Lehrer machen Gebauer für das Corona-Chaos an Schulen verantwortlich – und fordern: Rücktritt!

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HERNE. Es brodelt in den Kollegien. „Mehrjährige Versäumnisse, Fehleinschätzungen, Verkennungen der Lagen, unzulängliche oder falsche Maßnahmen und teilweise (bewusste?) Fehlinformationen der Öffentlichkeit sorgen für Vertrauensverlust, Chaos und Unsicherheiten an den Schulen vor Ort“, so heißt es in einer Erklärung der GEW im westfälischen Herne zur Politik von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), die beispielhaft für die explosive Stimmung vielerorts stehen dürfte. Das Besondere: Die Lehrer-Gewerkschafter fordern jetzt sogar Gebauers Rücktritt – ein beispielloser Schritt.

„Für einen Teil der Infektionen und schließlich auch für einen Teil der Opfer verantwortlich „: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) steht in der Kritik Foto: Land NRW / Martin Gotz

In einem insgesamt achtseitigen Dossier listet die GEW Herne den Stand der Forschung und die Maßnahmen des Schulministeriums (Ministerium für Schule und Bildung, MSB) unter Gebauer auf. „Die vom MSB zu den jeweiligen Zeitpunkten getroffenen Coronamaßnahmen während der letzten 2 Jahre waren in Bezug auf den Infektionsschutz durchgehend und immer wieder dramatisch unzureichend und mindestens fatal zu spät“, so heißt es. „Bereits seit Oktober 2020 lagen danach mehrere überregionale Untersuchungen vor, die belegen, dass Schulen zu allen Zeiten der Pandemie Teil des Infektionsgeschehens waren, während die Ministerin die Schulen wieder und wieder als ‚sichere Orte‘ einstufte.“

„Bereits seit Dezember 2020 lagen Untersuchungen zur Wirksamkeit von MNS im öffentlichen Raum vor, während die Ministerin nicht nur die Maskenpflicht an allen Schulen abschaffte, sondern einzelnen Schulen und Kommunen untersagte, eigenständig MNS- Schutz nach Lage vor Ort und nach dem Willen aller Beteiligten zu beschließen. Bereits im Dezember 2020 lagen wissenschaftliche Untersuchungen vor, die Superspreader- Geschehnisse in Schulen dokumentierten, diese Daten wurden ignoriert. Entgegen den eigentlichen Untersuchungsergebnissen wurde im Gegenteil behauptet, die Infektionsgeschehnisse hätten außerhalb der Schulen stattgefunden und die KMK bezog sich mehrfach in ihren Anordnungsbegründungen auf diese nicht korrekt rezipierten Grundlagen.“

„Schulen waren und sind Orte, die die Inzidenzzahlen in einem dramatisch hohen Faktor nach oben trieben und treiben“

Zuletzt, so führen die Autoren aus, hätten die Anweisungen des MSB zu Beginn des Unterrichts nach den Weihnachtsferien 2021/22 und die Situation vor allem im ÖPNV am ersten Schultag und der erste faktisch ungetestete Schultag der Grundschüler*innen dazu geführt, dass die Fallzahlen unter Kindern und Jugendlichen mit Omikron in Schulen explosionsartig nach oben gehen mussten. In Bezug auf die neu vom Land beschafften Schnelltests für weiterführende Schulen heißt es, „dass diese mit einer Sensitivität von nur noch 58 bzw. 62% einen deutlich schlechtere Erkennung von Infektionen aufweisen als der bisherige Test mit einer Sensitivität von 76%“.

Der nächste Tiefpunkt geführt: das Test-Chaos. „Heute (am 25. Januar, d. Red.) hat das für Herne zuständige Labor – wie zahlreiche weitere Labore in ganz NRW – den Schulen mitgeteilt, dass aufgrund der hohen Zahl an Positivtestungen der Grund- und Förderschulpools nicht mehr weiter einzeln nachgetestet werden kann – die Zahl der positiven Pools liege bei über 20%. Dies bedeutet, dass ab sofort den Grundschulen ca. einen Tag nach den genommenen Tests zwar noch bekanntgegeben werden wird, dass in einer Klasse ein oder mehrere Kinder infiziert sind, dann wird aber nicht mehr ermittelt, welches Kind oder welche Kinder dies sind.“

Die GEW habe davor gewarnt, dass das Zusammensitzen aller faktisch ungetesteten Grundschulkinder am 1. Tag nach den Weihnachtsferien die Omikronvariante in die Schulen eintragen würde und dass in der Folge zwangsläufig das Virus in die Grundschulen „einschlagen würde wie eine Axt in weiche Butter“. Genau dies sei geschehen. „Die Folgen in der kommenden Zeit werden sein, dass die Zahlen infizierter Kinder und Lehrer*innen und in der Folge auch die Inzidenzen in der Gesamtgesellschaft weiter explodieren werden. Für Schulen werden entweder v.a. bei kleinen Kindern sehr unsichere ‚Selbsttests‘ gemacht werden müssen oder es wird gar nicht mehr getestet werden können. Das jetzt bereits eingekehrte alltägliche dramatische Chaos wird sich noch ausweiten, vor allem wenn die Infektionszahlen bei Lehrer*innen ebenfalls weiter nach oben gehen werden. Es ist zu erwarten, dass die fatal falschen Maßgaben des MSB (…) dazu führen, dass Schulen doch komplett werden schließen müssen, dass die Präsenzpflicht in Schulen ausgesetzt werden wird müssen (und damit den Eltern diese Dilemma- Entscheidung überlassen) – oder dass schlicht in Präsenz weiter unterrichtet werden wird, egal, wie die Infektionslage ist.“

