„Unnötig“: Bildungsminister will Noten in Sport, Musik und Kunst abschaffen

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Im Sport-, Musik- und Kunstunterricht soll nach dem Willen von Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) künftig auf Zensuren verzichtet werden.

Lernspiele im shop.4teachers.de
Will bestimmte Fächer notenfrei machen: Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Foto: Jacob Schröter / Bildungsministerium Thüringen

«Kinder sind unterschiedlich veranlagt», sagte er im Interview den Zeitungen der Funke Medien Thüringen. So könne Notendruck bei vielen Schülern den Bewegungsdrang eher hemmen. «Sie haben dann keinen Spaß an Sport.» Zensuren seien deswegen in bestimmten Schulfächern, wenn sie einzig das Talent bewerten, nicht nötig. Eine entsprechende Änderung strebe er noch in der aktuellen Amtszeit an, wenn es im Einklang mit der Kultusministerkonferenz möglich sei. News4teachers / mit Material der dpa

Streit um Noten – Kultusministerin: „Es ist nicht Aufgabe von Schulen, Kinder zu beschämen und runterzuputzen“

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Andre Hog
1 Monat zuvor

Wenn wundert so ein Geschwätz noch ernsthaft??

Selbstentlarvendes Geseier eines kernenthirnten KuMi-LaienDarstellers.

Soooo…die nächste Sau kann durchs Dorf kommen.

Last edited 1 Monat zuvor by Andre Hog
Konfutse
1 Monat zuvor

Herr Holter,
wenn man keine Ahnung hat, soll man einfach mal die Klappe halten….
Bin Fassungslos über so viel Ignoranz!

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Der Herr KM hat offenbar noch nie in einen Lehrplan der Fächer Musik, Kunst und Sport geschaut… einfach nur traurig, Fächer und unterrichtende KuK so zu entwerten …. und alle SuS, die durch Lernen (!!!!!!) in diesen Fächern (Musik-und Kunstgeschichte, Notenlehre, Regelkunde im Sport -alles völlig ohne Talent möglich) gute Noten bekommen.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Ich bin fassungslos über Ihren Kommentar, der meint Argumente durch Pöbeleien ersetzen zu können.

Ich hoffe, dass Sie keine Lehrkraft sind.

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Doch, ich bin Lehrkraft eben auch für Kunst und lange genug dabei, um solche Ideen bewerten zu können. Ich habe schon einige KuMis, Lehrpläne, Prüfungsordnungen und Reformen durchlaufen müssen um erkennen zu können, dass es in der Bildungspolitik schon lange nicht mehr um Bildung, sondern um Profilierung einer Person oder Partei geht. Es geht hier nicht um Lehrer oder Schüler.
Und darum nehme ich mir heraus, herumzupöbeln, wenn ich wieder einmal sehe, höre oder bemerke, wie jemand aus irgendeinem Elfenbeinturm, der nicht einmal weiß, wie 8.Klässler nach dem Sportunterricht riechen, irgendetwas raushaut, der meine Arbeit mit einem Fungerschnips konterkarieren möchte…..

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wo ist denn ihre Dienststelle angesiedelt ?

Leseratte
1 Monat zuvor

Herr Holter, bitte mal die Lehrpläne schauen!!!!!! Schon mal was von Musik- und Kunstgeschichte gehört? Von Musiktheorie und Notenlehre, die jeder lernen kann genau wie das Einmaleins, physikalische Formeln oder die Photosynthese…
Regelkunde in Sport?
Singen macht nur einen Bruchteil der Musiknote aus. Wer den Liedtext gelernt hat und das rhythmisch einigermaßen hinbekommt, bekommt nicht schlechter als Note 3. Wer natürlich den Text nicht lernt, dem nützt auch sein Stimmtalent nichts… Und was ist mit den talentfreien SuS in Mathe, Deutsch oder anderen Fächern? Sollte man da nicht auch auf Noten verzichten? Jeder kann irgendetwas besser oder schlechter als andere. Es gibt nicht wenige SuS, die sich ihre Selbstbestätigung gerade in den musischen Fächern holen, in Mathe, Deutsch oder Fremdsprachen aber Probleme haben… Wie passt diese Idee zu den strengen Anforderungen in den Eignungsprüfungen für ein Studium dieser Fächer? Wer soll diese (Mangel)fächer dann noch (freiwillig) unterrichten? Es sind Fächer, die von vielen SuS ohnehin nicht ernstgenommen werden. Konzentriertes Musikhören mit Aufgabe? Für viele eine Herausforderung, weil sie sich quasi rund um die Uhr zuschallen mit YouTube, Netflix usw. Der Unterricht ist so schon eine Herausforderung. Gänzlich ohne Noten? Wohin soll das führen? Es muss kein Lied mehr gelernt werden, kein Bild mehr beschrieben und kein Liegestütz mehr geübt werden, um seine Note zu verbessern. Diese Fächer und die unterrichtenden LuL würden extrem abgewertet. Es entsteht der Eindruck, es gäbe keine objektive Bewertungskriterien, sondern LuL beurteilen „Talent“ nach Gutdünken. Was ist mit den wichtigen sozialen Kompetenzen, Toleranz, Verständnis für andere Kulturen usw? Alles nix wert? Und wer an freiwillige Anstrengung und Aufgabenerfüllung bei SuS glaubt, kann ja mal weiterträumen. Realitätsverweigerung pur.

Jun
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Wofür braucht ein Elektriker sein wissen über Musik oder Kunst? Die Zeit kann viel besser investiert werden. Ich begrüße diese Entscheidung und bin sogar für eine Vereinigung dieser Fächer mit einem Oberbegriff. Schulen können in der SEK II Vertiefungen anbieten. Es ist viel schlimmer, dass SuS lesen, aber nichts verstehen und keine Information aus den Texten entnehmen können.

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Für eine Vereinigung dieser Fächer? Ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Musik-, Kunst- und Sportlehrer haben allerdings eines gemein. Sofern sie noch ein anderes Fach unterrichten, haben sie die Möglichkeit Schüler auf einer anderen Ebene abzuholen und für Schule generell zu motivieren.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Wofür braucht man überhaupt noch Theater, Konzerthäuser usw.? Alle abreißen und stattdessen Wohnungen bauen? Also ich persönlich und viele meiner Freunde (Handwerker, Krankenschwestern u. a. in nicht-künstlerischen Berufen Tätige interessieren sich auch für Musik, Kunst und Sport, obwohl sie das für ihre Berufe nicht brauchen. Außerdem, woher wollen Sie wissen, ab welchem Alter ein Kind genau weiß, welchen Beruf es einmal ergreifen wird?

Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Guter Punkt! Der große Teil der staatlichen Kulturförderung geht in Richtung Theater, Oper und Co. Selten höre ich, dass Rock- oder Popkonzerte staatlich gefördert werden. Anschauen dürfen wir uns dann teils szenisch vergewaltigte Ergüsse von hippen Regisseuren, die sich an unserem Kulturgut staatlich gütig tun.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Kleine Berichtigung von mir: statt „Wohnungen“ (die sind wirklich auch wichtig), sollte da stehen „Kosum-Tempel“.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Sie degradieren Elektriker zu kulturlosen Subjekten…

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Wollen Sie nur noch Fachidioten haben, die sich außerhalb ihrer Berufsblase für nichts interessieren und von nichts Ahnung haben? Schule soll einen gewissen Stand an Allgemeinbildung vermitteln, sodass jeder dann später die Möglichkeit hat, für sich zu entscheiden, was ihn interessiert und was er braucht. Wenn ich aber erst gar kein „Angebot“ bekomme, habe ich dafür gar keine Grundlage. Wer nichts weiß, muss alles glauben. Ich kenne genügend Menschen (mich eingeschlossen), die später auf Sachen aus der Schulzeit zurückgegriffen haben, mit denen sie nicht gerechnet hätten. Und wie viele der heutigen Konzertbesucher hätten in der Schulzeit gedacht, dass sie 10 oder 20 Jahre später mal Freude und Entspannung bei Bach, Händel oder Vivaldi finden? Oder bei einem Jazzkonzert? Oder dass sie freiwillig zu einer Gemäldeausstellung gehen und über Maltechnik, Kunstepoche usw. Bescheid wissen? Wie arm ist ein Leben ohne Kultur!

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Was will man in der Oberstufe „vertiefen“, wenn es gar nichts zum Vertiefen gibt?????

Mo3
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Schule soll Allgemeinbildung vermitteln und dazu gehören Sport, Musik und Kunst auch. Außerdem wissen viele Schüler lange in ihrer Schullaufbahn nicht, wohin die Reise beruflich mal geht und man kann deshalb gar nicht sagen, was sie beruflich an Inhalten brauchen oder nicht. Und wahrscheinlich hat ein Elektriker auch Hobbies, die sich in musikalischen, sportlichen oder künstlerischem Bereich bewegen.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Zu viel Tribute von Panem o.ä. gesehen? Warum sollen auch die zukünftigen Ameisen in Blau auf Gedanken kommen, die von ihrer vorgesehenen Lebensaufgabe ablenken könnten…Jeder Mensch hat Potentiale in vielen Bereichen, Schule hilft im besten Fall dabei, bisher unentwickelte zu finden und zu nutzen. Wir können natürlich auch ganz offiziell alle Bildungsideale in die Mülltonne stecken und nur noch finanziell und beruflich verwertbare Fähigkeiten unterrichten.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Alle gucken Filme, hören Musik, lesen Bücher…. Aber von Künstlern hält man nix!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

… und das (Filme gucken, Musik hören, Romane lesen ect.) tut man nicht wie „Instagram“ nur aus Spass, Quatsch und Langeweile.
Das tut man um die Welt zu verstehen, um Menschen empathisch zu verstehen, um sich mit seinen Emotionen auseinander zu setzten (was u a für die Gesundheit wichtig ist), um Trauer, Verzweiflung, Liebeskummer zu verarbeiten. Kunst hat im Grunde dieselbe Aufgabe wie der Schlaf, in dem man per Traum den Tag verarbeitet. Kunst kann auch helfen, andere Dinge zu verstehen, Beispiel „die Welle“, „Schindlers Liste“.
Mich ärgert das, wenn manche meinen, das braucht man nicht und in Wahrheit nur missliebig sind, weil da Fächer sind, die einem das gute Zeugnis vermiesen und wo man mit Bücher abarbeiten nicht weiter kommt.

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ein gutes Zeugnis mit Kunst und Musik – Na klar! Traumwelt!!!! Mit Realität hat das grad nichts zu tun.

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Na Klar! Insta hilft Schindlers Liste zu verstehen! Welche Blödsinn hier verbreitet wird! Peinlich, peinlich!!!!!!

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Wieso fällt ihnen als Lehrer lesen so schwer?
„….tut man NICHT wie Instagram aus Spass, Quatsch und Langeweile…“
Bedeutet : Kunst ist NICHT = Instagram. Die wirklichen Künstler findet man auch nicht bei Soaps ect. Wenn man nur sowas guckt und für Kunst hält ist es kein Wunder, wenn man meint, das könnte jeder oder wäre unwichtig.
Jetzt verstanden?

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Es geht in Schule, bei Bildung von Kindern und Jugendlichen nicht ausschließlich um Wissensvermittlung, Anschlussverwendung und ökonomische Verwertbarkeit.
Den Rat an Herrn Holter gebe ich Ihnen auch. Den mit der Klappe!

