Nach tödlichem Angriff auf einen Transmann: Kitas und Schulen sollen sich verstärkt gegen Queerfeindlichkeit engagieren

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MÜNSTER. Queerfeindliche Einstellungen werden nach Einschätzung des Lesben- und Schwulenverbands durch soziale Medien verstärkt. Schon seit vielen Jahren gebe es in der Gesellschaft solche menschenfeindlichen Einstellungen, die durch die „Echokammern“ im Internet noch angeheizt würden, kritisierte René Mertens vom Lesben- und Schwulenbundesverband (LSVD) auf WDR 5. Hintergrund ist der Tod eines 25-Jährigen, der bei einer Christopher-Street-Day-Versammlung in Münster vor einer Woche niedergeschlagen worden war. Der LSVD sieht auch die Kitas und Schulen in der Pflicht, die sich – nach Plänen der Bundesregierung – tatsächlich dem Thema stärker widmen sollen.

Der Entwurf für einen Aktionsplan der Bundesregierung sieht vor, die Aufklärung gegen Queerfeindlichkeit in Bildungseinrichtungen zu verstärken. Foto: Shutterstock

Mertens sagte zu dem tödlichen Angriff auf einen 25-Jährigen: „Das war wirklich eine queerfeindliche Gewalttat.“ Auch bei CSD-Veranstaltungen in Berlin, Jena oder Bielefeld sei es zu Anfeindungen gekommen – Menschen seien attackiert, Regenbogenfahnen zerrissen worden. „Wir brauchen die Solidarität der gesamten Gesellschaft“, mahnte Mertens. „Queerfeindlichkeit geht uns alle an.“ Jeder Mensch könne ins Fadenkreuz geraten. Soziale Medien tragen nach seiner Einschätzung dazu bei, dass „homophobe Sprüche und queerfeindliche Ideologien“ in Hass und Gewalt umschlagen.

Im rechtlichen und politischen Bereich habe es in den vergangenen Jahren viele Fortschritte gegeben. Aber bei den gesellschaftlichen Einstellungen und im Bildungsbereich sei noch viel zu tun. Man müsse auch jungen Menschen in den Schulen und über Jugendarbeit stärker vermitteln, wie man sich gegen Abwertungen zur Wehr setzen könne, forderte der LSVD-Referent. Dem WDR-Bericht zufolge werden den Behörden in Durchschnitt täglich bundesweit etwa drei queerfeindliche Gewalttaten bekannt. Eine hohe Dunkelziffer komme hinzu – vieles werde nicht angezeigt.

„Wir haben auch in Deutschland ein großes Problem mit Hass gegen queere Menschen“

Der Tatverdächtige im Fall Münster war am Freitag festgenommen worden. Er sollte am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft in Münster will einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragen. Der 20-Jährige soll laut Ermittlern mehrere Frauen beim CSD unter anderem mit den Worten „lesbische Hure“ beschimpft und drohend auf sie zugegangen sein. Der 25-Jährige habe den Mann gebeten, die Beleidigungen zu unterlassen. Doch dieser soll unvermittelt zugeschlagen haben. Der 25-Jährige sei zu Boden gegangen und mit dem Kopf unglücklich auf dem Asphalt aufgeprallt. Er starb am Freitag in einer Klinik.

Auch der Verein Trans*Inter*-Münster hatte betont, es handele sich um einen queerfeindlichen Angriff, beim Getöteten um einen Transmann. Mertens vom LSVD betonte, bei solchen menschenfeindlichen Angriffen dürfe man nicht wegschauen, solle sich aber selbst zugleich nicht in Gefahr bringen. Auch die Polizei zu rufen, sei Zivilcourage.

Der Fall und die Todesnachricht sorgten weit über Münster hinaus für Bestürzung. Der Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), teilte mit: „Wir haben auch in Deutschland ein großes Problem mit Hass gegen queere Menschen. Queerfeindliche Gewalt ist eine Bedrohung, die tödlich enden kann. Wir alle müssen uns jeden Tag gegen diese Gewalt stellen.“

Mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog will die Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit vorgehen. Lehmann hatte dazu in dieser Woche den Entwurf für einen „Nationalen Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ an Verbände und Ministerien der Bundesregierung zur weiteren Abstimmung.

In dem Papier werden die unterschiedlichen Vorhaben der Ampel zum Thema zusammengefasst und Vorschläge zur Umsetzung gemacht. Es geht dabei etwa um „Rechtliche Anerkennung“, „Teilhabe“ oder „Sicherheit“. In Schulen und im Sport sollen Projekte gegen Sexismus und Queerfeindlichkeit gefördert werden. Geplant ist auch eine Regelung zur Kostenübernahme von künstlichen Befruchtungen, falls unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare einen Kinderwunsch haben.

„Hier braucht es schon früh mehr Erziehung und Bildung für Vielfalt in der Kita, in der Jugendarbeit und in den Schulen“

Beim Punkt „Geschlechtergerechte Sprache“ wird die „Einrichtung eines Gremiums zur Formulierung von Empfehlungen für den Öffentlichen Dienst“ vorgeschlagen. Die Ampel hat im Koalitionsvertrag vereinbart, den Gleichbehandlungsartikel des Grundgesetzes um ein Verbot der Diskriminierung wegen sexueller Identität zu ergänzen. Für eine solche Änderung bräuchte es allerdings Zweidrittelmehrheiten in Bundestag und Bundesrat.

Im Koalitionsvertrag hatten die Ampel-Parteien festgehalten, einen solchen Aktionsplan zu erarbeiten. Er soll nach dpa-Informationen noch in diesem Jahr beschlossen werden. Anschließend sollen eine Priorisierung und die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen erfolgen. „‚Schwule Sau‘ ist beispielsweise immer noch eins der häufigsten Schimpfwörter auf Schulhöfen“, beklagte Lehmann unlängst in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Hier braucht es schon früh mehr Erziehung und Bildung für Vielfalt in der Kita, in der Jugendarbeit und in den Schulen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Zum Christoper Street Day: GEW fordert, dass sich Schulen („endlich“) zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt bekennen

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Rabe aus NRW
1 Jahr zuvor

http://www.schule-der-vielfalt.org/

Unsere Schule macht schon mit!

Streamer01
1 Jahr zuvor
Antwortet  Rabe aus NRW

Meine zum Glück nicht.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Streamer01

Warum „zum Glück“?

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Streamer01

Zum Glück für wen?

AchGottchen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Streamer01

Angst vor der eigenen Sexualität Streamer?

Benedikt
1 Jahr zuvor

Mal Butter bei die Fische: aus welche Richtung kommen denn diese „queerfeindlichen“ gewalttätigen Angriffe? Wenn man nicht die Herkunft der Täter kennt oder nennen will, ist dieses Problem schwer zu bekämpfen.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Benedikt

Zitat: „Die Nationalität des Mannes sei den Ermittlern bekannt, werde aber nicht genannt, sagte Oberstaatsanwalt Dirk Ollech der Deutschen Presse-Agentur. Es sei kein Zusammenhang zu sehen zwischen der Nationalität und der mutmaßlichen Tat.“

Quelle: Münster: Tödlicher Angriff bei CSD: Verdächtiger in Untersuchungshaft | Augsburger Allgemeine (augsburger-allgemeine.de)

Die Weltanschauung des mutmaßlichen Täters würde vielleicht helfen, die Tat einzuordnen. Leider fordern die LSBT-Verbände das nicht lauthals. Der Elefant darf nicht genannt oder befürchtet werden.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Warum soll man nicht sagen dürfen, dass der aus Russland stammende Mann wohl der queerfeindlichen Propaganda Russlands gefolgt ist?

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Weil es eher tschechische Kultur ist.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Tschtetschenische Kultur

Emma
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Nicht tschechisch. Tschetschenien ist das Heimatland.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Tschechischer Kultur??

Es geht doch wohl eher um Tschetchenien, was doch was ganz anderes ist…

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Autokorrektur, Entschuldigung.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Benedikt

Man sollte auch fragen: Welche Regierungen welcher Länder sind denn schon durch Schwulenfeindlichkeit aufgefallen? Das trifft zumindest für Russland und die Türkei zu und auch für religiöse Autoritäten in diesen Ländern.

Teacher Andi
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Bei Russland liegen Sie richtig, wenn man bestimmten Medien glauben darf.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Tschetschenien. Ist noch homophober. Ob trotz oder wegen der dortigen Kultur mag jeder für sich entscheiden.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Sogar die Autoritäten der russisch-orthodoxen Kirche haben sich schwulenfeindlich geäußert, und der Chef der türkischen Religionsbehörde auch. Erdogan hat ihm ausdrücklich beigepflichtet. Im Iran gibt’s noch heute die Todesstrafe für Schwule, und wie nennt sich der Iran doch offiziell, welche Leute regieren dort?

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

„Man sollte auch fragen: Welche Regierungen welcher Länder sind denn schon durch Schwulenfeindlichkeit aufgefallen?“

Was haben Regierungen anderer Länder mit dem abscheulichen Verbrechen hier in Deutschland zu tun?

Gerd Möller
1 Jahr zuvor

@Lehramtsaussteiger:

Das ist das argumentative Grundprinzip bei Carsten60: Fakten werden relativiert, indem andere Länder oder Kulturen als „entlastende“ Beispiele herangezogen werden. Eine sehr verquere Logik!
Beste Grüße

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Herr Möller: Wie würden Sie denn das kürzliche Attentat auf Rushdie beurteilen? Die Fatwa von staatlichen Autoritäten im Iran soll dabei keine Rolle gespielt haben? Ist das Ihr Ernst? Solche Verbrechen sind nicht „tragisch“, sondern die logische Folge einer vorherigen Hetze. Das entschuldigt nicht die Täter, aber man soll die Hintermänner eben nicht vergessen, besonders wenn diese Macht und staatliche Autorität haben. Genau darauf wollte ich hinweisen. Aber das scheint hier ein Tabuthema zu sein. Nur die AfD ist böse, sonst hetzt niemand in der Welt gegen queer usw., auch keine russisch-orthodoxe Kirche, kein tschetschenischer Diktator, keine Mullahs und keine arabischen Fernsehsender. Nein, die wollen nur spielen.

Gerd Möller
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Ja natürlich, das verurteile ich auch in diesen Ländern. Und das ist auch kein Tabuthema, wie Sie es behaupten.

Was aber haben Regierungen anderer Länder mit dem abscheulichen Verbrechen hier in Deutschland zu tun?, wie dies Lehramtsaussteiger und auch ich fragen.

In Ihrer Antwort bestätigen sie wiederum Ihre Argumentationsstrategie der Ablenkung und Relativierung!