Insgesamt sieht die GEW Herne direkte Zusammenhänge zwischen massiv falschen oder unzureichenden Einschätzungen von Gebauer und direkten Folgen im Infektionsgeschehen. „Nicht waren und sind Schulen sichere Orte, wie die Ministerin immer wieder öffentlich angab, sie waren und sind Orte, die die Inzidenzzahlen in einem dramatisch hohen Faktor nach oben trieben und treiben. Da die Zahlen schwerster Erkrankungsverläufe und auch Todesfolgen in direkter Folge zur Anzahl an Infektionen stehen, sind die unzureichenden oben beschriebenen fatalen Einschätzungen und daraus folgenden Maßgaben für Schulen für einen Teil der Infektionen und schließlich auch für einen Teil der Opfer verantwortlich zu machen.“

Weiterer Punkt: Die schulische Grundausrichtung von Gebauers Wirken sei einseitig auf „Unterrichtsstoff und Prüfungen“ ausgelegt gewesen: „Während zu Beginn der Pandemie als Ziel vorwiegend das ‚Durchziehen‘ von Prüfungen Kern der MSB-Maßnahmen war und der Schutz auch der seelischen Unversehrtheit von Kindern und Jugendlichen so gut wie gar nicht im Fokus standen (ein überwältigender Teil der Anweisungen aus den ersten 28 Schulmails bezieht sich auf die Durchführung von Prüfungen und die Voraussetzungen dafür für die Abschlussklassen), berufen das MSB und die Ministerin sich jetzt bei der gesetzten Prämisse des Präsenzunterrichtes gerade auf das Argument der seelischen Gesundheit der Kinder – tatsächlich werden hierzu aber fatal unzulänglich Maßnahmen getroffen.“

Trauer, Fassungslosigkeit, Verzweiflung, Wut – und Zweifel an den Kompetenzen auf höchster Führungsebene

Großteile der Maßnahmen folgten der Überschrift „Aufholen nach Corona“ unter Titeln wie „jetzt schalten wir den Turbo ein“ – und fokussierten weiterhin auf fachliches Aufholen von Inhalten, während bei Notfallunterstützungen von traumatisierten Kindern und Jugendlichen oder bei Depressions-, Vereinsamungs-, Sucht-, Aggressions- oder anderweitigen Problemtendenzen Wartezeiten in Beratungsstellen und Kliniken von vielen Monaten bis zu über einem Jahr bestünden.

„Akuthilfe haben zuständige Kliniken – den Rückmeldungen aus den Kollegien nach – vollständig auf Selbstgefährdungslagen beschränkt. Selbst bei Fremdgefährdungslagen stehen aufgrund der unfassbaren Fülle an bedürftigen ‚Fällen‘ lange Wartezeiten an. Diesbezügliche Maßnahmen mit dem Fokus auf das, was Kinder und Jugendliche jetzt für ihr Wohlbefinden, ihre Identitätsbildung, ihre menschliche Entwicklung, die Entwicklung von Werten und Normen bräuchten, stehen in den Anweisungen des MSBs für Schulen weiterhin nicht oder kaum, in jedem Fall aber völlig unzureichend auf der Agenda.“

Die GEW Herne erreichten immer wieder Rückmeldungen aus den Kollegien sowie von Eltern und Schülerinnen und Schülern, „die zeigen, wie groß die Trauer, die Fassungslosigkeit, die Verzweiflung, die Wut oder der Zweifel an den Kompetenzen auf höchster Führungsebene mittlerweile sind. Für die GEW Herne trägt dafür Frau Ministerin Gebauer wesentlich die Verantwortung.“ Die Schulministerin solle zurücktreten – „im tiefen und besten Interesse aller von Schule Betroffenen“. Denn: „Das Vertrauen in sie und auf zukünftig von ihr zu verantwortende sinnvolle Entscheidungen ist bei der überwiegenden Zahl der Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen nach unserer Wahrnehmung nicht (mehr) vorhanden.“ News4teachers / mit Material der dpa

Schüler wehren sich gegen Durchseuchung: „Wir werden in überfüllte Klassenräume mit unzureichendem Infektionsschutz gezwungen“

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Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor

Schade , dass es nur die GEW Herne ist … Ganz NRW wäre besser .
Die Analyse ist vollständig korrekt : Immer zu wenig , aber zu spät und meist fatal falsch .

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Sie liegen mit ihrer Einschätzung richtig.

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Lieber Klaus…
wir hören und staunen, zu welch radikalen Forderungen Teile der GEW kommen!!
…so als wenn wir genau diese Forderung nicht schon seit mindestens 18 Monaten hier im Forum klar und deutlich formulieren und diese auch mit entsprechenden und passgenauen Argumenten untermauern.
Die Wirkung bleibt aus, da die zuständigen politischen Instanzen dieser vollkommen inkompetenten und mittlerweile hochgefährlichen Person nicht den Stuhl vor die Tür stellen wollen.
Man muss sich fragen, womit Frau Gebauer die politischen Spitzen in der Hand hat, dass ihr konsequentes und kontinuierliches Versagen nicht bereits vor einem Jahr mit ihrem klaren Rauswurf geendet hat.
Natürlich bin ich mir bzgl der politischen gegenseitigen Verpflichtungen im klaren, die eine Koalition mit sich bringt….aber letztlich bleibt das Totalversagen des „kleinen Partners FDP“ im Bereich der Kultusbürokratie auch an der „großen CDU“ hängen.
Wie kann Hendrik Wüst glauben, dass er mit einem solchen Regierungsteam, in dem so chronisch erfolglose und verantwortungslose Minister*innen, wie Gebauer und Stamp (als VizeMP ….. sorry, ich schwanke gerade zwischen Kotz- und Lachflash) glauben, dass er im Mai eine Chance hat, in diesem Bundesland erstmalig als Ministerpräsident gewählt zu werden?

