Allen Ernstes: Bildungsministerium meint, Schulen seien nach Winterferien „wieder gut“ gestartet

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POTSDAM. Nach einer Woche Winterferien geht der Präsenzunterricht in den Brandenburger Schulen trotz hoher Infektionszahlen weiter. Im Landkreis Uckermark beträgt die Inzidenz unter Fünf- bis 14-Jährigen beispielsweise 6.158. Das Bildungsministerium spricht dennoch von einem „guten“ Schulstart.

Lässt ihre Sprecherin von einem „guten“ Schulstart sprechen: Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Foto: Axel Schön / Bildungsminsterium Brandenburg

Nach dem Ende der Winterferien hat die Schule nach Einschätzung des Bildungsministeriums gut im Präsenzunterricht begonnen. «Nur einige wenige Schulen müssen sich nach Rücksprache mit den staatlichen Schulämtern auf die Kernfächer konzentrieren, weil dort ein hoher Prozentsatz der Lehrkräfte erkrankt ist», teilte Ministeriumssprecherin Ulrike Grönefeld am Montag auf Anfrage mit. Auch vom Aussetzen der Präsenzpflicht in den Jahrgangsstufen 1 bis 5 sowie 7 und 8 sowie in Leistungs- und Begabungsklassen hätten nach wie vor nur wenige Eltern Gebrauch gemacht.

Seit Montag gilt auch in Brandenburgs Kitas und Krippen eine Testpflicht. Damit müssen Kinder ab einem Jahr zwei Mal pro Woche vor dem Besuch der Kindertageseinrichtung auf das Coronavirus getestet werden. Eine Abfrage habe ergeben, dass die Träger der Einrichtungen die notwendigen Tests besorgt hätten, erklärte Grönefeld. Das Land will den Trägern die Kosten erstatten.

Aktuell müssen sich die Schüler drei Mal pro Woche vor dem Betreten der Schule auf das Coronavirus testen. Anfang kommender Woche werde die Frequenz auf fünf Mal pro Woche erhöht, sagte Grönefeld. «Dort, wo die neue Testlieferung schon in den Schulen angekommen ist, kann allerdings auch schon in dieser Woche mit einer täglichen Testung begonnen werden», berichtete sie. News4teachers / mit Material der dpa

Kinder-Durchseuchung: Bayerischer Landkreis erreicht Schüler-Inzidenz von über 11.000

 

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Klugscheisser
3 Monate zuvor

Es startet immer gut. Warum auch nicht, Viruswichteln beginnt in den Klassenräumen… nach der ersten Woche fängt es an, in der zweiten Woche kommt richtig Fahrt in die Sache.

Trulla
3 Monate zuvor

Und je chaotischer die Situation wird, je mehr Kritik kommt, je mehr klar wird, wie sehr die Karre im Dreck steckt, um so skurriler werden die Verlautbarungen der KMs werden. Völliger Realitätsverlust, Leben in einer Parallelwelt

Fan
3 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Genau so ist es. Die Lügen der Ministerien werden immer dreister. Weil eine Impfpflicht nicht populär ist und man damit Wähler verlieren könnte, treibt man über die Kinder die Durchseuchung voran. Es funktioniert, wie alle merken, die mit Schule zu tun haben. Mit Verantwortung hat das allerdings nichts zu tun.
Und in Bayern wundert man sich gerade, dass aktuell viele Stunden ausfallen weil auch Lehrer krank sind. Ironie an: Wer hätte das auch ahnen können, dass Lehrer und Schüler erkranken können, wo Schule doch ein sicherer Ort ist. Ironie aus:
Schule ist ein absolut sicherer Ort sich zu infizieren.

Carsten60
3 Monate zuvor
Antwortet  Fan

„Wähler verlieren“
Aber warum fallen die Wähler denn darauf rein? Warum werden denn die Genossen an die Regierung gewählt? Frau Ernst ist ja keine Newcomerin, sie ist wohlbekannt.

Tina+2
3 Monate zuvor

Die Zwangsdurchseuchung läuft offenbar genau nach Plan wenn die Politiker so zufrieden sind.

Wieviele Jahre wird es wohl dauern bis in Nachhinein verurteilt und geächtet wird, dass die Kinder mit einem hochgefährlichen Virus ZWANGSinfiziert werden?