Carsten60
1 Jahr zuvor

„Was haben Regierungen damit zu tun?“
Nun, sie haben ganz allgemein durch Indoktrinierung auch in Schulen und Medien einen Einfluss auf die Menschen, bis hin zu einer regelrechten Hetze gegen Schwule. Und diese Indoktrinierung wirkt auch bei Flüchtlingen und anderen Migranten bis in die nächste Generation. Warum gibt’s denn bei uns immer Rücktrittsforderungen, wenn ein Politiker mal was „Rassistisches“ oder „Schwulenfeindliches“ gesagt hat? In manchem anderen Land bekäme er dafür Beifall. Ich wundere mich, dass dieser Zusammenhang nicht gesehen wird.
Wenn man die AfD für die Mord an Lübcke verantwortlich machen will, dann muss man auch die entsprechenden politischen Kräfte im Ausland für Schwulen- und Queerfeindlichkeit in ihrer jeweiligen Community verantwortlich machen, siehe eindeutige Äußerungen des Chefs der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Das aber scheint ein Tabuthema zu sein. Trump dagegen wurde für vieles verantwortlich gemacht.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Benedikt

In diesem Fall war es wohl ein aus Russland stammender Mann. Tatsächlich bekomme ich mit, dass sich Schulen sehr bemühen, Rassismus, Homophobie usw. zu bekämpfen und im Unterricht zu behandeln, allerdings stoßen sie dabei auf Kulturkreise und Elternhäuser, die ihren Kindern leider das exakte Gegenteil vermitteln. Das heißt nun nicht, dass man es sein lassen soll. Es heißt vielmehr, dass es mehr bedarf, als das Thema allein wieder auf Schulen abwälzen zu wollen.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Benedikt

Die Jugendlichen haben Migrationshintergrund…das wurde von der Berichterstattung nicht zurückgehalten, sondern sogar als ein Hintergrund für die Tat benannt.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Zusatz: gegen den Haupttäter ist bereits vorher wegen schwerer Körperverletzungsdelikte vorgegangen worden…

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

„Die Jugendlichen haben Migrationshintergrund“

Aha. Und jetzt?

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

In mehreren Meldungen von butenunbinnen (Bremer öffentl.-rechtl. Rundfunk) wird ein Migrationshintergrund nicht erwähnt. Es heißt nur, ein Kioskbesitzer kenne die Gruppe und fühle sich auch von der bedroht. Fast schon im Gegenteil heißt es dort:
„Wir brauchen ein gemeinsames Arbeiten in einer inklusiven Gesellschaft, in der alle Menschen — egal, ob Trans oder Migrant — nicht über ihre Menschenrechte verhandeln müssen, weil das einen Einfluss auf die ganze Gesellschaft hat.“
Welche Logik soll dieser Satz repräsentieren? Ich empfinde den als „blabla“. Die Täter werden zu Opfern erklärt, damit am Ende die „Fremdenfeindlichkeit unserer Gesellschaft“ an dem Geschehen schuld ist?

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Benedikt

„Wenn man nicht die Herkunft der Täter kennt oder nennen will, ist dieses Problem schwer zu bekämpfen.“

Welche Rolle spielt das jetzt im Bezug auf die Schulen um die es hier geht?

Mika
1 Jahr zuvor

Alles richtig, alles wichtig. Und, gibt’s Ressourcen dafür? Sozialarbeiter für alle Schulen und Kitas? Zeit für Lehrkräfte und Erzieher, um sich einzelnen Kindern zuwenden zu können, um derlei Tendenzen im Ansatz erlöschen lassen zu können? Wie werden die Eltern, die ja die Hauptverantwortung für die Erziehung ihrer Kinder haben, in die Verantwortung bezüglich dieses Themas genommen?
Ich höre inzwischen immer öfter: „Schule soll, Schule muß…“. Wenn die Gesellschaft den Eltern die Unfähigkeit bescheinigt, ihre Kinder zu verantwortungsvollen Erwachsenen zu erziehen und diese Aufgabe immer mehr der Schule und der Kita überträgt, dann soll sie verdammt noch mal die Mittel dafür bereitstellen.

Maja
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mika

Wirklich alles „richtig, alles wichtig“?

Realist
1 Jahr zuvor

Schulen werden unter den sich immer schneller steigernden Anforderungen diverser gesellschaftlicher Gruppen zerrieben werden, ein Abnutzungskrieg den man nicht gewinnen kann. Lehrkräfte werden auf diesem Schlachtfeld immer schneller verheizt werden. Immer mehr Pflichten für Schule und Lehrkräfte, immer weniger Rechte. Nur noch völlig Verrückte tun sich das freiwillig an. Da hilft auch kein goldener Käfig aka „Beamtenstatus“. 19% Einbruch der Studienanfängerzahlen alleine im letzen Studienjahr. Nach dem kommenden Corona-Heizungsverbot-Herbst/Winter wird das noch einmal zunehmen. Die (von uns gut ausgebildeten Abiturienten sind ja nicht völlig bescheuert): „Lehramt? Ich bin doch nicht blöd!“

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realist

Hätten die Schulen die erforderliche personelle Ausstattung dann könnte man mit Aufklärung da schon sehr viel erreichen.
Leider würde auch dies seine Zeit brauchen. Fehlentwicklungen die hunderte von Jahren alt sind lassen sich nicht in einer Generation rückgängig machen.

Nehmen wir mal das eher unverfängliche Problem des Genderns.
Eine Klasse mit 8 entschiedene Gegnern, 8 eher unentschlossene SuS und 8 SuS die das gut und richtig finden.

Alternative 1:
Aufklärung über den Zusammenhang von Sprache und realer Gleichberechtigung. Sprachherkunft, damit verbundene Assoziationen und Erwartungen. Auswirkungen des Genderns.
Mit etwas Geschick erreicht es der Lehrer, dass nach einiger Zeit nur noch 7 SuS das Gendern ablehnen, 7 SuS unentschlossen sind und 10 SuS das Gendern als wichtig erachten und mitmachen. In der nächsten Generation wird das dann so an die eigenen Kinder vermittelt und die Startvoraussetzungen sind schon besser.

Alternative 2:
Ich packe die große Indoktrinations-Keule aus. Stelle das Gendern als alternativlos dar, drohe mit Punktabzug bei nicht gegenderten Arbeiten und weise darauf hin, dass der Staat das Gendern im öffentlichen Dienst gesetzlich verpflichtend machen will.
Was werde ich erreichen? Mit etwas Glück nichts. Wahrscheinlich schaffe ich es aber einige der unentschlossenen SuS so sehr zu vergrätzen, dass sie in Abwehrhaltung gehen.

Deutsch eben. Es gibt nur schwarz und weis. Entweder wir verfolgen jeden der Anders ist oder wir erzwingen die Sympathie und Einsicht.

Menschenverstand und die Farbe Grau sind nicht unser Ding.

Egal ob bei Gleichberechtigung, Rassismus, Religion oder LGBTQ. Wir schütten das Kind immer mit dem Bade aus, egal ob vor oder hinter dem Haus.

Glaubt hier wirklich jemand, dass eine russischer (tschetschenischer?) Mann der in einem homophoben Klima aufgewachsen ist sich durch ein paar Stunden mit guten Argumenten in der Schule komplett gewandelt hätte?
Mit etwas Glück schaffen wir es, dass seine Enkel LGBTQ vielleicht nicht gut findet, es aber akzeptiert.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

That’s it!!

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Das beste Beispiel für Schwarz-Weiß-Denken ist Ihr Kommentar, in dem es nur Alternative 1 und 2 gibt. (Und für Sie ist ja eh klar, dass es auf Alternative 2 hinausläuft. Also ist ihr Denken nicht einmal schwarz-weiß. Es kennt nur eine Farbe.)

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Glaubt hier wirklich jemand, dass eine russischer (tschetschenischer?) Mann der in einem homophoben Klima aufgewachsen ist sich durch ein paar Stunden mit guten Argumenten in der Schule komplett gewandelt hätte?“

Vermutlich nicht. Aber geschadet hätte es mit Sicherheit auch nicht. Solche Verbrechen werden ja auch nicht ausschließlich von Menschen tschetschenischer Herkunft begangen. Wenn man hier liest, kriegt man den Eindruck, dass gebürtige Deutsche gar nicht zu Homophoben Verbrechen in der Lage wären.

Georg
1 Jahr zuvor

es geht um die Kultur. Religion und ihre Ausübung ist da wichtiger als das Land. Allerdings ist Tschetschenien ähnlich wie der gesamte arabische Raum ein Land, in der nahezu alle Einwohner stark homophob sind.

Last edited 1 Jahr zuvor by Georg
fr hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Woher wollen Sie das wissen? Haben sie dort gelebt oder greifen Sie auf eigene Erfahrungen zurück?

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Es sind halt nicht alle so tolerant, wie die katholische Kirche. (Ironie!)

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nur dass die Erzählungen des Papstes oder der Bischöfe in Deutschland wesentlich weniger Gehör finden als die des örtlichen Imams.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Von dem Wikipedia-Artikel bekommt man den Eindruck, dass in Tschetschenien die Staatsstrukturen homophob sind. Die Einwohner haben in dieser Diktatur sowieso nichts zu sagen.

Alx
1 Jahr zuvor

„Beim Punkt „Geschlechtergerechte Sprache“ wird die „Einrichtung eines Gremiums zur Formulierung von Empfehlungen für den Öffentlichen Dienst“ vorgeschlagen.“

Genau solche Aktionen schüren doch Resentiments.
Uns soll Sprache vorgegeben werden!

Wie viele Menschen, denen es völlig egal war, wie jemand sexuell ausgerichtet ist werden zunehmend wütend, weil wir mit Gendersprache überschüttet werden, obwohl die Mehrheit der Gesellschaft das nicht will? Wie viele ärgern sich darüber, dass biologische Wahrheiten einfach ignoriert werden müssen?

Es geht dabei nicht um Begriffe, die nicht benutzt werden sollen, sondern um Begriffe, die genutzt werden müssen.

Und was soll damit erreicht werden?

Soll das Volk anfangen, einheitlich zu denken, einheitlich zu reagieren?

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alx

Warum wehren Sie sich dagegen, dass andere gendern? Wollen Sie etwa anderen vorschreiben, wie sie zu reden haben?

Empfehlungen sind übrigens keine Vorschriften. Dass man trans- Jugendliche angemessen anspricht, sollte für Lehrer selbstverständlich sein.

Und ja, ich habe Schüler*innen im Unterricht gehabt, die trans sind.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja, sollte es. Ist leider nicht so, wie mir Betroffene SuS berichteten. Von SuS Seite nicht und auch von LuL Seite nicht. Und wer sich mal die Mühe gemacht hat, mit den Menschen zu reden oder wer mal miterlebt hat, wie Lange so ein Prozess dauert, der labert nicht von Laune oder so. Das ganze ist nicht mal eben gemacht und für die Betroffenen durchaus anstrengend, noch anstrengender, wenn sich das Umfeld noch verständnislos oder gar abwertend verhält.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Mich stört beim Gendern die von irgendwem aus irgendwelchen Gründen verfolgt Ideologie. Die Zeiten, dass mir die Ansichten von anderen egal sind, solange sie niemand gegen seinen oder ihren Willen damit auf die Nerven gehen oder auch davon überzeugen wollen, sind lange vorbei.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Was hat all das mit dem Thema zu tun? Wird hier ein tragische Mordfall für Ideologische Dikussionen missbraucht?