Mein_Senf
1 Monat zuvor
Antwortet  Jun

Sie haben recht, dass der Elektriker das nicht braucht. Wenn aber jeder in seiner Schullaufbahn schon wüsste, dass er/sie/es Elektriker werden möchte, bräuchten wir auch vieles andere nicht lernen. Die Crux dabei ist, dass die Schule ein möglichst breites Bild abbilden und so Möglichkeiten schaffen soll. Insofern sind auch diese Fächer sinnstiftend.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Ja und nein.
Nicht alle Schüler brauchen Noten. Noten haben halt Vor- und Nachteile … Für manche ist es ein Anreiz, damit sie etwas machen/lernen, für andere eine Demotivation (Prüfungsangst/Versagensangst).
Lernen geht auch ohne Noten(druck).
Ihre Aussage würde demnach alle Schulen (bspw. Montessori) ohne feste Notenbildung vor dem Abschluss „abwerten“.
Aber ja … Wenn man die oben genannten Noten entfernt, aber andere Noten beibehält (Religion) ist das etwas komisch. Gerade durch musische Fächer bekommen viele Schüler Bestätigung und Motivation.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Und was ist mit SuS, die in Mathe, Deutsch, Geo, Geschichte… Versagensängste haben? Wenn ich meine extrem pubertierenden Siebt- und Achtklässler anschaue… ein großer Teil von ihnen würde ohne Noten gar nichts mehr machen. Vorträge halten? Muss ich ja nicht. Warum sollen andere SuS dann diese Aufgaben erfüllen? Der Unterricht und das Maß der Schüleraktivität hinge dann quasi nur noch von Lust und Laune der SuS ab. Und wenn nicht erfüllte Aufgaben oder Anforderungen keine Konsequenzen haben, fragen sich natürlich auch die motivierten, fleißigen, interessierten SuS, warum sie das Zeug noch machen sollen…

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Genau das spricht in meinen Augen gegen das so viel propagierte „längere gemeinsame Lernen“, denn die leistungsstärkeren SuS merken natürlich schnell, dass sie auch ohne jeden Aufwand versetzt werden (sofern es Versetzungen überhaupt noch gibt). Zeitweilig habe auch ich in meiner Schulzeit so gedacht. So wäre es ganz logisch, wenn die Leistungsspitze schmaler würde. Also ist zu befürchten, dass die leistungsschwächeren dann den Ton angeben, besonders wenn auch noch die große soziale Gerechtigkeit realisiert werden soll. Es müsste mal nachgewiesen werden, in welchen Ländern das real anders sein soll (aber nicht Fernost mit dem Drill).

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Deshalb sagte ich: Ja und nein.
Es gibt Schüler, welche die Noten als Beweggrund brauchen. Andere nicht. Das sehe ich persönlich halt aus meinen Erfahrungswerten so.
An meiner früheren Regelschule waren auch Schüler, welche trotz Noten halt nichts gemacht haben. So ist es ohne Noten an meiner jetzigen Privatschule auch. Die meisten machen mit. Aber nicht alle. Egal an welcher Schule ich war.
Einigen jucken die Noten halt auch nicht… Was dann?
Lernen ohne Noten funktioniert. Vielleicht nicht bei allen Schülern, aber bei den Meisten denke ich. Bei den „ganz problematischen Fällen“ helfen ja Noten sowieso nichts… Daher gibt es auch viele Schulabgänger ohne Abschluss. Dann ist das halt so. Vielleicht holen sie den Abschluss nach, wenn sie (von der geistigen Reife) etwas weiter sind und mehr Lebenserfahrung haben.

Mika
1 Monat zuvor

Wenn ich mir unsere Schüler so betrachte, gibt es einen nicht unerheblichen Teil, der bei Aussetzen der Benotung sich im Sport garnicht mehr bewegen, in Kunst den Mittelfinger heben und in Musik sich einen Scheiss um Klassik und Co kümmern würde.
Frage: haben die Thüringer SuS dann noch auf irgendeiner landesfremden Hochschule/Uni die Chance, auf Lehramt in den genannten Fächern zu studieren?

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Genau meine Gedanken.

Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Letztendlich ist der Herr Minister der politische Teil der heutigen Bilderstürmer, der dabei ist, unsere kulturellen Grundlagen und unsere Geschichte zu zerstören. Der eine Teil beschmiert Kunst, klebt sich unter Beifall daran fest, ein weiterer Teil benennt Straßen und Plätze um, tilgt den Namen Bismarck aus Gebäuden oder hängt medienwirksam Kreuze ab. Wieder ein anderer Teil sorgt dafür, dass in Schulen Kultur seinen Wert verliert und sich Schulbücher zugunsten von Ideologie die Vergangenheit zurechtlügen. Alles natürlich für die gute Sache.

Last edited 1 Monat zuvor by Ron
Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Auf Lehramt sollte momentan sowieso keiner studieren. Das würde ich auch keinem (mehr) empfehlen.
Quereinstieg/Seiteneinstieg ist der Trend der Zeit. Warum Nachteile mitnehmen im/nach dem Studium, wenn man auch Vorteile mitnehmen kann?

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die musisch- künstlerische Unterweisung übernimmt in Thüringen dann der Kollege Höcke?!

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra

Nein, der ist Sportlehrer und war angeblich bei seinen Schülern beliebt. Und Lehrer war er doch in Hessen, oder?

Leseratte
1 Monat zuvor

Für KuK, die z.B. „Doppelfach Musik“ haben, also kein zweites Fach, würde das bedeuten, dass sie nie wieder Korrekturen hätten… da ist man mit einer Deutsch- Fächerkombi aber seeeehr neidisch, zumal ich genügend SuS habe, die in Deutsch quasi talentfrei sind, ihre Aufsätze aber trotzdem schreiben und die entsprechend schlechten Noten kassieren müssen… Ich schlage vor, dass jede/r SuS selber, also eigenverantwortlich, entscheidet, in welchen Fächern er/ sie Noten für sich für akzeptabel hält… dann kann sich keiner beschweren und kein LuL müsste mehr für alle SuS Korrekturen machen.. klingt nach Win-win-Situation…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Klar, sie sollten alle Tests schreiben und nur die Einsen sich eintragen lassen. Win-win Situation … Alle haben gute Noten und wir stehen laut Notenlisten national zumindest mal gut da.
Ich hoffe das ist eine Satire.
Korrekturen fallen dann zwar immer noch an, aber zumindest wird weniger geklagt. Super Sache. [Etwas Sarkasmus, falls man es nicht selbst rausliest]

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Natürlich war das Satire! Gut erkannt. Ich nehme an, die roten Daumen sind von Personen, die die Satire nicht erkannt haben …

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

In welchen Bundesländern werden denn Klassenarbeiten in Musik geschrieben?

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zum Beispiel in Niedersachsen.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zum Beispiel in Thüringen.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie können sich wohl gar nicht vorstellen, dass im Musikunterricht prüfbares Wissen vermittelt wird? Es gibt bei uns auch mündliche Abiturprüfungen in Musik und Kunst.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

In Brandenburg auch schriftliches Abi in den genannten Fächern.