Mündiger Bürger
3 Monate zuvor

Lügen verbreiten sich eben schneller als die Wahrheit.

Schattenläufer
3 Monate zuvor

Ich eine Frage der Sichtweise.

Bei ihr im Büro lief der Luftfilter, 22°C, der Kaffee war gekocht.

Keine Probleme das Lachen zu verkneifen wenn man „Die Schulen sind sicher“ in eine Kamera sagt.

Keiner wollte, dass sie zwei Vertretungen am Tag macht und parallel noch drei Klassen mit beaufsichtigt.

Im näheren Umfeld ihres Büros keine positiven Testungen.

Der Spendenstand auf dem Parteikonto war auch sehr erfreulich.

Warum sollte die gute Frau da was als schlecht empfinden?

Ergo, der Schulstart nach Weihnachten war gut!

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Egozentristische Weltsicht, nach Piaget endet das ungefähr mit dem 7. Geburtstag. Schön zu hören, dass die KuMi irgendwie noch Kind bleiben konnte…

Eine Mutter
3 Monate zuvor

Selbstverständlich war der Start gut.
Für Frau Ernst, auf jeden Fall.
Bei uns war der Start weniger gut.
Die Klassenlehrerin ist an Corona erkrankt und fällt demzufolge aus.
Blöd, denn nun bricht das dünne Notkonstrukt völlig zusammen.
Aber hey, die Schule steht noch. Durch die weit offenen Fenster strömt gesunde, wenn auch feucht-kalte Luft und Heizung läuft auf Hochstufe.
Mal sehen, was das Kind heute so am Nachmittag zu berichten hat.
Ach ja, Distanzunterricht klappt bei uns nur wenig gut. Die Gründe wie: keine / kaum Aufgaben über die Schulcloud, schwaches Internet usw. sind hinlänglich bekannt.
Also von einem guten Start kann überhaupt keine Rede sein.
Es muss in den Ohren von Schülern wie Hohn klingen, wenn man von einem guten Start spricht.
Aber immerhin war es für Frau Ernst ein guter Start in die Woche. Ich will es ihr gönnen. Was mir aber ziemlich schwer fällt.

Schönes Saarland
3 Monate zuvor

Frau von Olaf Scholz. Mehr muss man nicht sagen und auch nicht wissen. Nur so viel: Im Saarland ist es auch so.

Scheibenwischer
3 Monate zuvor

SPD , sagt schon alles.

Chorleiterin
3 Monate zuvor

Immerhin sollen die Schüler getestet werden, BEVOR sie die Schule betreten, das ist doch schon mal eine geistige Höchstleistung.
Bei uns gehen sie durcheinander erstmal durchs ganze Schulhaus in ihren Klassenraum, vorher saßen sie enggedrängt in den Schulbussen.
Dann in der ersten Stunde alle Masken ab und alle testen, ohne Abstand, mit ein bisschen Frischluft….
Positiv Getestete melden sich im Sekretariat……
Dieser Aktionismus schreit zum Himmel….

Stephanie
3 Monate zuvor

Komisch, es sind seit zwei Jahren die Lehrer, sie am lautesten schreien und sich über wirklich alles beschweren. Man bekommt den Eindruck, dass die keinen Bock auf Arbeit haben, denn Präsensunterricht ist ja aktuell ganz schrecklich und Distanzunterricht bekommen die einfach nicht hin! Dabei sind dich die Lehrer mit am besten geschützt! Die Schüler testen sich 3 mal die Woche und alle tragen Maske. Es wird und kann regelmäßig gelüftet werden. Und einem Schulkind kann man gut die AHA-Regeln erklären. Nicht ein Erzieher in der Kita heult rum. Dabei haben die gar keinen Schutz!

Meine Güte, macht einfach euren Job!!! Ich bin froh, dass die Schulen offen sind. Und wenn sich jemand ansteckt, dann ist das so!

