KMK-Präsidentin auf Konfrontationskurs – Prien räumt ein: Es ging nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen

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BERLIN. Keine Entschuldigung fürs Relativieren von Corona-Todesopfern unter Schülerinnen und Schülern, kein Mitleid mit Pandemie-geplagten Eltern, Schülern und Lehrkräften, kein Wort zur jüngsten Stellungnahme des Corona-Expertenrats, der von den Kultusministern mehr Engagement zum Schutz von Kindern und Jugendlichen fordert – dafür ein Verweis auf Kinderärzteverbände, die seit Beginn der Pandemie auf weit offene Kitas und Schulen drängen und nun sämtliche Schutzmaßnahmen in Bildungseinrichtungen abschaffen wollen: KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) polarisiert weiter – aktuell in einem Interview mit dem „Spiegel“. Eine Analyse.

Macht sich für Präsenzunterricht stark: KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU). Foto: Frank Peter / Land Schleswig-Holstein

Es sind mal wieder die gewohnten Töne, die von den Spitzen der Kinderärzteverbände kommen. Zur Einordnung: Bereits im Oktober 2021 forderte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht, vier Wochen zuvor hatten BVKJ-Präsident Thomas Fischbach, niedergelassener Kinderarzt im rheinischen Solingen, sowie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene ein Ende der Tests in den Schulen gefordert. Seitdem wurden – trotz Masken- und Testpflicht – Millionen von Schülern in Deutschland infiziert, mussten sich mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland aufgrund von symptomatischen Corona-Infektionen in ärztliche Behandlung begeben. Hunderte von Kindern leiden infektionsbedingt unter Long Covid und PIMS. Zwei Dutzend weitere Kinder und Jugendliche sind Corona-bedingt verstorben.

„Die hohen Infektionszahlen in dieser Altersgruppe sind aus unserer Sicht kein Anlass zur Sorge“

Doch statt kleinere Brötchen zu backen – legen die Verbände aktuell nach. Und fordern nun „einen Strategiewechsel“ für Kitas und Schulen. Heißt: Statt wenig Coronaschutz in den Bildungseinrichtungen – gar kein Coronaschutz in den Bildungseinrichtungen mehr. Konkret fordern sie, die Quarantäne und die Tests dort ersatzlos zu streichen. „Kinder und Jugendliche sind durch eine Infektion kaum gefährdet, wohl aber durch unnötige Unterbrechung ihres Schulalltags mit Sport und Freizeitaktivitäten“, behaupten die Kinderärzte. „Die hohen Infektionszahlen in dieser Altersgruppe sind aus unserer Sicht kein Anlass zur Sorge, da das Auftreten von schweren Erkrankungsfällen in dieser Altersgruppe weiterhin gering ist.“

Das sieht der Corona-Expertenrat der Bundesregierung ganz anders. „Auch Kinder und Jugendliche, insbesondere mit Vorerkrankungen und Risikofaktoren, können schwer erkranken“, so heißt es in einer aktuellen Stellungnahme, in der davor gewarnt wird, die Infektionsrisiken für junge Menschen zu unterschätzen – und in der die Landesregierungen gemahnt werden, den Corona-Schutz in Kitas und Schulen zu verbessern. O-Ton: „Eine sorgfältige und der jeweiligen Situation angepasste Verbindung von Infektionsschutz und sozialer Teilhabe ist zusammen mit psychosozial stabilisierenden Maßnahmen dringend erforderlich.“

Beide Papiere sind – Zufall? – in der vergangenen Woche erschienen. Dummerweise hat KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU), Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, offenbar nur eins gelesen. In einem aktuellen Interview mit dem „Spiegel“ bezieht sie sich ausdrücklich auf die Stellungnahme der Kinderärzte-Verbände, deren Expertise sich im Verlauf der Pandemie immer wieder als hanebüchen erwiesen hat. Den Expertenrat der Bundesregierung, dem immerhin Wissenschaftler und Mediziner wie Prof. Jörg Dötsch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Prof. Christian Karagiannidis, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, und die Virologen Prof. Melanie Brinkmann, Prof. Christian Drosten und Prof. Hendrik Streek angehören, ignoriert Prien hingegen.

Das liest sich im Interview dann so: „Ich möchte auf die Stellungnahme der großen pädiatrischen Fachgesellschaften verweisen. Demnach geht es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr um eine vollkommen illusorische Verhinderung einer jeden Coronainfektion, sondern um den gezielten Schutz vor einer schweren Erkrankung.“ Beim Schutz vor einer schweren Erkrankung sind die Kultusminister aus Priens Sicht natürlich außen vor: „Wer Angst vor einer Coronainfektion hat – und dafür habe ich großes Verständnis, ich bin selbst Asthmatikerin – hat die Möglichkeit, sich durch Impfungen zu schützen.“

Auch sonst zeigt die KMK-Präsidentin wenig Problembewusstsein. Ausbrüche gebe es an „einigen“ Schulen (das RKI hat allein von Mitte Januar bis Mitte Februar mehr als 2.000 gezählt), „viele andere sind kaum oder gar nicht betroffen“. Dass sie Eltern verstorbener Kinder (davon gibt es mittlerweile insgesamt 50) mit ihrer gerne von Querdenkern gepflegten Unterscheidung – „von“ und „mit“ Corona – verletzt hat? Ein Wahrnehmungsproblem der Betroffenen: „Mein Versuch, die Debatte zu versachlichen, hat in der Tat nicht funktioniert.“

„Der Vorwurf, wir würden Kinder und Jugendliche unkontrolliert durchseuchen, ist absurd“

Ob sie Fehler einräumt? „In der Rückschau ist es ein Fehler gewesen, dass wir Kinder und Jugendliche hier zu lange in die Pflicht genommen haben, um Infektionen bei Erwachsenen zu verhindern.“ Im Klartext: Es ging nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen. Erst wurden ihre Kitas und Schulen geschlossen – jetzt werden sie zum Dank durchseucht.

Stimmt aber gar nicht, behauptet Prien: „Der Vorwurf, wir würden Kinder und Jugendliche unkontrolliert durchseuchen, ist absurd angesichts der umfangreichen Hygienemaßnahmen, auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.“ Die bundesweite Kinder-Inzidenz von 3.500 hat dann das Robert-Koch-Institut wohl geträumt. News4teachers

Corona und die Folgen: Wenn das eigene Kind plötzlich lebensgefährlich erkrankt – eine Familie berichtet

 

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Trulla
2 Monate zuvor

Und in einem demokratischen Staat haben KMs die Kompetenz, alleine gegen Expertenmeinung andere Menschen durch ihre Entscheidung zu zwingen, sich einer potentiell risikoreichen Infektion auszusetzen?
Ich möchte gar nicht wissen, was in diesem Staat los wäre, wenn ein Großbetrieb sich das mit seiner komplen Belegschaft inklusive aller Kunden leisten würde …
Aber so ist es egal: sind ja nur LuL, EuE und SuS …

Und wozu haben wir eigentlich einen Expertenrat???

