Hoher Migrantenanteil einer Schule bleibt in Berlin künftig „unter Verschluss“

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Wie hoch der Anteil von Kindern «nichtdeutscher Herkunftssprache» an einzelnen Schulen ist, lässt sich in Berlin wohl künftig nicht mehr so einfach wie bisher herausfinden. Bislang wird die Zahl online im Schulverzeichnis der Senatsverwaltung für Bildung veröffentlicht. Das soll nach dem Willen der rot-grün-roten Koalition anders werden. Geplant sei, die Daten dort nicht mehr auszuweisen. Der Sprecher der Bildungsverwaltung, Martin Klesmann, begründete das damit, dass die Angabe wenig aussagekräftig sei.

An Grundschulen ist die Heterogenität der Lerngruppen naturgemäß groß. Foto: Shutterstock
Wie heterogen ist die Schülerschaft einer Schule? Das sollen Eltern künftig nicht mehr so einfach erfahren können. Foto: Shutterstock

Andererseits sei eine sogenannte Berliner Schultypisierung geplant. «Da werden dann viel mehr soziale Faktoren berücksichtigt, damit man eine Schule stärker in einen Kontext stellen kann», sagte Klesmann der Zeitung. Unter anderem soll erfasst werden, wie viele Schülerinnen und Schüler von Lernmitteln befreit sind, wie viele eine Jahrgangsstufe wiederholen, wie viele Förderbedarf haben – und auch, wie viele eine andere Sprache als Deutsch zu Hause im Alltag benutzen. Solche Daten sollen es erleichtern, Schulen bedarfsgerecht auszustatten. Ob sie künftig dann auch im Schulverzeichnis ausgewiesen werden, sei noch nicht geklärt. «Das muss noch diskutiert werden», sagte Klesmann.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, Timur Husein, kritisierte die Pläne: Der Anteil der Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache könne für Eltern bei der Suche nach der richtigen Schule für ihr Kind durchaus relevant sein, sagte er der Zeitung. «Das kann man doch nicht einfach verschweigen.»

«Die Abschlussquoten und Durchschnittsnoten finde ich zum Beispiel viel wichtiger»

Der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, zeigte Verständnis für das Argument: Der Faktor nichtdeutsche Herkunftssprache allein habe eine begrenzte Aussagekraft. «Die Abschlussquoten und Durchschnittsnoten finde ich zum Beispiel viel wichtiger», sagte Heise. «Daran lässt sich die soziale Mischung in einer Schule ja auch sehr gut erkennen.»

Laut einer im Dezember veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Anfrage der AfD-Fraktion haben an 158 Berliner Grundschulen mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine andere Herkunftssprache als Deutsch. An 50 der insgesamt angeführten 368 Grundschulen sind es mehr als 75 Prozent, an 19 sogar mehr als 90 Prozent.

Der Anteil der Berliner Schüler mit einer anderen Herkunftssprache stieg in den vergangenen zehn Jahren von 35 auf 41 Prozent. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Anfrage hervor. In den Grundschulen vergrößerte sich der Anteil von 39 auf 45 Prozent. In den Sekundarschulen lagen die Werte ähnlich, in den Gymnasien niedriger. News4teachers / mit Material der dpa

Wie können Lehrer der zunehmenden Heterogenität erfolgreich begegnen? bak-Seminartag macht deutlich: Nur im Team!

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76 KOMMENTARE

  1. So muss das gehen.
    Nur noch die „richtigen“ Statistiken und wissenschaftliche Untersuchungen durch die KMK selbst.
    Ok, es fehlt jegliches Fachwissen und jegliche Aussagekraft, aber das Ergebnis passt zum politischen Kurs.
    So erspart man sich mühsame, arbeitsintensive und teure Reformen.
    Was hat uns die Pandemie gelehrt?
    Wenn man richtig lügt ohne dabei zu lachen, kann man jedem fast alles verkaufen.

  2. Churchill hat es schon bestätigt: Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe.
    Und unsere KMs sind so schlau, ich kann es nur bestätigen:
    Ich habe ein schulpflichtiges Kind. Weder dieses Kind noch sein Freund aus der gleichen Klasse haben sich bisher infiziert.
    Ergo: 100% der untersuchten Kinder besuchten bisher regelmäßigen den Präsenzunterricht, ohne sich zu infizieren. Damit ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Schulen sicher sind.

