Umfrage: Immer mehr langfristige Ausfälle an Schulen – „Überlastung macht Lehrkräfte zunehmend krank“

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BERLIN. Immer mehr Schulen leiden unter den langfristigen Ausfällen von Kolleginnen und Kollegen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Bildungsgewerkschaft VBE unter rund 1.300 Schulleitungen bundesweit. „Die anhaltende Überlastung bereits vor Corona und der enorme Mehraufwand in der Pandemie machen die Lehrkräfte zunehmend krank“, so stellt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann fest.

Die Belastung im Lehrerberuf steigt – nicht erst seit Corona, aber seit Pandemiebeginn verschärft. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

„Leider war das zu erwarten, was wir nun Schwarz auf Weiß vorliegen haben, wenn auch nicht in diesem Ausmaß“, erklärte Beckmann bei der Vorstellung der Studie. Fast alle Schulleitungen in Deutschland berichten demnach von zusätzlichen Belastungen der Lehrkräfte durch die Corona-Pandemie – und viele sind der Ansicht, dass krankheitsbedingte Ausfälle des Personals an Schulen in den vergangenen Jahren zugenommen haben. 97 Prozent der Schulleiterinnen und Schulleiter gaben an, dass sich ihrer Ansicht nach in der Zeit der Corona-Pandemie die Anforderungen an das Kollegium nochmals gesteigert hätten.

Mehr Schulleitungen als noch bei der letzten Befragung 2019 waren außerdem der Ansicht, dass längere Krankheitsausfälle bei Lehrkräften zugenommen haben. 50 Prozent hatten demnach den Eindruck, die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die langfristig wegen psychischer oder physischer Erkrankungen ausgefallen sind, habe in den vergangenen Jahren zugenommen. 2019 waren 36 Prozent der Meinung, Ausfälle wegen physischer Erkrankungen hätten zugenommen und 37 Prozent sahen eine Zunahme bei Ausfällen wegen psychischer Erkrankungen.

«Wenn nicht schleunigst ein Umdenken stattfindet, wird das „Kartenhaus Schule“ über kurz oder lang zusammenbrechen»

Von 84 auf 89 Prozent gestiegen ist auch der Anteil der Schulleiterinnen und Schulleiter, die für «fast alle» oder «die meisten» Lehrkräfte Mehrbelastungen durch «neue Herausforderungen und Anforderungen im Schulalltag, z. B. durch Inklusion, Integration oder andere Entwicklungen» sahen. «Wenn nicht schleunigst ein Umdenken stattfindet, die Schulen bedarfsgerecht finanziert werden und der Lehrkräftemangel angegangen wird, wird das „Kartenhaus Schule“ über kurz oder lang zusammenbrechen», so Beckmann

Und weiter: „Für uns ist der Gedanke unerträglich, dass Menschen, die ihr Herzblut in die Bildung unserer Kinder stecken, unter Bedingungen arbeiten müssen, die sie krank machen. Jede zweite Schulleitung sieht, dass Lehrkräfte der Überlastung nicht mehr standhalten können. Einige Schulformen, wie zum Beispiel Grund- oder Haupt-, Real und Gesamtschulen, sind besonders stark betroffen.“

Die Überlastung und Lehrkräftemangel würden nicht nur ein Gesundheitsrisiko für die Betroffenen bergen, sie bedrohten auch den Erfolg wichtiger pädagogischer Weiterentwicklungen.

Hierzu Beckmann: „Die Politik lädt seit Jahren Projekte zur Weiterentwicklung von Schule auf die Lehrkräfte ab, ohne sie mit angemessenen Ressourcen auszustatten, getreu dem Motto: Die an Schulen Beschäftigten werden das Problem schon lösen. Egal ob Inklusion, Integration oder Demokratisierung: Sie finden in der alltäglichen Umsetzung auf dem Rücken der Lehrkräfte statt. Knapp zwei Drittel der Schulleitungen sehen Mehrbelastung für fast alle Lehrkräfte in ihren Schulen. An den Grundschulen sind es sogar 70 Prozent. Wenn die Schulen für die an sie gestellten Herausforderungen nicht entsprechend ausgerüstet werden, lassen sich diese wichtigen und notwendigen Projekte nicht umsetzen.“

Neben der Lösung des Lehrkräftemangels fordert der VBE multiprofessionelle Teams zur Unterstützung der Lehrkräfte im Schulalltag.