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Als der Expertenrat damals eingerichtet wurde, keimte bei mir ein kleines bisschen Hoffnung auf. Aber jetzt frage ich mich auch: Wozu haben wir einen Expertenrat? Er ist nur schmückendes Beiwerk, sieht gut aus, klingt gut, wird aber nicht benötigt. Seine Einrichtung war wieder einmal reines Ablenkungsmanöver unserer Politiker.

Monika, BY
2 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Als Schmuck.

Amanakoku
2 Monate zuvor

„„Ich möchte auf die Stellungnahme der großen pädiatrischen Fachgesellschaften verweisen. Demnach geht es zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr um eine vollkommen illusorische Verhinderung einer jeden Coronainfektion, sondern um den gezielten Schutz vor einer schweren Erkrankung.“ Beim Schutz vor einer schweren Erkrankung sind die Kultusminister aus Priens Sicht natürlich außen vor: „Wer Angst vor einer Coronainfektion hat – und dafür habe ich großes Verständnis, ich bin selbst Asthmatikerin – hat die Möglichkeit, sich durch Impfungen zu schützen.“

Damit hat sie doch vollkommen Recht!

Wo sagt sie hingegen, dass es nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen ging? Das finde ich eine böse Unterstellung. Das sagt sie selbst am Ende Ihres Artikels: „„Der Vorwurf, wir würden Kinder und Jugendliche unkontrolliert durchseuchen, ist absurd angesichts der umfangreichen Hygienemaßnahmen, auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.“

Das heißt, sie, Frau Prien, hat gar nicht eingeräumt, dass es nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen ging. Das Ihr Vorwurf an Sie. Als Vorwurf mag das ja in Ordnung sein, aber als Behauptung, sie habe das selbst gesagt (eingeräumt), ist das eine Falschdarstellung.

Warum machen Sie sowas?

Klugscheisser
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Es wird zur Zeit in den Schulen gar nichts verhindert.
Dafür überall ausserhalb der Schulen… besonders in Landestagen, usw.

In den Schulen bewegen sich großteils KuJ
Außerhalb Erwachsene…

Hmmmmmm….

S.F.
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Welche weitreichenden Maßnahmen denn bitte?

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Amanakoku ;Warum behaupten Siwe, dass auch Kinder unter 5 offiziell geimpft werden können? Haben Sie nicht gesagt, dass es unverantwortlich ist offlabel zu impfen?

Amanakoku
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

@Ale: Mit wem verwechseln Sie mich da? Ich habe nie geschrieben, dass es unverantwortlich sei, „offlabel“ zu impfen.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Hallo,
okay, war von mir schlecht formuliert, war nicht direkt an Sie gerichtet sondern an die „Gegner“, ich bitte das zu unterschuldigen. Wir sind zu 5. in Iso, da kommt mancher Beitrag nicht so rüber wie er soll.
Bei meiner Grundaussage bleibe ich jedoch, solange u5 offlabel ist, haben eben nicht alle die Möglichkeit sich mittels Impfung zu schützen. Und ich als Lehrer und 3facher Papa fühle mich von den KuMis mittlerweile echt „verarscht“.
Nochmals Entschuldding, es war von mir unglücklich formuliert.

Laura
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Mit dieser Überschrift stellt sich N4T jetzt für mich auf die selbe Stufe wie die Bild.
Tut mir sehr leid, dass ich das schreiben muss

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

@Laura
Sie haben recht: es wäre besser gewesen, Sie hätten diesen inhaltlich falschen Kommentar nicht geschrieben. Beschäftigen Sie sich bitte mal inhaltlich mit der BILD, ich empfehle Ihnen G. Wallraff – Der Aufmacher.

Pit2020
2 Monate zuvor
Antwortet  Mika

@Mika

Guter Tipp für @Laura und alle BILD-Leser (das Lesen allein ist ja wirklich nicht schlimm, aber was man ggf. daraus „mitnimmt“ sollte auch dort immer reflektiert werden):
„Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet“ (erschienen 2021)
ISBN 978-3-462-05354-8

Monika, BY
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Warum?

Erklären Sie bitte?

Blindheit ist manchmal vorübergehend. Hoffe ich wenigstens.

Bitte erklären Sie, warum? Weil ich keine Zusammenhänge finde.

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

@Laura:

Für Sie.
Ich gehe mal davon aus, dass die N4T-Redaktion es gerade noch so verkraften wird.

Enjoy your chicken Ted!
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

@amanakou: Haben Sie den Artikel gelesen? Es ist eine logische Folgerung, da sie die Empfehlungen des Expertenrates komplett ignoriert und auch die extremen Inzidenzen (siehe Artikel). Bitte erstmal genau lesen, bevor man irgendwelche Unterstellungen erhebt.

Amanakoku
2 Monate zuvor

Es ist eine Schlussfolgerung der n4t-Redaktion. Es ist aber nicht das, was Frau Prien GESAGT hat (eingeräumt hat). Deshalb ist diese Formulierung unredlich. Sie gefällt Ihnen nur, weil es Ihnen inhaltlich gefällt.

trotzki
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Also doch eine eigene Interpretation!
Was hat sie den Neues eingeräumt. Alle Maßnahmen waren doch von Anfang an daraus ausgerichtet, die ältere Bevölkerung zu schützen. Es wird ja hier auch immer geschrieben, dass die Kinder dann zu Hause die Eltern und Großeltern anstecken.
Ja, die KMK sind für die Schulen verantwortlich. Aber sie haben die Rückendeckung von den MP der Länder und ihren Parteien. Interssanterwiese ist es doch immer die Oposition (egal ewlcher Partei) die in einem Land alles fordert und die gleiche Parteil im Nachbarland alles vergessen hat.
Wenn ein Hr. Söder (ja der vom Ex-TeamVorsicht) komplett anderer Meinung wäre wie sein KM, würde er es Hr. P. Nicht durchgehen lassen.

Monika, BY
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Gut, was wünschen Sie sich genau? Das Leben genau wie früher? Das können Sie haben. Alles ist schon dafür vorbereitet. Warum stören Sie so ein Paar Kommentaren/Artikels hier?
Das hier ist sowie so eine letzte Insel der Corona-Flüchtlinge. Lassen Sie einfach und genießen Sie ihr so begehrtes Konsumleben.

Emil
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Die arme Frau Prien . Von allen missverstanden. . Vor allem von denjenigen, die täglich ihren Durchseuchung kurs aushalten müssen.
Nennt sich Lehrer….

gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

@Amanakoku
Dann lesen Sie einfach Spiegel-Online statt n4t.
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/bildungsministerin-karin-prien-wir-muessen-aus-dieser-kultur-der-angst-herauskommen-a-edf36b7c-06e5-4d60-b2d9-74e98a52acb6

Oh, gleicher Inhalt gefällt Ihnen nun nicht?