  3. Geliefert wie bestellt im rot-rot-grünen Pippi-Langstrumpf-Bundesland.
    Mein Beileid an diejenigen, die ihr Kreuz woanders gemacht haben.

  4. „Daran [Abschlussquoten und Durchschnittsnoten] lässt sich die soziale Mischung in einer Schule ja auch sehr gut erkennen.“
    Wie bitte soll das gehen? Erstens ist die „soziale Mischung“ eine ganz andere Sache, die man an ganz anderen Parametern besser sieht, und zweitens: Eine Grundschule hat keine Abschlussquoten, und auch Durchschnittsnoten werden nicht bekanntgegeben.
    Und was sollen Noten mit der Herkunftssprache (vor Jahrzehnten) so direkt zu tun haben? Ich denke, das betrifft eher die Familiensprache, das ist die, die aktuell täglich verwendet wird. Natürlich gibt es viele Zuwanderer, die dann ab der 2. Generation zu Hause gut Deutsch sprechen. Das Problem sind wohl eher diejenigen, die das nicht machen und deren Kinder dann durch mehrere Generationen fast ohne Deutschkenntnisse eingeschult werden. Das aufzuholen und gleichzeitig lesen und schreiben zu lernen, wie soll das zusammengehen? Genau das fürchten doch viele Eltern von Kindern, die gut Deutsch sprechen (sogar Zuwanderer), und natürlich auch Grundschullehrer.
    Fazit: Der Berliner Senat steckt den Kopf in den Sand hinsichtlich solcher Probleme. Grund dürften parteipolitische Differenzen innerhalb der Koalition sein. Aber weiterhin gilt: Die schreckliche Abschottung der Deutschen muss endlich aufhören, Deutschland muss bunter werden 🙂

      • Und wann ist wohl Deutschland bunt genug? Ist ein Migrantenanteil von 40 % bei den jetzigen Kindern (also den künftigen Erwachsenen) nicht genug? Wieviel soll es denn sein? Wie bunt sind eigentlich die Länder des früheren „realen Sozialismus“, auch Polen, Russland, Belarus ? Wie bunt geht es denn in den chinesischen Umerziehungslagern zu?

          • Schwarz wird’s nur wenn das braune zu lange trocknet Georg. Ihre Sprache ist sehr entlarvend. Das haben ja nun mittlerweile schon mehrere hier gemerkt.

  5. Wozu soll es ÜBERHAUPT gut sein, dass Eltern solche Infos erhalten? Damit sich Ghettos bilden und die Reichen schön unter sich bleiben können? Daumen runter!

    • Finde solche Aussagen immer scheinheilig. Meine Kollegen haben alle ihre Kids an „migrantenfreien“ Schulen in guten Vierteln eingeschult. Das ist dieses typische Wasser predigen und Wein trinken. „Bunt ist super, aber bitte nicht an unserer Schule“ ist leider oft das Motto.
      Setzt sich bei der Immobiliensuche auch genauso fort. Immobilien in Vierteln mit vielen Migranten werden kategorisch ausgeschlossen. Sogar von meiner Kollegin, die Mitgleid bei den Grünen ist….

    • Wozu?
      Na, zum Beispiel, um Gerüchten entgegentreten zu können. In Berlin-Neukölln gibt es Gymnasien mit einem Migrantenanteil von ca. 95 %. Trotzdem wird immer behauptet, das Gymnasium sei eine Standesschule aus dem 19. Jahrhundert, und die türkischen Kinder würden davon ferngehalten.
      Klar dürfte sein: wenn Zahlen geheimgehalten werden, dann brodelt die Gerüchteküche erst recht. Ist das in Ihrem Sinne? Die von Ihnen angesprochenen „Reichen“ können sowieso auf Privatschulen ausweichen, und deren Schulleitungen werden auf Anfrage gern Auskunft über die jeweilige Migrantenquote geben. Die unterstehen ja nicht der staatlichen Schulverwaltung. grundsätzlich dürfte gelten: Je mehr Probleme an den staatlichen Schulen, desto mehr Privatschulen. Die stehen ja nun mal in Art 7 GG.
      Und „Ghettos“ bilden sich nicht durch die Bekanntgabe solcher Zahlen, sondern die gibt es ohnehin im Sinne von armen und reichen Wohnbezirken. Die wiederum haben sich aus anderen Gründen herausgebildet.