In der Politik legt man sich nicht mit einem erkennbar „Todkranken“ in ein gemeinsames Bett…und ein großer Teil der bundesrepublikanischen Versagenspolitik „unserer Ampel“ ist ebenfalls auf die „Freien Demokraten“ zurückzuführen (Atomenergie ist nachhaltig, die „schwarze Null“ wird herbeigemogelt, indem Chrissi L. bewilligte Corona-Hilfen `umwidmet´usw).

Jaaaa, Frau G. aus Köln…beschäftigt (nicht arbeitend!!) in Düsseldorf muss gehen.

Es wird dringend Zeit…Versagen muss auch Konsequenzen nach sich ziehen, v.a., wenn es durch Wissenschaftleugnung, Lobbyistenhörigkeit, akuter Inkompetenz hinsichtlich des eigentlichen Kernthemas und v.a. einer unaufhörlichen Verlogenheit ggü der Öffentlichkeit (Schulen sind sicher, Hygienefilter, Bremsscheiben usw. usf) klar erkennbar und quasi zum Dogma des eigenen Handelns gemacht wird.

btw.:
Auch Matze Richter als Staatssekretär gehört unwiderruflich aus jeglicher politischen Verantwortung entlassen…solche Leute sollen – als Jurist – eine eigene Kanzlei eröffnen, in der sie dann Leute verteidigen, die „Schrottimmobilien an gutgläubige Idioten“ verhökert haben oder fragwürdige Wirtschaftsunternehmen gegen die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Das passt!!

Marie
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Leider werden wir diese Frau auch mit der nächsten Wahl nicht wirklich los. Sie steht nach Stamp (!) auf Platz 2 der Landesliste, wird also mit ziemlicher Sicherheit wieder im Landtag sitzen. Da die FDP sich selbst als „Königsmacher“ sieht, ist sehr zu befürchten, dass das Schulministerium bei ihnen bleibt.

Kathrin
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Kleine Korrektur: Matthias Richter ist Volkswirt. Er müsste also woanders runterkommen…

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin

Volkswirt??
Liebe Kathrin, das war mir nicht klar….erklärt aber, warum er uns immer wieder einen Schirlingsbecher nach dem anderen eingeschenkt….liegt quasi in seiner verkürzten Profession als Wirt des Volkes.
😉

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin

Das wird er sicher schaffen . Findige Leute sind überall gern gesehen . Er hat ja mit seinen Mails dazu beigetragen , die Arbeitskraft der Eltern zum Wohle der Wirtschaft zu erhalten . Das wird ihm sicher Dankbarkeit einbringen , die sich rechnet …

Petra
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

„Hier im Forum“ ist noch lange nicht die gesamte Lehrerschaft, Herr Hog. Sie tun gerade so, als wären die paar Stimmen hier, die wiederholt schreiben, die gesamte Lehrerschaft und die Politiker oder die GEW müssten sich nach ihnen richten.
Nebenbei bemerkt: Es gibt auch noch Foren, in denen anderes behauptet und gefordert wird als bei news4teachers.
Manchmal beschleicht mich der Eindruck, hier halten sich die meisten für die einzig wahren Menschen mit Durchblick, dabei ist man auch nur eine von vielen Foren-Glaubensgemeinschaften (Filterblasen), wo man sich in derselben Meinung bestärkt und gemeinsam Dampf ablässt. Das schafft bekanntlich ein wohliges Gefühl von Gemeinschaft.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Getroffene Hunde bellen…

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Liebe Petra,
Ich sage ja gar nicht, dass alle hier im Forum meine Meinung und Einschätzung vertreten, sondern lediglich, dass diese Forderungen nach Rücktritt hier bereits von vielen vor vielen Monazen formuliert wurden….nicht mehr und nicht weniger…daher verstehe ich Ihren Anwurf, der ein wenig als „persönliche Kritik“ an mir herüberkommt nicht.
Nein, ich habe bestimmt nicht immer recht….vllt habe ich ja auch nie recht … das mag durchaus sein….aber meine Meinung hier zu vertreten….dazu habe ich sehr wohl das Recht.
Und das wollen sie mir doch wohl nicht absprechen, oder!?

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Wir sind hier keine Filterblase, denn die hier schreibenden haben zu unterschiedlichen berufs- gesellschafts- und bildungspolitischen Themen sehr verschiedene Ansichten, die dann zuweilen recht kontrovers diskutiert werden.
Andre Hog, Klaus Lehmkuhl , Rosa und andere orientieren sich in Bezug auf die Pandemie am RKI, was anderes ist nicht von uns zu erwarten.
Allerdings sollten sich eben auch die politischen Entscheider an validen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren.
Die von ihnen angesprochen Blase gibt es hier nicht.
Auch wir wollen wieder normal leben, wir fordern aber, dass jeder und gerade die gewählten politischen Entscheider ihr Handlungsanweisungen an validen Daten orientieren.

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Mir will scheinen, das menschliche Gehirn arbeite nun einmal auf Grundlage von Analogie- und Rückschlussmethode: Es ruft, ähnlich einer Festplatte, gewonnene Eindrücke wieder auf, um neue verarbeiten zu können. Anders formuliert: Ist ein rotes Auto mit Leiter und Blaulicht oben drauf erst einmal als Feuerwehr gespeichert, erkenne ich das nächste anhand dieser Merkmale ebenfalls als solches.

Je vielfältiger und begründeter dabei die Eindrücke sind, desto größer die Erfahrung, umso besser die Urteilsbildung. Aber wenn sich derselbe Eindruck ständig wiederholt, könnte mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit von Handlungsmustern ausgegangen werden, auf die aufmerksam zu machen sich lohnen und für die Alternativen zumindest vorgeschlagen werden könnten.