Marion
1 Jahr zuvor

Ja, wird er. Und zwar von beiden Seiten. Georg versucht wieder seine Aversionen gegen Migranten aus islamisch geprägten Ländern an den Mann zu bringen und sie versuchen alle in die rechte Ecke zu schieben, die ihr Weltbild nicht teilen.
Keinem von ihnen geht es auch nur im Geringsten um den getöteten jungen Transmann.
Hauptsache jeder kann mit der verbalen Keule mal so richtig auf den anderen draufschlagen.
Ob es sich übrigens um Mord oder um Körperverletzung mit Todesfolge handelt, wird vor Gericht entschieden.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Mord ist es auf keinen Fall, weil das Heimtücke oder wie das heißt voraussetzt, allenfalls Totschlag. Nach dem Bericht ist eher der Aufprall auf dem Steinboden die Todesursache.

Zum Thema Transmann: Er hat sich eingemischt und wurde niedergeschlagen. Die Transidentität ist da sekundär, wenngleich ursächlich für die immense Berichterstattung. Zudem geht es hier um die Art der Berichterstattung, genauer die Überbetonung und Unterschlagung von Details bis sie ins Narrativ passen. Man möge mich gerne widerlegen, genauer dass die muslimisch bedingte Homophobie keine Rolle spielte.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Das mag durchaus eine Rolle spielen. Das streite ich ja gar nicht ab. Aber auffällig ist es schon, daß sie bei nahezu jedem Thema hier im Forum früher oder später die Migrantenkeule schwingen.
Würde hier ein Artikel über das Paarungsverhalten von Flugsauriern erscheinen, würden sie selbst da früher oder später bei den Migranten landen. Das finde ich genauso seltsam, wie das reflexhafte Betroffenheitsgetue und „uh, die Kommentare hier machen mich so traurig“ – Gesäusel der Berufsempörten aus der „woken“ Szene.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Ich möchte doch einwenden, dass auch eine grundsätzliche Kritik am Islam und seinen Auswirkungen nicht bedeutet, dass man die Muslime als Menschen herabsetzt. Das erstere halte ich für nötig, das letztere liegt mir völlig fern. Niemand kann für ideologische Systeme, in die er hineingeboren wird. Eine Kritik am Katholizismus und am Vatikan setzt ja auch die „normalen“ Katholiken nicht herab, sondern höchstens die höheren Kleriker.
Die Frage bleibt: fördert der Islam (als System) nun eine Schwulen- oder Queerfeindschaft oder nicht? Ich habe etliche Webseiten gesehen, wo ausdrücklich für Homosexualität die Todesstrafe gerechtfertigt wurde (mit Begründung durch heilige Schriften). Das kommt wirklich von religiösen Autoritäten aus der islamischen Welt und ist keine böswillige Erfindung. Wir können sagen: Diese Autoritäten erkennen wir nicht an, aber als Tatsache bleibt das bestehen. Ebenso manche Fatwa gegen missliebige Leute als Aufforderung zum Mord, siehe den Fall Rushdie. Sowas ist jedenfalls kein Beitrag zu Toleranz und Frieden. Toleranz ist keine Einbahnstraße. Man vergleiche Wikipedia zu „Glaubensfreiheit im Islam“. Da wird die Einbahnstraße sichtbar.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Da gebe ich ihnen recht.
Georgs Ressentiments gingen an anderer Stelle im Forum aber schon so weit, einen Zusammenhang zwischen geringerem IQ und der Herkunft aus islamisch geprägten Ländern herzustellen. Das geht mir eindeutig zu weit und weckt in mir den Verdacht, daß da bei ihm mehr dahinter steckt als nur die Skepsis gegenüber Homophobie und Queerfeindlichkeit bei Migranten aus islamisch geprägten Gesellschaften.
Ich bin aus eigener negativer Erfahrung hier im Forum eher vorsichtig damit, Menschen leichtfertig in bestimmte Schubladen zu stecken, aber Georg geht mir mit seiner regelrechten Manie, ständig auf dem Migrantenthema rumzureiten, einfach zu weit.
Genauso wie die Schreihälse von der anderen Seite, die sofort „RASSISMUS, FRAUENFEINDLICHKEIT, HOMOPHOBIE, KULTURELLE ANEIGNUNG!“ brüllen und jeden als rechtsradikalen, rückständigen Vollpfosten sehen, der ihren abstrusen Thesen nicht jubelnd zu Füßen liegt.
Etwas mehr Differenziertheit würde der Diskussion sicherlich gut tun.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Klar, sind „Empfehlungen“, na sicher. Jungpionier in der DDR wurde auch jeder (((freiwillig))).

Mir persönlich ist es übrigens völlig egal, ob „gegendert“ wird oder nicht.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nein, viele von uns wehren sich nicht, dass andere gendern … das geht die anderen an … ubd solange völlig unproblematisch, wie es keinen Eingriff in mein eigenes Sprachverhalten nimmt…was und wie ich spreche – aus welchen Gründen auch immer – ist (solange ich niemanden offensiv damit attackiere) meine Angelegenheit … und wird erst dann zu einem Problem, wenn durch andere mit anderen Zieksetzungen, Befindlichkeiten oder politischen Zielsetzungen „Sprach- und Sprechvorgaben“ verpflichtend gemacht werden.

Die Idee, eine dienstliche Verordnung für interne Kommunikation verpflichtend zu machen ist absolut idiotisch. So generiert man massiven Widerspruch und passiven oder sogar aktiven Widerspruch.

Btw: ich hatte in den letzten Jahren mehrere trans-gender SuS …. just gerade wieder einen Fall in meiner Q2…kein Problem …. aber dieses Sprach-Polizei-Getue ist kontraproduktiv. (s.o )

Last edited 1 Jahr zuvor by Andre Hog
Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Bezug zum Thema?

Alx
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich wehre mich dagegen, dass mir vorgeschrieben werden soll, wie ich zu sprechen habe. Sie dürfen gerne Gendern bis sich die Balken biegen und glauben, dass es unendlich viele Geschlechter gibt.
Die gleiche Toleranz und Freiheit würde ich mir in umgekehrter Richtung auch wünschen.

Ich fühle mich. Moment unangenehm an Jugend ohne Gott erinnert, wo ein Lehrer durch das Aussprechen einer einfachen Wahrheit ins Fadenkreuz gerät.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alx

„Ich fühle mich. Moment unangenehm an Jugend ohne Gott erinnert, wo ein Lehrer durch das Aussprechen einer einfachen Wahrheit ins Fadenkreuz gerät.“

Ihr hochpeinliches, themaverfehltes rumgeopfere erinnert an „Jana aus Kassel“.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich frage meine Schüler:innen, welche Ansprache gewünscht wird und basta!

Das ist Akzeptanz und Respekt.

Wenn gewünscht, sprechen wir in der Klasse darüber – mit allen möglichen Konsequenzen. Dazu gibt es ein Vorgespräch, ggf. mit bestem Freund oder bester Freundin.

Es kommt fast nie zu transfeindlichen (ich hasse dieses Wort!) Beleidigungen. Und wenn doch, sprechen wir darüber.

Wir brauchen keine Regelungen – wir haben Herz und schätzen unsere Kids.

(Das war jetzt kurz und knapp. Der Prozess dauert selbstverständlich länger)

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alx

Also ist jetzt geschlechtergerechte Sprache die Ursache, dass der Täter zugeschlagen hat?

Georg
1 Jahr zuvor

Nein, das war die Einmischung aufgrund homophober Pöbeleien des Täters.

Alx
1 Jahr zuvor

Nein. Sie versuchen mir gerade Relativierung zu unterstellen.

Der Täter ist schuld an dieser Straftat.

Es ist aber nicht das generische Maskulinum oder die Tatsache, dass es nur 2 Geschlechter gibt verantwortlich dafür, dass jemand andere totschlägt.

Daher rechtfertigt das nicht einen derartigen Eingriff in unsere Sprache und persönliche Freiheit.

Georg
1 Jahr zuvor

Auf Twitter gelesen:

Der Tatverdächtige von Münster, der den Transmann Malte getötet haben soll, heißt laut BILD Nuradi A. und ist abgelehnter Asylbewerber aus Russland. Er soll wegen Drogendelikten und Körperverletzung polizeibekannt gewesen sein. 2017 wurde er Deutscher Jugendmeister im Boxen.

Dabei ist zu beachten, dass Nuradi ein tschetschenischer Vorname ist, und tschetschenische Vornamen außerhalb Tschetscheniens eher selten gewählt werden. Abgeschoben wurde der mutmaßliche Täter nur wegen der Kriegssituation nicht. Wieso der nicht schon vor Jahren abgeschoben wurde, weiß ich nicht.

Der Elefant könnte also doch mal wieder eine Rolle gespielt haben, dieses Mal in Kombination mit falscher Zivilcourage und dem Pech, an einen Amateurboxer geraten zu sein. Körperlich (Muskeln, Knochenbau usw.) sind Transmänner halt noch immer Frauen.

fr hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Falsche Zivilcourage? Was ist das? Und dazu noch Transfeindlichkeit? Ich hoffe du/sie bist/sind kein Lehrer!
Überhaupt bin ich sehr erschrocken über manche Kommentare, die ich hier so lese.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Die Polizei rät oft genug davon ab, sich in körperliche Auseinandersetzungen einzumischen. Wo der Hinweis darauf, dass Transmänner vom Körperbau her noch eher mit biologischen Frauen als mit biologischen Männern vergleichbar sind, transfeindlich ist, müssen Sie mir mal erklären.

fr hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Transfeindlich empinde ich es wg der Formulierung u dem damit verbundenen Missgendern. Konkret: „halt immer noch Frauen“

Mitschacker
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

„halt immer noch Frauen“

Was ja auch den Tatsachen entspricht

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ich bezog mich auf die Biologie. Die ändert sich auch durch Hormontherapien nicht grundlegend.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Man kann die Realität ignorieren. Man kann allerdings nicht die Folgen davon ignorieren, dies zu tun.
(Bzw. auch das kann man noch, aber nur mit exponentiell ansteigendem Aufwand an zugeführten Ressourcen und vielen Verlusten – in diesem Fall zum Schaden der angegriffenen Person)

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Diesen Satz haben Sie aus dem Zusammenhang gerissen. Georg hat ganz klar geschrieben:“Körperlich (Muskeln, Knochenbau usw.) sind Transmänner halt immer noch Frauen“ und nichts etwa nur „halt immer noch Frauen“. Ich finde es erschreckend, dass man es nicht mehr erkennen darf, dass ein Trans ein Trans ist. Auch durch den vollendeten Übertritt mit Operationen und Hormonen verschwindet der Knochenbau und auch die Körpergröße nicht. Die Muskeln können sich durch Hormone verändern und natürlich durch Training, egal bei welchem Geschlecht. Darf es wirklich nicht benannt werden? Ist das transfeindlich? Ich sehe es häufig Transfrauen und Transmännern wertneutral an, dass sie Trans sind. Ist das jetzt wie „Des Kaisers neue Kleider“ und man darf es nicht kommunizieren? Das ist doch kein natürliches Verhalten, wenn man den anderen Menschen nicht visuell wahrnehmen darf oder schweigen muss. Ich habe durch eine Krankheit nun op-bedingt eine körperlich sichtbare Veränderung und bin in meiner Bewegung eingeschränkt. Ich bin überrascht, wie offen ich angesprochen werde, auch wenn es mich manchmal anstrengt. Aber ist es nicht natürlich, dass diese Menschen mich kurz anstarren und dann irgend etwas sagen wie „ach je, was haben Sie denn“ oder „Sie haben es auch grad nicht leicht“ oder irgend etwas aus ihrer Sicht. Ich bin dankbar für die Offenheit, die mir erlaubt, darauf einzugehen und zu sagen, dass ich dankbar bin über meinen Zustand, der mir erlaubt, nur leicht verändert noch am Leben teilzunehmen, statt dass hinter meinem Rücken getuschelt wird. Ich glaube, auch Transmenschen schätzen Offenheit. Sie haben viel erlebt und erlitten, bis sie ihre Identität gefunden hatten und das hätten sie nicht erreicht, wenn sie um den heißen Brei herum geschlichen wären. Sie mussten deutlich ihr kommunizieren und das sollten alle Menschen tun dürfen, auch erstaunte oder interessierte cis Menschen, am besten natürlich in respektvoller Form.