      • Sie wissen ja auch so, dass an besagtem Gymnasium sehr viele Kids mit Migrationshintergrund sind. Wozu muss man dann noch die genaue Zahl kennen?
        Indra hat das überspitzt formuliert. Es geht nicht unbedingt um die Reichen, die die Kohle für besondere Privatschulen haben, sondern um „normale“ Deutsche ohne Migrationshintergrund, die sonstwas denken, wen 36,89% der Schülis einen Migrationshintergrund haben.
        Generell bin ich dafür, dass die Kommunen die Kids zuordnen, damit alles mehr gemischt wird. Ich sehe es nicht ein, dass wir Kids mit Migrationshintergrund der Chancen berauben, die ihnen zustehen. Wir haben Inklusion in anderen Bereichen, wird Zeit, dass wir auch hier eine Inklusion erhalten. Das schadet nämlich niemandem, im Gegenteil.

        • Wenn die Kommunen wirklich die Kids zuordnen, wird es garantiert einen Boom bei den Privatschulen geben. Und was sagen Sie dann außer Lamentieren?

          • Weshalb sollte das so sein? Ich bin früher auch einer Schule zugewiesen worden. Und falls die Eltern wirklich so dumm sein sollten, ihr Kind unbedingt an einer Privatschule anmelden zu wollen, dann gibt es erst einmal gar nicht genügend Plätze, so dass es automatisch zu dieser Mischung kommt. Und dann merken die Menschen sehr schnell, dass es gar nicht so furchtbar ist, wenn man sich nicht die vermeintliche Traumschule aussuchen kann.
            Was für ein Problem haben Sie eigentlich?

          • Die Privatschulen werden sich nach dem Markt richten und entsprechend expandieren, so wie auch beim PISA-Sieger Japan mit seinem „einheitlichen“ Schulsystem.
            „Problem“? Eine Internet-Diskussion ist keine Erziehungsanstalt, in der den Leuten die vermeintlich „richtige“ Meinung eingeimpft werden soll, die „von oben“ festgelegt wird. Demokratie ist was anderes.

      • @Carsten60: Nun, der Staat kann dem leicht einen Riegel vorschieben und sollte das auch tun, weil es unserer Gesellschaft schadet.

  6. Der Grund, weshalb diese Daten verschwiegen werden, dürften hier nachzulesen sein:

    https://www.bz-berlin.de/berlin/lehrerin-an-berliner-brennpunkt-schule-packt-aus
    https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoelln/religions-streit-eskaliert-an-neukoellns-schulen

    usw.

    Die selbsternannt feministische Regierung Berlins soll mal erklären, weshalb sie Strukturen toleriert, bei denen das Frauenbild noch wesentlich rückständiger ist, als sie es in Deutschland auch in den 1960er Jahren noch waren.

      • Das machen Georg und Carsten immer, wenn es hier um solche Themen geht. Tut mir vor allem um die Kinder leid, die von solchen Lehrern unterrichtet werden.

      • Ich wüsste nicht, was ich hier im Sinne der AfD gesagt haben soll. Oben im Artikel steht, jemand von der CDU habe die Geheimhaltungspläne kritisiert. Und dann dürfen andere das nicht? Redet der von der CDU auch „AfD-Kram“ ?

      • @derechteNorden
        Und ich habe keine Lust, reine Beschimpfungen von Personen und Kommentaren zu lesen. Schreiben Sie was zum Sachthema!

        • Menschen sind Menschen. Und das steht für mich im Vordergrund. Kids mit Migrationshintergrund sind Menschen. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Und allen pauschalen Abwertungen a la AfD & Co werde ich mich entgegen stellen. Denken Sie einfach mal über Ihre Vorurteile nach! Danke!

        • Werte Lisa!

          Keine Lust auf Kommentare zu haben, deren Aussagen man mit Afd – Argumenten und Afd-Sympathien gleichsetzen kann, ist keine Beleidigung!

          Die Afd (in ihrem Fall um Hass zu schüren/ Hass ist ein Gefühl-keine Meinung!) würde jetzt mal wieder als Alibi die „Meinungsfreiheit „hervorkramen, weil das so toll klingt, aber auch darum geht es nicht, denn dann hätte die Foristin zB in Frage stellen müssen, ob solche benannten Kommentare nicht zensiert werden müssten – denn das wäre eine Meinung : Ist es sinnvoll zu zensieren, weil es mit manchen Leuten in ihrer Anonymität durchgeht und dies dann zwar nicht den Betreffenden aber sehr wohl dem Ansehen von Lehrkräften schadet oder ist es sinnvoller sich mit solchem Gedankengut in der Gesellschaft auseinanderzusetzen?