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

@ Stefanie, ich kenne einige Lehrer und zum Glück sind die meisten davon wesentlich entspannter als man das hier in diesem Forum immer wahrnimmt.
Es ist natürlich verständlich, dass man Angst vor Ansteckung hat. Aber mit einer 3fachen Impfung sollte man auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen.
Viele Kinder haben auch tatsächlich Angst vor dem DU. Nicht weil sie dann ihre Mitschüler nicht sehen können, sondern weil sie Angst haben, den Stoff nicht zu schaffen. Denn nach dem DU muss der Lehrplan wieder durchgepeitscht werden egal ob die Schüler es im DU begriffen haben oder nicht.
Auch für viele Eltern ist DU eine schwierige Situation. Und nicht, wie hier im Forum ist behauptet, weil sie keine Lust haben, sich selbst um ihre Sprösslinge zu kümmern, sondern weil homeoffice und homeschooling eine enorme Belastung für alle ist. Zumal man auch als Eltern alleine bei der Stoffbewältigung ab einer bestimmten Alterklasse an seine Grenzen stößt.
Und auch für Grundschuleltern ist es nicht einfach.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Solche Verallgemeinerungen sind wirklich unpassend und einfach nur erbärmlich. Aber wenn’s dir jetzt besser geht, wir sind ja gerne die Sündenböcke der Nation. Danke Stephanie.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Interessant wäre, welchen Job machen Sie? Geschützt im Home Office? Einzelbüro? Oder auch mit 30 bis 30 Personen bei ca. 10 Grad im eiskalten Luftzug im 40 qm Raum?
Es ist einfach von jmd anderes zu verlangen, einfach den Job zu machen, von dem man keine Ahnung hat. Nach 90 Minuten fühlt man seine Finger nicht mehr. Ist das bei Ihrem Job auch so? 20 bis 30 Menschen in dem Raum tragen mit etwas Glück die Maske korrekt (20% vielleicht). Sie wissen, dass der Virus über Schleimhäute übertragbar ist? Wenn also von den 80% Mundmaskenträger ihre Aerosole 90 Minuten in den Raum atmen, kann das auch ins Auge gehen. Da sind auch Schleimhäute. Eigens korrektes Maske tragen schützt da nicht.

Übertragungen über das Auge werden heutzutage völlig ausser acht gelassen! Man sagt zwar, das das Risiko gering ist, doch diese Untersuchungen sind alt und beziehen sich auf alte Varianten.

Grosskotzige Leute gehen mir am meisten auf den Keks, wenn diese sich über Sachen äussern, über die sie keinen Überblick haben. Wie über die Zustände in Klassenzimmern, wo beim Test erst mal alle herzlich im Klassenzimmer durch die Gegend niesen.

Halleluja
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Hey Stephanie, also gehörst du auch zu den Eltern, die ihre Kinder nicht selbst betreuen wollen. Da stören Lehrer, die sich um die Gesundheit auch deiner Kinder sorgen natürlich sehr. Da fragt man sich, wieso manche Leute überhaupt Kinder bekommen haben.

Pat Rizia
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Hallöchen Katha Reist! 😉

xy
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Dann ist das so, Stephanie? Verzichten wir doch alle auf Maßnahmen und wenn Sie sich anstecken, dann ist das eben so! In Ihrem Job verzichten Sie bitte auf Schutzmaßnahmen und nehmen das ohne Protest hin. Basta.
Unglaublich. Egoismus wohin man sieht.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Stephanie

Stephanie
Die Schulräume sind durch das erforderliche Dauerlüften deutlich ausgekühlt !
Hinzu kommt das FFP-2-Masken nicht vom Arbeitgeber gestellt werden.
Die Sensitivität der in NRW verwendeten und aus der VR-China importierten Schnelltests reicht laut der Schnelltestliste des Paul-Ehrlich-Instituts von 20 bis 80 %. Damit kann man nicht sicher infizierte Schüler erfassen!
Die Lehrer befinden sich zur Zeit in dem beruflichen Umfeld mit dem höchsten Risiko sich mit Covid-19 zu infizieren, da die Schulen massiv von Covid-19-Infektionen betroffen sind.
Die Inzidenz liegt bei den Kinder zwischen 5 – 12 Jahren deutlich höher als bei allen anderen Gruppen , gefolgt von der Gruppe der über 12-Jährigen.