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Und es geht um Allgemeinbildung. Auch in Sek 1.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Musik, Sport und Kunst sind ganz normal anwählbare Oberstufenkurse, die auch schriftlich belegt werden können und in denen man sich sogar im Abitur prüfen lassen kann.

Mein Gott, Herr Hasenbrot…wie lückenhaft kann man über das Bundesdeutsche Schulwesen über alle Bundesländergrenzen hinweg informiert sein?

Holter ist, was solche Aussagen und Einschätzungen anbelangt, nur noch als Trottel auszumachen.
Das Nächste, was dann aus der Benotung rausfliegt, sind Fächer wie Geschichte, Biologie, Erdkunde, Japanisch oder Latein…Liste kann beliebig fortgesetzt werden …. das hängt dann offenbar mit den jeweils individuellen Gewichtungen seitens der entscheidenden KuMis zusammen…und wenn man deren Überblick betrachtet und bewertet, den diese Kretins über das Bildungssystem Schule haben, dann kann ich auch ein Schwein fragen, wie es denn so ist – mit dem Fliegen oder einen Fisch nach den persönlichen Einschätzungen zur Sinnhaftigkeit von Fahrrädern.

HerrWirfHirnVomHimmel
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Es gibt es Leben außerhalb der Oberstufe Andre. Dein Verbaldurchfall ist wirklich grenzwertig.

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

In Baden-Württemberg

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Z.B. in Hessen. Gibt es sogar Leistungskurse für.. Kunst und Sport ebenfalls…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

In NRW.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Musik, Kunst und Sport. Oh, männo! Da wären meine drei einzigen Einser futsch gewesen. Warum? Weil meine Talente wohl nichts wert sind. Wenn das nicht beschämend und zum runter putzen wäre. Und dabei hatte ich das später zu meinem Beruf gemacht… Naja, gut für die Mathehelden und Andere, die an diesen Fächern merken, dass sie mit IQ nicht alles haben können, denn hierfür braucht es Talent. Nicht falsch verstehen, dem einen wird das eine und dem anderen das andere in die Wiege gelegt. Aber genauso, wie sich der Mathegenie in seinem Fach anstrengen muss, genauso muss man das auch in solchen, scheinbar „unwichtigen“ Fächern. Monet malt man auch nicht mal eben im Halbschlaf nach! Mit Musik ist es genauso und Stimmbänder müssen wie alle Muskeln trainiert werden. Das irritierende : Es soll, zB beim Tanz, bei Musicals, aber auch in der Musik, im Schauspiel, im Sport beim Voltigieren (Kunstturnen auf dem Pferd) immer alles leicht (!) aussehen. Lächeln ist die Devise – damit das Publikum genießen und sich in etwas hineinträumen kann. Leider ist das aber mitunter knallharte Arbeit, Emotionen zu schüren. Immer schön präsent in der Rolle bleiben, damit das Publikum ergriffen wird. Strahlend und steif wie ein Brett auf den Händen von Patrik Swayze in der Luft schweben, damit das Publikum träumen kann. Mit hoher Konzentration Töne in Wallungen bringen und dafür die Stimmung im Publikum spüren. Die ganze Anstrengung dahinter würde von diesen Emotionen ablenken, deshalb soll das nicht sichtbar sein. Deshalb meinen aber auch viele, das könne jeder oder ginge mit entsprechendem Talent wie von selbst. Vielleicht haben Politiker von Talent ja auch nicht so viel Ahnung.

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Vielleicht haben aber Eltern auch nicht so viel Ahnung von Bildungspolitik.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

In dem meisten Fällen haben gerade Mathematiker ein ausgesprochenes Talent für Musik und/oder bildende Kunst. Sind eng miteinander verwoben, diese Gebiete. Die Diskussion hatten wir hier schon mal.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sorry, aber die derzeit 11 roten Daumen verstehe ich hier nicht.

Jeder Mensch konsumiert auf die eine oder andere Art Kunst, Musik oder Sport…ubd das, was Indra beschreibt entspricht exakt dem, was die meisten Menschen erwarten, wenn sie sich unterhalten lassen. Es soll von hoher Qualität sein und scheinbar – wenn auch nicht gleich mühelos – so doch zumindest unverkrampft rüberkommen.

Stellt euch vor, man schaltet das Radio ein und es wird nur „Musik“ (welches Genre auch immer) gespielt, die das rudimentäre Laientum nicht übersteigt, wenn beim Fernsehsport die Protagonisten als absolute Grobmotoriker über die Plange oder über das Spielfeld stolpern ??

Äußerungen, wie die von Jun oben negieren einen elementaren Bereich des Menschseins – nämlich das Kunst- oder auch Feinsinnige. Und dass das in uns verankert ist und uns zu Kulturwesen macht (auch wenn ma das zuweilen bei dem Angebot im TV v.a. auf einigen Privatsendern, wie z.B. rtl2 bezweifeln möchte) lässt sich an den 10tsd Jahre alte Höhlenmalereien unserer Vorfahren ablesen.

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„Oh Männo“!???
Kommentar von Eltern zur Bildungspolitik.
Noch Fragen????

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Wie es aussieht, lesen auch manche Lehrer von einem Text nur die ersten zwei Wörter… 😉

Carsten60
1 Monat zuvor

Aber gibt es nicht auch in den drei genannten Fächern Leistungskurse und auch Abiturprüfungen? Wie soll das denn unter einen Hut gebracht werden?

WeiterSo
1 Monat zuvor

Bravo Holter. Endlich Mal eine wirklich gute Idee.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  WeiterSo

Dummkopf!! … wieder mal eine 1a-Selbstentlarvung als törichter Ignorant!!

…ubd sowas nennt sich „WeiterSo“ … bitte nicht!!

WeiterSo
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Tolle Art der Diskussion Andre, deiner nicht würdig. Wer sich hier entlarvt hat eben, ich glaube ich wars nicht.
Peinlich!

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  WeiterSo

Es war also doch keine Ironische Anmerkung ihrerseits.

HerrWirfHirnVomHimmel
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Kannst du auch was anderes als beleidigende Kommentare verfassen Andre? Dadurch entlarvst du dich selbst und nicht andere. Unerträglich!