«Sollte der Dienstherr hier nicht endlich konsequent gegensteuern, so nimmt er Erkrankungen des Schulpersonals sehenden Auges in Kauf», sagt auch Gerhard Brand, Landeschef des VBE in Baden-Württemberg.

Die dortige Kultusministerin Theresia Schopper (Grüne) räumt ein, dass die Pandemie und die Schutzmaßnahmen die Schulen noch einmal belastet hätten, «da diese immer auch einen organisatorischen Aufwand mit sich bringen». Sie nehme die Studie ernst, versichert sie. Schopper verweist auf Angebote des Landes zur Gesundheitsförderung – etwa für Schulleitungen, Berufseinsteiger und Lehrkräfte, die schon zehn Dienstjahre erreicht haben. Die Schulen könnten sich außerdem Hilfe von den 28 schulpsychologischen Beratungsstellen holen. Auch arbeite man an Konzepten, wie man den Lehrermangel perspektivisch beheben könne.

«Die hohe Arbeitsbelastung führt zu langfristigen Krankheitsausfällen, wodurch die Belastung an den Schulen weiter ansteigt.»

Brand sagt dazu, die Schulen hätten in dieser Zeit zahlreiche Zusatzaufgaben aufgebürdet bekommen. «Man denke nur an die Notbetreuung, den Digital- und Fernunterricht, den Wechselunterricht, die drei Not-Nachhilfeprogramme: „Lernbrücken“, „Bridge the Gap“ und „Lernen mit Rückenwind“ oder die Corona-Testungen und ganz neu noch an einigen Einrichtungen die Überwachung des Impfstatus und die Nachverfolgung.» Hinzu komme der gravierende Personalmangel. Es sei ein «Teufelskreis»: «Die hohe Arbeitsbelastung führt zu langfristigen Krankheitsausfällen und verstärkt damit den Lehrkräftemangel, wodurch die Belastung an den Schulen weiter ansteigt.» Die Schulleitungen wünschten sich zur Entlastung in erster Linie eine Senkung der Stundenzahlen und mehr Personal. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrer sehen sich durch Corona zusätzlich belastet – GEW fordert Ausgleich

 

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Klugscheisser
3 Monate zuvor

Ach, das ist ja überraschend…

wenigstens gibts jetzt auch dazu mal ne Studie.

Pit2020
3 Monate zuvor

Schopper ist ja nur der Platzhalter für die übrigen 15 „Spezialisten“:
„Auch arbeite man an Konzepten, wie man den Lehrermangel perspektivisch beheben könne.“

Das ist nicht nur so „im Zeitplan“, dass sich im Vergleich sogar die Leute aus Verzweiflung kaputtlachen möchten, die auf die Deutsche Bahn angewiesen sind …

DAS ist so dermaßen blöde, dass ich es nicht weiter kommentieren möchte.

Realist
3 Monate zuvor

Tja, solange gewisse Gewerkschaften und Verbände aus dem Bildungsbereich immer wieder laut „Hurra!“ schreien, wenn die nächste bildungspolitische Offenbarung aus den Ministerien verkündet wird, und dem „Präsenzunterricht hat Vorrang“-Mantra ohne große Nachfragen zustimmen, wird sich auch wenig ändern.
Auf die Idee, zuerst nach der Machbarkeit und den Ressourcen zu fragen, und erst dann, wenn diese vorhanden sind, „Hurra!“ zu schreien, kommen gewissen Bildungsfunktionäre ja nicht. Aber solange genügend Lehrerlein monatlich ihren Mitglieds-Obolus bezahlen, muss man ja auch nichts ändern…

Ale
3 Monate zuvor

Ähm,
alle Beispiele der zusätzlichen Belastung mache ich mehr oder minder gerne. Warum: die gehören aktuell zu meinen Job. Aber wo sind die Zielvereinbarungen (BW), die neuen Lehrpläne (die man ja durchdrücken musste)? Beides belastet sehr stark, weil es zusätzliche Arbeit ist, die nicht sein müsste. Und die dafür notwendigen Fortbildungen und pädagogischen Tage, ich bin über jede Stunde Unterricht froh und hier muss ich in einer Pandemie das noch nebenher machen. Vielleicht kann mir ja hier jemand erklären, warum die Zielvereinbarungen und neuen Lehrpläne jetzt, mitten in der Pandemie voran“getrieben“ werden müssen.