Sport
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Glauben Sie wirklich, dass ein Transmann gegen einen biologischen Mann eine reelle Chance hat? Rein körperlich?

In unserem Sportverein sollte nun ein Transmann aus der Frauenfußballmannschaft, in der er in der höchsten Klasse einer der besten Spieler war, in die entsprechende Männermannschaft wechseln. Keine Chance, er kann nur ganz unten mitspielen!
Genauso dominieren Transfrauen ihre Mitstreiterinnen im Frauensport.
Das ist doch gerade das Problem von Transmenschen, dass das gefühlte und das biologische Geschlecht nicht übereinstimmen.
Dass sie trotz aller medizinischen Hilfen wie Hormonbehandlung und OPs sich selbst immer noch als „defizitärer“ Mann/ Frau wahrnehmen was zu Leid führt, auch wenn die Außenwelt sie nun im gefühlten Geschlecht „liest“.
Diesen Menschen ihre Gefühle abzusprechen, weil sie jetzt ja ein „wirklicher“ (biologischer) Mann/eine „wirkliche“ Frau sind, empfinde ich auch als etwas übergriffig.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sport

„Das ist doch gerade das Problem von Transmenschen, dass das gefühlte und das biologische Geschlecht nicht übereinstimmen.“

Mag sein. Ist aber noch weit entfernt von den Problemen die Sie haben.

PS: Unsere Stammtischlehrer hier interssieren sich verdächtig starkt für Transmenschen.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor

Lehramtsaussteiger?
Nomen est omen.
Welch ein Glück!

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wenn man eure Kommentare hier ließt, schämt man sich sehr, der gleichen Berufsgruppe anzugehören. Am Stammtisch wären viele hier wirklich besser aufgehoben.

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hilfe

So vom „alten Schlag“ die Herren. Da ist eine Weiterentwicklung wahrscheinlich zu viel verlangt.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Und schon wieder sind die Gut-Menschen erschrocken und hoffen damit jede gegenteilige Meinung schlagartig zum Verstummen zu bringen.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Die Gutmenschen sind eher verstummt und löschten ihre Tweets als bekannt wurde, was das für ein Täter war. Als islamophob zu gelten ist noch immer schlimmer als die Buchstabenleute zu verehren.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Was für „gegenteilige Meinungen“ gibts denn bei Vebrechen wie Mord/Totschlag?

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ja, das ist der moralische Vorwurf derer, die wissen, was richtig ist. Aber dieselben Leute erklären, natürlich dürfe man bei uns alles sagen (im Rahmen der Gesetze), es sei ja schließlich eine Demokratie und keine Diktatur. Wer aber was „falsches“ sagt, der soll dann kein Lehrer sein. Seht das irgendwo im Grundgesetz? Ich wüsste nicht wo.
Wo bitte steht ein „Denk- und Gesinnungskodex“ speziell für Lehrer, der für andere Leute nicht gilt?

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Ob dasselbe auch für Lehrer, die aktives Mitglied der Antifa sind, gilt?

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Mitglied der Antifa? Selten so gelacht Georg. Stammtisch at its best heute Mal wieder. Unterirdischer geht’s bei ihnen ja immer.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ich frage mich manchmal auch, ob das hier ein Lehrerforum ist oder der AfD-Stammtisch. Die Redaktion schein aber keinerlei Probleme damit zu haben.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Nun, das tut mir leid.

Es ist in der Regel immer ein Problem, sich einzumischen. Vor allem, wenn man/fra zahlenmäßig oder körperlich unterlegen ist.

Georg hat den Begriff übernommen, nicht erfunden.

Eine Transfeindlichkeit (ich mag das Wort einfach nicht – als ich jung ear, war „Transe“ ein mega schlimmes Schimpfwort – das wirkt nach) kann ich bei Georg nicht erkennen. Aber danach suche ich auch nicht.

Für mich wirken seine Kommentare sehr sachlich.

Es sind die anderen Kommentare, die m.E. zum Erschrecken einladen.

Mitschacker
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Tschetschenen, die nach Deutschland kommen, haben nicht selten einen islamistischen Hintergrund und werden in den Herkunftsländern genau deswegen durch die Sicherheitsbehörden gesucht. Der bekannteste Fall dürfte der durch einen russischen GRU/FSB-Mitarbeiter in einem Park erschossene Tschetschene sein, der ebenfalls Islamist war.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mitschacker

Aha. Und jetzt?

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mitschacker

Bei Wikipedia steht zu Tschetschenien der Satz:
„Die sexuellen Minderheiten Tschetscheniens sind besonderen Gefahren ausgesetzt, besonders schwule Männer und Transsexuelle gar akuter Lebensgefahr.“
Da stehen auch noch ein paar weitere haarsträubende Dinge zum Thema. Also könnte es doch einen Zusammenhang zwischen der Tat und einer dahinter stehenden Ideologie geben, die eben in Tschetschenien an der Macht ist. Solche Leute fühlen sich vielleicht im Recht, obwohl es bei uns klar Unrecht ist. Es gibt ja auch immer Leute, die erklären, sie müssten Gott mehr gehorchen als den Menschen. Die können damit praktisch alles rechtfertigen.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

„Körperlich (Muskeln, Knochenbau usw.) sind Transmänner halt noch immer Frauen“

Danke für den Hinweis. Haben Sie da genauerer Erfahrungen damit? Interessieren Sie sich stark für diese Sache?

Georg
1 Jahr zuvor

Schauen Sie sich nur den Sport an, Extrembeispiel MMA, wo vor einiger Zeit eine Transfau einer Frau den Schädel gebrochen hat. Eine derart schwere Verletzung isst selbst in MMA absolut unüblich.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor

Was momentan passiert ist das genaue Gegenteil von Gleichheit.

Nichts ist wichtiger und nichts wird mehr in den Mittelpunkt gerückt als Herkunft, Religion, Geschlecht und sexuelle Ausrichtung.

Ein Mitglied der LGBTQ wurde Opfer eines Verbrechens.

Warum?
Wer war der Täter?

Das alles spielt keine Rolle. Mittelpunkt des Geschehens ist die sexuelle Ausrichtung des Opfers.

Wäre die Tat weniger schlimm, wenn ein heterosexueller , deutscher, katholischen Mann von 55 Jahren erschlagen worden wäre weil jemand sich an seiner Brille gestört hat?

Eigentlich nicht. Vom Medieninteresse her offensichtlich doch!

Wichtig ist zunächst mal den Täter zu finden, seine Motive zu klären und ihn vor Gericht zu stellen.

Warum muss aus der Tat die Forderung nach einer amtlich verordneten, gleichgeschlechtlichen Sprache im öffentlichen Dienst u.a. Maßnahmen abgeleitet werden?

Was wir brauchen ist Aufklärung und wirkliche Gleichbehandlung.

Was wir tun ist der Versuch „Gleichheit“ durch staatliche Verordnungen, als zwingende Meinung in die Köpfe zu pressen und Ungleichbehandlungen auf der einen Seite durch Ungleichbehandlungen auf der anderen Seite auszugleichen.

Das wird die Lage mehr verschlimmern als verbessern indem man Unmut hervorruft. Einzelne Täter, die aus irrationalem Hass auf irdendein religiöses, geschlechtliches oder sonstiges Merkmal Verbrechen begehen, wird das nicht aufhalten.
Irre wird es immer geben.

Hier wird die Tat instrumentalisiert um die kranken Motive eines Einzeltäters zu einer gesellschaftlichen Mehrheitshaltung zu stilisieren und so weitreichende staatliche Maßnahmen ein zu fordern.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Wenn das Opfer kein Transmann wäre, wäre der Vorfall vermutlich in den Lokalnachrichten und damit weitgehend unbemerkt versickert.

Die „kranken Motive eines Einzeltäters“ werden bei immer derselben Kultur angewandt, während sie bei einer gewissen politischen Gesinnung auf ganze Landstriche verallgemeinert werden. Die Umkehrung wäre wahrscheinlich näher an der Wahrheit, widerspricht aber dem Täter-Opfer-Narrativ.

Last edited 1 Jahr zuvor by Georg
Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Wenn das Opfer kein Transmann wäre, wäre er wohl nicht zum Opfer geworden.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Beruhigend, das NUR Transmänner von irgendwelchen abgedrehten irren erschlagen werden.
Das wird den nächsten nächtlichen Heimweg für mich viiiiiel entspannter gestalten.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Nur bei transmännern wird so groß darüber berichtet, vorausgesetzt der Täter ist noch nicht bekannt

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Was haben Sie eigentlich genau für Probleme?

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Da hätte vielleicht jemand das Ref beenden sollen…. oder dabei bleiben…. Na, auf jeden Fall das Abi-Wissen in Deutsch drauf haben sollen …

Es soll auch sowas wie Ironie, Sarkasmus, Übertreibung, … geben, um bestimmte Dinge auf den Punkt zu bringen.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ohne die Einmischung hätte der transmann überlebt

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Ja, vermutlich.

Das ist bitter für alle Beteiligten und die Familie und Freunde.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wäre kein Transmann, sondern ein Hetetomann eingeschritten, als die beiden Frauen bedroht wurden, wäre er wahrscheinlich auch niedergeschlagen worden.
Die beiden Frauen wurden wohl deshalb bedroht, weil sie den Haß eines von Homophobie verblendeten Typen auf sich gezogen hatten. Der Getötete wurde, den Berichten zufolge, angegriffen, weil er einschritt und nicht weil er trans war.
Daraus abzuleiten, daß wir ein Gremium brauchen, daß Empfehlungen für geschlechtergerechte Sprache im öffentlichen Dienst formuliert, erschließt sich mir nicht.

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Das ist mittlerweile überall das Problem bei der Zivilcourage. Es sind schon so viele Menschen wegen ihres Einschreitens schwer verletzt oder sogar getötet worden. Man müsste deshalb mehr das Phänomen „Lebensgefahr für Einschreitende“ erforschen und etwas ändern. Es geht generell nicht, dass extrem gewalttätige Menschen nichts entgegen gesetzt bekommen, weil sich aus der gaffenden Masse heraus nur einer traut, einzuschreiten. Wären sofort zehn Leute hinter demjenigen oder derjenigen, würde es ganz anders laufen. Man müsste das wie beim Bilden einer Rettungsgasse in den Köpfen der Menschen verankern. Wenn sowas passiert, gehen alle geschlossen hin und stellen sich dahinter und außen herum und schreiten notfalls ein. Das könnte man sogar gelegentlich flashmobartig üben.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Aha – also „selber schuld“?