Schattenläufer
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Die Schlussfolgerung ist für uns Praktiker vor Ort schon ok!
Wir können ihnen nämlich glaubhaft bestätigen, dass das was Frau Prien zum Infektionsschutz GESAGT hat nicht dem entspricht was in der Realität GETAN wurde.
In der Realität wurde fast nichts als Augenwischerei betrieben.

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

„Wer Angst vor einer Coronainfektion hat – und dafür habe ich großes Verständnis, ich bin selbst Asthmatikerin – hat die Möglichkeit, sich durch Impfungen zu schützen.“

Scheinbar haben Sie als vulnerable Person wegen einer Vorerkrankung wie Asthma eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2.
Allerdings habe ich beim Grad Ihres Asthmas schon begründete Zweifel an der Schwere bei solchen Aussagen. Für Menschen mit schwerem Asthma – also Grad vier oder fünf – ist bei Impfungen allerdings Vorsicht geboten.

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

„Scheinbar hat Sie“ = Prien und nicht „haben“ (Sorry)

Martin
2 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

„Sie haben“ vs. „sie hat“ (sorry).
Im ersten Fall natürlich mit dem Plural verbundene Höflichkeitsanrede, im zweiten Fall das Personalpronomen der 3. Person im Singular (nochmals sorry).

Maren
2 Monate zuvor
Antwortet  Amanakoku

Welche umfangreichen Hygienemaßnahmen?

vhh
2 Monate zuvor

Die einzigen in den Schulen eventuell betroffenen Menschen sind Schülerinnen und Schüler, alle anderen sind offensichtlich lebloses Inventar. Selbst wenn man alle anderen Aussagen einfach hinnimmt, welche „Moral“ und Ethik steckt in einer (verwegenen) Beurteilung nur mit Blick auf diese SuS? Liebe KMK, lange schon ist klar, dass das „Besondere Treueverhältnis“ eine einseitige Angelegenheit ist. Auch die letzten schwächlichen, unzureichenden Maßnahmen aufzuheben, deren Beibehaltung keinen großen Aufwand erfordern würde, macht das noch einmal so deutlich wie es nur geht. Ein Vorschlag: Nennt dieses „besondere“ Dienstverhältnis doch einfach Leibeigenschaft, wäre ehrlicher! Ich bin zwar Angestellter, aber mitgefangen, mitgehangen…

S.F.
2 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Deswegen hat Sachsen auch keine Teststrategie sondern ein Testregime.

A.H.
2 Monate zuvor

Da fehlen einem die Worte. Spricht da die Oppositions-CDU aus ihr? Die Hygienemassnahmen an Schulen sind ein Witz.

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Das mit den sogenannten „Hygienemaßnahmen“ an Schulen und in Kitas sehe ich genauso.

Ein Witz, und zwar ein sehr, sehr schlechter!

potschemutschka
2 Monate zuvor

@Redaktion
Was zählt als Corona-Ausbruch an Schulen? Gibt es dafür eine Definition? An meiner GS gibt es bisher „nur Einzelfälle“- letzte Woche z. B. 8 SuS und 3 Erwachsene (von knapp 400 SuS), nicht gerechnet die, die wegen Erkältung fehlen. Die Schule steht auf Stufe „grün“, also alles in Ordnung?

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann wäre man vermutlich schneller damit fertig, die Schulen zu zählen, an denen es KEINE Ausbrüche gibt. Gibt es überhaupt noch Schulen, an denen es gleichzeitig weniger als zwei Coronainfektionen gibt?

Lessi
2 Monate zuvor
Antwortet  Mika

,,Gibt es überhaupt noch Schulen, an denen es gleichzeitig weniger als zwei Coronainfektionen gibt?“ Ich glaube eher nicht. Bei uns an der Schule waren Ende Januar die Klassen zur Hälfte ,,geleert“. Allein in meiner Klasse gab es 8 infizierte SuS. besondere Maßnahmen – keine. Nach den Februarferien ist es zum Glück etwas ruhiger geworden.

gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Eine offiziell registrierte Infektion wäre dann doch ein positiver PCR-Test?
Also die rechnerische Nullnummer der Neuinfektion.

S.
2 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Als Infektionen werden vom RKI nur jene gezählt, die durch PCR festgestellt wurden, nicht positive Schnelltests. Viele Kinder werden nun aber nicht mehr PCR getestet. So bei uns in der letzten und vorletzten Woche. Deshalb haben wir in unserem Fall auch keinen registrierten „Ausbruch“ vorliegen, auch wenn es Folgeinfektionen gab. Es gab zudem keine Benachrichtigung der Sitznachbarn durch das Gesundheitsamt bzw. die Schulleitung etc.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für die schnelle Antwort.

Neu1
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In BW waren es bis Dezember 20% der Klasse innerhalb 10 Tagen, ist jetzt auch aufgehoben.

Enjoy your chicken Ted!
2 Monate zuvor

Die Frau gehört ja wohl inzwischen in die Leerdenkerecke, so sehr wie sie Realitätsverweigerung betreibt. Pickt sich das Papier heraus, das ihren irren und gefährlichen Vorstellungen der Kinderdurchseuchung entspricht.

Echt
2 Monate zuvor

Ist das ein Versuch die AFD rechts zu überholen oder eine Anbiederung an die FDP? Auf jedenfall ist ihre verächtliche und arrogante Haltung kaum noch zu überberbieten. Ist das bloße Empathielosigkeit oder einfach Dummheit in Bezug auf die Ausbreitungswege der Infektionen. Kinder stecken Eltern und Großeltern an. Diese wiederum andere Menschen. Das ist einfach so. Die Impfung erfüllt ihren Zweck nicht im erhofften Ausmaß. Corona ist keine Grippe. Wie kann man das einfach ausblenden? Ihre private Meinung gestehe ich Frau Prien wie jedem anderen Menschen zu. Sie stellt ihre Meinung jedoch über das gesundheitliche Wohl und die Sorgen vieler Menschen und versucht diese, mit Hilfe eines Naziparagraphen (muss ich an dieser Stelle einfach erwähnen, gerade auch im Hinblick auf ihren familiären Hintergründe) ohne Rücksicht auf vulnerable Menschen durchzusetzen. Was hier gerade geschieht, ist m.M.n. Amtsmissbrauch. Die Schul- und Bildungspolitik verliert mehr und mehr an Glaubwürdigkeit dank solcher Personen. Die Schüler lernen, dass jeder sich die Welt macht, wie sie ihm gefällt und dass Solidarität mit Schwächeren höchstens ein politischer Selbstzweck ist. Jeder ist sich selbst der Nächste. Wir brauchen dringend eine gesellschaftlichen Diskussion über das hiesige Demokratieverständnis und die Bedeutung unseres Sozialstaates außerhalb rein finanzieller Zuwendungen.