Anne
3 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Ganz einfach: Leute, die man mit Arbeit „zuschmeißt“, haben meist keine Kraft (und Zeit) mehr zu meckern.

Mela
3 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Weil manche Personen mit „Zielvereinbarungen“ wunderbar Karriere machen können. Meistens sind das dann die gleichen Personen, die ihre eigenen Zielvereinbarungen nie selbst umsetzen müssen…

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor

„Never in the field of human conflict was so much owed by so many to so few.“ – Ironie aus.
Aber die Ritter der KMK-Runde, ihr getreuer Hofstaat mitsamt ihren Hofnarren werden sich auch weiterhin NICHT fragen, warum um Alles in der Welt ein zunehmend frustriertes und ausgebranntes Personal immer schwieriger zu ersetzen ist. Die Schulen sind zwar offen, aber leeren sich zusehends.

Derweil scheint die verbliebene Stallwache an der „Coronafront“ die vielen wertvollen zusätzlichen Projekte, Initiativen usw. usf. immer mehr als Zeichen völliger Abgehobenheit und Realitätsferne, ja Realitätsverweigerung seitens der Etappenhengste anzusehen. Serfdom sucks.

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

Hallo? Ist dort die schulpsychologischen Beratungsstelle?

Ah prima, ja also ich hätte eine Frage. Kann ich die direkt an Sie …?

Ja genau. Ok, Danke.

Klickklack – durchstell …

Ja hallo, Uhlenspiegel hier. Ich habe ein Frage zu Arbeitsbelastung. Bin ich richtig bei Ihnen?

Ah ja, prima. Also dann: Es geht sehr konkret um die Frage, wie ich mich so perfektioniere in meiner Arbeitsleistung, dass ich das dreifache Pensum in derselben Zeit schaffen kann.

Mhhh, ja also, gute Frage, was meine ich „mit in derselben Zeit“ … joo, ich würde mal sagen, so auf eine 100% Stelle mit 150% Zeitaufwand zu rechnen, ja so etwa kommt das hin. Verstehen Sie?

Nein, ich veralbere Sie nicht, das meine ich genau so. Wie kann man da seine Arbeitsleistung verdreifachen?

Na gut, von mir aus: Fangen Sie halt mal an mit verdoppeln, wenn verdreifachen wie ein Witz klingt. Also, haben Sie Tipps?

Das geht gar nicht – hm, wieso?

Sind Sie sicher? Keine Ideen oder irgendwelche Tricks von Ihrer Seite?

Na schön, dann war’s das schon. Danke trotzdem und schöne Mitternacht dann noch! Wiederhören.

Palim
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Danke, dass du angerufen hast und das Ergebnis mit uns teilst.
Dann können wir uns alle den Anruf sparen.
Die Schulpsycholginnen sind auch so schon überlastet, einige Länder haben ja so wenige Stellen, dass auch hier die 3fache Arbeit geleistet werden muss.

