Eltern wollten Schmerzensgeld nach Covid-Infektion ihres Kindes in der Schule: Abgewiesen

52

DÜSSELDORF. Ein anderslautendes Urteil hätte eine Lawine auslösen können: Insgesamt 19.000 Euro Schmerzensgeld forderten Eltern nach der Corona-Infektion der ganzen Familie vom Land. Das Landgericht Düsseldorf ließ die Kläger aber abblitzen.

Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen sind in den Schulgesetzen der Länder geregelt. Foto: Shutterstock
Das Gericht hat geurteilt. Foto: Shutterstock

Das Land NRW muss einer Familie kein Schmerzensgeld in Höhe von 19.000 Euro zahlen, weil sich eines der Kinder in der Schule bei einer Mitschülerin mit Covid angesteckt und die Familie infiziert hat. Das hat das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch entschieden und eine Zivilklage gegen das Land als unbegründet abgewiesen. Geklagt hatten die Eltern eines Mädchens aus Willich im Kreis Viersen. Sie werfen der Schule schwere Versäumnisse und damit eine Amtspflichtverletzung vor.

Die Eltern meinen, dass sich ihre damals elfjährige Tochter im April 2021 nur deshalb mit dem Corona-Virus infizieren konnte, weil eine offenbar erkrankte Klassenkameradin – trotz angeblich sichtbarer Symptome  – von der Schulleitung nicht rechtzeitig nach Hause geschickt worden sei.

Danach waren die Elfjährige, der ältere Bruder und die Eltern mit dem Covid-19-Virus infiziert worden. Nach eigener Schilderung musste die Familie fast vier Wochen in Quarantäne verbringen. Für die Kinder wurden jeweils 3000 Euro Schmerzensgeld, 7000 Euro für die Mutter und 6000 Euro für den Vater gefordert.

Das Land NRW hatte Versäumnisse der Schule oder Fehler der Lehrer bestritten. So sei damals die erkrankte Schülerin nach einem positiven Test sofort nach Hause geschickt worden. Zudem sei ungeklärt, ob diese Schülerin damals die Tochter der klagenden Eltern überhaupt infiziert habe. Unklar sei auch, ob sich die Familie überhaupt bei der eigenen Tochter angesteckt habe. Das Landgericht teilte diese Sicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. News4teachers / mit Material der dpa

RKI-Daten: Infektionen unter Kindern und Jugendlichen steigen drastisch – GEW: „Schulen und Kitas werden zu Pandemie-Treibern!“

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

52 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Lisa
2 Monate zuvor

Ich weiß, aus eigener Erfahrung, dass Kinder mit schwerbehinderten Elternteilen oder Geschwistern teilweise in Todesangst lebten, als die Schulpflicht wieder einsetzte. In dem Fall im Artikel kam keiner zu Tode und die Eltern hatten zuvor nicht mit der Schulleitung gesprochen, um das Kind zu suspendieren ; wer weiß, wie das Urteil sonst ausgefallen wäre.

Humanist
2 Monate zuvor

Eine Virus-Infektion gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, deswegen das Land zu verklagen halte ich für absurd. Hätten sie das Land allerdings wegen der völlig übergriffigen, im Gesamtkontext wirkungslosen und deshalb unnötigen Quarantäne-Regelung verklagt, könnte ich das nachvollziehen.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Schon interessant, ein Virus ist also immer Lebensrisiko und Quarantäne übergriffig. Warum gibt es dann noch Betretungsverbote bei anderen Viren. Sorry, soziales Verhalten bedeutet auch Schutz der Anderen.

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Lassen Sie mich das spezifizieren: eine Virus-Infektion mit einem Corona-Virus gehört zum allgemeinen Lebensrisiko.

A.M.
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Jetzt würde ich dies auch bejahen, aber für etliche Menschen hätte ich es angebracht gefunden, wenn ihnen aufgrund eines begründeten und triftigen Anliegens das Fernbleiben von der Schule gestattet worden wäre.