Das mag als „Filterblase“ verdammenswert erscheinen. Aber solange es aus eigener Anschauung und Überlegung resultiert, scheint es doch weniger abgehoben, als aus irgendwelchen herbeigeträumten idealen Soll-Zuständen Forderungen abzuleiten oder Regeln aufzustellen, die, als illusorisch zu bezeichnen, verheerende Wirkung haben können.

Die Einschätzung allerdings ist auch eine Frage des gedanklichen Ansatzes: Wähle ich den Weg von der Beschreibung zur Erklärung („bottom to top“) oder von der erträumten hehren Zielvorstellungen zu mehr oder weniger verkrampften Versuchen, diese irgendwie zu erreichen („top to bottom“)? In Deutschland geschieht zu oft Letzteres.

Die Möglichkeit, andere „Filterblasen“ zu nutzen und sich in diese Gedankenwelten ebenfalls einzulesen, besteht und erweitert den Horizont gewiß. Invektiven aber scheinen mir immer nur ein Hinweis darauf, dass die Argumente ausgehen.

Wir leben offenbar -jetzt mit A. Huxley- wirklich ALLE in mehr oder weniger kleinen Fläschchen.

Annette Piro
3 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Danke. Dem Kommentar kann ich nur zustimmen.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ich habe ja an dieser Stelle schon häufiger die Auffassung vertreten , dass Wüst nicht wiedergewählt werden möchte . Anders ist sein Verhalten nicht zu erklären . Aber vielleicht wartet schon ein Pöstchen bei Rheinbraun auf ihn . Die jetzige Koalition aus CDU und FDP ist in Umfragen weit weg von jeder Mehrheit . Hoffentlich kommt die SPD nicht auf die Idee , in NRW eine weitere Ampel zu bilden .
Und natürlich kann ich es mir nicht nehmen lassen , hier Otto Graf Lambsdorff zu zitieren – vorbestraft wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme . Er sagte : “ Drei Flaschen im Keller sind wenig , drei im Kabinett sind viel . “ Gebauer , Pinkwart , Stamp .

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Problem: „Rheinbraun“ gibt es nicht mehr.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Gibt garantiert einen Rechtsnachfolger …

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Es läuft alles genauso ab wie schon beim ehemaligen Verkehrsminister Scheuer, der die PKW-Maut durchsetzte , obwohl der doch auf den Gerichtsentscheid des EuGH vor Unterzeichnung der Verträge mit den mautbetreibenden Firmen hätte warten können, um sehr wahrscheinlich enstehende nachfolgende Ausgleichszahlungen an diese Betreiberfirmen zu verhindern.
Für die negativen finanziellen Folgen oder andere Schäden, wie hier die Steigerung der Inzidenz bei Kindern in geschlossenen Schulräumen gegen die bestehenden RKI-Empfehlungen und die der S3-Leitlinien-Schule durch die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht, werden derartige Personen nicht durch eine Amtsenthebung zur Verantwortung gezogen.

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Auf Grundlage welcher eigenen Leistungsbilanz will denn der ehemalige NRW-Verkehrsminister seine Kabinettskollegin entlassen. Die Staulage in NRW wird nämlich immer wüster.

Lessi
3 Monate zuvor

Diese Frau tritt niemals freiwillig zurück. Sie verfügt über kein Unrechtsempfinden, glaube ich.

Kathrin
3 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Das glaube ich auch. Nicht zurücktreten, aber auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Zudem wird sie nach der Landtagswahl, die hoffentlich das Ende der Gebauerschen „Misswirtschaft“ bedeutet, weich fallen. Dass Inkompetenz so ungestraft schalten und walten kann, macht mich fassungslos.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Kathrin

,,Dass Inkompetenz so ungestraft schalten und walten kann, macht mich fassungslos.“ Genau das verärgert so viele Menschen in D. Es müssen neue Gesetze dafür her. Vielleicht gibt es dann wieder so etwas wie ein Vorbildwirkung in den politischen Ämtern, weil sich die Falschen dafür nicht mehr bewerben würden.

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

,,eine Vorbildwirkung“

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Wer, wie diese Frau, sich in seinen politischen Entscheidungen auf schlecht informierte und wenig auf valide Kenntnisse stützende Berater verlässt, der gerät eben zu Recht in die Schusslinie.

Jan aus H
3 Monate zuvor

Wollen wir wetten… Frau G lässt sich das durch den Kopf gehen (links rein, rechts raus oder umgekehrt) und es wird sich nichts ändern. Sie wird weder zurücktreten noch wird sie den längst überfälligen Schritt gehen, wenigstens die Präsenzpflicht aufzuheben.

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Lieber Jan…
leider ist zwischen dem Eintritt der Info und dem Austritt der Info ja auch kein moralisches Grundgewissen vorhanden, an dem dieser Gedanke hängen bleiben oder auch nur den Hauch einer Irritation verursachen könnte…
Computer können nur das rechnen, was man ihnen vorher eigegeben hat.
Frau G. kann nur Entscheidungen treffen, die die Lobbyverbände ihr vorher eingeimpft haben…alles andere führt zu einem „sys-error“, der nicht bearbeitet werden kann.

Daher wäre es so wichtig, dass der verantwortliche MP (nach Partei-Votum….nicht nach richtiger Wahl) diese Dame aus der Regierung entfernt. (s.o.)

Eine Mutter
3 Monate zuvor

Falls Frau Gebauer der Forderung nach Rücktritt nachkommt, möchte sie bitte auch Frau Britta Ernst (Gattin von Herrn Scholz und Bildungsministerin in Brandenburg) auch zum Rücktritt bewegen. Zusammen tritt es sich doch viel schöner zurück.
Denn auch in Brandenburg ist der Wahnsinn im Bildungssystem komplett.
Wobei man hier nicht mehr von Bildung und System sprechen kann.

