Hohe Zahl an Schulabbrechern: Philologenverband fordert, Hauptschule wieder einzuführen

166

KIEL. Viele Jugendliche verlassen ohne Abschluss die Schule und fehlen dann in den Ausbildungsberufen. Der Philologenverband Schleswig-Holstein sieht hier dringenden Handlungsbedarf – und fordert deshalb, das dreigliedrige Schulsystem im Land wieder einzuführen. Das fördere Schülerinnen und Schüler besser, so die These, weshalb dann die Abbrecherquoten sinken würden. Aber stimmt das auch? Eine Studie weckt Zweifel daran, dass sich das Problem allein mit Änderungen der Schulstruktur lösen ließe.

Hilft das dreigliedrige Schulsystem dabei, die Abbrecherquote zu senken? Illustration: Shutterstock

Die beunruhigend hohe Zahl von Schulabbrüchen hat weitreichende Konsequenzen für die Zukunftschancen junger Menschen, aber auch für die Gesellschaft insgesamt – meint die Vorsitzende des Philologenverbands Schleswig-Holstein, Barbara Langlet-Ruck. Die Gymnasiallehrkräfte-Vertretung appelliert an Landtag und Landesregierung in Kiel, die Weichen neu zu stellen. Plädiert wird für eine Rückkehr „zum bewährten gegliederten Schulwesen“, wie es nach wie vor in den meisten anderen Bundesländern bestehe.

Hintergrund: Schleswig-Holstein hatte 2006 als erstes Bundesland die „Gemeinschaftsschule“ als neue Schulform verankert und Haupt- und Realschulen in „Regionalschulen“ umgewandelt.

Der Philologenverband hadert nach wie vor mit dieser Entscheidung – und sieht andere Bundesländer mit der tradierten Dreigliedrigkeit besser aufgestellt. „Dieses System, das aus Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien besteht, ermöglicht eine differenzierte Förderung der Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Fähigkeiten und Interessen. Es bietet klare Bildungsziele und unterstützt eine gezielte Vorbereitung auf unterschiedliche Berufs- und Studienwege“, erklärt Barbara Langlet-Ruck.

„Das gegliederte Schulwesen erlaubt eine gezielte Förderung je nach Begabung und Neigung“

Folgende Argumente sprechen nach Überzeugung des Philologenverbands für eine Rückkehr zum gegliederten Schulwesen: „1. Individuelle Förderung: Das gegliederte Schulwesen erlaubt eine gezielte Förderung je nach Begabung und Neigung. Schülerinnen und Schüler können ihren Stärken entsprechend gefördert werden. 2. Klarheit und Struktur: Die klare Trennung der Schulformen erleichtert die Orientierung und ermöglicht eine gezielte Berufs- und Studienwahl. 3. Bessere Vorbereitung: Schülerinnen und Schüler erhalten eine fundierte Bildung, die sie auf die Anforderungen des Lebens vorbereitet.“

Der Philologenverband fordert die politischen Entscheidungsträger auf, „die Weichen für eine nachhaltige Schulpolitik zu stellen“. Heißt für den Verband: die Rückkehr zum gegliederten Schulwesen bei gleichzeitiger Erhaltung der bereits bestehenden Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen. „Dies wäre ein ernsthafter Beitrag zur Reduzierung der Schulabbrüche in Schleswig-Holstein“, meint Barbara Langlet-Ruck.

Womit sie zunächst richtig liegt: Die Quote der Schulabbrecher in Schleswig-Holstein ist mit 7,4 Prozent vergleichsweise hoch – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 6,2 Prozent (Daten von 2021). Auch lässt ein erster Blick ein Muster erkennen: In den östlichen Bundesländern, wo Zweigliedrigkeit die Regel ist, liegen die Abbrecherquoten zum Teil deutlich höher als in den westlichen.

Hat also der Philologenverband recht, dass die Schulstruktur entscheidend für die Abbrecherquote ist? Tatsächlich ging man früher davon aus, dass die Abbrecherquote das Leistungsniveau in einem Schulsystem abbildet. „Lange Zeit galt die Quote, die den Anteil der Schüler und Schülerinnen ohne Hauptschulabschluss beschreibt, als der zentrale Indikator dafür, in welchem Ausmaß es in den einzelnen Bundesländern den allgemeinbildenden Schulen gelingt, den Heranwachsenden eine zumindest hinreichende Schulbildung zu vermitteln“, so heißt es in einer Studie zum Thema, die der Bildungsökonom Prof. Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stifung erstellt hat.

„Dieser Indikator ist allerdings nur dann wirklich aussagefähig, wenn unterstellt werden darf, dass bei der Vergabe von Schulabschlüssen innerhalb der Schulen einzelner Bundesländer und zwischen den Schulen der einzelnen Bundesländer vergleichbare Maßstäbe angelegt werden“, schreibt Klemm. Und das sei durch die Schülerleistungsvergleiche der vergangenen Jahre doch sehr in Zweifel gezogen worden. Deshalb habe man den Indikator „ohne Hauptschulabschluss“ im öffentlichen wie auch im fachwissenschaftlichen Diskurs weitgehend abgelöst – oder doch zumindest ergänzt – durch die Messung von Kompetenzen, die in standardisierten Tests nachgewiesen werden. „Der dabei neu gewonnene Indikator für ‚schulische Zielerreichung‘ ermöglicht, die innerdeutsche Vergleichbarkeit der Quoten zum verfehlten Hauptschulabschluss zu hinterfragen.“

Und siehe da: „Wenn man nun für die einzelnen Bundesländer für das Jahr 2015 die Quoten für das Verfehlen des Mindeststandards für den Hauptschulabschluss im Gebiet ‚Lesen‘ mit den für 2015 ermittelten Quoten der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss vergleicht, zeigt sich das folgende Bild: Während 2015 die Quote für das Verfehlen des Hauptschulabschlusses in Deutschland insgesamt bei 5,9 Prozent lag, ergab sich mit 9,0 Prozent für das gleiche Jahr eine deutlich höhere Quote für das Verfehlen des Mindeststandards für den Hauptschulabschluss. Eine länderspezifische Betrachtung ergibt beim Vergleich der beiden Indikatoren der ‚Zielerreichung‘ im Jahr 2015 am Ende der Schulpflichtzeit in allgemeinbildenden Schulen bei einzelnen Ländern beachtliche Unterschiede: Während in den fünf östlichen Bundesländern die Quoten für das Verfehlen der Mindeststandards meist deutlich niedriger lagen als die Quoten für das Verfehlen des Hauptschulabschlusses (in Sachsen z. B. verfehlten 4,0 Prozent die Mindeststandards im ‚Lesen‘, aber 7,9 Prozent erreichen keinen Hauptschulabschluss), zeigt sich in einer Reihe der westlichen Bundesländer ein umgekehrtes Bild: In Baden-Württemberg verfehlten 10 Prozent die Mindeststandards, aber ‚nur‘ 5 Prozent den Hauptschulabschluss.“

„Die Quote ‚ohne Hauptschulabschluss‘ kann nicht als belastbarer Indikator für schulisch erbrachte Leistungen gewertet werden“

Fazit des Forschers: „Insgesamt lässt sich vor dem Hintergrund des Vergleichs der beiden Quoten feststellen: Die Quote „ohne Hauptschulabschluss“ kann nicht als belastbarer Indikator für schulisch erbrachte Leistungen gewertet werden. Insbesondere zeigt sich, dass ein Länderranking auf der Basis der Quoten zum verfehlten Hauptschulabschluss die fünf östlichen Länder (dies gilt auch, wenn auch nur abgeschwächt, für Mecklenburg-Vorpommern) völlig zu Unrecht im Schlussfeld der Bundesländer verortet. Vor diesem Hintergrund muss somit davor gewarnt werden, allein aus der Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss Rückschlüsse auf die Qualität der Arbeit der jeweils verglichenen Schulen einzelner Bundesländer oder einzelner Regionen zu ziehen. Die offensichtliche Diskrepanz zwischen der Quote der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss und den erreichten Mindeststandards im Rahmen des IQB-Bildungstrends wirft die Frage auf, ob formale Schulabschlüsse die erworbenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern tatsächlich adäquat abbilden.“

Heißt dann eben auch: Mit einer Änderung der Schulstruktur allein wird das Problem der zu hohen Zahl von Schulabbrüchen nicht gelöst. News4teachers

Hier geht es zur Studie „Jugendliche ohne Hauptschulabschluss“ von Prof. Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Schlechter als EU-Durchschnitt: Deutschland hat (immer noch) ein Problem mit Schulabbrechern

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

166 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Dennis
1 Monat zuvor

Und wieso funktioniert’s dann in Skandinavien problemloser?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Dennis

Was funktioniert Ihrer Meinung nach denn in Skandinavien problemloser? Wenn man die PISA-Ergebnisse genauer analysiert oder die Quoten der Jugendarbeitslosigkeit etc. betrachtet, scheint dort auch eher die Hütte am brennen zu sein.

ulschmitz
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Es gab auch mal nen Artikel einer Lehrerausbilderin in Finnland – war aus Dtld. gekommen; ganz klar lag das 1. PISA-„Super“-Ereignis in Finnland a) an den Schulen im Ländlich-Sittlichen mit weitgehend homogener Bevölkerung und b) an dem „alten“ Schulsystem. In den großen Städten sah das ganz anders aus. Man darf m.E. nicht vergessen: DAN, NOR, SWE, FIN haben niedrige Bevölkerungszahlen – die brauchen jeden. Das hätte manche/r gerne wie in SWE: Englisch-Schwerpunktkurs mit rd. 10-11 SuS, eine LK und eine Sozialarbeiterin, eine sagenhafte technische Ausstattung. Ein Schüler kam zu spät – und wurde von der Sozialarbeiterin in einer ruhigen Ecke eingängig über seine Pflichten belehrt. Das sollte mal jemand an einr dt. Schule versuchen.
Es gab mal einen, der hatte aus Jux ein Bewerbungs-Formular für das zuständige norwegische Ministerium ausgefüllt, rd. 2 Std. später kam von dort der Anruf, wann er denn anfangen könne, er werde dringend gebraucht, Kenntnisse des Norwegischen spielen zunächst keine Rolle – der hatte Mühe, dem Anrufer klazumachen, dass er mitnichten in NOR anfangen wollte.