Muc816
2 Monate zuvor

Die KMK ignoriert nicht nur den Expertenrat sondern auch: WHO, Deutschlands oberste Seuchenschutzbehörde RKI, das Infektionsschutzgesetzt, eine S3 Leitlinie, die Stellungnahme namhafter Kinderpsychologen, unseren an einer erstklassigen Universität im Fach ausgebildeten Bundesgesundheitsminister, und die Lehrerverbände. Die Initiativen „WirWerdenLaut“ von Schülern sowie an der Wissenschaft orientierte besorgte Eltern werden als „Twitter-Mobb“ bezeichnet und den Querdenkern gleichgestellt. Als Mutter habe ich mein Vertrauen in den Staat restlos verloren, in dessen Händen dank Präsenzpflicht die Gesundheit meiner Kinder liegt. Ich danke allen LuL und jeder Schulleitung, die alles für maximalen Infektionsschutz unter den sehr schlechten Bedingungen tun, und (vor allem bei Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Bedenken) ein Auge zudrückt bei Krankmeldungen. Über einen großen Streik der Schüler gemeinsam mit den (angestellten) Lehrern und eine klare Message auch der verbeamteten Lehrer an den Dienstherrn, dass Sie nicht Willens sind die weitere Durchseuchung der Kinder mit unbekannten gesundheitlichen Langzeitfolgen mitzutragen würde ich mich außerordentlich freuen!

Mika
2 Monate zuvor
Antwortet  Muc816

Ich würde mich als Lehrkraft an einem solchen Streik sofort beteiligen!

KnechtRuprecht
2 Monate zuvor

https://km-bw.de/site/pbs-bw-km-root/get/documents_E-578172015/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/KM-Homepage/Artikelseiten%20KP-KM/1_FAQ_Corona/Schreiben%20MD%20Sts%20ab%20August%202021/2022-02-22%20Schreiben%20MD_Informationen%20Anpassung%20Corona%20Ma%C3%9Fnahmen.pdf
auf Website https://km-bw.de/,Lde/startseite/sonderseiten/regelungen-schuljahr-2021-2022

„[…] Corona-Verordnung Schule verbietet gegenwärtig die Durchführung
mehrtägiger außerunterrichtlicher Veranstaltungen bis zum 31. März 2022. Diese Unter-
sagung wird mit Blick auf die derzeitige gesetzliche Befristung der Maßnahmen bis zum
Ablauf des 19. März 2022 für mehr Planungssicherheit an den Schulen ebenfalls zu die-
sem Termin aufgehoben. Mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen sind somit
bereits ab dem 20. März 2022 wieder möglich.“

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  KnechtRuprecht

Kurz zusammengefasst:
SuS, LuL und EuE = Crash-Test-Dummies

Martin
2 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Was sollen eigentlich „EuE“ sein? „Elterinnen und Eltern“?

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Martin

Erzieher und Erzieherinnen 🙂

Karl
2 Monate zuvor

Es es geht in der Pandemie nie um die einzelne Person, ob nun 6 oder 80 Jahre alt. Es geht darum das Systen gut am Leben zu erhalten.

Schon die Schulschließung zu Beginn der Pandemie war ein großer Fehler, der eher zufällig begangen, dann aber nicht rückgängig gemacht wurde. Herr Drosten hat später immer wieder gesagt, er hätte die Schulschliessung nicht empfohlen – wurde aber anders interpretiert.

In dieser Pandemie kann sich jeder an die Empfehlungen der Stiko halten. Das ist der beste individuelle Schutz und in Teilen auch ein Schutz für die die sich nicht impfen lassen sollen.
In Österreich sind die Incidenzen unter Schülern mit Omikron auch durch die Decke gegangen (trotz täglicher PCR Tests und Aufhebung der Präsenzpflicht. Am Ende kein Unterschied zu D.

Viel mehr kann man leider, leider nicht machen. Das Leben ist auch in unserer Gesellschaft mit einem Restrisiko verbunden, nicht nur für Ü 80, leider auch für Kinder. Auch ich möchte das in meiner Familie nie erleben und kann die Verzweiflung und den Aufschrei von betroffenen Familien, der Kinder schwer an Covid erkranken nachvollziehen.

Es es geht in der Pandemie nie um die einzelne Person, ob nun 6 oder 80 Jahre alt. Im Einzelfall ganz schrecklich – in Summe richtig.

Martin
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl

Ihre Überlegungen sind m. E. nicht korrekt.
Sie verfolgen hier einen utilitaristsichen Ansatz, den unser Grundgesetzt verbietet, das die Würde des Einzelnen eben als nicht teilbar ansieht. Vgl. dazu auch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Abschuss eines von Terroristen gekaperten Flugzeugs.

Enjoy your chicken Ted!
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl

@Karl: das ist zu kurz gedacht. Andere Länder investieren in ihr Bildungssystem und sparen es nicht tot wie Deutschland. Man hätte schon vor Jahre digitalisieren können, wie andere Länder es uns vormachen. Und spätestens in der Pandemie bzw zu Beginn hätte man die Schulen auf einen gerechten und sinnvollen Distanzunterricht vorbereiten sollen. Stattdessen gibt’s nur Seuche oder Präsenz. Das ist weder gesund, noch sorgt es für Bildung oder Gerechtigkeit.

gehtsnoch
2 Monate zuvor
Antwortet  Karl

„Andere Länder investieren in ihr Bildungssystem und sparen es nicht tot wie Deutschland.“

Eigentlich unglaublich aber (da nachgeschaut) leider wahr und unfassbar:
Bildungsausgaben: Höhe der öffentlichen und privaten Investitionen in Bildungsinstitutionen in den OECD-Staaten in Prozent des jeweiligen BIP im Jahr 2018 (Ausschnitt)
6,6 % Norwegen
6,6 % Chile
6,1 % Verein. Königsreich
6,0 % USA
5,5 % Schweden
5,2 % Dänemark
5,1 % Türkei
4,6 % Mexico
4,4 % Polen
4,3 % Spanien
4,3 % DEUTSCHLAND <—–
3,7 % Griechenland
3,3 % Irland

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37109/umfrage/ausgaben-fuer-bildung-in-prozent-des-bip/

mm
2 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Also fühlt es sich nicht nur so an, es ist wirklich so, dass Deutschland im Bildungssystem spart.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

