingeführt werden. Insgesamt sollten bis Weihnachten neben Erst- und Zweitimpfungen rund 30 Millionen Drittimpfungen ermöglicht werden, so die Leopoldina.

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche empfiehlt die Leopoldina vorgezogene Weihnachtsferien und regelmäßige Corona-Tests mindestens dreimal pro Woche. Während des gesamten Aufenthalts in den Schulen sollten Lehrer und Schüler aller Klassenstufen Masken tragen. ‚Eine Aussetzung der Präsenzpflicht und ein Wechselunterricht an Schulen sowie die Schließung von Kitas sollten möglichst vermieden werden.'“

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-aktuell-leopoldina-kontaktbeschraenkungen-impfpflicht-1.5469776

In RLP: zwei Tests pro Woche auf Drängen von Eltern und LuL ab dieser Woche (Gesundheitsminister Hoch (SPD) betont nach wie vor, ein Test reiche aus seiner Sicht) und Maskenpflicht nur an weiterführenden Schulen. Entsprechend sehr hohe Durchseuchung in den Grundschulen.

Maren
8 Monate zuvor
Antwortet  S.

Und verk…t.Präsenzpflichtaussetzung vermieden.Boah.Eltern sollten selbst entscheiden dürfen,alles andere ist völlig daneben.

Riesenzwerg
8 Monate zuvor
Antwortet  S.

@S.

Die KuMis machen das, was sie am besten konnen:

– nichts sehen
– nichts hören
– Expertenrunde (man gibt sich zehn Tage..)
– nichts verstehen
– nicht handeln
– abwarten
– verblüfft sein
– Maskenpflicht zurücknehmen
– Chaos verbreiten, Krankheit und Tod fördern

Mika
8 Monate zuvor
Antwortet  S.

Da die KultusministerInnen nur selektiv wahrnehmen können, lesen sie nur “Eine Aussetzung der Präsenzpflicht und ein Wechselunterricht an Schulen sowie die Schließung von Kitas sollten möglichst vermieden werden.” und tönen im Anschluss “ja, das sagen wir doch die ganze Zeit”. Leider…

S.
8 Monate zuvor

„Dass nun aber ausgerechnet jenes reiche Deutschland, aus dem die auch in Brasilien begehrteste aller Impfungen kommt, noch einmal in eine solch dramatische Lage geraten könnte, können viele Brasilianerinnen und Brasilianer kaum begreifen. Mehr als 60.000 Neuinfektionen täglich – diese Zahlen beunruhigen sogar ihre Gesundheitsexperten. »Die Zirkulation des Virus in der Bevölkerung ist extrem hoch«, so die Infektiologin Stucci, »ich mache mir große Sorgen, dass eine neue, deutsche Supervariante entstehen könnte, die sich dann in der Welt ausbreitet.«“
Quelle: https://www.spiegel.de/ausland/corona-impferfolg-in-brasilien-man-blickt-verwundert-auf-das-deutsche-chaos-a-b375500a-59b3-4aaf-93c4-0aaa8caa6c95?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Vor allem die Zirkulation von SARS-CoV-2 und seinen Varianten in den Schulen ist sehr hoch. Viruswichteln eben.

Ja, unsere Landesfürst*innen spielen mit dem Feuer und die Ampel, die „noch beobachten“ muss (was eigentlich?), führt uns in eine Katastrophe durch ihr Zögern. Wo bitte ist Vizekanzler und Bald-Kanzler-Scholz? Auch auf dem Weihnachtsmarkt beim Glühweinstand mit Dryer?
Mann, Mann, Mann.

Leseratte
8 Monate zuvor

Es kommen immer wieder Experten mit super Ideen um die Ecke. Kleinere Lerngruppen wären toll, würden aber zwangsläufig Wechselunterricht bedeuten. Fällt also schon mal weg.