Last edited 1 Monat zuvor by HerrWirfHirnVomHimmel
Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Wer sich hier gerade selbst entlarvt hat? Weiter so war’s nicht Andre. Beschimpfungen sind selbstentlarvend.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Zum besseren Verständnis ergänze ich in Ihrem Post mal das fehlende Komma im zweiten Satz:
„Wer sich hier gerade selbst entlarvt hat? Weiter so war’s, nicht Andre. Beschimpfungen sind selbstentlarvend.“
Immer wieder gern helfend, Mika

WeiterSo
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Wo genau ich jetzt beleidigt habe, bleibt euer Geheimnis. Seine Beleidigungen kann ja jeder selbst nachlesen.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  WeiterSo

Bravo Holter. Wieder mal eine wirklich bekloppte Idee.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  WeiterSo

Ich lese in ihrem Beitrag Ironie.

Ron
1 Monat zuvor

Das Abschaffen der Noten in den kreativen und aktiven Fächern würde zu einer kompletten Abwertung eben dieser führen. Meint der Minister, dass irgendein Beschulter noch Leistung bringen wird? Mehr noch, es wird durch Störungen Chaos ausbrechen. Wäre die Forderung, dass diese Fächer wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren dürften, nämlich vorrangig praktisch, anregend, bewegungsfördernd und kreativ zu sein, wäre ich ganz bei Herrn Minister. Klausuren in Musik und Kunst sind überflüssig. Auch die Sonatenhauptsatzform und der Quantenzirkel sind vielleicht zu vernachlässigen und überformen das Fach zu theoretisch. Praktisches Musik machen, malen und sich bewegen sollten in meinen Augen dagegen im Vordergrund stehen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Quantenzirkel gefällt mir als musizierendem Mathematiker ja ausgesprochen gut! Da hat die Texterkennung mal richtig mitgedacht 😉
Inhaltlich bin ich nicht bei Ihnen, aber den Quantenzirkel werde ich in mein Repertoire übernehmen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Die Erkenntnis wollen viele aber nicht wahr haben.
Mathematik und das Lernen eines Musikinstruments braucht beides viel Zeit und Übung. Für manche mehr, für manche weniger. Aber der Vorgang ist ähnlich.
Das lernen SuS in anderen Ländern wohl selbstverständlich. „Bei uns“ ist das nur noch nicht so angekommen. Schade eigentlich.

tozitna
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Genau so sehe ich das auch!!

Ron
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Das sollte natürlich der Quintenzirkel sein, den die Rechtschreibkorrektur als Nichtmusiker aber wohl nicht kennt. Nächstes Mal probiere ich es mal mit Quintentheorie.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Ich fand’s toll! Sie haben echt ne witzige Texterkennungssoftware: bitte nicht ändern!

Pälzer
1 Monat zuvor

Aha, es geht um die Abschaffung der Noten. Irgendwo muss man ja anfangen, denkt sich Herr Holter, wo ist der Widerstand am geringsten? Kunst, Musik, Sport?

klm
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

Dachte ich auch. Dahinter steht der Wunsch nach grundsätzlicher Abschaffung der Noten.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  klm

Wird sich bitter rächen, weil dann die Eignungsprüfungen an den Universitäten unausweichlich werden. Diese zeigen soziale Disparitäten noch viel stärker auf als jetzt schon.

Selfi
1 Monat zuvor

Hier zählt wohl der Einzelfall der Schule.
Meine Tochter (SekI) wird jetzt seit Beginn des Schuljahres nicht mehr in Kunst und Musik unterrichtet. Es sind schlichtweg keine Fachlehrer da. Bei ihr fand (deswegen) keine Benotung im Fach Musik zum Ende des vergangenen Schuljahres statt. Auf welches benotbare Vorwissen soll da in der Zukunft aufgebaut werden? In Sport sieht es ähnlich aus.
Da meine Tochter regelmäßig zweimal wöchentlich im Vereinssport trainiert (seit fünf Jahren intensiv Kampfsport), sehe ich in ihrer sportlichen Entwicklung keine Defizite (kein Bewegungsmangel), auch wenn es nicht strikt nach Bildungsplan läuft.
Sie hat ihre Stärken in Mathe, Englisch, Soanisch, NW und liest allabendlich vor dem Einschlafen in ihren Abenteuerbüchern. Regelmäßig besucht sie (nach dem Unterricht oder in den Ferien) Bildungsangebote außerhalb der Schule…
Noten in Musik, Kunst, Sport? Tja, wenn es denn solche Fächer mit Regelmäßigkeit und Beständigkeit gäbe! Ansonsten sollte man die Finger davon lassen!

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Selfi

Bei uns fallen auch eine Menge Stunden in anderen Fächern aus. Also Noten gleich überall streichen?

Selfi
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Stellen Sie sich doch bitte mal vor, es gäbe seit fast einem Jahr kein Unterricht in einem Kernfach mehr. Auf welcher Grundlage soll dann eine weitere Benotung erfolgen? Die Bildungspläne dürften katapultiert sein.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Selfi

Katapultiert? Sie meinten wohl „torpediert“…

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

An solchen Kleinigkeiten merkt man den allgemeinen Niedergang der Sprachkenntnisse. Fremdwörter sind Glückssache. Probleme mit „emphatisch vs. empathisch“ gab’s hier auch schon, auch mit „wider vs. wieder“, und letztens schrieb hier jemand was von „Vollweisen“. Gemeint waren aber keine weisen Leute, sondern Vollwaisen. „Weißmachen“ statt „weismachen“ ist auch beliebt, der weiße Riese macht halt alles weiß.

Selfi
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Nein, „katapultiert“ passt schon. Mit anderen Worten, irgendwohin in die Gegend geschleudert… Allerdings, vielleicht ist das Wort „Feenstaub“ treffender gewählt.

Konfutse
1 Monat zuvor

Herr Holter,
wenn ich in meine 8. Klassen mit jeweils einer Stunde Kunst pro Woche ohne Notenmachen gehe, ist mein Burnout schon vorprogrammiert.
Ich dachte, der Beruf soll an Attraktivität gewinnen? Wer möchte diese Fächer denn noch gerne unterrichten, wenn es jetzt schon schwierig genug ist, die SuS bei Laune zu halten? Haben Sie mal eine HS, WRS, RS in letzter Zeit besucht? Gehen Sie einfach mal 3 Monate mit, hospitieren Sie. Vielleicht kommen sie dann mal aus Ihrer Blase raus….