Rosa
3 Monate zuvor

Frau Schopper hat im Pandemie Verlauf die Notsituation der Schulen, Schulleitungen, Lehrer, Schülerschaft und Elternschaft nicht mit Ernsthaftigekeit und Handlungsfähigkeit verfolgt. https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/vbe-beklagt-gestiegene-belastung-100.html Die Schulen, Schulleitungen und Lehrerschaft haben außergewöhnliches geleistet in dem Ausnahmezustand für eine heranwachsende Schülergeneration. Frau Schopper hat in Ihrer beruflichen Position nur Chaos und fahrlässig gehandelt und keine respektvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe angestrebt. Sich in einer schweren Bildungskrise von allen Schulformen sich zu den Gemeinschaftschulen zu bekennen, ist ein Armutszeugnis allen Schularten gegenüber. Das Aufholprogramm das Frau Schopper als KM in BW als Mogelpackung ohne Inhalt verkauft hat, ist ein schweres Vergehen und Verbrechen allen die am Schulleben beteiligt sind. Viele Schüler haben mit Unterstützung gerechnet die Lernrückstände aufarbeiten zu können und um aktiv am Schulleben teilnehmen zu können. Für breite Schülerschaft bleiben weiterhin die Rückstände bestehen und man hat sein angekündigtes Versprechen den Schulen gegenüber nicht gehalten. Viele Schulleitungen und Lehrer leisten Höchstleistung im Ausnahmezustand und haben vielen Schülern eine Versetzung mit vielen Defiziten ermöglicht und mit vielen Hürden ein gutes Lernklima an Schulen zu schaffen. Die Lernfreude wohnt bei vielen Schülern im Keller, da Sie keine Verbesserungen Ihrer Leistungen erzielt haben. Der Lehrplan ist nicht angepasst worden und Zusatzstunden und Förderung können die Lehrer an den Schulen nicht leisten.

Bauer
3 Monate zuvor
Antwortet  Rosa

Ist nicht wahr, dachte es liegt nur an mir.
Wir haben strukturelle Probleme?
Woran könnte das wohl liegen?
Mein Sportunterricht findet im Klassenzimmer statt und der Schwimmunterricht auch. Wenn nicht, sicher bald wieder.
Die SuS werden nacheinander positiv getestet, aber noch nie mehr als ein halbes Dutzend pro Klasse. Es gibt auch immer wieder Klassen ohne Coronainfektionen!
( Im Landkreis 5-14 J. 4300/100000)
Was macht Frau Schopper eigentlich den ganzen Tag? Die Schule brennt und es ist an der Zeit darauf zu reagieren.
Schule ist mehr als ein Verwaltungsakt.
Mit den verbliebenen Ressourcen, vor Ort sinnvoll arbeiten, nur so ein Vorschlag.
Rückenwind ohne ausgebildete Menschen, ist in den seltensten Fällen sinnvoll.
Die meisten Kollegen sind nach ihrer Coronainfektionen schnell wieder zurück. Wir haben, nach meiner Schätzung aber noch nicht einmal ein Viertel.
Der Lehrplan, die Unterrichtsqualität, … , was soll ich sagen?
Vielleicht sollte zur Abwechslung der einzelne Mensch, Entschuldigung SuS im Mittelpunkt stehen. Und LuL wachsen nicht auf Bäumen.

Rosa
3 Monate zuvor

Der PhV-BW hat erneut eine Rückkehr zu einem G9 in BW gefordert. Die G8 Schulen haben im Ausnahmezustand ein G7 Schuljahr geleistet uns sind sehr betroffen von den Lernrückständen.https://www.phv-bw.de/pressemitteilung-der-arbeitsgemeinschaften-gymnasialer-elternvertreter-arge-in-baden-wuerttemberg-und-des-phv-bw-zur-einfuehrung-von-g9-im-saarland-und-zur-umfrage-des-deutschen-philologenverbands-u/ Die Forderung ist schon Frau Eisenmann mit Füßen getreten worden und mit Unwahrheiten belegt worden. Frau Schopper als Nachfolgerin hat diesem Anliegen ebenfalls keinen Platz eingeräumt und keine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Es ist in viel Arbeit eine Petition gegründet worden und leider hat Frau Schopper dieser Petiton keine Beachtung geschenkt. Man hat die Notlage der Bildungslücke einer Schülerschaft nicht mit einer Ernsthaftigkeit verfolgt. Die außergewöhnliche Lebensphase von Schülern und die Notlage der angehäuften Rückstände sind mit keiner Ehrlichkeit von Frau Schopper verfolgt worden,