SB HS Lehrääääär
1 Monat zuvor
Antwortet  Dennis

Ich empfehle mal in die Ghettos der großen Städte in Schweden zu fahren, dann sehen sie das PISA Ergebnis.

Das sind Zahlen – die Realität sind dort leider auch ganz anders aus.

Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund ob mal gleich Stereotypen vorzubeugen – Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Alkoholismus ist in Schweden in den Städten erschreckend hoch unter Jugendlichen

Lehramtsaussteiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Dennis

Warum nur Skandinavien? Die Gesamtschulen sind weltweit das Modell der Wahl. Eine Sortierung wie sie in den meisten deutschen Bundesländern stattfindet gibt’s weltweit ansonsten nicht.

Pälzer
1 Monat zuvor

Nicht der Name und die formale Struktur, sondern die innere Struktur und die Erwartungshaltung entscheiden. Siehe DDR-Schulen, siehe „Highschools“ in USA, siehe finnisches Schulsystem.

Pälzer
1 Monat zuvor
Antwortet  Dennis

Meine Neffen und Nichten haben in Norwegen die Schule besucht. Das Niveau der Erwartungen ist dort niedriger als in D. Die anspruchsvollste Schulform ist eine internationale, englischsprachige Privatschule (IB).

ulschmitz
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

NOR, SWE und FIN haben, wie man so lesen konnte, zumindest eine Zeitlang gerne fertig ausgebildete dt. LK (gerne mit 2. Staatsexamen) genommen – man sparte sich die Kosten für deren Ausbildung (die Einfürhungskosten dürften deutlich geringer gewesen sein).
Wer mal Deutschunterricht an einer DAN-Schule oder an einem Lyćée in Frankreich erlebt hat, kommt eaus dem Staunen nicht heraus, was die Anforderungen an die LK und die Erwartungen an die SuS angeht.

Wutbürger
1 Monat zuvor
Antwortet  Dennis

In Skandinavien funktioniert gar nichts besser. Diese Behauptung ist inzwischen eine Urban Legend, so wie die Geschichten am Lagerfeuer über den Mann mit dem Eisenhaken als Hand.

In Schweden verlassen viel, viel mehr Jugendliche die Schulen ohne Abschluss als in Deutschland und Dänemark hat hat auf knall hartes Selektionssystem umgestellt.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Und das aus meinem Bundesland! OMG!

Es ist nicht das Fehlen der Hauptschule oder der Drei- resp. Viergliedrigkeit, sondern der gesellschaftliche Wandel, der zu mehr Schulabbrecher*innen führt.
Es gibt immer mehr dysfunktionale Familien, in denen Defizite weitergegeben werden.
Warum sollte eine Hauptschule das denn ändern? Weil die dort unter sich sind, werden die nicht automatisch einen Abschluss machen und eine Ausbildung beginnen, oder? Außerdem sind Schulabbrecher*innen nicht unbedingt weniger in der Lage zu denken, sondern haben ganz unterschiedliche Problematiken, die sie von einer erfolgreichen Schullaufbahn abhalten.
Der Philologenverband scheint zu vergessen, dass die Hauptschule damals in SH am Sterben war, weil niemand außer denjenigen Eltern, denen es egal war, ihre Kinder dorthin schicken wollte. Es gab dann ab Klasse sieben „Zurückgestufte“, die aber nicht unbedingt leistungsschwach waren, sondern oft soziale Probleme hatten.

Was wir brauchen, ist ein früheres Eingreifen des Staates, um Kinder in schwierigen Familiensituationen besser zu unterstützen. Generell brauchen wir kleinere Systeme, in denen alle Kinder besser gesehen und dadurch auch besser unterstützt werden können.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich glaube auch, dass hier mehr Sozialarbeit bessere Ergebnisse erzielen würde als andere Schulformen.
Frustrierend eigentlich, wenn man den derzeitigen Markt beobachtet. Chancen auf Ausbildungsplätze sehen gut aus. Wenn es so weitergeht, müssen die vielleicht sogar zeitgemäß bezahlt werden 😉

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Hauptschule in SH lag nur dort im Sterben, wo eher durchschnittliche Arbeit geleistet wurde. In meinem Wohnort war das anders. Und sie lag im Sterben, weil die Anmeldung in die weiterführende Schule alleine in Elternhand gelegt wurde. Ein Fehler, der bundesweit das Bildungssystem an die Wand fahren lässt.

Ihre Analyse, dass die Gesellschaft mit mehr dysfunktionalen Familien zu mehr Schulabbrechern führt, ist ganz gewiss richtig. Aber machen SuS dort den Abschluss, wo sie nicht mehr richtig gefördert werden können, weil beispielsweise in einer 8./9. Klasse die Schere zwischen potenziellen Schulabbrechern und potenziellen Wechslern in die gymnasiale Oberstufe viel zu groß ist und weil dort aufgrund des Lehrermangels statt einer Doppelbesetzung mit erfahrenen Lehrkräften ein Student im 3. Semester den Deutschunterricht stemmen muss?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es setzt auch Strukturen voraus, die unkooperatives Verhalten von der Familie und den betroffenen Kindern selbst, wirkungsvoll sanktionieren wollen, dürfen und können.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Woher nehmen Sie die Zuversicht, durch noch mehr Druck die Abbrecherquoten besser senken zu können als bspw. durch mehr Sozialarbeit?

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Überhaupt mal Druck wäre ein Anfang.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Leistungsdruck in der Schule oder Druck auf die Eltern durch eine intensivere Betreuung und Sanktionierung, wenn man sich entziehen will? Ich tippe mal, Letzteres würde es bringen, Ersteres nicht.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Polizeiliche Vorführung und Strafgelder bringen (bei uns) vorübergehend etwas, ändern aber leider wenig hinsichtlich dem Ende der Schulpflicht oder bei Familien, die lieber Umziehen als sich vom Staat erziehen zu lassen.

Die enge Begleitung und Prävention durch die Schulsozialarbeit war bei uns ergiebiger (die Sanktionen wurden aber natürlich beibehalten)

447
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Beides gleichzeitig.
Wird aber nicht passieren.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Nutzt Ihre Schule die vorhandenen Möglichkeiten denn schon voll aus? Bei uns in BW reicht dieser Instrumentenkasten meistens, um die Kinder wieder zur Schule zu bewegen.
Am Ende der Regelschulpflicht bzw. Umzug oder anderen Umständen kommt aber auch der volle schulische Druck nicht weiter

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

In NRW definitiv nicht! Der „Instrumentenkasten“ ist ein zahnloser Tiger, mit dem ich vielleicht ein Drittel motivieren kann. Das sind aber die, die noch ansprechbar sind. Der Rest ist weg.

Maja
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, das können wir brauchen. Doch woher nehmen??

Joe
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Was Sie für Schleswig-Holstein beschreiben, kann durchaus auch auf den Süden, auf BaWü, übertragen werden. Auch dort wünscht sich mancheine/r die gute alte und ach so bewährte Dreigliedrigkeit zurück.

Weil dann „die Schlechten“ wieder auf die Hauptschule geschickt werden könnten und das Problem aus den Augen – und aus dem Sinn – wäre?

Nachtspeicheröfen waren auch mal eine gute und bewährte Heizungsalternative, als man nachts noch sehr viel Stromüberschuss hatte ;-))

Die Zeiten ändern sich … die „Umgebungsvariablen“ ebenso.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Joe

Ganz einfach: Eine Gesellschaft, die rein verbal(!) „Gleichheit“ zum goldenen Kalb gemacht hat, KANN natürlich quasi nicht anders, als bis zur Schmerzgrenze verleugnen, dass schulisch/bildungstechnisch viele halt „schlecht“ SIND.

Oder glauben Sie ernsthaft, 50% der Menschen, die Sie völlig willkürlich auf der Straße sehen wären als Akademiker geeignet?

Genau so sind eben viele Akademiker nicht wirklich für z.B. Handwerkerberufe geeignet und sind dort „schlecht“.

Joe
1 Monat zuvor
Antwortet  447

???