Und – „der Täter konnte nichts dafür?“

Mannomann!

Oder eine rein sachliche Erwiderung auf Georg?

Aber selbst Ihre Aussage zeigt, dass Sie dem Täter ein gewisses Motiv unterstellen. Oder soll ich lieber sagen „zubilligen“?

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

„Die Umkehrung wäre wahrscheinlich näher an der Wahrheit, widerspricht aber dem Täter-Opfer-Narrativ.“

Was genau wollen Sie denn jetzt damit zum Ausruck bringen?

Georg
1 Jahr zuvor

Das wissen Sie ganz genau. Dass ich damit recht habe, auch.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Danke, Schattenläufer. Genau so ist es.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Das Motiv von Straftaten ist relevant.

Dass jemand wegen seiner Brille angegriffen wird, kommt nicht vor.

Rassismus und Queerfeindlichkeit sind aber relativ häufige Motive für Straftaten.

Soll das verschleiert werden, nur damit Sie von dieser Nachricht nicht belästigt werden?

Das müssen Sie schon ertragen. Die Opfer ertragen wesentlich mehr.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

In welch schöner Welt würden wir leben, wenn niemand aus solch nichtigen Gründen wie einem falschen Wort zu falschen Zeit, einer Brille, einer extravaganten Aufmachung oder weil an einfach mal jemand bluten sehen möchte zum Opfer von Gewalt würde.
Wo leben sie denn???

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zitat: „Dass jemand wegen seiner Brille angegriffen wird, kommt nicht vor“

Man merkt sehr deutlich, dass Sie wahrscheinlich wenig Lebenserfahrungen ausserhalb von regulierten Räumen (Schule, Uni, Schule-Laufbahn o. ä.) haben.

Diversen Typen von potentiellen Tätern reicht auch eine Brille, der falsche (oder richtige) Schuh oder schlicht die Lust daran, gewaltvoll zu siegen. Ganz atavistisch.

Witzig daran finde ich zusätzlich noch, dass sie wahrscheinlich glauben, sowas wäre pädagogisch oder sonstwie durch „Worte“ „therapierbar“.

Aber gut, jeder wie er meint.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Ich hab auch so einen Verdacht bezüglich der Weltsicht von Herr Hasenbrot..

Ich selbst bin heute zwar Lehrer und wohne in einer kleinen ruhigen Gemeinde auf dem Land, ich bin aber in einem Problemviertel einer Stadt aufgewachsen.
Heute unterrichte ich an einer Schule in einem solch problematischen Viertel.
Die netten Leute auf dem Dorf wundern sich oft, dass ich für sie seltsame Dinge tue.
Das alles auch noch obwohl ich von Statur und Aussehen eher der Typ bin den man auf dem Dorf als „Zugezogenen“ zunächst kritisch beäugt.

Ich schließe die Haustür ab wenn ich einkaufen gehe.
Ich verschließe mein Auto wenn ich vor dem Haus parke.
Ich meide unbeleuchtete Parkanlagen und dunkle Hauseingänge wenn ich nachts nach hause gehe.
Ich beobachte unbekannte Personen in meiner Umgebung zunächst mal genau.
Ich vermeide es betrunkenen Jugendlichen auf dem Dorffest den Rücken zu zu drehen.
Wenn es handgreiflichen Streit gibt, dann rufe ich die Polizei.

Jeder hat eben seine persönlichen Erfahrungen. Man sollte nur nicht den persönlichen Horizont als das Maß aller Dinge betrachten. Im Zweifel ist etwas Vorsicht und Pessimismus bezüglich des Verhaltens anderer Personen nie schädlich.

Ich kenne das was Herr Hasenbrot erzählt aus Erfahrung.
Ich hatte mal einen Schüler der die Schulleitung über mich warnte, dass sein Vater aus der rechten Szene nach 10 Jahren wegen schwerer Körperverletzung jetzt wieder auf freiem Fuß sei. Der Schüler befürchtete, dass dieser Vater an unserer Schule erscheinen könnte, da er nach der Entlassung seinen Sohn (meinen Schüler) zur Teilnahme an den Aktivitäten der rechten Szene zu bewegen versuchte.
Der Schüler bat uns eindringlich in diesem Fall die Polizei zu rufen.
Unser Schulleiter konnte das Problem nicht sehen, er meinte ich gebe dem Mann dann Hausverbot, ich bin ja der Schulleiter.
Nach zwei Erklärungsversuchen mit der gleichen Gegenantwort (Ich bin ja der Schulleiter) habe ich es dann aufgegeben.
Zum Glück ist der Typ nicht erschienen.

An einer Nachbarschule hat eine ähnliche Aktion einem Schulleiter mal drei Wochen Intensivstation eingebracht.

War aber nicht so wild. Der Schulleiter war ein 60jähriger, weißer Hetero-Mann.
🙂

Stromdoktor
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Das alles auch noch obwohl ich von Statur und Aussehen eher der Typ bin den man auf dem Dorf als „Zugezogenen“ zunächst kritisch beäugt.“

Jetzt muss ich vielleicht meine bildliche Vorstellung von Ihnen noch einmal kritisch prüfen.

Ich sage ja…wir sollten mal ein Bier zusammen trinken…

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Als unser Ortsvorsteher nach ein paar Jahren aus Zufall erfuhr, welchen Beruf ich ausübe hat er sich bei mir sogar für seine anfangs sehr reservierte Haltung entschuldigt.

Eher peinlich, daran muss man sich als Stadtmensch auf dem Land wohl gewöhnen.

Bier mag ich gerne 🙂

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ich glaube nicht, dass der Transmann wegen seiner Transidentität niedergeschlagen wurde, sondern weil er sich eingemischt hat und aufgrund der Boxerausbildung sofort niederging und am Aufprall starb, nicht aufgrund des Schlages.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Zitat:“Wäre die Tat weniger schlimm, wenn ein heterosexueller , deutscher, katholischen Mann von 55 Jahren erschlagen worden wäre weil jemand sich an seiner Brille gestört hat?“

Ohne dass ich das für gut befinde: Ja, natürlich. Das wäre sogar völlig egal und niemand mit Relevanz würde darüber auch nur ein Wort verlieren.

Und wenn doch (ganz klein geschrieben, gerade so dass man den Vorwurf des Verschweigens formal vermeidet, in der letzten Spalte) – dann mit entsprechend verdeckten Formulierungen, die mittlerweile schon lange üblich sind.

Also: Ja, das wäre bedeutend weniger schlimm.
Ich weiß ja nicht ob sie häufig Zeitung(en) etc. lesen – aber glasklar ist das „egal“. Da ja ein ekeliger cis-hetero bestimmt nur seine Privilegien nicht gecheckt hat oder so.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Hier wird die Tat instrumentalisiert um die kranken Motive eines Einzeltäters zu einer gesellschaftlichen Mehrheitshaltung zu stilisieren und so weitreichende staatliche Maßnahmen ein zu fordern.“

Was genau wäre denn die Haltung, die Sie sich wünschen?

Georg
1 Jahr zuvor

Klare Kante gegen alles, was gerade schief läuft, insbesondere gegen die immer gleiche Klientel, die durch Homophobie, Messerangriffe, Diebstahl, rückständiges Frauenbild auffällt. Natürlich auch gegen alle, die so etwas begrüßen und fördern.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor

Ich würde mir die Haltung wünschen, dass LGBTQ als Privatsache angesehen wird und zu keinerlei Diskriminierung oder Benachteiligung erfährt.

Diese Haltung verbreitet sich, wenn auch langsam, immer weiter in unserer Gesellschaft.

Dinge brauchen eben Zeit.

Mein Problem ist, dass die LGBTQ und die presse diesen Vorfall, bei dem ein junger Mann aus einem homophoben Umfeld ein Mitglied der LGBTQ tödlich verletzt hat, unangemessen nutzt.

Es wird genutzt um die bisherigen Fortschritte in der gesellschaftlichen Haltung zu LGBTQ komplett zu negieren und das Verhalten dieses Mann als für die deutsche Gesellschaft allgemeingültig zu erklären.

Damit soll der Gesetzgeber gezwungen werden die LGBTQ durch gesetzliche Maßnahmen zu pushen um sie vor der angeblich durch und durch von Hass erfüllten Allgemeinheit zu schützen.

Dies halte ich nicht für angemessen.

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Warum halten Sie das nicht für angemessen?
Geht das nicht einher mit dem Schutz aller Menschen?
Ich verstehe nicht, warum Sie sich bei dieser Thematik so aufregen, sonst haben Sie ja sehr vernünftige Ansichten, die ich immer nachvollziehen kann. Was ist da los?

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was mich aufregt ist er Sachverhalt, dass einige hier versuchen die Tat eines einzelnen Mannes aus einem homophoben Umfeld als exemplarisch für die Haltung unserer gesamten Gesellschaft dar zu stellen.
Das ist einfach falsch.
Immer größere Teile der Gesellschaft sind aus meiner Sicht offen gegenüber LGBTQ.
Einzelne Personen und Gruppen sind noch immer in den alten Vorurteilen verhaftet.
Dagegen muss man etwas tun.
Das kostet aber Zeit und Mühe.
Mit der groben Keule der gesamte Gesellschaft eins drauf zu geben sorgt für so viel Unmut, dass es mehr Schaden als Nutzen erzeugt.
Viele die sich in den letzten Jahren der LGBTQ angenähert haben und Toleranz zeigen sind jetzt für Staat und Presse doch wieder die hässlichen vom Hass zerfressenen Deutschen die man hart maßregeln muss. Das motiviert.

Vergleichbares Beispiel
Gleichberechtigung dürfte für 50% der Bevölkerung (Frauen) unstrittig nötig sein.
Bei einem großen Teil der Männer ist die Gleichberechtigung auch in den Köpfen angekommen.
Einzelne Männer und Gruppen lehnen die Gleichberechtigung der Frau jedoch ab und versuchen sie zu hintertreiben.
Um einen Prozess, der Zeit braucht, zu beschleunigen hat man auch hier die Keule ausgepackt. Zum Beispiel in vielen beruflichen Bereichen mit der Praxis “ Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt“.
Bevorzugung, auch für Frauen, ist nicht gleich. Frauen haben jetzt mehr Aufstiegschancen. Prima.
Glauben sie aber wirklich diese Maßnahme hat in den Köpfen vieler Männer die Anerkennung der Gleichberechtigung gefördert?

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Lieber Schattenläufer, vielen Dank für deine Darstellung….ich schließe mich dem umfänglich an….der Hammer im Rahmen dieser Debatte hier im Forum ist die vorschnelle Verurteilung all derer, die nicht gleich in die von „Hilfe, Ich, Lehramtsaussteiger“ usw. einstimmen.