Fraulau!
Hm?
Was nun, sprach Zeus!
Joo, genau so, mein Kleiner.
„Mein Kleiner“?
Sorry. In diesen Zeiten …
Ham sie noch nie gesagt.
Ja stimmt.
Egal, ist ok für mich.
Nett von dir, Dil.
Wohin geht’s von nun an, Fraulau?
Wer weiß das schon?
Die Experten vielleicht?
Welche?
Die echten.
Tja, aber was sollten die denn noch bringen?
Gold, Weihrauch und Murren.
:o) Oh Dil!
Odile ist meine Schwester :o)
Alter Gag, aber noch immer gut :o) Naja, packen wir halt zusammen und „treten hinaus in die Nacht“.
Sollen wir alle Bücher und so mal wieder mitnehmen?
Ne … ne, ich denke, das hat sich total erledigt … „erledigt“, hm, was für ein Wort.
Schon cool manche Wörter, finden Sie auch?
Wie meinst du?
Man kann viele Worte so verschieden verstehen und verdrehen, man kann sie benutzen und abnutzen.
Das stimmt und stimmt mich um ;o)
Ah, wieder eins von der Sorte! Genau sowas meine ich! – Kommen Sie morgen verkleidet?
Achje morgen, ich weiß gar nicht.
Ach bitte, das wird lustig!
Als was denn?
Hmm, Sie könnten sich als Lehrerin verkleiden.
Als Lehrerin verkleiden? Ich bin doch Lehrerin.
Äh? Sie sind Lehrerin? Echt jetzt?
Ja klar, was denn sonst? Hier in der Schule, an Tafel, vor Klasse: Lehrerin.
… ok, diese vordergründig in sich logisch erscheinende Verkettung ist verlockend naheliegend, aber nicht zwangsläufig der Realität entsprechend!
Klugscheißer!
Öha, Fraulau – tststs!
Jaa, jetzt sei nicht so empfindlich. Wir kennen uns lang genug, das darf schon mal sein.
:o) korrekt!
So. Und ich bin eben doch Lehrerin.
Na von mir aus, damit Sie Ruhe geben. – Also verkleidet?
Als was kommst du? Als Engel wieder?
Nö, das is‘ Vergangenheit. Man muss sich weiterentwickeln im Leben.
Teufel?
Neee, ich will halt mal ganz anders sein als sonst.
Prinzessin?
Mmh, jaa also … wobei ich glaub, meine Umwelt ist noch nicht bereit dafür.
Oder als Narr?
Narr? … gute Idee! Das ist doch sicher eine Rolle mit Zukunft?
Zweifelsohne.
:o) Prima! Sie könnten dann vielleicht meine Eule sein, und wir beraten dann die Schulleitung beim Regieren?
Das klingt geradezu traumhaft. Ich bring meine Federboa mit.
Cool! Fraulau, solche „Lehrerinnen“ wie Sie braucht die Welt, voll Tatendrang und Engagement.
Danke, Dil. Das war quasi zu befürchten.

James Smith
2 Monate zuvor

es wird mittlerweile als Verharmlosung des Virus, die niedrige Sterberate angenannt,
dabei werden u.a Schwangerschaftsabrüche, Fehlgeburten und Totgeburten durch Sars-CoV2 verschwiegen oder nicht mitgezählt, selbst deutsche C-Promis berichten nun davon…es kommt langsam alles zu Tage, ist man deshalb so erfreut über einen Krieg?

Sars-CoV2 in einem Säugling, schon seit August 2021 bekannt, jedoch jetzt erst der Öffentlichkeit zugänglich

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2667193X21000387?via%3Dihub

Enjoy your chicken Ted!
2 Monate zuvor
Antwortet  James Smith

Solange nicht hunderttausende Kinder sterben interessiert das den Deutschen nicht. Wir sind ein Volk von kinderfeindlichen Egoisten (geworden).

Klugscheisser
2 Monate zuvor
Antwortet  James Smith

Ja, viele Babies sind gestorben, teils im Mutterleib der nfitierten Mutter oder nach der Geburt. Mich wundert auch mächtig, dass die Presse mehrheitlich schweigt.
Diese Meldung blieb mir im Gedächtnis.
https://www.fr.de/panorama/corona-schwangere-babys-covid-19-baden-wuerttemberg-stiko-coronavirus-impfung-gesundheit-news-zr-90970335.html

Klugscheisser
2 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

infizierten Mutter

Nucatino
2 Monate zuvor

Zu behaupten, es ginge nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen ist das Eine, weil Sie das hier so sehen; aber zu behaupten, das habe Frau Prien selbst gesagt, obwohl sie es natürlich nicht gesagt hat, ist … ich weiß nicht … ich kann nur mit dem Kopf schütteln……….

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  Nucatino

Es ging / geht nur um das oberste Ziel „Präsenz“, nie um Schutz, schon gar nicht um Gesundheitsschutz!

„Es ist eine Lehre aus den vergangenen zwei Jahren, dass offene Schulen für Kinder und Jugendliche von enormer Bedeutung sind.
Wir sind uns parteiübergreifend in diesem Land einig, dass Präsenzunterricht für die Schülerinnen und Schüler unser oberstes Ziel sein muss“, betonte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Karin Prien, heute im Anschluss an eine Schaltkonferenz im Präsidium der KMK. „Wir wägen sorgsam zwischen dem nötigen Maß an Schutz und dem höchstmöglichen Maß an Präsenz vor Ort ab.“ (KMK 04.02.2022)

23.02.20222 Landtagsrede der Ministerin Karin Prien:
… „Wir dürfen nicht vergessen, dass jede Beurlaubung und das Fernbleiben vom Präsenzunterricht die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit junger Menschen ebenso beeinträchtigt wie sie den Erwerb sozialer Kompetenzen verzögert, wenn nicht verhindert.
Das ist übrigens auch der Grund, warum alle Bundesländer spätestens Anfang März zur Präsenzpflicht zurückkehren.
… Sie können von der Präsenzpflicht, aber nicht generell von der Schulpflicht befreit werden. “
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/III/Presse/PI/2022/Februar/III_Landtagsrede.html

Nucatino
2 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

Ja, und? DAMIT hat sie nicht gesagt, dass es nie um den Schutz der Kinder und Jugendlichen ging. Sie hat ja an anderer Stelle darauf verwiesen, dass zum Schutze jener genug getan sei – ihrer Meinung nach. DAS kann man in Zweifel ziehen und bestreiten und zurückweisen, aber mit obiger Aussage wird ein falscher Eindruck erweckt (dass sie das selbst gesagt hat und nicht dass andere ihr das vorwerfen). DAS ist unredlich!

gilmore girl
2 Monate zuvor
Antwortet  Nucatino

Das hat sie am 20.11.2021 im Deutschlandfunk in einer Diskussion wörtlich so gesagt! Ich weiß nicht, ob die Aufzeichnung noch zugänglich ist, aber ich habe es live gehört!