Rosa
3 Monate zuvor

Frau Schopper hat ein Talent die Augen zu verschliessen und hat jegliches Mitgefühl gefehlt den Schulen gegenüber die im Dauerstress sind. https://www.arge-stuttgart.org/index.php?id=155 Der Schrei nach guter Bildung ist an allen Schularten groß und unter fairen Bedingungen eine Aufarbeitung zu gewähren. Die Lernfreude und die Sehnsucht danách ist bei allen die Schulleben teilnehmen sehr groß. der Lernfrust sitzt sehr tief und die außergewöhnliche Lebenspahse hat tiefe Spuren hinterlassen. Der Flichenteppich hat ausgedient und einer neuer Bildungsweg schreit um Umsetzung. Alle Verbände werden mit Ihren Foderungen nach Gehör nicht wahrgenommen und eine Zusammenarbeit kommt durch Frau Schoppers Verweigerung nicht zum Einsatz. Die vielen Fehlentscheidungen von Frau Schopper haben an Schulen zu keinem guten Arbeitsklima beigetragen. Die kurzfristigen Anweisungen zum Wochende und am Montag soll das Schulleben laufen und dies war immer wieder unterste Schublade der Machtposition von Frau Schopper! Auch die Maskenaufhebung vom 18.10.2021 wurde von Frau Schopper eisern festgehalten und hat Warnungen, Appelle nicht erhört und kein Umdenken in Erwägung gezogen. Auch die berufliche Position von Herrn Wieler ist nicht anerkannt worden und man hat sich an die Vorgaben nicht gehalten. Frau Schopper sitzt noch auf dem Machtsessel und keiner ist mit der Arbeitsmoral zufrieden …

Rosa
3 Monate zuvor

Frau Schopper im Januar im Gespräch und Lehrermangel und Überforderung der lehrerschaft schon lange bekannt. Frau Schopper hat große Schwierigkeiten mit dem Gehör und Handlungsfähigkeit und klebt am Sessel fest. Frau Schopper lebt zurückgezogen in Ihrem Arbeitszimmer und man hört nichts von Ihrer Arbeit für die Schulen.https://www.zak.de/Nachrichten/Lehrermangel-und-Corona-Kultusministerin-Theresa-Schopper-zu-Gast-beim-Online-Buergerdialog-148953.html Das Aufholprogramm bzw. Mogelpackung ohne Inhalt schreit nach Inhalt und Frau Schopper schaltet weiter auf Durchzug, obwohl Schuleiter/in genügend Auforderungen ausgesprochen haben um ein Aufholprogramm zu erhalten. Schulleitungen werden vertröset und nichts passiert und viel kostbare Aufarbeitungsziet vergeht für die Schüler und keine Abhilfe der Defizite ist in Sicht. Taten sind keine erfolgt von Frau Schopper nur leere Worte ohne Inhalt. Das Arbeitszimmer dient als Rückzugsort für Frau Schopper und aktives Handeln wird nicht ersichtlich.

Amanakoku
3 Monate zuvor

Da gab’s doch immer ein einfaches Mittel, das auch hier immer wieder verfochten wird: Gehaltserhöhungen. (Stimmt’s, Marc?)

Und dann ist alles wieder gut.

Andre Hog
3 Monate zuvor

Ich warte auf die Dienstanweisung aus dem KuMi, dass alle KuK mit vollem Stundendeputat bis auf Widerruf 4 Stunden mehr / Woche zu leisten haben, um die Ausfallquoten auszugleichen und den wertvollen Präsenzunterricht sichern zu können.
Diskutiert wurde es scheinbar schon…ich vermute, dass das kommt, wenn die Infektionsfälle in den Kollegien noch stärker zunehmen. Und zudem vermute ich, dass die Berufsverbände das durchwinken werden, um den – auch von ihnen präferieren Präsenzunterricht (vgl Maike Finnern) – weiterhin gewährleisten zu können.
Dien Entlohnung für diese Zusatzbelastung wird eine Schulmail vom Staatssekretär im Auftrag der KuMi sein, in der ein freundliches „Danke für ihr Engagement, das einen großen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit geleistet hat“.

Wir könnten Wetten darauf abschließen.