          Tatsächlich war das hier lediglich eine Geschmacksäußerung, sprich“ ich mag das nicht! „.

          Ich (!) fühle mich allerdings beleidigt von Foristinnen wie Ihnen!

          Denn jedesmal bei solchen Themen wittern Carsten60 und Georg die Chance, unser Bild über Migrant*innen zu verschlechtern. Auch wenn das Thema ein ganz anderes ist, finden sie eine Ableitung zu „ihrem“ Thema, sprich „Migration“. Sobald es um irgendwelche negativen Entwicklungen in der Gesellschaft geht, drehen sie das Thema in ihre Richtung und betrachten es aus dieser relativen Position um eine Schuld von Migranten zu suggerieren oder die Mitschuld dieser als dominierend darzustellen. Sie können es auch garnicht haben, wenn zB mal die eigene Kirche im Dorf kritisiert wird und nicht gleich dabei erwähnt wird, was andere Religionen in der Welt so machen, sprich man soll nicht an sich arbeiten, so lange es noch andere gibt, die es schlechter machen – komische Einstellung für Lehrer… Der Konkurrenzkampf dagegen passt vielleicht schon irgendwie und deshalb protestieren die beiden auch, wenn andere Länder etwas besser machen, zB bei Pisa und relativieren das dann auch wieder. Egal ob Bildung, Wohnungsnot, Religion,… die Migranten müssen herhalten.

          Was mich persönlich nun beleidigt, ist, dass wenn sich zB Bernd und andere gegen diese ewige “ Afd“ – Einflussnahme wehren, dann hier Forist*innen auftauchen und so tun, als wären Carsten60 und Georg Unschuldslämmer, die hier nur „Einmal“ eine Andeutung gemacht haben und dann gleich sooo angegriffen werden! Jeder, der hier länger als drei Wochen liest, weiß, dass die Reaktionen das Ergebnis von Georgs und Carsten60’s Dauerstikmatisierung gegenüber Ausländer*innen und Migrant*innen ist.

          Damit wollen Sie, Werte Lisa uns hier für dumm verkaufen? Oder wollen Sie die nichtinternen Leser*innen beeinflussen, die dann vielleicht nur diesen Artikel kennen und durch Ihren Hinweis den Eindruck erhalten, dass die Afd-Verfechter*innen die Lieben, Unschuldigen, Harmlosen sind und die andere Seite die Aggressiven? Das könnte sogar klappen, das mit dem Einfluss. Als ich hier neu war, wurde ich auch erstmal von Georg und Carsten60 beeinflusst und dachte erschrocken „So denken Lehrkräfte in Wirklichkeit?“

          Jetzt können Sie mir oder „derechteNorden“ noch vorwerfen, dass wir uns nicht zum Thema äußern…. Schauen Sie nochmal auf den Titel, es geht um…? Der Kommentar, der nicht zum Thema passt ist Ihrer!

        • @ Indra Rupp: Sie müssten vielleicht erklären, warum eine Veröffentlichung des Migrantenanteile „stigmatisierend“ ist, während eine Veröffentlichung des Anteils derer, die von Zuzahlung befreit sind (de facto: Hartz IV) nicht stigmatisierend ist. Von beiden Anteilen hängen übrigens in Berlin die Bonusmittel ab, die an die Schulen nach Sozialindex vergeben werden. Sollen die eigentlich veröffentlicht werden?