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  gilmore girl

@Redaktion

Hier der Beweis:
Prien …“Ich will noch einmal eine provokative These hinterherschieben:
Die Schließung der Schulen im vergangenen Jahr ist nicht wegen der Kinder erfolgt, sondern wegen der Erwachsenen.
Andere Länder … und ich würde seeehr davor warnen nochmal leichtfertig die Schulen zu schliessen….“ ab ca. Min 16:01

Campus und Karriere 20.11.2021, Corona: Wie geht’s weiter an den Schulen?
https://www.deutschlandfunk.de/campus-und-karriere-20-11-2021-corona-wie-geht-s-weiter-an-den-schulen-dlf-7bc21e45-100.html

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/11/20/campus_und_karriere_20112021_corona_wie_gehts_weiter_an_den_dlf_20211120_1405_7bc21e45.mp3

Besonderen Dank an @gilmore girl

Mein Name ist Hase
2 Monate zuvor

Kinder sind keine Wähler, daher im Kalkül völlig irrelevant – eigentlich ein Grund, das Wahlalter auf 6 Jahre zu senken…

Grundschullehrer
2 Monate zuvor

Das heißt, dass wir das ganze Szenario auch im nächsten Winter wieder „durchleben“ werden? Ich denke mittlerweile darüber nach, den Job zu wechseln. Und bin im Kollegium nicht der einzige.

Walter
2 Monate zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Realitätsverweigerung und Wissenschaftsignoranz

„The same procedure as every season (year), James!“

Martin
2 Monate zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Wäre ich jünger, täte ich genau das, wäre ich älter, ginge ich verfrüht.

epimetheus
2 Monate zuvor

Die unglaublichste Aussage, die ich heute von einem Politiker einer Regierungspartei gelesen habe, lautet in Bezug auf die Maskenpflicht an Schulen folgendermaßen:
„Wir wollen ab 4. März, wenn negativ getestet ist, keine Masken mehr … selbst wenn die Inzidenzen dann so hoch sind wie der Himalaya.“ (Siegfried Borgwardt, CDU-Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt).
Dem Mann ist offensichtlich der Gesundheitsschutz von Kindern völlig egal.

Thomas Schultz
2 Monate zuvor

Ich bin einfach nur noch sprachlos. Ich frage mich wo sind in diesem Land die „Checks & Balances“ der KMK??? Wieso gebietet dieser unfähigen Gurkentruppe niemand Einhalt???

Trulla
2 Monate zuvor

Was ich der versammelten KMK wünsche?
Etwas, das nicht böse sein kann: Ein Praktikum unter realen Bedingungen quer durch alle Bildungseinrichtungen unter realen Bedingungen. Mindestens 3 Monate.
Keiner kann mir den Vorwurf machen, dass ich anderen etwas Böses wünsche.Vir allem im nächsten Winter

Unerträglich
2 Monate zuvor

#PrienRuecktrittJetzt

Eva
2 Monate zuvor

Die Frau ist untragbar- mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

Klugscheisser
2 Monate zuvor

„Wer Angst vor einer Coronainfektion hat – und dafür habe ich großes Verständnis, ich bin selbst Asthmatikerin – hat die Möglichkeit, sich durch Impfungen zu schützen.“

Fein, dann mal Abschaffung Maskenpflicht in den Landtagen, Luftfilter aus, und volle Präsenzsitzungen mit maximal 50cm Abstand über mind. 6Stunden. Gelüftet wird 20-5-20 über die Fensterfront. Tipp: Warme Jacken einpacken.
Schulklassen bekommen wieder Führungen.
Wer Angst hat, soll sich einfach noch impfen lassen. Omikron ist mild – also keine Panikkampagne lostreten.

A.H.
2 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Perfekter Vorschlag. Schonmal Taschentücher bereitlegen zum Verteilen.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Tempo, Leute – macht’s locker!

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Bekommst Du Geld für die Schleichwerbung? Auch in der Pandemie hast Du die Compliance zu beachten!

Immer dran denken, der deutsche Beamte nimmt nix an, nicht einmal Vernunft. Also ein Beispiel an der großen Vorsitzenden der KMK nehmen.

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor

Okay. Wenn Frau Prien Asthmatikerin ist, dann kann sie immerhin für sich selbst wählen, wie sehr sie sich exponiert. Schüler können das auch? Mit Präsenzpflicht in der Schule?

Birkenstock
2 Monate zuvor

Sus können Bildungspräsenz geniessen.
In NRW, ab dem Schuljahr 2021/2022 interessiert eine Vorerkrankung genauso wenig wie umgefallene Reissäcke in asiatischen Gebieten.
Auch unterlassene Gefährdungsbeurteilungen der SL einer Schule haben null Auswirkungen bei der Unfallkasse, die den Arbeitsschutz überwacht.

Es zählt nur noch eins in Deutschland: Bildungspräsenz

Rosa
2 Monate zuvor

Gesundheitsschutz , Kindeswohl, Aufholprogramm,Entschlackung des Lehrplans ist nie mit Ehrlichkeit verfolgt worden. Es ist uns täglich ein Märchen erzählt worden und dies auf Kosten der letzten in der Reihe.https://www.stadtlandmama.de/content/lernluecken-durch-corona-braucht-euer-kind-mehr-schul-hilfen-als-vorher

Jan aus H
2 Monate zuvor

Wenn sie den Gesundheitsschutz aufhebt, muss sie konsequenterweise auch die Präsenzpflicht aufheben. Denn ihre Aussage…

„Wer Angst vor einer Coronainfektion hat – und dafür habe ich großes Verständnis, ich bin selbst Asthmatikerin – hat die Möglichkeit, sich durch Impfungen zu schützen“

…ist schlichtweg Quatsch. Impfungen schützen bei Omikron nur begrenzt gegen eine Infektion. Sie sind wirksam gegen schwere Verläufe. Wie wirksam sie gegen Long Covid sind, ist hingegen noch weitgehend unerforscht.

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Den „Vorsorgender Gesundheitsschutz für Kinder auf Kinderspielflächen“ hat man in NRW bereits zum 14.10.2020 aufgehoben.
Dann wird es für Schulen – gewissen Schutz aufzuheben – sicher ebenso möglich sein.

Ein interessantes Beispiel:
„Tragezeitbegrenzung für FFP2-Masken aufgehoben
Der Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfaMed) hat in seiner Stellungnahme vom 24.03.2021 die Tragezeitbegrenzung von FFP2-Masken relativiert. Die DGUV Regel 112-190 sieht bisher eine maximale Tragedauer von 75 Minuten mit anschließender Erholungsdauer von 30 min vor. Der Ausschuss für Arbeitsmedizin distanziert sich von einer rigiden zeitlichen Regelung und trägt dahingehend der betrieblichen Praxis Rechnung.

Im Rahmen Ihrer Corona-Gefährdungsbeurteilung legen Sie die Tragezeiten der FFP2-Masken nun selbst fest. Unter Einbeziehung der Fachkraft für Arbeitssicherheit bestimmen Sie, wie körperlich belastend die jeweiligen Tätigkeiten sind (hoch, mittel, gering), bei welchen Umgebungstemperaturen die Tätigkeiten verrichtet werden und welche Tragezeiten in Folge resultieren.“
https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/AfAMed/pdf/Stellungnahme-Tragezeit-FFP2-Masken.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Sapperlot
2 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Long-Covid sowie sämtliche Langzeitfolgen einer Infektion für Kinder hat sie zuletzt bei Markus Lanz geleugnet. Sonst würde sie ja nachts kein Auge zu bekommen …
Bei uns im Kollegium wird die bald endende Maskenpflicht gefeiert. Mich wundert nichts mehr!

