Fehlende Omikron-Strategie: „Das endet mit dem größtmöglichen Schaden, nämlich dem Schließen aller Schulen“

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BERLIN. In gut einer Woche wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern erneut über die Corona-Lage beraten. Reicht es, danach zu überlegen, was mit den Schulen passiert, wenn die neue Virusvariante die Infektionszahlen hoch treibt? Es gibt Zweifel.

Das Coronavirus schafft Fakten. Foto: Shutterstock

Angesichts der erwarteten neuen Corona-Welle wächst der Druck auf die Kultusministerkonferenz, bald in einer Sondersitzung Lösungen für eine mögliche Belastungssituation in den Schulen zu erarbeiten. Bildungsexperten fordern dafür dringend Konzepte. Wie zuvor bereits Thüringens Minister Helmut Holter (Linke) verlangte auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) eine kurzfristige Sitzung der Ressortchefs der Länder. Auch der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher beklagte, dass Deutschland keine taugliche Strategie entwickelt hat.

An diesem Donnerstag will das Präsidium der Kultusministerkonferenz (KMK), dem 6 der 16 Ressortchefs angehören, digital tagen und über das Thema beraten. Beschlüsse werden nach Angaben eines Sprechers nicht erwartet. Bisher pochen die Minister darauf, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten.

«Die Lage hat sich einfach verändert. Und deswegen brauchen wir in der KMK auch eine neue Lagebewertung»

Der Thüringer Holter (Linke) hatte am Mittwoch gesagt, er erwarte, dass die KMK noch vor der nächsten Schaltkonferenz der Regierungschefs von Bund und Ländern am 7. Januar neue Empfehlungen formuliere. Er sprach sich für eine Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes aus, um an Schulen auch flächendeckend Distanzunterricht zu ermöglichen. «Die Lage hat sich einfach verändert. Und deswegen brauchen wir in der KMK auch eine neue Lagebewertung», sagte Holter.

Bundesregierung und Bundesbildungsministerium hatten aber erst zu Wochenbeginn ihr Ziel bekräftigt, Schulen und Kitas offenzuhalten. Der für Kinder und Jugendliche so wichtige Präsenzunterricht solle weiter stattfinden. Zu beachten seien die psychischen und sozialen Herausforderungen und Folgen möglicher Schließungen, hieß es.

Auch die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sprach sich gegen die Schließung von Schulen aus. «Es hat die allerhöchste Priorität, diese Orte der Bildung und der persönlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen offenzuhalten», sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sonst fehle auch der Austausch untereinander. Als Mittel, um das zu sichern, nannte sie Tests sowie Impfungen von Schülern, Erzieherinnen und Lehrkräften. Allerdings: Für Kinder zwischen fünf und 12 Jahren gibt es keine Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission, sodass viele Ärzte sie nicht impfen. Wirkungsvoller Infektionsschutz in Schulen? Fehlanzeige.

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem Berliner «Tagesspiegel» deshalb, das Prinzip «Augen zu und durch» habe in der Pandemie schon mehrfach nicht funktioniert: «Das endet mit dem größtmöglichen Schaden, nämlich dem Schließen aller Schulen.» Auch er plädierte dafür, am Präsenzunterricht nicht um jeden Preis festzuhalten – auch wenn flächendeckende Schließungen keineswegs das Ziel seien. Aber die Inzidenzraten bei 5- bis 14-Jährigen seien schon jetzt teilweise doppelt und dreifach so hoch seien wie der Durchschnitt. Auch drohende Ausfälle bei den Lehrkräften müssten eine Rolle spielen.

«Es rächt sich das Fehlen einer mittelfristigen Strategie, es geht ja immer nur um Überbrückungslösungen»

OECD-Bildungsdirektor Schleicher sagte der Zeitung: «Es rächt sich das Fehlen einer mittelfristigen Strategie, es geht ja immer nur um Überbrückungslösungen.» Zu einer solchen Strategie gehöre, die mittelfristigen Folgen sowohl des Schließens wie des Offenhaltens der Präsenzunterrichts für das Wohlergehen von Schülern, Lehrkräften und der Gesellschaft insgesamt abzuwägen. Entscheidend sei, dass Schulen lernten, mit dem Virus zu leben: «Dazu sind Investitionen in Infrastruktur genauso wichtig wie mehr Handlungsspielräume und Verantwortung vor Ort.»

3.500 Euro, so berichtete News4teachers bereits vor mehr als einem Jahr, hätte ein von Wissenschaftlern entwickelter, wirkungsvoller Infektionsschutz aus mobilen Luftfiltern und Plexiglaswänden pro Klassenraum gekostet – in Summe für Deutschland etwa zwei Milliarden Euro. Das war den meisten Bundesländern allerdings zu teuer. Nicht mal ein einfaches, vom Max-Planck-Institut für Chemie entwickeltes Lüftungssystem mit Ventilatoren in den Fenstern, das mit Materialien aus dem Baumarkt für wenige Hundert Euro pro Klassenraum gebaut werden kann, wurde flächendeckend erwogen – obwohl erst unlängst eine Studie die Wirksamkeit bestätigt hat, wie News4teachers ebenfalls berichtete.

Wenn in dieser Diskussion von Schließung der Schulen die Rede ist, geht es allerdings in der Regel nicht um ein Ende der Beschulung generell, sondern um den Ersatz des allgemeinen Präsenzunterrichts durch andere Formen wie wechselnden Präsenz- und Heimunterricht in festen Klassengruppen bis hin zu völligem Digitalunterricht oder anderem Fernunterricht etwa mittels schriftlicher Aufgaben.

«An meiner Schule hatten wir zum Beispiel in der ersten Klasse zehn Kinder mit einem Sprachstand von Null»

Berlins neue Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) beklagt gravierende Folgen der Corona-Pandemie für die Schulkinder. Die Lernstandserhebungen nach den Sommerferien hätten große Defizite aufgezeigt, sagte sie der «Berliner Morgenpost». Nach Angaben der Senatsverwaltung hat rund jeder vierte bis fünfte Schüler in der Hauptstadt Lernlücken aus der Pandemie. Busse, die zuvor eine Grundschule leitete, berichtete: «An meiner Schule hatten wir zum Beispiel in der ersten Klasse zehn Kinder mit einem Sprachstand von Null.» Normalerweise gebe es immer höchstens ein Kind, mit dem praktisch keine Kommunikation möglich sei. Doch wegen der Schließung der Kitas im Lockdown habe für diese Kinder keine Sprachförderung stattgefunden.

Allerdings: Allein das Bekunden, die Kitas und Schulen unbedingt offenhalten zu wollen, sichert noch keine Förderung. Deshalb wirft der

Verbot von Schulschließungen: Bund zwingt Lehrer und Schüler im Corona-Hotspot Thüringen zum Präsenzunterricht

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118 Kommentare
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Rike
9 Monate zuvor

Heute ist der 30.12.
Am 03.01. geht bei uns die Schule wieder los. Ich werde 8h Präsenzunterricht haben. Nichts wird sich ändern. Die Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben.
Luftfilter und andere Schutzmaßnahmen wird es nicht geben. Die Eltern gehen dafür nicht auf die Straße, sonst wäre schon längst was passiert.
Also: auf maximalen Selbstschutz achten und auf Glück hoffen, dass ich das Virus nicht nach Hause bringe. Mich wird niemand mehr auch nur eine Minute zu viel in der Schule für irgendwelche Projekte oder Zusatzarbeit sehen. Das ist das Ergebnis von 23 Monaten Untätigkeit und Unfähigkeit der verantwortlichen KuMis.
Ach ja: bis jetzt steht noch der Plan vom Tag der offenen Tür in Präsenz.

Maren
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Ich bin hier vor Ort gefühlt die einzige Mutter,die Luftfilter wollre.Habe alle angeschrieben wegen einer Wigeninitiative,nix passiert.Habe dann den Bürgermeister angeschrieben.Nun stehen Luftfilter in der Klasse,und die Lehrerin stellt sie auf niedrigste Stufe,weil sonst zu laut.Ohne Worte.

Ragnar Danneskjoeld
9 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Na so was. Eine Kollegin, die nicht genau so handelt, wie Sie es gerne hätten. Entlassen müsste man die! Skandal!

Georg
9 Monate zuvor

Man müsste sich im konkreten Fall mal das Gerät in dem Raum und der Klasse anschauen. Möglicherweise ist es ein Billigding, völlig unterdimensioniert und mit (daher) viel zu hoher Drehzahl, also Lautstärke.

Dieter Schmeer
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Aus Elternsicht: Ich verstehe Ihre Resignation. Meine Frau und ich würden dafür gerne auf die Straße gehen, aber die anderen Eltern lassen alles so vor sich hin laufen und sehen keinen Handlungsbedarf. Für uns gilt daher leider mittlerweile: Jeder ist sich selbst der nächste, rette sich wer kann. Traurig.

Anna
9 Monate zuvor
Antwortet  Dieter Schmeer

Sehe ich genauso, mein Kind ist seit Sommer diesen Jahres zum Glück aus der Schule raus, aber vorher hatte ich etliche, moralische und ethnische Erfahrungen innerhalb des schulsektors erfahren, nämlich keine. Im Gegenteil Eltern die Schutzmaßnahmen forderten wurden aufs Übelste beleidigt, angegriffen und verarscht. Sorry die Wortwahl, aber irgendwann platzt einem echt der Kragen. An oberster Stelle war unser Schulamt da mitwirkend im negativen. Hat Eltern bedroht die was sagten und deren Anliegen öffnentlich gemacht, also vorsätzlich gegen den Datenschutz verstoßen. Für mich ist diese Einrichtung mitverantwortlich dafür das seit Beginn der Pandemie eigentlich schon vorher das wohl der Schüler/innen ihnen gänzlich am A… vorbei geht. Für mich Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung. Als einzelner erwirkt man nichts, zusammen vielleicht, aber dafür bedarf es der Unterstützung aller Eltern, die bekommt man in Deutschland scheinbar nicht warum auch immer. Also ist sich jeder selbst der nächste, das musste ich leider lernen, traurig, traurig. Viel Glück bei allem und keine Hoffnung haben das sich je was ändert. Leider!!!!