Rückblickend passt doch einiges nicht zusammen. Einerseits wurde von der Politik eine Panik verbreitet, aber dann wurde den Bürgern nicht die entsprechende Angst zugestanden.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

„im Gesamtkontext wirkungslosen und deshalb unnötigen Quarantäne-Regelung“ – Da ist es ja doch noch! Ich dachte schon, die Idee wäre durch die vermiedene Triage aussortiert worden und elendiglich verendet.

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Quasi jeder in Deutschland war mindestens einmal infiziert. Inwiefern war die Quarantäne also nicht wirkungslos?

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Aber z.B. nicht alle, als sie noch ohne Impfschutz waren.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Prima, also nochmal … die Quarantäne kann bei einer Infektionskrankheit auf dem Level einer Pandemie nicht mehr die Übertragung stoppen, aber verlangsamen und die krassesten Spitzen abflachen (flatten the curve, man erinnert sich daran, ja?).
Es war eben daher nicht jeder gleichzeitig krank und somit das med. System quasi nie soweit überlaufen, dass die Triage nötig wurde oder das gesellschaftliche Versorgungssystem nie soweit ausgedünnt, dass es zu echten Aussetzern bei Nahrung, Energie, Wasser o.ä. kam … ich erklär es aber gerne noch tausend mal.

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ausbrüche verlaufen in Wellen und regional. Das ist die Natur von Epidemien. „Jeder gleichzeitig krank“ kommt einfach nicht vor, Quarantäne hin oder her.

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Wirklich Strenge!!! Quarantäne kann Ihre Wellen deutlich verlangsamen, virussurfen ist nicht mehr drin, genauso werden Mutationen weniger.
Unser eigentliches Glück war, dass sich nicht eine gefährlichere entwickelte, die eine wirkliche Quarantäne, s. Ebola erfordert hätte und vlt erfordern wird.
Die “ Natur von Epidemien “ ( Ihr Lehrbuch würde mich interessieren ) lässt jedenfalls zu, dass am gleichen Ort zur gleichen Zeit nahezu alle erkranken.
Viren richten sich nicht nach Ihren Wünschen.

Danke@ Dil !

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Am gleichen Ort zur gleichen Zeit nahezu alle ist ja nun etwas völlig anderes, als jeder gleichzeitig. Und Mutationen bzw die dominante Mutante konvergieren hin zu hoher Virilität bei geringer Lethalität. Und Ihr Lehrbuch würde mich interessieren, das aussagt, dass ein Coronavirus irgendwie die Gefährlichkeit von Ebola erreichen kann. Auch ihre Wünsche und vor allem Ängste sind Viren gottlob auch egal.

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wo bitte habe ich denn die Gefährlichkeit der Seuche angezweifelt? Ich habe lediglich die Wirksamkeit und damit Eignung und Angemessenheit der Quarantäne in Frage gestellt. Außerdem habe ich den komplett absurden Vergleich zu Ebola abgelehnt, was angesichts von Letalitätszahlen von ca. 0,5% (Covid) zu bis zu 90% (Ebola) keiner weiteren Erläuterung bedarf.

Uwe
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Covid hat eine Letalität von 1,1%. Ziemlich irrsinnig die gefährlichste Krankheit überhaupt zum Maßstab zu nehmen ich schlag da eine andere vor: Polio: 2%

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Wegen diverser Einschränkungen damals wird noch heute laut lamentiert.
Die 150.000 Menschen, die an an/mit Corona ihr Leben lassen mussten – schwupps, vergessen…
Ein „Vogelschiss“ vermutlich…

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

“ die eine wirkliche Quarantäne, s. Ebola erfordert hätte “ schrieb ich.
Was Sie alles heraus- oder auch hineinlesen – äußerst erstaunlich und schlüssig aussagekräftig.
Nehmen Sie doch einfach meine Aussage wie sie ist : Mit Ebola wäre wirkliche!! Quarantäne nötig gewesen.

Danke @ Redaktion; derzeit sind die “ war- alles-falsch- Schreier “ wieder sehr laut, obwohl nach wie vor viel Fakten über covid im Hypothesestadium stecken.
Drum, danke für Ihren Einwurf.
Manchmal denke ich, wie viel Tote müssen es sein? dass manche umdenken.