Curly
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Sie warten noch Andre? Hier ist das schon Gang und gebe. 2 Stunden auf jeden Fall mehr haben die allermeisten hier. Meine Kollegin war letztes Halbjahr mit +11 Stunden die Topscorerin. Abgebaut werden können Stunden nur sehr langsam bis gar nicht. Bei einem wird abgebaut, dafür macht der/die Andere dann die Überstunden. Diese Mangel- und Misswirtschaft läuft seit Jahren und erfährt nun gerade wohl ihren Höhepunkt durch die Schwangeren zu Hause und die Coronakranken.

Mir ist das Mehrgeld egal, ich will endlich wieder normal arbeiten.

Alla
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ich freue mich schon auf die Mehrarbeit und finde es toll, wenn meine Erstklässler dann die ausgefallenen Stunden in der 6. Stunde bei mir nachholen können und in den vormittäglichen Freistunden in die Stadt zum Shoppen gehen können.
(Leider habe ich als Vollzeitkraft nur 2 sechste Stunden übrig! Ich könnte allerdings noch 2 Frühstunden um 7 Uhr oder 2 siebte Stunden anbieten.)
Vielleicht holen die Kleinen sich dann um 10 Uhr einen Cappuccino für 1€ beim Lidl, um wach und aufnahmefähig zu bleiben.
Macht Sinn!

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Die 4 Stunden Mehrarbeit werden dann aber selbstverständlich auf das Lebensarbeitszeitkonto angerechnet, natürlich unverzinst und erst nachdem das allgemeine Pensionierungsalter auf 70 Jahren angehoben wurde. Denn wir alle müssen die Staatsfinanzen sanieren, denn sonst könnte man den Euro nicht mehr dauerretten und nicht mehr soviel exportieren. Was würde dann Industrie dazu sagen?

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Bis zu vier Stunden vorübergehende Mehrarbeit kann die Schulleitung schon jetzt anordnen, bei „bis auf Weiteres“ wie z.B. Dauervertretung ist die Zustimmung der Lehrkraft erforderlich, u.a. wg. Fächern, für die keine Lehramtsbefähigung vorliegt. Und das MUSS dann ab der 4. Stunde / Monat auch noch bezahlt werden wg. problematischem Freizeitausgleich (NRW). Eine absolute Obergrenze setzt übrigens das Bundesarbeitszeitgesetz (wahrscheinlich daher die max. vier Stunden). Und Letzteres gilt nicht nur in Schulen …

Andre Hog
3 Monate zuvor

An alle, die meinen Post kommentiert haben:

Läuft!!!

Kevin Klein
3 Monate zuvor

Selber schuld, wer das mitmacht…

https://youtu.be/wvoTKRuqjok

Rosa
3 Monate zuvor

Es ist zum Kotzen und die KM reageiren nicht! https://www.rnd.de/politik/corona-in-den-schulen-kein-politiker-kann-noch-behaupten-dass-schulen-sichere-orte-sind-I3MSW2KAGFDBVDF3O3ADGM6I5M.html Schulen sind sicher und wir tun alles damit der Schulbetrieb offen bleibt. Sicher Ort für Schüler und Lehrer….

Schattenläufer
3 Monate zuvor

Natürlich wird es krankheitsbedingte Ausfälle geben.

Zusätzlich wird es noch einen beträchtlichen Anteil an Lehrern geben, die die liebevolle Fürsorge der KMK nicht vergessen werden und sich in den nächsten Jahren, bei Aktivitäten die einen Engagement über die dienstliche Verpflichtung hinaus erfordern, extrem zurückhaltend sein werden.

Die Leute haben einfach die Schnauze voll von der Einbahnstraßen-Mentalität der KMK.

Die Lehrer können von der KMK nichts erhalten außer Verordnungen, Kleinlichkeit und Spott.
Wirkliche Fürsorge oder Wertschätzung erfolgt nie.

Die KMK setzt im Gegenzug aber voraus, dass die Lehrer bei Projekten, Schulentwicklung, Schüleraustauschen oder ähnlichen Aktivitäten einen beträchtlichen Teil an Freizeit investieren.
Das läuft schon so lange, dass es als selbstverständlich durch die KMK verbucht wird.