Lehrer mit Seele
9 Monate zuvor
Antwortet  Anna

Das ist ganz einfach. Gefährdete, kranke oder behinderte Menschen darf es in unserem. Land nicht geben.. Wir sperren sie in Einrichtungen, weil die wirtschaftliche Produktivität der Angehören Priorität hat.

Wen wundert es da, dass die Menschen gar nicht bereit sind zu akzeptieren, dass Corona Schaden anrichten kann. Dann müsste man ja sein eigenes Kind ebenfalls als gefährdet empfinden. Viel zu viel Mühe – so was macht man in diesem Land nicht.

Eltern, die Luftfilter gespendet haben, die große Mühen in Kauf genommen haben, um, ihre Kinder u12 noch impfen zu lassen, gelten als „nicht mehr ganz dicht“.

Und so wird es bleiben, bis dieses Land untergeht. Den Eisberg haben wir eh längst gerammt.

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Rike,
an Ihrem Beispiel sieht man, wie eine dilettantische und unfähige Führung motivierte und gute Mitarbeiter in die innere Emigration treiben kann. Äußerst schade. Und dumm bei dem sich abzeichnenden Lehrermangel.

Trulla
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Ich denke, damit ist ein nicht zu vernachlässigender Kollateralschaden ABSEITS von Corona genannt. LuL haben in großen Teilen durch ihr über die eigentliche Pflicht hinaus gehendes Engagement den „Laden am Laufen“ gehalten und so manches Defizit des Systems aufgefangen.
Ob LuL „danach“ noch bereit oder in der Lage dazu sind, ist fraglich.

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Für meine Frau waren bisher die Schüler und die gute Atmosphäre an der Schule Motivator. Sie ist gerne Lehrerin. Seit der Ankündigung auch bei Omikron Präsenzunterricht beizubehalten, ist aber selbst bei ihr der Ofen aus.
Wir sind zwei Jahre sehr vorsichtig gewesen, haben uns als Risikofamilie eingeschränkt und das soll jetzt alles umsonst gewesen sein? Wir werden uns jetzt infizieren, weil wissenschaftsfeindliche und lobbyhörige Politiker adäquate Maßnahmen verweigern? Danke für nichts!

Felix
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

Ja., unser Schulträger fordert auch vehement einen Tag der offenen Tür Mitte Januar.
Eine weltweite Pandemie nimmt rasant Fahrt auf, die Inzidenz unter den Schülern geht spätestens in der zweiten Januarwoche durch die Decke, hier demonstrieren und spazieren mehrmals wöchentlich Querdenker, einige SuS verweigern das Tragen der Maske……aber Tag der offenen Tür.
Damit auch an einem Samstag Vormittag ein fröhlicher Viren Tausch stattfinden kann.

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Felix

Diesen Schulträger anzeigen. Fahrlässige Gefährdung aller Beteiligten.
Das kann nicht vom Infektionsschutzgesetz gedeckt sein.

Ragnar Danneskjoeld
9 Monate zuvor
Antwortet  Felix

Ehrlich? Ein Tag der offenen Tür in diesen Zeiten in Präsenz? Und das lassen die KuK mit sich machen?

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor

Von der Bildungs – Taliban der KMK ist nichts zu erwarten . Außer völlig abwegige Entscheidungen auf der Basis von Dogmatismus , Realitätsverlust und Unfähigkeit .

Elly (am Handy)
9 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Bildungstaliban! Ja, da lache ich kurz schmerzhaft auf. Wenn es nur nicht so tragisch wäre…Danke, dass man das hier äußern darf!

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Elly (am Handy)

Genau der richtige Begriff … Das Ausmaß an Fanatismus ist bei Kumis und Taliban gleich . Wie die Realitätsferne . Und der Wunsch , andere zu ihrem “ Glück “ zu zwingen .

xy
9 Monate zuvor

Der größtmögliche Schaden ist nicht das Schließen der Schulen, sondern die Erkrankung und Invalidisierung von Kindern und Jugendlichen. Omikron ist keine Erkältung.
Lasst die Schulen zu!

https://medium.com/@Valmiki2/is-covid-19-a-long-term-infection-786f09216b

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Doch, bei 99% der Infizierten ist es genau das: Eine Erkältung – wenn überhaupt! Unsere Fortschritte durch das Impfen rechtfertigen nicht erneut das monatelange Schließen von Schulen. Und wie lange sollten Schulen denn geschlossen werden? Reichen Ihnen zwei Wochen oder doch besser wieder bis Mai? So oder so: Corona wird bleiben. Für immer. Gewöhnen Sie sich daran!

AvL
9 Monate zuvor

Covid-19 ist keine Erkältungskrankheit, auch wenn diese Erkrankung derartige Symptome wie Husten, Schnupfen und Temperaturerhöhungen hervorruft.
Das Virus dockt in den Gefäßen am ACE-Rezeptor an und löst dabei über eine Komplementaktivierung die Entstehung von multiplen Thromben aus, sowie in Teilen eine verstärkte Entzündungsreaktion mit Verschlüssen von Gefäßen aus, woraus schwere Organfunktionsstörungen des Herzen, der Nieren, des Gehirn, der Lunge und anderer Organsysteme resultieren !

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor

Sie passen Ihre Lesart aber auch so an, wie Sie das möchten. Natürlich ist Covid-19 nicht eins zu eins mit einer Erkältung gleichzusetzen, nur bei den allermeisten äußert sich die Erkrankung eben genau so. Es gibt tödliche Fälle und Long Covid ist für manche ein Problem, das verschweige ich nicht. Genau hier steckt jedoch das Detail: Für manche und nicht für viele und erst recht nicht für alle. Anders sieht es bei den Maßnahmen aus, die jeden direkt oder indirekt beeinflussen. Daher müssen diese nach fast zwei Jahren und dem Vorhandensein von Impfstoffen mehr und mehr diskutiert werden, insbesondere wenn es darum geht, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu schließen.

AvL
9 Monate zuvor

Ich passe meine Lesart der Pathophysiologischen Erklärung nachgewiesener Phänomene pathologischer Befunde an und ich erkläre ihnen gerne noch einmal den Wirkmechanismus von Covid-19 im Gefäßsystem.
Die durch das Andocken von Covid-19 an den gefäßständigen ACE-Rezeptor hervorgerufenen Tromben und hyperinflammatorischen Teilverschlüsse der die Organe versorgenden Gefäße, bewirken langanhaltende Durchblutungsstörungen der nachgeschalteten Organsysteme.
Am Gehirn macht sich dieser Zustand als eine schnelle Ermüdung oder Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, fortschreitende demenzielle Entwicklung, Apoplexe mit TIA-Symptomen oder PRINT etc. bemerkbar, am Herzen kommt es in Folge von Verschlüssen kleiner Gefäße zu einer Einschränkung der Pumpfunktion mit Belastungsdyspnoe und Herzinsuffizienz, an den Nieren gehen in Folge von Gefäßverschlüssen etliche Nephrone unter .
Und all diese Phänomene treten eben auch bei Kindern auf.

gehtsnoch
9 Monate zuvor

Das Präsidium der Kultusministerkonferenz (KMK): Ernst (SPD), Prien (CDU), Scheeres (SPD), Hubig (SPD), Rabe (SPD), Lorz (CDU) will heute beratend zur Lage tagen. Sehr positiv anzusehen zwischen den Tagen zum Wohle der Gesellschaft zu arbeiten.
Bei 4:2 Verhältnis werde ich dazu allerdings von Fabulation absehen, wenn sich Esken, Ernst und Rabe in den letzten Tagen zu Schulen in Distanzunterricht vorab bereits eindeutig positioniert haben, nennt sich so etwas ergebnisoffen?

Wir alle mussten in den letzten Tagen erfahren, wie informiert unsere Politik(er) zu sein scheint und wie diese eine Pandemie und neu nun Omikron nebst Gefahren einschätzt. Das erbärmliche Schauspiel an der Sache ist, dass diese parteipolitischen Spielereien allesamt auf Kosten der Kinder und Jugendlichen und an Schulen Beteiligten ausgetragen werden, egal welche Farbspiele gerade an der Macht sind.
Fürsorge, Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Thema Bildung / Betreuung hat nichts mit der Frage „Schulen zu /offen“ zu tun, wenn seit zwei Jahren keine Investitionen in Sicherheit oder Wohlergehen tatsächlich je umgesetzt wurden.

kanndochnichtwahrsein
9 Monate zuvor

Das alles kann man doch nicht wirklich – nach allen Erfahrungen der letzten beiden Jahre – der KMK überlassen!
Da brauchen wir m.E. eine zentrale Lösung.
Ja, jetzt schreien gleich wieder Förderalismusanhänger auf…
Was aber bringt uns Föderalismus, wenn er nur dazu führt, dass 16 KM keine Lösungen finden, die der Realität standhalten?
Solche Entscheidungen gehören nicht in die Länder. Da geht es um nationalen Gesundheitsschutz, in dem Schule nur ein Teil von vielen ist.
Solche Entscheidungen gehören auch nicht in eine eingeschworene Runde, in der mantraartig und realitätsleugnend offene Schulen beschlossen werden, weil man „glaubt“, das sei die beste Lösung und nachher „nichts wissen konnte“.
Die Sonderstellung, die Schule aus Sicht der KM hat, wird uns alle „zu viel kosten“ – damit ist nicht Geld gemeint! Den schlimmsten Schaden nehmen die Schulen selbst – sie werden in der Wahrnehmung der Bevölkerung zu Aufbewahrungsanstalten; Bildung – oder gar „Bildungsgerechtigtkeit“ (upps, woher kommt das plötzlich… gab es früher doch auch nicht…) sind nur Deckmäntelchen.