Bla
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Oder wie der schwarze Tod … Nur eben „neuzeitlicher“

Tim Bullerbü
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Der Geschichtslehrer möchte gerne anmerken, dass das Quatsch ist.
Pest, Spanische Grippe,…

Küstenfuchs
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Weil es einen Unterschied in der Chance auf einen milden Krankheitsverlauf macht, ob man vorher ein paar Mal geimpft wurde oder nicht. Demnach war eine Quarantäne in 2020 eher sinnvoll, 2022 sicher nicht.

Petra
2 Monate zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Jedenfalls wurde ein milder Krankheitsverlauf behauptet, nachdem nicht mehr zu leugnen war, dass Impfungen keineswegs vor Ansteckung schützen.
Ich frage mich inzwischen, was überhaupt noch zu glauben ist von dem, was damals alles behauptet wurde und ob nicht jenen Virologen und Demonstranten viel Unrecht geschah, die vor zu viel Angstmacherei mit entsprechenden Schulschließungen und Bewegungsverboten warnten.
Heute nimmt das Virus kaum jemand mehr ernst. Wer lässt sich überhaupt noch impfen? Die vielen Impfstellen sind längst geschlossen und millionenfache Impfdosen mussten wegen ihres Verfalldatums auf den Müll geschmissen werden.
Kann ein vor wenigen Jahren angeblich so lebengefährliches Virus in kürzester Zeit zu relativer Harmlosigkeit mutieren? Ich kann mir das nicht vorstellen. Darum finde ich nicht in Ordnung, was vor ca. 4 Jahren alles behauptet wurde und weswegen Kritiker übel beschimpft wurden.

Dirk Z
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich finde es jetzt besonders wichtig genau aufzuarbeiten was wirklich geholfen hat und was nicht. Sonst wird es bei der nächsten Pandemie wie immer sie auch aussieht keine Akzeptanz und Rückhalt mehr für Gegenmassnahmen geben. Insbesondere bei Kritiken gegen die Massnhamen gibt es zwei Gruppen- die berühmten Schwurbler deren Argumente heute teilweise immer noch harnebüchen sind und die derjenigen, die sachlich argumentieren basierend auf Erkenntnissen und noch weitere Aspekte wie Nebeneffekte von Massnahmen mit berücksichtigt haben. Eins ist mir klar geworden: Eine bestimmte Schutzmassnahme kann eine Wirkung entfalten, die allerdings durch die praktische Handhabung keine Effizienz erreicht auch wenn man formal und gesetzlich sie nach Definitionen und Vorgaben korrekt angewendet hat.

Tim Bullerbü
2 Monate zuvor
Antwortet  Petra

Hier! Ich!!! Ich nehme das ernst!
Weil es mich 5 Wochen komplett zerlegt hatte und die Entzündungswellen nur so durch meinen gesunden und sportlichen Körper gefegt sind.
Geblieben sind Gedächtnisprobleme.
Wünsche ich keinem.

MINT- Lehrer
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Ich war nicht infiziert und werde nicht der einzige sein, auf den das zutrifft.

Mary-Ellen
2 Monate zuvor
Antwortet  MINT- Lehrer

Stimmt. Ich auch nicht.

Canishine
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Gab es da nicht ähnlich erfolglose Klage?

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Canishine
Minna
2 Monate zuvor

Die aktuelle Coronapolitik ist total irrational. Britta Domke hat es sachlich, aufgeräumt und unaufgeregt auf den Punkt gebracht:

https://www.manager-magazin.de/hbm/long-covid-and-the-economy-there-is-money-in-prevention-a-54022db9-428f-41d7-b71c-3f9befa58b0e

Auf Deutsch gibt es den Artikel nur hinter Bezahlwänden (auch im Spiegel).

Die vielfältigen Folgen von Covid belasten die Gesellschaft zunehmend. Sie sollte sich fragen, warum immer noch Bots und Astroturfingkampagnen Masken verteufeln, Lockdowns von anno dazumal bemühen, Corona verharmlosen (SARS-CoV-2!), Long Covid leugnen. Politiker haben Angst vor Haftungsklagen, die rechte Ecke möchte Krankheit, Chaos und Spaltung.