„[…]Man wisse inzwischen genug über Hygienekonzepte in Schulen und Kitas und es gebe genug gute Beispiele aus Nachbarländern, sagt der Kinderarzt. Maskenpflicht ist so ein Thema, damit hätten die Kinder viel weniger ein Problem als die Erwachsenen oft glauben. Kleinere Lerngruppen, Impfen bei Lehrern, Eltern, Erziehern und älteren Schülern – dann werde das Virus auch nicht mehr so oft in die Schulen eingeschleppt. Das Wichtigste aber ist: „So viel wie möglich raus mit den Kindern, den Unterricht möglichst nach draußen verlagern.“

Und das geht sogar im jetzt, ist Herbert Renz-Polster überzeugt. Ein geschützter Unterstand, Exkursionen in Wald und Feld, Unterricht an der Feuerschale. Da müsse man sich natürlich, zumindest für eine Zeit, vom konventionellen Unterricht verabschieden. […]“

https://www.mdr.de/wissen/wie-umgehen-hohe-corona-zahlen-kinder-schulen-100.html

Geschützter Unterstand??? Unsere SuS müssen bei Regen sogar im Schulhaus bleiben, weil es auf dem Hof keinerlei Schutz vor Regen gibt. Und so sehen wohl die meisten Schulhöfe aus. Alle SuS einer Schule mit mehreren hundert SuS an der Feuerschale? Was sagt denn da der Brandschutz? Wird da nicht Feinstaub produziert? Gibt das nicht Brandlöcher in den Anoraks? …… Und das Mistwetter geht erst los. Fünf Minuten Lüften stellen für die Masse der kälteempfindlichen SuS (einige immer noch in T-Shirts und bauchfrei unterwegs) schon eine echte Herausforderung dar. Dann möchte ich mir nicht 6-8 Stunden Unterricht im Freien vorstellen. Bei Frost. Also Spaß beiseite. Wenn dass die ultimativen Unterrichtsszenarien für die nächsten Monate sein sollen, Prost Mahlzeit!

Mika
8 Monate zuvor

Wegen 3! Tagen soll bei den Kindern gleich Bildungsnotstand ausbrechen? Ich glaub ja wohl, es hackt! Wie weit sind diejenigen, die so argumentieren, eigentlich von Schule entfernt? „Bis zum Mond und wieder zurück“, fällt mir da ein.
Letztlich ist es müßig, sich darüber aufzuregen. Die Schulen sind eh bald zu: Tote vor den Kliniktüren kann sich Olaf noch weniger leisten als geschlossene Schulen.

Monika, BY
8 Monate zuvor

https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/top-virologen-geimpfte-moeglicherweise-perfekt-immun-kekule-und-drosten-warnen-vor-omikron-panik_id_24468542.html

Gut. Persönlich halte ich von Kekule nicht viel, von Drosten schon.

Ich kann nur hoffen, dass sich seine Vermutungen bestätigen.

Monika, BY
8 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Obwohl etwas mehr Panik angesichts der Lage auf den Intensivstationen, ist alles nur nicht übertrieben.

Die Bevölkerung ist schon zu lange mit tröstenden Wörtern in Irre geführt.

Triage ist fast da.

300 Tote täglich.

Volle Kinderkliniken.

Leseratte
8 Monate zuvor

„[…] Was hilft jetzt?
Montgomery: Was am schnellsten und besten hilft, sind Kontaktbeschränkungen. Wir müssen in den kommenden Wochen jede Form von Menschenansammlungen vermeiden. Wir sollten deswegen die Weihnachtsmärkte bundesweit schließen. Es bringt nichts, die Weihnachtsmärkte in der einen Region zu verbieten, wenn die Leute dann in eine andere fahren, wo sie noch geöffnet sind. Länder und Kommunen sollten zudem zu Silvester größere Feiern, Feuerwerk und private Böllerei flächendeckend verbieten.[…]

https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/montgomery-corona-triage-interview-warnung-id233951075.html