Hätte man es wissen wollen, hätte man anfangs (also im Frühjahr 2020) eingestanden, dass unser Schulsystem einer solchen Belastung nicht standhalten kann.
Damals schon hätte man Weichen stellen müssen.
Solche Vorschläge lagen den Verantwortlichen in Ausschüssen und Ministerien – auf Landes- wie Bundesebene – schon damals vor: technische Ausstattung für die Klassen, wirksame Hygienekonzepte (gab ja keine in Schulen), Betreuungssysteme, feste Grenzwerte für Wechselunterricht/Distanzunterricht/Schließungen, Rückfahren des Ganztags auf die tatsächlich verfügbare Zahl gesunder Lehrer… sogar Erzieher oder pädagogische Hilfskräfte hätte man innerhalb zweier Jahre ausbilden, Studenten fest einstellen, Studienordnungen anpassen können…

Statt dessen gehen wir ins dritte Jahr, alle beschweren sich über die unzulänglichen Regelungen und Entscheidungen – und man macht den gleichen Fehler wieder: man gibt die Entscheidungen in die Hände der KM…

Gesundheit und Bildung gehören für mich auf die Bundesebene.
Dort muss Wichtiges geregelt werden:
Grenzwerte und ihre Folgen, pädagogosche Freiheiten für die Schulen, Meinungs- und Äußerungsfreiheit für Angestellte und Beamte, Besoldungsfragen, Anerkennung von Schullaufbahnen und Abschlüssen, Entscheidungen über einheitliche digitale Wege…

Pit2020
9 Monate zuvor

@kanndochnichtwahrsein

„Das alles kann man doch nicht wirklich – nach allen Erfahrungen der letzten beiden Jahre – der KMK überlassen!
Da brauchen wir m.E. eine zentrale Lösung.“

Hilfe 😉 naht!
OECD-Bildungsdirektor Schleicher hat sich ja zu Wort gemeldet, da muss man mal sehen wie es sich entwickelt …
😉

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor

Auch ohne Pandemie brauchen wir keine 16 Bildungsminister mit dran hängenden Ministerien auf Landesebene. Andere Nationen schaffen das auch ohne.

Alla
9 Monate zuvor

„Busse, die zuvor eine Grundschule leitete, berichtete: «An meiner Schule hatten wir zum Beispiel in der ersten Klasse zehn Kinder mit einem Sprachstand von Null.» Normalerweise gebe es immer höchstens ein Kind, mit dem praktisch keine Kommunikation möglich sei. Doch wegen der Schließung der Kitas im Lockdown habe für diese Kinder keine Sprachförderung stattgefunden.“
OmG!! Wie lange waren denn die Kitas „geschlossen“? Bei uns waren sie -wie GS- 6 Wochen im Norbetreuungsmodus. Waren sie in Berlin das ganze Jahr zu? Soweit ich informiert bin, ist das nicht der Fall.
Wenn es aber Erzieherinnen in 6 Wochen schaffen, aus „Kindern mit einem Sprachstand von Null“ Kinder zu machen, mit denen man kommunizieren kann, dann frage ich mich, warum das in den verbleibenden 44 Wochen nicht möglich ist.
Außerdem sollten diese Erzieherinnen sofort Fortbildungen für die GS-Lehrer anbieten: „Lerne Deutsch in 6 Wochen!“

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Alla

@Alla
In Berlin werden Kinder aus Flüchtlingsfamilien in die Schule geschickt ohne vorhergehende Schuluntersuchung wegen der Pandemie. Eigentlich müssten und könnten sie in die Kita (gerade mal 6 Jahre alt, keine Deutschkenntnisse, erst wenige Wochen in Deutschland und zum Teil traumatisiert). Es gibt aber nicht genügend Kitaplätze. Also werden sie eingeschult. Diese Kinder werden in den ersten Schulwochen noch weiter traumatisiert. Ja, irgendwann hören sie auf zu weinen, wenn Mama die Schule verlässt. Irgendwann kommunizieren sie mit den anderen, aber ehe sie in der Lage sind, dem Unterricht der 1. Klasse zu folgen, ist das 1. Schuljahr rum. Sie dürfen aber, laut Berliner Schulgesetz, das 1. Jahr nicht wiederholen. Sie sitzen also dann im 2. Schuljahr und sollen da das versäumte der 1. Klasse aufholen. Das ist eine Riesenbelastung für die Lehrer und für die Kinder nicht gerade motivierend. Auch der Hinweis auf die Pandemie und der Antrag auf eine Einzelfallprüfung meinerseits bei SL und Schulrat, hat außer einer Menge Frust auf meiner Seite nicht viel gebracht. Schulgesetz ist eben Schulgesetz. Meine Meinung nach (aber ich bin ja nur Lehrer und kein Schulrat und schon gar nicht Kultusminister), könnte man ja, wenn schon zu wenig Kitaplätze für diese Kinder vorhanden sind, das 1. Jahr als Vorschuljahr anrechnen und dann die Kinder normal starten lassen . Aber es gibt bestimmt gute Gründe, die nur ich nicht verstehe, dass man das nicht macht. Es geschieht ja alles immer zum Wohl der benachteiligten Kinder. Ich bin nur zu doof, das zu verstehen.

Alla
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ok, das verstehe ich potschemutschka!
Das mit der fehlenden Schuluntersuchung (auch bei uns) ist ungut.
Könnte denn ein Kind mit NULL Deutschkenntnissen vom Schulbesuch zurückgestellt werden? Das geht bei uns nämlich nicht, damit wertvolle Kitaplätze frei werden.

Ansonsten scheint das ja eher ein Problem zu sein, dass nichts mit dem Lockdown sondern mit insgesamt fehlenden Kitaplätzen zu tun hat!
Bei uns wird schon darauf geachtet, dass gerade Flüchtlingskinder eine Kita besuchen, aus gerade diesem Grund des Deutschlernens. Zur Not werden die Familien mit Fahrdienstangeboten (wenn die Kita vor Ort wirklich keine freien Plätze hat) und sanftem Druck überzeugt.
Mich wunderte nur sehr der rasante Anstieg, den Frau Busse verzeichnete! Von 1 auf 10 Kinder ohne Sprachkenntnisse! Eine Verzehnfachung der Zahlen durch den Bundeslockdown im Januar/ Februar? Was war denn im März, April, Mai, Juni, Juli? Waren die Kinder nur im Januar/Februar in Berlin, sind dann wieder untergetaucht um dann plötzlich, zum Schulanfang, wieder aufzutauchen?
Da müssen wohl Narrative bedient werden um von den tatsächlichen Problemen abzulenken, oder?

Kritischer Dad*NRW
9 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Herr Lindner könnte für Kinder zuerst mal einen Großteil der zwischengeparkten 60 Mrd. Euro der nicht vergebenen Corona-Subventionen in den Sektor Bildung und Erziehung einzahlen, statt als Gutmensch für die Wirtschaft eher nur Lobbyarbeit zu leisten und wohlklingende Fördertöpfe zu kreieren. Wenn er meint, modernste Bildung muss in Deutschland zum Standard werden, dann Chrissi hau rein, wir erwarten sichtbare Ergebnisse. Wollen will ich auch, aber gerade ein können ist doch das wo wir doch die Profis ranlassen sollen. Staatliches Geld ist wohl genug da, leider nur nicht bedarfsgerecht umverteilt.

Das hat auch eher nichts mit den fehlenden KiTa-Plätzen zu tun, wobei die Betreuungsplatzgarantie natürlich mitverantwortlich ist.
Die freien oder kirchlichen Träger der vielen KiTa´s werden mit wiederkehrenden Subventionskürzungen der Städte über Jahre solange kaputtgespart bis diese dann verschuldet und heruntergewirtschaftet aufgeben müssen und die Erzieher zum Jobcenter geschickt werden. Dann wird auf kommunaler Ebene die Einrichtung in Eigenregie mit höheren Subventionen und Zuschüssen weiter betrieben und dann sind Fördergelder plötzlich da. Dies wird nur nicht publiiziert.

xy
9 Monate zuvor

Die FDP will Präsenzunterricht, schreibt sich aber Digitalisierung und Modernisierung auf die Fahne.
Macht mal ein Praktikum in Singapur, wie dort Distanzunterricht fluppt. Deutschland steckt schulisch in den 80ern.
Diese Altherrenpartei mit ihren infantilen Böllerrebellen hätte punkten können, wenn sie Vorsicht mit Digitalisierung verbunden hätte, Geld und Energie in modernen Distanzunterricht gesteckt hätte.
Aber lieber blökt man weiter Präsenz, auch bei Omikron.

Georg
9 Monate zuvor

Als Maßnahmen für Schulen erwarte ich eine Testpflicht für alle unabhängig vom Impfstatus und sehr moderate Quarantäneregeln. Hat ja bislang auch immer gereicht.

Mir ist vollkommen bewusst, dass die Selbsttests unzuverlässig sind. Der Impfschutz bei der neuen Variante ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft eher Mittel. Das ist der KMK aber egal.

rosa
9 Monate zuvor

Leider hat die Politik und KM auch in der fünften Welle kein Krisenplan für die Schulen geschaffen.https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-275.html#Montgomery-fuer-weitere-Kontaktbeschraenkungen Die Weitsicht erbringen andere Pesonen in ihrer beruflichen Position. Die Schulen geöffnet zu halten ist die einzige Wahl von den KM und der Politik.Keiner von den Machthaber denkt an die Konsequenzen für die Schulen und deren Familien.

