E-Zigaretten, Shishas und Nikotinpflaster zählen auch: Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen beginnt

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STUTTGART. Zu einem Raucher wird man oft schon in der Schulzeit, um «cool» zu sein. Doch die Politik will genau das verhindern. Ein Wettbewerb soll dabei helfen.

Rauchen ist ungesund. Foto: Shutterstock

Der Wettbewerb «Be Smart – Don’t Start» für rauchfreie Schulklassen geht am Montag in eine neue Runde. Klassen der Stufen sechs bis acht können Preise gewinnen, wenn sie bis zum 28. April rauchfrei bleiben, wie das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg mitteilte. Rund 500 Klassen beteiligen sich laut Ministerium an dem Wettbewerb. «Je weniger junge Menschen mit dem Rauchen beginnen, desto größer ist der gesundheitliche Profit für uns alle», erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Sein Ministerium organisiert den Wettbewerb.

Von Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hieß es: «Das Ziel, als Klasse rauchfrei zu bleiben, stärkt auch die Klassengemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl.» Der Wettbewerb findet in diesem Jahr unter dem Motto «#IchDuWIR» statt. Die Regeln: Die Schüler der Klassen müssen einen Vertrag unterschreiben, in dem sie sich dazu verpflichten, bis zum Wettbewerbsende im kommenden Jahr nicht zu rauchen. E-Zigaretten, Shishas und Nikotinpflaster zählen auch. Die Klassen prüfen intern, ob sich die Mädchen und Jungen daran gehalten haben. Einmal im Monat geben sie eine Rückmeldung an die Wettbewerbszentrale.

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Alle erfolgreichen Klassen nehmen dann an der bundesweiten Gewinnziehung teil, bei der bis zu 5000 Euro verlost werden. Der Wettbewerb wird schon seit Jahren veranstaltet und soll der Prävention und Aufklärung dienen.

Informationen zur Kampagne.

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4 Kommentare
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Alx
2 Monate zuvor

Das Ziel ist sicher gut, aber „die Klassen prüfen intern, ob sich alle daran gehalten haben“?
Wie soll das praktisch aussehen?

Sollen Kinder dazu animiert werden ihre Klassenkameraden zu verpfeifen?

Lügen würde in dem Fall auch belohnt.

Ich weiß nicht so ganz ob ich das nicht etwas übergriffig finde.

potschemutschka
2 Monate zuvor
Antwortet  Alx

Erinnert mich an eine Aktion an meiner Schule vor einiger Zeit. Die Schüler sollten pro Woche eine bestimmte Anzahl Schritte zurücklegen und erhielten dafür Schrittzähler. es gab auch etwas zu gewinnen. Sehr schnell haben die Schüler gemerkt, dass man die Dinger nur kräftig schütteln muss, um die gewünschte Schrittzahl zu erreichen.

Indra Rupp
2 Monate zuvor

Schwierig. Der Eine, der es nicht lassen kann, versteckt sich dann Zuhause mit seinen Kippen oder geht zum rauchen in den Keller seines Zuhauses. Selbst, wenn man alles innerhalb der Schule kontrollieren könnte, privat geht das wohl nicht und am Ende feiern sich die Jugendlichen für die besten Täuschmanöver. Oder den Einen verpfeifen und alle haben einen Nachteil und wenn es von selber herauskommt, dann ist der Eine der Sündenbock und dieser hat es vielleicht eh schon Zuhause schwerer als die Anderen…

Indra Rupp
2 Monate zuvor

Was bei uns Zuhause meinen 16jährigen vom Rauchen abhält :
1. Bei uns raucht niemand in der Familie
2. Er ist kein Gruppentier
3. Er gibt sein Geld lieber für seine Lego Sammlung aus