Vierblättriges Kleeblatt
1 Monat zuvor

Ich halte das für gar nicht so schlecht, diese Idee, das Problem ist nur, dass der Unterricht ohne Noten von Schülern immer wieder als „nicht wichtig“ betrachtet wird, es bedeutet also eine öffentliche Abqualifizierung dieser Fächer. Sie werden dann auch als erste ausfallen, wenn zu viele Lehrer krank sind.

Besser fände ich, in diesen Fächern nicht das Ergebnis, sondern den Weg dahin zu bewerten (auch benoten meinetwegen), nämlich Anstrengungsbereitschaft und sowas, was wir von den viel verschrienen „Kopfnoten“ kennen.

Hier machen sie Sinn!

Last edited 1 Monat zuvor by Vierblättriges Kleeblatt
Konfutse
1 Monat zuvor

Was auch immer „der Weg dahin“ bedeuten mag. Wenn ich diese Fächer in den Klassenstufen nur 1-2 Stunden pro Woche unterrichte, vielleicht auch diese Schüler einmal in ihrer Schullaufbahn, kann ich nur einen Bruchteil des Weges dorthin, wo auch immer „dahin“ sein soll, beobachten….
Und jetzt mal Butter bei die Fische: Eine 6 in diesen Fächern ist eine grobe und fahrlässige Haltung eines Schülers. Eine 5 fast genauso; vielleicht hat es ein Schüler dann einmal von vielen Malen geschafft, eine Leistung pünktlich und mit einigermaßen ablesbarer Mühe, abzugeben. Eine 4 ist ein relativer Schlamperladen; aber okay, reicht. Jeder, der vielleicht recht unbegabt ist, aber trotzdem seinen guten Willen zeigt, fleißig ist und einigermaßen engagiert, kann in solchen Softfächern eine 3 erhalten. So zumindest in der Sek1.

Vierblättriges Kleeblatt
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Als 1 Beispiel nannte ich die Anstrengungsbereitschaft. In vielen Bundesländern muss sie ja sowieso beim Arbeits- und Sozialverhalten bewertet werden. Wie machen die das da?

Mit einer 4 sind immer die Mindestvoraussetzungen erfüllt. Sie nennen es „Schlampenladen“???

Mika
1 Monat zuvor

KÖNNTE daran liegen, dass die sogenannten Kopfnoten (wie z.B. Arbeits- und Sozialverhalten) in Brandenburg beispielsweise nur von 1 bis 4 gehen. Die schlechteste Note, die dort jemand erhalten kann, ist also eine Vier.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Bei uns gibt es schon ewig keine Kopfnoten mehr.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Richtiger Ansatz.

Noten in Kunst, Musik und Sport sind unnötig und eher schädlich.

Musische und sportliche Fächer dürfen auch nicht die Noten zur Motivation benötigen. Wenn SchülerInnen sich zum Sport oder zur Musik nur durch Notendruck bringen lassen, haben diese Fächer ohnehin ihren Zweck verfehlt.

Diese Fächer dienen in erster Linie der Persönlicheitsentwicklung. Wenn SchülerInnen dies aber nicht so erleben, läuft etwas grundsätzlich falsch.

Notendruck kann das nicht reparieren.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ups, welches Fach schafft es denn, dass sich die SuS die laut Rahmenplan geforderten Inhalte ohne Notendruck erarbeiten? Mit dem von Ihnen gewählten Ansatz hätten sämtliche Fächer ihren Zweck verfehlt.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Es gibt einen Unterschied zwischen rein musischen oder sportlichen Fächern und Fächern, die in erster Linie Wissen vermitteln sollen.

Die erstgenannten Fächer dienen der Persönlichkeitsbildung, da ist Notendruck fehl am Platze.

Es kann in Musik und Kunst ja nicht in erster (und auch nicht in zweiter) Linie darum gehen, dass dort reproduzierbares Wissen abgefragt wird.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Wie bilde ich eine Persönlichkeit ohne jeglichen Wissenszuwachs? Wissen, anwendbare Kenntnisse, sind doch auch etwas, was eine Persönlichkeit ausmacht…

Diese Anforderungen gelten in der Sek2 für alle Fächer, auch Musik und Kunst:

„[…] In den Aufgabenstellungen sind die Anfor- derungsbereiche I bis III entsprechend zu berücksichtigen. Sie gliedern sich in drei Anforderungsbereiche.
» Anforderungsbereich I (Reproduktion)
» Anforderungsbereich II (Reorganisation
und Transfer)
» Anforderungsbereich III (Reflexion, Pro- blemlösen und Konstruktion)“

https://bildung.thueringen.de/fileadmin/ministerium/publikationen/gymnasiale_oberstufe.pdf

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Schädlich, wofür, weshalb? Weshalb ist es falsch, zu versuchen, sein Bestes zu geben? Sich zu bemühen? Den guten Willen zu zeigen? Ist es nicht eher schädlich, sich nicht bemühen zu müssen, nicht sein Bestes geben zu brauchen, seinen guten Willen zeigen wollen? Ist das Negieren desselben nicht eher kontraproduktiv für die Persönlichkeitsentwicklung?
Wenn meine SuS wissen, dass es Leistungsnachweise gibt, bemühen sie sich; wenn sie wissen, es ist freiwillig, tanzt der Bär.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

GIbt es in Musik, Kunst und Sport denn Noten für Bemühungen? Ich dachte, bei Noten ginge es um Leistungen.

In musischen Fächern geht es aber nicht um Leistung, sondern um Persönlichkeitsentwicklung,die sich aus der Freude am Gegenstand heraus entwickelt.

Und auch in Sport sollte nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund stehen. Die Kinder habe nmehr davon, wenn die Freude an der Bewegung nicht durch schlechte Noten oder Angst vor Noten erstickt wird.

Wer Leistungssport machen will, kann in einen Verein eintreten. Mit Leistugssport hat Schulsport ja ohnehin nicht viel zu tun.

Wenn Kinder sich nicht benehmen, weil es keine Noten gibt, dann stimmt etwas grundsätzlich mit dem Unterricht nicht.