AusderPraxis
2 Monate zuvor

Merkwürdig, nun bezeichnet sich Frau Prien als Asthmatikerin, die sich aber durch die Impfung schützen könne.

Im April 2020, als nach dem Lockdown die Schulen (zumindest GS) wieder öffneten, haben einige KuK wegen Vorerkrankungen, auch Asthma!, darum gebeten, weiterhin nicht in Präsenz zu müssen. Eine Impfung war damals noch in weiter Ferne!

Damals hat sie, als KM in SH, solchen Anträgen nicht stattgegeben! Zur Not wurden diese KuK in den Unterricht zurückgeklagt! Unter 1% der Anträge in SH wurde stattgegeben, fast ausschließlich wegen einer noch nicht lange zurückliegenden Krebserkrankung.
Asthma war keine Diagnose die von ihr akzeptiert wurde!

Und jetzt kommt sie damit? Sie sollte doch wissen, das Asthma einen Menschen nicht vulnerabel macht, auch ohne Impfung! Hat sie schließlich damals behauptet! Auch ohne medizinische Masken und ohne Abstand mit 30 Ungeimpften in geschlossenen Räumen, für Asthmatiker kein Problem!
An Schulen hat sie sich seitdem aber auch nicht sehen lassen….

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Asthma als Volkskrankheit mit Atemproblemen oder doch ein Asthma in der allergischen und die nicht-allergische Form mittels gesicherten Diagnosen und therapiert.
Die Krankheit mit oder wegen Asthma wird bei Frau Prien eher nicht so ausgeprägt vorliegen.

Martin
2 Monate zuvor

Frau Prien hat so viel Falsches behauptet und dann das Gegenteil von dem Falschen zum dann falschen Zeitpunkt, dass ich es immer noch nicht fasse, dass sie noch im Amt ist.
Heute erhalten die Lehrkräfte in SH gnädigerweis ein priorisiertes Impfangebot über „Novavax“ (Schreiben von Dr. Alexander Kraft, noch so ein Bürokrat ohne Bezug zu Schule). Nun, da wir mehr als genug von allen Impfstoffen haben. Als es wirklich eng war, hat Kiel einen Sch*** auf unsere Gesundheit gegeben und nicht priorisiert – im Gegensatz zu z. B. Hamburg.

mater ante portas
2 Monate zuvor
Antwortet  Martin

Her Kraft, ja genau, wer mit Schule zu tun hat in SH, der kennt ihn und vor allem seine
Infoschreiben. Love it!
Man könnte meinen, er säße den ganzen Tag da und übe seine Unterschrift mit Kalligraphiefüller. Ach ja…. und im Dezember 2020 (im ersten krassen Corona-Schulwinter) natürlich der unvergessene Hinweis, zur Entlastung der Schulkinder einfach mal mehr zu basteln in der Schule.
Die Abiturienten durften dann aber leider ein paar Monate später doch keine Fröbelsterne als Klausersatzleistung abgeben.
Schleswig-Holstein, Land der Horizonte….

Sissi
2 Monate zuvor

@ gilmore girl
Meinst Du die?
https://mobile.twitter.com/dlf/status/1363758446718369793
Grüsschen

gilmore girl
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

@ Sissi
Es war am am 20.11.21, nicht im Februar 21. Das war eine Diskussion NACH den DU-Monaten mit anschließendem Wechselunterricht bundesweit. Ich versuche es nochmal zu finden. Aber lieben Dank und Grüßchen zurück!

gilmore girl
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

@Sissi
„Campus & Karriere“ um 14.05 Uhr beim Deutschlandfunk am 20.11.2021! Viel Spaß beim Reinhören!

Birkenstock
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Wiederhole es gerne nochmals

Prien …“Ich will noch einmal eine provokative These hinterherschieben:
Die Schließung der Schulen im vergangenen Jahr ist nicht wegen der Kinder erfolgt, sondern wegen der Erwachsenen.
Andere Länder … und ich würde seeehr davor warnen nochmal leichtfertig die Schulen zu schliessen….“ ab ca. Min 16:01

Campus und Karriere 20.11.2021, Corona: Wie geht’s weiter an den Schulen?
https://www.deutschlandfunk.de/campus-und-karriere-20-11-2021-corona-wie-geht-s-weiter-an-den-schulen-dlf-7bc21e45-100.html

https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/11/20/campus_und_karriere_20112021_corona_wie_gehts_weiter_an_den_dlf_20211120_1405_7bc21e45.mp3

TaMu
2 Monate zuvor

Umfangreiche Hygienemassnahmen in Kitas… schon das Händewaschen zu Beginn der Betreuung fühlt sich an wie Voodoo, weil die frisch gewaschenen Händchen noch nicht abgetrocknet sind, wenn sie schon wieder bis zum Anschlag in den zahnenden Mund geschoben werden, um direkt danach einen Bauklotz zu greifen und diesen hinterher zu stecken. Hier werden entwicklungsbedingt heimlich auch Heizungen und Wände abgeleckt, weil die Welt in der oralen Phase auf diese Art entdeckt werden will. Fünf zahnende Kinder in dieser Phase sabbern und schlabbern hier täglich sieben Stunden lang. Es ist völlig unmöglich, den Spuckeaustausch zu verhindern, selbst wenn ich sofort abgeschleckte Spielsachen einsammle und abwasche. Und die Kultusminister gehen davon aus, dass die Hygienekonzepte „wirksam“ sind! Die sind so weit weg von der Basis, dass es nur noch lachhaft ist, diesem Verbalschrott zuzuhören. Ich finde, sie sollten einfach ehrlich sein. In Kitas gibts es nichts, was vor dem Virus schützt ausser dem Zuhauselassen von jeder Art von infektiösem Kind (ja, auch der kleine Schnupfen) und guten Tests inklusive Quarantäne für alle bei einem positiven Fall. Aber das wurde erfolgreich abgeschafft. Und so lüfte ich regelmäßig, während die Kinder unbeeindruckt von der frischen Luft ganz einfach weiter sabbern, wie es ihr natürlicher Zustand ist. Das sollte doch ehrlich Durchseuchung genannt werden dürfen! Mehr wünsche ich mir gar nicht.

Anonymous
2 Monate zuvor
Antwortet  TaMu

Bei aller berechtigten Kritik an der KMK: Für die Kitas ist die KMK nicht zuständig, die fallen in den Beritt der JFMK.

TaMu
2 Monate zuvor
Antwortet  Anonymous

In BW sagt Frau Schopper, was in den Kitas gilt. Aber letztendlich ist es egal, wer was sagt, denn politisch gilt: es gibt Hygienerichtlinien und so lange diese befolgt werden, sind alle sicher. Und das sieht dann so aus, wie ich es beschrieben habe. Politischer Voodoo …

gehtsnoch
2 Monate zuvor

Der Mensch, je öfter wir Aussagen hören, desto eher neigen wir, sie zu glauben – dafür sorgt unser Gehirn. Das macht uns manipulierbar.