Wenn ich mit den Kollegen bei uns rede, habe ich den Eindruck, dass die Corona-Politik der KMK der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
In vielen Köpfen bildet sich der Gedanke: „Ich werde für genau das und das bezahlt. Den Rest soll doch erledigen wer Lust hat. Wenn die KMK das nicht vergütet soll sie den Mist doch selbst erledigen.“

Das wird das Reformieren des Bildungssystems nicht unbedingt vereinfachen.

Teacher Andi
3 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Das Schlimme ist, dass die KMK immer noch nicht einsichtig ist und ihre Gangart in keiner Weise ändert bzw. keinerlei schuld bei sich selbst sieht. Und genau das ist das Verhalten, das die Lehrer aufbringt. Die ganze berechtigte Kritik prallt an denen ab wie an einer Granitmauer, immer das knappe Budget im Blick. Würde es sich um die Leitung eines Unternehmens handeln, wäre hier schon längst der Insolvenzverwalter zugange.

Rosa
3 Monate zuvor

Schönreden und Handlungsunfähigkeit und Trägheit hilft uns nicht weiter Frau Theresa Schopper KM von BW! Herr Ralf Scholl vom PhV-BW sendet erneut ein Appell an unsere KM Frau Schopper und bittet um Gehör und endlich Handlungsfähigkeit und Taten schreien nach Umsetzung!https://www.phv-bw.de/zumeldung-des-phv-bw-zur-pressemitteilung-des-vbe-und-zur-stellungnahme-des-kultusministeriums-vom-31-01-2022-zum-thema-lehrkraeftegesundheit/

Elmausi
3 Monate zuvor

Es wird immer nur von Lehrern gesprochen. Es gibt aber auch Erzieher die an den Grundschulen arbeiten. Auch diese laufen am Limit,bei Ausfall von Unterricht decken sie die Stunden ab. Weil keine Lehrer mehr da sind, wegen Krankheit u.ä.
Egal ob da wegen Krankheit auch Kollegen fehlen.
Der Senat spart an allen Ecken und ist sich nicht bewusst, was wirklich in die Schulen los ist.
Für diese Berufsgruppe gibt nur wenig Nachrücker,keiner möchte Erzieher werden.
Ach egal die noch da sind kriegen das schon hin

Bauer
3 Monate zuvor
Antwortet  Elmausi

Die Kitas und die Erzieherinnen und Erzieher werden aus Prinzip vergessen.
Wie sollte man dies als Politiker ausdrücken?
Jeder muss seinen Beitrag leisten, auch die Kleinsten. Deshalb haben wir beschlossen, das die Kinder und die Angestellten in den Kindergärten komplett auf zusätzliche Vorkehrungen aufgrund der Pandemie verzichten dürfen. Wir ordnen eine Nachrichtensperre zu diesem Thema an.
Vielen Dank, und ab jetzt keinerlei Aufmerksamkeit.

Bauer
3 Monate zuvor
Antwortet  Elmausi

Ein gezielter Streik könnte dieses Thema schnell in den Fokus bringen.

Elke Kummler
3 Monate zuvor

Ganz abgesehen von der Mehrbelastung die die Pandemie an uns Lehrern abverlangt, muss es dann zusätzlich die Korrekturzeiten für die Abiklausuren an den beruflichen Gymnasien so reduziert werden, dass einem nichts anderes mehr übrigbleibt als die Wochenenden dazu zu nutzen die Korrekturen innerhalb des vorgesehenen Termins fristgerecht abzuliefern, zeitgleich den Unterricht vorzubereiten, weitere Klausuren aus anderen und der Abschlussklasse zu korrigieren. Ferner werden wir eingespannt bei den täglichen Testung für Corona, Gespräche mit den belastenden Schülern und Eltern, ja was noch alles. In der Hoffnung, dass die Lehrer gesund bleiben und diese Überlastung gut wegstecken Grüße ich alle überlastenden und frustrierten Pädagogen.