Hat Inklusion die Schule in Deutschland verändert? Tagung an der Goethe-Uni zieht Bilanz

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FRANKFURT/MAIN. Schüler:innen mit Behinderungen sollten nicht einfach nur eine Regelschule besuchen; im Zuge einer inklusiven Ausbildung müsse sich Schule, ihre Struktur und Arbeitsweise, für alle Schüler:innen grundlegend ändern. Dies forderte 2006 die UN-Behindertenrechtskonvention der United Nations. Sind diese Ziele in den folgenden Jahren umgesetzt worden? Welche Definitionen von Inklusion lagen den bildungspolitischen Entscheidungsprozessen zugrunde? Inwieweit hat Inklusion Schulen in Deutschland verändert? Diesen Fragen widmete sich das Graduiertenkolleg ‚Inklusion – Bildung – Schule‘, das seit 2015 zweimal gefördert wurde und das nun Ende 2022 ausläuft.

Was hat die Inklusion in Deutschland beirkt? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Die Ergebnisse des Graduiertenkollegs werden zum Tag der Internationalen Menschenrechte am 10. Dezember auf der Tagung „Inclusion & Ecucational Justice“ (10 –17 Uhr), Hörsaal 10 im Hörsaalzentrum (3. Stock) auf dem Campus Westend, vorgestellt.

Auf dem Tagungsprogramm stehen u.a. Vorträge über Bildungsgerechtigkeit, ein Posterslam sowie die Podiumsdiskussion zum Thema „Bildungsgerechtigkeit und Inklusion: Die Befunde des Graduiertenkollegs ,Inklusion-Bildung-Schule‘“ mit Vertretern der Kultusministerkonferenz, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und des Netzwerks Inklusion Deutschland. Die Ergebnisse des Kollegs werden von Prof. Dr. Vera Moser vorgetragen, die seit 2020 die Kathrin und Stefan Quandt-Stiftungsprofessur für Inklusionsforschung an der Goethe-Universität innehat.

Finanziert wurde das Graduiertenkolleg zu Teilen von der Humboldt Universität und der Hans-Böckler-Stiftung. Mit der Goethe-Universität ist es durch die Person Vera Moser verbunden, die nach ihrer Berufung nach Frankfurt das Graduiertenkolleg als seine Sprecherin weiter betreute. Zudem waren und sind mehrere der Kollegiat:innen an der Goethe-Universität tätig. Die Publikationen des Graduiertenkollegs sind hier abrufbar.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos; es wird um eine Anmeldung bis zum 20. November 2022 gebeten bei Marina Zimmermann (Ma.Zimmermann@em.uni-frankfurt.de). Die Tagung, die von Prof. Dr. Vera Moser veranstaltet wird, wird in Gebärdensprache und in leichter Sprache gedolmetscht. Bedarfe bitte bekanntgeben.

Dies ist eine Pressemeldung der Goethe Universität Frankfurt am Main.

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