Unwahre Behauptungen werden durch häufige Wiederholungen glaubhafter.
Neurowissenschaftler Henning Beck. Denn: „Wir wissen, man kann Menschen selbst die abstrusesten Dinge einreden, wenn man die eben oft genug wiederholt.“

Bsp. Trump´s gestohlene Wahl oder aktuell so einige KuMi Aussagen und „Fake News“ war seine Allzweckwaffe

James Smith
2 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

@gehtsnoch, nennt sich Themeninvasion oder auch Mindframing…

Alla
2 Monate zuvor

Gestern, 24.02. in der Führerscheinstelle des Straßenverkehrsamts des Kreises.

Ich musste nun endgültig meinen alten „Lappen“ durch den neuen Kartenführerschein ersetzen. Ok, verständlich. Es stimmt einfach nichts mehr, nicht einmal der Nachname! Aber ich liebe den grauen Lappen, besonders das Foto, das mich mit 18 Jahren zeigt!
Vor 3 Monaten habe ich den neuen Kartenführerschein per Express beantragt. War teuer, aber ich bin spät dran!
Vor 1 Woche wurde mir mitgeteilt, ich solle einen Termin vereinbaren, um die neue Karte abzuholen und gestern war es soweit.

Ich fahre in die Kreisstadt, parke mein Auto und wandere zum Eingang. Vor dem Eingang eine rot-weiße Sperrkette und ein Schild mit einer Person mit FFP2 Maske. Ich krame meine Maske aus der Handtasche und positioniere mich damit gut sichtbar vor der Kette! Kurz darauf kommt ein junger, oberkörpergestählter Security-Mitarbeiter an und fragt mich nach Namen und Termin. Er schaut in seiner Liste nach und scheint zufrieden mit meiner Auskunft.

„Impfausweis?“, fragt er. Ich krame mein Handy aus der Tasche, rufe die Corona-Warnapp mit den Zertifikaten auf und tippe auf das Zertifikat. Er scannt es. „Impfung ist abgelaufen!“, sagt er kurz.
Hää, habe ich daneben getippt? Der Booster ist doch erst 3 Monate alt.
Leicht fahrig öffne ich das nächste Zertifikat. Nun ist er zufrieden. Er öffnet die Sperrkette und ich darf die heiligen Hallen betreten. „Halt“, ruft er und zeigt mit dem Daumen auf den Desinfektionsmittel-Spender an der Wand. Schnell stopfe ich das Handy in die Handtasche und desinfizieren meine Hände.

„Raum 2, Links!“, ruft er mir noch zu, denn er hat sich erst einmal in Sicherheit gebracht. Komisch, weiß er, dass ich Lehrerin bin? Eine Gefährderin?
Ich biege in den menschenleeren Gang in dem menschenleeren Gebäude ein. Jetzt ist selbst die Security nicht mehr zu sehen.
Vor einer geöffneten, mit einer rot-weiße Sperrkette gesicherten Tür steht ein weißer Stehtisch. Darauf 2 Gläser mit Kugelschreibern. Auf einem steht „Neu“ auf dem anderen „Gebraucht“. Auch ein kleines hellgraues Tablett steht da. Vorsichtig nähere ich mich der geöffneten Tür.

Ich spähe in das Büro: Zwei riesige Schreibtische mit einer Plexiglas-Abtrennung dazwischen. An dem linken sitzt ein junger Mann, der rechte ist leer. „Sind Sie ganz alleine?“, frage ich den jungen Mann besorgt. „Homeoffice, wir wechseln uns ab“, erwidert er etwas erstaunt wegen meiner Frage. „Name?“, fragt er schnell. Ich antworte ebenso kurz und effektiv. „Den alten Führerschein bitte auf das Tablett“. Mach ich und reiche das Tablett vorsichtig in den Raum. „Wollen Sie den behalten?“, fragt er. „Ja, auf jeden Fall!“, erwidere ich. Er zieht sich schnell ein Paar Gummihandschuhe über, nimmt das Tablett mit meinem alten Lappen und stempelt ihn ungültig. „Aber nicht auf das Foto“‚, kann ich noch schnell rufen. Er lacht.

Dann hantiert er an seinem Drucker herum. Mir ist heiß. Die Fenster des Büros sind geschlossen. In einer Ecke sehe ich einen weißen zylindrischen Gegenstand, den ich nicht zuordnen kann. Dieser scheint ein leise summendes Geräusch von sich zu geben. Schweißperlen erscheinen auf meiner Stirn. Es hat mindestens 22 Grad im Flur. Alle anderenTüren sind geschlossen. Kein offenes Fenster weit und breit. Es ist so leise! Langsam merke ich, wie Panik in mir hochsteigt. Ich öffne meine Jacke und mache eine Atemübung um mich zu beruhigen.

Endlich scheint er fertig. Er legt etwas auf das Tablett, unter anderem meinen alten vertrauten Führerschein.
„49,80“, sagt er, „war Express!“ Klar, hat auch nur etwas mehr als 3 Monate gedauert! Seit 4 Wochen fahre ich ohne gültigen Führerschein!
„Bar oder Karte?“, fragt er. „Bar“, sage ich schnell, krame einen 50€ Schein aus meiner Tasche und wedelte damit herum. Nun legt er auch noch das Wechselgeld auf das Tablett und reicht es mir heraus. „Legen Sie den Schein darauf und unterschreiben Sie die Quittung!“ Ich nehme mir einen Kugelschreiber, unterschreibe und stopfe die anderen Papiere schnell in meine Tasche, bevor ich ihm das Tablett wieder zurückreiche. In dem Moment merke ich, dass ich einen Kugelschreiber aus dem „Gebraucht“ Glas benutzt habe! Herrje!!!

„Tschüss!“, ruft der junge Mann noch. “ Vielen Dank!“, stammelte ich schnell und will mich gerade umdrehen um hinauszugehen. „Halt! Einbahnstraße!“, ruft der junge Mann schnell und zeigt mit dem Finger in die richtige Richtung. Am Ende des Flures erahne ich eine Glastür, durch die das graue Tageslicht hereinschimmert. Schweißgebadet ziehe ich die Tür auf. Endlich frische Luft! Auf der Suche nach dem Parkplatz wandere ich erleichtert um das Gebäude herum.

Heute habe ich Nackenschmerzen. Ich glaube, ich habe mir auf der Rückfahrt ein Schleudertrauma geholt vom vielen Kopfschütten!

Sissi
2 Monate zuvor

@ Alla
Dankeschön
Klasse!

Peter Nawal
2 Monate zuvor

Da kommt es mir hoch. Kann gar nicht so viel Essen wie ich…

Was will ich und was willst du? Ein Verbot der CDU!

Ale
2 Monate zuvor