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Joe

Wenn Bildung ausverkauft weil Ideologie, sowas bei kommen raus!

Nix wahrhaben wollen, dass nix 50% Akademiker in Bevölkerung, Bösdenk: Menschen nix gleich, sondern un-gleich, vielfältig!

Kevin mit dicke Arne = guter Mann an Tür! Nix gut Universität!
Holger mit dünne Arme und Brille an Tür schlecht, aber gut an Excel und Datenauswertung!

Beide ungleich, trotzdem beide gutes Mensch!

Wenn Kevin sagen Du gleich wie Holger, nur Quark bei kommen raus!
Jetzt verstehen?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sind Sie sicher, da gibt es Unterschiede? Wenn ich Ihren Beitrag so lese…

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Und warum müssen die räumlich schön sauber voneinander getrennt werden? DAS ist doch der Punkt, um den es geht.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Weil in der Sekunde wo der Lehrer wegschaut „Kevin“ dem „Holger“ schon klarmacht, wer der „Streber“ ist.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Das ist Schwachfug. Und das wissen Sie auch.
Aber danke, dass Sie meine Vorbehalte gegen sich voll bestätigen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wundert mich nicht, dass Sie davor die Augen verschliessen. Ab Klasse 5, spätestens 6 gehts los.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Da ich an einer GemS arbeite, weiß ich, dass das ein typisches Vorurteil von „dünkelnden“ Menschen ist.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nachtrag: Die Dünkel sind so übel, dass diese nicht einmal ansatzweise bereit sind, den abgehängten „Kevins“ helfen zu wollen. Nö, im Gegenteil, ihre Idee ist, dass man sie am besten alle auf eine Schule schickt, wo ihnen dann durch räumliche Segregation aufgezeigt wird, wie unwürdig sie doch sind.
Im Ernst, diese „Dünkelnden“ sind Teil des Problems, da sie die „Kevins“ nicht nur segregieren wollen, sondern auch noch sich lustig über sie machen oder über sie herziehen.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

……… non sequitur-Fehlschluss… again.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Nein, und das wissen Sie auch. Können Sie natürlich nicht zugeben, wäre ja unmännlich.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Meine Güte sind Sie peinlich… Sie wissen nichts über mich und meine Männlichkeitsvorstellungen und -ideale, entsprechende Einstellungen zu sex/gender roles u.ä. Gar nichts. Sie könnten nichtmal mit Sicherheit behaupten, ich sei ein Mann. Und selbst wenn ich das wäre, hätte das mit dem Thema absolut nichts zu tun.
Sie sind einfach eine Sexistin sondersgleichen, die an einem ausgeprägten misandrischen Bias leidet und Essenzialisierung von (negativen Verhaltensweisen bei) Männern betreibt.

Bitte legen Sie Ihr Amt nieder, es widerspricht Ihrem Antseid, als Sexistin Kinder und Jugendliche zu interrichten.

Und pssssssssst:
Ein non sequitur-Fehlschluss ist ein formaler (objektiver) Logikfehler. Aber Sie haben Recht, Ihrem non sequitur geht ja ein Strohmann (informeller Logikfehler) voraus.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Sie machen es nicht besser.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich führe Sie und Ihren Sexismus vor. Das ist mir bereits hinreichend (auch für künftige ‚Diskussionen‘ mit Ihnen). Danke. 🙂

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Lachanfall.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich genieße unseren kl. ‚Austausch‘ hier, weil Ihr Sexismus ja derart evident ist, dass Sie absolut nichts entgegensetzen können und sich stattdessen in einen recht infantil-hilflosen Versuch der Ridikülisierung flüchten. Ein Ablenkungsmanöver so transparent wier ineffektiv. Ich warte eigtl. nur darauf, dass wieder irgendeine geschlechtsspezifisch-pauschalisierende, devalvierende Anmerkung kommt. Nun denn, keine Scheu, hat Sie die letzten jahre ja auch nie gekümmert. 🙂

… und dann denken Sie vielleicht(?!) einmal darüber nach, warum Sexismus dämlich ist.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Ich kleine Dumme …
Ja, ja.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sarkasmus funktioniert nur, wenn das mit Sarkasmus bedachte Phänomen auch wirklich ridikül ist. Ironie funktioniert nur, wenn das vorgeblich Gebilligte nicht billigungsfähig ist. Schade. Hier wirken diese Stilmittel also zwingend wie ein ungewolltes Zugeständnis. OK. ^^

Aber von „Dummheit“ ist nicht die Rede, nur von Ihrem Sexismus.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ich denke, hier spielen Sie auf den Ausverkauf an, Akademiker*innen zu halten und alle anderen nach unten durchfallen zu lassen.
Bedingt durch den technologischen und gesellschaftlichen Wandel BRAUCHEN wir aber mehr Besserqualifizierte als früher, dementsprechend müssen Gymnasien mehr leisten, junge Menschen zu qualifizieren, anstatt alle durchfallen zu lassen, welche eine veraltete Idee von vor 50 Jahren nicht erfüllen.

Hauptschule oder nicht, es benötigt bessere Bildung für ebendiese Kinder, damit sie einer Arbeit nachgehen können. Aus diesem Grund fordern alle Lehrkräfte am Gymnasium ja auch bessere Ausstattung und Prestige für andere Schularten, ja?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stimme zu, dass wir Besserqualifizierte brauchen. Mit dem Wandel und vorgeblichen Fachkräftemangel würde ich weniger argumentieren, eher mit USA, China usw.

Das erreicht man aber nicht durch Hochjubeln oder Scheinqualifikation (=Abi für alle), sondern MEHR Anspruch, nicht weniger. Weniger Abi, mehr Real, noch mehr HS.

Stimme ebenfalls zu, dass Hauptschulen/beruflich orientierte Schulen mehr Prestige brauchen – und auch mehr Geld/Stellen.

Eine gut ausgestattete und entsprechend arbeitende Hauptschule (egal wie man sie nennt) ändert dann auch das Kernproblem: Das soziale Stigma.

Wer von einer solchen Schule käme, könnte auf seine/ihre praktischen Fähigkeiten dann auch (und zwar zu recht) genau so stolz sein, wie jemand, der das (dann wieder echte) Abi schafft.

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  Joe

Bei uns an einer RS machen die Schüler erst dann gute Lern- und Verhaltensfortschritte, wenn sie in Klasse 9 getrennt werden und sich separat auf den Hauptschulabschluss vorbereiten.
Also viel verlorene Zeit in den vergangenen Schuljahren. Das Konzept muss überdacht werden!

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigrib

Es gibt in SH aber anders als in BaWü auch an GemS nach Leistung differenzierte Kurse. Meine Schule z.B. hat eine äußere Dreierdifferenzierung.

Der Philologenverband will aber eine räumliche Trennung. Die „Schmuddelkinder“ sollen bitte schön auf andere Schulen gehen. In Kiel am besten nur in Gaarden und Mettenhof, denke ich mir.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie – die sind räumlich und niveaulich getrennt?

Wird bei uns nicht gemacht.

Alle in einem Klassenzimmer, alle zur selben Zeit bei derselben (überlasteten) Lehrkraft dasselbe Fach.

Nur – die einen „schnallen“ es schneller, andere langsamer und andere gar nicht.

Jede Stunde siper für die „gar nicht“-Kinder.

Der letzte Satz ist ironisch gemeint.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Sie kommen doch auch aus SH. Sie können sich also bei Ihrer Schulleitung bedanken, wenn das bei Ihnen an der Schule „nicht geht“.
Ich habe im 10 Jg. einen Englischkurs, der auf dem höchsten Niveau arbeitet. Zucker, sage ich Ihnen. Dagegen sind meine Zwölfer auf dem erweiterten Anforderungsniveau eher so middlefrithom.
Das Phänomen von all den schwächeren Kids, die in die Oberstufe kommen, hatte ich ja bereits beschrieben. Hier ist allerdings die Politik verantwortlich.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigrib

Deshalb werden selbst an IGS die SuS ja schon nach der sechsten Jahrgangsstufe der Fachleistungsdifferenzierung unterworfen.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigrib

Interessant. Viele andere Länder (auch bessere bei Pisa) haben ja deutlich längere Grundschulzeiten.
In jedem Fall kann die bloße Trennung nicht das Ziel sein. Hier müsste die Hauptschule zu einer praktischeren (Vor-)Ausbildungsstätte werden, anstatt nur den höheren Abschlüssen nachzuhecheln.
Mehr Berufsschule für Praktisch begabte, als Sammelbecken für Vergessene

G.P.
1 Monat zuvor
Antwortet  Joe

Mit dem dreigliedrigen Schulsystem in Ba-Wü habe ich (früher Realschullehrerin) gute Erfahrungen gemacht. Wir haben in den Klassen 5 und 6 (Orientierungsstufe) entsprechende Schüler sowohl in die Hauptschule als auch ins Gymnasium überwiesen. Von manchen Schülern bekam ich Rückmeldungen. Meistens wurden die Noten in der Hauptschule besser und die Schüler waren motivierter. Einer unserer ehemaligen Schüler hatte unserem Hausmeister einmal ganz stolz eine 2 in einer Mathearbeit gezeigt, bei uns war es meistens eine 4 gewesen. Die Mutter eines anderen Schülers hatte sich einige Zeit, nachdem ihr Sohn in die Hauptschule gewechselt war, ausdrücklich bei mir für die Hauptschulempfehlung bedankt, weil der Sohn sich dort gut entwickelt hätte. Inzwischen führt er erfolgreich den elterlichen Getränkehandel weiter. …

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  G.P.

