Schulstart nach Herbstferien – Corona-Regeln bleiben unverändert

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SCHWERIN. In Mecklenburg-Vorpommern gehen die einwöchigen Herbstferien zu Ende. Unterdessen haben sich die Corona-Infektionszahlen im Land erhöht. Auf die Schutzmaßnahmen an den Schulen hat das zunächst keinen Einfluss.

Für die rund 160 000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Montag nach einwöchiger Pause wieder der Unterricht. Wie das Bildungsministerium in Schwerin mitteilte, haben ungeachtet gestiegener Infektionszahlen die schon vor Beginn der Herbstferien geltenden Corona-Schutzmaßnahmen unverändert Bestand. Demnach gibt es weiterhin keine Maskenpflicht, Corona-Tests sind nur bei Krankheitssymptomen vorgeschrieben. Regelmäßiges Lüften der Klassenräume ist zwar nicht mehr verpflichtend, wird aber weiterhin empfohlen. Von Energiesparmaßnahmen waren Schulgebäude ausgenommen worden.

Klassenraum zur Pause
An den meisten Schulen in Mecklenburg-Vorpommern heißt es ab Montag erst einmal „Business as usual“. Foto: Shutterstock

In Anbetracht der sehr hohen Infektionszahlen zu Beginn dieses Jahres hatte sich das Bildungsministerium und die im Bildungsrat vereinten Verbände und Gewerkschaften auf ein Drei-Phasen-Modell verständigt. Dieses soll auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie einen durchgehenden Schulbetrieb ermöglichen. Je nach Verfügbarkeit des Lehrerpersonals entscheiden die Schulleitungen, nach welcher Phase Unterricht erteilt wird.

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In Phase 1 läuft der Schulbetrieb vollständig in Präsenz an den Schulen. In Phase 2 wird der Präsenzunterricht für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 fortgeführt. Schüler höherer Klassen wechseln in Tages- oder Wochenrhythmus zwischen Präsenz und eigenständigem Homeschooling. Für Abschlussklassen gilt allerdings regelmäßiger Präsenzunterricht. Auch in Stufe 3 sollen Schüler der Klassen 1 bis 6 möglichst Präsenzunterricht erhalten. Bei akutem Personalmangel ist aber auch eine Notbetreuung möglich. Ab Jahrgangsstufe 7 findet Distanzunterricht statt.

Vor Beginn der Herbstferien befand sich nach Angaben des Bildungsministeriums lediglich eine der landesweit rund 500 Schulen in der höchsten Phase 3, vier in Phase 2. Damit lief in 99 Prozent der Schulen der Unterricht weitgehend regulär. Erklärtes Ziel der Politik ist es, Schulschließungen wie zu Beginn der Pandemie zu vermeiden. (dpa)

Experten befürchten Schub für Corona-Welle durch weitere Omikron-Sublinien

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12 Kommentare
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Rüdiger Vehrenkamp
3 Monate zuvor

Schön zu sehen, dass ein Einlenken stattfindet und an die Kinder gedacht wird. Ehe man wieder eine Maskenparade in Schulen beschließt, sollte bei Veranstaltungen begonnen werden: Clubs, Bars, Discos. Die Coronakrise ist weitestgehend überwunden und wir stehen vor ganz anderen Herausforderungen. Daher sollte man unseren Kindern so viel Normalität wie nur möglich ermöglichen. Dazu gehört ein Schulbetrieb ohne Einschränkungen.

gehtsnoch
3 Monate zuvor

Für M-V und nicht B-W! Unser freiheitsverwöhnter Normalitätsapostel heute im Sinne „unserer Kinder“ schon wieder …

Pitti
3 Monate zuvor

Schulbetrieb ohne Einschränkungen, mal schauen, wie lange das einzuhalten ist, seitens den Schulen. Klingt in der Theorie immer Klasse, in der Praxis sprechen die Vertretungspläne eine ganz andere Sprache. Aber man darf sich das ja wünschen……….

Lanayah
3 Monate zuvor

Bei uns gab es in den letzten Wochen nur noch eingeschränkten Schulbetrieb aufgrund der vielen coronainfizierten Lehrkräfte. Corona hängt auch bei mildem Verlauf einfach ewig lange rum. Die Betroffenen fehlen mindestens 2 Wochen An anderen mir bekannten Schulen sieht es ähnlich aus. Es wird nur nicht public gemacht.
Es wird in dieser Situation keinen Schulbetrieb ohne Einschränkungen geben.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor

Lieber die kleinen Kinder gefährden, als die großen?

Mein lieber Schollie!

Schlag die Hand vor die Stirn!

Übrigens finde ich, dass zur Normalität – durch die von Ihnen genannten „ganz anderen Herausforderungen“ nun auch der Verzicht gehört!

Verzicht auf Heizung, Streamen, Nichtlernen, bestimmte Lebensmittel…… und der Verzicht auf verantwortungsvolles Handeln.

Last edited 3 Monate zuvor by Riesenzwerg
Riesenzwerg
3 Monate zuvor

Im Übrigen führt gerade unsere „Normalität“ zu dem Stand, den wir gerade haben.

Ich halte den nicht für erstrebenswert und bin der Auffassung, dass wir Änderung brauchten. Unsere „Normalität“ sorgt im extremen Maße für den Klimawandel – der bringt Veränderungen und Verzicht mit. Wie möchten Sie damit umgehen?