          • Wieviele Kinder im H4 – Bezug, speziell an einer bestimmten Schule sind, geht die Eltern jawohl auch nichts an! Ich habe da noch die schicken Waldorf Eltern vor Augen, die aus genau solchen Gründen ihr Kind in der Waldorfschule angemeldet haben. Diese homogene Gruppe aus „anspruchsvollen“ Eltern war einfach nur toxisch! Die Lehrkräfte, mit dem Anspruch und ihren eigenen Ilussionen überfordert entwickelten einen regelrechten „Hass“ auf Eltern. Die wenigen „schwächeren“ (nicht sozial schwach!) Eltern wurden quasi den starken Eltern zum „Fraß“ vorgeworfen, denn man brauchte immer eine Familie, die „Schuld“ war, an allem, was nicht klappte. Viele Prinzessinnen und (weil gut situierte Eltern) auch relativ viele Pflegekinder und Eltern, die hofften, in DIESER Schule wäre alles besser… Und wenige, denen es einfach um das Konzept (be“greifen“, Entwicklung nach der eigenen „Uhr“, ect) ging. Migration oder H4 gab es quasi garnicht und die Schule war die reinste Hölle mit Mobbing hoch 3! Dazu fehlende Bereitschaft seitens des Kollegiums sich Problemen zu widmen, denn : “ Wir sind eine andere Schule – Wir müssen nicht jeden nehmen /behalten!“ Wer dann das Problem war und gehen sollte, entschied die „Gruppendynamik“. Nach zwei Jahren war die Hälfte der Klasse nicht mehr da, die Fluktuation beim Kollegium noch größer!
            Wir kamen dann in einer Regelgrundschule an und dachten als erstes „Willkommen im Plattenbau !“ – von außen! Von innen dann ein riesiges Schulgelände mit Tierhaltung und allem, was heute pädagogisch geschätzt wird und mit professionellen Lehrkräften, die tatsächlich Ahnung von ihrem Beruf haben. Schwups – waren alle Probleme weg!

          • Das ändert doch nichts daran, dass der Hartz-IV-Anteil eine wichtige Bezugsgröße für die Bonusmittel ist. Und deren Höhe soll also an jeder einzelnen Schule geheimgehalten werden, weil das niemanden was angeht? Das kommt mir aber seltsam vor.
            Und was sollen individuelle „Anekdoten“, wie Sie die oben zu einer bestimmten Waldorfschule erzählen, nun besagen?

          • @Carsten60
            Das ist nicht gerade individuell! An Schulen, die sich für was besseres halten, an angeblichen „heile Welt Schulen“, an Schulen mit anderen „Ideologien“, geht es idR schlimmer zu als anderswo, denn alle müssen blind, taub und stumm sein um das Ideal hochzuhalten und brauchen einen Sündenbock der für alles herhalten muss, das dem Ideal widerspricht.

            Zu Ihrem 2.Punkt :
            Wenn Schulen Zuschüsse wegen armer Familien bekommen, dann ist das Recht so aber kein Grund, an alle Eltern als öffentliche Info rauszugeben.

  7. Wieso interessiert das überhaupt jemand? Ausser irgendwelchen ewig gestrigen Idioten? Wandert doch aus, wenn es euch hier nicht gefällt!

    • Haben Sie schon mal in einer Klasse mit überwiegend Migrantenanteil unterrichtet? Ich nehme an, eher nicht. Wenn das die Zukunft der „ewig Gestrigen“ sein soll, dann müssen wir uns mächtig umstellen im Lehrplan.

    • Nun ja,
      je höher der Anteil an bildungsfernen Familien, und damit sind ausdrücklich NICHT einfach Migrantenfamilien gemeint!, umso schwächer die Leistungen.
      Aber auch, je höher der Anteil an verhaltensoriginellen SuS, und die kommen zu einem Großteil aus dem deutschen Mittelstand (Helikopterkinder, deren unerträgliches Verhalten durch die Eltern gedeckt wird), umso schwächer die Leistungen.
      Je mehr traumatisierte Kinder (oft auch Scheidungskinder, deren Eltern sich spinnefeind sind), umso schwächer die Leistungen.
      Je mehr Kinder mit speziellen Bedürfnissen ( ADHS, Autismus) ein einzelner Lehrer in der Klasse betreuen muss, umso schwächer die Leistungen.
      Es ist ein Problem, das so komplex ist, dass eine so „einfache“ Lösung immer nur populistisch sein kann.

    • Verstehe ich das richtig? Diejenigen einheimischen Deutschen, die auch die Migrantenanteile in Schulen sehen möchten, sind Idioten und sollen auswandern, während diejenigen Zuwanderer, die sich nicht an unsere Regeln halten wollen (z.B. erzreaktionäre Vertreter „rechter“ nationalistischer türkischer Politik, Salafisten (die in Schulen auf Mitgliederfang gehen und erklären: wir gehorchen Gott mehr als den Menschen) oder auch kriminelle Clans) hier bleiben dürfen?