Hermine Schulz
3 Monate zuvor
Antwortet  Eine Mutter

Stimmt 100%. Wenn ich Frau Ernst schon sehe….

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Eine Mutter

Hubig soll auch mit zurücktreten! Coronaverharmlosung und schwarze Zwangspädagogik sollten nicht in Kultusministerien gehören!!

Feldy
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Und bitte auch Frau Prien!
Dringend!!!

Lametta
3 Monate zuvor
Antwortet  Eine Mutter

Ernst gemeinte Frage, nicht rhetorisch: Welche/r der Bildungsminister/senator/innen der Bundesrepublik sollten NICHT aus denselben oder sehr ähnlichen Gründen zurücktreten?

Mein Name ist Hase
3 Monate zuvor

Teil des neoliberalen Menschenbildes ist es eben, den „Menschen an und für sich“ hauptsächlich als Mehrwert herstellende Produktionseinheit zu verstehen, Bildung hauptsächlich als „Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt“ (der nach 30 Jahren Globalisierung zunehmend von Robotern geprägt sein wird). Mittels des Versprechens auf materielle Vorteile und dem damit verbundenen Status („Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“) wurde fast vierzig Jahre lang ein Egoismus herangezüchtet, der sich nunmehr für alle sichtbar bis in die obersten Etagen heraufgemendelt hat. Da sind „social skills“ allerhöchstens schmückendes Beiwerk, eine Art „feel good“ – Verbrämung, wenn sich nicht hinter ihnen auch der gesteigerte Wert am Arbeitsmarkt verbirgt (Mein diesbezügliches Lieblingswort: „Teamfähigkeit“). Die Folgen davon werden, siehe Artikel, allerhöchstens als „Kollateralschäden“ wahrgenommen – am Liebsten aber gar nicht.

Was dabei im GEW-Dossier detailliert beschrieben ist, wurde schon fast 200 Jahren kurz und bündig zusammengefasst: „Die in lauter Atome aufgelöste Gesellschaft … überlässt es den Arbeitern, für sich und ihre Familien zu sorgen, und gibt ihnen dennoch nicht die Mittel an die Hand, dies auf wirksame Weise tun zu können.“ (Friedrich Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England, 1837)

Mit humanistischen Gedanken, humanistischer Bildung hat das Alles Nichts mehr zu tun. Schulen zählen nur noch -zumindest wunschweise- zur „kritischen Infrastruktur“. Fast könnte man meinen, in bester „neofeudalistischer“ Absicht („Ihr da oben, wir hier unten“, „us and them“ usw.) würden Grundrechte absichtlich gegeneinander ausgespielt „ad maiorem gloriam oeconomiae“: Schweig und Arbeite!

Andre Hog
3 Monate zuvor

Hallo Mein Hase….
Großartige Analyse!

Danke!!

Rosa
3 Monate zuvor

Leider trifft es nicht nur NRW und BW ist ebenfalls davon betroffen. FrauSchopper hat in dem Ausnahmezustand ebenfalls viele Fehelentscheidungen getroffen. Alle KM haben schwer wiegende Fehler begangen auf Kosten von allen die an der Schule sind. Das Aufholprogramm ist in BW als Mogelpackung verteilt worden ohne Inhalt. Die KM haben auch keine respektvolle Zusammenarbeit angestrebt auf Augenhöhe, sondern haben eine Zusammenarbeit unterbunden und mit Füßen getreten. Die Stimmung ist an den Schulen schlecht und ein freudiges Lernklima herscht schon lange nicht mehr im Klassenzimmer. Die letzten in der Reihe sind den KM ausgeliefert und haben keine Möglichkeiten den immer kurzfristigen Anweisungen etwqas entgegenzusetzen. Die Schulen haben immer nur Befehle erhalten und immer kurzfristig zum Freitag und ab Montag soll die Schule unter den neuen Anweisungen der KM laufen. Schulleitungen und Lehrer hat man viel aufgehalst und wren in der Pandemie immer einen Dauerstress ausgesetzt. Anstand ist für KM ein Fremdwort und Kritik können die KM nicht ertragen. Auch von namenhaften Personen haben sich die KM nicht beitragen lassen, trotz vielen Aufforderungen, Mahnungen und Appellen. Frau Schopper hat z.B. am 18.10.2021 an der Maskenaufhebung festgehalten und hat sich von RKI, Virologen nicht belehren lassen. In der Pandemie hat die Machtposition den Ton angegeben und gemeinschaftliches Miteinander war nicht erwünscht. Der Ausnahmezustand hat tiefe Spuren hinterlassen bei einer heranwachsenden Schülergeneration und jegliches Vorbildfunktion hat dieser jungen Generation gefehlt von den KM. Es ist ein Trauerspiel für alle die in der Schule oder im Kindergarten sind und man hat für dieses Berufsfeld nichts getan außer Durchseuchung stand an erster Stelle und Gesundheitsschutz an letzter Stelle.

Defence
3 Monate zuvor

Auch wenn ich der GEW-Herne zustimme:
Man wusste, was da auf uns zurollt. Warum muss so ein Schreiben, müssen solche Forderungen gestellt werden, wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist?
All das Leid, auch das, welches noch in den kommenden Jahren folgen wird, hätte verhindert werden können.

Es ist nicht nur Frau Gebauer. Die komplette KMK spielt in dieser Pandemie eine Schlüsselrolle. Kinder, Eltern und das Personal (Kita explizit inbegriffen) sind die Bauernopfer und zahlen den hohen Preis mit ihrer Gesundheit.

Die GEW hat in den letzten zwei Jahren kaum etwas erreicht und war verdächtig leise. Schlimmer- zeitweise hat sie der KMK zugearbeitet.