Man positioniert eine anders gewichtete Einschätzung und wird darauf hin mit massiven – v.a. persönlichen Anfeindungen überzogen (mir ist’s eigentlich wurscht, weil ich diese Menschen, die dahinter stecken eh nicht kenne – und v.a. die mich nicht kennen) aber die z.T. strategisch anmutenden Dekonstruktionen, die gegen Forist*innen unternommen werden, verderben den Diskurs.
Und ja…man muss es auch mal hinnehmen, wenn versucht wird, diesen Tragödien mit Ironie, Witz, Satire oder sogar Sarkasmus zu begegnen….man könnte das als „Psycho-Hygiene“ beschreiben, die es einem ermöglicht, trotz dieser unerträglichen Gewaltakte den eigenen Alltag zu meistern.

Und wenn jemand aus eigener Erfahrung mit meinen Posts – auch zu anderen Themen -merkt, dass ihm oder ihr meine Art des Umgangs oder Denkens nicht passt, dann steht es doch frei, diese Posts schlicht zu ignorieren.

Last edited 1 Jahr zuvor by Andre Hog
fr hering
1 Jahr zuvor

Queerfeindlichkeit ist keine Frage der Herkunft, sondern eine Frage der Werte, die vermittelt werden. Das betrifft die gesamte Gesellschaft.
Rassismus ist hier fehl am Platz.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Eben. Und diese Werte werden in Tschetschenien und den dieses Land umliegenden Staaten anders vermittelt als in Deutschland. Das muss die LSBT-Gesellschaft offen aussprechen, sie traut sich das aber nicht, weil sie diese homophoben Kulturen selbst mit Kusshand ins Land geholt hat.

fr hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Woher haben Sie diese Informationen, können Sie diese mit Fakten belegen? Nicht alle Geflüchteten aus Ländern, die LGBTIQA+Personen verfolgen sind homo- oder transphob. Viele von ihnen sind selbst betroffen oder kritisieren diese Zustände in ihrem Herkunftsland.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Das Schwulsein lehnen weit über 90% aller Menschen in Syrien, Afghanistan und sicherlich in ähnlicher Größenordnung auch in Tschetschenien ab. Das sind zwar noch immer „nicht alle“, aber schon so nahe an „fast alle“, dass es Wahnsinn von der LSBT-Gruppe ist, sie so wie seit 2015 geschehen willkommen zu heißen. Belegen Sie Ihre Äußerungen mal durch belastbare Zahlen.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

„Und diese Werte werden in Tschetschenien und den dieses Land umliegenden Staaten anders vermittelt als in Deutschland. Das muss die LSBT-Gesellschaft offen aussprechen, sie traut sich das aber nicht,“

Woher wissen Sie denn das? Haben Sie engere Kontakte zu dieser Szene? Was ist die Quelle Ihrer Aussagen?

„sie traut sich das aber nicht, weil sie diese homophoben Kulturen selbst mit Kusshand ins Land geholt hat.“

Wie jetzt? Sind jetzt die LSBT aus zuständig für Einreisegenehmigungen?

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Aha. Ist bestimmt nur Zufall (oder besser: „struktureller Rassissssmusss“ oder sowas), dass es ganz klar stark überproportional zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung jeweils ganz bestimmte Gruppenmitglieder sind, die ständig durch sowas auffallen…

Und bevor Sie jetzt wütend werden: Bitte nochmal durchatmen und genau lesen, was oben steht. Da steht nicht „jeder“, „alke“, „immer“ usw. Danke.

Schattenläufer
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Da lobe ich mir doch die deutsche SuS. Die kommen dank mangelnder Erziehung oft ohne familiäre Werte daher.

Bestimmte Bevölkerungsgruppen vermitteln familiär aber gewisse, nicht mit unseren Werten übereinstimmende Werte an ihre Kinder. Dann braucht die Vermittlung der erwünschten Werte bedeutend mehr Zeit.

Bei Personen mit Abstammung aus Osteuropa oder Moslems gehört diese Homophobie leider oft zur Grundausstattung der vermittelten Werte.

Das hat nichts mit Rassismus, sondern mit Tatsachen zu tun. Wie ich hier ja schon mehrfach geschrieben habe, tun wir uns in Deutschland mit Tatsachen jedoch schwer.

Wir bevorzugen es uns auf den Boden zu werfen und die Luft an zu halten.

laromir
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Meiner Erfahrung nach waren bislang die schlimmsten homophoben Eltern aus biodeutschen freikirchlichen Kontexten tätig. Mit denen hat man wegen Sexualkunde und Vielfalt so richtig viel Spaß. Die sind genauso radikal, wie andere hier als homophobe Asylanten betitelte. Jetzt muss hier echt keiner so tun, als wäre bei der deutschen Bevölkerung die Toleranz in die Wiege gelegt worden. Im übrigen sehr interessant, dass sich meistens weiße Männer über gendern aufregen. Was für Ängste stecken dahinter?

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  laromir

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viele Frauen ich kenne, die sich über das Gendern aufregen. Umfragen zufolge, lehnt eine erhebliche Mehrheit der Deutschen (Männer und Frauen) das Gendern übrigens ab.

Stromdoktor
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion
TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Ich möchte auch nicht gegen meinen Willen als weiße cis Frau durch Gendern geschützt werden, genauso wenig, wie ich verpflichtend einen Regenschirm mitführen möchte, damit im Falle eines Regens sich meine weibliche Frisur nicht in nasse Strähnen verwandelt. Ich fühle mich mit nicht gegenderten Texten wohl, weil sie flüssig zu lesen sind und ich habe lieber gelegentlich nasse Haare, statt immer einen lästigen Schirm mit zu schleppen. Ich darf das sagen, denn ich bin eine Frau, deren zarte Gefühle angeblich durch Gendern geschützt werden müssen.

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Vor kurzem habe ich auf fb eine Trans-Frau gelesen, die ebenfalls nichts von gendern hielt. Sehr geehrte Damen und Herren oder liebe Kolleginnen und Kollegen… und dann aber wieder flüssiges Deutsch ohne Schluckauf und… hicks-innen.
Fand ich sehr sympathisch von ihr. Genau mein Wunsch.

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  TaMu

Facebook als Quelle. Sehr beeindruckend. Nicht!

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hilfe

Sie glauben also nicht, dass Transfrauen mit oder ohne fb gendern lästig finden können? Unterstellen Sie Transfrauen im Umkehrschluss, dass Sie alle sich nur durch gegenderte Sprache wohl fühlen? Ist das nicht ein bisschen verallgemeinernd?

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  TaMu

Es geht aber nicht um nur um Sie. Fühlen Sie sich doch einfach nicht angesprochen, wenn jemand gendert.
Wenn Sie letztens auf fb von einer trans Person gelesen haben, die das nicht will, heißt das auch nicht automatisch, dass Menschen es generell nicht tun sollte.
Von mir aus können Sie als Frau sich auch als „Lehrer“ bezeichnen, mir egal.
Jedoch möchte ich mir umgekehrt nicht verbieten lassen zu gendern und möchte auch nicht andauern doofe Sprüche lesen („Heißt das nicht Frau*innen?“), denn ich verbessere Leute, die nicht gendern, auch nicht oder spreche sie darauf an, dass sie doch eigentlich … schreiben müssten.
Leben und leben lassen.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Niemand will ihnen das Gendern verbieten. Im Gegenzug möchte ich nicht mit „Empfehlungen“ und „Leitfäden“ zur geschlechtergerechten Sprache belästigt werden. Das ist für mich genauso nervig, wie für sie die doofen Sprüche.
Regelrecht als übergriffig empfinde ich es, wenn ich morgens in der Tageszeitung ein Interview mit Petra Gerster und Christian Nürnberger lese, in dem mir erklärt wird, daß Gendern ein „Akt der Höflichkeit“ sei.
Da lächeln zwei privilegierte, Gutverdiener selbstzufrieden vom hohen Roß herunter in die Kamera und erklären dem dummen Pöbel, wie er gefälligst zu sprechen hat. Während des Interviews verortet Frau Gerster die Gegner der Gendersprache mehrmals bei den sog. „alten, weißen Männern.“ Das ist an Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten.
Da frag ich mich schon, lesen all diese superschlauen Obermoralisten nur die Umfragen, die sie selbst gefälscht haben?
Fakt ist nun mal, daß eine überwältigende Mehrheit, sowohl der männlichen als auch der weiblichen Bevölkerung, das Gendern ablehnt.
Deshalb hat es meiner Meinung nach auch nichts in den Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu suchen. Aber auch damit finde ich mich zähneknirschend ab, ich kann’s ihnen ja nicht verbieten.
Dennoch macht es mir Sorgen, daß der Mehrheitswille hier so hartnäckig ignoriert wird.

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Da schließe ich mich an!

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Nun ja, die jüngere Generation sieht das alles aber etwas anders. Auch die, die nicht gendern, können damit leben, wenn gegendert wird und sind nicht sofort genervt und fühlen sich bevormundet, wenn andere es tun.
Ich finde es gut so! Zum Glück hat sich da vieles getan.

Und vielleicht wird auch die Gruppe der jungen Menschen, die einen andere kulturellen Hintergrund haben, durch stärker gelebte Vielfalt in Schulen besser „mitgenommen“, damit es Vorfälle wie jene, von denen hier berichtetet wurde, nicht mehr vorkommen.
Bei uns an der Schule hat das jedenfalls schon vieles bewirkt.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

„Den Mehrheitswillen durchsetzen“ und „Demokratie praktizieren“ scheinen keine identischen Dinge zu sein. Man sieht das z.B. auch beim Thema Sterbehilfe, auch bei der Schulformdebatte, bei Vorschriften zum Sprachgebrauch usw.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Die Opferpyramide spielt bei der Akzeptanz oder Einbildung von Tatsachen eine große Rolle.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Schattenläufer

„Da lobe ich mir doch die deutsche SuS. Die kommen dank mangelnder Erziehung oft ohne familiäre Werte daher.“

Wie ist „deutsche SuS“ bei Ihnen definiert? Zählt der Geburtsort oder betreiben Sie Stammbaumforschung?

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Interessant, dass ein Kommentar, der sich gegen Rassismus ausspricht hier (bisher) 12 Downvotes bekommt. Was für ein Gesindel treibt sich eigentlich in diesem sogenannten Lehrerforum herum?

Hilfe
1 Jahr zuvor

Das fragt man sich schon lange, wenn man hier so mitliest. Es ist nicht mehr zu ertragen.

Streamer01
1 Jahr zuvor

„Gesindel“ ist eine Entmenschlichung, außerdem wurde der Begriff gerne im 3. Reich genommen um dort „unwerte“ Personengruppen zu diffamieren.

Sie haben es wahrlich weit gebracht!

Carsten60
1 Jahr zuvor

Sie meinen die Feststellung „Rassismus ist hier fehl am Platze“? Wofür oder wogegen sollte das denn ein Argument sein? Auf mich wirkt das an der Stelle wie „blabla“. Und „Gesindel“ ist hier offenbar neuerdings der Ausdruck für Andersdenkende.
Wieso sind nicht queerfeindliche und dazu noch aggressive und gewalttätige Leute das „Gesindel“ ? Nur weil jemand zugewandert ist, wird er automatisch von allem freigesprochen, und seine Schuld wird unserer Gesellschaft aufgeladen?
Ich meine: die Gesellschaften der jeweiligen Heimatländer haben gefälligst endlich mal Verantwortung zu übernehmen für die mittelalterlichen Einstellungen, die sie ihren Leuten vermittelt haben. Da zählen auch keine religiösen Ausreden.