Dass die größten Menschenansammlungen von vielen Ungeimpften in geschlossenen Räumen (Aerosolforscher haben gerade angemerkt, dass Weihnachtsmärkte, wenn Abstand gehalten wird – was sicher illusorisch ist – unproblematisch seien, im Gegensatz zu Schulen) in den Schulen stattfindet, hätte er in dem Zusammenhang bitte auch mal erwähnen sollen. Wenn die Schulen unter den aktuellen Bedingungen offen bleiben (keine Abstände, keine Luftfilter, wenn Masken, dann keine ffp2, keine Einschränkungen bei klassenübergreifenden Vermischungen usw.), werden wir die sich rasend schnell steigernden Inzidenzen nicht in den Griff bekommen.

https://www.n-tv.de/wissen/Wieder-was-gelernt-zu-Corona-Hotspots-Schulen-sind-gefaehrlich-volle-Stadien-nicht-article22949719.html

Kritischer Dad*NRW
8 Monate zuvor

Habe mich heute am späteren Nachmittag eher zufällig in der Fußgängerzone in Leverkusen über das „Bergische Dorf“, und den Christkindchenmarkt in Wiesdorf geschlängelt um ein bestimmtes Geschäft zu erreichen.

Für diese Veranstaltung habe ich gerade nachgelesen, hat die Stadt kurz vor dem Start von Donnerstag noch die Regeln angepasst: „Es gilt eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen. Die Veranstalter führen die Märkte unter der 2G-Regel durch. Nur die, die geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen sind, dürfen dort schauen und in den Kontakt mit den Betreibern treten.“ (Soweit die Theorie, oder nach: Papier ist bekanntlich ziemlich geduldig).

Und was soll ich berichten?
Gut jeder zweite ohne Maske oder den bekannten Tropfenfänger fürs Näschen. Abstand war gestern. Wenn jede Verfehlung der Maskenpflicht die 150 € Bußgeld nach sich zieht, so habe ich überschlagen, wären in einer Stunde Euronen im Bereich 50.000 € locker zusammengekommen, denn es war gut besucht und langsamer Schleichgang nötig. Dazu Livemusik, Tanz und Alkohol mit fröhlichem Gesang alles ohne Abstand und Maske. 2G hat zumindest keiner kontrolliert, was durch die vielen Geschäfte und davor aufgebauten Buden ohnehin nicht möglich gewesen wäre.
Den Rückweg habe ich mit Rücksicht auf meine Gesundheit über Seitenstrassen angetreten, da es eine sehr feuchte Luft um 5°C war und Aerosole Feiertag halten konnten. Ich war nur geschockt über diese vorgefunde Ignoranz ohne Abstand und Rücksichtnnahme aller Altersschichten.

Kritischer Dad*NRW
8 Monate zuvor

Nachtrag:
Gerade find ich auf der Infoseite des Veranstalters:
Zielgruppen: Ausländische Mitbürger, Besucher, Familien & Kinder, Senioren

Weihnachtsmarkt „Bergisches Dorf“
der Weihnachtsmarkt in Opladens Fußgängerzone
Veranstaltungsbeschreibung
Die traditionelle Eröffnungsfeier am 22. November mit 1000 weißen Gutschein-Luftballons, vielen Gästen und Besuchern, vor allem vielen Kindern, wird in diesem Jahr corononabedingt nicht stattfinden.
Die Veranstalter möchten der Pandemie keinen Raum zur Verbreitung geben, vor allem mit Rücksicht auf die ungeimpften Kinder.
Der Weihnachtsmarkt selbst öffnet am 18. November seine Pforten. Am Totensonntag, 21. November, bleibt er geschlossen.

Ziel nach m.M. absolut erreicht, besonders für ungeimpfte Kinder.

mm
8 Monate zuvor

Ich werde meine beiden Kinder auf jeden Fall früher in die Weihnachtsferien schicken, ganz egal, was sich unser Bundesland so vornimmt. Die leiden dann halt an übler Schwindlerei. Daran scheinen so manche Politiker inzwischen schon chronisch erkrankt zu sein.

