VBE-Chef erklärt neuer Bundesbildungsministerin: „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun!“ 

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BERLIN. Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), hat der FDP-Politikerin Bettina Stark-Watzinger zu ihrer Ernennung zur Bildungsministerin gratuliert: „Wir wünschen ihr viel Kraft für die Herkulesaufgabe, die vor ihr liegt. Wir hoffen, dass sie mutig, zügig und ehrlich das anpackt, was im Bildungsbereich im Argen liegt – und das ist einiges. Auch wenn wir uns angesichts der großen Herausforderungen im Bildungsbereich, ähnlich wie im Gesundheitsbereich, gewünscht hätten, dass jemand das Ministeramt übernimmt, der aus dem Fachbereich kommt, stehen wir der Berufung von Frau Stark-Watzinger vorurteilsfrei gegenüber. Entscheidend wird sein, dass sie den größtenteils positiven Ansätzen im Koalitionsvertrag, schnell Taten folgen lässt.“

Neue Bundesbildungsministerin: Bettina Stark-Watzinger (FDP). Foto: privat

Die zentralen Herausforderungen für den Beginn der Legislatur definiert Beckmann folgendermaßen: „Der Koalitionsvertrag bietet viel Gutes. Setzt man das um, ist eine echte Veränderung möglich. Dazu gehört, dass das Kooperationsverbot in ein Kooperationsgebot überführt und es durch entsprechende gesetzliche Regelungen leichter ermöglicht wird, dass der Bund sich an der Finanzierung von Großprojekten im Bildungswesen beteiligt. Dies ist staatsvertraglich zu regeln, damit die Länder dies nicht nutzen, um ihre Investitionen in den Bildungsbereich abzusenken, sich ihrer Finanzierungspflicht entziehen und auf Kosten des Bundes ihre Haushalte sanieren.“

Es sei wichtig, dass der Bund den Fokus auf die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse richtet. „Es darf nicht sein, dass der Wohnort eines Kindes über dessen Bildungserfolg mitentscheidet. Verschuldete Kommunen in der Haushaltssperre können nicht gleichermaßen investieren und müssen daher stärker unterstützt werden.“

An den Schulen bestimme die personelle Ausstattung maßgeblich über Qualität und Umfang des Bildungsangebots, so Beckmann. Durch gezielte und nachhaltige Personalgewinnungsmaßnahmen den Lehrkräftemangel zu beseitigen, sei „oberste Pflicht“ aller politischen Verantwortlichen. „Dazu beitragen können der gezielte Ausbau der Zahl der Studienplätze und die Verstetigung und Veränderung der ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘. Diese darf nicht nur den Fokus haben, einzelne Projekte zu fördern, sondern muss als Förderungskriterium viel stärker in den Vordergrund stellen, gefundene Lösungen und erarbeitete Projekte schnellstmöglich in die Fläche zu bekommen. Entbürokratisierung und der Fokus auf die Qualität von Bildung müssen übergeordnete Ziele aller Maßnahmen sein.“

Besonders im Hinblick auf die digitale Weiterentwicklung sei ein niedrigschwelliger Vergabeprozess und der Abbau des Investitionsstaus Voraussetzung für das Gelingen. „Fraglich bleibt, wie die im Koalitionsvertrag benannten Vorhaben finanziert werden sollen. Denn letztlich ist allein entscheidend, was aus dem Koalitionsvertrag tatsächlich umgesetzt wird. Das allein definiert Erfolg“, betont Beckmann. Und erklärt: „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun!“ News4teachers

Das ist die neue Bundes-Bildungsministerin! GEW und VBE begrüßen Koalitionsvertrag

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6 Kommentare
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Susi
8 Monate zuvor

„Auch wenn wir uns angesichts der großen Herausforderungen im Bildungsbereich, ähnlich wie im Gesundheitsbereich, gewünscht hätten, dass jemand das Ministeramt übernimmt, der aus dem Fachbereich kommt, stehen wir der Berufung von Frau Stark-Watzinger vorurteilsfrei gegenüber.“

Dass oftmals das Gegenteil der Fall ist, zeigt auf Länderebene die Kollegin Odenburg in Mecklenburg-Vorpommern.

Im übrigen soll ein*e Bildungsminister*in den Blick auf alle Bildungsbereiche haben. Dazu gehören auch die Hochschulen. Hier kann sie durch ihre progressive Haltung im Rahmen der Wissenschaft gegenüber ihrer Vorgängerin noch eine Menge Punkte sammeln.

Ich hoffe, dass der Digitalpakt II durch Vereinfachung des Antragsverfahrens tatsächlich in den Schulen ankommt; auch hier gilt es, die Fehler der Vorgängerin durch pragmatische Arbeitsweise auszubügeln.

Schattenläufer
8 Monate zuvor

VBE-Chef erklärt neuer Bundesbildungsministerin: „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun!“

Ist der Mann irre?

Die Frau ist Bildungsministerin und von der FDP. Wenn die wirklich was zu tun versucht, wird es unter Garantie extrem bitter für alle Beteiligten.

Was soll das kommen? G5 auf Bitten der Wirtschaftslobby, um die Einzahlungsdauer in die Rentenkasse zu verlängern und 16 Jährige „Abiturienten“ für das Gehalt eines Hilfsarbeiters anstellen zu können?
Schulen werden von der Wirtschaft modernisiert und Ausgestattet, dafür darf die Wirtschaft dann auch den Lehrplan bestimmen?
Nach dem Leistungsprinzip und nach Angebot und Nachfrage werden nur solche Lehrer verbeamtet die mindestens 50% ihrer Arbeitszeit als unbezahlte Vertretungen drauf legen.

Das Beste was man sich da erhoffen kann, ist das sie sich für die nächsten vier Jahre in ihrem Büro tot stellt.

Alla
8 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Danke lieber Schattenläufer! Mal wieder auf den Punkt gebracht!

Dil Uhlenspiegel
8 Monate zuvor

Sprach Thunfisch zu Walfisch: Was tun, Fisch?
Sprach Walfisch zu Thunfisch: Hast’e Wahl, Fisch.

– Auszug aus der Quallenoffensive Lebertranbildung

Alla
8 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ok, eine Partei mit einem F im Namen ist am besten zu ertragen, wenn sie nichts tun!

tachelesme
8 Monate zuvor

Lustig, wenn es nicht tragisch wäre. Gebauers AFD Partys besuchender Klon. Lüften anstatt digitalisieren. Wir haben eine Pandemie. Egal, lüften Sie mal eben öfter. Hauptsache die Frisur sitzt.