Und wie lange ist das jetzt alles her?
Im Ernst, mein Bruder war auch „nur“ auf der Hauptschule und hat seinen Weg gemacht.
Aber Tatsache ist nun einmal, dass sich unsere Gesellschaft sehr stark verändert hat.

Wutbürger
1 Monat zuvor
Antwortet  Joe

Ich nehme an, dass Sie nicht an einer Gesamtschule arbeiten.

Aktuell sieht es so aus: die, die nicht einmal dort mitkommen, stören und werden trotzdem scheitern, weil sie in großen Klassen sind, wo sich niemand um sie kümmern oder, Gelächter, fördern kann.

Die Besseren, die nicht zu denjenigen gehören, denen es gelungen ist den sinkenden Kahn in Richtung Gymnasium zu verlassen, bekommen ebenfalls keine bzw. weniger Bildung, obwohl sie könnten und wollten, weil durch die Störungen ein geregelter Unterricht kaum mehr möglich ist. Auch ihre Zukunftschancen werden ruiniert.

Also ja, ja, ja: Hauptschule ja, Förderschule ja, Realschule ja.

Folko Menpiepe
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es ist richtig, dass die Hauptschulen auch schon vorher in SH im Sterben lagen.

Aber es ist eben auch richtig, dass die Kinder nicht schon allein deshalb besser werden, dass man sie alle auf Gemeinschaftsschulen oder gar Gymnasien schickt. Vielmehr hat man überall mit tendenziell sinkenden Anforderungen reagiert, was letztlich auch niemandem nützt.

Insofern ist die Hauptschule allein keine Lösung. Wenn man es aber schaffen würde, sie gewissermaßen wieder- oder neuzuerfinden, als eine Schulform eigener Qualität, die gezielt auf handwerkliche Berufe vorbereitet und die aufgrund ihrer besonderen soziodemographischen Herausforderungen auch besonders ausgestattet ist und mit Lehrern besetzt, die das nicht als Problem, sondern als Chance sehen, dann könnte das funktionieren.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

An Gemeinschaftsschulen kan man solche Klassen einrichten. Ab 8. Jg. Könnten due parallel laufen. Vorteil: Sie wären am selben Ort und würden eine bessere Durchlässigkeit ermöglichen als eine örtliche Segregation.
Ich habe so viele Ideen …
Ja, Zweifelnde, das alles kostet. Aber wenn wir hier nicht investieren, dann fährt Deutschland bald komplett gegen die Wand und man hätte am falschen Ende gespart.

Pälzer
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

Diese guten Hauptschulen gab es ja.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

Och nö, oder?!
Die gab es vielleicht noch vor über 30 Jahren und damals schon nur noch auf dem Land.
Aber seitdem hat sich sehr vieles verändert.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

Wo und wann?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

Ich kann bestätgen, dass Kinder am Gymnasium nicht zwingend besser werden. Es wird wenig bis nichts dafür getan, diesen Kindern zu helfen.
Geistig im Jahr 1980 verhaftet, mit einem ähnlichen Bildungsgedanken. Nicht ohne Grund merken Gymnasiast*innen (immer wieder) an, nichts für die echte Welt gelernt zu haben 🙁

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

100% „echte Welt“ gibt es in der Ausbildung.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Und die Kinder fühlen sich überhaupt nicht vorbereitet. Hier kann die Schule sich nicht gerade verschlechtern.

Aber es freut mich, dass Sie offfensichtlich dem Hauptteil meines Beitrages uneingeschränkt zustimmen

Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor

Mir tun die vielen Hausmeister leid, die dann wieder auf die Leiter müssen. Neue Schilder, neues Glück und schon wird alles besser.

Irgendwann sind die Löcher für die Schilder ausgeleiert und dann hilft nur noch ein Kleber.

Der Name außen am Gebäude ist nicht der wesentliche Punkt.

Zurück zu der Hauptschule, die noch etwas getaugt hat und die viele gute Handwerker hervorgebracht hat, kommen wir nie wieder. Die Zeiten änder sich und haben sich geändert. Das Ansehen der Volksschule wurde nach und nach in den Dreck gefahren, in dem sie heute steckt. Die Schule des Volkes ist eben keine mehr.

Ich habe mein altes Hauptschulprüfungsbuch Mathematik (Qualifizierender Hauptschulabschluss Bayern, 80er Jahr) noch. Damit könnte ich heute jede Realschlusklasse an die Wand fahren. In Vergleich zu heute ein Niveauverlust in Reinstforn: Wurzeln näherungsweise bestimmen mittels Umwandlung eines Rechtecks in ein flächengleiches Quadrat zur Ermittlung der Länge der Diagonalen. Ein einfacher Algorithmus, der heute keinem Abiturenten mehr vermittelt wird.

Katze
1 Monat zuvor

Ich habe meine alten Chemiebücher Klassen 9 und 10 (Polytechnische Oberschule DDR, 80er Jahr) noch. Damit könnte ich heute jeden Chemie-Grundkurs an die Wand fahren. Im Vergleich zu heute ein Niveauverlust in Reinstform und das MINT-Bildungsniveau weiterhin im steilen Sinkflug. 
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich k….. könnte.

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Das ist lustig. Ich hatte mal in der Schulaufgabe eine 5 in Chemie, aber nicht nur ich, die ganze Klasse.
Das Ding wurde wiederholt. Das war so eine Art TUCHEL, er wusste wie es geht, aber wir haben das nicht kapiert, die Funkstrecke stimmte nicht, wir hatten verschiedene Frequenzen.
Jahre später hatte dich die Anekdote mal mit einem Chemielehrer besprochen, hab dem gesagt was ich so noch weiß, da sagte er mir, dass ich jetzt noch mehr wüsste als die heute, da war ich beruhigt aber auch wiederum nicht.
Ja, die DDR-Bücher vom VEB-Leipzig waren gut, auch wenn ich ein Wessi bin, habe die oft und gerne benutzt

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Das klappt auch mit fast allen anderen Lehrbüchern der MINT-Fächer in anderen Klassenstufen, auch z. B. mit Mathe- und Lesebüchern der Grundschule!

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nicht nur MINT, in Geschichte, Sozialwissenschaften etc. exakt das gleiche Problem. Der Anspruch wird immer weiter und weiter gesenkt…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Stimme Letzterem zu. Es wurde durchweg nichts mehr in die Schulen investiert, während die Herausforderungen stiegen und die Ressourcen der Familien (bspw. die kostenlose Ausbeutung der Mütter) sanken.

Einerseits ist dieser Abfall gesellschaftlich und politisch nahezu einstimmig gewünscht, andererseits hält dies einzelne „gebildete“ Individuen nicht davon ab, Faschist*innen zu wählen, Panik vor Impfungen und Funkmasten zu entwickeln, allgemein Wissenschaft abzulehnen, wenn sie nicht der eigenen Meinung entspricht oder die Migration nach Deutschland zu bekämpfen, obwohl dies moralisch und wirtschaftlich Unsinn ist…

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ich fände es schön, würden wir (zur Abwechslung) mit einer Frage starten, anstatt uns von einer Antwort aus rückwärts durchzufuschen. Wir könnten sozusagen wissenschaftlich arbeiten…

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Das Abschaffen des dreigliedrigen Schulsystems sorgte dafür, dass Baden-Württemberg bei den Ländervergleichen von den vorderen Plätzen nach hinten durchgereicht wurde. Verbessert hat sich seitdem absolut nichts. Man hat ein funktionierendes Schulsystem kolossal an die Wand gefahren. Daher unterstütze ich die Forderung des Philologenverbandes, wobei das Gymnasium grundsätzlich verblieben ist wie früher. Vor allem die Realschulen wurden komplett verwässert.

Katze
1 Monat zuvor

Volle Zustimmung! Das Gymnasium wird mit stetig sinkenden Anforderungen („Abitur für alle“) die neue Realschule (Oberschule) und die Oberschule dank „Verwässerung“ die neue Hauptschule.
Alles Supi im Land der Dichter und Denker! Weiter so!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Es klingt plausibel, aber ist das der Grund? Kein Lehrkräftemangel, Lesen durch Schreiben, Kita-Mangel, Elternwahlrecht, Migration, Coronafolgen, Bildungsplan o.ä.?

Pälzer
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Es gibt so viele Ursachen, und wer immer „die eine“ festnageln will, liegt falsch.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

Wieso schreiben Sie das mir und nicht Rüdiger?

GriasDi
1 Monat zuvor

Zitat:
„Die Quote ‚ohne Hauptschulabschluss‘ kann nicht als belastbarer Indikator für schulisch erbrachte Leistungen gewertet werden“

Das mag richtig sein. Allerdings bekommt jemand, der einen Hauptschulabschluss hat aber trotzdem die Mindeststandards verfehlt sicher häufiger einen Ausbildungsplatz als jemand der keinen Hauptschulabschluss hat.
Warum wohl gibt es solche Fälle überhaupt? Weil immer häufiger die Abschlüsse „verschenkt“ werden. Wie kommt es sonst, dass die Pisa-Ergebnisse immer schlechter werden, die Abschlüsse aber immer besser?