Schaut Euch mal den Hashtag #wirwerdenlaut an. Mittlerweile gibt es 100000 Menschen (innerhalb weniger Tage), die die Schülerinnen und Schüler mit einer Petition unterstützen und es werden sekündlich mehr.

Einer
3 Monate zuvor

In 98 Tagen ist Landtagswahl; spätestens dann ist sie sowieso weg. Und die FDP hoffentlich gleich mit. Bis dahin kann sie noch sehr viel Unheil anrichten. Ob danach etwas besseres kommt ist natürlich ungewiss, aber viel schlechter kann ich es mir eigentlich nicht vorstellen. Ist halt so in Deutschland – Schulen sind nicht für die Bildung da. Nur zur (möglichst kostengünstigen) Betreuung der Kinder.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Einer

Siehe BaWü. Es kam schlimmer.

gehtsnoch
3 Monate zuvor

Die Infektionen aus den Schulen sind doch längst trortz Bremsscheiben und Stellschrauben in den Unternehmen angekommen und die alleinige Ursache dürfte im mehrjährigem Missmanagement der Sicheren Orten Schule ohne Gesundheitsschutz liegen – oder möchte außer Frau Gebauer noch jemand widersprechen?

CoronaDIHK: Massive Personalausfälle wegen Omikron-Welle
Zahlreiche Unternehmen haben nach Angaben des DIHK unter massiven Personalausfällen zu leiden, die auf die Omikron-Welle der Corona-Pandemie zurückzuführen sind.

05.02.2022
In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bewertete jede vierte von 370 Firmen ihre aktuellen Ausfälle als erheblich. Weitere vier Prozent stuften die Lage als kritisch für die Aufrechterhaltung ihrer Angebote ein. In der Auswertung der Umfrage heißt es, die Betriebe rechneten damit, dass sich die Entwicklung in den nächsten Tagen noch verschärfen werde. Besonders betroffen sind demnach Unternehmen der Gesundheitsversorgung sowie aus dem Sektor Transport und Logistik. Weniger stark betroffen als der Durchschnitt seien der Einzel- und der Großhandel.

https://www.deutschlandfunk.de/dihk-massive-personalausfaelle-wegen-omikron-welle-100.html

Elly
3 Monate zuvor

Absolut überfâllig! Auch für Rechtsanwaltsgehilfinnen gilt: „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Nur pädagogisch qualifizierte Menschen mit Schularbeitsplatz-Erfahrung sollen künftig KM sein dürfen, diese Vetternwirtschaft MUSS enden! Ich fordere den Rücktritt aller undemokratischen KM, die am überkommenen Präsenzzwang festhalten! Wer Präsenzzwang verfügt, muss für Sicherheit sorgen!

Julia
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Das wird nichts ändern- siehe Berlin oder Lauterbach.
Koalitionäre Zwänge, das eigene Ego, Wahlkampf whatever…
Außer den LuL will man überall mehrheitlich Präsenz. Punkt. Und weitere Öffnungen stehen ins Haus.
Lehrkräfte, findet euch ab und/oder rettet die eigene Haut. Seit Corona steht sich jeder selbst am nächsten. Auch wir.

dickebank
3 Monate zuvor

Im diesjährigen NRW-Mathe-Abi sind alle Fragen zu Nullstellen bei Kurvendiskussionen gestrichen worden. Die Gefahr, dass die Prüflinge zur Beantwortung der Klausurfrage angeben könnten,
„In der Völklinger Strasse 49 in Düsseldorf“
ist einfach zu groß und könnte von den Prüfenden als mögliche richtige Antwort jenseits der vorgegebenen gewertet werden.

Pitti
3 Monate zuvor

#wirwerdenlaut, bitte alle unterschreiben, es geht schon auf die 110 000 Unterschriften zu.

Momo
3 Monate zuvor

Es geht ja wieder einmal darum, wie ehrlich kommuniziert wird. Es wird ja seitens der Verantwortlichen immer suggeriert, dass alles kein Problem sei. Nach außen erscheint das Bild des machbaren Präsenzunterrichts. Vor Kameras werden freudestrahlende Lehrer und Schulleitungen gezerrt, die sich über strahlende Kinderaugen freuen. Punkt ist: Momentan stellt Präsenzunterricht eine enorme Belastung für alle Beteiligten dar. Da strahlen schon lange keine Kinderaugen mehr. Und es ist an vielen Stellen einfach nicht mehr leistbar. Anstatt dass kritische Stimmen ernstgenommen werden, bagatellisiert man Probleme. Dass Schulleitungen vereinzelt selbst nun entscheiden sollen, verlagert nur Probleme. Wir haben in zwei Jahren Pandemie einiges erlebt und ich hätte mir nicht erträumt, dass wir uns nun arbeitstechnisch in der schwierigsten Phase wiederfinden. Weiße Fahnen auch für die Sek 1 und die Sek 2 bitte!