Rosa
9 Monate zuvor

Diese Haltung und Sichtweise ist fahrlässig für alle die an der Schule sind und für deren Familien! https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-275.html#Esken-gegen-Lockdown-und-Schulschliessungen Durchseuchung läuft auf Hochtouren weiter und die KM geben ihr Einverständnis dazu. Wer trägt die Verantwortung für den Gesundheitsschaden für den letzten Rest in der Reihe????

Lehrer mit Seele
9 Monate zuvor

Mit Vollgas und Ansage gegen die Wand. Anders kann man es nicht mehr nennen.

Jeder, der bereit ist, sich mit dem Thema zu allen Seiten offen auseinander zu setzen, konnte das sehen. Unseren KMs fehlte diese Bereitschaft eindeutig. Kurze knappe inhaltlose Aussagen sind effizienter als wissenschaftliche Abhandlungen und deshalb längst politischer Standard.

So glauben Politiker tatsächlich, dass ein starkes Wiederholen „die Schulen sind sicher“ dazu führt, dass Schulen sicher werden. Das ist genauso, als wenn mir ein Kind so lange 5+6=10 erklärt, bis sich die Mathematik ändert.

Tatsächlich funktioniert dies in der Psychologie recht gut (Wählermeinung), nur ist dies nicht die Sprache der Naturwissenschaft. Und nur die spricht eine Pandemie.

Also in Kurzform, wir haben Wunsch vor Realität gesetzt, Maßnahmen aus Kostengründen abgelehnt bzw verschoben, denn der Sozialstaat wird über die Pflegekassen den Preis zahlen und die Zinsen in Form von Schäden bei unseren Kindern in Kauf genommen.

Diese Zinsen sind:
– Schulschließungen
– Leistungadefizite
– Entwicklungsdeifizite
– Pims
– Long Corvid
– Post Corvid
– vermeidbare Todesfälle
– Abgleiten von Familien in die sektenartige Querdenkerszene (die Langzeitfolgen davon kann man noch gar nicht abschätzen)

Lehrer mit Seele
9 Monate zuvor
Antwortet  Lehrer mit Seele

Unser Glück in dieser Situation sind Ärzte, die neben ihrer Arbeit noch geimpft haben, wie die Verrückten, Eltern, die bereit waren quer durchs Land zu fahren, um ihre Kinder impfen zu lassen und Kirchen usw, die ihre Räumlichkeiten dazu zur Verfügung gestellt haben.

Wir boostern ja lieber die Erwachsenen, was auch wichtig ist, als Kinder zu impfen. In einigen Gemeinden gab es Anordnungen, dass Kinderimpfungen erst in der Woche vor Ferienende beginnen sollen. In den meisten begannen sie um den 21.12. Selbst bei der minimalen Wartezeit zwischen den Impfungen von drei Wochen, sind die Kinder somit erst Wochen nach Unterrichtsbeginn geschützt.

Dabei wird außer Acht gelassen, dass Kinder unter 18 Jahren nicht alleine über ihre Impfung entschieden können.

Es muss also die ultimative Aufgabe des Staates sein, darüber hinaus alle Maßnahmen zu ergreifen um den Schutz der Kinder und damit sekundär auch deren Familien und des schulischen Personals zu gewährleisten.

Aber nein, die wollen ja alle mit dem Kopf durch die Wand. Nur, dass die KMs nicht diejenigen sind, deren Schädel hinterher gespalten ist.

Lisa S.
9 Monate zuvor

Ein Sprachstand von NULL? Das ist eine ziemlich diskriminierende Formulierung. Was sie meint ist, dass die Kinder kein Deutsch sprechen. Wohl aber sicher ihre Herkunftssprache, bzw. die Sprache ihrer Eltern. Diese mit einem „Sprachstand von Null“ zu diskriminieren und dafür Corona herhalten zu lassen, ist schon sehr dreist!

Momo
9 Monate zuvor
Antwortet  Lisa S.

Das empfinde ich auch als extrem diskriminierend. Habe beim Lesen doch scharf die Luft eingezogen. Diese Kinder haben natürlich einen Sprachstand in ihrer Muttersprache! Und die ist als Vergleichssprache maßgebend, um eine andere Sprache zu erlernen. Da wird ja so getan, als wäre nichts vorhanden. Da ist natürlich Sprache da, nur nicht Unsere. Bin doch etwas entsetzt.

Ich verstehe auch nicht, was mangelnde Deutschkenntnisse mit der Entscheidung über die Unterrichtsform zu tun haben sollen. Weil es Kinder gibt, die erst unsere Sprache lernen müssen, haben alle anderen Kinder keinen Anspruch auf Wechsel- oder Distanzlernen? Da wird es doch noch Lösungsmöglichkeiten für Kinder geben, die auf „Sprachkurse“ angewiesen sind.

Susi
9 Monate zuvor
Antwortet  Lisa S.

Sehe ich genau so! Wahrscheinlich hat Frau Busse die Sprachbildungsausbildung ‚verschlafen’. Besonders tragisch für eine ehemalige Schulleiterin im Brennpunkt und getoppt durch ihre Funktion als Bildungssenatorin. Schlimmer geht immer …

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Susi

Getoppt durch Franziska Giffey …

Pit2020
9 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

@Klaus Lehmkuhl

Naja, nichts und niemand hat NUR Pech – Berlin oooch nich, wa? Der Flughafen immerhin ist ja doch noch fertig geworden …
Und den Rest macht die Franzi noch. Ehrlich! *zwinker-lächel*
Dit finden wa juuut!

Rosa
9 Monate zuvor

Bildungsexperten fordern Schutz und einen Krisenplan für die Schulen.https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-mittwoch-275.html#Experten-fordern-Konzept-fuer-Schulen Welches Gehör räumt man dem Expertenrat ein und welche Aufmerksamkeit räumt man dem Hilferuf ein?????

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor

KMK = keiner macht konkretes

Es wird nur planlos rumlaviert und nur reaktiv und kurzfristig was den Schulen als Brocken hingeworfen…

Klugscheisser
9 Monate zuvor

Es wird auch 2022 keinen Unterricht geben, der das Wort wert wäre.
Dazu fehlen viel zu viele Lehrer. Klassen sind selten vollständig oder alke pasr Wochen in Quarantäne. Dieses Hin und Her knackt alle, Lehrer wie Schüler.

Rosa
9 Monate zuvor

Schulportal und die neue Virus Variante.https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/news-blog-corona-schule-neues-schuljahr/ Es vergeht kostbare Zeit und man drückt sich erneut davor Klarheit und den besten Gesundheitsschutz zu vertreten. Klassen werden in voller Klassenstärke beschult, keinen Abstand in der Klasse, keine Luftfiltergeräte, kein Rückenwindprogramm usw. Die Angst sitzt auch bei den Schülerntief……wie es an den Schulen weiter geht und welche Rolle der einzelne zugeteilt bekommt. Schutz oder Durchseuchung und die Angst um meine eigene Familie.

Schattenläufer
9 Monate zuvor

Das es im Laufe des neuen Schuljahres wieder zu großen Schäden kommen wird war mir schon am ersten Schultag klar.

Da habe ich nämlich ausgiebig die nicht vorhandenen Verbesserungen in der Infrastruktur der Schule und in den Hygieneplänen bewundert.

Da war der Zug schon abgefahren.

Entweder im Winter wieder Distanzunterricht oder Präsenzunterricht um jeder Preis. Für alles Andere war es zu spät.

Welcher Notfallplan sollte denn jetzt noch kommen?
– Luftfilter sind so kurzfristig nicht erhältlich.
– Tests? Die funktionieren nur sehr eingeschränkt. Bei Omikron wohl noch schlechter!
– Impfungen? Bei ungeimpften Kindern ist der Winter vorbei bevor der Impfschutz einsetzt.

Ok, Distanzunterricht könnte man etwas früher planen und nicht erste am Donnerstagabend, wenn es ab Freitag los gehen soll.

Ich vermute die Schulen bleiben per Verordnung sicher.

Wenn es nur mit ein paar Erkrankungen aus geht, dann sitzen wir das auf dem Rücken der gesunden LuL aus. Unterricht in Saal 122 und Mitaufsicht in den Sälen 123-126. Bitte stellen sie die Einhaltung der Aufsichtspflicht sicher, beschäftigen sie alle SuS sinnvoll und wenn es geht arbeiten sie noch ein paar Lernrückstände auf.

Wenn es dicke kommt und LuL und SuS ernsthaft erkranken oder sterben, dann macht die KMK ein dummes Gesicht und versichert glaubhaft, dass alles getan wurde.
So eine dramatische Entwicklung konnte ja niemand voraussehen.

Sie wissen ja, „Nach der Pandemie werden wir uns alle viel zu verzeihen haben“.

Mein Name ist Hase
9 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Dann sollten wir solidarisch das große Verzeihen etwas reduzieren – auch, um aus Gründen der Klimaneutralität den damit verbundenen CO2-Ausstoß zu verringern. Einige Zeitgenossen könnten tatsächlich versucht sein, Mitaufsichten anzuordnen. Dazu sei aus dem BGH Urteil vom 19.06.1972 (Az: III ZR 80/70) zitiert:

„Es genügt nicht, daß eine Schulklasse, von 14- bis 15jährigen deren Lehrer verhindert ist, von der Lehrkraft einer im benachbarten Klassenzimmer unterrichtenden Lehrkraft während der Unterrichtsstunde mitbeaufsichtigt wird. Ordnet der Schulleiter eine solche Mitbeaufsichtigung an, so begeht er eine Amtspflichtverletzung.“

Link zur Quelle: http://datenbank.flsp.de/flsp/lpext.dll/Infobase8/a/aufsichtspflicht%20__klammerauf__unterrichtszeit__klammerzu__/144nr6?fn=document-frame.htm&f=templates&2.0#

You’re welcome 🙂

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor

Thx

Andre Hog
9 Monate zuvor

1966 …..hach, das waren noch Zeiten!!