Und die Coronakrise ist zumindest hier bei uns noch nicht überwunden. Wir stecken mittendrin.

Für einen Schulbetrieb ohne Einschränkungen (kreatiefes Verhalten zum Beispiel) bin ich auch. Dann ist Unterricht wieder möglich.

Für einen Schulbetrieb ohne Einschränkungen (immer noch was oben auf zum Beispiel) bin ich auch.
Dann ist Unterricht wieder möglich.

Sooooo fern sind wir uns in diesem Punkt nicht – allein, wir wollen andere Mittel und andere Konsequenzen. 😉

Stromdoktor
3 Monate zuvor

In Niedersachsen (Schulstart am 01.11.) werden Maßnahmen gemäß Stufenplan ergriffen:

„Für strengere Maßnahmen nach dem Stufenplan sind die Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate und die Belegungsrate von Intensivbetten mit Covid-Erkrankten entscheidend. Wenn die Hospitalisierungsinzidenz bei 15 liegt und die Intensivbettenauslastung 10 Prozent erreicht, dann tritt die erste Stufe in Kraft. Für die Schulen bedeutet das, dass Beschäftigte eine Maske tragen müssen. Die zweite Stufe tritt in Kraft, wenn die Hospitalisierung einen Wert von mehr als 20 und die Intensivbettenbelegung einen Wert von mehr als 15 Prozent erreichen. In dem Fall müssen auch alle Schülerinnen und Schüler ab dem fünften Jahrgang eine Maske tragen. Zudem wird dann wieder eine Testpflicht an Schulen eingeführt.“

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-in-Niedersachsen-Zahl-infizierter-Schueler-steigt,corona11132.html

Die korrespondierenden Werte sind hier einsehbar:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen/niedersachsen-und-corona-aktuelle-leitindikatoren-203487.html#:~:text=Im%20Gegensatz%20zu%20vielen%20anderen,%E2%80%9EIVENA%2DSonderlage%E2%80%9C%20selbst.

Derzeit liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 15,1 und die Belegung der Intensivbetten bei 5%.

Zum Vergleich:

Der Höchststand zur Auslastung der Intensivbetten wurde mit 12,1% im Dezember 2021 erreicht (Delta).

Der Höchststand der Hospitalisierungsinzidenz mit 16,3 im März 2022 (Omikron).

Stufe 1 erscheint in Reichweite und würde eine Maskenpflicht für Beschäftigte in Schulen bedeuten.

Stufe 2 (Masken- und Testpflicht für SuS) erscheint hier eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich(er) ist hingegen eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen.

Ergänzt werden muss noch, dass es wohl (?) einen regionalen Ansatz für Schulen gibt. War zumindest mein letzter Stand.

Last edited 3 Monate zuvor by Stromdoktor
Lanayah
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Was für eine billige Begründung (ich meine nicht Sie, sondern den Link). Statt Maskenpflicht für Schulangestellte mit hohen Krankenständen und Arbeitsausfällen zu begründen, und damit zuzugeben dass Schulen Superspreader-Events sind, wird die Hospitalisierungsrats benutzt. Ich kenne persönlich keine an Omicron erkrankte Lehrkraft, die einen Beitrag zur Hospitalisierungsrate geleistet hat, aber einige, die wochenlang ausgefallen sind. Trotz Maske im Übrigen.Aber irgendwann muss die ja mal abgesetzt werden.
Schade, dass Schulbeschäftigte hier anders behandelt werden als andere Arbeitnehmer. Da gilt die Maskenpflicht überwiegend für die Klientel.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Ich hatte ähnliche Gedanken.

Wenn man sich jeweils an den Höchstwerten der Hospitalisierung UND Auslastung Intensivbetten orientiert, dann muss schon eine Variante entstehen, die so ansteckend wie Omikron UND so krankmachend wie Delta ist.

Mit dieser Regelung ist demnach niemandem geholfen.

Das ausgedehnte Gesundheitssystem kann schon Peaks unterhalb des Maximalwertes nicht mehr seriös aufnehmen. In Verbindung mit anderen Wellen wird es noch schwieriger.

Das Infektionsrisiko bleibt überall hoch. Der Unterrichts- und Personalausfall in den Schulen ist damit vorprogrammiert.

Mein Kritikpunkt wäre also, dass es sich dabei um die „wissenschaftliche Ausgestaltung“ zur Umsetzung des politischen Zieles „offener Schulen“ handelt.

Hätte man auch einfacher / ehrlicher formulieren können…

Schattenläufer
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Interessant, ich war heute beim Arzt und anschließend in der Apotheke.
Beide hatten ein Schild an der Tür „Zutritt nur mit FFP2 Maske“
Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Ich kann mir das ja noch sachlich erklären. Beim Arzt und in der Apotheke trifft man mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auf Menschen, die im Falle einer Infektion schwer(er) erkranken.

Tendiert die Eintrittswahrscheinlichkeit aber gegen 1 (wie in Schulen auf dem Höhepunkt der Wellen), dann frage auch ich mich, ob man nicht zumindest eine Wahlmöglichkeit / Restchance haben sollte…sowohl aus Perspektive der Beschäftigten, der Schüler und der Eltern.

Tigrib
3 Monate zuvor

So viele Erkrankte berichten, dass es (diesmal) nicht so easy ist. Viele sind länger als 2 Wochen daheim und danach auch noch nicht fit.
Aber in der Öffentlichkeit ist alles vorbei…