Covid-19 schädigt die Organe, gerade auch das Herz, schwächt das Immunsystem, begünstigt Krebs, schädigt den Frontallappen, zerstört Dopaminzellen … und das alles auch ohne Long-Covid-Fatigue.

Deshalb schien irgendwann die flächendeckende Durchseuchung (nebst unbegründeter Hoffnung auf Bevölkerungsimmunität) so attraktiv. Das Einklagen von Raumluftstandards sollte allerdings auch in Deutschland geprüft werden. Luftreiniger können nachweislich die Virenlast erheblich verringern. Bei Malaria gibt es schließlich auch Mückennetze.

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Minna

„nebst unbegründeter Hoffnung auf Bevölkerungsimmunität“

Meines Wissens begründet man das Ende der Pandemie / Reduktion schwerer Verläufe mit der Bevölkerungsimmunität, welche maßgeblich auf die Impfung + Infektion zurückzuführen ist / sind. Wohingegen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion dadurch kaum / nicht gesenkt wurde.

Speziell diese Ihrer Aussagen sollten Sie daher gerne einmal mit entsprechenden Quellen belegen.

Insgesamt erschließt sich mir der Inhalt Ihres Beitrags nicht vollumfänglich.

Was ist genau ist Ihr Punkt bzw. welche Politik schlagen Sie vor?

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

@ Minnas Text ist gut verständlich.
Allerdings wie in der Schule: Wenn die Bereitschaft nicht da ist……..

Kleine Hilfestellung:

https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/medizin/coronavirus/ende-der-pandemie-1058450

Auszug: […]“Das bedeutet, dass die Erkrankung regelmäßig auftritt und die Zahl der Infizierten durchgehend relativ konstant ist. Typische Beispiele für Endemien sind“[…]

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Und das beantwortet an welcher Stelle die angerissenen Punkte der „irrationalen Coronapolitik“, der „Politiker mit der Angst vor Haftungsklagen“ und der „rechten Ecke“?

Oder speziell meine Nachfrage „zur ungebründeten Hoffnung“??

Ich helfe aber auch gerne:

https://www.mdr.de/wissen/bevoelkerungsimmunitaet-hat-zum-ende-der-pandemie-gefuehrt100.html

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Wenn man in dieser Welt lebt, könnte/ sollte einem schon klar sein, woran @ Minna mit dem vom Ihnen Zitierten denkt.
Wenn man nach „unbegründeter Hoffnung“ fragt, kann einen das rki ganz schön erden.
„Des Weiteren lassen aktuelle Studien vermuten, dass gesundheitliche Langzeitfolgen nach einer SARS-CoV-2-Infektion (wie z.B. Long-COVID-Symptome und neu diagnostizierte Erkrankungen) insgesamt häufiger auftreten und länger anhalten als beispielsweise in Zusammenhang mit einer Influenza-Infektion.“

Widewidewitt?
Politiker sind alle Engel, die Coronapolitik bescherte uns allen absoluten gesundheitlichen Schutz ( z.B. durch Luftfilter ), wow wie höchst real, und covod wird natürlich, ganz sicher von keiner Partei für Profilierung genutzt:)
Wo leben Sie?
Ich mag Pippi auch gerne, aber in der Realität leben geht anders.

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

„Wo leben Sie?“

In der Gegenwart / Realität. Umgeben von vielen spezifischen / individuellen / gesellschaftlichen Risiken, die ich für mich und meine Familie möglichst objektiv bewerte und gemäß meiner Präferenzen hierzu Maßnahmen ergreife.

Als Familie haben wir aktuell zum Glück keine wirtschaftlichen bzw. existenziellen Risiken. Dennoch das Bedürfnis, den eigenen Lebenstandard auch für unsere Kinder zu bewahren. Hierfür investieren wir Zeit und Geld.

Gesundheitlich sind wir umgeben von Zivilisationskrankheiten, die es gilt, möglichst zu verhindern. Ernährung, Bewegung, Stress. Hier haben wir sicherlich Optimierungspotenzial und investieren ebenfalls Zeit und Geld.