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Habe 9 Jahre Volksschule gemacht.
Wir konnten in der 9.Klasse wählen zwischen A- und B- Kurs. Dies war in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathe.
Hinzu kam Physik-Leistungskurs, alternativ Technisches Zeichnen und Technisches Werken.
Alles hat geklappt, jeder fand eine Lehrstelle, auch wenn die Konkurrenz groß war. Wir waren die Baby-Boomer, da musste man sich behaupten.
Wir haben aber nicht über den „blöden Lehrer“ uns beschwert, sondern kaum getraut mit schlechter Note nach Hause zu kommen, wir haben gewusst, dass wir zu wenig gelernt hatten. Unsere Eltern gingen auch zu den Elternsprechstunden. Den Eltern die sich heute nicht kümmern gehört das Kindergeld weggenommen und dem Jugendamt zur Verfügung gestellt, der Reisepass sowieso GELOCHT. Dann klappt es wieder auf dem Arbeitsmarkt mit dem Nachwuchs.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

Die Rückwärtsgewandtheit des Philologenverbandes nervt.

Deutschland steht mit seinem gegliederten Schulsystem so ziemlich alleine da auf der Welt. Der Grund für die hohe Abbrecherquote liegt also ganz offensichtlich nicht im langsamen Sterben der Hauptschulen. Schüler kann man auch in einem nicht-gegliederten Schulsystem fördern.

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Da dürfen Sie nichts erwarten. Schauen Sie doch mal wie einschläfernd der Heinz-Peter M. redet.
Wenn unsere Kinder als nicht einschlafen wollten, hab ich denen ein Video von im vorgespielt, das waren die gleich weg.
Dem fehlt die Power. Wenn die Schlaftablette noch nicht erfunden wäre, er könnte das Patent darauf anmelden. Hab dem schon öfters mal geschrieben, da kommt nichts. Von der Schulbank auf die Uni, vor dort wieder zur Schule, Besoldungstabellen gesurft und den Pensionsrechner bedient

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Herr Meidinger ist schon lange kein Funktionsträger des PhV mehr, schon seit 7 Jahren nicht mehr. Aber hey, wen interessieren denn Fakten, wenn man nur man undifferenziert pöbeln kann.

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Für das, dass er gar nichts mehr zu sagen hat, redet er ziemlich viel. Hab den innerhalb der letzten 7 Jahre öfters mal im TV gesehen.

Einer
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Nicht-gegliedertes Schulsystem oder gegliedertes Schulsystem ist im Grunde völlig egal. Wichtig sind Konsequenzen! Schlechte Leistungen müssen zu schlechten Noten und zum wiederholen der Klasse führen. Schlechtes oder ungewolltes Verhalten muss zu Nachsitzen, Konferenzen und im Notfall auch zum Schulwechsel führen. Und dafür benötigen Schulen den Rückhalt der Bezirksregierung und auch der Eltern. Erziehung ist Team-Arbeit

Tigrib
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Schulwechsel wohin, Wenn es keine Schulform „darunter“ gibt und wenn nur der Elternwille zählt…

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Tigrib

? An eine andere Gemeinschaftsschule z.B. In der Stadt, wo ich arbeite, gibt es diverse.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Natürlich kann man Schüler auch in einem nicht-gegliederten Schulsystem fördern, aber es klappt ja nicht. Die Abbrecherquote ist viel zu hoch und diejenigen, die den ersten Abschluss schaffen, überstehen die Ausbildung oft nicht, weil ihnen Grundfähigkeiten fehlen. Man kann ja jeden Gegenvorschlag auf rückwärtsgewandt verteufeln und sich weiter einreden, alles wäre großartig, aber die Realität ist eine andere.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Hä?

„Natürlich kann man Schüler auch in einem nicht-gegliederten Schulsystem fördern, aber es klappt ja nicht.“

Wie denn jetzt?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Heisst: Man kann das machen, ergo: Durchführen. Ist nur hochgradig ineffizient und geht oft daneben.

Weil viele Pädagogen eine Berufskrankheit haben (passiert auch mir manchmal):
Zu glauben, dass „die“ Kinder lernen wollen.
Das ist schlicht nicht so.
Für die meisten ist Lernen eine geistige Mühe, zu der sie mit einer Kombination aus Zwang (Schulpflicht), sanftem Druck (Kobtrolle & Co., Lehrerolle) und Zuckerbrot/Peitsche („Du brauchst X, um Job Y zu bekommen“) gedrängelt werden müssen.

Daher auch so Vorstellungen wie die, dass es doch einfach klappen MUSS, wenn man Hauptschüler und Gymmis in eine Schule steckt und das Sitzenbleiben abschafft…es würde bei Menschen mit dem Habitus wirken, die eh schon intelligent plus eventuell begabt PLUS bildungsaffin sind.

Die sind aber nicht die Problemgruppe.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Ihr Horizont ist beschränkt, denn Sie sehen nur das, was Sie sehen wollen. Es gibt auch noch andere Ansätze.
Es geht nicht darum, dass alle Abitur machen sollen, vereinfacht ausgedrückt.
Aber offensichtlich haben Sie irgendwie ein Problem damit, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Kapazitäten überhaupt begegnen sollen.
Was spricht denn bitte schön dagegen, wenn alle unter einem Dach lernen? Das gibt es nämlich. Sie machen daraus automatisch immer „gemeinsam in einem Raum“ lernen.
Öffnen Sie doch endlich mal Ihren Horizont!

Einer
1 Monat zuvor

Ich weißnicht wie es in SW ist, aber hier in NRW war die Einführung der Gesamtschule auch ein großer Fehler. Das Problem der Gesamtschule ist der Umgang mit den Schülern. Versetzung spielt nur zwischen 5/6 und 9/10 eine Rolle. Zwischen 6/7, 7/8 und 8/9 wird jeder Schüler versetzt. Egal wie schlecht die Leistung ist – jeder Schüler wird in die nächste Klasse versetzt. Schlechte Leistungen haben keine Konsequenzen mehr. Die Einteilung in E jnd G-Kurse ist zu abstrakt. Besonders weil der Realsschulabschluss mit wenigen E-Kursen schon erteilt/verschenkt wird. Auf diese Weise wird den Schülern jeglicher Leistungswille und somit auch die Leistungsfähigkeit abtrainiert.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Das ist so nicht wahr. Da wird nichts abtrainiert.
Der Punkt ist, dass die Gesamtvoraussetzungen für das Erreichen des MSA bzw. den Übergang in die Oberstufe völlig sinnfrei sind. Das Problem haben wir in SH auch.
Da werden dann die Noten, die sich aus dem Arbeiten auf Realschulniveau ergeben, einfach mal ab Klasse 9 umgerechnet. Dann wird aus einer 2** (** = Realschulniveau) einfach eine 3*** (*** = Gymnasialniveau). Das ist natürlich totaler Bxxxshit, weil das nicht so einfach übertragbar ist.
Der Punkt ist, dass die Politik möglichst VIELE höhere Abschlüsse haben will. In SH ist seit inzwischen sieben Jahren Frau Prien von der CDU am Werk. Sie hätte längst etwas an dieser Praxis ändern können. Hat sie aber nicht, da bei diesem System sehr viele junge Menschen in die Oberstufe kommen. Und auch wenn sie kein Abitur schaffen, so bekommen sie bei einem bestimmten (lächerlichen!) Durchschnitt dann ganz ohne Prüfung nach 12 die Fachhochschulreife und damit die Berechtigung auf einer FH zu studieren.

Und das hat nichts mit dem System GemS oder IGS zu tun, sondern nur damit, dass Politiker*innen andere Dinge wichtig sind, als es gut für Schule und Schüler*innen wäre.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wird doch in NRW gar nicht gemacht. Es gibt G und E-Kurse. Eine drei im E-Kurs ist genau das, was ich brauche, um die Quali zu kriegen. Eine bestimmte Anzahl E-Kurs müssen aber belegt werden, um diese zu erreichen. Da ist nix mit Notenumrechnen. Tatsache ist, dass ein Großteil der E-Kurse kein Realschulnieveau mehr erreichen. Tja, dann wird die Oberstufe nicht voll und man ist auf die Realschüler angewiesen, damit diese überhaupt zustande kommt.

Die Realschüler mit Quali haben aber oft gar keine Lust darauf, sondern besiedeln die BK’s oder Gymnasien (obwohl wir eigentlich zur Gesamtschule beraten) oder gehen wieder vermehrt in die Ausbildung. Dann werden die Noten so gefaked, dass die Oberstufe voll wird. Mit Topniveau! Spricht sich natürlich bei den Eltern rum und der Teufelskreis geht weiter.