Nein
1 Jahr zuvor

Mir bereiten die generalisierten Behauptungen von „Feindlichkeiten“ und „Phobien“ nur noch Unbehagen.
Natürlich sind Gräueltaten von Fanatikern scheußlich und vehement zu verurteilen. Wenn sie aber dazu benutzt werden, um Alarm- oder Wutstimmung zu verbreiten durch die Behauptung, es handle sich nicht nur um Einzelfälle, sondern um verbreiteten Hass in unserer Gesellschaft gegen bestimmte Minderheiten, lehne ich diese These ab. Sie ist zweckgerichtet und stimmt nicht in ihrer Verallgemeinerung.
Wer und warum, frage ich mich, hat nur ein so überwältigendes Interesse daran, Deutschland und seine Menschen ständig mit Misstrauen zu beäugen und schlecht zu reden, ihnen alles Mögliche an üblen Eigenschaften zu unterstellen und sich derweil selbst als großartigen Widerstandskämpfer darzustellen?

Widerstandskämpfer, die ich anerkenne und zu denen ich aufschaue, brauchen wirklich Mut für die Offenlegung ihres Denkens und Verhaltens. Unsere heutigen Widerstandskämpfer gegen angebliche „Feindlichkeiten“ und „Phobien“ brauchen jedoch keinerlei Mut, weil sie offene Türen einrennen, von denen sie allerdings immer behaupten, sie seien weitgehend zugenagelt und neben jeder säße obendrein noch ein gewalttätiger Rechtsradikaler, der sie bewache.

Mir sträuben sich die Haare, wenn jetzt auch noch die Schulen gegen „Queerfeindlichkeit“ (die wahrscheinlich auch noch „Genderfeindlichkeit“ beinhaltet) mobil machen sollen. Bei dieser Forderung kommt man sich wahrscheinlich ein weiteres Mal als toller Widerstandskämpfer vor, der Applaus für seinen (Gratis)Mut verdient.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Nein

Zitat:“Bei dieser Forderung kommt man sich
wahrscheinlich ein weiteres Mal als toller Widerstandskämpfer vor, der Applaus für seinen (Gratis)Mut verdient“

Ein nicht unwesentliches Motiv – neben schlichter politischer Sympathie.

Danach wird dann mit dem Auto der oberen Mittelklasse ins bürgerlich-wohlbehütete Reihenhaus (aber mit Solar, ist doch klar!) im guten Viertel der Stadt gefahren – verbal die große „Buntheit“ fordern und „Intoleranz“ beklagen… aber gerade bei den KuK mit den größten Toleranzdemonstrationen muss man sich nur die Wohnorte anschauen, weisste bescheid.

Viele Grüße, ein „Ausländer“
(der sich nicht diskriminiert fühlt, diese hochtoxische Mischung aus verbalem Gutmenschengetue bei gleichzeitig 100% Spiesser-Lebensweise allerdings typisch „alman“ findet.)

Nein
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

So ist es, lieber „Ausländer“. Hinter allem frommen Getue steckt viel Geltungs- und Anerkennungsbedürfnis „der oberen Mittelklasse“, die sich gern als Schutzpatrone von Minderheiten aufspielt und diese voller Selbstgefälligkeit und Blindheit zu ihren Schoßhündchen macht.

Auch von mir viele Grüße, lieber „Ausländer“!
Und behalten Sie angesichts „dieser hochtoxischen Mischung aus verbalem Gutmenschengetue bei gleichzeitig 100% Spießer-Lebensweise“ weiterhin Ihr Selbstbewusstsein und Ihr Ehrgefühl als „Ausländer“.

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Nein

„Mir sträuben sich die Haare, wenn jetzt auch noch die Schulen gegen „Queerfeindlichkeit“ (die wahrscheinlich auch noch „Genderfeindlichkeit“ beinhaltet) mobil machen sollen.“

Was wäre Ihnen lieber? Für Queerfeindlichkeit mobil machen?

Georg
1 Jahr zuvor

Gegen die Ideologie / Religion / Sekte queer sollte man tatsächlich vorgehen.

Echt jetzt?
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Georg für so einen Kommentar sollten sie aus dem Schuldienst entfernt werden.

Soso
1 Jahr zuvor

@Lehramtsaussteiger
Zu Ihrer rhetorischen Frage:Mir wäre lieber, wenn die Schüler nicht mit politischer und weltanschaulicher Ideologie berieselt würden und sie dafür besser das lernten, was sie für ihr späteres Leben brauchen, z.B. Lesen, Schreiben und Rechnen!

Indoktrinierung der Kinder passt zu Diktaturen und nicht zu Pluralismus und Demokratie. Und sogar dort tritt sie im Gewand von einzig richtiger und wahrer Bildung auf, die angeblich Wert legt auf Anstand und Moral.

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Das passt unserem Stammtisch hier aber Mal so garnicht.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Das streitet aber auch niemand ab. Es geht um den missionarischen Eifer, mit dem die dauerhafte monogame heterosexuelle Beziehung mit Nachwuchs schlecht geredet wird.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Naja, inzwischen scheinen ja manche Leute von Beruf „queer“ zu sein. Das schießt dann wohl doch über das Ziel hinaus. Sind Sie sicher, dass in Kreisen von CSD-Teilnehmern nicht über die heterosexuellen Leute gespottet wird, etwa als „Spießer“, die so blöd sind, Kinder zu haben und damit finanzielle Nachteile auf sich zu nehmen? Wer schwul ist, hat jedenfalls bei gleichem Einkommen einen höheren Lebensstandard.

Pit2018
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Natürlich werden Schüler indoktriniert, wenn die Schulen (Lehrer) sie zum Kampf gegen Queerablehnung aufrufen sollen.
Dazu müssten Sie erstmal beweisen und nicht nur wie selbstverständlich behaupten, dass die Genderlehre der Queeren keine Ideologie ist und zu dem passt, was das Grundgesetz zur „Würde des Menschen“ sagt. Im Grundgesetz heißt es klar und eindeutig, dass keiner wegen seines Geschlechts benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Von sexueller Orientierung ist nicht die Rede.

Das Grundgesetz macht die sexuelle Orientierung wohlweislich nicht zum Geschlecht. Das tut allerdings die Genderideologie mit ihrer Gefräßigkeit bis hinein in unsere Sprache. Zum angeblichen Zweck von mehr „Geschlechtergerechtigkeit“ verwirrt und verhunzt sie bedenkenlos unsere Sprachkultur.
Wer sich als erwachsener Mensch für die Denkweise der Queeren entscheidet, mag das tun. Unmündigen Kindern aber, die sich nicht wehren können, eine fragwürdige Ideologie ins Hirn zu pflanzen und dafür die Schulen in die Pflicht zu nehmen, ist unverantwortlich.

fr hering
1 Jahr zuvor

Ein Mensch ist tot. Erschlagen von einem Typ, der aus Hass und Vorurteilen gehandelt hat.
Es macht mich betroffen, traurig und auch wütend zu welchen Kommentaren sowie Reaktionen dies hier zum Anlass genommen wird. Es zeigt mir deutlich, wie weit Vorbehalte u ja, auch Hass gegenüber uns LGBTIQA+ auch in unserer Gesellschaft verbreitet ist, egal welcher Sozialisation, monetären Hintergrundes etc die Menschen sind.

TaMu
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ihre Position ist mir von allen hier am wenigsten klar. Ich habe in keinem Kommentar Hass oder Vorbehalte gegenüber LGBTIQA+ heraus gelesen. Ich bin entsetzt über diese brutale Gewalttat und den Mord an diesem jungen, mutigen Mann. Ich wünschte mir, so etwas würde es gegen gar niemanden geben.
Was wünschen Sie sich konkret von denjenigen, die hier schreiben? Was genau soll anerkannt bzw. unterlassen werden? Was empfinden Sie als konstruktiv innerhalb der Gesellschaft, um solche Gewalttaten zu vermeiden? Schließlich ging es im Artikel auch um die entsprechende Ausrichtung in der Erziehung junger Menschen.

klm
1 Jahr zuvor
Antwortet  TaMu

„Hass oder Vorbehalte gegenüber LGBTIQA+“ oder auch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden gern unterstellt, wenn im Meinungsstreit Sachargumte fehlen und man den Gegner nur noch persönlich ans Leder will.
Dann flüchten sich viele in Empörung und moralische Entrüstung und kehren erneut heraus, wie sehr man dem anderen doch auf moralischer Ebene überlegen ist.

fr hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  TaMu

Habe jetzt weder Zeit noch Lust hier die Formulierungen wiederzugeben, die Vorbehalte beinhalten. Allerdings kotzt es mich regelrecht an, wie diese Tat zum Anlaß genommen wird, „fremden“feindliche (nicht alle sind fremd) Narrative zu bedienen. Schauen Sie zB mal auf die Verteilung der Likes u Dislikes – sprechen die nicht für sich allein genimmen bereits eine deutliche Sprache?

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Die Likes und Dislikes? Ach deshalb sind sie so angepisst.
Sie können nicht verkraften, daß die Mehrheit halt nun mal nicht ihren Thesen zustimmt.
Deshalb müssen diese dem „dummen Volk“ ja auch ständig mit dem Holzhammer eingebleut werden.
Kleiner Tip: Damit erreichen sie genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen.

Fr Hering
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Ich meinte die Likes und Dislikes allgemein in den Kommentaren. Nicht die unter meinen Beiträgen.

Weder habe ich Thesen aufgestellt, noch die von Ihnen zitierten Worte „dummen Volk“ benutzt.

Legen Sie mir bitte keine Worte in den Mund und unterlassen Sie Ihre
Aussagen darüber, was ich verkraften bzw nicht verkraften kann.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Fr Hering

„Ich meinte die Likes und Dislikes allgemein…“
Die meinte ich auch.
Welche Sprache sprechen die denn? Alles Rassisten und Queerfeinde? Das sind die Begriffe, mit denen sie hier um sich werfen.
Mehr sage ich dazu nicht, weil es sein könnte, daß ich dann ein wenig die „Contenance“ verliere und etwas schreibe, was ich später beteuen würde, und das sind mir ihre Einlassungen hier nun wirklich nicht wert.

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Fr Hering

Sie tragen hier, außer Betroffenheitsfloskeln, nichts zu einer konstruktiven Diskussion bei.
Selbst auf den im Ton doch recht sachlich gehaltenen Beitrag von TaMu, reagieren sie aggressiv und gehen mit keinem Wort auf die, durchaus berechtigten, Fragen von TaMu ein.
Das zieht sich wie ein Muster durch die Kommentare von ihnen Lehramtsaussteiger und einigen anderen.
Sie (und andere) geben sich entsetzt, schockiert, traurig.
Es werden pauschal Begriffe wie „Stammtisch“, „Rassismus“, „Queerfeindlichkeit“ in den Raum gestellt, womit sie jeden diskreditieren, der es wagt ihnen zu widersprechen.
Auf sachlich gehaltene Beiträge, die nicht ihrer Meinung entsprechen, antworten sie entweder gar nicht, oder mit moralischer Entrüstung.
Wenn sie es also nicht für nötig halten, mit anderen Foristen hier auf Augenhöhe zu diskutieren und Argumente auszutauschen, brauchen sie sich auch nicht zu wundern, wenn sie entsprechende Antworten bekommen.
Wie man in den Wald hineinruft….