      • Ja habe ich, sogar sehr lange an einer Schule, an der es so gut wie keinen Deutschen gab. Und das war toll.
        Und Carsten, wenn du meinst, alle Migranten halten sich nicht an unsere Regeln, dann hast du einfach überhaupt keine Ahnung und bist einfach nur ein erbärmlicher Populist.

        • „Ja habe ich, sogar sehr lange an einer Schule, an der es so gut wie keinen Deutschen gab. Und das war toll.“
          Interessante Aussage mit viel Spielraum für Interpretation, die allerdings nicht nur gefallen dürfte.

          • Möglichkeit 1: Er oder sie fand es toll, dass es kaum (ethnische) Deutsche gab.
            Möglichkeit 2: Er oder sie fand es toll, da zu unterrichten.
            Möglichkeit 3: Beides

            Mich würde mal wirklich die Schulform und die Abschlussquote und -art im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt interessieren.

          • „Und das war toll“ kann auch bedeuten :
            Es war sozial. Es war friedlich. Es war kreativ…Und es war nicht den negativen Vorurteilen in unserer Gesellschaft entsprechend.

          • Danke Indra, genau das war damit gemeint. Da kommt man halt nicht drauf, wenn man nur braune Sch…. im Kopf hat wie einige anderen Kommentatoren hier.

  8. Der Bildungserfolg hat sehr oft mit der Herkunftssprache und -kultur zu tun. Das ist keine Frage von Frau oder Mann.
    Wer zuhause mit arabisch und Koran indoktriniert wird, hat es naturgemäß schwerer. Und die „feministischen“ Regierungen sollten mal diesen widerlichen klein-Mohammeds entgegen wirken. (O-Ton mir gegenüber: „Du hast mir gar nichts zu sagen, Du bist ja eine Frau!“ – ich war soooo kurz vor einer Trümmer-Ohrfeige) – ich arbeite übrigens im Bereich mit erwachsenen Schüler:inne:n.
    Mir tut es unendlich leid um alle Kinder, die einfach normal und unkompliziert durchlaufen. Die Konzentration geht auf die schwierige Klientel.

    • Sie sollten sich schleunigst einen anderen Job suchen, wenn sie solche Fantasien haben. Wie unprofessionell kann man eigentlich sein Lady?

    • Ich arbeite in einer Stadt mit einem großen Anteil an Kids mit einem solchen Migrationshintergrund. Ich bin Lehrerin. UND ich finde Ihre Ausführungen unmöglich, weil Sie total pauschalieren. Mir passieren solche Dinge nicht!!!
      Des weiteren halte ich es für scheinheilig ohne Ende, einerseits auf Migranten herumzuhacken und andererseits dagegen zu sein, dass der Staat für mehr Mischung und somit mehr Integration tut.
      Ich kann diesen AfD-Kram wirklich nicht mehr ertragen.

      • Na dann schick doch deinen Kinder als Messdiener in die katholische Kirche. Die haben ja kein Problem mit sexuellen Übergriffen…

        Merkst du eigentlich selbst noch, was für einen Unsinn du hier von dir gibst Carsten?

      • Also Probleme einer Gesellschaft (etwa strukturelle Verachtung gegenüber Frauen und Mädchen, genau davon handelt der Bericht der Tagesschau) verschwinden einfach, wenn Leute aus dieser Gesellschaft nach Deutschland einwandern? Ich denke, die verschwinden nicht, und Zuwanderer aus Marokko gibt es. In deren Community wird dann vielfach das gepflegt, was in der Heimat üblich ist, das lehrt die Erfahrung. Zum Teil überträgt sich das dann auch auf die Kinder, und die tragen bekanntlich ein Macho-Gehabe auch in die Schulen. Über den Umfang habe ich nicht spekuliert und will das auch nicht tun. Das dürfte in Nachbarländern kaum anders sein.

        • Dürfte…. Lehrt die Erfahrung…
          Alles eher dürftig, womit sie ihr Weltbild hier zu untermauern versuchen. Aber machen sie nur weiter so, mittlerweile haben ja etliche Leute hier erkannt, auf welcher braunen Welle sie schwimmen. Ich schwimm da nicht mit, ich werde sie brechen. Leute wie sie haben in Schulen meiner Meinung nach nichts zu suchen.