Birkenstock
9 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„– Impfungen? Bei ungeimpften Kindern ist der Winter vorbei bevor der Impfschutz einsetzt.“

Aber letztlich sind die Imfstoffhersteller dann Schuld, weil warum braucht ein vollständiger Impfschutz im Jahr 2021/2022 immer noch so lange.
Impfstoff wurde doch rechtzeitig und ausreichend geordert, da kann es nicht dran liegen.

Mich stört so zwischen den Zeilen gelesen, dass wenn die Kids geimpft werden, es ja munter weitergehen kann in Präsenz ohne Plan B oder wirkliches Konzept Omikron. Das macht mich wütend.

Marie
9 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

„Schuld“ ist die StIKo, die so lange gebraucht hat, den Impfstoff für u12 zu empfehlen.

Everdiena
9 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Die STIKO hat den Impfstoff für U12 NICHT uneingeschränkt empfohlen, nur für Kinder mit Risikofaktoren und sie wird ihre Gründe haben.
Alle Eltern sollten sich über die Impfung selbst informieren, wie sie wirkt, was sie mit dem Organismus macht und ob man das Risiko auch der noch unbekannten möglichen krankhaften Veränderungen eingehen will.
Nicht nur Long Covid oder PIMS sind ein Problem. Das kennen wir schon
Gefährlicher könnte das sein, was wir eben aufgrund der Kürze der Zeit NICHT wissen – wie so vieles, was wir gerade erst erfahren und zu Beginn der Impfungen nicht wussten.
Es sollte andere Strategien geben, die Kinder wirklich zu schützen, ohne ihnen zu schaden.

fabianBLN
9 Monate zuvor

Fehlende Omikron-Strategie: „Das endet mit dem größtmöglichen Schaden, nämlich dem Schließen aller Schulen“

Können wir das irgendwo „anpinnen“ und in einem halben Jahr schauen, ob denn dieses Horrorszenario eingetreten ist. All die Vorhersagen, die nicht eintrafen, werden zu schnell ad acta gelegt.

Canishine
9 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Hat jemand den Zettel mit den überlasteten Krankenhäusern abgenommen? Ich finde ihn nicht mehr.

Knalltütenecho2021
9 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Nach einer Akut-Einweisung ohne Bettenanspruch auch noch so witzig drauf?

Canishine
9 Monate zuvor

Ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor. Denn dieses schlimme Szenario ist ja z.B. angekündigt eingetreten, wie auch andere Voraussagen, entgegen dem, was in dem kommentierten Post suggeriert wird.

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Der Zettel, wo auch die verschobenen Krebs-OPs drauf sind und das ausgelaugte Klinikpersonal?

Sternchen
9 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Sie dürfen das gerne dem Intensivpersonal sagen. Glaube nicht, dass die das witzig finden. Das zeigt mal wieder die Respektlosigkeit dieser Gesellschaft.

Canishine
9 Monate zuvor
Antwortet  Sternchen

Mein Post war missverständlich, ich bitte um Entschuldigung. Es ging mir gerade darum auszudrücken, dass man das Szenario der überlasteten Krankenhäuser hätte „auf dem Zettel“ haben müssen. Um im Bild zu bleiben: Dieser Zettel sollte also als eingetroffene Voraussage an der besagten Pinwand hängen.

Lanayah
9 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Aus irgendeinem Grung geht man „in der Welt draussen“ so mit dem Thema Omicron um: https://www.n-tv.de/panorama/820-Disco-Besucher-muessen-in-Quarantaene-article23027660.html
Übertragen auf Schulen würde das bedeuten, dass innerhalb kürzester Zeit alle in Quarantäne wären. Und nicht, weil die Lehrkröfte ständig in der Disco rumhängen.

Alla
9 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Und heute die nächste Meldung:

„Zur Lage FUN-PARC Trittau:
Wie mit Pressemitteilung vom heutigen Tage bereits berichtet, wurde bei mehreren Personen, die sich am 24. und am 25.12.2021 im FUN-PARC Trittau aufgehalten haben, die Omikron-Variante des Corona-Virus nachgewiesen.

Bisher wurden 9 positive Personen ermittelt. Pro Abend haben sich jeweils mehr als 1.000 Personen im FUN-PARC aufgehalten. Für diese Personen, die sich im Gebäude aufgehalten haben, gilt die Quarantäne-Anordnung.

Enge Kontaktpersonen, die wissentlich direkten Kontakt zu einer positiven Person hatten, werden gebeten, sich über die Seite http://www.kreis-stormarn.de unter Coronavirus – Allgemein über das Kontaktpersonenformular an das Gesundheitsamt zu wenden. Wer Symptome entwickelt, nimmt für einen PCR-Test bitte direkt Kontakt zum eigenen Hausarzt auf.“

Auch hier wieder eine 2GPlus Veranstaltung mit tagesaktuellem Test aus einem Testzentrum.

Die Zahlen in SH steigen, jeden Tag ein neuer Rekord! Hoffentlich lesen die 2000 Besucher die Aufforderung und begeben sich tatsächlich in Quarantäne!
Weitere Kontaktpersonen sollen sich melden und bei Symptomen einen Test beim Hausarzt machen lassen. Das ist Contact-Tracing der neuen Art!

Mary
9 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Bin ich auch dafür! Dann kann man im Gegenzug auch sehen, welche Vorhersagen eingetroffen sind. Gefühlsmäßig waren das nämlich deutlich mehr. Vielleicht bekommt man dadurch ein objektiveres Bild? Das Beleuchten aller Seiten finde ich sehr wichtig! Genau so arbeitet die Wissenschaft.

Pit2021
9 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Bin ganz bei Ihnen!

Aktuell ist die Ausgangslage undurchsichtig und die vielen Vergleiche mit anderen Ländern mit Vorsicht zu betrachten:

Wir konnten die vierte Welle brechen. Mit Maßnahmen, die von Teilen der Politik/Wissenschaft und der Community hier als nicht ausreichend bewertet wurden. Das ganze ist noch nicht einmal einen Monat her.

Die Prognosen zur Ausbreitung von Omikron in Deutschland bis Jahresende sind mittlerweile ebenfalls überholt.

Aus meiner Sicht werden viel zu oft „Äpfel mit Birnen“ verglichen. Wir haben ein hohes Schutzniveau im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Das hilft uns offensichtlich derzeit.

Ich wage einmal eine ganz eigene, wilde und völlig abwegige Prognose:

Die skizzierten Szenarien werden nicht eintreten und die Schulen bleiben offen.

Dennoch wäre mir wohler, wenn wir auf alle Eventualitäten vorbereitet wären…

Alex
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit2021

Meine Prognose lautet eher, dass die skizzierten Szenarien eintreten, aber die Schulen trotzdem auf Biegen und Brechen offen bleiben.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Sic est.

Weil alles andere deckt das Versagen der KMs auf.
Versagen umfasst schulisches Infrastruktur, überforderderte Lehrkräfte, Luftfilter, eingehaltene Abstandsregeln (aber nicht über zwei Klassenräume. Das war das beschissenste Konzept ever) dass Tests nicht taugen bei Symptomlosen und Schülern, die den Test absichtlich nicht korrekt ausführen.

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit2021

„Wir konnten die vierte Welle brechen. Mit Maßnahmen, die von Teilen der Politik/Wissenschaft und der Community hier als nicht ausreichend bewertet wurden. Das ganze ist noch nicht einmal einen Monat her.“ – Da scheinen Sie Recht zu haben. Ich z.B. hatte nicht erwartet, dass es so bereits funktionieren wird. Und dass es offenbar geklappt hat Delta zu drücken, erstaunt mich. Ich werde dennoch nicht den Eindruck los, dass man sehr hoch oder zu hoch gepokert hat – und ob man angesichts der Todes- und Krankenzahlen und Klinikbelastungen sagen kann, es ging gut? Bei mir bleibt somit weiterhin die Frage: Gezielt auf worst case einstellen oder zurückhaltend auf milde Entwicklung hoffen.

„wäre mir wohler, wenn wir auf alle Eventualitäten vorbereitet wären“ – Da bin ich dabei. Ich würde sogar sagen, wenn wir uns überhaupt auf alle Eventualitäten vorbereiten WOLLEN würden.

Pit2020
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit2021

@Pit2021

Nö.
Ich sehe das anders.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit2021

Nix ist gebrochen, Zahlen steigen wieder.

Lanayah
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit2021

Wir konnten die vierte Welle brechen????????
Wir haben in der vierten Welle immer noch eine Inzidenz von über 200 und täglich ca. 300 Tote. Wir sind noch mitten in der vierten Welle. Was diese Welle brechen wird, ist die fünfte Welle, die gerade auf uns zurollt.