Geht's noch
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marion

Ist gut Boomer.
Wenn du das sachlich nennst, was ihr hier von euch geht, dann Gute Nacht.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Geht's noch

„… was IHR hier von euch geht“
Klingt nach Verschwörungstheorie. Und wo bleiben die inhaltlichen Argumente, was da nun angeblich nicht sachlich ist? Muss alles sachlich sein, und wer entscheidet darüber? Sind Sie sicher, dass Sie und ihre Freunde (die mit dem Duzen) hier nur sachlich argumentieren? Ich habe nicht das Gefühl.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Sie haben meine volle Zustimmung.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Menschen sind im Guten wie im Bösen zu allem fähig.
Vielleicht veringert sich ihr ungutes Gefühl, wenn sie sich einmal die „just world fallacy“ durchlesen.

Die Welt ist die Welt, Kausalität regiert – ganz egal, wie stark welche auch immer gearteten Emotionen in einer Person ablaufen.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Über solche Allgemeinplätze lachen die homophoben Gruppen egal welcher Couleur nur.

Was ist eigentlich mit den homosexuellen Menschen, die den LSBT-Zirkus zutiefst verachten? Sind die auch homophob?

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ältere Menschen, die mit Veränderungen nicht klarkommen, kommentieren hier. Zum Glück sind ja nicht alle so.

anonymus
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Schön, dass Sie Hellseher sind und uns aufklären, wer hier kommentiert und mit Veränderungen nicht klar kommt.
Was man doch nicht so alles an Herabwürdigung anderer Meinung tut, um sich selbst und seine Ansichten aufzuwerten.

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  anonymus

Wollen wir wetten, dass das Anteilsmäßig hinhaut?
BTW: Ich bin auch bereits Mitte 50, zähle aber nicht dazu.
Mein Satz sagt nicht, dass alle älteren Menschen so kommentieren würden, sondern dass diejenigen, die hier so kommentieren, zu den älteren Menschen gehören, die mit Veränderungen nicht klarkommen.

Nein
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich komme auch mit Veränderungen nicht klar, wenn sie meiner Meinung nach falsch sind und vielen nur dazu dienen, die eigene edle Gesinnung zu demonstrieren.
Die pharisäische Bessermensch-Heuchelei entlarvt sich dann fast von selbst: Alle, die nicht auf dem gleichen Podest stehen wie man selbst, werden gnadenlos mit Empörungsgeschrei überzogen und beschimpft.

Auch Sie müssen mit etwas klarkommen, nämlich der Tatsache, dass Meinungsvielfalt in einer Demokratie etwas Gutes ist und Meinungsstreit möglichst sachlich ausgetragen werden sollte, damit er für alle etwas bringt.

Sie und Co. sind dazu nicht bereit, sondern sitzen nur auf dem hohen Ross, schlagen sich gegenseitig auf die Schulter, und erklären Andersdenkenden, welche Defizite sie im Vergleich zu Ihnen und Ihrer „fortschrittlichen“ Haltung doch haben.
Können Sie sich gar nicht vorstellen, welches Bild Sie & Co. für Menschen mit sachlich anderer Perspektive abgeben? Ihre Gegenüber verzichten allerdings darauf, Ihnen ebenfalls mit moralischem Hochmut zu begegnen.
Ist das Schwäche oder Stärke?

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Nein

Bei „pharisäischer Bessermensch“ bin ich sofort raus, weil das AfD-Sprech ist.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Also bestimmt letztlich die AfD, was wir sagen sollen bzw. dürfen? Das kann doch nicht sein. „Pharisäer“ geht auf das zurück, was Jesus angeblich mal gesagt hat. Er kritisierte doch wohl die Selbstgerechtigkeit eben derer, die er so nannte und die sich subjektiv als was besseres fühlten. Oder wollen wir Jesus eine AfD-Nähe unterstellen? 🙂

Marion
1 Jahr zuvor
Antwortet  Nein

@Nein
Danke.

Soso
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ist das denn wirklich so verbreitet oder gehört es einfach nur zum guten Ton, ständig Trauer und Betroffenheit über „Vorbehalte u ja, auch Hass gegenüber uns LGBTIQA+“ zu bekunden?

Lehramtsaussteiger
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Es ist wirklich krass wie hier ein Mord/Totschlag missbraucht wird, um der eignen Stammtischlaune samt Stereotypen zu fröhnen. Wenn das die Lehrer unserer Zeit sind, heisse ich den Lehrermangel herzlich willkommen.

fr hering
1 Jahr zuvor

Exakt! Und danke für deine Beiträge, Lehramtsaussteiger. Wenn ich hier so durchscrolle und lese, hoffe ich doch sehr, dass die Kommentarspalte dieses Forums unterwandert ist (Vorsicht, Zynismus!). Ich fürchte jedoch, dass es durchaus die Einstellungen von Kolleginnen und Kollegen widerspiegelt.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Die Kommentarspalte ist möglicherweise unterwandert von Eltern, die anders denken als Sie sich einen idealen Lehrer vorstellen. Stichwort: pluralistische Gesellschaft.
Außerdem: Wenn „Lehramtsaussteiger“ wirklich ausgestiegen ist, dann sollte er besser keine moralischen Urteile über Lehrer abgeben. Auch Lehrer müssen keine Einheitsmeinung vertreten, die irgendwelche selbsternannten Oberlehrer genehmigen müssen.
Mich erinnert die Diskussion hier an den Mord in Chemnitz: damals hat ein Ausländer einen Migranten im Streit auf der Straße mit einem Messer erstochen, es gab eine große Aufregung, und am Ende haben alle nur noch auf Maaßen geschimpft, so als sei der daran schuld. Darüber, dass manche Leute gewohnheitsmäßig Messer mit sich herumtragen, wurde nicht mehr geredet. Woher kommt diese Sitte?

Streamer01
1 Jahr zuvor

Wenn das die Lehrer unserer Zeit sind, heisse ich den Lehrermangel herzlich willkommen.“

Wenn sie sich da mal nicht täuschen… also wenn es an einer Sache nicht mangelt, dann an Lehrern, denn übersetzt heißt das Hodscha.

Hilfe
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ich teile ihre Ansichten. Ist aber nichts neues hier. Es ist wirklich zum heulen, dass Menschen, die Kinder unterrichten und erziehen sollen, sich dermaßen hier äußern.

Ich
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

Ich bin absolut bei Ihnen.
Diese Reaktionen und vor allem Relativierungen sind erschreckend.

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ich

Wer relativiert hier eigentlich was? Vom vermutlich ausschlaggebenden Punkt lenken nur sehr wenige Kommentare hier ab. Zufälligerweise dieselben, die sich über Relativierung beschweren.

Guter Rat
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Phobien kann man heilen Georg. Es ist an der Zeit es anzugehen.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Georg

Was weiß denn „Guter Rat“ über das, was hier so diskutiert wird? Taucht aus dem Nichts auf und verschwindet dann wieder?

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  fr hering

„… von einem Typ, der aus Hass und Vorurteilen gehandelt hat.“
Wenn das aber stimmt, dass der aus Tschetschenien stammt, wieso ist „unsere Gesellschaft“ schuld an dessen Hass und dessen Vorurteilen? Ist vielleicht eher die tschetschenische Gesellschaft daran schuld? Schauen Sie, was Wikipedia zu Tschetschenien schreibt, da wird auch dieses Thema erwähnt.

Georg
1 Jahr zuvor

Wenn das stimmt, ist die Tat in Münster noch schwieriger ins Narrativ zu quetschen:

Ein Zeuge hatte zuvor ein Foto gemacht, das sich bei der Fahndung als hilfreich erwies. – Er berichtete danach, der Tschetschene wollte ihn nötigen, dieses wieder zu löschen. „Ich will nicht, dass mein Vater erfährt, dass ich schwul bin“, soll der vorbestrafte Asylwerber gesagt haben.

Wieso der dann aber die Lesben beleidigt hat, erschließt sich mir nicht.

Quelle: Trans-Mann tot geprügelt: Täter ist Asylwerber, der längst abgeschoben werden sollte | Exxpress

Alx
1 Jahr zuvor

@Rabe aus NRW
Extrem nice wie ihr ganz am rechten Rand in braun „hetero“ reingequetscht habt

Last edited 1 Jahr zuvor by Alx
Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alx

Was genau ist der rechte Rand? Hinweise auf den abgelehnten Asylstatus? Auf die Vorstrafen? Auf die stark homophobe Kultur im Herkunftsland des Vaters?

Bestenfalls rechts ist die Kritik an den nur bröckchenhaft über die Bild-Zeitung veröffentlichten und doch stark tatrelevanten Details zur Tat.

GriasDi
1 Jahr zuvor

Es geht einfach nur um Respekt, um nichts anderes.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

Mal unabhängig von dem Artikel – ich mag die Begriffe Transmann bzw. Transfrau oder Trans nicht.
In meiner Kindheit war „Transe“ eine sehr deftige Beleidigung.

Carsten60
1 Jahr zuvor

Unser Schulsystem kann man für solche Taten sicher nicht verantwortlich machen. Auch aus Schweden mit seinem vorbildlich fördernden Schulsystem wird über wachsende Gangkriminalität von Jugendlichen berichtet, es ist sogar von einem Integrationsproblem, von Parallelgesellschaften und von Risikogebieten die Rede:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweden-kriminalitaet-103.html

Carsten60
1 Jahr zuvor

Dieser Herr Mertens könnte mal bitte erläutern, wie die Kitas und Schulen den Kindern eine Wertschätzung für „queer“ vermitteln sollen, wenn in den zugehörigen Elternhäusern und der gesamten Verwandtschaft und sonstigen Umgebung das Gegenteil gang und gebe ist. Wem sollen die Kinder denn im Zweifelsfall eher folgen, der Einschätzung der Eltern oder der der Lehrer bzw. Kita-Betreuer?
Die Eltern werden oft genug sagen: Was die in der Schule erzählen, musst du nicht alles glauben. WIR sind anders, und das ist auch richtig so.
Umgekehrt müssten Lehrer sagen: Was eure Eltern zu dem Thema so erzählen, muss du nicht alles glauben, das entspricht nicht unseren Gesetzen.

Jule
11 Monate zuvor

Jetzt sollen die Schulen auch noch so einen Mist mitmachen. Wer wen liebt ist Privatsphäre und gehört definitiv nicht in Schulen. Schon gar nicht in Grundschulen. Wo soll denn das aufhören? Bei Sado-Maso und Bonding, oder wo? Wenn Männer keine Frauen lieben, ok. Wenn Frauen keine Männer lieben, ok. Aber der Normalfall ist das andere, denn sonst würde die Menschheit einfach aussterben.