Das bestätigen mir übrigens jede Menge Gesamtschullehrer. Natürlich nicht die Ideologen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Es geht hier aber um SH!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Und mit einem Vierer-Schnitt kommt der Neuntklässler am GY doch auch in die Oberstufe. An einer RS oder einer GE hätte er mit dem Notenbild allerdings laut APO-SI keinen MSA mit FOR.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

In NRW war es bemerkenswerterweise unter G8 möglich, von der Einführungsphase in die Qualifikationsphase versetzt zu werden, ohne den MSA zu haben.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ich finde es immer wieder befremdlich, dass so viele Leute solchen Beiträgen Upvotes geben, wenn es doch total pauschale Behauptungen sind und es keinerlei Differenzierung gibt.

Mit Differenzierung habt ihr es nicht so, was? Dadurch werden solche Diskussionen komplett sinnbefreit.

SB HS Lehrääääär
1 Monat zuvor

Vielleicht brauchen wir wieder die Ausbildungsberufe für solche Schüler.

Die Schweiz macht es vor, mit 2jährigen Ausbildungen für Hilfskräfte

Helmut
1 Monat zuvor

Gibt es doch schon:
Kinderpflegerin ==> 3J, wechselt die Pampers
Kindererzieherin ==>4…5J, macht das pädagogische

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Mit Verlaub Erzieher*innen sind keinesfalls als „Hilfskräfte“ zu bezeichnen, diese Sicht verweist auf komplette Unkenntnis.

Die vierjährige (!) Ausbildung zielt auf zahlreiche Institutionen mit kaum vergleichbaren Zielgruppen von der Krippe über berufsbegleitende Jugend- und Freitzeitarbeit bis zur Arbeit mit allen Formen der Einschränkung z.B. in der Lebenshife in allen (sic!) Altersstufe, um nur einige Berufsfelder zu nennen.

Hiesige arrogant wirkende Haltung von Kolleg*innen, die offensichtlich keine Ahnung haben, ist beschämend. Leider sind Sie keine Ausnahme.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich glaube, @Helmut wollte darauf hinaus, dass die Kinderpflegerin die Hilfskraft der Erzieherin ist…

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Genauso war es gemeint und Sie haben richtig verstanden. Es gibt im Kiga nichts höheres als Erzieherin, auch die Leiterin hat Erzieherin gelernt. Uni-Studium ist da nicht, dieser Sozialberuf ist dann eher im Jugendamt.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Ja, machen Sie sich nichts aus der Anfeindung. Manche hier haben einfach Probleme mit dem Textverständnis und schießen sofort los. Ihr Beitrag war eigtl. unmissverständlich. 🙂

A.M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Leider stimmt nicht alles, was sie meinen zu wissen. In Kitas arbeiten schon seit einigen Jahren auch studierte Kitafachkräfte. Viele sind es nicht, aber die Politik hatte ja laut Lippenbekenntnissen mal vor, die Akademisierung des Berufsstandes ernsthaft anzustreben.
Und nicht jede Kitaleitung hat den Erzieherberuf gelernt. Es gibt Quereinsteiger ohne nennenswerte praktische Erfahrung im Beruf. Zum Beispiel als „übergeordnete Leitung“ für mehrere Kitas. Ein bisschen BWLer-Mentalität als „frischer Wind“ mit Vor- und Nachteilen. Merke: Erzieherinnen sind so rar, dass sie möglichst im Gruppendienst eingesetzt werden sollten.

A.M.
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Schlimm, dass er das wollte und so wenig von der Aufbruchstimmung im Beruf mitbekommen hat. Es gibt zahlreiche „Kitafachkräfteverbände“. Dort werden KinderpflegerInnen ebenso aufgenommen wie ErzieherInnen und studierte Fachkräfte.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  A.M.

Ändert nichts an der Ausgangsaussage.

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Sie haben den Unterschied und in der Folge die Hierarchie nicht erkannt. Es ist doch auch gut, das es die Pflegerin gibt, die war eben nicht so schlau, hatte weniger Geld, weniger Zeit, hat selbst vielleicht ein Kind bekommen und wollte doch einen Erziehungsberuf erlernen, da hat doch Pflegerin gut gepasst.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Wie gut auch, dass es hier so weise Männer gibt, die schier unermüdlich Aufklärung betreiben müssen.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Können Sie Ihrem unverhohlenen Sexismus hier nicht einmal Einhalt gebieten?

Ob Ihnen ein Mann oder eine Frau auf die Sprünge hilft, wenn Sie wieder einmal falsch liegen, dürfte doch wirklich egal sein. Bemühen Sie sich einfach etwas mehr, Ihr Ggü. zu verstehen.
Dieser spezielle Verteidigungsreflex, um von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken, statt einen Fehler einzuräumen, ist peinlich und geziemt sich nicht für jmd., die ja auch männliche Schüler unterrichtet.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Ihr Beitrag ist dann aber genauso peinlich.
Ach, ich vergaß, Sie sind ja ein Mann. Und Männer sind ja bekanntlich nie peinlich.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie finden die Kritik an (immer wieder hier demonstriertem) Sexismus also „peinlich“? Aber natürlich solidarisieren Sie sich mit dem Sexismus Ihrer Kollegin, wiederholen Sie ja diesen Sexismus selbst. *lol* Kann man sich echt nicht ausdenken, aber ist ja auch nicht neu, gell?! Und andernorts die Demokratin mimen. Ja, peinlich. Bestenfalls… und im klaren Konflikt mit einer Geisteshaltung, wie Sie Ihr Amtseid eigtl. voraussetzt (s. Art 3 GG).

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Schreibt der Meister des Mansplainings.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

WOW!
Wie schlagfertig, resolut, aufgeklärt, emanzipiert, integer, redlich, tough – nicht. Auf die Demonstration Ihres Sexismus denselben wiederholen. Negativster Klischeefeminismus der misandrischen Variante der 3. Welle.

Merken Sie nicht selber, wie blöd (und sexistisch) Ihre Erwiderung insg. und auch noch speziell in dem Kontext ist? 🙂

Damit war es das dann aber auch von meiner Seite, bevor noch mehr weinerliches ‚aber, aber, aaaber die Määänner […]!‘ kommt. ^^

A.M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

In guten Kindergarten hat man meist eine flache Hierarchie. Kinderpflegerinnen werden als Kolleginnen und nicht als Hilfskräfte gesehen und sie und ebenso die Erzieherinnen wechseln gleichermaßen die Windeln. Das liegt auch am „Bezugserziehersystem“, nach dem stets eine Betreuerin bevorzugt für ein Kind zuständig ist. Dass dies in der Praxis nicht immer sklavisch eingehalten wird, ist sinnvoll. Aber es ist ganz bestimmt nicht so, als hätten Kinderpflegerinnen „den Scheißjob“.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Stimme dem zu. War die Hauptschule zuletzt so viel mehr praxisorientiert?
Sehe da weniger die Notwendigkeit nach älteren Schulformen als die angemessene Ausrichtung der bestehenden. Aber kostet wahrscheinlich Geld oder so…

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Leute, die zurück zur HS wollen, vergessen immer, dass dann dort massiv in Personal investiert werden muss, was auch kostet.
Besser ist ein System, wo alle unter einem Dach lernen und die Durchlässigkeit immer gegeben ist. Da kann man dann ab der 8. Jahrgangsstufe besondere Klassen einrichten, aus denen dann Kids, die sich super entwickeln, auch wieder zurückwechseln können.

Ich habe leider immer wieder den Eindruck, dass es den HS-Verfechter*innen, um etwas anderes geht als bessere Chancen für unterprivilegierte Kids.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Vielleicht der Wunsch nach einer Schule, die nicht auf unterpreveligierte Kids aus ist?

Ich frage mich, wie viele Akademiker*innen einsehen, dass ihr Kind an einer HS oder so besser lernen könnte…

Dejott
1 Monat zuvor

Das dreigliedrige Schulsystem hat sich ja weder bewährt, noch haben die Philologen jemals etwas mit den Hauptschülern und Hauptschülerinnen zu tun.
Und es gibt ja Gründe, warum die reinen Hauptschulen als Schulform mehr oder weniger ausgedient haben.
Mein Vorschlag: die Philologen unterrichten erstmal 3 Jahre an der Hauptschule, die sie sich so sehr wünschen und äußern sich dann.
Reine Hauptschulen funktionieren deshalb nicht, weil man massive Probleme in einer einzigen Schulform bündelt. In unserer Zeit würden dann Schulen entstehen, in denen so gut wie gar nichts mehr geht. Mit Problemen so massiv, dass sie niemand mehr auffangen kann.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott
Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

in Bayern hat es schon immer funktioniert, deshalb bleibt es wie es ist: „Never change a running system“.

Kognitive Dissonanz
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Nein, auch Bayern liegt nicht an der Spitze, sondern hinter Ländern mit nicht-gegliederten Schulformen (s. PISA). Wenn Sie das mit „funktionieren“ meinen, haben Sie natürlich Recht.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Derzeit – ich habe dierkt diverse Klassen vor Augen – werden massivste Probleme in diesen jeweils vier Wänden gebündelt.

Warum müssen das a l l e durchstehen (oder untergehen)?

Viele Kids sind oder werden krank, weil sie sich nicht behaupten können, als Opfer auserkoren sind….