          • Latenter Rassismus ist kein Argument Georg. Da muss ich dich leider enttäuschen.

          • Carsten60 bezieht sich in den meisten seiner Kommentare direkt auf den Artikel, Sie beziehen sich in den meisten Ihrer Kommetare auf einen anderen Kommentar, der Ihrer eigenen Haltung nicht entspricht. Mit dem Ausgangsartikel hat das nichts zu tun. Echte Argumente würden viel mehr bringen …

          • Wie toll ihr euch immer gegenseitig zur Seite springt Georg und Carsten. Man könnte fast meinen ihr seit ein und dieselbe Person oder arbeitet im selben Büro (des gleichen blaubraunen Abgeordneten). Kann ich nicht mehr ernst nehmen. Sorrrrryyyyy

          • Immerhin haben Carsten60 und ich Argumente. Unfassbar, Unerträglich, Manmanman, Sie usw. schreiben immer dasselbe. Noch dazu haben Sie denselben unsachlichen bis beleidigenden Schreibstil. Den Ballon werfe ich gerne zurück.

  9. Sehr gut. Weg von rassifizierenden Kriterien und hin zu dem, was wirklich relevant ist. Wer glaubt, soziale Problemlagen an der Herkunft oder Muttersprache festmachen zu können, hat nicht verstanden, wie Rassismus funktioniert.

    • Was ist denn aus Ihrer Sicht wirklich relevant? Wenn der Migrantenanteil der Schulen nicht mehr ausgewiesen wird, orientieren sich die sehr bildungsnahen Eltern an den Daten des Stadtteils, in der die Schule liegt. Das dürfte im Endeffekt auf dasselbe hinauslaufen. So oder so wird dadurch die Segregation bestenfalls nicht noch extremer.

  10. Gut, dann soll es aber auch in Zukunft keine Nachteile für die Kinder aus der unteren Mittelschicht mehr geben. Diejenigen, die keine freien Lernmittel haben, weil ihre Eltern mit viel Kraft und Engagement gerade so an Harz 4 vorbeischlittern. Oder, wo der Laptop an ‚Bedürftige‘ geht und sie sich mit der ganzen Familie ein Gerät teilen. Alle Kelche dieser gemeinnützigen Auffassung von Bildung geht an diesen Kindern vorbei.

    Wenn die Politik anfängt, den Dingen einen neuen Namen zu geben, bewegt sie sich an der Oberfläche und betreibt eine billige Versicherungsvertreter*innen-Politik. Nennt die Dinge beim Namen, aber bitte durchgängig und korrekt! Und dann fangt an Euch über Bildungsgerechtigkeit zu unterhalten und wirklich sinnvolle und nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen!

  11. Probleme „unter Verschlusshalten“, ist die denkbar schlechteste Option m. M. nach. Interessierte Eltern kommen sowieso an die gewünschten Informationen, man braucht sich ja nur mal während der Hofpausen vor die Schule stellen. Besser wäre es, gerade diese Schulen besonders attraktiv zu machen, um Schüler aus allen Bevölkerungsschichten anzusprechen, statt abzuschrecken. Das kostet aber Geld und das hat Berlin nicht, jedenfalls nicht für Bildung.

    • Ja, das ist dann auch so richtig gut für unsere Gesellschaft, wenn man sich so verhält. Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem egoistischen Gesellschaftsbeitrag. Ich schäme mich für Sie.

      • Vielleicht nicht so gut für die Gesellschaft- aber der bessere Start für unsere Kinder, die dann in dieser Gesellschaft auch Verantwortung haben. Aber schön, wenn man seine Vorurteile pflegen kann, nicht wahr? Sie können die moralische Entrüstung wieder einpacken und arbeiten sicher in einer Brennpunktschule 24/7- der Vater Teresa des Bildungswesens, dessen eigene Kinder nicht aufs Gymnasium gehen….

        • Ihre eigene Verantwortung gegenüber der Gesellschaft scheint Ihnen ja völlig egal zu sein. Und wer hier Vorurteile pflegt, bin nicht ich, sondern Sie, da Sie es sind, die Ihre Kinder nicht an eine staatliche Schule schickt.
          Ich weiß meine Multi-Kulti-Truppe zu schätzen. Das sind Menschen, für die es sich lohnt, sich eknzusetzen. Das könnten Sie auch, indem Sie such anders verhielte.