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja, ich bewerte in BK auch die Mühe und das Herzblut, die in einer Arbeit steckt.

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

“stecken“, muss es heißen

Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

„Wenn Kinder sich nicht benehmen, weil es keine Noten gibt, dann stimmt etwas grundsätzlich mit dem Unterricht nicht.“ Nun, das könnte durchaus möglich sein.
Aber möglicherweise könnte es auch sein, dass etwas grundsätzlich mit der Erziehung (durch die Eltern!) nicht stimmt.

Realo
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Gibt es irgendwo Noten für Bemühungen? Warum nicht?

Selfi
1 Monat zuvor
Antwortet  Realo

Man war stets bemüht- reicht das für die Note 1?

tozitna
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Dann geht es also in Bio oder Chemie um Leistung und nicht um Persönlichkeitsentwicklung?!
Was haben Sie denn für eine Auffassung von Beurteilung/ Bewertung von Schülerleistungen…
Lehrkraft können Sie jedenfalls aktuell nicht sein – eher so aus den 60gern als räsonierender Pensionist stammen…

MB aus NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Es gibt in Musik genau so abprüfbare Leistungen wie z.B. in Mathematik. Da zählt dann in beiden Fächern übrigens immer auch der Weg und nicht nur das Ergebnis.

Wie gut jemand singt oder ein Instrument beherrscht, darf gar nicht benotet werden, dafür ist dann der Instrumentalunterricht an der Musikschule zuständig.

tozitna
1 Monat zuvor
Antwortet  MB aus NRW

„Wie gut jemand singt oder ein Instrument beherrscht, darf gar nicht benotet werden“
Warum nicht? Rechnen als Fähigkeit des Kindes wird doch auch benotet…
Und genausowenig, wie selbst in der Sek 2 keine Meisterschaft in höherer Mathematik erreicht werden kann, können die Ansprüche an das Beherrschen eines Instruments mit Profis verglichen werden.
Alles kann – immer auf einem schüleradäquaten Niveau – bewertet werden.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Sie untermauern ihre These einer schädlichen Notengebung für Kunst, Musik und Sport mit der ausschließenden Behauptung, dass diese in erster Linie der Persönlichkeitsentwicklung dienen. Und wie sieht es bei den anderen Fächern aus, etwa der Förderung des sprachlichen Ausdruck, der Fähigkeit kritisch zu hinterfragen, eigenständig und selbst bestimmt zu entscheiden. Dienen die anderen Fächer etwa nicht der Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen ? Sind das etwa keine Kulturtechniken ?

Sandrina
1 Monat zuvor

Richtig so- in diesen drei Fächern, in denen es darum geht zu experimentieren, kreativ zu sein und Freude an der Sache zu bekommen, ist dies schon lange überfällig.
Sport, Musik und Kunst sind im Übrigen drei wichtige Bereiche um sich körperlich und psychisch gesund zu halten.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Sandrina

Und daher wäre es fatal, sie aus dem Notengebungsverfahren herauszunehmen, denn Fächer, die weder im Versetzungskontext noch im Rahmen von Leistungsbeurteilungen „gewürdigt“ werden, fallen bei evtl Fach-LuL-Mangel einfach aus dem Fächerkanon raus.

Bsp.: Kollege unterrichtet Mathe und Musik…und in Mathe gibts nen fachspezifischen Engpass … na, was glauben wir denn, wie SL sich hier dann entscheiden wird?

Kollege unterrichtet nur noch Mathe, Musik wird aus der Stundentafel gestrichen, da das Fach – eben auch weil unbenotet – gar nicht im Zeugnis auftauchen muss. Ebiges gilt für Sport und Kunst…die Argumentation, dass die SuS sich hier im privaten Umfeld neigungsgemäß engagieren können und Schule das nicht mehr zu leisten braucht, ist doch bereits seit Jahren latent vorhanden.
Aber dann sollten wir das konsequent auch für zweite oder dritte Fremdsprache machen, die ja auch ein besonderes Talent voraussetzt.

Mein Gott, wie viele LuL-Stellen ließen sich einsparen bzw für die „wichtigen Fächer“ umwidmen?

Last edited 1 Monat zuvor by Andre Hog
Konfutse
1 Monat zuvor
Antwortet  Sandrina

Stimmt. Heißt also, dass man diese Fächer gänzlich streichen könnte. Finde ich Ihrer Argumentation nach logisch und konsequent. Es gibt ja auch noch Erziehungsberechtigte, die diese drei wichtigen Bereiche abdecken können für die physische und psychische Gesundheit ihrer Kinder.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  Sandrina

Sport, Musik und Kunst sind im Übrigen drei wichtige Bereiche um sich körperlich und psychisch gesund zu halten.

….das erzähle man mal den SuS,..die ohne Bewertung, tw. auch mit, (wenigstens der Anwesenheit) angeödet herumsitzen…

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Schließt ein derartiges Verhalten von SuS im Musik- ,Kunst- und Sportunterricht ein derartiges Verhalten in anderen Fächern aus ?
Liegt es nicht eher am Konzept, wie ich die einzelnen Fächer verkaufe ?

MB aus NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Sandrina

Auweia, hält sich das Gerücht, dass es in diesen Fächern nur um Spaß geht, immer noch?
Das sind vollwertige Schulfächer, die man auch im Abitur belegen kann, in Musik geht es z.B. um systematische Musikwissenschaften und Musikgeschichte. Eine Oberstufenklausur ist hier oft anspruchsvoller als z.B. Deutsch, da neben der sprachlichen/textlichen Ebene noch die musikalischen Parameter zu analysieren und interpretieren sind (und der musikgeschichtliche Kontext nie außer Acht gelassen werden darf).
Das jetzt so als extreme Kurzfassung.
Und kreativ sein und experimentieren sollte man z.B. auch in Mathe und Physik oder Chemie.

AvL
1 Monat zuvor

Das ist eine populistische Idee vom Kultusminister Herrn Holter, und in welchen Fachgebieten schaffen wir als nächstes die Noten ab ?
Wehret den Anfängen.