Dipl.-Päd. Walter Thomann
3 Monate zuvor

Puh, das liest erfreulich, besonders für einen, der seit 1970 dabei ist und nicht nur als Lehrer ausgebildet und praktiziert hat, sondern sich auch als Diplom-Pädagoge mit dem Schwerpunkt „Schulverwaltung und Bildungsplanung weiter qualifiziert hat. Die Karriere eines Lehrers oder Lehrerin ist ja gerade eine solche, an der das Peterprinzip ‚erfunden‘ wurde: befördert bis zur absoluten Inkompetenz: gute LehrerInnen werden SchulleiterInnen und erleben hier schon, dass sie für etwas zuständig werden, für das sie auf keinen Fall LehrerIn geworden sind: Sie entfernen sich von ihrer Herzenstätigkeit, dem Unterrichten, der Arbeit mit den Kindern und müssen in die Verwaltung, die sie nie mochten und treffen auf Verwaltungsexperten, die eine Lehre dafür durchlaufen haben. Sie Vorgesetzte von Experten, denen sie sich unterlegen fühlen müssen… und so werden sie weiterbefördert. Irgendwann gibt es keine Beförderung mehr, sie gehen in die Politik und treffen sich in der KMK … Eigentlich müsste die Verwaltung in einem Ministerium besser sein, geht aber nicht, weil sich in diesem Raum LehrerInnen und JuristInnen treffen: Es schneiden sich zwei ‚Peterlinien‘, das kann nicht gutgehen. Schlimm wird es, wenn die ‚Peterlinie‘ der Schulseite in einer Schulpflegschaft als Eltern oder gar nur als Tochter eine Schulderzernenten beginnt … Natürlich kann das auch einmal gutgehen. Begabung gibt es überall ..

Lera
3 Monate zuvor

Gab es eigentlich schon mal irgendwo einen KM, der KEINE komplette Witzfigur war?

Mir fällt keiner ein.

Es liegt also wohl nicht nur an den Personen.

Das Amt dient primär der proporzgerechten Versorgung talentfreier Politikdarsteller, wohl in der Annahme, dass hier am wenigsten Schaden angerichtet werden kann.

Klaus Lehmkuhl
3 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Das ist so nicht ganz richtig : Im Kabinett Rau gab es Kultusminister Jürgen Girgensohn . Der war vorher Realschulleiter und hatte wirklich Ahnung . Da gab es kein unmotiviertes Schlingern wie bei Frau Gebauer . Als ˋ talentfreien Politikdarsteller ´ würde ich ihn nicht bezeichnen .

Schattenläufer
3 Monate zuvor

Bei Frau Gebauer ist die Sachlage doch klar.

Sie hat weder Ahnung noch Interesse an den Schulen.
Alles was sie interessiert ist der Wille der FDP-Lobby

Daher kommen auch alle Entscheidungen zu spät. Es dauert eben immer etwas um nachzufragen was die Leute mit dem Bimbes gerade wollen.

Es erklärt auch, dass viele Entscheidungen grundsätzlich falsch oder sogar kontraproduktiv sind. Die Entscheidungen müssen weder für Arbeitssicherheit an Schulen, noch für Bildung einen Sinn ergeben, sie richten sich ausschließlich nach den Bedürfnissen der Lobby.

Aus dieser Sichtweise finde ich auch die Forderung nach einem Rücktritt echt realitätsfern und sogar lächerlich.
Politiker mit Verantwortungsbewusstsein und zumindest einem Rest an persönlicher Ehre treten bei gravierenden Fehlern zurück.

Diese Niederungen haben Frau Gebauer und ihre Kollegen von der FDP längst hinter sich gelassen.

Vollkommen ohne ein Ehrgefühl oder Verantwortungsbewusstsein wird der Lobby-Auftrag bis zur Abwahl gnadenlos umgesetzt.
Anschließend wird man mit einem „Amt“ belohnt, dass keinerlei Anforderungen hat, in der Besoldung aber beim 20fachen eines arbeitenden Durchschnittsbürgers liegt.

Die Frau lacht sich über uns prinzipientreue Kleingeister kaputt.