Aber gut so – es trifft die FöS, ESAs, MSAler und die AHRler….. Chancengleichheit?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Das Problem wird nicht behoben, indem man schwierige Fälle in einer besonderen Schule einpfercht.
Kleinere Systeme mit allen unter einem Dach und mit viel Schulsozialarbeit. DK – ein Traum.

Lisa
1 Monat zuvor

Nun ja, wenn man vom Gymnasium in der Neunten abgeht, wird einem der Hauptschulabschluss automatisch zuerkannt, ohne Prüfung. Evtl. Ein gangbarer Weg? Früher gab es auch keine Abschlussprüfung in der Hauptschule, nach der Anzahl der Jahre war es das.
Und Deutschland hat die letzten Jahre sehr viele Jugendliche aus dem Ausland aufgenommen, eine Mehrheit davon aus prekären Verhältnissen. Meine Erfahrung ist, dass diese Jugendlichen nicht so Recht in unser Schulsystem passen, sie sind keine Schüler mehr sondern eher Menschen, die sehr früh erwachsen werden mussten. Für sie müsste man andere Lernstrukturen schaffen, evtl.schon arbeitsbegleitend. Denn die Wahrheit ist, dass diese keine Ausbildung im herkömmlichen Sinn machen. Sie lassen sich auf dem prekären Arbeitsmarkt an lernen ( und auch diese Leute brauchen wir, so ist es ja nicht) Doch ein System neu denken, kostet vor allen Dingen Geld, was für Bildung nicht da ist.

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

die können wir ganz einfach nicht umformen, nicht ausbilden, nicht gebrauchen

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Ich dachte eher an die Paolo Freire Erwachsenenpädagogik.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

@Helmut
Bitte begründen!

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

kann das begründen.
@Lisa schrieb: „…viele Jugendliche aus dem Ausland…“.
Die kommen also nicht aus Frankreich, Österreich oder Schweiz.
Die haben eine andere Wertegesellschaft, das ist der Grund.
Es ist müßig das ändern zu wollen. Die haben sich lediglich verlaufen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Ich möchte doch wieder „Daumen runter“ zurück. Eben für solche Fälle wue Sie es sind.

Dejott
1 Monat zuvor

Die Maxime des Philologenverbandes lautet ohnehin: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.
Pädagogisch kann ich diesen Verband nicht ernst nehmen.

A.J. Wiedenhammer
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Hören Sie doch allmählich auf, anderen immer die Bezeichnung „Schmuddelkinder“ in den Mund zu legen. Oder meinen Sie, eine nur oft genug wiederholte Unterstellung wird so auf wundersame Weise irgendwie wahrer?

Dejott
1 Monat zuvor

Warum? Der Philologenverband hat ja auch auf jedes Problem die gleiche Lösung: Möglichst früh sieben, dann trennen und in 3 Schulformen untergliedern. Wobei man sich mit den unteren zwei Dritteln am liebsten nicht befassen würde.

Pälzer
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Der Realschullehrerverband hat die selben Überzeugungen. Und die Hauptschullehrer, die ich kenne, finden die getrennten Schulen auch ok.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälzer

Die Sie kennen. Alle, die ich kenne nicht.
Aber natürlich haben nur Sie recht.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Er hat aber recht. Wozu sollen denn leistungsschwächere Kids sonst auf Schulen gehen, so dass sie räumlich getrennt sind?
Warum sollten denn nicht alle Kids in einem Gebäude untergebracht lernen können und Kooperationen möglich sein?
Sehen Sie?

Helmut
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

das trifft voll zu, wenn man mit Lehrern spricht, dann kommt immer die Empfehlung, Quali und Beruf, aber die eigenen müssen unbedingt studieren

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Helmut

Weil es halt schlicht logisch ist, für seine eigenen Kinder das Beste zu wollen.
Und nicht das „Richtige“ für das Gemeinwohl.

Genau darum sollten Eltern da auch schlicht kein Mitsprachrerecht haben.

Hans Malz
1 Monat zuvor

In NRW gibt es noch Hauptschulen, teilweise werden sie auch wieder neu aufgebaut. Dort wird hervorragende Arbeit geleistet und es gibt mehr Ressourcen, so dass die Schüler auch gut gefördert werden (kleinere Klassen, Klassenlehrer gibt die meisten Fächer und ist so Bezugsperson etc.) Ich kenne sehr viele Hauptschullehrer, die gerne an dieser Schulform unterrichten. Natürlich ist man da auch mehr Sozialarbeiter. Ich rede übrigens nicht vom platten Land, sonder von einer Großstadt mit massiven sozialen Problemen.

Mit einer guten Durchlässigkeit zwischen den Schulformen (z.B. Schulverbund) kann man den Schülern besser gerecht werden, als in den riesigen Gesamtschulen. Die persönliche Ebene funktioniert einfach besser.

Es liegt natürlich nicht nur an der Schulform oder der Dreigliedrigkeit, aber solange das Gymnasium noch weiter existiert (und das wird ja wohl so bleiben), gibt es sowieso keine „echten“ Gesamtschulen. Zumindest nicht in einem wirtschaftsschwachen Raum, wie unserem.

GS in SH
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

An einer Hauptschule ist auch ein Hauptschüler Klassenbester.
Das ist auf jeden Fall eine bessere Motivation als immer nur im unteren Bereich zu sein.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  GS in SH

An einer GemS in SH können auch ein schwächere Schüler*innen in ihren jeweiligen Kursen die Besten sein!
Sie vergessen immer wieder, dass es nicht nur binnendifferenzierende GemS und IGS gibt!
Und tatsächlich ist hier der Aufhänger ja Schleswig-Holstein.

Mich nervt an diesen Diskussionen immer wieder, dass die Gegner*innen dieser integrativen Systeme polarisieren, indem sie wichtige Gesichtspunkte einfach komplett ignorieren.

Zu SH: GemS ohne Oberstufe in Städten werden von der Politik sträflichst vernachlässigt, wenn sie denn nicht als sog. „Perspektiveschulen“ eingestuft sind. Nur dann erhalten sie zusätzliche Mittel, um Schüler*innen besser versorgen zu können. Dadurch ist dieser Schultyp bei Eltern, die mehr für ihr Kind wollen, nicht besonders attraktiv. Aber diese Eltern würden ihr Kind niemals!!! an eine HS schicken, wenn die wieder eingeführt würde.

Einer
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich kenne in unserer Umgebung keine einzige HS mehr.
Dort wurde wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Das Leistungsniveau nach Klasse 10 war wesentlich höher als das Niveau der GS nach Klasse 10.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ja, ja, früher war alles besser. Wissen wir.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Gesamtschule in der Nachbargemeinde trauert auf jeden Fall den beiden Hauptschulen nach. Die sehen jetzt, dass es nicht funktioniert. Die Schönwetterpädagogen, die sich dafür eingesetzt haben, sind übrigens alle weg. Rette sich wer kann. Das waren auch die, die den Lehren an den Haupt- und Realschulen immer unterstellt haben, sie könnten nichts und sollten mal bei ihnen Fortbildungen besuchen.

In unserem Kreis gibt es noch Hauptschulen. Die Kollegen arbeiten da sehr gerne und wir sind eben in einem Verbund (GY, RS, HS) mit regem Austausch. Ja, in getrennten Gebäuden, aber durchlässig und mit gebündelter Kompetenz in den jeweiligen Gebäuden.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Schleswig-Holstein, Gemeinschaftsschule?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ein Blick in andere Bundesländer hilft aber eben auch weiter. Die Abschaffung der Hautpschulen war ja nicht nur in SH schlecht.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

? In SH war sie richtig!

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Auch in NRW ist die Hauptschule am absterben. Bin seit 26 Jahren dabei, das große Hauptschulsterben liegt 12 Jahre zurück. Die die noch übriggeblieben sind sind ein Sammelbecken für alles was die Realschulen und Gymnasien so schmeißen. 2 5er, 2 6er, 5 7er usw. Ich arbeite gerne da, aber irgendwelche Probleme lösen wird die Hauptschule nicht. Und wir werden in ein paar Jahren (genauso wie die Förderschulen) nur noch einer Handvoll 10er pro Jahrgang einen Abschluss geben können.

Helmut
1 Monat zuvor

Das ist alles zu verspielt, bringt zu viel Zusatzprobleme, die keiner vor Ort lösen kann.
Früher war Tafel und kreide, der Lehrer hat dazu geredet, der Schüler konnte synchron alles mitverfolgen und abschreiben.
Heute ist das Ziel möglichst viel Schnickschnack daheim produzieren und den Schülern im Galopp zu präsentieren, das ist wie mit den prall gefüllten Bücherregalen in Kanzleien und Arztpraxen, keines gelesen, vom Opa geerbt. Es dient nur der Einschüchterung und Pseudorespektabpressung.
Ein Kompromiss wäre ideal.
Das Zeug daheim auf dem eigenen PC erstellen, auf dem Stick mitbringen, reinstecken, präsentieren. Den Schülern per Email zusenden, weil ja der Zugriff auf das Laufwerk des Lehrers wohl auch nicht bei jedem klappt, auch nicht auf dem Schulserver.
Dann gäbe es keinen Frust und alles klappt. Ein paar bunte Bilder und in Mathe die Sinuskurve vom PC erstell, die ja auch nicht jeder Lehrer richtig im Koordinatensystem platzieren kann.