Selfi
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Englisch- in der Grundschule…

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Man kann für oder gegen Noten sein. Diese makabere Idee hätte ich aber eher von FDP oder Afd (Ach nee, die haben ja garkeine Ideen) erwartet.
Das eine Kind ist vielleicht in Hauptfächern gut und bekommt durch die Benotung Selbstbestätigung. In „Talent Fächern“ ist es vielleicht nicht so gut, bekommt aber von allen Seiten bestätigt, dass das nicht so schlimm ist, weil eh nicht so wichtig. Und nur wenn es sich arg daneben benimmt schafft es eine 4 oder schlechter!
Das andere Kind ist in Hauptfächern vielleicht nicht so gut und hat schon Nachteile dadurch, da diese Fächer relevanter sind. Dafür ist es in Nebenfächern gut. Die Selbstbestätigung durch ein Nebenfach soll ihm also auch noch genommen werden, damit das erstere Kind ja keinen Kratzer in seiner Würde bekommt? Oder vielleicht eher, weil es den Stolz der Eltern kränkt, wenn das Top-Zeugnis durch EINE 3 in Sport „besudelt“ wird?
Das klingt sehr nach : Starke Schüler noch besser dastehen lassen, auf Kosten von „Anderen“. Oder nach Zwei-Klassen-Gesellschaft.

tozitna
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Was um Gottes Willen ist denn ein „Talentfach“? Ich tue mich ja schon mit der Bezeichnung Haupt- und Nebenfächer schwer, die es rein schulrechtlich zumindest in meinem Bundesland nicht gibt, die aber als Wortschöpfung immer wieder auftauchen…
Gab es nicht auch mal die Idee von universeller Bildung?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  tozitna

Ich bin da ganz Ihrer Meinung, warum greifen Sie also an? Man muss schon Dinge irgendwie bezeichnen um sich zu verständigen, zumal das in Anführungsstrichen war und sich auf Herrn Holters Aussage bezog.

Soso
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich stimme komplett zu

tozitna
1 Monat zuvor

„in diesen drei Fächern, in denen es darum geht zu experimentieren, kreativ zu sein und Freude an der Sache zu bekommen, ist dies schon lange überfällig.“

Dieser und viele ähnliche Kommentare sind so platt, rückwärtsgewandt und oberflächlich, dass es mich echt schüttelt…
In anderen Fächern kann man durch Talent bessere Leistungen erbringen.
Auch in Sport, Kunst und Musik lassen sich Fähigkeiten und Fertigkeiten musisch-ästhetischer und motorischer Natur erlernen.
Wenn Bildung den Menschen in seiner bio-psychisch-sozialen Gesamtheit fordern und fördern soll, sind alle Fächer unverzichtbarer Bestandteil des Inhaltskanons.
Wird eigentlich in Mathe auch der Leistungsfortschritt notenrelevant berücksichtigt?
Schon mal drüber nachgedacht, dass jemand, der es in frühen Jahren aus Interesse zu Meisterschaft auf einem Gebiet gebracht hat, den geringsten Leistungsfortschritt haben wird (mein Sohn lernt bspw. in Geschichte nichts neues mehr, sein Leistungsfortschritt stagniert durch den Unterricht – aber ist nur ein Einzelfall).
Hat ein Lied singen zu können, ein Holzwerkstück bearbeiten zu können, ein Bild malen zu können oder eine Badmintontechnik zu beherrschen nicht viel mehr mit der späteren Teilhabe an sozialem Leben zu tun als eine Gedichtanalyse in drei Sprachen?

Ich fasse es nicht, wie in vielen Beiträgen eine extrem verkopfter, eingeschränkter und auf Kognition verengter Bildungsbegriff vorgetragen wird…

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  tozitna

Zu meiner Zeit als Unterrichtsvertretung begleitete ich zusammen mit einer Lehrerin ein Jahr lang den Werkunterricht in einer GS.
Über diesen Zeitraum fiel mir auf, dass häufig jene SuS, die in den kognitiven Fächern eher schwächer waren, sich im Fach Werken auffällig geschickter anstellten als viele SuS, die beispielsweise in Deutsch oder Mathematik ihre Stärken hatten. Selbstverständlich lässt sich dies nicht verallgemeinern, jedoch war eine deutliche Tendenz erkennbar. Ich fand es bemerkenswert, wie motiviert, engagiert und bemerkenswert kreativ besagte Schüler sich plötzlich zeigten….
Schon die Bezeichnung ‚Nebenfach‘ wertet meiner Ansicht nach das Können im musisch-kreativen Bereich ab, das Wegfallen von Noten (im Vergleich zu anderen Fächern) gibt ihm den Rest.
Und da wundert sich das Handwerk über mangelnden Nachwuchs!!!

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Deshalb heißt es ja auch Sachfach.

Entlarvend
1 Monat zuvor

Die hier vorherrschende Meinung, Kinder lernen nur mit Notendruck, beschreibt gut, wo unter anderem das Problem im deutschen Schulsystem zu suchen ist.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Entlarvend

Es geht um Bestätigung!
Ganz oder garnicht! Aber nicht Noten nur in bestimmten Fächern, zugunsten der Schüler die dann nur noch gute Noten und zu Lasten der Schüler, die dann nur noch schlechte Noten haben.

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sehe ich genauso. Zumal es, prozentual gesehen, vermutlich weniger wirklich talentierte Kinder/Jugendliche in den Bereichen Sport, Kunst, Musik gibt, welche es zu fördern gilt.
Was konsumieren wir ‚Otto Normalverbraucher‘ denn an passiven Freizeitbeschäftigungen?
Sportevents, Musikveranstaltungen, Theateraufführungen, Kunstausstellungen im real life und im TV sowieso.
Und da schließe ich mich auch ausdrücklich den Ausführungen von @Andre Hog an!

Klara
1 Monat zuvor

„Kinder sind unterschiedlich veranlagt“. Das trifft doch aber nicht nur auf Sport, Musik und Kunst zu. Dann bitteschön ALLE Noten abschaffen, Herr Holter!

dauerlüfterin
1 Monat zuvor

Und die Tatsache, dass viele Schüler ohne Noten in diesen Fächern keinen Ausgleich mehr zu schlechten Noten in den Naturwissenschaften hätten und sitzenbleiben würden wurde auch mitgedacht? Oder wird das Sitzenbleiben gleich mit abgeschafft?