mm
3 Monate zuvor

Für alle, die zu Hause festsitzen: Teil3

20 Februar 2042 in Rodenkirchen
Zur gleichen Zeit in einem Kölner Vorort am Rande einer Neubausiedlung herrscht im Haus Nr.16 in der Einwegstrasse emsige Betriebsamkeit. In einem ehemaligen Partykeller werden eifrig Tische verschoben und Stühle herbeigeschafft. Erstaunlich, wie effektiv die zarte, so ganz und gar nicht mehr junge Hausherrin diese durchaus schweißtreibende Arbeit verrichtet. „„Sooo…“ Sie reibt sich die Hände.“ Das wird ja.“ Zwei Stühle noch, dann haben 16 Leute bequem Platz. Abschließend dekoriert sie den Couchtisch in der Ecke, der von einer schicken Ledergarnitur eingerahmt wird, mit einem Sträußchen Nelken und lässt sich erschöpft in die Polster fallen. Endlich ist es so weit, sie wird sie heute alle wiedersehen. Zur Kontrolle wandert ihr Blick nochmals durchs Zimmer und bleibt an einer eingerahmten Photographie aus dem Jahr 2019 hängen. Es handelt sich um eine Gruppenaufnahme. Ein schönes, kraftvolles Bild, wie sie findet. Mit festentschlossenen Gesichtsausdrücken blicken sie und ihre 15 Mitstreiter in die Kamera. Wie jung sie damals noch waren. Wie jung und unerschrocken und voller Tatendrang. Thea war damals noch nicht im Team, dafür aber ihre Vorgängerin, die sich jetzt Frau Kruppstahl nennt. Eine starke Frau mit einem eisernen Willen. Sie kommt heute anstelle von Herrn To…, nein Dose, so nennt er sich heute…Aus gesundheitlichen Gründen musste er leider absagen. Ihr Blick wandert weiter. An einer Kork Wand hat sie ihre schönsten Erinnerungen an ihre Zeit als NRW Kultusministerin angeheftet. Ja, sie war schon immer sehr volksnah gewesen und selbst zur Coronahochzeit hatte sie es sich nicht nehmen lassen, sich zusammen mit den lieben Schulkindern ablichten zu lassen. Natürlich immer mit FFP2 Schutzmaske und anschließendem Hygieneritual zu Hause, dass sie sich nach jeder Risikobegegnung angewöhnt hatte: Eine gründliche Mundspülung mit Meridol, dann ein heißer Salbeitee und zum Abschluss eine zweite Spülung mit Meridol. Gestern Abend hatte sie noch eine besonders originelle Idee. Deshalb stand jetzt neben der Kork Wand eine alte Schultafel, die schon mindestens ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel haben dürfte. So eine, die noch mit Kreide beschrieben wurde. Damit wollte sie ihre lieben Mitstreiter überraschen. Die Zeichnungen auf der Tafel hatte sie noch gestern kurz vor Mitternacht angefertigt und mit Kärtchen versehen. Darauf standen die beiden Begriffe ‘Bremsscheibe‘ und ‘Hygienefilter‘. Ja, das ist sie sich selbst noch schuldig: Eine verständliche Erläuterung dieser Begrifflichkeiten. Denn diese überaus passenden und zur damaligen Hygienesituation an den Schulen fast schon poetischen Metapher hatten selbst ihre 15 Wegbegleiter nie so richtig verstanden. Ihr kam es in den damaligen Videokonferenzen jedenfalls so vor. Denn jedes Mal, wenn sie diese Begriffe erwähnte, hatte sie das Gefühl, dass ihre Mitstreiter ihre Gesichtszüge nicht mehr unter Kontrolle halten konnten. Vielleicht lag es aber auch an der unvorteilhaften Bildschirmkamera, die damals noch verwendet wurde. Insgesamt hatten sie zusammengehalten und das große Ganze nie aus den Augen verloren. Totaler Unterricht für immer und ewig in absoluter Präsenz. Eine wichtige und feste Größe in einer Welt, die so ganz und gar aus den Fugen geraten war. In dieser Sache waren sie sich stets einig gewesen. In der Umsetzung kam es allerdings zu Abweichungen. Und an dieser Stelle, und daran konnte sie nicht ganz ohne Stolz denken, stand sie an der einsamen Spitze. Die Krönung ihrer Arbeit: Ein ausgeklügelte Testsystem an den Grundschulen in Nordrhein Westphalen. Einzigartig und einmalig in ganz Deutschland, so lautete es derzeit in den lokalen Schlagzeilen. Sie kam nur hier in ihrem wundervollen Bundesland zur Anwendung. Eine Weile funktionierte es hervorragend. Die Lehrer, Eltern und Kinder hatten größtes Vertrauen gefasst und spielten das Spiel erstaunlich gut mit, aber dann…Bei diesem Gedanken schüttelte sie energisch ihr Haar und unterdrückte ein hysterisches Kichern. Ja, in die Hose gegangen, war es. So ganz und gar in die Hose gegangen, war es. Aber…war das IHRE SCHULD gewesen???? Holla! das hatte sie jetzt aber laut ausgerufen.
„Yvönnche, Yvöööööön..che…. drunger allet in Ordenung?“ Die Frau richtet sich erschrocken am Sofa auf. Herrgottnocheinmal, beschissene Haustechnik aber auch. Hier hatten sogar die Kellerwände Ohren. Ja, ja, sie kommt ja. Der Alte konnte aber auch eine Nervensäge sein. Klar, es hat ihn hart getroffen und er hat ja nur noch sie……“Bin gleich bei dir Schatz“, meldet sie sich und betätigt das Touch Pat der integrierten Wandsprechanlage. So. Jetzt gibt es eigentlich nur noch Eines zu tun: Das passende Outfit für den heutigen Tag auszuwählen. Dabei fällt ihr Blick auf ihre heißgeliebte Lederjacke, die sie immer noch liebevoll an einem Kleiderbügel am Garderobenhaken hängen hat und von der sie sich nicht hat trennen können. Zu viele schöne Erinnerungen hingen daran……“Yvönnsche… Yvöööönsche!“ tönt es wieder. Die Frau rafft sich vom Sofa auf und verlässt mit eiligen Schritten die Räumlichkeiten. Vielleicht findet sie ja oben im Schlafzimmerschrank noch eine passende Kostümjacke für den heutigen Tag.
Alle Ähnlichkeiten mit ….usw.
Fortsetzung folgt….

Andre Hog
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

Liebe(r)mm….
Na da bin ich ja mal gespannt, wie dat Yvönnche ihrer ehemaligen Gang einige ihrer rhetorischen Meisterschöpfungen und Metaphern erläutern wird.
Aber eines ist doch bestimmt schon gesetzt:
Es gibt bei dem Treffen Prosecco bis zum Abwinken….und sie werden sich beim Schwelgen in den guten alten Zeiten vor Vergnügen die Schenkel blau klopfen??!!

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Das wird noch nicht verraten!

Pia
3 Monate zuvor

Also ich würde Yvonne wieder wählen 🙂

Halleluja
3 Monate zuvor
Antwortet  Pia

…. schreibt die Pia von den JuLis

Georg
3 Monate zuvor
Antwortet  Halleluja

Woher wissen Sie, ob das nicht vielleicht ironisch gemeint war?

Pia
3 Monate zuvor
Antwortet  Halleluja

Sie sollten etwas an Ihrer intoleranten Persönlichkeit ändern. Lehrkräfte sollten unparteilich sein und keine ablehnende Haltung gegenüber speziellen Parteien vertreten.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Grundsätzlich ist ihre Aussage falsch, denn Lehrer dürfen selbstverständlich außerhalb der Schule parteiisch sein und dort ihre ablehnende Haltung gegen spezielle Parteien vertreten.
Und das gilt auch für dieses Forum.
Nachzulesen sind die Grundrechte aller, auch die der Lehrer, im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Carsten60
3 Monate zuvor

Warum lautet die Überschrift nicht: „GEW hetzt gegen Frau Gebauer“ ?
Was bitte machen denn Kultusminister/innen von SPD, Grünen oder Linkspartei besser?