Gesellschaftlich sind wir umgeben von großen Unsicherheiten. Innen- sowie außenpolitisch. Hier bin ich zumindest wachsam und auch ein Stück weit besorgt – im täglichen Alltag (Kriminalität) sowie in Bezug auf die politische Entwicklung (Radikalisierung). Bestimmte Situationen meiden wir.

In Summe sind wir als Familie multiplen Gefährdungen ausgesetzt, die sich zu einem persönlichen Gesamtrisiko aggregieren lassen.

Long-Covid ist eines davon – mehr nicht.

Und wie sieht es in Ihrer Realität aus?

Grüße aus dem Taka-Tuka-Land in Ihre reale (?) Welt.

Btw. Anzeichen dafür, dass Sie mittlerweile ggf. eine abweichende Risikopräferenz haben, finden Sie im Zweifel im Alltag. Denkbar wäre es ja, dass unsere gewählten Volksvertreter schlichtweg die Meinung der gesellschaftlichen Mehrheit vertreten und gemeinsam mit den politischen Beratern aus der Wissenschaft / RKI / StiKo zu einem anderen Ergebnis der Risikoeinschätzung kommen.

A.M.
2 Monate zuvor
Antwortet  Minna

„Covid-19 schädigt die Organe, gerade auch das Herz, schwächt das Immunsystem, begünstigt Krebs, schädigt den Frontallappen, zerstört Dopaminzellen … und das alles auch ohne Long-Covid-Fatigue.“

Covid-19 kann all das, aber gibt es nicht wesentlich mehr Menschen, die einen unspektakulären Verlauf ohne Post Covid oder Long Covid hatten? Wenn das Virus jetzt noch so schädigend auf viele wirken würde, müssten ja die Kinderimpfungen empfohlen werden, damit Kinder nicht durch einen Aufenthalt in Kitas und Schulen über die Jahre einem erhöhten Krebsristiko ausgesetzt werden. (Karzogenität wird übrigens dem Hausstaub in Kitas nachgesagt, da dort enorm viele Phtalate die Luft kontaminieren. Wogegen Luftfilter vermutlich auch helfen könnten, wenn es sie denn gäbe…)

Humanist
2 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Inwiefern unterscheidet sich COVID-19 damit von handelsüblichen Virusgrippen? Ich nehme Ihnen das Antworten gerne ab: kein Stück. Wenn also Maßnahmen gerechtfertigt waren, sind sie es in jedem Winter. Möchte man in so einer Welt leben? Sie eventuell, ich sicher nicht, die Mehrheit vermutlich auch nicht. Wenn Sie die aktuelle Seuchenpolitik für falsch halten, verkriechen Sie sich gerne in Ihrem Keller und nutzen sie den Service diverser Lieferdienste.

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke für den aktuellen Text @ Reaktion.
Ja, man mag F. Merz mögen oder nicht, die Wissenschaft hätte mit mehr Förderung mehr Erkenntnisse.
So könnten auch die Longcovidforschung Kinder und Erwachsene schon weitaus weiter sein.
Wie immer müssen die Schreihälse mit dem „handelsüblichen Virus“ erst nach der 2ten, 3ten Infektion übel dran sein, um ganz ganz leise zu werden.
Aber warum muss die Gesamtbevölkerung unter deren kruden Schwurbelei leiden?

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Umgekehrt:

Sie fordern etwas von der Gesellschaft / Politik, bekommen es nicht und sind der Meinung, dass „die Gesamtbevölkerung“ es nun mit kruden Schwurbeleien zu tun hat.

Das ist Ihr eigenes Problem.

Die gesamtgesellschaftliche Risikobewertung hat die StiKo im Blick und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen.

Die individuelle Risikobewertung und die Ableitung entsprechender Maßnahmen obliegt Ihnen.

Kann ja sonst keiner wissen, welchen Risiken Sie so ausgesetzt sind und wo es Sinn ergibt, seine Zeit zu investieren.

Helm beim Radfahren tragen, umsichtig am Verkehr teilnehmen, gesund ernähren, Sport treiben, Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen in Anspruch nehmen…als Frau vielleicht auch noch auf die richtige Partnerwahl setzen (häusliche Gewalt), nachts nicht alleine durch den Park gehen, Bahnhöfe meiden, usw.