          • Wie Sie meinen. Möglicherweise liegen die vermeintlich schlechteren (Start-) Bedingungen Ihrer Schülerinnen und Schüler auch an den rudimentären Kenntnissen der Lehrkräfte- insbesondere in den Bereichen Orthographie und Grammatik? Q. e. d.!

          • @Ach Julia, wenn Sie keine besseren Argumente haben, dann lohnt der Diskurs mit Ihnen wirklich nicht. Ihre Kinder allerdings tun mir schon leid.

          • Das sollte niemals eine Argumentation sein. Beginnend mit einer Feststellung über den Schulbesuch unserer Kinder, tätige ich lediglich Aussagen und treffe Einschätzungen. Subjektiv, möglicherweise singulär, aber nicht mit Intention, (mit Ihnen) in einen Diskurs zu treten.
            Nebenbei bemerkt, es ist Stoff des Deutschunterrichts der Mittelstufe, wie (dreischrittige) Argumente aufgebaut sind. Ist auch
            relevant für Ihre „Multi-Kulti-Truppe“, also vielleicht besser vor dem nächsten Unterricht nachlesen.

        • Manche Leute wissen halt in einer gewissen egozentrischen Art immer ganz genau, was andere (hier: Julia) zu machen haben. Aber ist das der Sinn eines Diskussions-Forums ? In einer demokratischen Gesellschaft entscheidet jede(r) selbst, im Rahmen der bestehenden Gesetze. Vor- und Nachteile können natürlich erörtert werden, aber niemand hat die Wahrheit gepachtet. Die Wahrheit ist auch kein Parteimitglied, die Lüge dagegen ist Mitglied in allen Parteien und allen Lobbyistenorganisationen. 🙂

          • Ich bin Lehrerin und deshalb habe ich per se immer recht, Carsten.// aus
            Und übrigens bin ich nicht Lehrerin für bio-deutsche Kids geworden, sondern für alle, die ich unterrichte.
            Setzen Sie sich mal besser dafür ein, dass es keine Privatschulen gibt, und dafür, dass alle Kids in Deutschland gute Bedingungen erhalten! Danke!

          • Und warum werden hier bei news4teachers Stellenangebote für Lehrer an Privatschulen angeboten? Ist es ehrenrührig, an Privatschulen zu unterrichten? Wieso in aller Welt wollen Sie mir vorschreiben, wofür ich mich einzusetzen haben? Ich weiß das alleine auch !!!

    • @Julia:

      Es schreibt sich „eliminieren“ statt „eleminieren“.

      Beziehe mich auf Ihren Post (8. Jan. 22, 15:32 Uhr) in Verbindung zu den von Ihnen
      vermuteten rudimentären Kenntnissen der Lehrkräfte – insbesondere in den Bereichen Orthographie…. (9. Jan. 22, 17:02 Uhr).

      Aber stimmt, SIE müssen das ja nicht können…

  12. Hier stehen amtliche Statistiken:
    https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungsstatistik/
    Zum Beispiel sieht man, dass etwa die Hälfte der Grundschüler eine Gymnasialempfehlung bekommt. Das ist nach Bezirken zwar unterschiedlich, aber nicht extrem. Meist liegt der Anteil zwischen 45 % und 55 %. Die Migrantenquoten der diversen Bezirke unterscheiden sich erheblich mehr.
    Was also soll das Gerede von der „Standesschule Gymnasium“ ?

  13. Das Problem ist ihr Könnt alle Nicht Diskutieren da ihr eure Persönliche Gefühle mit rein Bringt als das Thema Sachlich zu sehen.

    Wenn es Schulen Gibst ( Es gibt sie und das schon seit denn 90 jahren)

    Dann müssen wir denn Fehler Finden bekämpfen und Fertig. Und wenn es dann ebend Migraten sind die es nicht Lernen dann muss man auch sagen und Tschüss.
    IST NICHT SCHWER. Dafür brauch es keine Privat Schulen oder des Gleichens es brauch nur genügend Menschen die Probleme beheben wollen und nicht nur Schwazen und Meckern..

  14. Wie wiederspüchlich, dass ein dunkelhäutiges Mädchen als Gesicht für einen Artikel über nicht deutsche Herkunftssprache erhalten muss. Achso ja sie ist nicht weiß…da spricht sie bestimmt nur afrikanisch…!!! An den Autoren…PEINLICH!!!!

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