Folko Menpiepe
1 Monat zuvor

Wenn man das gegliederte Schulsystem aufgeben würde, wie hier von manchen gefordert, dann würde davon insb. eine Schulform profitieren, nämlich die Privatschulen.

Und wie ich die KuK kenne, wären sie die ersten, die ihre Kinder (noch mehr als bisher) zu den Privaten schicken würden…

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

Dann sollte man einfach die Anzahl der Privatschulen beschränken. Einfacher geht es ja nun wirklich nicht.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

Selbstverständlich.

Denn niemand ist als Privatperson verpflichtet, seine Kinder zu opfern.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Wie gut, dass der Staat so etwas regeln darf!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie gut, dass es der Staat regelt – sonst gilt entweder das Faustrecht oder das größere Geldbeutelchen.

Hesse
1 Monat zuvor

Nicht die Wiedereinführung der Hauptschule rettet das deutsche Bildungssystem, sondern eher die Abschaffung des Gymnasiums von 5 – 10 als überholtes Relikt aus vergangenen Zeiten. Besonders bestürzend ist doch, dass die Gymnasiasten bei PISA 23 besonders schlecht abgeschnitten haben. 10 % beherrschen in Klasse 9 nur unzureichend die Grundrechenarten. Prof. Olaf Köller, der frühere Pisa-Studien in Deutschland geleitet hat, schreibt dazu: „Das Gymnasium kann sich nicht damit herausreden, dass die falschen Schüler kommen. Es liegt an der Unterrichtsqualität.“ Der Arbeitgeberpräsident Dr. Rainer Dulger fordert am 05. Dezember 2023 in einem Beitrag einen revolutionären Neuanfang in unserem Bildungswesen: „…der Ganztag (sollte) an Schulen gezielt zur individuellen Förderung genutzt werden.“ Ganztagsschulen haben das Potential, einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Bildungsmisere zu leisten. Eine Schule für Alle bis Klasse 10 in ganztägiger Form mit einem entsprechenden Fördersystem ist zukunftsweisend. Das kleine Estland macht es vor. PISA hat es deutlich gezeigt. Unterricht i.d.R. bis 16.00 Uhr und gemeinsames Lernen aller Schülerinnen und Schüler bis Klasse 9.       

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Hesse

Das Gymnasium kann sich nicht damit herausreden, dass die falschen Schüler kommen. Es liegt an der Unterrichtsqualität.“
Doch. Exakt das. Wenn nicht Leistungen über die Aufnahme am Gymnasium entscheiden, sondern einzig der Elternwille, dann ist ja logisch, dass M Gymnasium die Lerngruppen extrem heterogen werden und nicht mehr ausschl. die ‚Leistungselite‘ vor Ort ist, sondern ein Querschnitt durch die Gesamtgesellschaft; gem. Normalverteilung und dem Umstand, dass vielleicht ca. 1/5 bis 1/4 die tatsächliche Eignung für das Gymnasium (das den Namen auch verdient) haben, hat die Gesamtleistung massiv abgenommen.
Hinzu kommt, dass nicht der Trickle-Down-Effekt wirkt, sondern dessen Gegenteil, was in Lerngruppen, in denen die entsprechend „Leistungsschwächeren“ und die ohne das korrekte Mindset dominieren, besonders fatal ist. Die ohnehin überfüllten Klassen potenzieren das Problem noch, zusätzlich die systematische Überlastung der Lehrer und die von den Dienstherren zu verantwortenden Niveaureduktionen insg. – „falsche Schüler“ und suboptimale „Unterrichtsqualität“ gehen Hand in Hand und zeitigen i.V.m. den sonstigen Rahmenbedingungen entsprechenden Leistungsverfall.

Der Ganztag wird es nicht retten.
Die Einheitsschule auch nicht.
Eher im Gegenteil…

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Volle Zustimmung!
Die von den Dienstherren zu verantwortenden Niveaureduktionen frustrieren und belasten (deprimieren) viele Lehrkräfte, welche einst angetreten sind, um im gymnasialen Bildungsgang SuS zu einer Studierbefähigung (Hochschulreife) zu führen.
Zunehmend wird das Abiturzeugnis nur noch Studierberechtigung und hinsichtlich von Wissen und Können ein ungedeckter Scheck.

Schuld ist eine populistisch-gefällige Bildungspolitik, die Deutschlands Zukunft verspielt.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Hier sind die Eltern/Sorgeberechtigten zunehmend gefragt. Wer seine Kinder aufs Gymnasium bringt und deren Bildung allein der Schule überlässt, der/die hat es nicht kapiert.

Folko Menpiepe
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Das Perverse dabei ist ja, dass nicht nur ein immer größerer Anteil eines Jahrgangs zum Gymnasium geht, sondern das gleichzeitig auch die Durchschnittsnoten im Abitur besser geworden sind — finde den Fehler!

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Folko Menpiepe

Der Fehler liegt im Gesellschaftlichen.

Siehe oben.

Wenn alle GLEICH sind, dann KANN es ja nur die Schuld von Schule, Lehrern, den bösen Noten, Sitzenbleiben usw. sein, dass nicht alle 1,0-Abi und CEO-Posten haben.

Uwe
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Schuld sind eher die drögen Gymnasiallehrer*innen die sich immer mit der Unfähigkeit ihrer Schüler*innen herausreden anstatt mal anzufangen sich den Bedingungen anzupassen und ihre Unterrichtsqualität zu verbessern. Die ist nämlich wirklich haarsträubend schlecht.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Dagegen ist die Unterrichtsqualität aller Gesamtschullehrer überirdisch gut. Nach dem Referendariat muss da, mit der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag, irgendwas misteriöses mit den Menschen passieren.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

An der HS gibt es keine Lehrkräfte mit Lehrbefähigung SekI+II. An der GE schon, und so kommen auch viele 5-. bis 10.-Klässler in den Genuss von Unterricht von Lehrkräften mit dieser Lehrbefähigung.

Außer in den letzten drei Schuljahren waren meine Co-KL immer solche mit lehrbefähigung für SekI+II.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Blablablaaa, Bla, Bla, Blaaa!
*lol*

Genau! Passt euch gefälligst an, statt Leistung einzufordern und eure Sozialisations-, Eeziehungs- und Bildungsfunktion wahrzunehmen.

^^

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

!!!
Kein Wikipediaeintrag? Keine zwanzigzeilige, inhaltsleere Antwort?
Ich bin begeistert 😀

KeinenMeinung zum Inhalt der Meldung 😛

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich zitiere Wikipedia i.d.R. selten… aber ja, ich verfasse meine Kommentare oftmals quasi i.S.e. kategorischen Imperativs der Leserkommentare, so dass man Sie 1:1 als Enzyklopädieeinträge nutzen könnte (falls Sie das meinten). Danke für das Kompliment. Bedauerlich aber, dass Sie Ihr allg. Unverständnis hier konsequent mit einer vermeintl. Inhaltsleere meiner Beiträge verwechseln. Liegt ja auch nicht im Auge des Betrachters. Das diesbzgl. Problem liegt (auch hier wieder) einseitig Ihrerseits. Wie wäre es mal Ihrerseits ohne rote Herringe? Danke.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Welchen Bedingungen – Weichbodenmathe, Stoffreduzierdidaktik, Zuckernoten bei minimalsten Ansprüchen, weitere Niveauabsenkung?
Hilft sicher die Studierfähigkeit unserer leistungs- und anstrengungsbereiten SuS zu optimieren.
Oder ist Studierfähigkeit nicht mehr das Ziel eines gymnasialen Bildungsgangs? Fachkräftemangel im MINT-Bereich ???
Dann hätte ich meine Anpassungsrichtlinien gern als schriftliche Dienstanweisung.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Uwe

Die drögen Gymnasiallehrer*innen haben an dieser Stelle geantwortet.
Der Kommentar wurde leider nicht veröffentlicht.

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Sie werden den Elternwillen aber nicht brechen. Mit der Einführung von G9 wird die Hemmschwelle niedriger, frei nach dem Motto: „Na dann schafft das mein Kind auch“.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Hesse

Wenn ich das lese, frage ich mich aber schon, wie es Schüler in die 9. Klasse Gymnasium schaffen sollen, die angeblich selbst die Grundrechenarten nur unzureichend beherrschen. Rechnen lernte man zu meiner Schulzeit noch in der Grundschule und wer das nicht konnte, wäre damals gar nicht erst zum Besuch des Gymnasiums zugelassen worden. Dass Schüler an Gymnasien besonders schlecht abgeschnitten hätten, ist m.M. auch ziemlich speziell interpretiert. Meinen Informatinen nach betrug der Anteil der z.B. in Mathe die Mindestandards verfehlte an Gymnasien ca. 4%, an anderen Schularten bis zu 40%.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Das schaffen die, weil:
1. Durchwinken = bequemer Tag, Lob & Liebesblicke vom SL, SuS und Eltern happy
2. Anspruch stellen = Feindbild, Knüppelkurse, schlechter Stundenplan

Wie bestellt, so geliefert.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Volle Zustimmung.- leider die Realität!