Andre Hog
9 Monate zuvor

Passt!!
„Wir fahren auf Sicht!“ …. das ist immer noch das Credo der KMK … und zwar mit Tempo 160 bei Nebel auf einer rege befahrenen Autobahn … mit verbundenen Augen … und alle 5 Sek folgt der Ausspruch „…läuft doch…können wir so weitermachen…wieso bremsen?“

Hübsch ist die Einschätzung, dass anders als bei Feuerwehr und Polizei für Schulen die Einschätzung gilt, wenn’s knallt, dann regeln die das vor Ort…bei Lichte betrachtet kann man zu der Einschätzung kommen, dass die KMK uns LuL für echte „Super-Heroes“ hält, denen es problemlos gelingt, eine abstürzende vollbesetzte Boeing kurz vor dem Aufschlag abzufangen und diese sicher und wohlbehütet auf dem Boden der Tatsachen abzusetzen.

Welch ein Kompliment!!! Jede(r) LoL ein Avenger…geil!!!
Marvel hätte seine helle Freude an uns!!

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Meine Vermutung zum Ergebnis der heutigen KMK Konferenz. Wahrscheinliche O Töne.
-Omikron stellt uns vor neue Herausforderungen (ach nein?)
-Boostern ist das A und O (Jugendliche und Kinder sind noch nicht geboostert)
-in Schulen wird getestet (auch wenn diese Tests bei Omikron sehr unzuverlässig sind)
-die bisherigen Hygienemaßnahmen haben sich überaus bewährt (welche? Die gemischten Klassen, Nasenpimmel Masken und Frühstücken im Klassenzimmer?)
-Schulen müssen offen bleiben wegen der wichtigen Sozialkontakte und den psychischen Folgen (Klappe halten, das ist das Totschlagsargument, nicht nachfragen)
-Schulen zählen zur kritischen Infrastruktur, deshalb verkürzen wir die Quarantänezeit und lockern die Regeln (die Lehrer sind bestimmt so blöde und arbeiten auch infektiös)
-zum Schluss noch Dankensworte an die Eltern, Lehrer und Schüler, die diesen schweren Weg so tapfer mitgehen ( in anderen Worten, sich in Präsenz infizieren lassen während wir euch in einer Onlinekonferenz weiter verarschen)

Mel
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Genau so! Die verkaufen uns für dumm!

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Es fehlt noch, dass Gebauer ein Statement abgibt, dass ihr Gesundheitsminister ihr mitgeteilt hat, dass das Virus NEU über die Luft übertragen wird….

heitergehtsweiter!?
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

„Ein flächendeckender Einsatz von infizierten symptomlosen Mitarbeitern in der kritischen Infrastruktur ist ein zu hohes Risiko, gerade auch im Gesundheitswesen für die besonders vulnerablen Gruppen“, sagt Gaß (der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Er betont: „Es wäre den Mitarbeitern auch schwer zu vermitteln, mit viel Aufwand Infektionsschutz zu betreiben, während Kollegen infektiös am Krankenbett stehen.“
Seine Stellungnehme zur Verkürzung der Quarantäne bei Symptplosen. Das kann ja heiter werden, wenn dann auch noch symptomlose aber infektiöse KuK Unterricht machen sollen!? Wir wurden klar auch zur kritischen Infrastruktur gezählt, bis ja bis zum Beschluss Schulen dürfen nicht flächendeckend geschlossen werden? Stattdessen sind wir dann in Dauerquarantäne oder dürfen uns gezwungenermaßen mit Omikron infizieren? In Städtischen Einrichtungen kommt man nur noch mit FFB2 Maske, geimpft oder mit einem tagesaktuellen Test, nur in Schulen reichen schlecht sitzende Alltags-oder OP Masken und getestet wird erst, wenn schon alle im Klassenraum sitzen? Spätestens wenn Eltern nun doch mit in Quarantäne müssen-bei Omikronverdacht- und nicht mehr Arbeiten gehen können, wird evtl. ein flächendeckender Lockdown 1G kommen und dann, wenn die Fußballstadien leer bleiben, werden Eltern und Kumus vielleicht begreifen, dass voller Regelunterricht bzw. Präsenzunterricht die falsche Wahl ist.

Lessi
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog
ThankYouForWearingYourMask
9 Monate zuvor

Wenn es für Polizei und Feuerwehr Notfallpläne gibt, muss es diese auch für Schulen geben. Wir haben in der zweiten bis vierten Welle immer mal wieder phasenweise Probleme gehabt, die Unterrichtsversorgung abzudecken. Wie soll das nun mit einer hoch ansteckenden Variante möglich sein? Und wenn viele Quarantäne-Fälle in den Klassen auftauchen: Wie gedenkt man da Unterrichtsqualität zu gewährleisten?

Es ist außerdem eine Vollkatastrophe, dass niemand weiß, was nach den Ferien geschehen soll? Worauf soll ich mich vorbereiten? Ich, Lehrer in NRW, habe nicht zwei Wochen Ferien, sondern ich arbeite für gewöhnlich die zweite Ferienwoche im Homeoffice am Schreibtisch. Soll ich nun Präsenzunterricht, Wechselunterricht oder Distanzunterricht vorbereiten? Das ist ein gewaltiger Unterschied? Auch haben ich und meine Kollegen noch nicht alle notwendigen Klassenarbeiten geschrieben, vor den Ferien waren viele Klassen durch Quarantäne gebeutelt. Zwar hatten wir den „heiligen“ Präsenzunterricht, der bekanntlich für alle beteiligten am Besten sein soll, aber ich hatte nie die gleichen Schüler vor der Nase. Mal war der eine Teil, mal der andere Teil der Klasse da. Wie soll man da im Stoff weiterkommen und faire Klassenarbeiten/Tests stellen? In allen Bundesländern stehen nun die Halbjahreszeugnisse an. Der Januar ist sowieso schon immer ein arbeitsintensiver Monat gewesen. Nun startet man in diesen Monat völlig unvorbereitet.

Die Pandemie dauert mittlerweile fast 2 Jahre an. Arbeitsschutz bedeutet auch Planungssicherheit. Die sowieso schon strapazierten Nerven würden zumindest durch Planungssicherheit ein wenig geschont. Die Wissenschaft ist in der Lage alles zu berechen bis ins kleinste Detail, warum ist man nicht in der Lage vor den Ferien einen Plan für nach den Ferien zu haben. Wenn dieser am Ende nicht gebraucht wird, muss er ja nicht umgesetzt werden. Aber wenn man ihn doch braucht, muss er nicht wieder erst am Wochenende/abends/nachts aus den Boden gestampft werden.

Frau Schmidt
9 Monate zuvor

Tja, Sie haben gelernt, eine didaktische Jahresplanung zu schreiben-mit Eventualitäten. Ein Kumi kann das nicht überblicken, er/sie hat es nie gelernt, da kein Lehrer als Beruf. Jetzt sehen Sie das doch nicht so eng. (Ironie aus).
Mir persönlich ist schlecht, wenn ich an nächsten Montag denke. Mein Kind -U3- in der Kita, kein Konzept für ECHTEN Schutz-und ich in der Schule. Mit Vollgas in die Quarantäne. Aber sicher.

eldorado
9 Monate zuvor

Zitat Holter: „Die Lage hat sich einfach verändert.“
Ja, hat sie, aber nicht so gravierend, dass man sagen kann, dass Delta den bisherigen Kurs gerechtfertigt hat.

Susi
9 Monate zuvor

«Dazu sind Investitionen in Infrastruktur genauso wichtig wie mehr Handlungsspielräume und Verantwortung vor Ort.»

Meine Rede seit Monaten! Das Problem scheint mir aber weniger das Geld und die Umsetzung vor Ort zu sein, als die Hierarchie- und Funktionsbarieren.

An diesem Punkt beißt sich die Katze in den Schwanz! Viele hochdotierte Posten würden damit überflüssig. Andererseits könnte das eingesparte Geld auch sehr gut in Personal (z. B. medizinisches vor Ort) und Struktur (z. B. Luftfilter) reinvestiert werden. Da beißt die Katze wieder die Maus …

Doris
9 Monate zuvor

Der „größtmögliche Schaden“ sind bei Gott nicht die Schulschließungen, sondern die zahllosen Toten und Schwerstkranken. Und es sind nicht nur die Ungeimpften, die wochenlang darniederliegen. Unsere Technik ist inzwischen so gut, es gibt für Kinder Leihgeräte, es gibt die Notbetreuung – was hindert uns daran, in den Fernunterricht zu gehen, um nicht noch größere Katastrophen heraufzubeschwören? Es gibt in BW schon wieder Krankenhäuser, die keine Besucher zulassen, was für die Kranken nicht besonders schön ist. Aus klinischer Sicht ist es natürlich nachvollziehbar.
Ich habe kein Problem damit, den irren Mehraufwand des Fernunterrichts erneut auf mich zu nehmen und nebenbei auch noch meine Kinder zu betreuen, aber die Schicksalsschläge müssen endlich ein Ende nehmen.

Monika, BY
9 Monate zuvor
Antwortet  Doris

„Der „größtmögliche Schaden“ sind bei Gott nicht die Schulschließungen, sondern die zahllosen Toten und Schwerstkranken. “

Da blieb ich auch sprachlos.

Das Leben? Offensichtlich überbewertet.

Jan aus H
9 Monate zuvor

Die Absetzung der KMK als eine Institution, die über den GESUNDHEITSSCHUTZ der Kinder anderer entscheidet, ist längst überfällig.

Soll sich die KMK um schulrelevante Themen kümmern, aber eben nicht um Infektionsschutz. Das sollten Fachleute tun, und zwar nach Regeln, die in ganz Deutschland einheitlich sind. Die regionale Komponente bekommt man durch Regeln, die sich am lokalen Geschehen orientieren. Das hat bei der Bundesnotbremse prima geklappt und hat die dritte Welle gestoppt.

Kleinstaaterei beim Gesundheitsschutz ist alles andere als zeitgemäß. Warum hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit in einem BL, in dem der/die/das KM Coronaleugner*in ist, einen niedrigeren Wert als in einem BL, wo das nicht der Fall ist?