Leseratte
8 Monate zuvor

Thüringen hat schon mal abgelehnt. Super. Fröhliches Viruswichteln. Wir haben ja auch überhaupt kein Problem mit den Infektionszahlen… Intensivstationen sind voll, Patienten werden ausgeflogen, und in den Schulen läuft es, als gäbe es keine Pandemie. Man hätte ja Distanzunterricht machen können. Wozu haben wir die Schulcloud?

https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/kultusministerium-lehnt-vorgezogene-schulferien-in-thueringen-ab-id233959367.html

gehtsnoch
8 Monate zuvor

NRW-Märchentante fabuliert noch ein wenig an der Präsentation ihrer bahnbrechenden nächsten Erzählung.
Österreich hat am 22.11.2021 den Lockdown verhängt und seit dem 23.11. nun endlich leicht fallende Inzidenzien.
Deutschland versucht weiter noch ein wenig exponentielles Wachstum nachvollziehbar zu machen.

Wer heute noch ernsthafte Vergleiche zur Situation aus 2020 anstellt hat doch nicht alle Latten am Zaun, Tassen im Schrank oder ich würde bevorzugen den Schuß nicht gehört.
Corona Beta wurde erstmalig im Okt. 2020 festgestellt. Alle Massnahmen waren auf Alpha-Typ ausgelegt.
11/2021: Nun ist neben Delta noch Omikron dazu gekommen. Maßnahmen, direkte ???

26.11.2020 (Alpha, Betha)
7T-Inzidenzwerte 138 Fälle
Bestätigte Fälle 22.268
Inkubationszeit Ø 5,8 Tage
Massnahmen: Teil-Lockdown; verschärfte Kontaktbeschränkung; ab Wert 165 kein Präsenzunteriicht; 10 Kunden /800 m²; Maskenpflicht in öff. zugänglichen Räumen od. freier Himmel; private Zusammenkünfte auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten; Restaurants, Stadien, Fitnesscenter etc. dicht… ab 16.12.2020 ab 22 – 5 Uhr Ausgangsbeschränkung und Ausgangssperre.

26.11.2021(Delta/ Omikron)
7T-Inzidenzwerte 438,2 Fälle
Bestätigte Fälle 76.414
Ansteckungswahrscheinlichkeit um 60 Prozent höher
Inkubationszeit 3 bis 6 Tage auch bis zu 14 Tage
höhere Viruslast
Massnahmen: Impfempfehlung; Boostern bei stockenden Immpfstofflieferungen; 2G; 2G+; 3G; Maske ÖPNV; Ungeimpfte Arbeitnehmer tgl. Test vor Arbeitsbeginn usw..

Bikey
8 Monate zuvor

Distanzunterricht für 4 Wochen! Schützt unsere Kinder. Was nützt ihnen 4 Wochen Bildung, wenn sie dann grschädigte Lungen haben oder die Eltern sterben?

Bikey
8 Monate zuvor

Übrigens laufen wir mal wieder unvorbeteitet in den Distanzunterricht, da das Kultusministerium sowas überhaupt erst last minute ankündigt.

Marie
8 Monate zuvor

Wer sich jetzt fragt, warum in NRW frühere Weihnachtsferien komplett ausgeschlossen werden: die Oberstufen haben schon ihre Klausuren geplant! Glaubt man nicht? Doch, hat Frau G. genau so begründet. https://twitter.com/Westpol/status/1465346950430171140
Wegen ein paar Klausuren werden jetzt alle in den PU gezwungen? Man fasst es nicht. Angeblich hat sich Wüst auf seine Richtlinienkompetenz berufen und die Maskenpflicht gegen sie wieder durchgesetzt. Hoffen wir, dass er auch im Hinblick auf frühere Ferien eine andere Ansicht hat.