Die gesellschaftliche Deutungshoheit bzgl. der einzelnen Punkte liegt zum Glück nicht bei Ihnen.

Wenn man (begrenzte) gesellschaftliche Ressourcen bündeln und Maßnahmen abwägen muss, kommt vielleicht dabei etwas heraus, was Sie ggf. ander gewichten.

Damit sind Sie im Falle Covid offensichtlich nicht einverstanden. Das hat aber nichts mit Schwurbelei zu tun.

Eigentlich/mittlerweile „schwurbeln“ Sie hier…

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Träum weiter…
aufwachen tut nämlich weh, wenn Sie in der momentanen Lage longcovidmäßig dabei sind. Viele halten Sie für einen Drückeberger, andere meinen: mach mal, das muss doch wieder gehen. Ihre BU zahlt nicht und mit der KV gibts dauernd Probleme – what a wonderful live.
Für die Politik sind Sie etwas, das es besser nicht gäbe, Sie stören das rosige-Zeiten-Bild und den Radfahrhelm brauchen Sie nicht, weil Sies nicht mehr können.
– aber träumen Sie ruhig weiter.

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Bin geimpft.

Habe eine BU und eine Rechtschutzsversicherung bei einem anderen Anbieter.

Darüber hinaus noch einen sehr guten AG mit entsprechenden Unterstützungsangeboten.

Unter meinen Fahrräder befindet sich auch ein eBIKE.

Weiterhin habe eine gesunde Lebenseinstellung und Spaß an der Arbeit. Zur Not auch Geduld:

https://www.helmholtz.de/newsroom/artikel/in-den-allermeisten-faellen-klingt-long-covid-wieder-ab/#:~:text=Das%20liegt%20einfach%20daran%2C%20dass,Long%20Covid%20ist%20nicht%20weg.

Ihnen nur das Beste!

Tim Bullerbü
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Ihnen Long Covid noch lange erspart bleibt. Aber die Chance steigen mit jeder Welle.
Und bis dahin gilt für mich das gute Lebensmotto:“Wer keine Ahnung hat, sollte einfach die Fresse halten.“

Unfassbar
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In den allermeisten Fällen verläuft die Virusgrippe schwerwiegender als Covid.

Ganz sachlich gefragt: Kennt die Redaktion eine Studie, in der Langzeitfolgen wie Long Covid von der Infektion selbst und von der Impfung ergebnisoffen untersucht worden sind? Ich frage, weil meine eigener Covid-Verlauf harmlos im Vergleich zu einer schweren Erkältung und zu allen meinen Impfungen gegen Covid war.

Ich habs so satt
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Na ja, nach der 2ten und 3ten Infektion kann es auch manchmal gut aussehen, kann aber auch nicht.
Auch nach der ersten, kann Wochen Monate später ppst/longcovid hallo sagen. – Ich möchte Sie aber bestimmt nicht verunsichern. Es gibt ja longcovidAmbulanzen, vlt. bekommen Sie für 2025 noch einen Termin.

Tim Bullerbü
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich habs so satt

Ich ergänzen: Und vielleicht haben Sie die eine tolle Krankenkasse, die die Blutwäsche bezahlt. Toi toi toi.

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/Tabellen/sonderauswertung-todesursachen.html

Der Frage kann man sich über aktuelle Statistiken bzgl. unerwünschter Impfnebenwirkungen widmen. Im verlinkten Dokument sind diese bei Covid explizit aufgeführt.

Im Vergleich zu den Todesfällen aber um Größenordnungen kleiner.

Insofern wird weiterhin (war ja nicht immer so) die Impfung für einen definierten Personenkreis mit vergleichbaren Risiken seitens der Stiko empfohlen.

Ich schätze, Sie können in beiden Fällen Glück oder Pech bzgl. schwerer Verläufe haben. Hängt auch immer ein Stück weit vom saisonalen Erreger und die darauf ausgerichtete Impfung ab.

Geht's noch?
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Der Humanist kennt keine Empathie.
Ich ich ich
Einfach toll!

Tim Bullerbü
2 Monate zuvor
Antwortet  Humanist

Puh…..puh….