Es ist höchste Zeit für eine neue Bundesnotbremse.

Mein Name ist Hase
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Georg Herwegh formulierte es 1863 im Bundeslied des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ so: „Mann der Arbeit, aufgewacht!/Und erkenne deine Macht!/Alle Räder stehen still,/Wenn dein starker Arm es will.“

Elly
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Volle Zustimmung!

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Soll sich die KMK um schulrelevante Themen kümmern, aber eben nicht um Infektionsschutz.
Sic est.

Warum legt das Gesundheitsministerium nicht auch Regeln für die Schulen fest, und Schulen setzen um?

Ich verstehe das einfach nicht.

Leseratte
9 Monate zuvor

„Mit dem Ferienende am 3. Januar bleibt die Präsenzpflicht an den Schulen bestehen. Dies hat der Hygienebeirat bei seiner Sitzung am Donnerstag empfohlen und die Senatsverwaltung für Bildung wird dieser Empfehlung folgen. Dies teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid begründete das Festhalten an der Präsenzpflicht auf Anfrage damit, dass es „epidemologisch keinen Unterschied“ mache, ob die Kinder zur Schule gingen oder nicht: Die Omikron-Variante sei so ansteckend, dass sich die Schülerinnen und Schüler im privaten Umfeld ebenso anstecken würden. „Omikron fegt durch alles durch“, sagte Larscheid mit Blick auf die hohen Fallzahlen in Ländern wie Frankreich.

Der Landeselternausschuss und der Elternausschuss der beruflichen Schulen in Berlin empfahlen am Donnerstag „dringend“, dass alle Schulangehörigen – egal ob geimpft oder nicht geimpft – vor Antritt des Weges am ersten Schultag „bzw. maximal 24 Stunden vor dem ersten Schultag“ durch einen Schnelltest auf Corona getestet werden oder in einem Testzentrum den kostenlosen Bürgertest in Anspruch nehmen.

Die Senatsverwaltung für Bildung sei „leider unserer entsprechenden Empfehlung, Tests für den ersten Schultag mitzugeben, vor den Ferien nicht nachgekommen“. (Susanne Vieth-Entus)“

https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronavirus-in-der-hauptstadtregion-praesenzpflicht-an-berlins-schulen-bleibt-bestehen/25655678.html

Aha. In den Schulen gibt es nur SchülerInnen, für die das Virus kein Problem ist, und sie sorgen auch nicht für eine massenweise Weiterverbreitung in die Familien, zu vulnerablen Gruppen usw. Und LehrerInnen zählen hier offenbar überhaupt nicht.

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„Die Omikron-Variante sei so ansteckend, dass sich die Schülerinnen und Schüler im privaten Umfeld ebenso anstecken würden.“

https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronavirus-in-der-hauptstadtregion-praesenzpflicht-an-berlins-schulen-bleibt-bestehen/25655678.html

Na wenn das so ist … jetzt die Füße hochlegen und Ruhe genießen.

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid begründete das Festhalten an der Präsenzpflicht auf Anfrage damit, dass es „epidemologisch keinen Unterschied“ mache, ob die Kinder zur Schule gingen oder nicht: Die Omikron-Variante sei so ansteckend, dass sich die Schülerinnen und Schüler im privaten Umfeld ebenso anstecken würden. „Omikron fegt durch alles durch“, sagte Larscheid mit Blick auf die hohen Fallzahlen in Ländern wie Frankreich.“

Alles klar!!
Wenn das so ist, dann frage ich mich, was wir hier seit Monaten tun….
Aber dann sollten wir ganz konsequent auf jegliche Schutzmaßnahmen verzichten…Abstände, Masken, Dauerlüften, Handdesinfektion, 2G, 3G, 2Gplus….Quarantänen und der ganze Driss … kann alles eingestellt werden…
Hier könnte man dann ja auch dem guten alten Rat folgen „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“

Das mit dem Ende kann dann jede(r) verstehen, wie es individuell beliebt oder wie es sich ‚in realitas‘ einstellt.

Sorry, aber zynisch kann ich auch…

Jan aus H
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„Die Omikron-Variante sei so ansteckend, dass sich die Schülerinnen und Schüler im privaten Umfeld ebenso anstecken würden.“

Der Mann sollte SOFORT entlassen werden.

Im häuslichen Umfeld hat man nämlich sehr wohl die Möglichkeit, sich zu schützen. Man kann selbst festlegen, wen man trifft und welches Risiko man eingeht. Wenn ihm nicht einmal dieser Unterschied klar ist, ist er eine glatte Fehlbesetzung für den Job.

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Jan, sehr richtig.
Es ist unglaublich, welche Aussagen inzwischen kursieren.
Die Aussage dieses Amtsarztes ist als Kapitulation zu werten und dem Eingeständnis, dass die Bevölkerung nicht geschützt wird.
Man könnte nämlich schon etwas tun, um Omikron einzubremsen.
U. a. die Schulen schließen!

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Also zählen nur Experten, die die Apokalypse predigen? Das Schließen von Schulen hält das Virus langfristig eben nicht auf, wann verstehen Sie das? Die Bevölkerung kann sich mit der Impfung sehr wohl schützen und das tut sie auch. Sie lassen sich noch immer von Inzidenzzahlen beeindrucken. Schauen Sie doch mal lieber auf die vielen Millionen Menschen, die eine Infektion ohne jeglichen Schaden überstanden haben, anstatt jedem Infizierten gleich das Totenhemd anziehen zu wollen.

xy
9 Monate zuvor

Herr Vehrenkamp, Ihre Agenda ist die von Querdenkern. Sie wollen Kinder durchseuchen, die noch ungeimpft sind, um was genau zu erreichen?

Südwest
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Amtsarzt Larscheid … ohne Worte …
Und wenn schon nicht die Schulen „geschlossen“ werden (Wechsel in den Wechsel- oder Distanzunterricht), dann doch wenigstens die Aufhebung der PräsenzPFLICHT!!! Aber nein, die Amtsärzte befürworten offenbar die Durchseuchung.
Interessant auch an dieser Stelle: die Senatorin „folgt der Empfehlung des Hygienebeirats“. Der Hygienebeirat besteht aber nicht nur aus Herrn Larscheid, es ist auch die Elternvertretung Bestandteil – aus dieser Richtung wird Aussetzung der Präsenzpflicht gefordert. Wo wird da wem/was gefolgt worden???

Leseratte
9 Monate zuvor

„[…]Wie der Sprecher weiter mitteilte, hat das Präsidium, dem sechs der 16 KMK-Minister angehören, darüber hinaus seine Linie bekräftigt, dem Präsenzunterricht an Schulen weiterhin höchste Priorität einzuräumen. Die Ländervertreter hätten auf Präsidiumsebene auch festgestellt, »dass alle Länder außer Thüringen nach den Weihnachtsferien in Präsenz starten wollen«, wie es weiter in der Mitteilung heißt. Thüringen hatte unter anderem angekündigt, dass die Schüler an den ersten beiden Schultagen nach den Ferien zunächst einmal von zu Hause aus lernen sollten.“

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-news-am-donnerstag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-f4e3b710-071f-4c6c-bf7d-eae23e2937bf

Klar, Thüringen ist der Buhmann, alles Feiglinge und Weicheier im Freistaat. Und ein einzelner KuMi kann ja auch unmöglich Recht haben… Wer Spuren von Ironie entdeckt …

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Thüringen hat die höchste Inzidenz, die höchste Hospitalisierungsinzidenz, aber die zweitniedrigste Impfquote. Da muss man doch anders agieren (dürfen) als in Bremen oder SH?!
Es sollte doch immer regional angepasst gehandelt werden! Gilt wohl nicht für den Schulbetrieb!?

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Sowieso toll. Die KuMis beraten am „schon“ am 5.1., obwohl in einigen Bundesländern schon am 3.1. der Unterricht beginnt. Wenn wir so zeitverzögert unsere Unterrichtsvorbereitungen machen würden…

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Warum beraten sie eigentlich, wenn doch ohnehin vorher schon feststeht, dass nur Präsenzunterricht das Wahre ist, egal was rundherum passiert… und Vorkehrungen für den Fall, dass viele LuL krank werden und/ oder in Quarantäne müssen, scheint man auch nicht treffen zu müssen. Wir gehören halt nicht zu kritischen Infrastruktur…

Südwest
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte
Sie beraten doch nicht wegen einer Strategie an den Schulen. Sie schließen sich nur kurz, damit noch vor dem 7.1. und somit vor der Bund-Länderrunde festgeklopft wird, dass an der Präsenzpflicht-Entscheidung und der Kultushoheit keinesfalls gerüttelt werden darf …

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Und sie tagen natürlich digital… man hätte sich auch in einer Schulmensa zur Mittagspause treffen können… aber das traut sich ja keiner…

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„Beschlüsse werden nach Angaben eines Sprechers nicht erwartet. Bisher pochen die Minister darauf, die Schulen so lange wie möglich offen zu halten.“
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-omikron-schulen-kultusminister-100.html

Wie nicht anders zu erwarten… „Offen halten“ – Klingt immer so, als würde irgendeiner der KuMis aktiv was dafür tun…

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

In wörtlicher Bedeutung
offen halten: Der Fluchtweg muss offen gehalten werden

In übertragener Bedeutung
offenhalten: Man muss sich alle Möglichkeiten offenhalten
(https://www.korrekturen.de/wortliste/offen_halten.shtml)

Noch Fragen?

InaKer
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Es fehlt keine Strategie. Professor Piazolo hat doch seit Monaten ganz viele dolle Pläne in seiner Schublade.

