Bildungssenator: Schüler sollen trotz Energiekrise nicht frieren („machen uns schon Sorgen“)

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Hamburgs Schülerinnen und Schüler sollen trotz möglicher Energieeinsparungen im Herbst und Winter nicht in ihren Klassenräumen frieren. «In der Tat machen wir uns über die Energieversorgung schon Sorgen», sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Dienstag.

Schülerinnen und Schüler können sich vielerorts in Schulen erneut auf einen kalten Winter einstellen. Foto: Shutterstock

Als vermutlich größter Immobilienbetreiber der Stadt mit 2,9 Millionen Quadratmeter Schulgebäude gebe es Einsparpotenzial. «Wir müssen aber fairerweise sagen, dass wir bereits in der Vergangenheit auch wegen des Klimawandels in den Schulen jetzt keine besonderen Wärmebäder veranstaltet haben.»

Die Temperaturen in den Klassenräumen seien auf etwa 20 Grad Celsius justiert. «Und es gab ja auch durchaus Kritik, dass wegen der (coronabedingten) Lüftungsregeln die Temperatur auf 18 Grad oder kälter fallen würde», sagte er. «Da ist nicht mehr viel Spielraum, denn zum Lernen gehört natürlich auch dazu, dass man dort nicht im Schneeanzug mit Kapuze und Handschuhen in der ersten Klasse sitzt.»

Hamburg hat als einziges Bundesland neben Bremen seine Schulen flächendeckend mit mobilen Luftfiltern ausgestattet, sodass der Schutz gegen Infektionen über Corona-belastete Aerosole nicht allein aus offenen Fenstern besteht. News4teachers / mit Material der dpa

Schon mal dicke Pullover besorgen: Schulen steht der nächste Corona-Winter bevor

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4 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

«… dass man dort nicht im Schneeanzug mit Kapuze und Handschuhen in der ersten Klasse sitzt.»

Also Fahrscheine zweiter Klasse?

Realist
2 Monate zuvor

Energieeinsparungen und der politische Wille, dass Schüler nicht frieren sollen?

Lässt doch nur eine logische Schlussfolgerung zu: Lüftungsverbote oder etwas subtiler: Anweisung an die Hausmeister, die Fenster im Winter zu verriegeln.

Long Covid? Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Infizieren für den Frieden!

Jan
2 Monate zuvor

Also unsere Tochter hatte im letzten Winter fast durchweg eine Jacke auch im Klassenzimmer an, weil durch die ständige Lüfterei das Klassenzimmer durchweg eiskalt war. Es macht kaum einen Unterschied, ob man dazu zusätzlich auch noch die Temperatureinstellungen nach unten verändert.

Micky
2 Monate zuvor

Es wird „geprüft, wie mit Beginn der Heizperiode die Heizungen in städtischen Gebäuden, Schul- und Kultureinrichtungen auf das absolut erforderliche Mindestmaß zurückgefahren werden können.“
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/ludwigshafen-schaltet-wegen-gasmangel-licht-aus-100.html

In städtischen Gebäuden und Kultureinrichtungen gelten Arbeitsschutzregeln, in Schulen in der Praxis nicht. Daher richtet sich das „absolut erforderliche Mindestmaß“ in Schulen vermutlich eher nach den Erfordernissen des Infrastrukturerhalts. Dass die einiges aushält, wissen wir ja aus den beiden vergangenen Wintern bzw. wenn nicht, isses in Schulen ja auch wurscht.