Luna
3 Monate zuvor

Ich finde es mittlerweile nicht mehr für verantworttingslos seine Kinder in der Schule zu schicken.
Es ist einfach nur Quaos.Ständig ändert sich was und die Zahlen steigen immer weiter

Und die Politik schaut einfach weg mit der Begründung es sind leichte verläufe

Schulkindermutti
3 Monate zuvor

Genau, Stephanie! Die Lehrer sind mit am besten geschützt. Einfach unverständlich, dass die sich immer so anstellen! Manche erdreisten sich gar, dem ungeliebten Präsenzunterricht zu entfliehen, indem sie wegen einer Coronainfektion in Isolation müssen. Bestimmt, weil sie keinen Bock auf Arbeit haben…

Noch besser sind eigentlich nur die Schüler geschützt. Die stellen sich aber noch mehr an als die Lehrer und genieren sich nicht mal, mit schwindelerregenden Inzidenzen daherzukommen, obwohl man ihnen jetzt doch seit zwei Jahren die AHA-Regeln erklärt hat, obwohl sie Maske tragen und 2-3 mal pro Woche getestet werden und durch das ständige Lüften der Klassenzimmer sogar noch ganz viele Extraportionen gesunde frische Luft bekommen. Einfach undankbare kleine Racker, die jede Gelegenheit, selbst Sportunterricht ohne Masken oder Essen in der Mensa, dazu missbrauchen, sich gegenseitig anzustecken, wenn es im Klassenzimmer nicht funktioniert. Wahrscheinlich weil sie auch keinen Bock auf Schule haben. Und manche schrecken nicht einmal davor zurück, auch Lehrer anzustecken. Aber die haben ja, s.o., eh keinen Bock auf Arbeit.

Ja, einfach unverständlich, dass die Lehrer so rumheulen. Die Arbeitsbedingungen sind momentan super, sie dürfen zusätzlich ganz oft unterhaltsame Vertretungsstunden in anderen Klassen für ausgefallene Kollegen halten und bekommen on top täglich ein kostenloses Entertainment in Form von knisternder Spannung, ob es in ihren Klassen und im Kollegium wieder jemanden erwischt hat und wann sie selbst fällig sind. Man sollte mal ernsthaft darüber nachdenken, ob sie nicht eine Unterhaltungsabgabe bezahlen sollten, anstelle für den großen Spaß auch noch Gehalt zu beziehen.

Und bitte, ich möchte nicht gefragt werden, ob das Ironie ist!

Trulla
3 Monate zuvor

Da Sie ja so genau wissen, wie „der“ Lehrerjob läuft, die AHA Regeln auch 100 % in diesem Umfeld umzusetzen wissen, nicht „rumheulen“ werden und auch möglichen Ansteckungen so furchtlos entgegensehen:
Sie sind DIE gesuchte Person im Schuldienst.
Quereinsteiger_innen sind willkommen, die Stellen können gar nicht alle besetzt werden.

Woldo
3 Monate zuvor

Liebe Stefanie

Irgendwann schimpft immer einer auf die Lehrer.
Die Lehrer jammern…tun sie das tatsächlich?

Lehrerinnen wie ErzieherInnen haben berechtigte Klagen über Missstände betreffs Corona Maßnahmen, welche sie und die Kinder und den je nach Alter der Kinder und anderen Umständen mehr oder weniger stark treffen.

Die Durchseuchung läuft in den Schulen und in den Kindertagesstätten auf Hochtouren.
Mehrmals in der Woche positiv getestete Kinder in meiner 1. Klasse. Getestet wird im Klassenraum. Da sitzen 25 Kinder dicht an dicht.
Klar, bei geöffneten Fenstern. Ohne Luftfilter.
Ja, den Kindern kann man die Regeln erklären. Trotzdem bleibt die Maske nicht auf.

Vor knapp 14 Tagen hat es auch mich erwischt. Inzwischen hab ich Covid fast ausgestanden.

Auch in Hessen läuft es also richtig rund.

Privat
3 Monate zuvor

Na klar läuft es gut. Würde auch nur 1 Kumi etwas anderes behaupten, müsste man ja handeln. Tina+2 bringt es auf den Punkt. Zwangsdurchseuchung läuft nach Plan. Alles gut. Glück im Unglück haben die Bundesländer mit ausgesetzter Präsenzpflicht. Hier kann man als Eltern ein klein wenig gegensteuern. Aber auch nur bedingt. Unterstützung der Schule gibt es leider nicht. Eher das Gegenteil. Bin weiter auf der Suche nach der rosaroten Brille, damit ich das auch endlich alles toll finden kann.