Ich muss da mal was loswerden
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

„Offen halten“ ist die Variante, bei denen KuMis nichts machen müssen. Deshalb komfortabel und präferiert bei denen. Wofür kriegen die eigentlich Ihr Geld? Fürs Nichtstun?

Privat
9 Monate zuvor

Man hat also heute beraten, sich schon am 5. statt 10. Januar zu beraten. Sollte die Beratung am 5. zu einem Ergebnis führen, muss man dann sicher die Beratung am 7. abwarten und schauen, was dort beraten wird. Sollte diese Beratung ergeben, dass man Schulen doch schließen will oder Wechselunterricht, oder, oder machen will, muss man sicher das Gesetz ändern. Dazu muss man sich dann auf alle Fälle beraten. Bis alle Beratungen beendet sind, haben wir dann Winterferien. Kurz vor Ende dieser Ferien beginnen dann erneute Beratungen… ENDLOSSCHLEIFE.
Wollten wir nicht vor die Welle kommen?
Dafür ist es allerdings dringend notwendig auf den Kalender zu schauen. Wenn am 3. Januar der Unterricht beginnt, hätte man sich 10 bis 14 Tage vorher beraten sollen.
Thüringen hat genau das Richtige getan. Beratung/Ergebnis/Umsetzung
Leider darf es aber nun nicht wie es will.
10 Tage Unterricht mit Fuß vom Gas, Sicherheitspuffer bis Mitte Januar, wenn verlässliche Zahlen da sind und man Omikron genauer bewerten kann, hätten niemanden geschadet. Mindestens aber hätte ich mir tägliche Tests gewünscht.

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Privat

Ja, das wäre das Mindeste gewesen, was man in Anbetracht der unsicheren Datenlage und der vielen Kontakte an den Feiertagen hätte tun müssen, um ein Minimum an Infektionsschutz zu gewährleisten und Omikron nicht einen Schub zu geben, der dann erst Tage später bemerkt werden wird. Und dann wird es zu spät sein. Der Geist ist aus der Flasche.

Friedrich 0506
9 Monate zuvor

Wir sind tagtäglich die größte Massenveranstaltung, aber alles andere wird eingeschränkt. Es k.tzt mich nur noch an.

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  Friedrich 0506

Erst recht, wenn ich solche Schlagzeilen lese:

„Schulen vor der Omikron-Welle:Keine Chance auf verlängerte Ferien“
https://plus.tagesspiegel.de/wissen/schulen-vor-der-omikron-welle-keine-chance-auf-verlangerte-ferien-345550.html

Distanz- und Wechselunterricht sind keine Ferien!!! Im Gegenteil! Beides macht viel mehr Arbeit als Präsenzunterricht, weil der Unterrichtsstoff für z.B. die Videokonferenz ganz anders vorbereitet werden muss. Wäre schön, wenn die Presse endlich mal aufhören würde, dieses dämliche Klischee zu bedienen. Faule Lehrer inbegriffen.

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Das Narrativ muss aber so bedient werden, damit Eltern nicht auf die Idee kommen könnten, dass eine Infektion für ihre Kinder doch nicht so eine gesunde Idee ist. Da werden lieber Lehrer als faule Säcke geframed, die nur Ferien wollen.

JH
9 Monate zuvor

Und so ganz nebenbei fällt unser Denken und Sprechen völlig in voraufklärerische Muster zurück. Hier eine Kostprobe:
„Präsenzunterricht wird inzidenzunabhängig gewährleistet. Damit ist der Schulbetrieb in Präsenz nicht mehr an bestimmte Inzidenzwerte gebunden. Die Schulen bleiben so lange wie möglich offen.“
Was nach dem üblen Zirkelschluss mit „so lange wie möglich“ gemeint ist, sollte dann wohl so etwa „so lange, wie wir es wollen“ oder „so lange wie es die öffentliche Meinung erlaubt“ oder „so lange, wie es keinen ausreichenden Gegendruck gibt“ heißen. Wenn wenigstens irgendwelche Notfallmaßnahmen geplant wären. Wenn wenigstens Grenzen (jawohl, inzidenzabhängig) oder eine Höchsttodesrate unter Kindern definiert wären, ab der solche Maßnahmen dann greifen würden. –
Im antiken Europa wurden durchaus auch Kinder geopfert, um den Zorn der Götter zu besänftigen und gute Ernten zu erzielen. Wie weit sind wir noch davon entfernt?

xy
9 Monate zuvor
Antwortet  JH

Was ist vor allem mit vorerkrankten Kindern, vulnerablen Familienangehörigen?
Die Aussage, Schulen auch inzidenzunabhängig geöffnet zu halten, ist die Ansage, diese Gruppen unter den Bus zu werfen.

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Diese Gruppen sind (hoffentlich) geimpft und vor schweren Verläufen geschützt. Sie tun so, als gäbe es die Impfung nicht. Hier wird niemand unter einen Bus geworfen. Sie finden nur offensichtlich aus dem Panikmodus keinen Ausweg.

Leseratte
9 Monate zuvor

„+++ 05:41 Kinderärzte-Präsident: Schulschließungen hätten massive Folgen +++
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, warnt vor Überlegungen in manchen Regionen die Schulen vorübergehend zu schließen. „Ich finde es unerträglich, dass einzelne Politikerinnen und Politiker jetzt schon wieder über Schulschließungen nachdenken. Das hätte massive und dauerhafte Folgen für die Kinder und Jugendlichen, die Schäden waren in der Vergangenheit enorm“, sagt Fischbach der „Rheinischen Post“. „Würde es nach den Ferien zu erneuten Schulschließungen kommen, wäre das ein klarer Ausdruck von Politikversagen.“

https://www.n-tv.de/panorama/07-34-Trotz-sinkender-Fallzahl-Suedkorea-bleibt-bei-striktem-Kurs–article21626512.html

Politikversagen ist, dass Schulen noch immer nicht mit angemessenem Infektionsschutz ausgestattet sind! Und dass man es immer noch einfach laufen lässt, egal wie hoch die Zahlen waren und wieder sein werden! Und die Gesundheit der LuL und EuE und deren Familien spielt in dem Ganzen überhaupt keine Rolle. Viele LuL sind um die 60 oder älter, haben Vorerkrankungen und/ oder vulnerable Partner im Haushalt oder pflegebedürftige Eltern. Man hat unter den aktuellen Bedingungen keine Chance, einer Infektion zu entgehen, im Gegenteil, Infektionen werden praktisch provoziert. Im Privaten ist man extrem vorsichtig, hat Kontakte quasi auf Null gefahren, wenn man mal von unbedingt notwendigen Arztbesuchen und ein Mal wöchentlich einkaufen absieht.

xy
9 Monate zuvor

Bitte sagt mir, dass das ein Satireaccount war und sie das nicht wirklich geschrieben hat?!

Gesundheit steht ganz klar vor Bildung.“ ist zu Ende gedacht ein rigider Satz, den ich nicht teile.

https://twitter.com/PrienKarin/status/1358502040641695747?s=20

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  xy

Stamp hat sich an der Stelle auch geäußert:

Freischaltung.
„Joachim Stamp
@JoachimStamp
·
3 Std.
Angesichts der Erfahrung mit #Omicron in GB, muss Quarantäne-Vorgabe von
@rki_de
sehr zügig und drastisch reduziert werden, sodass Schul- und Kita-Betrieb stabil stattfinden kann. Kinder u. Jugendliche haben schon viel zu sehr gelitten.
@Karl_Lauterbach
, bitte schnell handeln!“

Tom
9 Monate zuvor

@Tom
Sorry, Tippfehler von mir. Es sollte heißen „School of the Air“ und nicht „School on the Air“.

dauerlüfterin
9 Monate zuvor

@xy
Danke für den Link, das erklärt einiges.
Unfassbar! So führt sich die neue KMK Präsidentin ein!
Ich würde im Übrigen darauf wetten, dass die Dame das im Bezug auf ihre Person anders sehen dürfte.

Thusnelda
9 Monate zuvor

Statt für Schulschließungen sollten sich Politiker und Lehrerverband mal dafür einsetzen, dass es für Schüler und Lehrer Arbeitsschutz in Schule gibt, wie Luftfilter und keine überfüllten Klassen (max. 20 in einer Klasse, man wird ja mal träumen dürfen). Was wir bekommen sind jedoch nur dumme Tipps, wie offene Fenster, warm anziehen, eine kleine Kniebeuge und in die Hände klatschen. Da hat selbst der engagierteste Lehrer irgendwann die Schnauze voll, vor allem dann, wenn er sieht, wie der Ehepartner angesichts der gefährlichen Pandemie nicht mehr mit zwei!! Leuten in einem Büro sitzen darf. Aber bei 30 Leuten (keine Kinder, erwachsene Berufsschüler) hilft das offene Fenster. Warum gilt dieses Allheilmittel nicht für Läden, Büros usw.?

mater ante portas
9 Monate zuvor

Ich wäre schon froh, wenn meine Kinder Ü12 ihren Booster bekommen könnten.
Der Anspruch wurde vor ein Paar Tagen durch das Bundesgesundheitsminusterium bestätigt, nur finde ich hier in SH weder Ärzte noch Impfzentren oder -aktionen, die das bislang durchführen.
Im Kontrast dazu mehren sich die Einschläge in der Schule. Am letzten Schultag ergaben die Testungen (in der DRITTEN Stunde, bravo!) mehrere positive Tests in den Klassen meiner Kinder, die auch nach Wiederholung positiv waren.
Wir leben schon lange maximalmöglich isoliert. Wenn wir schon unter diesen unmöglichen Bedingungen in die Schule gezwungen werden, dann bitte wenigstens den zugesagten Impfschutz ermöglichen!
Hier passt einfach gar nichts zusammen.