
Zwei neue Beauftragte gegen Mobbing und Diskriminierung an Berliner Schulen wollen verstärkt den Beratungsbedarf bei Lehrkräften und Schulkindern ermitteln. Die Politologin Wanjiru Njehiah und die Juristin und Kriminologin Michelle Lisson haben vor wenigen Wochen die Arbeit in der Berliner Bildungsverwaltung aufgenommen und wurden nun in der Senatsverwaltung vorgestellt. Beide Stellen waren zuvor mehr als zwei Jahre lang unbesetzt.
Die zwei Beauftragten sind direkt bei der Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch angesiedelt. «Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit da ganz lose Strukturen hatten, weil das Thema aber auch für uns wirklich eine enorme Bedeutung hat, wollen wir es jetzt mit einer klaren Konzeption neu aufstellen», betonte die CDU-Politikerin. Für den Bereich der Antidiskriminierung sind zwei weitere halbe Stellen vorgesehen.
Einige Berliner Schulen meldeten bereits Beratungsbedarf
Wanjiru Njehiah ist nach Angaben des Bildungssenats seit acht Wochen im Amt. Die diplomierte Politologin arbeitete in den vergangenen Jahren als Antidiskriminierungsberaterin, politische Bildnerin und Fachmoderatorin. Einige Beratungsanfragen sind bereits durch Schulleitungen an sie herangetragen und bearbeitet worden. Bei ihrer Arbeit als Antidiskriminierungsbeauftragte liege der Fokus sowohl auf der Beratung als auch auf präventiven Maßnahmen und der besseren Vernetzung mit staatlichen und freien Trägern im Bereich der Antidiskriminierung, erklärte Njehiah.
Michelle Lisson hat ihre Tätigkeit als Anti-Mobbing-Beauftragte vor vier Wochen begonnen. Die 38-Jährige arbeitet bereits seit einigen Jahren im Bereich der Anti-Mobbing-Arbeit, in den letzten vier Jahren führte sie vermehrt Beratungsgespräche mit Eltern. «Ich freue mich jetzt darauf, auch die Sicht der Schulaufsichtsbehörden zu bekommen, weil das ist eine Perspektive, die mir noch in dem Bereich fehlt», so Lisson. «Ich möchte mit meinem Fachwissen und meiner Leidenschaft für Gewaltprävention zu einer sicheren und angstfreien Schule beitragen», betonte sie. Ihr sei bewusst, dass der Weg dahin einige Hürden mit sich bringen werde, aber jeder Schritt zu einem sicheren Schulleben sei ein Schritt in die richtige Richtung.
Dauerhaftes Ausgrenzen, Beschimpfen und Beleidigen: Mobbing und Cybermobbing sind auch nach der Coronapandemie ein großes Thema an den Schulen. Laut einer aktuellen Befragung im Auftrag der Techniker Krankenkasse sind bundesweit 15,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler von Mobbing betroffen. Jede bzw. jeder Zehnte (10,1 Prozent) gibt an, schon mal selbst Andere gemobbt zu haben. News4teachers / mit Material der dpa
Mobbinggefahr im Klassenchat: Wann Lehrkräfte gefordert sind, einzugreifen









Ich mache mir ein wenig Sorgen
-um den Drachen
-vor dem Drachen
-auch hinter dem Drachen
-wegen des Drachens
-um des Drachens wegen
-um des Drachens Wege.
Äh, worum ging es nochmal?
Nur darum, dass es die Schule wieder mal richten soll, Eliott.
„Für den Bereich der Antidiskriminierung sind zwei weitere halbe Stellen vorgesehen.“
Drachentöten als Teilzeitbeschäftigung.
Schön, wenn es Personal für dieses wichtige Thema gibt. Ich hoffe, es werden auch zeitliche Ressourcen bereitgestellt, um mobbende Klassen in funktionierende Gemeinschaften zu verbessern
Und wie soll das konkret gehen?
Es war mehr als Forderung gemeint.
Ich halte große Stücke auf Sozialtraining etc, muss dafür aber Unterrichtszeit kürzen…
Am Ende glaube ich, dass eine funktionierende Klassengemeinschaft dies wert ist, aber nicht wenige dürften nicht über die Zeitfenster verfügen
Und wieder mal Beauftragte, die einiges an Steuergeld kosten und sich letztlich doch nur als wertlos erweisen. Für alles und jedes schafft man heute Beauftragtenstellen, damit wenigstens der Eindruck entsteht, es werde für etwas oder gegen etwas getan – je nachdem, was in der Öffentlichkeit gut ankommt.
Was können diese Beauftragten denn tun? Hier und da fromme Reden halten und Ratschläge erteilen, für 0-8-15-Weiterbildungen sorgen oder den Schülern ins Gewissen reden und ihnen Tatbestände vor Augen führen, die diese aus persönlicher Erfahrung längst als kalten Kaffee ansehen und besser kennen als der Beauftragte selbst.
Nein, es braucht keine teuren Beauftragten, sondern das Recht jeder Schule, gegen Missetaten und Täter mit empfindlichen Strafen vorzugehen – ohne sich dafür ellenlang erklären und rechtfertigen zu müssen, was nur für Abschreckung und Unterlassung sorgt.
Wie auf vielen Feldern gibt es auch hier kein Erkenntnisproblem mehr, sondern ein dickes Handlungsproblem.
Ich würde die Prävention doch für alle Betroffenen vorziehen. Hohe Strafen sind da nicht so ergbiebig und im Nachhinein eine größere Belastung als das Vermeiden von Taten.
Zuletzt schließt Präventionsarbeit auch keine Strafen aus, wenn jemand “empfindliche Strafen” verhängen will – wie auch immer diese aussehen sollen..
Genau das.
Da das nicht geschehen wird, empfiehlt sich konsequente Alltagsorientierung.
Die kämpfen nicht gegen Diskriminierung und Mobbing, sondern “wollen verstärkt den Beratungsbedarf bei Lehrkräften und Schulkindern ermitteln.” Herzlichen Glückwunsch! Was passiert denn wenn der Bedarf ermittelt ist? Da werden dann wahrscheinlich noch ein paar Beauftragtenstellen für geschaffen.
«Ich freue mich jetzt darauf, auch die Sicht der Schulaufsichtsbehörden zu bekommen, weil das ist eine Perspektive, die mir noch in dem Bereich fehlt»
Viel Spaß beim Aufwachen in der Realität der Schulverwaltung. Hoffentlich wird das nicht zu schmerzhaft. Eine öffentlichkeitswirksame Kündigung mit Verweis auf ein völlig dysfunktionales System wäre dann die beste Lösung.
Ja, wäre es – die meisten gehen still und leise, wenn Ihnen klar wird, dass sie mit dem ” dysfunktionalen System “, das sie auffrisst zerstört.
Schöne Umsetzung:
https://youtu.be/zCRUPWDIgYM?feature=shared